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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön und schrecklich
Selten habe ich eine solch fesselnde Erzählung gelesen, die so humorvoll und ironisch geschrieben ist trotz der oft schrecklichen Geschehnisse und des unglaublichen Elends, über das Frank McCourt berichtet. Die Schilderungen aus den Armenvierteln mit dem quälenden Hunger gehen jedem Leser, der sich solche Lebensbedingungen kaum vorstellen kann, sehr unter...
Veröffentlicht am 9. März 2003 von Sulli

versus
25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gebratenes Brot???
Nur 3 Sterne für die deutsche Übersetzung, denn die ist wirklich dürftig. Und das bei so einem Namen wie Harry Rowohlt... Aber vielleicht liegt genau beim selbst schriftstellerisch tätigen Übersetzer das Problem: ich hatte beim Vergleich der Originalausgabe mit der deutschen den Eindruck hier wurde das Buch neugedichtet, nicht McCourts Sprache...
Am 7. August 2001 veröffentlicht


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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön und schrecklich, 9. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen (Taschenbuch)
Selten habe ich eine solch fesselnde Erzählung gelesen, die so humorvoll und ironisch geschrieben ist trotz der oft schrecklichen Geschehnisse und des unglaublichen Elends, über das Frank McCourt berichtet. Die Schilderungen aus den Armenvierteln mit dem quälenden Hunger gehen jedem Leser, der sich solche Lebensbedingungen kaum vorstellen kann, sehr unter die Haut.
Doch alles in allem kann man "Die Asche meiner Mutter" als optimistisches Buch bezeichnen. Es hat mich enorm beeindruckt, wie Frank dem Leben immer wieder die positive Seite abgewinnt.
Das Schicksal von Frank zeigt, daß man mit viel Lebensmut und viel Lebenswillen dem Elend aus eigener Kraft entkommen kann. Es wird nichts moralisierend erzählt und es wird niemand direkt angeklagt.
Als ich mit dem Buch begann, quälte ich mich zunächst durch ersten 20 Seiten, weil ich mit dem ungewöhnlichen Schreibstil einfach nicht zurechtkam. McCourt schreibt fast durchgehend in der Gegenwartsform, in kurzen Sätzen, immer aus der Perspektive seines jeweiligen Alters, mit ständigem Wechsel von Erzählform und direkter Rede. Trotzdem gibt es in diesem Buch kein einziges Anführungszeichen. Sobald man sich erst mal daran gewöhnt hat, fragt man sich, warum die Anführungszeichen nicht längst abgeschafft wurden. Man braucht sie nicht. Doch davon sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil schon, aber absolut genial. Schon nach kurzer Zeit wird man davon begeistert sein.
Das Buch lebt von McCourts Sprachwitz und von der Aneinanderreihung von Elend und erschütternden Begebenheiten auf der einen Seite sowie der Lebenslust und der Freude an kleinen Dingen auf der anderen.
Die Beschreibung der Charaktere, die oft schon als skurril zu bezeichnen sind, gelingt McCourt ausgezeichnet. Wäre es keine Tatsache, so könnte man seinen Vater als das Klischee des irischen Säufers bezeichnen.
Deutlich zutage tritt die Kritik an der katholischen Kirche. Trotz seines Glaubens, der Frank oft durch schwere Zeiten geholfen hat, wurde er doch allzu oft von der Kirche im Stich gelassen.
Beeindruckend auch, daß Frank die ganze Geschichte aus der Sicht als Kind bzw. Jugendlicher aufgeschrieben hat, ohne im nachhinein Wertungen aus dem Aspekt des Erwachsenen hineinzubringen. Kaum zu gleuben, daß Frank McCourt kein erfahrener Schriftsteller ist.
Ein Buch, für alle diejenigen, die mit nichts zufrieden sind. Ein Buch zum Verschlingen. Ein Buch, das Gefühle freisetzt. Für mich einer der besten Romane, die ich je gelesen habe.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verregnet, düster, erschreckend, lesenswert, 9. November 2004
Bisher habe ich kein Buch zwischen die Finger bekommen, dessen Seiten von so einer bedrückenden Traurigkeit erzählten wie in "Asche meiner Mutter". Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass jetzt ein Höhepunkt erreicht sei, dass es jetzt mit der Familie von Frankie endlich aufwärts geht, dass der Vater endlich einen Job findet und sein Geld nicht mehr mit "Getränken" durchbringt. Und dann - ein erneuter Tiefschlag, ein neuer Todesfall, ein neu einsetzender Verfall. Und dieses tiefe Mitleiden, dem ich mich auch nicht entziehen konnte.
Doch bei allem Leiden, ist da auch die Hoffnung auf Besserung stark zu spüren, ein kleiner Lichtstrahl am Horizont, der eine bessere Zukunft verspricht. Und diese herrlich heiteren Szenen in der Schule oder zwischen den Geschwistern, diese interessanten, verückten Charaktere und vor allem der äußerst flüssige, spannende Schreibstil (hervorragend ins Deutsche übertragen von Harry Rowohlt) haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen und mich zurückgeholt, wenn ich "Asche meiner Mutter" schon weglegen wollte, weil die düstere Stimmung im dunklen, regnerischen Irland in einem einstürzenden Haus, das ständig unter Wasser steht, einfach nicht mehr zu ertragen war.
Eine spannende Geschichte, tief traurig, tief berührend.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine irische Saga voller Schwermut und Humor, 24. Oktober 2002
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen (Taschenbuch)
Das Buch erzählt die autobiographisch angelegte Geschichte des kleinen Frankie im Irland der Dreißiger und Vierziger Jahre, einer Zeit der bittersten Kargheit und Verelendung, die in akribischer Genauigkeit über die gesamte Länge des Buches dargestellt wird, ohne dass der Roman auch nur auf einer einzigen Seite langweilig würde. Die Protagonisten sind blutvolle irische Menschen in all ihrer Großartigkeit und Kleinheit - allen voran Angela McCourt, die Titelgeberin des Buches, eine irische Schmerzensmutter, der die Hälfte ihrer Kinder an Schwindsucht stirbt und der jedes Mittel recht ist, um die andere Hälfte am Leben zu erhalten, eine Aufgabe, die ihr durch ihren Mann - Malachy McCourt - den Mann mit dem "presbyterianischen Wesen und der komischen Art" keinesfalls erleichtert wird. Denn Malachy McCourt leidet an zwei irischen Generalgebrechen: der Trunksucht und des Sentimentalität, auf deren Altären die Familie beinahe zu schanden kommt, ohne dass diese dem Vater die Liebe aufkündigt. Aber nicht nur diese beiden Hauptfiguren - auch die Großmutter, die Tante, der Onkel, Brüder, Lehrer, Priester und wer auch sonst noch eine auch nur bescheidene Rolle im Buch spielt, werden mit Liebe zum Detail und einer raffinierten Erinnerungsmotivik so prägnant beschrieben, dass man sie auch nach Hunderten von Seiten wiedererkennt. So entsteht ein Portrait Irland in den Charakteren seiner Menschen und eine Mikrostudie der Armut, wie man sie noch nicht gelesen hat. Das wäre schon mehr als genug, wenn all das nicht in einer Form dargestellt würde, die das Erzählte noch einmal intensiviert: denn Frank McCourt erzählt seine irische Saga aus der Kinderperspektive des kleinen Franke, der munter darauflospalavert, während der Leser nicht weiß, ob er sich gruseln oder ob er sich amüsieren soll - jawohl: amüsieren, denn der Autor versteht es, dem heranwachsenden Jungen einen Kinderhumor mitzugeben , bei denen man sich an vielen Stellen das laute Lachen kaum verkneifen kann. So ist neben dem Inhalt und der Form der Humor das dritte Wunder dieses Buches . Köstlicheres als die Sentenzen über den irischen Volkstanz ( Seite 197), die irischen Lehrer ( Seiten 164f. ) und vor allem Jesus in Limerick ( S. 292f. ) hat man lange nicht mehr gelesen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende und Erschütternde Jugenderinnerungen, 14. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen (Taschenbuch)
Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt schildert auf sehr anschauliche und berührende Weise die Kindheit eines Iren in den dreißiger und vierziger Jahren in Limerick. Der Roman ist gleichzeitig sehr traurig, wenn er die armen Verhältnisse zeigt, in denen der Junge aufwuchs, und sehr lustig-schön, denn es gibt auch viele tolle Episoden und Ereignisse im Leben des Kindes. Auf jeden Fall ist man beim Lesen sehr nah dran am Geschehen und immer neugierig, wie es weitergeht, da die Geschichte sehr spannend geschrieben ist. Einen so realen Einblick in die Jahrzehnte des Krieges und der Armut in Irland habe ich noch nirgends erhalten. Das Buch dürfte interessant sein für alle, die sich auf spannende und abenteuerliche Weise mit Land und Leuten vor der Mitte des 20. Jahrhunderts auseinander setzen wollen. Gleichzeitig gibt die Schilderung einen guten Überblick über die scheinbar unvorstellbaren Lebensverhältnisse, die noch vor wenigen Jahrzehnten in Europa keineswegs selten waren.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brückner erwckt das Buch zu einem schonungslosen Leben, 5. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter (Audio CD)
Bei der hier rezensierten Version handelt es sich um ein Hörbuch aus dem Verlag Steinbach Sprechende Bücher. Es umfasst 14 CDs mit einer Gesamtlänge von 1052 Minuten und stellt dankenswerterweise eine ungekürzte Lesung der Romanvorlage dar - mit einer Kürzung wäre man dem Original auch nur schwer gerecht geworden. Gelesen wird der Roman von Christian Brückner, einem der beliebtesten deutschen Synchronsprecher, der vor allem als Stimme von Robert De Niro bekannt wurde. Obgleich Brückner eigentlich immer glänzend liest, muss man noch einmal hervorheben, wie gut hier die Wahl für die Lesung des Romans getroffen wurde. Brückner trägt das Buch mit großer Ernsthaftigkeit und ohne Hast vor, transportiert über die leicht knarrende Stimme all das Leid, das die Familie McCourt erfahren muss; er kann aber bei Bedarf auch ausgelassen und komisch sein oder mit angemessenem Ernst die irischen Lieder rezitieren, die immer wieder vorkommen.
Die optische Gestaltung des Hörbuchs ist nicht originell zu nennen, sie ist aber auch nicht schlecht - sie zeigt das gleiche Covermotiv wie die Romanauflage aus dem btb Verlag: einen kleinen, etwas zerlumpt aussehenden Jungen vor einer Hauswand. Die CDs sind in einer stabilen Pappbox untergebracht und jeweils einzeln in Papierhüllen verpackt, an deren Stelle man sich definitiv stabilere Ausführungen aus Pappe gewünscht hätte. Minuspunkte gibt es für das Booklet, das mehr als bescheiden ist und lediglich aus einer Doppelseite besteht, die zu einem großen Teil von Werbung des Verlags eingenommen wird. Mehr Informationen über den Autor und den Sprecher, eventuell sogar über Irland zur damaligen Zeit, wären hier sicherlich von Interesse gewesen, vor allem bei einer so gelungenen Produktion.
Ein schonungsloses Buch, eine realistische Schilderung Irlands in den 30er und 40er Jahren und zugleich eine sehr flüssig und spannend erzählte Biografie, die einen von Anfang an nicht mehr loslässt. „Die Asche meiner Mutter" ist anspruchsvoll ohne die Langatmigkeit, die vielen Biografien anhaftet, es ist mehr Roman als Lebenslauf und zu Recht preisgekrönt. Das ausgezeichnete Hörbuch erweckt Franks Geschichte in voller Länge mit der bekannten Stimme Christian Brückners zum Leben und ist somit ebenso empfehlenswert wie die Romanfassung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und am Ende war die Dankbarkeit., 26. Februar 2003
Dankbarkeit, dafür dass mir mein Schicksal eine irisch-katholische Kindheit erspart hat.
Das Buch ist interessant von Anfang bis zum Schluss. Frank McCourts Kindheit ist schlimm und traurig aber gleichzeitig faszinierend, aufregend und auch witzig.
Der Leser taucht ein in eine Welt die (für mich) weit weg und völlig fremd ist. Frank McCourt gelingt es den Leser mitzunehmen, in vollkommen teilhaben zu lassen an seiner Entwicklung, ja der Leser fühlt sich als Teil der Familie McCourt.
Wir wandern mit zurück nach Irland, kommen an in Limerick, erleben wie das Schicksal der Familie vom Vater versoffen und ruiniert wird. Wir sind dabei wie Schicksalschläge die Familie immer wieder heimsuchen. Besonders eindringlich erleben wir, wie der Tod der Begleiter des jungen Frank ist und wie nüchtern er von Frank McCourt erlebt wird. Aber schlussendlich erleben wir auch, wie Frank McCourt sein Ziel erreicht und begleiten ihn bis zurück zu den Anfängen - bis nach Amerika wo wir ihn leider verlassen müssen.
Das Buch vermittelt nicht nur die Kindheit eines Jungen in Irland in der ersten Hälfte des vergangen Jahrhunderts, der Leser erfährt viele Zusammenhänge und Hintergründe die das Land aus meiner Sicht bis heute prägen. Besonders beindruckt hat mich die Schilderung der Familien die nicht miteinander sprechen, weil die Vorfahren vor hunderten von Jahren, in der grossen Hungersnot, eine Tasse protestantische Suppe angenommen und gegessen haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Witzig, warm und bedrückend, 26. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich bin ich nicht der Fan von gefühlgesülzten Romanen, doch als mir meine Mutter, die das Buch als erstes in unserer Familie laß (mittlerweile haben es alle gelesen) , immer wieder eine kleine Szene daraus erzählte, musste ich auch mal hineinschnuppern. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand geben und ich war sogar ein wenig traurig, als es zu Ende war. Ich werde es eines Tages wieder lesen. "Die Asche meiner Mutter" ist ein Tribut an einen starken und selbstlosen Menschen mit der Entschlossenheit die Familie zusammenzuhalten. Trotz Armut schafft sie es gelegentlich ein wenig Sonne in die Dunkelheit des McCourt Haushalts und die Trübsal, die über den Strassen von Limerick hängt, zu lassen. Es scheint als hätte sich das Leben gegen die McCourts verschworen, aber Angela hält dagegen. Der Gedanke, dass Humor und Zärtlichkeit angesichts solcher Gegensätze doch leben und blühen können scheint unglaublich. Beim Lesen dieses Buches wirst Du die Wärme fühlen, die von der Asche aus Angela's Ofen abstrahlt. Am besten gefielen mir die erfolgreichen kleinen Seitenhiebe auf den Katholizismus. Lies das Buch! Auch die original Audio-Version ist nicht zu verachten: man muss McCourt mit seiner Irischen Zunge hören, wenn er seine Kindheitserinnerungen erzählt. Seine wundervolle Stimme bringt so richtig Leben in seine Familie. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich spannendes Buch, 18. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen (Taschenbuch)
So eben habe ich o.g. Buch ausgelesen und bin begeistert über die Art und Weise des Autors, seine Kindheit und Jugend zu schildern. Aber ich bin auch erschüttert, wenn ich darüber nachdenke, in welch katastrophalen Verhältnissen er aufgewachsen ist und gelebt hat. Dieses Buch beschönigt nichts, ist aber auch weit davon entfernt alles schwarz sehen zu lassen. Kann man eben noch über eine Episode schmunzeln, so ist es durchaus möglich, dass einem schon beim lesen der nächsten Zeile die Tränen in den Augen stehen. Eine Fähigkeit, die nur sehr sehr wenigen Autoren gegeben ist. "Die Asche meiner Mutter" sollte uns auch zum Nachdenken anregen; Wie oft sind wir am Jammern, dass uns dies und das fehlt, dass wir uns jenes und welches nicht leisten können. Dieses Buch zeigt einmal mehr, dass es mir wirklich gut geht und ich überhaupt keinen Grund habe mich zu beklagen. Ich habe ein Dach über dem Kopf, ich brauche nicht zu frieren, ich habe mehr zum Anziehen als ich je brauchen werde und ich habe noch nie hungern müssen. Der unerschütterliche Optimismus und der Ehrgeiz, mit dem der Autor sein Ziel verfolgt und seinen Traum verwirklicht sollte beispielhaft für uns alle sein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ergreifendste Audiobook, das ich bisher gehört habe!, 31. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Asche meiner Mutter: Roman (Hörkassette)
Wer das Buch gelesen hat und es mindestens "gut" oder "interessant" etc. fand, den wird die Audiobook-Fassung völlig begeistern. Christian Brückner ist, wie vielleicht sonst nur noch Gert Westphal, ein "Vorlese-Titan", ein genialer "Atmosphäre-Vermittler", der einem das Werk von Frank McCourt so dermassen lebendig vorführt, daß man glaubt, man hätte es noch gar nicht gelesen, so brillant hebt Brückner auch aller-subtilste Details der Erzählung ins Blickfeld. Und das Ganze gelingt ihm auch noch mit einer unglaublich angenehmen, völlig "unbemühten" Stimme - ein sensationeller Könner! Natürlich ist das Buch teilweise deprimierend, aber im Vergleich zur Buchlektüre fällt das durch Brückners eleganten Vortrag nicht so sehr ins Gewicht, genauer gesagt, der McCourt allzeit innewohnende Humor kommt in der Audiobook-Fassung erst richtig zum Vorschein, und die traurigen Stellen andererseits sind erst hier so RICHTIG traurig. Schön!!! Wer sich vor einer emotional wertvollen Erfahrung nicht scheut (keine Angst - das Buch ist alles andere als ein heulsusiger Psychotrip...), wer mal wieder wissen will, was Bescheidenheit wirklich bedeutet, einen äußerst charmanten Humor erleben möchte und Kraftausdrücke nicht scheut, der ist hiermit mehr als gut bedient!
PS: Wer noch andere Audiobooks, von Chr. Brückner gelesen, kennt, möge mir bitte mailen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das muss man einfach lesen!, 8. März 2008
Dieses Werk zeichnet in der Tat ein erschütterndes und zugleich faszinierendes Bild von der Jugend des Autors in Amerika und vor allem in Irland der dreißiger und vierziger Jahre. Erstaunlich ist, wie genial der Autor Emotionen und Zustände mit einfachen Mitteln derart prägnant und berührend rüberbringt. Sein Stil ist witzig und unkonventionell - so kommt er ohne klassische direkte und oft auch indirekte Dialoge aus, obwohl die Figuren viel miteinander sprechen. Man kann dieses Buch kaum weglegen, ohne es zu Ende gelesen zu haben, obwohl kein großer Handlungsbogen und keine spannende Entwicklung zugrunde liegen. Äußerst empfehlenswert!
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Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen
Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen von Frank McCourt (Taschenbuch - 1. Juli 1998)
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