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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen438
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Ich habe in der letzten Zeit historische Romane etwas vernachlässigt und hatte mir diesen Roman aufgespart für eine Woche mit viel Lesezeit. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt von Anfang bis Ende.

Ich bin absoluter Fan von historischen Romanen in die man tief abtauchen kann und das geschah hier rasant. Die über 1100 Seiten sind zwar im ersten Moment etwas abschreckend, doch sie sind prall gefüllt mit spannenden Ereignissen, Wendungen, Intrigen und allem was man sich in einem historischen Roman nur wünschen kann.
Daniel Wolf hat es geschafft mich mit der Geschichte um den Aufstieg eines Kaufmannssohns Michel de Fleury mitzureißen und zu begeistern.

Und selbst die politischen Ereignisse haben mich in diesem Buch nicht etwa aus dem Lesefluss gebracht, sondern sie haben die Handlung perfekt abgerundet. Wolf hat nämlich nicht seitenlang politische Ränkespiele und Ereignisse miteinfließen lassen, sondern diese kurz und präzise auf den Punkt gebracht.

Ich möchte anmerken, dass ich absolut kein Fan bin von historischen Romanen in denen es sich in erster Linie um Politik und geschichtlichen Hintergrund handelt. Mich interessiert viel mehr die Lebensweise der Menschen zur damaligen Zeit. Und wenn ich in einem Buch welches über 1100 Seiten umfasst ständig über königliche Machenschaften etc. lesen müsste, dann würde ich schnell den Spaß daran verlieren. Wolf zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass man fiktive Personen und historische Fakten auch spannend miteinander verknüpfen kann.

“DAS SALZ DER ERDE” hat damit bei mir voll ins Schwarze getroffen, weil es eben die Menschen und ihr Leben in den Vordergrund stellt. De Fleury hat einen Traum, den er verfolgt und darum geht es vordergründig. Das Buch beschreibt über 30 Jahre im Leben von Michel de Fleury und die Entwicklung der fiktiven Stadt Varennes. Seine Weggefährten sind facettenreiche Charaktere, die man entweder sofort ins Herz schließt oder zutiefst verabscheut. Im Figurenregister erscheinen auf den ersten Blick eine Vielzahl von Personen, aber ich kann jedem die Angst nehmen, dass es trotzdem übersichtlich bleibt. Ich musste nicht ein einziges Mal überlegen, wer zu wem in welchem Verhältnis stand o.ä.

Zur Handlung habe ich jetzt absichtlich nichts weiter geschrieben. Das haben andere Rezensenten schon zur Genüge getan und wie ich oben bereits erwähnt hatte, ist dieser Roman so prall gefüllt mit Ereignissen, dass ich ehrlich gesagt gar nicht wüsste welche Ereignisse ich den als besonders erwähnenswert hervorheben sollte.
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Kurzbeschreibung
Ein grandioses Mittelalter-Epos ... um Liebe, Freiheit und das weiße Gold!
Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

Meinung

„Eine Stadt, in der die Willkür regiert. Ein junger Kaufmann, der für die Freiheit kämpft. Eine Liebe die keine Grenzen kennt“. Klappentext

Als ich das Leseexemplar bekommen hatte, wurde mir schon etwas mulmig. 1148 Seiten zu lesen ist schließlich kein Kinderspiel. Trotzdem war ich neugierig auf „Das Salz der Erde“ und begann zu lesen. Und ich muß sagen, ich bin beeindruckt. Von der ersten Seite an fesselte mich „Das Salz der Erde“. Der Autor hat es verstanden, mich sofort in seinem Bann zu ziehen. Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und interessant. Ich mag historische Romane sowieso ganz gerne und trotz der vielen Seiten, ging es ganz gut voran.

Die detailgerechte Beschreibung von Orten und Personen ist Herrn Wolf sehr gut gelungen. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen und in die Geschehnisse ab 1187 eintauchen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, nicht so geschwollen, wie es normalerweise in vielen historischen Romanen vorkommt.

Das Werk selbst ist in einzelne Teile aufgeteilt, welche wiederum in mehrere Kapitel gegliedert sind. Nach meinem Geschmack sind diese jedoch etwas zu lange. Die Überschriften dieser Kapitel wurden dann noch mit Datum und Ortsangabe versehen, so dass man genau weiß, wo man sich befindet und die Orts- und Zeitsprünge gut zu verstehen sind.

Was mich persönlich jetzt etwas gestört hat, war, das die Seiten einfach zu dünn waren. Gut, bei so einem Schinken muß das wahrscheinlich gemacht werden, weil er ja sonst noch dicker wird, trotzdem hatte ich immer Schwierigkeiten mit dem Umblättern. Die Seiten hafteten teilweise zusammen und ich mußte sehr aufpassen, das sie nicht einrissen. Außerdem war mich auch die Schrift zu klein.

Am Ende des Buches hat der Autor einen Anhang gesetzt. Dort erfährt man Anmerkungen zum historischen Intergrund der Geschichte. Auch toll fand ich den anschließenden Glossar, in dem genauestens viele Begriffe aus dem Buch beschrieben werden. Dies erleichtert sehr das Textverständnis.

Cover
Das Cover ist sehr ansprechend und liebevoll gestaltet. Die Farben wurden gut aufeinander abgestimmt und die rote Schrift erhebt sich leicht vom Buchdeckel. Es macht auf jeden Fall Lust, es in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Fazit
Für mich war „Das Salz der Erde“ ein spannender und interessanter, historischer Roman rund um den Kaufmann Michel und seine Familie. Durch die sehr gute Recherche des Autors taucht man in eine fantastische Welt, mit all ihren Sorgen, Krankheiten und Ereignissen. Für Liebhaber von solchen Werken nur empfehlenswert und somit erhält dieses Buch von mir 4 von 5 sehr guten Sternen.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Juni 2013
Herzogtum Oberlothringen 1187 - 1206. Geprägt durch die gemeinsame Flucht mit dem Vater Rémy und den Geschwistern in Kindertagen aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo man nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einen Tag die Freiheit erlagt, lernt Michel de Fleury früh den Wert dieser schätzen. Mit viel Fleiß schafft es der Vater, ein Handelsgeschäft zu etablieren, das Michel nach dem Tod des Vaters weiterführt. Der Vater ermöglichte es Michel, in Mailand von der Pike auf zu lernen, was es heißt ein Handeltreibender zu sein. Zurück in Varenne wird Michel schmerzlich klar, wie seine Stadt unter der kirchlichen und weltlichen Herrschaft leidet. Handelswege werden kontrolliert, willkürliche Steuern erhoben, das Geld immer wieder verrufen. Aber Michel hat einen Traum, den vom freien Bürgertum in einer freien Stadt, für diesen lebt und kämpft er.

Daniel Wolf siedelt die Handlung seines historischen Romans in der fiktiven Stadt Varenne-Saint-Jaques an. An deren Beispiel macht er für die Leser erlebbar, wie das aufstrebende Bürgertum um seine Rechte kämpfte. Er schildert die Knechtung der Hörigen, das Festhalten der Oberen an traditionellem Gebaren und den immer stärker werdenden Unmut der Gilden. Kurz, der Autor hat ein umfassendes und glaubhaftes Zeit- und Sittenbild des ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jh. gezeichnet. Die Helden des Romans sind gut entwickelt. Hatte ich zu Beginn meiner Lektüre noch ein paar Bedenken, dass Michel zu sehr zum Gutmenschen werden könnte, relativierte sich das und auch bei ihm wurden die von mir geschätzten menschlichen Seiten sichtbar. Aber auch der böseste Widersacher konnte mir ein Fünkchen Sympathie abringen.

Dieser monumentale, 1152 Seiten dicke Roman ist in fünf Abschnitte untergliedert, welche wiederum in einzelne Kapitel unterteilt sind. Jedes ist mit einer Orts- und Zeitangabe versehen. Wechselt der Handlungsort, hat der Autor Zwischenüberschriften zur besseren Orientierung für den Leser eingefügt. Das Buch enthält auch einen schematischen Stadtplan von Varenne, eine Übersichtskarte, ein Personenregister und ein ausführliches Glossar.

Das Salz der Erde" ist ein gelungener Roman, in dem historische Fakten mit Fiktion gekonnt verknüpft werden. Die Handlung wird konsequent vorangetrieben, wobei dem Leser gelegentlich eine Pause zum Durchatmen und Sammeln seiner Gedanken gegönnt wird. Das geschieht in erster Linie durch die gewollte Vorhersehbarkeit einiger Situationen, die in den dem jeweiligen Ereignis vorhergehenden Szenen fast schon angekündigt wurden. Für meinen Geschmack hätte sich der Roman ein wenig mehr am Titel orientieren können und das Salz und dessen Gewinnung etwas mehr in den Mittelpunkt rücken dürfen. Aber das ist nur ein Gedanke am Rande.

Wer komplexe, gut recherchierte und umfangreiche Mittelalterromane mag, wird an Das Salz der Erde" sicher seine Freude haben.
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am 28. Februar 2015
Meine Meinung

Der lange Prolog gibt einen guten Einstieg in die Geschichte - bei der Dicke des Buches durfte der auch gerne so lang sein ;)
Der Protagonist Michel wächst mit seinen Geschwistern als Leibeigener des herrischen und brutalen Guiscard de Thessy auf, doch ihrem Vater gelingt es, mit ihnen in die nahe Stadt Varennes zu fliehen. Dort bekommen sie Hilfe von Herrn Caron, einem dort ansässigen Kaufmann und Michel entwickelt eine sehr gute Freundschaft zu dessen Sohn Gaspard.
Die eigentliche Geschichte beginnt, als Michel mit gerade 22 Jahren erste Erfolge in seiner kaufmännischen Lehre erzielt. Es gibt viele überraschende Wendungen und ich hab das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen!

Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und sehr flüssig. Trotz der vielen, hauchdünnen Seiten kam ich superschnell voran und es wurde bis auf ein paar kleine Stellen nie langweilig! Aber die sind wirklich kaum erwähnenswert, denn Daniel Wolf hat es tatsächlich geschafft, trotz der Dicke immer wieder abwechslungsreich und unterhaltsam zu erzählen.

Michel de Fleury ist ein sehr sympathischer Protagonist. In Armut aufgewachsen hat er es zu einem angesehenen Kaufmann gebracht und weiß somit sehr gut, die Schwierigkeiten des Alltags zu verstehen und zu meistern. Doch natürlich werden ihm viele Steine in den Weg gelegt, sei es durch die Habgier und Willkür der Obrigkeit, durch den machtgierigen Aristide de Guillory oder den unsäglichen Streit der Kaufmannsgilde, der seine gute Freundschaft zu Gaspard in Frage stellt. Durch seine Ausstrahlung als Worführer wird Michel oft in eine Rolle gedrängt, die er gar nicht anstrebt, doch die Herausforderung fördert sein ganzes Geschick zutage, auch wenn ihm nicht immer eine friedliche Lösung gelingt. Gewalt und Krieg sind ihm ein Gräuel, aber er ist auch nicht so naiv, um davor die Augen zu verschließen. Aber er hat auch seine Ecken und Kanten, was ihn noch authentischer macht!
Einige Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen, andere hätte ich gerne zum Teufel gejagt :D Große Überraschungen gab es hier nicht, von ihrem Wesen her waren alle schnell durchschaubar, dafür war die Handlung aber sehr verschlungen und hat mich von Anfang an begeistern können!

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Michel erzählt und spielt in der fiktiven Stadt Varennes in der Zeit von 1173 bis 1206. Aber es kommen auch ein paar andere Figuren zu Wort, wodurch man einen guten Einblick alle Handlungsabläufe bekommen hat. Es wirkte auf mich sehr gut recherchiert, auch durch die anschaulichen Details und die einfache, stimmige Sprache. Im Anhang gibt es auch ein paar Infos zu den historischen Hintergründen und ein Glossar zu den gebräuchlichen Redewendungen aus der alten Zeit.
Ich hab ja schon einige historische Romane gelesen, aber auch hier wieder neues erfahren. Es ist jedes Mal wieder total spannend, wie die Verhältnisse damals zwischen den Schichten geregelt und ausgespielt wurden - das kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen. Gerade der Umgang zwischen den Mächtigen und dem Fußvolk war teilweise sehr entwürdigend, ohne eine Chance, sich jemals zu wehren. Braucht ein Bischof grade zufällig ein Schiff, ist für den "kleinen" Kaufmann halt der nächste Auftrag flöten gegangen - selbst wenn er Pleite geht muss er selber schauen, wie er damit zurecht kommt. Willkür und Machtgier spielen eine große Rolle, ich frag mich nur immer, ob sich da wirklich so viel geändert hat ;)

Die Handelsware Salz hat keine so große Rolle gespielt, wie der Titel vermuten lässt. Im Vordergrund standen aber die Händler und die Kaufmannsgilde, die ein wichtiger Bestandteil in Michels Leben sind. Kriege, Kreuzritter, Aberglauben, Diebstahl, Mord, Entführung - die Geschichte ist wirklich voll bepackt mit allem, was das Herz begehrt.

Fazit

Ein historischer Roman mit allem, was man sich wünscht. Hier hat einfach alles gestimmt und die Handlung hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen. Für Fans dieses Genre auf jeden Fall empfehlenswert. Lasst euch nicht durch die Seitenzahl abschrecken ;)

© Aleshanee
Weltenwanderer

Michel de Fleury

1 - Das Salz der Erde
2 - Das Licht der Welt
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am 7. April 2015
Worum gehts?
Erzählt wird hier die Geschichte von Michel de Fleury, einem Kaufmann aus Lothringen. Dieser lebt im 12. Jahrhundert und wird vom Unglück und vielen Schicksalsschlägen verfolgt. Doch Michel hat einen Traum. Diesen verfolgt er und setzt wirklich alles daran, dass sich dieser erfüllt.

Was halte ich von diesem Buch?
Ich muss sagen, 1152 Seiten sind wirklich viel, doch ich gebe auch zu, ich bin ein Liebhaber dicker Wälzer. Kein Buch kann für mich dick genug sein. Umso mehr hat man nämlich dann von der Geschichte, solange sie nicht mit völlig überflüssigen, langen Seiten gefüllt ist. Leider gab es diese in dem mir vorliegenden Buch, was für mich einige Längen entstehen ließ und mich teilweise wirklich nervte. Es war zwar schön zu sehen, wie der Autor hier viele, tolle Details einbrachte, doch gab es teilweise Dinge, die man meiner Meinung nach hätte weglassen können. So zog sich die Story einfach nur in die Länge. Das war aber nun auch schon der einzige Grund, weshalb ich einen Stern abziehen muss. Denn es gelang mir äußert gut, gleich zu Beginn in die Geschichte einzutauchen. Man konnte sich in die historischen Orte hineinversetzen und lernte auch gleich zu Beginn die toll, ausgearbeiteten Charaktere kennen. Der Schreibstil war sehr einfach, glich jedoch einem Geschichtenerzähler, es wurde also aus Sicht einer dritten Person erzählt, aber so ließ sich das Buch einfach sehr gut weg lesen. Auch die Spannung wurde in dem Buch aufgebaut. Doch dies geschah sehr langsam, wie es sich für einen historischen Roman gehört. Zum Ende hin war man dann ganz gespannt, wie der Autor die Story enden lassen würde.

Alle Charaktere des Buches waren wirklich vielfältig. Man musste schon am Ball bleiben, um hier nicht den Faden zu verlieren. Doch auch das war für mich kein Problem. Besonders toll fand ich natürlich Michel. Er hatte es wirklich nicht einfach und musste mit so viele Rückschlägen hinnehmen. Doch besonders toll fand ich, dass er sich niemals unterkriegen ließ. Das bewies somit seine Stärke. Der Autor schaffte es, hier einen Charakter zu zaubern, er einen nicht nur richtig gut unterhalten konnte, sondern der einen nicht mehr loslassen wollte. Ich konnte mir ihn schon fast im wahren Leben vorstellen, so detailliert wurde er beschrieben. Aber auch alle Nebencharaktere gefielen mir richtig gut.

Das Cover des Buches ist nichts Besonderes, jedoch sieht man, dass es sich hier um einen historischen Roman handeln muss. Es wurde also sehr gut gewählt.

Fazit:
Ein MUST READ für alle Liebhaber von historischen Büchern. Mit tollen ausgearbeiteten Charakteren und einer wirklich interessanten Story, konnte mich der Autor voll und ganz von seinem Werk überzeugen und so die Längen, die beim Lesen entstanden sind, wieder übertünchen.

- Cover: 3/5
- Story: 4/5
- Schreibstil: 5/5
- Charaktere: 5/5
- Emotionen: 4/5

Gesamt: 4/5 Palmen

© Sharons Bücherparadies
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TOP 500 REZENSENTam 19. Juni 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Historische Romane gehören mit zu meinen bevorzugten Buchgenres, und so konnte ich auch bei "Das Salz der Erde" des mir bislang nicht bekannten Autors Daniel Wolf nicht widerstehen.

Erzählt wird über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren die Geschichte von Michel de Fleury, der um 1200 vom Sohn eines Leibeigenen zum ausgebildeten Händler wird und sich in einer (fiktiven) lothringischen Kleinstadt unermüdlich für ein freies Bürgertum einsetzt.

Über epische mehr als 1100 Seiten entwirft der Autor ein ausgesprochen stimmiges Zeit- und Sittengemälde des späten 12. und frühen 13. Jahrhunderts, in dem man viel über die damaligen Lebensumstände, die Verflechtung von Kirche und Adel und den Freiheitskampf des aufstrebenden Bürgertums lernt.
Das ganze ist mit einem Prolog und fünf Büchern ordentlich gegliedert, in einem ansprechenden, flüssig zu lesenden Stil geschrieben und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz.
Dennoch war die Lektüre für mich über weite Strecken eher (wenngleich durchaus lohnende) "Arbeit" als ein reines Vergnügen.
Dies liegt zum Teil daran, daß ich den Hauptprotagonisten Michel trotz seines abwechslungsreichen Schicksales rein menschlich nicht als besonders interessant empfunden habe.
Zwar hat er sich im Verlauf des Buches nicht als ein so extremer "Gutmensch" entpuppt, wie ich zu Beginn befürchtet hatte, aber ein paar mehr Ecken und Kanten beim Hauptprotagonisten machen ein Buch für mich immer erheblich spannender als ein Mensch wie der in seiner Aufrechtheit manchmal schon fast ein wenig "langweilige" Michel.
Überhaupt zeichnet der Autor seine Figuren leider sehr schwarzweiß, zwischen den tugendhaften "Guten" und den "Bösen" gibt es kaum irgendwelche Grauschattierungen.
Auch den Spannungsaufbau des Buches fand ich nicht immer gut gelungen;
einerseits zeichnen sich diverse Entwicklungen bereits von langer Hand ab,
andererseits verzettelt sich der Autor teilweise in arg vielen Nebenhandlungssträngen.
Eine behutsame Straffung und ein paar Schicksalsschläge und Nebenschauplätze weniger hätten dem Roman möglicherweise gut getan, wenngleich ich eigentlich überhaupt nichts gegen überlange Bücher habe, solange es halt einen guten Spannungsbogen gibt.
Ein solcher ist hier jedoch leider nur bedingt vorhanden, wenngleich es zwischen diversen Längen erfreulicherweise auch immer wieder spannende Passagen gibt.

Sehr schön und sinnvoll fand ich, wie immer bei komplexeren Romanen, das kurze Nachwort zum historischen Kontext und das ausführliche Glossar, in dem man diverse Fachbegriffe nachschlagen kann.

Fazit: Für Liebhaber breitangelegter, stimmungsvoller Mittelalterromane ist "Das Salz der Erde" durchaus empfehlenswert, aber einen langen Atem sollte man schon mitbringen.
Von mir knappe vier Sternchen.
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am 18. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
„Dieses Buch ist ein Monster“, schreibt Autor Daniel Wolf in seiner Danksagung. Recht hat er! Zumindest was den Umfang angeht: fast 1150 Seiten. Trotz des erforderlichen Durchhaltevemögens lohnt es sich, diesen Roman zu lesen.

Schon der Umschlag dieses Taschenbuches ist ansprechend. Der geprägte Schriftzug erinnert an die reich verzierten Bücher des Mittelalters. Im S ist alles enthalten, was diese Geschichte ausmacht: ein Handelskahn, die kirchliche Obrigkeit, eine Ritterburg und der machtlose Bürger. Für mich war die Lektüre ein Genuss. Sie wurde mir trotz ihrer Ausführlichkeit nicht langweilig, denn sie enthält alles, was mein Leserherz begehrt: Informationen über die Zeit zwischen 1173 und 1206. Hier werden unterschiedliche Lebensumstände beschrieben, die Angst vor der Kirche verbalisiert, das Aufbegehren gebildeterer Menschen dargestellt und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Aber von Anfang an: Michel de Fleurs Vater, ein Leibeigener, will seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Deshalb flieht er von seiner Scholle in die nächste Stadt. Es gelingt ihm, dort frei zu werden. Er wird Händler und ermöglicht seinem ältesten Sohn eine Kaufmannslehre in Mailand. Nach dem Tod seines Vaters kehrt Michel zurück, um zusammen mit seinem Bruder das Handelshaus des Vaters zu übernehmen. Um seinen Geschäften nachzukommen, muss er Mitglied der Gilde werden. Dort entdeckt er, wie sich der mächtige Bischof sowie ein „Raub“ritter an den Handeltreibenden bereichert. Er schafft es, den Vorsitz der Gilde zu übernehmen, verliert dabei aber seinen besten Freund. Als Gutmensch gelingt es ihm, das Leben der Bürger zu verbessern, was ihm allerdings den Zorn des Bischofs einbringt ...

Es passiert viel in den 33 hier beschriebenen Jahren. Wie im echten Leben gibt es gute und schlechte Zeiten. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung, aber auch nicht jedes Unglück tritt ein. Abschiede gehören ebenso dazu wie Neuanfänge. In einer Zeit, als Kriege noch mit Steinschleudern und Kettenhemden geführt wurden, Machtbesessene sich an arglosen Bürgern bereicherten, waren Frauen, die ihre Meinung kundtaten etwas ebenso Besonderes wie Handwerker, die gegen die Obrigkeit aufbegehrten. Genau diese glaubwürdigen und faszinierenden Charaktere sind die Stärke dieses Buches und haben mich als Leserin festgehalten.

Für alle, die historische Romane lieben, eine unbedingte Leseempfehlung.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Für mich als Fan von Mittelalterromanen war es eine Freude, dieses dicke Buch in die Hände zu bekommen.
Auf dem schön gestalteten Cover findet sich ein Aufkleber mit dem Hinweis: Für alle Leser von "Die Säulen der Erde".
Ich weiß, das sehen nicht alle so, aber ich finde, es wird nicht zuviel versprochen. Auch wenn manche Handlungsstränge vorhersehbar sind, dies passiert in vielen anderen Romanen auch, ist es spannend geschrieben.
Viele LeserInnen schreiben, sie hätten Probleme mit der Hauptfigur warm zu werden, auch ich habe mich eine Zeitlang schwer getan, aber nach einer Weile hab ich mich dann doch gut angefreundet. Ein Charakter, der offenbar nicht nur im Buch spaltet, sondern auch die Leser.
Gut gefallen hat mir das Beschreiben der Situation einer Stadt/ eines Landes zur damaligen Zeit. Die Zusammenhänge der verschiedenen Machtinstanzen und daraus entstehenden Problemen für die Bevölkerung einer Stadt.
Ein für mich unterhaltsamer und spannender Roman.
Die einzelnen Charaktere wurden alle gut eingeführt und ihre Handlungen, und die Beweggründe dahinter, waren für mich nachvollziehbar beschrieben. Obwohl die Handlung an sich nicht geradezu dahinraste, war ich trotzdem die ganze Zeit gefesselt. Jeden Abend ließ ich ganz bewusst den Fernseher aus und ging eine Stunde eher als sonst ins Bett, weil ich mich schon drauf freute in meinem Schmöker zu lesen. Ich finde, das ist durchaus nicht die Regel (oft habe ich Bücher irgendwann gelangweilt weggelegt ohne sie zuende zu lesen).
Insgesamt fand ich den Roman wirklich schön, spannend und die Geschichte nachvollziehbar. Es gab auch immer mal wieder krasse und unerwartete Wendungen, die mich auch jedesmal mitrissen.
Ich finde den Roman empfehlenswert, wenn man ein Faible für dicke Wälzer hat.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Als erstes ein Kritikpunkt - der einzige wohlgemerkt - damit das aus dem Weg ist: während die Aufmachung des Covers hübsch und ansprechend ist, ist sie viel zu nah an den Covern von Ken Follet und kann somit nicht ganz so aufmerksame Käufer in die Irre führen. Auch der Titel ist sehr nah an den Follet-Büchern. Ich konnte keine anderen Bücher von Daniel Wolf finden, also gehe ich davon aus, dass diese Ähnlichkeit absichtlich gewählt wurde, um den Absatz zu steigern.

Die Handlung spielt im Herzogtum Oberlothringen in den Jahren 1187 bis 1206. Michel de Fleury flieht mit seinem Vater und seinen Geschwistern aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo er sich das alte "Stadtluft macht frei"-Recht erhofft, welches Leibeigenen nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einem Tag die Freiheit verspricht. Der Vater baut mit viel Arbeit ein Geschäft auf, welches Michel nach dessen Tod übernimmt, wozu er jedoch erst einmal in die entsprechende Gilde eintreten muss. Da er, im Gegensatz zu seinem Vater, den Handel erlernt hat, sieht er schnell wie sehr er und andere Handelstreibende unterdrückt und ausgenutzt werden. Um dagegen vorzugehen, übernimmt er - nicht ohne Verluste - den Vorsitz der Gilde und macht sich damit mächtige Feinde.

Ein wahrhaft umfangreiches Buch, welches nicht mit historischen Details spart. Gelegentlich mit Längen, aber doch immer interessant nimmt "Das Salz der Erde" seine Leser mit auf eine lange und informative Reise durchs Mittelalter, aus Historikersicht vielleicht nicht immer zu 100% korrekt, aber die Fehler sind teilweise winzig und leicht zu verzeihen. Ein Buch, das ich gerne gelesen und gerne weiterempfohlen habe und das auch hier tue.

4 Sterne
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am 19. Februar 2015
Habe nur bis zur Seite 300 gelesen da die Personen und die Handlung ohne jegliche Tiefe erscheinen. Alles ist irgendwie vorhersehbar und jede Stereotype wird eigentlich bedient...
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