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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen dichter, spannender deutscher Geschichtskrimi
Wer sich ein wenig mit den Anfangsjahren der Weimarer Republik - besonders der Räterepublik in Bayern - auskennt, für den bietet dieser Roman ein dichtes Bild jener Monate des Jahres 1919. Aber auch, wer weniger aus historischem Interesse an diesen Krimi geht, wird belohnt mit einem ergreifenden und bis zuletzt spannenden Buch. Das antidemokratische Treiben...
Am 4. Januar 2000 veröffentlicht

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Kenner des Kriminalromans
Vor dem Hintergrund der Zeit der Verkündung der Münchener Räterepublik 1918 und der Ermordung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner 1919 erzählt Robert Hültner in Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski die Geschichte Eugen Meiningers und Jule Riemers. Der Kriminalroman, der 1996 mit dem Deutschen Krimipreis...
Veröffentlicht am 7. Mai 2011 von Buchdoktor


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen dichter, spannender deutscher Geschichtskrimi, 4. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski: Roman (Taschenbuch)
Wer sich ein wenig mit den Anfangsjahren der Weimarer Republik - besonders der Räterepublik in Bayern - auskennt, für den bietet dieser Roman ein dichtes Bild jener Monate des Jahres 1919. Aber auch, wer weniger aus historischem Interesse an diesen Krimi geht, wird belohnt mit einem ergreifenden und bis zuletzt spannenden Buch. Das antidemokratische Treiben der Freikorps und rechten Zirkel im winterlichen München, die gelungene Schreibe von Hültner, das alles zieht in den Bann. Inspektor Kajetan - eine sympathische bayerische Alternative zu glattgeklopften Commissarios, die in Venedig ihren Job versehen oder zu englischen Mittelalter-Krimis.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Morde im revolutionären München 1919, 5. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski: Roman (Taschenbuch)
"Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski" von Robert Hültner (btb 72144, Erstauflage Verlag Georg Simader Frankfurt/Main 1995) ist ein historischer Kriminalroman, der 1919 in der Münchner Räterepublik handelt. Kajetan, ein gemütlicher Inspektor der Münchner Kriminalpolizei, untersucht eine Brandstiftung, bei der ein Mensch ums Leben gekommen ist. Dabei sollte offensichtlich die Wohnung eines Journalisten, der nicht auffindbar ist, zerstört werden. Auf der Suche nach dem verschwundenen Eugen Meininger, der bald ermordert aufgefunden wird, kommt Inspektor Kajetan zum Schluß, daß der Fall mit den letzten Recherchen des Journalisten zu tun hat. Wie sich herausstellt kam Meininger den Hintermännern des tödlichen Attentats auf den bayrischen Republikspräsidenten Kurt Eisner auf die Spur. Detail um Detail fügt Inspektor Kajetan zusammen, wobei er immer tiefer in die Wirrnisse der Räterepublik - in der Stadt München regiert das Chaos, politische Gruppen kämpfen um die Vorherrschaft, die Machtverhältnisse ändern sich schneller als die Zeitungen berichten können - eindringt. Dabei entdeckt er - wie vor ihm der Journalist - ein ausgedehntes Verschwörernetz von Geheimbünden und Freicorps und kommt der Wahrheit imme näher. Als er sie kennt, gerät er durch Verrat in Lebensgefahr, aus der ihn der Zufall errettet. Alles in allem ein spannender Kriminalroman für historisch Interessierte, der zu Recht den "Deutschen Krimipreis 1995" bekam.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragender Krimi, 20. Juli 2004
Das wirklich herausragende an diesem Krimi ist der wohldosierte geschichtliche Hintergrund und die Glaubwürdigkeit der Protagonisten. Zu spüren ist auch das Machtvakuum und der latente Militarismus nach dem 1. Weltkrieg. Robert Hültner hat den Krimipreis verdient, denn er erzählt eine gut konstruierte Kriminalgeschichte ohne sich sozialkritische Nebensätze zu verkneifen, gerade vor dem Hintergrund eines zu Ende gegangenen Krieges, dessen Folgen -wie immer- die sogenannten "einfachen Menschen" tragen müssen, während im Hintergrund der Stab der Macht in die üblichen Hände übergeben wird.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, so sans halt die Bayrischen, 21. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski: Roman (Taschenbuch)
"Koslowski" ist nach "Die Godin" der zweiter Hültner-Krimi, den ich gelesen habe. Und wieder war ich erstaunt und fasziniert, wie eindrucksvoll Hültner Charaktere beschreibt, sie zum Leben erweckt und - manchmal - sterben bzw. verrecken lässt. Seine Sprache ist präzise, manchmal poetisch und immer schnörkellos schön.
Arme Leut sind arme Leut, da gibt es keine Sozialromantik. Ein widerwärtiger verschlagener Batzi wird schonunglos als solcher dargestellt, und man möchte ob der groben Dummheit, die Kajetan entgegenschlägt, in die Geschichte springen und zuschlagen. Und ein armer Tropf, der mit Liebe oder Armut oder Verlust geschlagen ist, der zerreißt einem das Herz. Hültner ist ein herausragender Schriftsteller und Porträtist der bayrischen Seele, die nicht immer schön anzusehen ist, aber so sans halt die Bayern.
P.S. Warum in den Büchern vorne nicht darauf hingewiesen wird, dass sich hinten für Nicht-Bayern ein Glossar befindet, ist mir gänzlich unverständlich. Deshalb hier der Hinweis von mir.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Kenner des Kriminalromans, 7. Mai 2011
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Vor dem Hintergrund der Zeit der Verkündung der Münchener Räterepublik 1918 und der Ermordung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner 1919 erzählt Robert Hültner in Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski die Geschichte Eugen Meiningers und Jule Riemers. Der Kriminalroman, der 1996 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, nimmt seine Leser direkt mit auf eine Zeitreise ins München kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs.

Der Illustrator Bernd Wiedemann definiert mit seinem gezeichneten Epilog vor dem Titelblatt die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs als Zeit und Ort der Handlung. Neben den Trümmern einer einfachen Hütte wartet ein Transporter mit Rotkreuzflagge, dem bereits die Plane fehlt. Der behelmte Kopf eines Soldaten ragt aus einem Unterstand heraus. Wiedemanns neu bearbeitete Geschichte in Bildern führt von ausgebrannten Häusern, Granateneinschlägen und schemenhaften Toten auf dem Schlachtfeld zu Demonstrationen hungernder Frauen und Kinder in München. Ein berittener Schutzmann mit gezogenem Säbel, der an der Niederschlagung der Proteste beteiligt ist, steht dem obszön wirkenden Prassen glatzköpfiger Kriegsgewinnler gegenüber. Massenszenen in kräftigem Bleistiftstrich vermitteln eine Vorstellung der aufgeladenen Atmosphäre; nur wenige Personen im Vordergrund haben individuelle Gesichtszüge erhalten. Auf dem Riemerhof stirbt derweil der Altbauer unmittelbar nach der Rückkehr seines jüngsten Sohnes aus dem Krieg. Baron von Bottendorf als Vertreter der antisemitschen Thule-Gesellschaft kauft in dieser Gegend Höfe auf und hat bereits ein Auge auf den Riemer-Hof geworfen. Nach einem Brand in der Münchener Auer Vorstadt ermitteln Inspektor Kajetan und sein Kollege Gnott im Fall des vermissten Eugen Meininger, dessen Geliebte Jule Riemer ist. Der Journalist hatte noch kurz zuvor über Eisners Tod recherchiert. Eisners Identität war vom Kurier, der Zeitung der Thule-Gesellschaft, infrage gestellt worden. Meininger wurde den Plänen der Thule-Gesellschaft offensichtlich gefährlich und wird ermordet aufgefunden. Jule und ihr Bruder Hans planen ein Attentat auf von Bottendorf.

Wiedemanns Geschichte in Bildern besteht nicht wie erwartet aus Panels; die Leserichtung wird zur Suchbewegung auf der Suche nach weißer Schrift auf schwarzem Grund. Häufig steht der sehr kurze Text rahmenlos direkt im Bild. Die in den Illustrationen dominierende Schwärze lässt Dunkelheit und Armut assoziieren. Die äußerst düstere Stimmung und die Dramatik der Massenszenen haben mich stark beeindruckt. Im Kriminalroman weckt besonders das Schicksal der Riemers das Mitgefühl der Leser. Kajetans Reflektion, wessen Interessen er als Kriminalbeamter dient, regt beim Lesen zur kritischen Betrachtung der Ereignisse an. Schließlich wirkt der Roman durch seine Dialektpassagen besonders eindringlich. Die besondere Atmosphäre, die Hültner schafft, kann die gezeichnete Geschichte nicht vermitteln. Ohne Kenntnis des Romans sind in Wiedemanns Graphic Novel die Zusammenhänge nicht immer zu erkennen; die Ereignisse stehen unverbunden nebeneinander. Als Bildgeschichte zum Roman eher den Kennern des Kriminalromans empfohlen.
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5.0 von 5 Sternen Geniale Bilder, 23. April 2013
Die Graphic Novel "Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski" ist etwas ganz Besonderes. Schon das Titelbild fasziniert so, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Die Illustrationen von Bernd Wiedemann gehen weit über den Anspruch einer Graphic Novel hinaus. Jede einzelne ist ein Kunstwerk für sich, das man immer wieder betrachten möchte. Die Wirkung der suggestiven Bilder könnte man fast mit der eines Werkes von Goya oder Max Beckmann vergleichen. Dennoch haben die Zeichnungen immer ihren eigenen Stil. Diese Novel vermittelt bayerische Geschichte spannend und lebendig, und der Kriminalfall wird durch die eindringlichen Bilder zu einem beinahe mystischen Ereignis. Ein sehr empfehlenswertes Buch.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hände weg!, 2. August 2014
Um es gleich vorweg zu nehmen, meine Rezension bezieht sich nur auf die Ausgabe als Graphic Novel mit Bernd Wiedemann als Zeichner und nicht auf den geschriebene Roman von Robert Hültner. Die Graphic Novel ist seit den 80er Jahren ein eigenständiger Bereich für Comics im Buchformat, mit einem angeblichen gehobenen Anspruch in der Erzählstruktur wie auch der bildliche Darstellung. Fakt jedoch ist, dass der Comic schon ein lang etabliertes Ausdrucksmittel für Zeichner ist, die hervorragende Arbeit auf diesem Gebiet leisten und geleistet haben.

Diese Graphic Novel hingegen ist ein schönes Beispiel dafür wie man es nicht machen sollte. Ganz abgesehen davon das die ursprüngliche Romanvorlage in einer Art und Weise verstümmelt wurde, das es Mühe macht der Handlung zu folgen oder sie gar zu verstehen, haben mich die Zeichnungen von Herrn Wiedemann nur entsetzt. Hier von einem Zeichenstil zu sprechen empfinde ich schlichtweg als Beleidigung für viele Zeichner die den Comic als ihr Ausdrucksmittel empfinden. Grundlage der Zeichnungen in diesem Buch sind oft historische Fotografien oder auch bekannte Gemälde aus der Epoche des Romans wie z.B. von Otto Dix, wogegen nichts einzuwenden ist, wären sie nicht so nachlässig, dilettantisch und ohne wirkliches Empfinden für die Zeit umgesetzt worden. Der einzige rote Faden den ich in den Zeichnungen dieses Buches finden konnte, war keine düstere Atmosphäre, gekonnte Bewegung oder gar einen klaren Blick für die cineastische Sprache (so wie es die Süddeutsche Zeitung formuliert), sondern ein unausgegorenes wildes Durcheinander von lustlos ausgeführten nicht mal skizzenhaften Bildern, die man, wäre der Zeichner erst 12 Jahre alt noch durchaus akzeptieren könnte, aber das diese Machwerk als Graphic Novel verkauft wird ist beschämend für die gesamte Branche.
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3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ...eigentlich nur für Geschichtsinteressierte, 22. Februar 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski: Roman (Taschenbuch)
Wenn man sich für die münchener Zwischenkriegszeit interessiert, dann eine gute Geschichte (abgesehen von der Schilderung der "Riemerischen" -> fand ich langweilig). Wenn man dann noch Münchener ist, sieht man die Handlungsstätten plötzlich mit anderen Augen (Promenadeplatz/Kardinal-Faulhaber-Str., Prannerstr., usw). Aus dieser Sicht 4 Sterne.
Aber für jemanden ohne geschichtliches Interesse (soll's ja bekanntlich auch geben), sorry, nicht empfehlenswert. Denn den Mordfall an sich, find ich nicht gerade prickelnd. Aus dieser Sicht vielleicht 2 Sterne, um nicht zu hart zu sein.
Wie war denn der Deutsche Krimipreis begründet ? Weiß nicht, ob ich dafür unbedingt 'nen Preis verleihen würde ?
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Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski: Roman
Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski: Roman von Robert Hültner (Taschenbuch - 1. Februar 1998)
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