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64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut recherchierter, komplexer Mittelalterschmöker
Herzogtum Oberlothringen 1187 - 1206. Geprägt durch die gemeinsame Flucht mit dem Vater Rémy und den Geschwistern in Kindertagen aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo man nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einen Tag die Freiheit erlagt, lernt Michel de Fleury früh den Wert dieser schätzen. Mit viel Fleiß schafft es der...
Vor 15 Monaten von HeikeM veröffentlicht

versus
38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchhaltevermögen...
...benötigte ich in zweierlei Hinsicht bei diesem Roman.

Zum ersten ist dieses Buch mit ca.1100 Seiten sehr lang. Allerdings ist diese Länge für mich in der Regel absolut kein Problem, wenn der Inhalt stimmt. Und hier komme ich zum zweiten Punkt der mir Durchhaltevermögen abverlangte: ich fand einfach nicht in diesen Roman hinein. Hätte...
Vor 17 Monaten von Bienchen veröffentlicht


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64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut recherchierter, komplexer Mittelalterschmöker, 10. Juni 2013
Von 
HeikeM - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Herzogtum Oberlothringen 1187 - 1206. Geprägt durch die gemeinsame Flucht mit dem Vater Rémy und den Geschwistern in Kindertagen aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo man nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einen Tag die Freiheit erlagt, lernt Michel de Fleury früh den Wert dieser schätzen. Mit viel Fleiß schafft es der Vater, ein Handelsgeschäft zu etablieren, das Michel nach dem Tod des Vaters weiterführt. Der Vater ermöglichte es Michel, in Mailand von der Pike auf zu lernen, was es heißt ein Handeltreibender zu sein. Zurück in Varenne wird Michel schmerzlich klar, wie seine Stadt unter der kirchlichen und weltlichen Herrschaft leidet. Handelswege werden kontrolliert, willkürliche Steuern erhoben, das Geld immer wieder verrufen. Aber Michel hat einen Traum, den vom freien Bürgertum in einer freien Stadt, für diesen lebt und kämpft er.

Daniel Wolf siedelt die Handlung seines historischen Romans in der fiktiven Stadt Varenne-Saint-Jaques an. An deren Beispiel macht er für die Leser erlebbar, wie das aufstrebende Bürgertum um seine Rechte kämpfte. Er schildert die Knechtung der Hörigen, das Festhalten der Oberen an traditionellem Gebaren und den immer stärker werdenden Unmut der Gilden. Kurz, der Autor hat ein umfassendes und glaubhaftes Zeit- und Sittenbild des ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jh. gezeichnet. Die Helden des Romans sind gut entwickelt. Hatte ich zu Beginn meiner Lektüre noch ein paar Bedenken, dass Michel zu sehr zum Gutmenschen werden könnte, relativierte sich das und auch bei ihm wurden die von mir geschätzten menschlichen Seiten sichtbar. Aber auch der böseste Widersacher konnte mir ein Fünkchen Sympathie abringen.

Dieser monumentale, 1152 Seiten dicke Roman ist in fünf Abschnitte untergliedert, welche wiederum in einzelne Kapitel unterteilt sind. Jedes ist mit einer Orts- und Zeitangabe versehen. Wechselt der Handlungsort, hat der Autor Zwischenüberschriften zur besseren Orientierung für den Leser eingefügt. Das Buch enthält auch einen schematischen Stadtplan von Varenne, eine Übersichtskarte, ein Personenregister und ein ausführliches Glossar.

Das Salz der Erde" ist ein gelungener Roman, in dem historische Fakten mit Fiktion gekonnt verknüpft werden. Die Handlung wird konsequent vorangetrieben, wobei dem Leser gelegentlich eine Pause zum Durchatmen und Sammeln seiner Gedanken gegönnt wird. Das geschieht in erster Linie durch die gewollte Vorhersehbarkeit einiger Situationen, die in den dem jeweiligen Ereignis vorhergehenden Szenen fast schon angekündigt wurden. Für meinen Geschmack hätte sich der Roman ein wenig mehr am Titel orientieren können und das Salz und dessen Gewinnung etwas mehr in den Mittelpunkt rücken dürfen. Aber das ist nur ein Gedanke am Rande.

Wer komplexe, gut recherchierte und umfangreiche Mittelalterromane mag, wird an Das Salz der Erde" sicher seine Freude haben.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr schöner spannender historischer Roman...., 9. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung
Ein grandioses Mittelalter-Epos ... um Liebe, Freiheit und das weiße Gold!
Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

Meinung

„Eine Stadt, in der die Willkür regiert. Ein junger Kaufmann, der für die Freiheit kämpft. Eine Liebe die keine Grenzen kennt“. Klappentext

Als ich das Leseexemplar bekommen hatte, wurde mir schon etwas mulmig. 1148 Seiten zu lesen ist schließlich kein Kinderspiel. Trotzdem war ich neugierig auf „Das Salz der Erde“ und begann zu lesen. Und ich muß sagen, ich bin beeindruckt. Von der ersten Seite an fesselte mich „Das Salz der Erde“. Der Autor hat es verstanden, mich sofort in seinem Bann zu ziehen. Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und interessant. Ich mag historische Romane sowieso ganz gerne und trotz der vielen Seiten, ging es ganz gut voran.

Die detailgerechte Beschreibung von Orten und Personen ist Herrn Wolf sehr gut gelungen. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen und in die Geschehnisse ab 1187 eintauchen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, nicht so geschwollen, wie es normalerweise in vielen historischen Romanen vorkommt.

Das Werk selbst ist in einzelne Teile aufgeteilt, welche wiederum in mehrere Kapitel gegliedert sind. Nach meinem Geschmack sind diese jedoch etwas zu lange. Die Überschriften dieser Kapitel wurden dann noch mit Datum und Ortsangabe versehen, so dass man genau weiß, wo man sich befindet und die Orts- und Zeitsprünge gut zu verstehen sind.

Was mich persönlich jetzt etwas gestört hat, war, das die Seiten einfach zu dünn waren. Gut, bei so einem Schinken muß das wahrscheinlich gemacht werden, weil er ja sonst noch dicker wird, trotzdem hatte ich immer Schwierigkeiten mit dem Umblättern. Die Seiten hafteten teilweise zusammen und ich mußte sehr aufpassen, das sie nicht einrissen. Außerdem war mich auch die Schrift zu klein.

Am Ende des Buches hat der Autor einen Anhang gesetzt. Dort erfährt man Anmerkungen zum historischen Intergrund der Geschichte. Auch toll fand ich den anschließenden Glossar, in dem genauestens viele Begriffe aus dem Buch beschrieben werden. Dies erleichtert sehr das Textverständnis.

Cover
Das Cover ist sehr ansprechend und liebevoll gestaltet. Die Farben wurden gut aufeinander abgestimmt und die rote Schrift erhebt sich leicht vom Buchdeckel. Es macht auf jeden Fall Lust, es in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Fazit
Für mich war „Das Salz der Erde“ ein spannender und interessanter, historischer Roman rund um den Kaufmann Michel und seine Familie. Durch die sehr gute Recherche des Autors taucht man in eine fantastische Welt, mit all ihren Sorgen, Krankheiten und Ereignissen. Für Liebhaber von solchen Werken nur empfehlenswert und somit erhält dieses Buch von mir 4 von 5 sehr guten Sternen.
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63 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Leseratten, 18. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
„Dieses Buch ist ein Monster“, schreibt Autor Daniel Wolf in seiner Danksagung. Recht hat er! Zumindest was den Umfang angeht: fast 1150 Seiten. Trotz des erforderlichen Durchhaltevemögens lohnt es sich, diesen Roman zu lesen.

Schon der Umschlag dieses Taschenbuches ist ansprechend. Der geprägte Schriftzug erinnert an die reich verzierten Bücher des Mittelalters. Im S ist alles enthalten, was diese Geschichte ausmacht: ein Handelskahn, die kirchliche Obrigkeit, eine Ritterburg und der machtlose Bürger. Für mich war die Lektüre ein Genuss. Sie wurde mir trotz ihrer Ausführlichkeit nicht langweilig, denn sie enthält alles, was mein Leserherz begehrt: Informationen über die Zeit zwischen 1173 und 1206. Hier werden unterschiedliche Lebensumstände beschrieben, die Angst vor der Kirche verbalisiert, das Aufbegehren gebildeterer Menschen dargestellt und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Aber von Anfang an: Michel de Fleurs Vater, ein Leibeigener, will seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Deshalb flieht er von seiner Scholle in die nächste Stadt. Es gelingt ihm, dort frei zu werden. Er wird Händler und ermöglicht seinem ältesten Sohn eine Kaufmannslehre in Mailand. Nach dem Tod seines Vaters kehrt Michel zurück, um zusammen mit seinem Bruder das Handelshaus des Vaters zu übernehmen. Um seinen Geschäften nachzukommen, muss er Mitglied der Gilde werden. Dort entdeckt er, wie sich der mächtige Bischof sowie ein „Raub“ritter an den Handeltreibenden bereichert. Er schafft es, den Vorsitz der Gilde zu übernehmen, verliert dabei aber seinen besten Freund. Als Gutmensch gelingt es ihm, das Leben der Bürger zu verbessern, was ihm allerdings den Zorn des Bischofs einbringt ...

Es passiert viel in den 33 hier beschriebenen Jahren. Wie im echten Leben gibt es gute und schlechte Zeiten. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung, aber auch nicht jedes Unglück tritt ein. Abschiede gehören ebenso dazu wie Neuanfänge. In einer Zeit, als Kriege noch mit Steinschleudern und Kettenhemden geführt wurden, Machtbesessene sich an arglosen Bürgern bereicherten, waren Frauen, die ihre Meinung kundtaten etwas ebenso Besonderes wie Handwerker, die gegen die Obrigkeit aufbegehrten. Genau diese glaubwürdigen und faszinierenden Charaktere sind die Stärke dieses Buches und haben mich als Leserin festgehalten.

Für alle, die historische Romane lieben, eine unbedingte Leseempfehlung.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder und sehr gut recherchierter Roman, 27. August 2013
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Allgemeines /Aufbau
Erscheinungstermin: 10.Juni 2013 im Goldmann Verlag
Taschenbuch mit Klappenbroschüre, 1152 Seiten, ISBN: 978-3-442-47947-4
Gliederung:
Historische Landkarte des Herzogtums Oberlothringen
Verzeichnis der Romanfiguren
Prolog
Fünf Bücher mit lateinischen Titeln, Kapitel jeweils mit Orts- und Zeitangabe überschrieben
Anmerkungen zum historischen Hintergrund
Glossar mittelalterlicher Wörter

Inhalt
Die Handlung des Romans erstreckt sich über die Jahre 1173 (Prolog) bis 1206 und wird aus der personalen Erzählperspektive in der dritten Person präsentiert.
Der zu Beginn der Romanhandlung achtjährige Protagonist Michel de Fleury ist der Sohn eines Leibeigenen. Sein verwitweter Vater flieht eines Nachts mit Michel und seinen beiden jüngeren Geschwistern Jean und Vivienne in die nahegelegene Stadt Varenne-Saint-Jacques. Nachdem es ihm gelungen ist, ein Jahr und einen Tag in der Stadt unter dem Schutz des Kaufmanns Caron zu leben und nicht von den Häschern seines ehemaligen Grundherrn aufgespürt zu werden, erhält er seine Freiheit und beginnt Handel zu treiben. Michel, der sich mit den Kindern des Kaufmanns, Gaspard und Isabelle Caron, angefreundet hat, wird von seinem Vater nach Mailand geschickt, um dort den Beruf des Kaufmanns von Grund auf zu lernen.
In Mailand herrschen fortschrittlichere Zustände als in anderen mittelalterlichen Handelsstädten: die Stadt wird nicht von einem Bischof oder einem Adeligen beherrscht, vielmehr wird sie von einem Kollegium gewählter Bürger verwaltet. Dies steht im krassen Gegensatz zu Michels Heimatstadt Varennes, die unter der Knute gleich zweier geld- und machtgieriger Männer steht. Bischof Ulman verlangt gnadenlos Abgaben für die Kirche, die allzu oft Zwecken seiner persönlichen Prachtentfaltung dienen. Der Ritter Aristide de Guillory ist der weltliche Herr der Stadt, er setzt willkürlich alte Regeln zur Besteuerung außer Kraft. Durch immer höhere Markt- und Brückenzölle füllt er seine eigenen Kassen und schadet dem Handel nachhaltig. Die Kaufleute der Stadt handeln unter anderem mit dem äußerst begehrten Salz der nahegelegenen Saline, durch die hohen Abgaben wird der Handel immer weniger profitabel. Widerspruch und Widerstand der Kaufmannsgilde werden im Keim erstickt, dabei schrecken de Guillory und seine "Schlägertrupps" vor keiner Gewalttat zurück.
Nach seiner Rückkehr aus Mailand wird Michel Mitglied der Kaufmannsgilde. Mit seinem ehemals besten Freund Gaspard entzweit er sich über die Frage, wie man der Willkür der Obrigkeit entgegentreten soll: Gaspard spricht sich für den gewaltsamen Widerstand aus, Michel will langsam und bedächtig vorgehen. Die plötzliche Feindschaft zwischen Gaspard und Michel steht auch den Heiratsplänen von Michel und Gaspard Schwester Isabelle im Wege. Sie steht unter der Muntgewalt ihres Bruders, der jetzt alles daransetzt, die Liebe der beiden zu zerstören. In den folgenden Jahren muss Michel es mit drei Feinden zugleich aufnehmen: Gaspard, Bischof Ulman und Aristide de Guillory. Glücklicherweise hat er in der Gilde auch treue Freunde, die trotz der Gefahr für Leib und Leben an seiner Seite mit Klugheit und einem langen Atem für die Freiheit der Stadt Varennes nach mailändischem Vorbild zu kämpfen bereit sind.

Eigene Meinung
Die Stadt Varennes ist fiktiv, die dort herrschenden Zustände werden jedoch wahrheitsgetreu geschildert. Eindrücklich schildert der Autor, wie geistliche und weltliche Halsabschneider das einfache Volk durch ihre unersättliche Geldgier in den Ruin treiben. Bei der Festsetzung von Steuern und anderen Abgaben herrscht die reine Willkür, das eingenommene Geld wird oft nicht für das Wohl der Allgemeinheit (Stadtreinigung, Sanierung der Wehranlagen) investiert, sondern fließt in die Taschen der ohnehin schon Reichen. Der Bischof sorgt für eine Geldentwertung, indem er neue Münzen mit geringerem Silberanteil prägen lässt, das Silber der vorher im Umlauf befindlichen Münzen zieht er für sich ein. Den Kaufleuten bleibt durch die immer höheren Abgaben nur eine geringe Gewinnspanne, sie müssen ihrerseits die Preise erhöhen. Die Handwerker und Tagelöhner sind vom Hungertod bedroht. Im vorliegenden Roman kann der Leser nachvollziehen, wie es in der Bevölkerung zu gären beginnt und wie sich die Menschen verschiedenster Berufsgruppen zum Widerstand formieren. Zu solchen Aktionen kam es dem Nachwort des Autors zufolge im 12. und 13.Jahrhundert in vielen Städten, sodass sich kleine "Stadtrepubliken" als frühe Ansätze einer Demokratie bildeten.
Neben dieser äußerst interessanten Thematik ist bei "Das Salz der Erde" jedoch auch spannende Unterhaltung garantiert, dafür sorgen der anschauliche und fesselnde Sprachstil, die ständigen Gefahren, in denen die Hauptpersonen schweben und die unter schwierigen Umständen sich entwickelnde Liebesgeschichte des Protagonisten.
Sehr angenehm unterscheidet sich dieser Roman von anderen seiner Gattung darin, dass die Verteilung von Glück und Unglück realitätsnah geschildert wird. Auch die "Guten" haben Schlimmes, nicht wenige von ihnen sogar den Tod, zu erleiden und die "Bösen" erfreuen sich lange der Früchte ihrer Niedertracht. Der Protagonist hat zwar sehr viele gute Eigenschaften, ist aber glücklicherweise nicht ganz ohne Fehler, sodass er noch glaubwürdig bleibt.
Die Anhänge (Personenverzeichnis, Nachwort und Glossar) sind für den Leser hilfreich und informativ. "Das Salz der Erde" ist ein anspruchsvoller und gleichzeitig unglaublich fesselnder Roman, der den Vergleich mit einem Werk wie "Die Säulen der Erde" nicht zu scheuen braucht.

Fazit
Ein ebenso informativer wie fesselnder Debütroman, der in die Oberliga der historischen Romane gehört. Unbedingt empfehlenswert für Liebhaber gut recherchierter, anspruchsvoller Unterhaltung!
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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchhaltevermögen..., 22. April 2013
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
...benötigte ich in zweierlei Hinsicht bei diesem Roman.

Zum ersten ist dieses Buch mit ca.1100 Seiten sehr lang. Allerdings ist diese Länge für mich in der Regel absolut kein Problem, wenn der Inhalt stimmt. Und hier komme ich zum zweiten Punkt der mir Durchhaltevermögen abverlangte: ich fand einfach nicht in diesen Roman hinein. Hätte ich ihn nicht im Rahmen des Produkttesterprogramms gelesen, hätte ich ihn nach 200, spätestens 300 Seiten beiseite gelegt, in der Annahme die restlichen 800 - 900 Seiten zögen sich auch so hin, wie der Anfang. So habe ich allerdings "durchgehalten " und wurde dann ab ca. Seite 500 ( also der Mitte ungefähr) doch noch mit einem recht unterhaltsamen Roman belohnt. Es ging dann auch spannender und rasanter weiter, aber teilweise wird das Buch dann überfrachtet, teilweise werden Nebenstränge zu ausführlich erzählt. Ein Überfall , ein Schicksalsschlag, ein Techtelmechtel weniger, hätte dem Roman sicherlich gut getan. Oder aber auch ein Becher Wein weniger :)), denn in dem Buch wird Wein konsumiert zu jeder Tageszeit, egal ob Männlein oder Weiblein, "trink ma doch an Becher Wein" ( man hat das Gefühl, die tranken Wein wie Wasser :))).

Erzählt wird die Geschichte von Michel de Fleury, einem Kaufmann aus Lothringen. Michel de Fleury lebt im 12.Jahrhundert, und obwohl er von Unglück und Schicksalsschlägen verfolgt wird ( etwas zu viel ) lässt er sich nie unterkriegen . Heute würde man sagen : ein Stehaufmännchen. Mehr will ich zum Inhalt nicht erzählen.

Schön fand ich, dass man sehr viel über das Leben zur damaligen Zeit lernte,wie das Gefüge einer Stadt aufgebaut war, wie das Verhältnis Kirche/ weltliche Obrigkeit ablief usw.. Dies war äußerst interessant. Inwiefern alles historisch korrekt ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich froh bin, nicht zu jener Zeit gelebt zu haben.

5 Sterne kann ich nicht geben, denn dann wäre es für mich ein Super-Buch gewesen, 4 Sterne leider auch nicht, weil das Buch für mich erst in der Mitte anfing und insgesamt durch Detailverliebtheit und Unwichtiges zu sehr in die Länge gezogen ist. Daher leider nur 3 Sterne.

Wenn der Autor es lernt, sich kürzer zu fassen, Unnötiges wegzulassen, dann denke ich, kann man in Zukunft noch Einiges von ihm erwarten, denn der Schreibstil selbst ist sehr flüssig und ansprechend. Ein guter Anfang ist schon mal gemacht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fazit: Ein historischer Roman der seinesgleichen sucht!, 2. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ich habe in der letzten Zeit historische Romane etwas vernachlässigt und hatte mir diesen Roman aufgespart für eine Woche mit viel Lesezeit. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt von Anfang bis Ende.

Ich bin absoluter Fan von historischen Romanen in die man tief abtauchen kann und das geschah hier rasant. Die über 1100 Seiten sind zwar im ersten Moment etwas abschreckend, doch sie sind prall gefüllt mit spannenden Ereignissen, Wendungen, Intrigen und allem was man sich in einem historischen Roman nur wünschen kann.
Daniel Wolf hat es geschafft mich mit der Geschichte um den Aufstieg eines Kaufmannssohns Michel de Fleury mitzureißen und zu begeistern.

Und selbst die politischen Ereignisse haben mich in diesem Buch nicht etwa aus dem Lesefluss gebracht, sondern sie haben die Handlung perfekt abgerundet. Wolf hat nämlich nicht seitenlang politische Ränkespiele und Ereignisse miteinfließen lassen, sondern diese kurz und präzise auf den Punkt gebracht.

Ich möchte anmerken, dass ich absolut kein Fan bin von historischen Romanen in denen es sich in erster Linie um Politik und geschichtlichen Hintergrund handelt. Mich interessiert viel mehr die Lebensweise der Menschen zur damaligen Zeit. Und wenn ich in einem Buch welches über 1100 Seiten umfasst ständig über königliche Machenschaften etc. lesen müsste, dann würde ich schnell den Spaß daran verlieren. Wolf zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass man fiktive Personen und historische Fakten auch spannend miteinander verknüpfen kann.

“DAS SALZ DER ERDE” hat damit bei mir voll ins Schwarze getroffen, weil es eben die Menschen und ihr Leben in den Vordergrund stellt. De Fleury hat einen Traum, den er verfolgt und darum geht es vordergründig. Das Buch beschreibt über 30 Jahre im Leben von Michel de Fleury und die Entwicklung der fiktiven Stadt Varennes. Seine Weggefährten sind facettenreiche Charaktere, die man entweder sofort ins Herz schließt oder zutiefst verabscheut. Im Figurenregister erscheinen auf den ersten Blick eine Vielzahl von Personen, aber ich kann jedem die Angst nehmen, dass es trotzdem übersichtlich bleibt. Ich musste nicht ein einziges Mal überlegen, wer zu wem in welchem Verhältnis stand o.ä.

Zur Handlung habe ich jetzt absichtlich nichts weiter geschrieben. Das haben andere Rezensenten schon zur Genüge getan und wie ich oben bereits erwähnt hatte, ist dieser Roman so prall gefüllt mit Ereignissen, dass ich ehrlich gesagt gar nicht wüsste welche Ereignisse ich den als besonders erwähnenswert hervorheben sollte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen trotz einiger Längen und arg vieler Nebenhandlungsstränge lohnt es sich, dranzubleiben, 19. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Historische Romane gehören mit zu meinen bevorzugten Buchgenres, und so konnte ich auch bei "Das Salz der Erde" des mir bislang nicht bekannten Autors Daniel Wolf nicht widerstehen.

Erzählt wird über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren die Geschichte von Michel de Fleury, der um 1200 vom Sohn eines Leibeigenen zum ausgebildeten Händler wird und sich in einer (fiktiven) lothringischen Kleinstadt unermüdlich für ein freies Bürgertum einsetzt.

Über epische mehr als 1100 Seiten entwirft der Autor ein ausgesprochen stimmiges Zeit- und Sittengemälde des späten 12. und frühen 13. Jahrhunderts, in dem man viel über die damaligen Lebensumstände, die Verflechtung von Kirche und Adel und den Freiheitskampf des aufstrebenden Bürgertums lernt.
Das ganze ist mit einem Prolog und fünf Büchern ordentlich gegliedert, in einem ansprechenden, flüssig zu lesenden Stil geschrieben und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz.
Dennoch war die Lektüre für mich über weite Strecken eher (wenngleich durchaus lohnende) "Arbeit" als ein reines Vergnügen.
Dies liegt zum Teil daran, daß ich den Hauptprotagonisten Michel trotz seines abwechslungsreichen Schicksales rein menschlich nicht als besonders interessant empfunden habe.
Zwar hat er sich im Verlauf des Buches nicht als ein so extremer "Gutmensch" entpuppt, wie ich zu Beginn befürchtet hatte, aber ein paar mehr Ecken und Kanten beim Hauptprotagonisten machen ein Buch für mich immer erheblich spannender als ein Mensch wie der in seiner Aufrechtheit manchmal schon fast ein wenig "langweilige" Michel.
Überhaupt zeichnet der Autor seine Figuren leider sehr schwarzweiß, zwischen den tugendhaften "Guten" und den "Bösen" gibt es kaum irgendwelche Grauschattierungen.
Auch den Spannungsaufbau des Buches fand ich nicht immer gut gelungen;
einerseits zeichnen sich diverse Entwicklungen bereits von langer Hand ab,
andererseits verzettelt sich der Autor teilweise in arg vielen Nebenhandlungssträngen.
Eine behutsame Straffung und ein paar Schicksalsschläge und Nebenschauplätze weniger hätten dem Roman möglicherweise gut getan, wenngleich ich eigentlich überhaupt nichts gegen überlange Bücher habe, solange es halt einen guten Spannungsbogen gibt.
Ein solcher ist hier jedoch leider nur bedingt vorhanden, wenngleich es zwischen diversen Längen erfreulicherweise auch immer wieder spannende Passagen gibt.

Sehr schön und sinnvoll fand ich, wie immer bei komplexeren Romanen, das kurze Nachwort zum historischen Kontext und das ausführliche Glossar, in dem man diverse Fachbegriffe nachschlagen kann.

Fazit: Für Liebhaber breitangelegter, stimmungsvoller Mittelalterromane ist "Das Salz der Erde" durchaus empfehlenswert, aber einen langen Atem sollte man schon mitbringen.
Von mir knappe vier Sternchen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zum in die Ecke kuscheln und lesen, lesen, lesen, 20. Juni 2013
Von 
mhorrighan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
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Als erstes ein Kritikpunkt - der einzige wohlgemerkt - damit das aus dem Weg ist: während die Aufmachung des Covers hübsch und ansprechend ist, ist sie viel zu nah an den Covern von Ken Follet und kann somit nicht ganz so aufmerksame Käufer in die Irre führen. Auch der Titel ist sehr nah an den Follet-Büchern. Ich konnte keine anderen Bücher von Daniel Wolf finden, also gehe ich davon aus, dass diese Ähnlichkeit absichtlich gewählt wurde, um den Absatz zu steigern.

Die Handlung spielt im Herzogtum Oberlothringen in den Jahren 1187 bis 1206. Michel de Fleury flieht mit seinem Vater und seinen Geschwistern aus der Leibeigenschaft nach Varenne-Saint-Jaques, wo er sich das alte "Stadtluft macht frei"-Recht erhofft, welches Leibeigenen nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einem Tag die Freiheit verspricht. Der Vater baut mit viel Arbeit ein Geschäft auf, welches Michel nach dessen Tod übernimmt, wozu er jedoch erst einmal in die entsprechende Gilde eintreten muss. Da er, im Gegensatz zu seinem Vater, den Handel erlernt hat, sieht er schnell wie sehr er und andere Handelstreibende unterdrückt und ausgenutzt werden. Um dagegen vorzugehen, übernimmt er - nicht ohne Verluste - den Vorsitz der Gilde und macht sich damit mächtige Feinde.

Ein wahrhaft umfangreiches Buch, welches nicht mit historischen Details spart. Gelegentlich mit Längen, aber doch immer interessant nimmt "Das Salz der Erde" seine Leser mit auf eine lange und informative Reise durchs Mittelalter, aus Historikersicht vielleicht nicht immer zu 100% korrekt, aber die Fehler sind teilweise winzig und leicht zu verzeihen. Ein Buch, das ich gerne gelesen und gerne weiterempfohlen habe und das auch hier tue.

4 Sterne
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu gewöhnlich, 12. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ich habe nicht zwingend besonders hohe Ansprüche an historische Romane. Der Schreibstil ist in Ordnung, jedoch weist der Roman meines Erachtens erhebliche Schwächen auf.
Was mich am meisten stört: Die Handlungen einiger Personen sind hahnebüchen unlogisch bis albern. Gezänk mit der Gilde hin oder her: Kein Bischof oder sonstiger Stadtherr würde wohlwollend in Kauf nehmen, dass ein Ritter aus der Nachbarschaft über Wochen hinweg Nachts in der Stadt einfällt. Das ist derart absurd, dass es eigentlich einer kindlichen Vorstellung entstammt. Die Duldung wird damit begründet, dass der Bischof selbst gegen die Gilde nicht vorgehen kann und somit diesem ominösen Raubritter freie Hand lässt. Der Rest der Stadt tut dabei völlig unbeteiligt, während der Ritter mitten in der Stadt Häuser überfällt, Vergewaltigt, Lager ausraubt und (das schlimmste, was einer Stadt im Mitelalter passieren konnte!!!) Feuer legt.
Es finden mehrere "Schlachten" zwischen dem kampferprobten Ritter und seinen ebenso kampferprobten Soldaten und den gar nicht kampferprobten Männern der Gilde und einigen Söldnern statt. Obwohl es Opfer auf beiden Seiten gibt (es kann also keine Deeskalationsstrategie dahinter stecken) und der Ritter eigentlich die "Bauernlümmel" im Handstreich hätte niedermachen können/müssen, bricht der Ritter ohne Sinn oder Verstand die Schlacht ab und zieht sich zurück. Warum er das tut, ist nicht ersichtlich. Stattdessen verlegt er sich darauf, regelrechte "Ninja-Attacken" in den Folgenächten der kommenden Wochen zu starten.

Dass die vielen Feuer scheinbar immer wieder gelöscht werden können und es dem Bischof völlig gleichgültig ist, dass neben der gesamten Stadt auch er selbst jederzeit abbrennen könnte, macht die ganze Story nicht glaubwürdiger.

Die Idee ist gut, die Grundstory auch. Die Umsetzung ist aber selten naiv. Für einen langen Strandurlaub in Ordnung, aber da gibt es auch deutlich bessere Romane.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Salz der Erde, 11. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Salz der Erde: Historischer Roman (Taschenbuch)
Unterhaltsam, spannend, sehr gut zu lesen. Der Autor führt mit Sachkenntnis und präzise in die mittelalterliche Welt des heutigen Lothringens und des Moselgebietes. Das Buch verdeutlicht die widerwärtige Macht der Kirche und der Obrigkeiten ohne, dass wirklich wehrhaft zu sein. Der Held des Buches zeigt aber auch, dass man mit Willen und Mut sehr viel erreichen kann.
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Das Salz der Erde: Historischer Roman
Das Salz der Erde: Historischer Roman von Daniel Wolf (Taschenbuch - 10. Juni 2013)
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