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am 8. Februar 2013
Meinung: Ein echter Klassiker der Literatur. Ich bin froh Jane Eyre eine Chance gegeben zu haben, denn nach Shirley war ich doch leicht skeptisch.

Jane Eyre wächst bei ihrer Tante Mrs. Reed und deren 3 Kindern auf. Bei der Familie Reed fühlt sie sich aber gar nicht wohl. Mrs. Reed behandelt sie kalt und herzlos und die Kinder nutzen jede Gelegenheit um Jane zu ärgern und zu demütigen. Mit 10 Jahren wird sie auf das Internat Lowood geschickt. Dort herrschen strenge Regeln und jeder Verstoß wird bestraft. Die Zustände sind erschreckend und nach 6 Jahren als Schülerin und nach 2 Jahren als Lehrerin auf Lowood sucht sich Jane eine neue Arbeit als Lehrerin der kleinen Adele auf dem Anwesen Thornsfield. Mit der Zeit verliebt sie sich in ihren Arbeitgeber Mr. Rochester, aber der jungen Liebe werden einige Hindernisse in den Weg gestellt.

Eine wahrhaft tolle Liebesgeschichte, sogar mit leichter Spannung und einem Hauch Grusel. Mit ihrem Schreibstil beeindruckte sie mich ein weiteres und hoffentlich nicht das letzte Mal. Poetisch und so ehrlich schreibt Charlotte Bronte über das Leben und die Liebe und zeigt, auch damals gab es eingebildete Schnösel und Zicken und Gerechtigkeit stand bei der Menschheit niemals an erster Stelle.

>>Die Neugierde und Aufmerksamkeit des Zuhörers beschleunigt die Kunst des Erzählers.<< S. 253
>>Sir<<, antwortete ich, >> die Ruhe eines Wanderers oder die Besserung eines Sünders sollte niemals von einem Mitmenschen abhängen. Männer und Frauen sterben, Philisophen irren in der Weisheit und Christen in der Tugend. Wenn ein Mensch den Sie kennen, gelitten und gefehlt hat so lassen Sie ihn höher aufblicken als zu seinesgleichen, wenn er Kraft und Trost begehrt, um zu gesunden und sich zu bessern.<< S. 278
Es ist etwas Seltsames um Vorahnungen. Ahnungen, Vorzeichen und Seelenverwandtschaft bilden ein Geheimnis, zu dem die Menscheit noch nicht den Schlüssel gefunden hat. [...] Und nach allem, was wir wissen, sind vielleicht Vorzeichen nichts weiter als ein Ausdruck als ein Ausdruck der inneren Verwandtschaft, die den Menschen mit der Natur verbindet. S. 280
Junge Damen haben eine besondere Art, einem Menschen zu verstehen zu geben, wie lächerlich er in ihren Augen erscheint, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Ihr anmaßender Blick, ihr kaltes Wesen und ihr nachlässiger Ton lassen über ihre diesbezüglichen Gefühle keine Zweifel, ohne daß sie gezwungen wären, sich durch eine ausgesprochene Grobheit in Wort oder Tat bloßzustellen. S. 291
Aber auch Jane Eyre hatte seine Längen. Von langen Gedankengängen der Protagonistin wurde mir ab und zu langweilig, aber ohne diese hätte es diese tollen Zitate wohl nicht gegeben. Das Buch ist aus der Ich- Perspektive geschrieben und Jane schreibt den Leser öfter persönlich an, wodurch eine Bindung zwischen Leser und Jane entstand, die sehr schwer zu beschreiben ist. Man fühlt sich wie ihre Freundin und kann ihr doch nicht helfen.

Für die damalige Zeit waren ihre Romane sehr skandalös, was bestimmt besonders an den Characteren lag. Diese sind unabhängig, trotzen der Gesellschaft und deren Regeln und versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen. Alle Charactere waren sehr liebenswert, gut ausgearbeitet und hatten doch ihre Schwächen, was sie nur noch mehr symphatischer machte.

Einige Wendungen im Buch konnte ich schon erahnen und haben sich bewahrheitet, so auch die Handlung mit ihren Verwandten, die gegen Ende des Buchs erzählt werden. Aber auch das Ende an sich war für mich schon von Anfang an klar und es hätte mich zutiefst erschüttert, wenn es nicht so ausgegangen wäre.

Fazit: Ein großartiger Roman über die Liebe und das Leben.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2013
Mit großer Anteilnahme und auch mit historischem Interesse habe ich den Roman "Jane Eyre" von Charlotte Bronte gelesen. Er zeigt die Lebensgeschichte einer Frau und die Handlung spielt sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts ab. Es handelt sich um das bewegende Schicksal eines elternlosen Mädchens, was von wohlhabenden Verwandten aufgenommen wird, was dort aber durch seinen starken Charakter aneckt und schließlich in ein Kinderheim-Internat abgeschoben wird. Die dortigen Zustände sind katastrophal - das kleine Mädchen einer Epidemie zum Opfer fallen.. vielleicht haben das die wohlhabenden Verwandten auch so gewollt.

Im weiteren Verlauf der Geschichte bewirbt sich Jane Eyre als Gouvernante in einem Herrenhaus und verliebt sich in den Schlossbesitzer, der sich ebenfalls in sie verliebt. Bis zum Ende des Romans gibt es dann jede Menge Irrungen und Wirrungen - Höhen und Tiefen, Abstürze und unerwartete Fügungen. Alles wird von Charlotte Bronte sehr spannend und anschaulich geschildert. Sie weiß ganz genau, wovon sie schreibt.

Wenn man weiß, dass die britische Autorin Tochter eines Geistlichen war, dass sie einmal selbst als Gouvernante gearbeitet hat und dass zwei ihrer Schwestern noch als Kinder an Tuberkulose starben, kann man gut nachvollziehen, dass vieles in dem Roman "Jane Eyre" auch Teil des Lebens von Charlotte Bronte war. So die Empörung darüber, wie schlecht Mädchen in der britischen Gesellschaft um 1850 behandelt wurden. Ebenso kann man nachvollziehen, dass Charlotte Bronte das Gehabe mancher Geistlichen rasch durchschaute und in ihrem Buch einige sarkastische Bemerkungen dazu machte. Sicherlich ein Skandal in der damaligen Zeit. Die Autorin soll selbst eine "Vernunftehe" mit einem Hilfspfarrer eingegangen sein, so manches Mal musste ich während der Lektüre des Buches daran denken, wenn sie Janes Onkel St. John Rivers beschreibt.

Der größte Skandal des Buches war aber sicherlich die Beschreibung der starken Persönlichkeit einer Frau. Eine junge Frau, die genau wusste, was sie wollte - und dies auch noch durchsetzte. Eine junge Frau, die sich von niemand etwas vormachen ließ, die unumstößliche Moralvorstellungen hatte. Und dazu kommt noch, dass die Hauptperson als nicht schön geschildert wird. Zwar auch nicht gerade hässlich, so doch gerade so an der Grenze. Und in eine solche mittellose, kleine und kratzbürstige Person verliebt sich der Schlossbesitzer heftigst. Und das in der damaligen britischen Gesellschaft, die auch heute noch so voller Standesdünkel ist. Das Buch muss in der damaligen Zeit ein großer Skandal gewesen sein.

Eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft, eine Auseinandersetzung mit der Religion, Kritik an der Erziehung von Mädchen und Jungen, Kritik an hygienischen und medizinischen Zuständen, Kritik an vielen gesellschaftlichen Zuständen.

Einige Fragen, die sich mir nach Lektüre des Romans stellten, konnte ich mir durch Recherche im Internet beantworten. So ist ein Vermögen von 20 000 Pfund Sterling um 1850 vermutlich so viel Wert gewesen wie heute 1,6 Millionen Euro. Aber - konnte sich ein Ehemann damals in England nicht von einer geisteskranken Ehefrau scheiden lassen, die Ehe anullieren lassen?

Ich habe den Roman "Jane Eyre" in der vollständigen deutschen Fassung auf dem Kindle gelesen. Was mich gestört hat, waren einige Fehler, manchmal fehlten auch ganze Worte. Aber dies tut dem Roman keinen Abbruch, deshalb habe ich keinerlei Punktabzug für den Roman von Charlotte Bronte. Es ist ein ganz großes Stück Weltliteratur - absolut lesenswert.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Januar 2012
Jane Eyre wächst als Waisenkind bei reichen Verwandten auf. Es ist eine freudlose Kindheit, denn Jane ist altklug und damit kann ihre Tante, die eher fröhliche jedoch geistig unterbelichtetere Kinder gewohnt ist, nicht viel anfangen. Sie verachtet und hasst Jane, was auf Gegenseitigkeit beruht. So sind beide Seiten froh, als Jane nach einer größeren Eskalation Gateshead verlässt und nach Lowood ins Internat kommt und nach acht Jahren Schulzeit selber Lehrerin wird. Aber schon bald wird ihr dieses einseitige Leben öde, sie will mehr, sie braucht einen Tapetenwechsel und annonciert, dass sie eine Stellung als Gouvernante sucht. Schon bald tritt sie eine Stellung bei einem unehelichen französisches Mädchen auf Thornfield Hall an, was ihr jedoch auch bald sehr eintönig wird, bis sie Mr. Rochester, den Herren des Hauses kennenlernt, der ein düsteres Geheimnis hütet.

Der Roman erschien 1847 unter dem Pseudonym Currer Bell und hieß auf Deutsch zunächst "Die Waise von Lowood". Erzählt wird die klischeehafte, vorhersehbare Geschichte der Gouvernante Jane Eyre und die Autorin bemüht alle damals gängigen Klischees aufs Beste. Zunächst ist da das arme Waisenkind, das von seinen reichen Verwandten schlecht behandelt wird und auf ein düsteres Internat geschickt wird. Diese Passagen erinnern stark an die Erzählungen von Charles Dickens. Schon damals waren Waisenkinder einfach besser geeignet Abenteuer zu erleben und eigene Entscheidungen zu treffen, als Kinder aus behütetem Hause, daran hat sich bis heute nichts geändert. In Janes Kindheitsbeschreibungen trampelt Bronte auf dem damals üblichen und beliebten Klischeepfaden: armes Waisenkind, pöse pöse angebliche Christen, die ihren Geiz unter dem Mantel christlicher Tugenden kaschieren. prägende Jugendfreundschaften und alles wird gut.
Jane ist dabei jedoch eine auch heute noch moderne Heldin: Zu clever, zu direkt, zu ehrlich, zu logisch denkend stellt sie den Verstand über die Gefühle. Sie eckt an und ist prinzipientreu und geht ihren eigenen Weg, gegen alle Widerstände. Daher tritt sie auch diese Stelle als Gouvernante an, und die Autorin kann sich somit auch anderen Klischees zuwenden: Nun verliebt sich eine Angestellte natürlich in ihren reichen Chef und damit das nicht zu langweilig wird noch ein paar Schauerelemente, weil die auch gerade modern waren, ohne Schauerelemente ging damals gar nichts und damit das nicht zu altbacken wirkt noch ein wenig Emmanzipationsstreusel darübergestreut "but women feel just as men feel; they need exercise for their faculties, and a field for their efforts, as much as their brothers do; they suffer from too rigid a restraint, too absolute a stagnation, precisely as men would suffer; and it is narrow-minded in their more privileged fellow-creatures to say that they ought to confine themselves to making puddings and knitting stockings, to playing on the piano and embroidering bags. It is thoughtless to condemn them, or laugh at them, if they seek to do more or learn more than custom has pronounced necessary for their sex."
Die ganze Rochester Episode ist an sich schon extreme vorhersagbar, die Autorin jedoch beherrscht zudem die Kunst der plumpen, als Vision getarnten Hinweise, in welcher sie gleich mal den Rest der Handlung in wenige Sätze verpackt "the trunk, split down the centre, gasped ghastly. The cloven halves were not broken from each other, for the firm base and strong roots kept them unsundered below; though community of vitality was destroyed-the sap could flow no more: their great boughs on each side were dead, and next winter's tempests would be sure to fell one or both to earth: as yet, however, they might be said to form one tree - a ruin, but an entire ruin." Geht es noch plakativer?! JA! Falls jemandem dieses Bildnis entgangen sein sollte, setzt die Autorin gleich mal nach: "I interpreted it as a warning of disaster. I feared my hopes were too bright to be realised; and I had enjoyed so much bliss lately that I imagined my fortune had passed its meridian, and must now decline." Solche Stellen sind gleichmäßig über den ganzen Text verteilt, damit auch ja keine Spannung aufkommt.
Die restlichen Kapitel sind Lückenfüller, um noch ein loses Ende vor dem Happy End zu verknüpfen.

Nun fragt man sich, wie konnte so ein vorhersehbares Werk so eine Beliebtheit erlangen. Das liegt daran, dass die Stärke der Autorin auf ganz anderen Gebieten liegen. Während die Geschichte gerade mal solide und logisch konstruiert ist, schafft es Bronte eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die packt und fesselt. Dies gelingt ihr vor allem durch ihre gelungene Charakterisierung der Protagonisten. Schon lange vor den psychologischen Theorien unserer Zeit, wie der Interaktionstheorie, erkannte Bronte, wie Menschen ticken und beschreibt dies so treffend, dass man die heute bekannten psychologischen Prinzipien erkennt, nach denen Jane handelt. Die restlichen Figuren sind jedoch oft deutlich einfacher gestrickt und Mr. Rochester, "Edward" Rochester, dürfte Twilight Leserinnen sehr zusagen. Männlich, stark, eine Beschützer, der sagt wo es lang geht, aber wenn es nötig ist, auch mal ein Tränchen verdrückt "Oh, Jane! my hope- my love -my life!- broke in anguish from his lips. Then came a deep, strong sob."

Fazit: Vorhersehbarer, seichter aber unterhaltsamer Klassiker, der durch die handelnden Personen lebt und weniger durch die Handlung.
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am 19. Februar 2012
Jane Eyre - könnte ich 10 Sterne vergeben - ich wüßte nicht, ob ich es täte. Dieser Roman einfach zu genial, um ihn in einem so trivialen Punktesystem einzuordnen. Die Weisheit, die ausgefeilte Handlung, die unglaublich intensiven Gefühle der Protagonisten, noch dazu so authentisch beschrieben, daß man sich wie in einem Sog in die Geschichte hineingezogen fühlt - Charlotte Brontés Meisterwerk steht für immer in der Galerie der großen Literaturklassiker, unantastbar, meines Erachtens.
Trotzdem - oder gerade deshalb - ist meine Freude über die deutsche Ausgabe getrübt. Das englische Original mit seiner frischen und so schönen Sprache, seinen tiefsinnigen und zeitweise humorvollen Dialogen hatte mich neugierig gemacht, wie wohl eine Übersetzung damit umgehen würde.
Die Übersetzung stammt aus einer früheren Auflage aus dem Jahr 1986, und ich frage mich, wie ein Übersetzer an die Arbeit herangeht. Er muß doch ein Gesamtkonzept haben, muß versuchen, nicht nur die Sätze, sondern auch die Stimmung zu übertragen. Doch bereits in den ersten Kapiteln fiel mir auf, daß etwas fehlte. Die Sätze sind kürzer, es fehlen Wörter, die ich für die Stimmung als sehr wichtig empfunden habe, manchmal ganze Satzteile, und sogar ganze Sätze. Der Esprit der Dialoge wurde nur teilweise erfaßt, und es tut irgendwie weh, wenn Rochester nach Janes flammender Rede über Gleichheit und Ähnlichkeit ihres Wesens statt equal - "as we are!" nur "gleichwertig!" sagt.
Ja, ich weiß. Englisch ist Englisch und Deutsch ist Deutsch.
Trotzdem taucht in meiner Vorstellung ein anderes Bild auf, wenn es heißt "he kissed me repeatedly", als wenn ich lese "er küßte mich lange".
Kleinlich? Vielleicht.
Meine Empfehlung? Lesen!!!
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am 3. Mai 2014
Mit Weltliteratur ist das ja immer so eine Sache. Manchmal gefällt sie mir, ja reißt mich gar mit, und manchmal breche ich ob der manierierten Sprache, der Weitschweifigkeit oder schlichten Langeweile einfach ab. Manche der großen Bücher kommen für mich auch einfach zur falschen Zeit. Entweder bin ich noch nicht bereit dafür oder bereits über die Phase meines Lebens hinaus, in der mich gerade dieses Buch hätte berühren können.

Ebenso oft habe ich festgestellt, dass es an den Übersetzungen liegt, ob mir ein Roman gefällt oder nicht. Im Falle von "Jane Eyre" las ich die Übersetzung von Gottfried Röckelein aus dem Jahre 1998. Und das war gut so. Sprachlich in meinen Augen hervorragend übersetzt, mit einem Gefühl für moderne Sprache, ohne aber die alte Sprache dabei zu verleugnen. Warum hat mir der Roman trotzdem nicht gefallen?

Erzählt wird die Geschichte des Waisenkindes Jane Eyre im 19. Jahrhundert. Zunächst wächst sie ungeliebt auf dem Herrensitz Thornfield auf. Hier bieten ihr lediglich Bücher und das Hausmädchen Bessie ein Zuhause.

Später führt sie der Weg nach Lowood, einem kirchlich geprägten Internat, das sie trotz der teils armseligen Kost als Fortschritt empfindet. Dies liegt auch an ersten Freundschaften und an Miss Temple, die sie fast schon liebevoll unter ihre Fittiche nimmt. Hier entdeckt sie die Schönheiten der Natur und lernt die Freiheit kennen. Sie lernt vertrauen und trauern und wird von der Schülerin zur Lehrerin.

Später, auf dem Herrensitz Thornfield, arbeitet sie als Gouvernante. Mr. Rochester, den Hausherrn lernt sie hier kennen und lieben. Sie verkehrt in den „besseren“ Kreisen und lernt, die Welt zu verstehen. Sie entdeckt ungeahnte Gefühle, wie Sympathie, Sehnsüchte, Besessenheit oder Zweifel. Zudem holt sie auch ihre Vergangenheit wieder ein. Am Tag der Hochzeit dann platzt das dunkle Geheimnis des Hausherrn.

Jane verlässt Thornfield und lernt die Schattenseiten des damaligen Lebens kennen, Aber auch hier findet sie ihren Weg.

Auf über 650 eng bedruckten Seiten durchzieht den Roman insgesamt eine dunkle Atmosphäre. Auffällig ist hierbei die psychologische Ebene. Jedes noch so kleine Gefühl wird auf seine Herkunft und Auswirkungen untersucht. Bei der Liebe zu Mr. Rochester handelt es sich fast schon um ein Psychogramm.

Die ausufernden, teils langatmigen Beschreibungen und das Dehnen der (doch überschaubaren) Handlung sind wohl typisch für diese Zeit, zehrten aber doch arg an meinem Geduldsfaden. Auf die heutige Zeit bezogen wirkt das alles antiquiert, aber leider nicht in einem angenehmen Sinn. Und ich stelle mir wieder einmal die Frage, ob es an mir, an der heutigen Zeit oder der Geschichte selbst liegt.

Hinzu kommen Dinge wie geisterhafte Erscheinungen und viele, viele Zufälle, die mich in noch keinem Buch begeistern konnten. Ab dem Mittelteil wirkt die Geschichte auch irgendwie belanglos. Zahlreiche Dialogwiederholungen und eigenartige Gespräche gaben mir dann den Rest.

Insgesamt ließ mich das Buch doch eher ratlos und mit einem mulmigen Gefühl zurück.
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am 1. Mai 2012
Für Freunde dieses Genres ein unterhaltsames Buch. Wichtig ist vielleicht vorab zu wissen, dass die "altmodische" Sprache offenbar gewollt ist. Man könnte sonst einige Eigenarten wie z. B. überall ein "h" nach dem "T" (Tun = Thun) für, sich ständig wiederholende, Übersetzungsfehler halten. Bei kostenloser Lieferung darf man aber auch mal über einen kleinen Fehler hinwegsehen.
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am 18. Dezember 2013
Das Buch ist ein Klassiker, die Sprache dieser günstigen Version ist an sich schon etwas ungewöhnlich. Die vielen Rechtschreibfehler erschweren ein flüssiges Lesen. Ich habe das Buch seit dem Kauf in einer besseren Übersetzung gelesen und es hat mich überzeugt. Diese o.g. Version ist nicht zu empfehlen
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am 30. Juni 2013
Es gibt Bücher, die man gelesen haben sollte, wenn man gerne liest. Ich tue mich mit diesen "Klassikern" meistens schwer, da ich sie sehr langatmig zu lesen finde, ohne dass viel passiert. So ging es mir auch mit diesem Buch.
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am 9. Juli 2012
selten hab ich, aus Wertvorstellungen selbst gewählten, Kummer und Elend und Hunger besser erzählt bekommen. Selten war ich erleichterter, als sich die Liebenden ENDLICH in den Armen lagen, selten hab ich deren Freude besser nachempfunden, dass ich schier in meiner Küche Tränen der Erleichterung vergossen hätte.
Seitdem ich meinen Kindle habe, lese ich viele Klassiker erneut. Ich frage mich, wie dieser Klassiker 44 Jahre von mir ungelesen bleiben konnte! Hinreissendes Buch mit einer wunderbaren, inteligenten, wenn auch manchmal etwas zu ehrenhaften, Protagonistin. Werde ich auf jeden Fall nochmal lesen, ohne diesmal von Kapitel zu Kapitel zu hetzen, um das Ende zu erfahren.
Und im Gegensatz zur "Sturmhöhe" einer anderen Bronte-Schwester, die ich auch sehr gern gelesen hatte, lässt einen das Ende hier glücklich zurück.
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am 1. Februar 2015
Nicht, dass man mich falsch versteht: das Buch "Jane Eyre" ist ein herrlicher Klassiker, der sicher 5 Sterne verdient hat.

Allerdings kann ich der deutschen Kindle-Ausgabe nur 2 Sterne geben. Zu oft haben sich Fehler in den Text geschlichen: ständig sind Buchstaben vertauscht, statt eines "d" enthält das Wort ein "b" oder andersherum, statt eines "i" zeigt der Text ein "t", manchmal ist ein Wort gar nicht zu entschlüsseln und gegen Ende steht sogar häufiger Janet Eyre im Buch. Das alles war für mich leicht irritierend, so dass ich den Text hin und wieder mit der englischen, ebenfalls kostenlosen Kindle-Version abgleichen musste. Wen das nicht stört, dem sei dieser zeitlose (und kostenlose) Klassiker empfohlen. Alle anderen sollten lieber in eine lesbare Version investieren.
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