Kundenrezensionen

78
4,6 von 5 Sternen
Alles Sense: Ein Scheibenwelt-Roman
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Dezember 2011
Reaper Man ist einer der schönsten Romane, die Pratchett wohl je geschrieben hat.
Leider gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Original-Englisch mit seinen schönen zweideutigen Wortspielereien zu übersetzen und Stimmung zu erzeugen und sich so in das Buch und das hintergründige Thema hineinzuversetzen.

Die Neu-Übersetzung von Regina Rawlinson schafft es (trotz oder vielleicht auch gerade wegen dem vom bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanzierten Arbeitsstipendium) nicht, die Stimmung aufzugreifen, die das englische Original oder die alte Übersetzung von Brandhorst zu schaffen verstand.
Ja, es ist neumodischer und aktueller von der Sprache, aber damit auch neutraler, abgeklärter und nichtssagender. Das Leben, das hier in diesem Roman die Hauptrolle spielt, wird dabei so systematisiert dargestellt, dass es dem hier beschriebenen Widersacher entspricht. Emotionale und lebendige Phrasen und Ausdrücke wirken entstellt.

Unwillkürlich fühlt man sich an Orwells "Neusprech" erinnert.
Das gilt auch für eine Zahl anderer "Neuübertragungen" tiefsinniger Literatur (z.B. "der Teufel trägt Prada") durch Regina Rawlinson und dem von ihr geleiteten Übersetzungsforum.

Allein auf den ersten 72 Seiten finden sich nicht weniger als 200 Abweichungen zur Brandhorsts Version. Ebenso eine Unzahl von mehr als fragwürdigen Neuinterpretationen bei der Übersetzung aus dem Original.

Also: Wer aktuell sein und "nur gut und kurzweilig unterhalten" werden will, ohne wirklich einzutauchen und verstehen zu wollen, greift zur Neufassung.
Wer auf Stimmung mit hintergründiger Nachwirkung Wert legt (und ich nehme jetzt mal an, dass jemand wie Pratchett, der ein ganzes Lebenswerk dieser Welt und ihnren Inhalten gewidmet hat, sich darüber mehr als freuen würde), der greift definitiv zu der etwas älteren Fassung oder, noch besser, direkt zum Original!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. November 1998
In diesem Scheibenwelt-Roman von TP wird TOD, das metaphorische Skelett mit seiner Sense und den Lebens-Sanduhren das diese Funktion auf der Scheibenwelt innehat, abgesetzt, weil er "Gefühle" für seine "Opfer" entwickelt. Zuerst geht Tod zufrieden in den Ruhestand und nimmt einen Job als Gehilfe auf einem Bauernhof an (Korn mähen mit der Sense,...) Während TOD jedoch seinen Ruhestand geniesst, geht es auf der Welt drunter und drüber, da die Menschen plötzlich nicht mehr sterben; die Erlebnisse eines dieser Untoten (des Zauberers Windle Poons) füllen einen Teil des Buches. Am Schluss nimmt TOD seine Tätigkeit - nach einer Auseinandersetzung mit seinem Nachfolger (...) seine Tätigkeit wieder auf und die Welt nimmt wieder ihren normalen Lauf.
Für alle Kenner von Fantasy - Literatur besonders zu empfehlen, da TP gerne Klischees auf die Schippe nimmt, aber auch für alle anderen ein Lesevergnügen der besonderen Art
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. November 2013
Der Tod wird unfreiwillig in Pension geschickt, da er zu große Sympathie für die Menschen entwickelt hat, wo er doch neutral bleiben sollte, das zumindest wird ihm vorgeworfen. Man entledigt sich ihm kurzerhand und schmeißt ihn ins Leben, das Einzige was ihm bleibt ist sein Pferd Binky. Während er sich als Farmarbeiter verdingt, bricht das Chaos in der Scheibenwelt aus, denn schließlich kann nun nicht mehr auf die richtige Weise gestorben werden...

Fazit: Den Tod mit dem Leben zu konfrontieren birgt unglaublich viel Situationskomik - Mit diesem Buch hat sich Pratchett selbst übertroffen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. April 2015
Meine Meinung:
Der Tod soll in den Ruhestand, dass beschlossen die Revisoren so was! Ja und damit ist ein Chaos vorprogrammiert ...
Es ist mal wieder ein Roman der Extraklasse. Wer Terry Pratchett kennt, weiß was ich meine. Für die anderen: Es ist ein Roman, der Kuriosität, Witz und Charm hat. Die Scheibenwelt ist eine Welt für sich. Und entweder man fühlt sich in der Welt, die auf dem Rücken von Elefanten und die wiederum auf dem Rücken der Sternen-Schildkröte ruht, wohl oder man kommt sich vor, wie in einer fremden Welt die keine Verstand hat. Ich mag die Scheibenwelt und somit auch ihre Romane und Geschichten.

Ich möchte eigentlich nicht viel vom Inhalt verraten, denn ich bin der Meinung, dass man sich einfach mal hineinfallen lassen muss, um heraus zu finden, ob diese Welt was für einen ist oder nicht. Ich mag es, mich hineinfallen zu lassen und einfach mal an ganz anderen Orten zu sein, die ich mir in meinen besten Träumen nicht vorstellen kann. Doch Terry Pratchett schafft dies und es ist immer ein großes Abenteuer. Inhaltlich finde ich es immer schwer was zu sagen, ohne viel zu verraten. Aus diesem Grund berichte ich hier einfach nur vom Hörbuch, seinem Erzähler und ein wenig über die Kuriosität der Scheibenwelt und "Alles Sense!" :)

"Alles Sense!" ist wieder (Wie die anderen Romane von Terry Pratchett auch) eine humorvolle, aber sehr kuriose Geschichte. Gevatter Tod wird in Pension geschickt, und fängt an diese zu genießen, doch dann gerät auf der Scheibenwelt einiges außer Kontrolle. Wie das ganze dann seinen lauf nimmt, müsst ihr euch selbst anhören (oder lesen).

Ich fand diese Geschichte wieder total lustig und zugleich auch spannend. Allein die Vorstellung, dass Gevatter Tod auf einer Farm arbeitet und auf dem Feld senst, ist so kurios und lustig zugleich. Klar klingt das ganze auch sehr verrückt, aber genau das ist die Scheibenwelt und ihre Bewohner.
Es war ein Abenteuer aus dieser Welt, was ich noch nicht kannte, aber ich mag den Charakter "Tod" und seine Eigenschaften. Er ist ein ganz entspannter Mann (ich sag jetzt einfach mal, dass es ein Mann ist) mit viel Humor und Sympathie. Man kann bei dieser Geschichte auch verstehen, warum ich gerade den Tod sehr mag.

Die Geschichte "Alles Sense!" wird von Rufus Beck gesprochen. Ich kannte ihn schon von den Harry Potter Hörbüchern und mag seine Stimme und deren Einsatz. Er hat der Geschichte nochmal das gewisse Etwas gegeben und mich direkt mitgenommen in die Scheibenwelt und zu Tod und den anderen Charakteren. Er gibt jeder Personen eine Seele, wenn er sie spricht. Und genau das mag ich an diesem Hörbuch und an diesem Sprecher.

Es war wiedermal eine tolle Zeit in der Scheibenwelt und freue mich schon, auf meinen nächsten Zwischenstopp auf meiner Bücherreise in der Welt von Terry Pratchett. Ich kann euch das Hörbuch (oder auch das Buch) sehr empfehlen. Für alle Fans von anderen Welten und ganz besonderen Personen einfach ein MUSS.
Wenn ihr wissen wollt, was Gevatter Tod in seiner Rente macht und welches Chaos auf der Welt noch so passiert, dann hört oder lest dieses Buch. Denn es ist seine Reise wert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2012
Nach Gevatter Tod ist dies mein zweiter Scheibenweltroman und ich habe mich wieder köstlich amüsiert. Gerade nachdem ich Tod im vorherigen Buch bei seiner Arbeit beobachten konnte, konnte ich gut nachempfinden, wie es ihm ging, als man ihm eben diese wegnahm und ihm seinen eigenen Tod in Aussicht stellte. Als er deshalb beschloss, erst mal zu leben und seinem Mantel gegen einen Overall und Strohhut auszutauschen und als 'Bill Tür' eine Arbeit auf einem Hof anzunehmen, begann eine sehr lehrreiche Zeit für ihn und ich hatte viel Spaß, ihn dabei zu begleiten. Ungewöhnliche Szenen spielten sich ab, als Tod, sorry Bill Tür, in geselligen Kontakt mit den Menschen trat, um ihr Leben besser zu verstehen, mit ihnen trank, spielte und arbeitete und dabei Gefühle kennenlernte.

Bis ein neuer Tod gefunden wurde, blieb leider die Arbeit liegen und es staute sich viel zu viel Lebensenergie an, die schwerwiegende Folgen hatte. Nicht nur, dass keiner mehr richtig sterben konnte, irgendwo musste diese Energie ja hin. Und so hatten die Zauberer nicht nur damit zu kämpfen, ihren Kollegen Windle Poons erfolglos zu begraben, sondern auch mit plötzlich herumfahrenden Drahtkörben fertig zu werden. Dieser zweite Erzählstrang war mir teilweise etwas zu konfus und hatte zwischenzeitlich auch ein paar Längen, bot aber so viele lustige und absurde Situationen und Dialoge, dass mich das immer wieder versöhnte, wenn ich das Gefühl bekam, den Geschehnissen nicht mehr wirklich folgen zu können.

Den Erzählstrang um Tod als Bill Tür fand ich dagegen durchgehend genial und ich fieberte richtig mit ihm mit, als er versuchte, das für den Tod eigentlich Unverständliche zu tun, nämlich dem Tod zu entgehen.

Die Dialoge, die lustigen Charaktere und die Situationskomik haben mich auch in diesem Buch oft laut auflachen lassen. Genau genommen hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Besonders süß finde ich ja den kleinen Rattentod. Und wie auch im ersten Buch finde ich die Großschreibung für Tods Reden toll gelöst. Ich habe dadurch immer das Gefühl, ihn wirklich sprechen zu hören.

4,5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Auf der Scheibenwelt wird nicht mehr gestorben, denn Tod wurde in den Ruhestand geschickt. Wohin mit all der Lebensenergie? Und wie könnte man die Untoten dazu bringen endlich Ruhe zu geben? Fragen mit denen sich nicht nur die Zauberer der Unsichtbaren Universität herumschlagen müssen.

Dies ist der zweite Teil des Tod-Zyklus und ein herrlich intelligenter Spaß. Man trifft auf alte Bekannte wie die Wache, den Patrizier, die Zauberer und Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin-Schnapper, aber auch auf neue Charaktere wie Frau Keks und Fräulein Flinkwert. Den Leser erwarten clevere Gedankengänge gepaart mit Humor und immer wieder neue Wendungen. Ich habe sehr über die Versuche der Zauberer gelacht, dem armen Windle Poons das Lebenslicht aus zu blasen und sich Tod als Knecht auf einem Bauernhof vorzustellen hat schon eine amüsante Note. Ich bin immer wieder überrascht wie Terry Pratchett Maschinen Scheibenwelt tauglich macht.
Da ich kein Fan des alten Covers bin, gefällt mir diese Ausgabe schon allein optisch sehr. Ob diese Übersetzung besser oder schlechter ist, als die von Andreas Brandhorst kann ich nicht beurteilen.

Ich freue mich schon auf die weiteren Bücher und kann auch diesen Teil nur wärmstens empfehlen.
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am 26. September 2012
Wenn etwas eine Persönlichkeit entwickelt, so beginnt es automatisch damit Fehler zu begehen - das ist zumindest die Ansicht der Verwaltung des Multiversums. Und da der Tod eine Persönlichkeit entwickelt hat, sieht die Verwaltung keine andere Möglichkeit, als Gevatter Tod in den Ruhestand zu schicken. Eine Übergangszeit bricht an, die solange andauern wird, bis ein neuer Scheibenwelt-Tod mit der Arbeit beginnt. Dies hat allerdings den Nachteil, dass sich die Lebensenergie auf der Scheibenwelt staut und selbst unbelebte Dinge ein Eigenleben zu führen beginnen.

"Alles Sense" ist ein unglaublich witziger Roman bei dem kein Auge trocken bleibt. Erstaunlicherweise schafft Pratchett es doch tatsächlich, dass man ausgerechnet mit Gevatter Tod mitfiebert.
Die Ideen Pratchetts - etwa die Selbsthilfegruppe für Untote, Tods Namensfindung als Bill Tür, die skurilen Auswirkungen des sich stauenden Lebenskraft auf unbelebte Dinge, wie z.B. einen Komposthaufen etc.pp. - sind noch abgehobener geworden, gleichsam ist die Zahl der verschiedenen Charaktere gewachsen. Die plastische, äußerst anschauliche Erzählweise Prachetts jedoch hält die Geschichte stets am Fließen und wahrt die Übersicht.
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am 7. Juli 1999
Kennen sie das Phänomen, wenn die Müllabfuhr streikt? Berge von Müll sammeln sich vor ihrer Tür und keiner räumt sie weg. Was passiert aber, wenn Gevatter Tod Ferien auf dem Bauernhof macht? Wenn keiner die Seelen ins Jenseits begleitet? Wenn einfach nichts mehr stirbt? Genau dieses Problem hat die Scheibenwelt in "Alles Sense". Eine Unmenge an Leben staut sich auf und bereitet den Bewohnern der Scheibe so manches Problem. Doch wie immer geht Pratchett über die reine Komik heraus. Er schreibt über Moral und Ethik, ohne dabei oberlehrerhaft zu wirken. Gerade diese Fähigkeit ist es, die mich bei Terry Pratchett so fasziniert. Er schafft es, ernste Themen so aufzubereiten, daß sie zwar urkomisch wirken, aber trotzdem zum Nachdenken anregen. So in diesem Roman zum Beispiel das Thema Macht und Machtmißbrauch. "Auf was soll das Korn vertrauen, wenn nicht auf die Fürsorge des Schnitters?" fragt sich Gevatter Tod. Alles in allem ist es ein sehr gelungenes Buch, das ich vor allem als Einstieg in die Scheibenwelt-Serie empfehlen würde. Aber Vorsicht - die Scheibenwelt macht süchtig! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. September 2006
Eigentlich gibt es über dieses Buch nicht viel zu sagen - es ist einfach klasse!

Hier findet man alles, was das Herz in bestimmten Situationen begehrt: Philosophie, Romantik, ein Gag, der den anderen jagt, immer intelligent und schön dargestellt. Die Charaktere sind einfach genial. Die Situationen zum Teil "wie aus dem Leben gegriffen", wenn es um bestimmte Klischees geht. Beispiel: Bill Tür, der bei Frau Flinkwert in der Stube sitzt und dann sinngemäß meint: "Kann ich die Uhr anhalten? Sie nervt."

Die Verweise und Anspielungen innerhalb des Textes sind sehr schön (der Zwerg in der Ankertaugasse und genügend andere Dinge).

Wenn man mit dem Lesen fertig ist oder sich dem Ende des Textes zuneigt, wird einem auch der Aufbau des Buches auffallen, der zum Thema passt. (Anfang und Ende, und dazwischen wird ausgefüllt - klingt jetzt ziemlich komisch und banal von mir, aber man wird's nach dem Lesen verstehen.)

Fazit: Eines der besten Bücher von Pratchett!
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am 3. September 1999
Und nun ist es passiert - es gibt den Tod nicht mehr. Das heißt es gibt ihn eigentlich doch noch, nur ist er pensioniert. Der gute alte Gevater Tod wird einfach auf Rente gesetzt, verliert zum ersten mal auch seine Zeit und muß sich nun als Erntehelfer über Wasser halten. So ist es ihm auch nicht zu verdenken, das er ein wenig missgelaunt ist über die jetzige Situation. Auf der Scheibenwelt geht es natürlich nun auch drunter und drüber, da ja nicht mehr richtig gestorben werden kann. Und durch den dadurch entstehende Überfluss an Lebensenergie, werden sogar Gegenstände lebendig und rennen durch die Gegend. Terry Prachet hat sich mit diesem Roman wieder einaml selbst übertroffen. Er ist absolut lustig geschrieben und knüpft an alte Romane mit Gevatter Tod an, die man aber vorher nicht gelesen haben muss. Ausserdem zeigt er auch auf eine lustige Art und Weise, daß man doch sterben muss. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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