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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beeindruckend....., 21. Februar 2004
Von 
Alexandra Egli (Frankfurt/M.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Wir befinden uns im Südwesten Frankreichs und schreiben das Jahr 1683. Ein Hinrichtungsurteil wird ausgesprochen, welches die Stadtväter von Bellerocaille in eine missliche Lage bringt: Sie haben nämlich keinen eigenen Scharfrichter, und die Henker aus den umliegenden Städten sind auch nicht verfügbar. Also, was tun? Das Urteil muss vollstreckt werden - und zwar zügig! Freiwillig wird kein Stadtbewohner dieses Amt ausführen, auch eine hohe Belohnung kann niemanden dazu verleiten. Als der gerade inhaftierte Justinien Pibrac davon hört, bietet er im Austausch gegen einen Straferlass an, die Räderung zu vollziehen und wird damit unfreiwillig zum Oberhaupt einer berühmten Henkerdynastie. Denn das Amt des Scharfrichters ist nicht frei wählbar, es wird immer jeweils auf den erstgeborenen Sohn übertragen. Zwar werden die Henker von den Stadtbewohnern gemieden und ängstlich verspottet, doch gleichzeitig birgt das Amt auch eine große Anzahl an Privilegien, wie zB. die Erlaubnis, öffentlich Waffen tragen und die "direkte Abgabe" (eine Art Warensteuer) eintreiben zu dürfen.
Michel Folco erzählt uns in "Die rechte Hand Gottes" die wundersame Geschichte einer Henkerdynastie, die über acht Generationen reicht bis ins Jahr 1914. Mit einem wunderbaren Sinn für schwarzen Humor und einer Liebe für makabre Details, fesselt Folco seinen Leser von der ersten Zeile an, wird dabei nie langatmig oder fade und schafft es, ein gutes Verständnis über ein Gebiet der Geschichte zu vermitteln, über das ich zugegebenermaßen, nicht viel wusste. Für mich ist "Die rechte Hand Gottes" eher eine spannende Geschichtserzählung, denn ein Roman, aber noch nie habe mich so herrlich dabei amüsiert.
Absolut empfehlenswert!
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend geschriebene Familienchronik, 27. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Folco versteht es, innerhalb wenigen Seiten, (eigentlich in den ersten zwei) den Leser so zu fesseln, daß man das Buch nur ungern zur Seite legt. Es geht um die Familie Pibrac die neun Generationen lang den Scharfrichter einer Grafschaft stellt. Folco kombiniert in seinem Roman einen trockenen Humor mit sehr detailierten Beschreibungen der Vorgänge, ohne jemals platt oder langweilig zu werden. Das einzigste Mal, daß bei mir Frust aufkam war am Ende der ersten Hälfte.(Folco macht einen Zeitsprung vom ersten Scharfrichter zum letzen der Pibracs) Dieser Frust hält aber nicht lange an, weil der zweite Teil genauso wenn nicht gar interessanter ist. Weil dieses Buch recht unbekannt ist, habe ich es schon oft verschenkt und bisher nur begeisterte Rückmeldungen erhalten. Der zweite Roman von Folco heißt Wolfsjunge und ist ähnlich gut.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten historischen Romane, 18. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Und leider immer noch ein Geheimtipp. Schade. Das Buch gehört eigentlich auf die Bestsellerliste - vor Follett, Gable und Röhrig. Denn die Geschichte um eine Henkers-Dynastie in Frankreich ist spannend, voller (schwarzem) Humor und sehr gut recherchiert. Wie viel Macht die Henker hatten und wie sehr sie von der Gesellschaft ausgeschlossen wurden, etc. - eine Seite der Geschichte, die man sonst weniger kennen lernt. Flüssig und dicht geschrieben. Ich liebe dieses Buch!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarzer Humor in Bestform, 21. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
In diesem Buch wird die Geschichte einer Henkersdynastie anhand einiger ihrer Vertreter erzählt. Das Buch beginnt damit, das ein Koch von seinem Herren gezüchtigt wird, weil er die Suppe versalzen hat. Dieser Koch geht hin und tötet das Kind des Hauses, verabeitet seinen Leib zu Wurst und serviert diese beim Mittagessen. Als Hauptgang gibt es den Kopf. Natürlich soll der Koch hingerichtet werden - aberder Henker fehlt. Gott sei dank findet sich ein bestrafter Vagabund bereit, diesen Job zu übernehmen... und so findet die Geschichte ihren Anfang.
Folco präsentiert eine ausgesprochen schwarzhumorige Geschichte, die einen häufig sehr Lachen läßt. Sein Stil erinnert mich ein wenig an Terry Pratchett, allerdings erschlägt er den Leser weniger mit einer lustigen Geschichte, er beschränkt seinen Humor auf die Erzählweise, was dem Buch sehr gut zu Gesicht steht. Sehr empfehlenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schwarz, spannend und interessant, 23. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Durch dieses Buch bekommt man Einblicke in eine Famile, wie sie ungewöhnlicher nicht sein kann. Hat man über Hinrichtungen zum Glück nur in Geschichtsbüchern gelesen, wobei dort meist nur über die Verurteilten berichtet wird, bekommt man hier genaue Informationen, z.B. über die Erziehungsmethoden, in einer Henkersfamilie. Der einzige Kritikpunkt: es ist wirklich etwas kurz geraten, ich hätte ohne weiteres nochmal 350 Seiten über die Famile lesen können. Aber dieser Punkt ist absolut zu verkraften, zumal er wohl den meisten guten Büchern "zugeschrieben" werden kann. Lesen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echter Glücksgriff !, 19. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Auf dieses Buch stieß ich durch puren Zufall, weil es sich (vgl. Klappentext) nach idealer Urlaubslektüre für Südwestfrankreich anhörte und durfte feststellen, dass ich einen echten Glücktreffer gelandet hatte. Die Geschichte ist so originell, dicht und schwarzhumorig und der Schreibstil so fesselnd, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und es schnell zu einem meiner Lieblingsbücher avancierte.
Unbedingt und vorbehaltlos empfehlenswert - nicht nur für den Frankreich-Urlaub.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Familienchronik, 29. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
In diesem Roman geht es um eine Dynastie von Scharfrichtern. Der erste Teil des Buches beschreibt die Gründung des Geschlechts durch den Findling Justinien Pibrac, der das Amt des Scharfrichters annimmt, um seiner Verurteilung als Galeerensträfling zu entgehen. Nach sieben Generationen, in denen die Familie Pibrac den Henker gestellt hat, geht das Amt der Familie aufgrund der Wandlung der Rechtsprechung verloren, was der zweite Teil des Romans beschreibt. Es bleibt aber eine dauerhafte Prägung des Charakters der Familienangehörigen, die sich durch die lange Tradition geformt hat.
Dem Autor hat sich für seine Charaktere ein ereignisreiches Leben ausgedacht, dessen Fortgang man mit gefesseltem Interesse verfolgt. Ebenso interessant ist die Beschreibung der Sitten, die zum Zeitpunkt der Handlung existieren wie z.B. die herben Strafen oder die Rechte und Pflichten des Henkersamts.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenwilliger Historienschinken, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Der junge Justinien Pibrac gerät im Jahr 1683 unvermutet in die Mühlen der Justiz: Er wird eines Verbrechens angeklagt und zu 20 Jahren Zwangsarbeit auf einer Galeere verurteilt obwohl er unschuldig ist. Es bleibt ihm nur noch eine letzte Chance: Wenn er sich bereit erklärt, sich künftig als Henker in der Stadt Bellerocaille zu verdingen, wird er begnadigt und sieht einer finanziell gesicherten Zukunft entgegen. In seiner Verzweiflung nimmt Justinien an und begründet damit eine der größten Henkers-Dynastien Frankreichs....

Der Plot ist ehrlich gesagt ziemlich schräg, der Hauptdarsteller ebenso und die Krönung ist dann noch der Schreibstil von Michel Folco den man eigentlich nur noch als eigenwillig bezeichnen kann.

Zum einen ist der Held Justinien ein echter Anti-Held, als Baby ausgesetzt mit einer fehlenden Nase verunstaltet bleibt ihm eigentlich nur der Weg in den Schoß von Mutter Kirche. Aber das Schicksal will es anders, er verstrickt sich in ein verhängnisvolles Techtelmechtel mit einer Gauklerin und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend, abwechslungsreich und mit viel Zeitkollorit in Szene gesetzt und man fühlt sich von Anfang an vom Autor "mitgenommen". Jedoch ist der Schreibstil Folcos auch sehr gewöhnungsbedürftig: Seine Sätze sind sehr kurz und sehr simpel gehalten, dafür spart er aber nicht an altertümlichen Begrifflichkeiten und Satzkonstrukten. Gewürzt wird das ganze mit tonnenweise tiefschwarzem Humor den man ob der tragischen Ereignisse als wohltuenden Kontrast oder auch als unpassend empfinden kann.

Den einen Stern habe ich behalten, weil mir persönlich das psychologische Moment in der Erzählung etwas gefehlt hat. Ein junge Bursche mit ca. 20 Jahren muß von jetzt auf gleich sich als Henker verdingen. Und wie die damaligen Hinrichtungsmethoden waren, so durfte er mit Sicherheit nicht zimperlich sein und über einen starken Magen verfügen. Was geht nun in einem jungen Mann vor, der sich aufeinmal als Herr über Leben und Tod wiederfindet und einen anderen Menschen auf höchst grauselige Weise vom Diesseits ins Jenseits zu befördern hat? Diese Fragen wurden vom Autor nur höchst unzureichend beantwortet, tut dem Lesevergnügen aber nur sehr geringfügig Abbruch.

Wer einmal aus dem üblichen historischen Einheitsbrei ausbrechen möchte und sich mit den weniger romantischen Aspekten des Mittelalters auseinander setzen möchte, ist bei diesem Buch mit Sicherheit gut bedient.
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5.0 von 5 Sternen Ein Highlight, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Schon den Anfang des Romans muss man genießen. Der Rest des Romans ist ebenfalls ein Sonderfall und Romane dieser Art gibt es nicht viele, im positiven Sinne. Ich möchte hier keine Zusammenfassung des Romans geben, denn das würde das Lesevergnügen, und das ist es, nur schmälern. Ein 'Must-Have' für Liebhaber echter historischer Romane.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schöne Story, 20. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Die rechte Hand Gottes: Roman (Taschenbuch)
Auf Seite 1 wird eine (männliche) Drohne nach vollzogenem Geschlechtsakt mit seiner Königin vom Arbeitervolk der Bienen grausam getötet, auf Seite 2 wird ein Koch fast zu Tode geprügelt und auf Seite 3 wird eine Hebamme umgebracht nebst einem Neugeborenen, das im Anschluß hieran durch den Fleischwolf gedreht und den entsetzten Eltern auf Seite 4 als Sonntagsbraten serviert wird.

Es geht munter zur Sache im ersten Roman von Michel Folco. Aber seine Erzählweise ist elegant und gewürzt mit feiner Ironie. Das schafft Distanz zum Geschehen. Insoweit werden nicht nur Stephen King Fans begeistert sein, sondern auch überzeugte Schattenparker. Es kommt viel rüber von der Kultur des späten Mittelalters bis hin zum Beginn des letzten Jahrhunderts.

Mitunter etwas mühsam sind die einschlägigen, zeitbezognen Wörter, deren Inhalt man - historisch unbefleckt - nur erraten kann, wie z.B. "Landauer", nein, kein dickes Kind aus Landau, sondern ein Kutsche, aber das gehört wohl dazu.

Fazit: Kaufen für alle Leser mit historischem Interesse, die

Action, Spannung und zeitbezogenes Colorit zu würdigen wissen.
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Die rechte Hand Gottes: Roman
Die rechte Hand Gottes: Roman von Michel Folco (Taschenbuch - 6. Mai 1998)
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