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132 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ~~~Emotionaler Leserausch~~~
Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.
Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren...
Am 23. Juli 1999 veröffentlicht

versus
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Liebesgeschichte
A. Roy erzählt die Geschichte einer Familie in Indien, die erbarmungslos durch gesellschaftliche Umstände zerstört wird. Sie zeichnet dabei Indien als ein zwar schönes Land, das aber zerrissen ist durch Unterschiede im Kastenwesen, soziale Unterschiede und politische Strömungen (vor allem Marxismus und Demokratie). Diese Zerrissenheit erlaubt es...
Veröffentlicht am 7. Februar 2010 von Ben


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132 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ~~~Emotionaler Leserausch~~~, 23. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.
Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren Eifersüchteleien und Rivalitäten. Unter dem Druck dieser Umstände zerbricht die Familie schließlich. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter es wagte, sich gegen die herrschenden Konventionen zu stellen, sich scheiden ließ und einen Unberührbaren liebte.
Die Handlung ist stilistisch wunderschön verpackt. Zahlreiche Rückblenden, Erinnerungen und Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten werden unter den Händen von Arundhati Roy zu einem schillernden Teppich, der von Haß, Liebe, Vergeltung und Vergebung erzählt. Besonders faszinierend ist der Einblick in das uns fremde indische Kastensystem, den die Autorin uns gewährt. Viele kleine und doch so aussagekräftige Szenen, die in einer sehr aussagekräftigen und malerischen Prosa geschildert werden, zeigen dem Leser, daß es die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.
Ich machte im Laufe des Buches alle Stationen von Wut, Freude, Glück und Trauer durch, und doch schloß ich das Buch mit einem Lächeln und der Gewißheit, das das Leben trotz allen Härten doch schön ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kasten-förmiges Loch im Universum, 18. März 2007
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Der Gott der kleinen Dinge entlarvt sich zumal auch als ein Gott des Verlustes, der sich eines einzigen Tages, eines unbedachten Kinderspiels bemächtigt und eine Familie unwiderruflich in weit entfernte Einzelindividuen trennt.

Die zweieiigen Zwillinge Esthappen und Rahel erleben Kerala - die Gewürzküste Indiens - in strahlender Schönheit, das erbarmungslose jedoch anzuerkennende Kastenwesen, ihren Platz in der Hierarchie der Dinge - unterschieden im Geschlecht, geteilt durch die Scheidung ihrer Mutter Ammu - die starke Bindung an Großbritannien in Sprache und Etikette und die Zwiespältigkeit des aufkeimenden Marxismus, der sehr wohl zwischen seinen Genossen unterscheidet.

Das erste Kapitel ist wohl eines der allerschönsten ersten Kapitel, das ein Roman uns schenken kann. Es fasst uns zu Beginn die nicht zu verhindernden Ereignisse, Tragödien und ihre Folgen zusammen und ermöglicht uns die Bekanntschaft mit den Charakteren, wovon jeder eine eigene Geschichte wert ist. Es zeigt uns in geschmeidig raschem Wechsel der zeitlichen Erzählperspektiven den Wandel Indiens und zugleich die Vielzahl der zerbrochenen Persönlichkeiten, die diesem Wandel nur in ihrer äußeren Hülle gefolgt sind. Es ist der Startschuss für eine ganz große Geschichte!

In wunderschön trauriger und nicht verurteilender Manier erzählt Arundhati Roy vom kindlichen, naiven und unbekümmerten Erleben der beiden Zwillinge, von Fragen der Messbarkeit der elterlichen Zuneigung und Gleichheit ob unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft.

Fabelhaft erheiternd und zumal makaber die Schilderungen von Beobachtungsgabe, Kinderwelten und ihren Bildern, vom Rückwärtslesen und alten Damen, die dem Rad der Zeit nur noch technisch Folge leisten können.

Widerlich die Tatsachen von verschwiegenem Kindesmissbrauch, von Misshandlungen seitens der Behörde, von der Verurteilung eines Unschuldigen nach dem Prinzip des "geringsten Verlustes", von Kasten-basierenden Falschaussagen und der Vertreibung eines geliebten Menschen zu Gunsten des Verdrängens, Vergessens und "Unter den Tisch Kehrens".

Verben als Neuentdeckung von Begriffen, die sich wie Meilensteile wiederholend durch die Geschichte schlängeln und der Vielzahl ganz kleiner Dingen eine Definition verleihen - und ihre fabelhafte Übersetzung ins Deutsche festigt diese!
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!, 11. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
"Der Gott der kleinen Dinge" ist eines der besten Bücher, daß ich je gelesen habe. Nachdem mit der Vergleich mit Salman Rushdie, dessen Erzählstil mit tödlich langweilt, zuerst abschreckte, stellte ich bald fest, daß Roy weitaus besser ist. Die wunderschöne, poetische und facettenreiche Sprache trägt einem mit fast jedem Wort, jeder Ahnung, die sie vermittelt, fort und regt gleichzeitig auch zu philosophischen Gedanken an über das eigene reelle Leben....Die Lautlosigkeit und Unaufdringlichkeit, mit der Roy ihre verwobene Geschichte erzählt, ist einfach fantastisch und erzeugt , ganz ohne klischeehafte Handlungsstränge und brutale Bilder, Spannung und einen Zauber, der einen bis zuletzt gefangen hält. Die Geschichte der Zwillinge, ihrer vom Leben verfolgten Mutter, der bösen Tante, und das alles eingewoben und doch ein Fremdkörper im politischen und sozialen Hintergrunde des Landes erzeugt ein Bewußtsein von Gegensätzen und die Ahnung, daß die kleinen Dinge die sind, die das Leben weiterdrehen , und daß, was im kleinen geschieht, mehr Einfluß nimmt als das "Große und Ganze". Genial!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für die richtigen Leute das perfekte Buch - mehr als 5 Sterne, 6. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Das schönste Buch, das ich je je je gelesen hab und da kommt auch sicher nicht so schnell was Bessres.
Klar, ich bin mir sicher, das Buch ist absolute Geschmackssache, wer so denkt, wie A.Roy schreibt, der wird das Gefühl haben, die Geschichte sei echt und seine Gedanken hätten endlich mal wo Platz.
Wer nicht so denkt, wird wahrscheinlich, und deswegen verstehe ich auch die schlechten Rezensionen, das Buch als langweilig finden und das wars dann.
Warum?
Nun, es ist nicht einfach nur ein Buch.
Hier wird die Geschichte einer Familie bis ins kleinste Detail erzählt, so dass man - so gings mir zumindest- am Ende sich einreden muss, es sei nur ein Buch, nichts Wirkliches.
A.Roy gibt den Personen Gedanken und Gefühle, die viele vielleicht nicht haben.
Sie schreibt, dass die Erinnerung an den Geschmack von Esthas Tomatensandwiches nur eins der kleinen Dinge war.
Das kleine Dinge zu großen Dingen führen können.
Dass 2 eine Seele haben können, und was das bedeutet.
Und wer das versteht, der wird das Buch wahrscheinlich so lieben, wie ich es tu, denn wer genauso denkt, kann sich sicher sein, dass das Buch ein Teil von ihm wird.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 7. September 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Der Roman zeichnet ein sehr lebendiges Bild von Indien, voller Traditionen, magischen Momenten und einer Familie in der jeder sein eigenes Kreuz zu tragen hat. Es ist eine dramatische Geschichte eine Frau, die jemanden liebt, der sie nicht berühren darf, einem zweieiigem Zwillingspaar mit nur einer Seele, einem Mann, der die Frau (und deren Kind) die er noch immer liebt an einen anderen verloren hat und einer verbitterten Ex-Nonne, die allen Menschen deren Glück missgönt.
Es geht um die großen Dinge, wie Politik, Liebe und Gesellschaft, sowie um die kleinen Dinge, wie ein helles Blatt auf einem dunklen Rücken, das dafür sorgt, dass der Monsun rechtzeitig kommt.
Der Gott der kleinen Dinge ist ein Buch das unter die Haut geht und dessen Inhalt vor dem geisten Auge zum Leben erwacht.
Was es noch ein wenig interessanter macht, ist die Tatsache, dass der Roman halb autobiographisch ist und somit auch ein Teil des Lebens von Arundhati Roy.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Liebesgeschichte, 7. Februar 2010
A. Roy erzählt die Geschichte einer Familie in Indien, die erbarmungslos durch gesellschaftliche Umstände zerstört wird. Sie zeichnet dabei Indien als ein zwar schönes Land, das aber zerrissen ist durch Unterschiede im Kastenwesen, soziale Unterschiede und politische Strömungen (vor allem Marxismus und Demokratie). Diese Zerrissenheit erlaubt es den Menschen nicht in Frieden miteinander zu leben und glücklich zu werden und so ist das Eintreten der totalen Katastrophe, die gleich zu Beginn angedeutet wir, nur eine Frage der Zeit.
Nicht alles hat mir an dem Buch gefallen: 1.Die Sprache ist sehr poetisch, metaphernreich und blumig und passt nicht recht zu der vermittelten Sozialkritik und der Tragik der Ereignisse. 2.Die Verbotene Liebe", die der Herausgeber auf dem Buchumschlag als Mittelpunkt der Geschichte sieht, gibt es eigentlich gar nicht. Es ist viel mehr eine kurze Leidenschaft, die auf ganz wenigen Seiten abgehandelt wird und die auch nur der Auslöser der dramatischen Ereignisse ist, die wohl auch ohne selbige eingetreten wären. 3.Es gibt weitere Gegensätze, die die Zerrissenheit Indiens begründen (z.B. die vielen fanatisch ausgeübten Religionen und die vielen Volksgruppen mit bis zu 200 verschiedenen Sprachen und Gebräuchen). Aber diese Konflikte spielen in dem Roman gar keine Rolle und werden auch nicht erwähnt, dabei sind sie für Indien so wichtig.
Vielleicht hätte die schöne Sprache mit den vielen Naturbeschreibungen besser zu einer Liebesgeschichte gepasst, als zu der traurigen Familiengeschichte.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein lebendes, pulsierendes Buch voller dunkler Schönheit, 25. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Mit beständiger Regelmäßigkeit erweisen sich die Bücher, die auf den englischen Bookerpreis Thron gehievt werden, immer wieder als fantastische Lektüre. A. Roy gewann diesen Preis für ihr Erstlingswerk "Der Gott der kleinen Dinge" 1997 -- zu Recht! Schon auf den ersten Seiten, die den Leser in das Buch hineinsaugen, wird klar, daß der Leser es hier mit einer gleichsam virtouosen wie sicheren und prägnanten Sprachschöpferin zu tun hat. Die (äußert tragische) Handlung, die sich (wie so häufig schon) um die Liebe zwischen Standesgrenzen hinweg dreht und äußerst tragisch ist, spielt in einem entfernten Dschungelgebiet Indiens und wird von A. Roy wunderbar in kraftvolle, sehr organische andschaftsbeschreibungen eingebettet. Bemerkenswert ist, wie es die Autorin schafft, allein durch geschickte Wortkonstruktionen, die Handlung aus der Perspektive zweier vorpubertärer Kinder zu beschreiben, ohne dabei naiv oder aufgesetzt zu wirken. Dazu kommt eine sehr reiche Fantasie, so daß das Buch nicht nur von der Sprachgewalt, sondern auch von der großen Ausmalungsraft der Autorin lebt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhafter Roman mit Schauplatz Indien, 9. März 2000
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Die Autorin dieses Buches weiht den Leser in das Leben und Denken in Indien ein und vor allem in das "Andersdenken". Sie begleitet zwei zweieiige Zwillinge auf dem Weg durch ihre turbulente Jugend. Dabei weiß sie, Spannung aufzubauen, indem sie der Geschichte keinen einheitlichen Fluß verpasst, sondern mit Rückblenden und Vorausschauen arbeitet und durch kurze Nebenbemerkungen die Neugier des Lesers auf den tragischen Verlauf der Geschichte ins unendliche steigert. Des weiteren hat mich die blumige, farbenfrohe und detailliebende Sprache fasziniert, derer sich die Autorin bedient. Durch Wortspiele, Wiederholungen und ähnliches verleiht sie ihrem Buch einen fast zauber-artigen Überzug, entrückt die Geschichte der Welt und plaziert sie dennoch gleichzeitig auf grausame Art und Weise in ihrer Mitte. Ein sehr bewegender Roman, der vom Leser jedoch einiges an Konzentration abverlangt. Und zum Nachdenken regt er auch noch an, über Normen und Werte, das Richtig und Falsch und über die Gesetze der Liebe und wer überhaupt und wieviel geliebt werden darf...
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Poesie der kleinen Dinge, 11. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Gott der kleinen Dinge: Roman (Taschenbuch)
Eine Sprache, die sofort gefangen nimmt. So anders und so eigen, dass es dem Leser anfangs genügt, nur in diese Welt einzutauchen und sie mit den Augen der Autorin neu zu entdecken. Ein großes Lob für die Übersetzung, der es gelungen ist, die Poesie des Originals im Deutschen nachzuvollziehen.
Auf den zweiten Blick zeigt sich dann eine klug überlegte moderne Struktur, die nicht chronologisch aber zielstrebig auf das Ende hinarbeitet, immer neue Fragen stellt und so die Spannung steigert.
Erst spät enthüllt der Roman seine große Emotionalität, dann denkt man sich : eigentlich hätte das Buch ein so bewegendes Ende nicht gebraucht. Waren es doch gerade die feinen Beobachtungen der kleinen Dinge, die einen das Buch nicht weglegen ließen. Am Ende ist man geradezu erschlagen vom Reichtum der Fantasie und der Sprache der Autorin.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Indische Familientragödie, 22. Februar 2011
Von 
Peer Sylvester "peerchen" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Als ich das Buch anfing zu lesen wusste ich sclhicht gar nichts darüber. Es ist eine indische Familiengeschichte und beleuchtet als solche die indische Kultur und die indische Denke (und das eher kritisch).
Erzählt wird in zwei Zeitebenen: Einmal die Gegenwart, in der die Hauptfiguren (Zwillinge) zurück nach Indien kommen, um ihre Mutter zu beerdigen. Und einmal die Kindheit der Zwillinge, in denen eine Tragödie geschah, die dafür sorgte, dass die Zwillinge getrennt aufwuchsen.
Die Geschichte selbst ist nicht uninteressant und hält die eine oder andere Wende parat, so dass der Leser bei Stange gehalten wird. Und natürlich erfährt man viel über die indische Kultur.
Allerdings ist das Buch nicht gerade Wohlfühlliteratur: Die Protagonisten sind allesamt nicht allzu sympathisch, die Geschichte ist traurig und man ärgert sich so richtig über bestimmte Personen.
Wer jetzt denkt: "Eine indische Familiengeschichte wollte ich ja schon immer mal lesen" kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.
Mir persönlich hat es nicht ganz so packen können. Das mag daran liegen, dass die philosophie dahinter (und auch der Stil) doch schon recht anders ist, vielleicht auch damit, dass das Buch eben eine einzige Tragödie darstellt (und man sieht das Unglück kommen und hofft vergebens es möge nicht so hart zuschlagen). Ganz genau kann ich den Finger nicht drauflegen - ich fands aber auf alle Fälle interessant genug um trotz einiger (gefühlter) Längen bis zum Ende dabei zu bleiben.
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Der Gott der kleinen Dinge: Roman
Der Gott der kleinen Dinge: Roman von Arundhati Roy (Taschenbuch - 1. Mai 1999)
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