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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schönes, lesenswertes Buch, 27. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut: Roman (Taschenbuch)
Endlich mal wieder ein Buch, dessen Titel mit dem Inhalt stimmig ist.
Das Leben der Hauptperson in diesem Roman (Jakob Nümann) wird in einer schnörkelosen, aber trotzdem interessanten Art und Weise erzählt. Das Leben: Ein Auf und Ab, ein Kommen und Gehen - Ebbe und Flut, dazwischen der immerwährende Traum: Das Hotel.
Sehr gut hat mir an diesem Buch auch die Beschreibung der Einwohner der Insel gefallen, das "typisch" friesische bzw. norddeutsche.
Das Buch hat einen melancholischen Grundton, was mir absolut gut gefallen hat(ist natürlich auch Geschmackssache). Auf jeden Fall ein Buch, das man noch einmal lesen kann.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ebbe und Flut, 13. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut: Roman (Taschenbuch)
Ebbe und Flut ist eine melancholische kleine Erzählung. Der aus sehr bescheidenen Verhältnissen stammende Jakob stellt den Traum von der Leitung eines exklusiven Hotels im Laufe seines Lebens über alles - selbst über seine große Liebe. Irina Korschunow erzählt in kurzen, knappen und distanzierten Sätzen und teilweise in riesigen (Zeit)schritten, so dass es fast schmerzt. Die Beharrlichkeit des Protagonisten, der wider alle Vernunft, wenn es sein muss auch gegen nahestehende Menschen und selbst in Zeiten des Nationalsozialismus an seinem wortwörtlich auf Sand gebauten Hotel - seinem großen Traum - festhält, tut schon irgendwie weh. Darüber hinaus will Jakob mit der ihm eigenen Unnachgiebigkeit seine Kinder - sie sind alles, was ihm am Ende noch geblieben ist - in diesen Traum einspannen, um sie den Traum "in alle Ewigkeit" weiter spinnen zu lassen. Jakobs Kinder jedoch haben ihre ureigensten Träume, wollen nicht auf einen Punkt fixiert sein (das Hotel), sondern sich als Künstler verwirklichen (frei sein). Am Ende des Buches passiert etwas, Jakobs Traum wird unwiderruflich hinweg gefegt und der Leser erinnert sich an einen Satz: „Die Meeresgötter soll man nicht herausfordern" (so war Jakob schon zu Bauzeiten des Hotels gewarnt worden). Zurück bleibt ein Kopfschütteln darüber, wie Menschen ihr wahres Lebensglück verspielen können, indem sie starrsinnig an einem „eingebildeten" Lebensglück festhalten. Und ein wenig Trauer darüber, wie schnell Jakobs Leben gelebt und erzählt ist, und dann schon fast vorbei ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wozu noch darüber reden, alles kam, wie es kommen musste..." (S.179), 1. Februar 2014
Von 
Nothburga - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut: Roman (Taschenbuch)
Irina Korschunow gehört zu meinen Lieblingsautoren. Ich habe die meisten ihrer Bücher gelesen und mit ihren liebenswerten Figuren hat sie sich in mein Herz geschrieben.
„Ebbe und Flut“ hat mich so gefesselt, dass ich es an einem Tag ausgelesen habe.

Irina Korschunow erzählt in diesem Roman die Geschichte Jakob Nümanns. Dieser wächst im Gesindehaus eines Berliner Nobelhotels unter einfachsten Verhältnissen auf. Seine Eltern können dem Jungen nicht viel mit auf den Weg geben außer dem Glauben an sich selbst. Jakob träumt davon, eines Tages ein eigenes Hotel zu besitzen. Als er zur Kur an die Nordsee reist und dort eine Weile lebt, sieht er sein „Bellevue“ regelrecht vor seinem inneren Auge entstehen, ein Hotel direkt an den Dünen gebaut mit unverstelltem Blick auf das Meer. Ehrgeizig und mit dem Glück einer Erbschaft zur richtigen Zeit, erfüllt er sich diesen Traum. 1923 strömen die ersten Gäste in sein „Bellevue“.
Jakob lernt auf einer Geschäftsreise Sophia kennen und verliebt sich sofort in die schöne Jüdin. Auch das private Glück scheint in das Nümannsche Haus einzuziehen- bis das braune Gedankengut der Nationalsozialisten auch über die Insel schwappt. Eine Jüdin zu lieben und ein deutsches Hotel zu führen, das passt in dieser Zeit nicht zusammen. Schleichend verändert sich das Zusammenleben der Menschen. Für die einst so beliebte Sofia bietet die Insel keinen Schutz mehr, aus Freunden werden Spitzel.

Korschunow schildert Jakob als Kind seiner Zeit, eingebettet in den Mikrokosmos einer Insel, die Sylt sein könnte.
Der Leser beobachtet die dramatischen Ereignisse aus einer gewissen Distanz heraus. Eine reduzierte, teilweise nur aus Satzfragmenten bestehende Sprache, die der Landschaft entsprechend eher kühl daherkommt, bestimmt die Stimmung des Buches. Ruhig, fast gleichförmig schildert die Autorin Jakobs Leben. Dabei ist der Titel Programm. Jakobs Leben ist ein einziges Auf-und Ab, wird bestimmt vom Kommen und Gehen, von Erfolg und Niederlage, von guten Taten und Fehlern.
Das Festhalten des Protagonisten an seinem auf Sand gebauten Hotel, wider alle Gefühle und Vernunft, schmerzt beim Lesen.
Korschunows große Stärke ist das scharfe Beobachten und das Zeichnen besonderer Figuren. Dabei schönt sie nichts, sondern erzählt auch das Scheitern, zeigt Fehler auf ohne zu moralisieren. Die Geschichte eines Lebens so komprimiert zu erzählen, ohne dass der Eindruck entsteht, es fehle etwas, das ist schon eine Kunst. „Ebbe und Flut“ hat mich beeindruckt und wird mir im Gedächtnis bleiben.

Irina Korschunow starb am 31.12.2013 im Alter von 88 Jahren.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hörbuch-Rezension, 5. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut, 4 Audio-CDs (Audio CD)
Die Geschichte wird überhaupt erst melancholisch, weil der Hörer das Ende schon am Anfang angedeutet bekommt. Und genau dieses Stilmittel führt auch dazu, dass man die ganze Geschichte mit einer gewissen Spannung anhört. Ansonsten gäbe es fesselndere und interessanter erzählte Romane. Auch die distanzierte Erzählweise und die Tatsache, dass sich die Handlung über einen sehr langen Zeitraum erstreckt, tragen zu einer insgesamt sehr kühlen Atmosphäre bei. Das paßt gut in die Beschreibung einer Nordseeinsel, wie wir sie im 21. Jahrhundert (wo das Ganze Jahr über täglich viele Züge über den Damm fahren und jede Familie mindestens ein Auto hat) nicht mehr erleben werden.

Eva Mattes trägt die Geschichte in angenehmer und angemessener Weise vor.

Insgesamt ist das Hörbuch keins, dass einen ans Auto (den CD-Spieler) fesselt, das sich aber auf jeden Fall zu hören lohnt!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eins meiner Lieblinge, 28. Januar 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut (Taschenbuch)
Dieses Buch befindet sich schon seit mehreren Jahren in meinem Haus. Ich habe es bestimmt schon 10-mal gelesen und Sie sollten es auch tun - vor allen Dingen, wenn Sie das Meer und die Inseln
lieben. Die Personen sind einfach zu typisch und so unendlich
menschlich.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht irgeneine Geschichte...., 14. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich im Sommerurlaub 1998 gelesen, und es ist
eine Geschichte, die mich sehr berührt hat und mir nie mehr aus
dem Kopf gegangen ist. Es ist eben nicht irgendeine Geschichte,
sondern ein Buch, was den Leser in den Bann zieht.
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5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 4. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut, 4 Audio-CDs (Audio CD)
Ich habe bisher alle Irina Korschunow Bücher gelesen und warte nur darauf, dass neue erscheinen.
Mir liegt ihr sanfter Schreibstil und die Umgebung, in der ihre Geschichten spielen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein schönes buch für den urlaub, 8. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ebbe und Flut: Roman (Taschenbuch)
ich hab mir das buch für meinen urlaub gekauft,es las sich gut ohne viel spannung oder höhepunkte,
ich lese irina korschunow gern.
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Ebbe und Flut: Roman
Ebbe und Flut: Roman von Irina Korschunow (Taschenbuch - 1. Juli 1997)
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