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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feine (Selbst-)Ironie!
Man muss keinen Berlin-Trip in der kurzfristigen Reiseplanung haben, um an Wladimir Kaminers ungewöhnlichem Stadt-Porträt Gefallen zu finden. Der Untertitel, so der Autor bei einer Lesung, die ich gestern besuchte, lege ja nahe, dass das Werk für "faule Touristen" geschrieben sei. Selbst für solche, die zu faul seien, nach Berlin zu reisen...
Veröffentlicht am 24. April 2007 von Christoph Fischer

versus
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein typischer Kaminer
Dabei war es eine benahe geniale Idee: Kaminer bewegt sich durch seine Stadt und sein Lieblingsthema BERLIN und lässt den Leser diesmal sogar mit praktischen Tipps für den nächsten Berlin-Trip an seiner Route teilnehmen. Alles ist ansprechend verpackt, mit einem netten Cover versehen und einem interessanten Titel bestückt. Der Autoren-Name tut das...
Veröffentlicht am 14. Mai 2007 von A. Hohm


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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feine (Selbst-)Ironie!, 24. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
Man muss keinen Berlin-Trip in der kurzfristigen Reiseplanung haben, um an Wladimir Kaminers ungewöhnlichem Stadt-Porträt Gefallen zu finden. Der Untertitel, so der Autor bei einer Lesung, die ich gestern besuchte, lege ja nahe, dass das Werk für "faule Touristen" geschrieben sei. Selbst für solche, die zu faul seien, nach Berlin zu reisen....

So darf der Leser also vom heimischen Sofa einen Blick auf das Leben und Treiben in der Hauptstadt werfen. Aus der ganz eigenen Perspektive des 1990 zugereisten gebürtigen Moskauers. Wir erfahren unter anderem, wie in den "Sümpfen des Neolithikums" durch das Aufeinanderprallen von Affen-Kult-frönenden Frühmenschen und ihren heiligen Bären huldigenden Rivalen eine Stadt entstehen konnte. Diese Stadt und die Menschen, die heute in ihr leben ( Ur-Berliner, Zugereiste und ethnische Minderheiten, last not least Russen ) beschreibt Kaminer mit feiner Ironie und gewohnt pointiert.

Wer wissen möchte, was Steuerberater und Frisöre in West- und Ostteil der Stadt auch lange nach Mauerfall noch unterscheidet, und warum Taiwanesen in Berlin so unauffällig sind, dass nicht einmal die Chinesen sie erkennen, geschweige denn jemand ihre Restaurants finden würde, bekommt hier Antworten. Wunderbar zu lesen ist auch Kaminers augenzwinkernd-distanzierte Betrachtung seiner eigenen Versuche als Berlin-Reporter des Frühstücksfernsehens.....

Es ist immer wieder verblüffend, wie nuanciert der gebürtige Russe die deutsche Sprache benutzt. Seine feine Ironie ist stets treffend, meist liebevoll und nie verletzend. Kein Zweifel, der Wahl-Berliner mag die Stadt und ihre Menschen!

Ein umfangreicher Anhang beschreibt besondere Plätze, die der Berlin-Tourist auf den Spuren des Autors besuchen kann.

Fazit: "Ich bin kein Berliner" ist kein klassischer Reiseführer, sondern ein rezeptfreies Antidepressivum mit Schmunzel-Garantie. Unbedingt lesen!!!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein typischer Kaminer, 14. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
Dabei war es eine benahe geniale Idee: Kaminer bewegt sich durch seine Stadt und sein Lieblingsthema BERLIN und lässt den Leser diesmal sogar mit praktischen Tipps für den nächsten Berlin-Trip an seiner Route teilnehmen. Alles ist ansprechend verpackt, mit einem netten Cover versehen und einem interessanten Titel bestückt. Der Autoren-Name tut das seinige zum Appetitmachen dazu, verspricht er doch einen durchaus literarischen Anspruch. Mit einem blutenden Herzen muss man sich jedoch schnell eingestehen, dass die Verpackung diesmal leider nicht hält, was sie verspricht.

Anfänglich balanciert er noch in gewohnter Kaminer-Manier zwischen charmant-lustigen bis zynisch-deftigen Anekdoten, kommt dann aber relativ schnell ins Schleudern, wankt zwischen einer allzu gewollt komischen Stimmung, plattem Witz und belanglosem Nonsens, um letztendlich für den Großteil des Werkes in der wenig amüsanten Blödelecke zu kampieren. Ein Beispiel findet sich auf der Seite 123. Seinen Informationen zu Folge wäre es durchaus denkbar, dass man im Tiergarten von einer türkischen, polnischen, koreanischen, arabischen oder griechischen Grillgesellschaft eingeladen wird. Höflichkeitshalber sollte man da nicht mit leeren Händen dastehen. Sein Fazit: <Deswegen sollte man auf alle Fälle immer ein paar Hühnerbeine in der Tasche haben.>
Kaminer wirkt beizeiten fahrig, unstrukturiert und gibt dem Leser das Gefühl, als hätte er nicht mehr wirklich etwas zu erzählen. Vielleicht hat er seine Lieblingsthemen BERLIN und PRENZLAUER BERG dann doch schon zu sehr abgegrast.

Zum Glück ist Kaminers sonst so geistreicher Witz aber nicht ganz verloren gegangen und kommt in wenigen Momenten dann doch zum Vorschein, wie beispielsweise im Kapitel BERLIN - EINE ARBEITERSTADT. Hier gelangt er wieder zu wahrer Größe und zeigt, wie feinfühlig und gewitzt er mit der deutschen Sprache jonglieren kann.

Kaminer-Fans werden um diesen Band wohl nicht rumkommen, für Einsteiger ist er aber wenig empfehlenswert, hier versprechen der Klassiker RUSSENDISKO oder ICH MACHE MIR SORGEN, MAMA dann doch ein amüsanteres Lesevergnügen.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bin kein Reiseführer, 8. April 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
Wer den Autor kennt, kennt eigentlich auch schon das Buch. Wladimir Kaminer, schon seit der Wende in Berlin lebender Autor russischer Herkunft, ist nicht nur für einen bekannten Teil des Berliner Nachtlebens verantwortlich, er begleitet das alltägliche Leben in der Hauptstadt auch mit einer unnachahmlichen Mischung aus Selbstironie und analytischer Distanz. Begonnen hat er mit dem Erfolgsbuch Russendisko, danach folgten einige, etwas schwächere Bände, als er versuchte, den Erfolg mit gleichen Mitteln zu wiederholen. Mittlerweile haben seine Bücher einen thematischen Schwerpunkt (wie Kochen in "Küche totalitär"), erzählen aber immer noch im Wesentlichen vom Leben, seinen Unglückfällen und den merkwürdigen Menschen, die in beidem heimisch sind.

In diesem Buch geht es mal wieder um die Heimatstadt Kaminers, das schöne Berlin. Wieder begleiten wir ihn auf seinen Wegen durch die Stadt, sei es als Familienvater, sei es als Teil eines Fernsehteams des ZDF, sei es als Mitglied der großen, russischen Gemeinschaft in der Stadt. Und tatsächlich ähnelt sein Blick oft dem des Touristen, der sich über die Sitten und Gebräuche der Einheimischen immer wieder wundern muss. Folklore, das ist vielleicht der beste Begriff, wenn es darum geht, alle der vielen, kleinen Geschichten des Buches mit einem Wort zu beschreiben. So lesen wir über das merkwürdige Verhalten der Berliner beim Kampf um das tägliche Brot, beim Besuch der Grünen Woche, beim Fussballspielen, bei Kunstherstellung und Kunstgenuss. Wie lernen, wie Pferderennen in Berlin funktioniert und welche Fauna in der Stadt erfolgreich überlebt. Und wir stellen fest, dass für Kaminer der Osten und der Westen dieser Stadt auch 18 Jahre nach dem Beginn der Wende immer noch zu zwei verschiedenen Kulturen gehören. Schließlich hat sich ja auch in jedem der beiden Teile der Stadt ein eigener Typ von russischen Zuwanderern angesiedelt. Im Osten nett, kreativ, alternativ und pleite. Im Westen reich, leicht arrogant und schön - gelegentlich schön aufwendig. Und im letzten Kapitel erfahren wir dann auch die Zukunftsvision, die Kaminer für diese liebenswert verrückte Stadt hat.

Ist das nun alles für einen Touristen wirklich brauchbar? Trotz der vielen, spannenden Orte, die in einem Anhang noch mal eigens beschrieben sind, als Wochenendtourist wird man sicherlich andere Orte aufsuchen. Aber wenn man etwas über die Atmosphäre in der Stadt lesen will und über die Einwohner etwas lernen will, dann liegt man mit diesem Buch gar nicht so falsch. Und wie immer bei Kaminer liest sich das ganze lustig und schnell. Und für einen nicht muttersprachigen Autor ist das Buch bemerkenswert gut geschrieben.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Witziger Touristenführer zu Berlin, 20. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
Kaminer ist ein ironischer und witziger Russe, der ein hervorragendes Deutsch schreibt. Dieses Buch über Berlin schildert sehr lebhaft alles Wissenswerte über Berlin, allerdings aus der ganz persönlichen Perspektive eines seit vielen Jahren in Berlin lebenden Neubürgers. Dadurch hat er seine ganz persönliche Perspektive bewahrt, eine Sichtweise, die viel Lakonisches, Ironisches über die Verhältnisse der Stadt zeigt und die einem ansonsten niemals aufgefallen wären. Auch macht er viele Vergleiche zu seinen russischen Landsleuten, der russischen Kultur und der Geschichte. Also in allem, hoch interessant.

Es ist also ein Buch, reich an humorvollen Anekdoten und Schilderungen aus dem Blickwinkel eines Mitbürgers, der sich eine besondere Perspektive bewahrt hat. Und das Buch ist dazu auch leicht und locker zu lesen. Einfach schön!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis seines Erfolges..., 18. Dezember 2007
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
... herauszufinden, ist gar nicht so schwierig: Er schreibt, als wolle er sagen: "Ich bin Russe, und mein Standpunkt ist kein anderer als der eines Außerirdischen. Also wenn mir etwas komisch erscheint im deutschen Hauptstadtleben, es gibt keinen Grund, das nicht auch auszusprechen." Ein Außenstehender, sei er Russe oder Außerirdischer, darf das - ein Eingeborener mit dem gleichen Sujet käme sich wahrscheinlich bieder, unangesagt oder gar provenziell vor, gäbe er zu, daß auch er sich wundert über: ein Tiergarten ohne Tiere, Berge mit der beachtlichen Höhe von 120 Metern oder der Umgang mit Fußball und anderen Begleiterscheinungen des täglichen Lebens. Kaminer schreibt, was wir anderen alle schon immer hatten sagen wollen, aber weder ausdrücken können oder uns sagen trauen. Und da er ein excellenter Beobachter ist und das Beobachtete messerscharf auf den Punkt bringt, ist das Ergebnis einfach nur großartig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht Kaminers bestes Buch, aber dennoch amüsant, 28. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
"Ich bin kein Berliner, ich bin auch nicht Deutschland. Ich kenne mich hier nicht wirklich aus."

Soweit Wladimir Kaminer, Berlins wohl bekanntester Exilrusse, der trotz dieser Selbsterkenntnis - oder gerade deshalb? - wohl wie kaum ein anderer dazu prädestiniert ist, einen "Reiseführer für faule Touristen" über seine Wahlheimat Berlin zu schreiben, hält er uns Deutschen und vor allem uns Berlinern doch seit nunmehr fast 20 Jahren auf unvergleichlich witzige und wortgewandte, oftmals entlarvende, aber nie verletzende Art den Spiegel vor.

Vom Untertitel "Reiseführer für faule Touristen" sollte man sich nicht irreführen lassen, denn als tatsächlicher Reiseführer im üblichen Sinne taugen Kaminers launige Betrachtungen über die bundesdeutsche Hauptstadt und ihre seltsamen Bewohner und Besucher nur sehr bedingt, außer für so "faule Touristen", daß sie sogar für eine Reise nach Berlin zu faul sind und stattdessen lieber darüber lesen...

Selbst, wenn man (wie ich) Fan von Kaminer ist, muss man zugeben, daß er sich im Laufe der Jahre zu einem Vielschreiber entwickelt hat, was seinen Büchern nicht immer gut tut.
Gerade in "Ich bin kein Berliner" findet sich so einiges, worüber Kaminer sich schon in früheren Büchern ausgelassen hat, insbesondere in den Passagen über seinen Wohnbezirk Prenzlauer Berg.
Dennoch gibt es auch viel neues zu entdecken und zu lachen, so zum Beispiel Kaminers Erkenntnis, daß die Berliner gerne ausgehen, nämlich mindestens zweimal im Jahr:
Zur Berlinale, wo man Filme sehen kann, "die sonst niemand auf der Welt gesehen hat" und zur Grünen Woche, wo die russische Halle bei Kaminer tatsächlich Heimatgefühle weckt: "Sie ist sehr groß und es gibt nichts zu essen".
Auch Kaminers Betrachtungen über japanische Hauptstadttouristen, die noch immer existenten Unterschiede zwischen Ost und West, die sich auch und insbesondere bei Friseuren und Steuerberatern bemerkbar machen, Fußballeuphorie und internationale Grillsitten sind ebenso amüsant wie locker-flockig beschrieben.

An Kaminers frühere Erfolge "Russendisko", "Ich mache mir Sorgen, Mama" und meinen persönlichen Lieblings-Kaminer "Mein Leben im Schrebergarten" kommt "Ich bin kein Berliner" leider nicht heran.
Ein amüsantes, leichtes Lesevergnügen für zwischendurch ist das Buch aber allemal und bekommt von mir deshalb (knappe) vier Sternchen.

Und obwohl das Buch als klassischer "Reiseführer" nicht wirklich zu empfehlen ist (was von Kaminer so mit Sicherheit auch nicht beabsichtigt war), finden sich dennoch am Ende jedes Kapitels und im Anhang eine ganze Reihe Tips für Berlinbesucher, die etwas länger in der Stadt bleiben und somit Zeit und Lust haben, auch außerhalb der üblichen Touristenattraktionen der Innenstadt das eine oder andere zu entdecken.
Zu meinem Entsetzen habe ich sogar einen Hinweis auf das Buddhistische Haus in meinem Wohnbezirk Reinickendorf gefunden; dieses ist außerhalb Frohnaus sogar fast sämtlichen Berlinern unbekannt, was uns hier im hohen Norden bislang weitestgehend von Touristen verschont hat - musste das sein, Herr Kaminer? ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach köstlich!, 4. Juli 2009
Von 
Ela "Ela" (Düsseldorf, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ich habe mich bei diesem Hörbuch so köstlich amüsiert, dass ich es gleich mehrmals hintereinander gehört habe. Der subtile Humor der scheinbar naiven Beschreibung der Erlebnisse des sympathischen Russen in Berlin ist schon sehr speziell. Dass Kaminer selbst mit seinem unvergleichlichen Akzent liest, ist ein großes Plus und unterstützt die "Authentizität" der ironischen, aber niemals verletzenden Erfahrungsberichte des staunenden Berliner Neubürgers. Die Sprache ist unkompliziert und pointiert. Anders als viele andere Autoren des Genres stellt Kaminer sich nicht wertend über die Dinge, sondern bleibt als Person bescheiden im Hintergrund und bringt seine Erlebnisse wie ein Kind, das mit großen Augen die "ganz normalen" Geschehnisse in der Hauptstadt mit großem Interesse aufnimmt, in eine amüsante Erzählform.

Der Titel mag für diejenigen, die Kaminer nicht kennen, ein wenig irreführend sein, da es sich hier nicht wirklich um einen Reiseführer handelt. Offenbar beinhaltet das Buch Tips für Berlin-Reisende, die beim Hörbuch leider fehlen. Die Informationen, die man über Berlin bekommt, sind hier ausschließlich in die Erzählungen eingebettet, die an Schulaufsätze zum Thema "mein Ferienerlebnis" erinnern.

Dieses Hörbuch war mein Einstieg in die Welt von Vladimir Kaminer und hat mich zu einem großen Fan seines Humors gemacht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der andere Reiseführer, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
Russendisko, so heißt das Vorgängerwerk Wladimir Kaminers, das mir mit seinen kurzen, zusammenhanglosen Geschichten gar nicht zusagte. Ganz anders aber dieses Buch.
Zwar auch in kurzen Artikeln aber diesmal informativ wird über die deutsche Hauptstadt mit ihren Eigenarten berichtet. Da stört es auch nicht wenn Kaminer dann doch mal von der Überschrift abschweift und von seinem Leben erzählt. Die angewande Ironie kann leider Nicht-Berliner verwirren.
Aber keine Angst - trotz des Humors ist auch etwas Ernstes dabei. Es werden wirklich ansprechende Reisetipps und Geschichtshintergründe gegeben. Interessante Kneipen, Kinderunterhaltung und andere Sehenswürdigkeiten sind hier mit Adressen und Öffnungszeiten aufgelistet.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Liebeserklärung an Berlin, 6. Mai 2008
Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren, lebt seit 1990 in Berlin.
Das Multitalent Kaminer gehört mittlerweile zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren in Deutschland. Mit seinem wunderbaren russischen Akzent charakterisiert er im Hörbuch die Eigenheiten der Berliner, wobei man aus dem Schmunzeln oder Lachen nicht heraus. Obwohl Kaminer kein geborener Berliner ist, gehört er zu den populärsten und bekanntesten Einwohner unserer Hauptstadt. Der Autor erzählt u.a. etwas über die Geschichte Berlins, über Großereignisse, den Berliner Dialekt, das Shoppen, die Gastronomie, die Bildung, seine Touristen usw. Ein gelungener Spass und im Grunde eine Liebeserklärung an Berlin. Ein gutes Geschenk für alle nicht Berliner und eine Lesespass für Berliner, die sich noch nicht als Berliner kennen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der lustigsten Bücher, das ich je gelesen habe, 2. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen (Taschenbuch)
In seinem neuen Buch "Ich bin kein Berliner - Ein Reiseführer für faule Touristen" stellt Wladimir Kaminer Berlin in verschiedenen Kapiteln auf eine lustig, spritzige Weise vor. In "Shoppen in Berlin" stellt er die "Schönhauser Allee Arkaden" vor. Dieses große Kaufhaus ist immer mit Menschen überfüllt, die dort anscheinend alles finden, was sie zum Leben benötigen. Auch Schönheitswettbewerbe und andere Veranstaltungen finden in diesem Shopping-Center statt. Durch Kaminers witzige Beschreibung bekommt man eine gute Vorstellung von den "Schönhauser Allee Arkaden", genau wie von der Berliner Gastronomie.

In "Berlin - eine Theaterhauptstadt" berichtet Kaminer von den theaterverrückten Menschen. JEDER Berliner habe in seinem Leben schon einmal Theater gespielt - auch er. In Berlin gibt es also mehr Theatermacher als Publikum. Fast ganz Berlin spiele in einer Off-Theater oder in einer Laiengruppe mit. Hier unterscheide man noch unter Bewegungstheater und Tanztheater. Natürlich gebe es auch Gruppen, in denen sich diese beiden Elemente vereinen.

In "Frauenmode in Berlin" und "Männermode in Berlin" schreibt er über die Kleidung der Berliner und zeigt Unterschiede zu seiner früheren Heimat Russland auf. In dem letzten Kapitel "Eine Vision für Berlin" ist Kaminers erste Rede als Bürgerkandidat nachzulesen. Danach folgen viele Adressen von Sehenswürdigkeiten und Restaurants - mit Öffnungszeiten.

Wladimi Kaminers neues Werk "Ich bin kein Berliner - Ein Reiseführer für faule Touristen" gehört zu den lustigsten Büchern, die ich je gelesen habe. Der Stil, in dem er über Berlin schreibt, ist unvergleichlich. Wer "Russendisko" gelesen hat, wird auch in "Ich bin kein Berliner" Kaminers bissigen und ironischen Stil wiedererkennen. Sehr amüsant sind auch die Tipps, die nach jedem Kapitel stehen. So lässt es sich auf dem großen türkischen Gemüsemarkt am Maybachufer am besten feilschen. Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert - nicht nur für faule Touristen.
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Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen
Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen von Vitali Konstantinov (Taschenbuch - 12. März 2007)
EUR 8,95
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