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am 26. Mai 2014
Rosanna Menici ist elf Jahre alt als die dem jungen Startenor Roberto Rossini das erste Mal begegnet und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Sie ist sich sicher, dass sie genau diesen Mann eines Tages heiraten wird. Auch Roberto ist fasziniert von dem kleinen Mädchen, ab dem Moment, als er sie singen hört. Er redet ihr ins Gewissen, unbedingt Gesangsunterricht zu nehmen, doch Rosannas Eltern wollen davon nichts wissen. Erst ihr Bruder Luca ermöglicht es ihr, mit seinem Ersparten, die Stunden heimlich zu absolvieren. Und tatsächlich schafft es Rosanna sechs Jahre später bis an die Mailänder Scala, wo sie Roberto wiedertrifft. Zusammen verzaubern sie mit ihren Stimmen die Zuschauer in den Opernhäusern der Welt und Rosannas Vorsatz aus Kindertagen bleibt nicht länger nur ein Vorsatz. Sie heiratet ihn, obwohl jeder sie davor warnt, denn Roberto ist ein Frauenheld und hütet ein dunkles Geheimnis aus vergangenen Tagen …

Liebesromanen stehe ich immer etwas skeptisch gegenüber. Sie müssen das gewisse Etwas haben, um mich überzeugen zu können. Der ausschlaggebende Punkt, warum ich diesen Roman unbedingt lesen wollte, ist meine Liebe zur Musik. Der Klappentext hat mich einfach überzeugt, und nachdem ich die Geschichte verschlungen habe, kann ich sagen: auch der Schreibstil der Autorin. Zweifellos punktet Lucinda Riley mit ihren hervorragend herausgearbeiteten Charakteren. Deren Authentizität lässt die ganze Erzählung erst lebendig wirken.

Die größte Entwicklung macht Rosanna durch und obwohl sie sich im Verlauf der Geschichte eher nachteilig verändert, hat sie mir von allen Charakteren am Besten gefallen. Da ist dieses elfjährige Mädchen, welches von klein auf im Schatten seiner großen Schwester lebt und die nicht nur besser aussieht, sondern auch (scheinbar) eine gesicherte Zukunft hat. Durch den Familienbetrieb kommt Rosanna etwas kurz und deshalb verwundert es auch nicht, dass der Vater Robertos Vorschlag und Rosannas Wunsch, Gesangsunterricht zu nehmen, als Hirngespinst abtut. Der Platz einer Frau ist in der Küche und ihre Aufgabe ist es, ihrem Mann später einmal zur Seite zu stehen. Der Einzige, der Rosanna versteht und auch ihr Talent sieht, ist ihr Bruder Luca, zu dem sie ein sehr inniges Verhältnis hat. Er ist es auch, der ihr den Gesangsunterricht ermöglicht und immer für seine kleine Schwester da ist.

Rosannas Ehrgeiz zeigt sich nicht nur in ihrer Gesangskarriere, denn auch ihre Liebe für Roberto ist ungebrochen. Da sie weiß, dass Roberto ein Frauenheld ist, versucht sie zunächst standhaft zu bleiben und seinem Werben nicht nachzugeben. Hier zeigt Lucinda Riley ganz klar, wo ihre Stärken liegen. Ihr gelingt es nahezu perfekt, den Leser in die Gefühlswelt ihrer Protagonisten hineinversetzen zu lassen und ich wusste sofort, dass Rosanna den Kampf gegen ihre Gefühle verlieren würde. Trotz seines Rufes als Frauenheld konnte ich auch Robertos Liebe für Rosanna so intensiv spüren, dass seine innere Zerrissenheit mehr als deutlich ist. Ich habe nicht eine Sekunde an seiner Liebe zu Rosanna gezweifelt, und wenn es einer Autorin gelingt, dass ich als Leserin so fühle wie ihre Protagonisten, dann ist alles richtig. Erschreckend ist, dass die Liebe der beiden so weit geht, dass sie den Mitmenschen in ihrer Umgebung vor den Kopf stoßen. Roberto hatte diesbezüglich zwar schon vorher keine Hemmungen, aber gerade Rosanna hat sich durch die Liebe zu Roberto sehr zu ihrem Nachteil verändert.

"Das italienische Mädchen“ bietet aber noch viel mehr als nur die Liebesgeschichte zwischen Rosanna und Roberto. Den Leser erwarten jede Menge Überraschungen und jede einzelne Seite steckt voller Spannung und Leidenschaft. Ich vergebe fünf Sterne und spreche natürlich eine Empfehlung aus.
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am 13. Mai 2014
Bei „Das italienische Mädchen“ handelt es sich nicht um einen neuen Roman aus der Feder der Bestseller-Autorin Lucinda Riley. Im Vorwort erklärt sie, dass ihr Verlag sie gebeten hat, ihre früheren Werke zu überarbeiten und neu herauszubringen. Im Dezember 2014 wird auch noch „Der Engelsbaum“ erscheinen. Eine gute Möglichkeit, um mit einer erfolgreichen Autorin noch mehr Geld zu machen. Ältere Werke werden mit einem hübschen Cover neu aufgelegt und den Käufern auf den ersten Blick als Neuerscheinung präsentiert.
Entsprechend skeptisch bin ich an die Lektüre herangegangen, wurde allerdings angenehm überrascht.

Natürlich ist es eine totale Schnulze. Natürlich ist vieles absolut vorhersehbar und natürlich gibt es für fast alle Figuren ein Happy-End. Das ist aber auch bei den neuen Büchern der Autorin so und nicht nur bei ihr, sondern bei fast allen, die sich in diesem Genre tummeln. Also sollte man wahrscheinlich diese Rahmenbedingungen als gegeben hinnehmen und darf sich darüber nicht ärgern.

Die Geschichte an sich ist schnell erzählt: Rosanna, ein junges Mädchen aus Süditalien mit einer großartigen Stimme. Von ihrem großen Bruder gefördert, schafft sie es bis an die Mailänder Scala. Dort singt ebenfalls der Frauenschwarm und begnadete Tenor Roberto, der wie Rosanna aus Neapel stammt und den sie schon als kleines Mädchen bewundert hat. Dass er menschlich gesehen ein absoluter Mistkerl ist, ist dem Leser schon längst klar, Rosanna verliebt sich aber natürlich dennoch in ihn und er anscheinend auch in sie. Ob diese Beziehung eine Chance hat? Man kann es sich denken…
Drumherum spielen noch Rosannas Bruder, in den sich ihre beste Freundin unglücklich verliebt sowie ihre ältere Schwester, die ein folgenschweres Geheimnis bewahrt und eine intrigante Ex-Beziehung von Roberto ihre Rollen. Alles vorhersehbar und wenig überraschend.

Dennoch hat mir das Buch einige angenehme Lesestunden beschert. Wer angenehm sachte vor sich hin plätschernde Unterhaltung ohne allzu viel Spannung oder Überraschungen mag, ist hier gut bedient.
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am 19. April 2016
Lucinda Riley schreibt sehr liebevoll, spannend und bewegend.
Ich habe das Buch „Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley für meine Partnerin zum Geburtstag gekauft.

Ihr Resümee:
Rosanna, ein 11-jähriges Mädchen begegnet bei einer Familienfeier dem erfolgreichen und berühmten Opernsänger Roberto Rossini. Sie verliebte sich Hals über Kopf in ihn und spürte von da an, dass sie ihn eines Tages heiraten wird…

Roberto beginnt sich für Rosanna zu interessieren, als er ihre klare und wunderbare Stimme zum „Ave Maria“ singen hört. Er schickt sie zu einem seiner ehemaligen Gesangslehrer, um sie zu fördern und zu unterstützen. Doch ihre Eltern wollen davon nichts wissen, sie soll in dem Lokal der Eltern bedienen und helfen. Erst ihr Bruder Luca verhilft ihr dazu die Gesangsstunden zu nehmen, indem er sie von seinem ersparten finanziert.

Nach sechs langen Jahren begegnen sich die beiden an der Mailänder Scala wieder. Inzwischen ist Rosannas Stimme ausgebildet und bereit für die großen Bühnen der Welt. Von nun an beginnt für sie beide eine aufregende und spannende Reise durch die unterschiedlichsten Opernhäuser der Welt.

Doch was geschieht mit der Liebe, die Rosanna schon mit 11 Jahren Roberto gegenüber verspürte?
Kann sie es schaffen ihn an sich zu binden oder ist und bleibt er ein Frauenschwarm und Schürzenjäger?

Für alle, die wissen wollen, wie die Geschichte weiter geht, kann ich das Buch nur weiterempfehlen.
Ich habe das Buch schier verschlungen und konnte / wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen, in jeder freien Minute habe ich gelesen.

Ich war begeistert, dass dieses Buch, im Gegensatz zu all den anderen Büchern von Lucinda Riley, so einfach und nicht verzwickt geschrieben ist. Wobei ich die tollen alten und fast mystischen Häuser aus den anderen Romanen und die Familiengeschichten schon beinahe vermisst hätte.
Man konnte in „Das italienische Mädchen“ regelrecht mitreisen und sich die beschriebenen Orte bildlich gut vorstellen. Auch das Buch Cover sieht sehr ansprechend aus und lädt zum Träumen ein.
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Rosanna, die jüngste Tochter der Menici, erhält nicht allzu viel Aufmerksamkeit seitens ihrer Eltern. Ihre Schwester Carlotta hingegen ist der Liebling der Eltern und hat wegen ihrer Schönheit Freiheiten, von denen Rosanna nur träumt.
Als Rosanna anlässlich einer Geburtstagsfeier ein Lied singen soll, wird der anwesende Tenor Roberto Rossini auf ihre Stimme aufmerksam. Er hält sie für etwas besonderes und ist der Meinung, dass diese ausgebildet werden sollte. Ihre Eltern halten das für Unfug und gehen gedankenlos darüber hinweg. Nur ihr älterer Bruder Luca steht zu ihr und ermöglicht es, dass ihre Stimme ausgebildet wird.
Schon nach der ersten Begegnung von Rosanna und Roberto weiß Rosanna, dass ihr Leben sich eines Tages mit dem Roberto verknüpfen wird, denn für sie ist es bereits Liebe auf den ersten Blick.
Jahre später, inzwischen ist Rosannas Stimme ausgebildet und bereit für die großen Bühnen der Welt, begegnet sie Roberto wieder.
Sie weiß um seinen Ruf als Frauenheld und wird ihm lange widerstehen, aber die Liebe lässt sich nicht verleugnen.
Wird es ihr gelingen, Roberto für alle Zeiten an sich zu binden und ihn die anderen Frauen vergessen zu lassen oder hat ihre Liebe keine Chance? ...

Lucinda Riley hat sich als Autorin einen Namen gemacht. Als sie von ihrem Verlag gefragt wurde, ob es von ihr ältere Bücher gibt, holte sie aus ihrem Keller 8 Bücher, die vor Jahren unter ihrem Pseudonym Lucinda Edmonds erschienen.
Eines dieser Bücher ist das hier vorliegende, es wurde bereits im Original 1996 verlegt und kommt jetzt nach einer Überarbeitung auch in deutsch auf den Büchermarkt.
Da ich bereits von Lucinda Riley zwei Bücher gelesen habe, war ich verständlicherweise auf ihr neues altes Werk gespannt.
Ich wurde nicht enttäuscht.

Lucinda Riley gelingt es, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Aufmerksam verfolgte ich die Geschichte der Liebe von Rosanna und Roberto. Obwohl ihre Liebe echt ist, ist sie zerstörerisch und nicht gut für sie. Rosanna liebt Roberto von Herzen und verlangt von ihm, sie niemals anzulügen. Aber es ist Roberto, ein Frauenheld, der nicht wirklich aus seiner Haut kann und Umstände führen dazu, dass er sich doch gezwungen sieht, zu lügen, was ihm Rosanna jedoch nicht verzeihen kann.
Eine alte Beziehung von ihm kann ihn nicht vergessen und tut alles dafür, dass er sich für sie entscheidet. Roberto ist schwach und ein Egoist, er geht oft den Weg des geringsten Widerstandes und macht sich und anderen damit vieles kaputt.

Es ist ein fantastisches Buch, das vieles in sich vereinigt. Liebe, Glauben, Hoffnung und auch Freundschaft. Loyalität ist ebenso ein Thema wie Geschwisterliebe und das Vertrauen in den anderen.
Während die Geschwister Rosanna und Luca sich herzlich lieben, geht ihre Schwester Carlotta ihren eigenen Weg. Sie verbüßt in ihrem Elternhaus ihr Leben lang einen einzigen Fehler, den sie aus Liebe zu ihren Eltern und ihrer Schwester allen verschwieg. Lediglich Luca weiß darum und hilft ihr, so gut er es vermag.

Dieses Buch ist ein wenig anders als die bisherigen der Autorin. In ihren neueren Werken vereinigt sie Ereignisse der Vergangenheit mit der Gegenwart, die durch Familiengeheimnisse miteinander verwoben sind.
In diesem älteren Werk wird die Geschichte von Rosanna in einem Brief an ihren Sohn Nico erzählt. Es ist die Geschichte seiner Eltern und erzählt von ihrer großen Liebe. Sie ist chronologisch aufgebaut und lässt den Leser genauso daran teilhaben und miterleben.

Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, so hat mich die Story gepackt und mitgerissen. Zum Ende saß ich mit Tränen in den Augen da und hätte mir gern ein anderes Ende gewünscht.

Ein absolut packendes Buch, das von einer großen Liebe erzählt.
Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.
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am 24. Juni 2014
Sie erklärte zu Beginn, das der Verlag auf der Suche nach weiteren Veröffentlichungen war und sie tatsächlich alte Schinkenim Keller hatte. Diese hat sie überarbeitet und neu aufgelegt. So ließt es sich auch. Es ist ok, schön und berührend aber eben kein Vergleich zu "Orchideengarten", "Das Mädchen auf der Klippe" und ihr kennt ja den Rest... Der Geschichte fehlt einfach die Tragweiter, der Generationenkonflikt, die schwierige sozial-politische Lage und das Gefühl, des nicht-aus-der-Hand-legen-könnens, auch hier wisst ihr was ich meine... Alst Strandlektüre aber ok!
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am 30. Mai 2014
Ich mag die Bücher von Lucinda Riley und war nun doch erstaunt,das dieses Buch sehr einfach oder lapidar verfasst war.Die Story hätte Potenzial gehabt,aber sie plätscherte so vor sich hin.Es war sicherlich nicht unangenehm dieses Buch zu lesen,aber ich liebe die Emotionen,die Frau Riley sonst ,mit nur einigen Worten zum Ausdruck bringen kann.Das fehlte mir hier sehr.Mir fehlte die Seele des Buches.
Der Stil war leicht zu lesen und hatte für mich,keinerlei Anspruch.Bei den anderen Büchern von ihr,kam ich ins nachdenken oder träumen.Die Akteure ,dieses Buches,blieben ziemlich farblos und auch nicht sonderlich sympathisch.
Das Ende war nett,aber mehr auch nicht.Man konnte merken,dass es eines ihrer früheren "Werke" war.Ich hoffe weiter auf ihr neues Buch
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am 2. Januar 2016
Neapel. Das kleine Mädchen Rosanna singt bei einer Familienfeier das „Ave Maria“ und wird vom Opernsänger Roberto Rossini als musikalisches Talent entdeckt. An diesem Tag beschließt das Mädchen nicht nur künftig fleißig Gesangstunden zu nehmen, sondern auch, eines Tages Roberto Rossini zu heiraten. Und das Schicksal meint es gut mit ihr, als sie Jahre später den Star an der Mailänder Scala trifft.

Zu Beginn muss gleich einmal gesagt werden, dass es sich hierbei um einen Kitschroman sondergleichen handelt, der mir aber wirklich gefallen hat.

Von Anfang bis Ende hat man es als Leser mit der ganz großen Oper zutun. Durchzogen von Leidenschaft, Emotionen und alles verschlingender Liebe, die ohne Rücksicht auf Verluste alles mit sich in den Abgrund zieht.

Es ist die Liebe der Opernstars Roberto und Rosanna Rossini, die von einem Moment auf den anderen zu einem Brennen entflammt, dem niemand etwas entgegenzusetzen hat.

Genauso leidenschaftlich wie diese Liebe, wird die italienische Oper geschildert. Hier fand ich besonders die Ausbildung zum Opernsänger interessant, weil ich eigentlich nicht gedacht hätte, wie arbeitsintensiv eine solcher Werdegang ist. Talent ist nun einmal nicht alles, und so begleitet man Rosanna dabei, wie sie vom kleinen Mädchen mit der schönen Stimme zur professionellen Opernsängerin ausgebildet wird.

Gleichzeitig erlebt man, wie Roberto Rossini vom talentierten Tenor zum Star der Mailänder Scala emporgehoben wird, sich einen Namen in den großen Opernhäusern der Welt ersingt und später gemeinsam mit seiner Frau zu Weltruhm gelangt.

So einträchtig und schön diese Liebe und Verbundenheit auch klingen mag, so gefährlich wird sie nicht nur für das Paar. Rosanna lässt sich als einfältiger Naivling auf den großen Tenor ein und merkt kaum, wie um sie herum die Welt verschwimmt, während Roberto in der Liebe zu seiner Frau versinkt und sich trotzdem nicht gegen sein leidenschaftliches Wesen wehrt.

Obwohl ich nur selten zu Liebesromanen greife, hat mich die Geschichte von Roberto und Rosanna richtig gepackt. Ich war fassungslos, voller Leidenschaft und wie betäubt, ich habe mit dem Paar gelitten, geliebt und sie voller Bewunderung in den Opernhäusern dieser Welt erlebt. Abgestoßen von ihrem Egoismus, verwundert von ihrer Einfältigkeit und erstaunt über ihre emotionslose Unbekümmertheit, hat mich Riley in ein Wechselbad der Gefühle getaucht, das mich hoffen, hassen und fürchten lassen hat, und das, obwohl mir dieses Paar an sich überhaupt nicht sympathisch war!

Einiger Ungereimtheiten zum Trotz, habe ich diesen Liebesroman als ganz große Oper empfunden. Es ist ein Drama, gefüllt mit leidenschaftlichen Tönen, zartschmelzender Liebesbeteuerungen und unverzeihlichem Verrat, das ich tatsächlich gern gelesen habe.

© NiWa
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Im neuesten Roman von Lucinda Riley nimmt sie uns mit in die Welt der Oper. Mal etwas ganz Neues von ihr!
Und doch viel "älter" als die bisher bekannten Bücher. Frau Riley wurde von ihrem Verlag angefragt, ob sie eine Backlist hat. So holte sie ihre acht (!) Romane aus dem Keller (die wurden bereits einmal unter dem Namen Lucinda Edmonds veröffentlicht, sind aber nicht mehr lieferbar) und schickte sie ab. Sie würde verstehen, wenn die Bücher sofort im Papierkorb landen würde, denn sie wäre noch jung und unerfahren gewesen als sie diese geschrieben hätte. Doch zu ihrer Überraschung wurde sie angefragt, ob sie Interesse an einer Neuauflage hat. So las sie ihr Buch nach langer Zeit erneut durch; am Ende hatte Frau Riley den Eindruck, dass es aktualisiert und überarbeitet werden sollte. Handlung und Figuren stimmten für sie aber immer noch. Sie setzte sich dahinter und das Ergebnis ist "Das italienische Mädchen".

Wenn ihre alten Romane alle so gut sind wie ihre bisher bekannten Bücher, dann wird Lucinda Riley definitiv zu einer meiner Lieblingsautorinnen!

In "Aria" oder eben neu "Das italienische Mädchen" erleben wir mit, wie aus der jüngsten Tochter eines Wirteehepaars in Neapel eine berühmte Opernsängerin wird. Ihr Bruder zahlt ihr den Gesangsunterricht - von beidem wissen ihre Eltern nichts. Später kommt Rosanna an die Gesangsschule der Mailänder Scala, wo sie erneut auf Roberto trifft, der aus demselben Quartier wie sie stammt und in den sie sich als Kind verliebt hat. Roberto ist ein Frauenheld, Rosanna weiss es und liebt ihn doch. Auch Roberto verliebt sich in Rosanna; aber kann er treu sein?
Neben der Liebesgeschichte dieser beiden Hauptprotagonisten erfahren die Leser am Anfang des Buches ein Geheimnis im Leben von Rosannas Schwester Carlotta. Rosanna selbst entdeckt es erst gegen Schluss des Buches. Auch Lucas Lebensweg wird begleitet. Stellenweise kommt sogar ein Hauch Krimi in den Roman. Alle Charaktere sind perfekt miteinander verbunden.

Im Gegensatz zu ihren bisher bekannten Büchern spielt das Buch nur in Italien und England und die Geschichte bleibt in der Gegenwart, es wird fortlaufend erzählt. Einzige Einschübe sind die Briefe an Nico. Wer Nico ist, wird im letzten Drittel des Buches bekannt. Doch dort kommt man sehr schnell an, weil einem die Geschichte recht fasziniert und man das Buch gar nicht weglegen will.

Eine wunderschön geschriebener Liebesroman ohne typisches Happyend. Auch Tage nach dem Beendigen der Lektüre ist man immer noch im Bann dieser tollen Geschichte!
Dafür gibt es mindestens 5 Punkte :-)
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am 4. Juni 2015
Inhalt

Als Roberto das erste Mal in Rosannas Leben tritt, ist sie gerade mal elf Jahre alt. Doch als sie den gutaussehenden, 17 Jahre älteren Mann das erste Mal sieht, verliebt sie sich in ihn. Und auch Roberto, der Opernsänger ist, kommen vor Rührung die Tränen, als Rosanna auf der Feier ein Ständchen bringt. Er gibt ihr den Anstoß dazu ebenfalls Sängerin zu werden und so macht sie sich auf den langen Weg durch Gesangsstunden zur Oper. Jahre später begegnen sich die beiden wieder an der Mailänder Scala und Rosanna größter Wunsch ist es mit Roberto zusammen auf der großen Bühne zu singen. Doch Roberto eilt inzwischen sein Ruf als Frauenheld voraus, der Rosanna eigentlich warnen sollte...

Meine Meinung

"Das italienische Mädchen" ist ein älteres Werk und mein erstes von Lucinda Riley, das sie ursprünglich unter dem Namen Lucinda Edmonds veröffentlichte. Da ich schon so viel Gutes über ihre Bücher gehört habe, musste ich einfach zuschlagen, als ich "Das italienische Mädchen" als Mängelexemplar entdeckt habe. Es werden wohl noch einige Bücher der Autorin folgen, weil es mir richtig gut gefallen hat.

Schon zu Anfang der Geschichte war ich voll und ganz in ihren Bann gezogen, was vor allem dem italienischen Flair zu verdanken ist. Gerade der erste Teil handelt sehr viel von italienischem Familienzusammensein und Gebräuchen. Lucinda Riley hat an passenden Stellen italienische Worte eingebaut, die der Erzählung einen ganz besonderen Charme verleihen.

Die Autorin bringt in diesem Teil das Gefühl von Fernweh sehr eindrucksvoll rüber. Rosanna sowie ihre Geschwister Carlotta und Luca müssen ihren Eltern in deren Cafe helfen und kommen fast nie aus ihrem Stadtteil in Neapel heraus. Dennoch träumt jeder von ihnen davon mehr von der Welt zu sehen und eines Tages ein anderes Leben führen zu können.

"Das italienische Mädchen" verfolgt vor allem Rosannas Leben und ihren ehrgeizigen Weg an die Mailänder Scala. Sie ist anfangs ein zurückhaltendes schüchternes Mädchen, entwickelt sich aber später in eine ganz andere Richtung. Ihre Veränderung war sehr eindrucksvoll zu verfolgen.

Sehr spannend fand ich auch die Richtung, in die das Buch letztendlich verlief. Während ich anfangs noch dachte, einfach eine nette Liebesgeschichte vor mir zu haben, wurde das Buch immer dramatischer, denn so richtig fängt die Geschichte erst dort an, wo andere Bücher zu Ende sind. Lucinda Riley beschäftigt sich nämlich damit, was Liebe aus den Menschen machen kann, wenn sie zur Sucht wird - wie sie die Menschen und ihr Verhalten gegenüber dem Rest der Welt beeinflussen kann und wie viel sie verzeihen und vergessen lässt.

"Na ja, manchmal - verstehe mich jetzt bitte nicht falsch - machen einen so tiefe Gefühle ein bisschen egoistisch." (S. 289)

Deswegen hat "Das italienische Mädchen" es geschafft sich gerade im zweiten Teil der Geschichte von anderen Liebesromanen abzuheben. Die Erzählung ist trotz ihrer fernen Welt der Oper sehr lebensnah und trotzdem rührend und schön.

"Lass nie einen Tag verstreichen, ohne ihn wirklich zu nutzen, denn er ist unwiederbringlich dahin." (S. 522)
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am 18. Februar 2015
Dieses mal möchte oder eher gesagt muss ich auch etwas zu dem Cover sagen. Es ist wieder einmal traumhaft schön. Ein junges Mädchen in einem Opernkleid, im Hintergrund eine italienische Stadt und das Meer.
Sehr passend und ein absoluter Hingucker.

Schon zu Beginn merkt man das diese Geschichte einer der früheren Werke Riley's entsprungen ist. Denn im Gegensatz zu den anderen Bücher, in denen immer zwischen der Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird, wird hier die Handlung chronologisch erzählt. Dies geschieht in der Er/Sie Form. Einzig und allein kurze Sequenzen, in denen Rosanna sich noch einmal explizit an ihren Sohn Nico richtet, sind in der Ich-Form verfasst worden.

Rosanna, als jüngste Tochter der Menicis, hat es nicht leicht. Sie bekommt kaum Aufmerksamkeit, dafür ihre wunderschöne Schwester Calotta umso mehr. Einzig und allein Luca, ihr großer Bruder, unterstützt sie und zahlt auch ihren Gesangsunterricht.
Mit 11 Jahren wird der Opernsänger Roberto Rossini auf sie aufmerksam und ihr Blatt wendet sich.
Größtenteils handelt die Geschichte von der Liebe der Beiden. Auch wenn sie echt und wahrhaftig ist, kann Roberto nicht von seinem Image als Frauenheld weg. Und auch eine ehemalige Bekanntschaft versucht alles, ihn für sich zu gewinnen.

Bei den Charakteren bin ich etwas zwiegespalten. Luca ist einfach nur gut und opfert für seine Familie alles. Carlotta muss für einen Fehler ihr Leben lang büßen und ich empfinde sie teilweise als recht egoistisch.
Obwohl mir die Entwicklung von Rosanna vom schüchternen, kleinen Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau sehr gefallen hat merkt man, wie abhängig Liebe machen kann. Denn für Roberto gibt sie alles auf und er ist ihr teilweise wichtiger als ihr eigener Sohn. Dies hat mich zwischenzeitlich sehr genervt, denn meiner Meinung nach sollte man sich auch auf sein eigenes Leben konzentrieren - nicht nur auf das des anderen.
Zudem ist Roberto Rossini einer der egozentrischsten Protagonisten die mir je begegnet sind. Die Welt dreht sich nur um ihn und er verlangt genau dies auch von seinem Umfeld.
Teilweise habe ich mich wirklich lautstark aufgeregt - macht sowas vielleicht ein gutes Buch aus?
Irgendwie spiegelt jeder der Charaktere ein Klischee wieder und keiner hält wirkliche Überraschungen bereit.

Die Handlung ist recht vorhersehbar. Er lässt es sich sehr flüssig lesen und der Autorin ist wieder mal ein schöner Roman gelungen. Trotzdem ist dies kein Buch, welches ich ein zweites mal lesen müsste.
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