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111 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Lektüre nicht nur für die Jugend
Im Chicago der Zukunft müssen sich alle 16-jährigen für eine der fünf Fraktionen entscheiden, in die sich die Bewohnen nach dem großen Krieg aufgeteilt haben. Diese Fraktionen sind: die Selbstlosen (die Altruan), die Freimütigen (die Candor), die Wissenden (die Ken), die Friedfertigen (de Amite) und die Furchtlosen (die Ferox). Jede Fraktion...
Veröffentlicht am 6. März 2012 von Compules

versus
25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt erst ganz gemächlich in Gang; endet dafür mit einem großen Paukenschlag
Die Welt hat sich verändert. Menschen leben seither in unterschiedlichen Fraktionen, in die sie geboren werden oder die sie selbst wählen, sobald sie sechzehn Jahre alt sind, und in denen nach jeweils anderen Werten gelebt wird. Beatrice wurde in die Fraktion der Altruan geboren, den Selbstlosen, und steht nun am Wendepunkt ihres Lebens. In den nächsten...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2012 von Sandra Kuhn


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111 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Lektüre nicht nur für die Jugend, 6. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung: Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Im Chicago der Zukunft müssen sich alle 16-jährigen für eine der fünf Fraktionen entscheiden, in die sich die Bewohnen nach dem großen Krieg aufgeteilt haben. Diese Fraktionen sind: die Selbstlosen (die Altruan), die Freimütigen (die Candor), die Wissenden (die Ken), die Friedfertigen (de Amite) und die Furchtlosen (die Ferox). Jede Fraktion ist völlig verschieden von den anderen und zwischen ihnen herrscht klare Trennung.

Vom Thema mag es an die Panem-Story (Hungerspiele) erinnern, hat aber überhaupt nichts mit ihr gemein.
Ich mag zwar die All-Age-Literatur und lese auch immer mal wieder gerne ein Buch dieser Art, doch wird der Markt in letzter Zeit von so vielen dieser Bücher überschwemmt, dass es schwierig ist, die wirklich lesenswerten heraus zu filtern.

Die Bestimmung hat es verstanden mich von der ersten Seite ab zu fesseln und manchen Abend wurde es später als gewollt, weil man doch unbedingt wissen wollte wie es denn nur weiter geht.

Die Hauptperson ist die 16-jährige Beatrice, die in der Fraktion der Selbstlosen aufwächst, aber zu ihrem Leidwesen immer wieder spürt, dass deren absolute Selbstlosigkeit nicht ihrem wirklichen Wesen entspricht. Ihr Eignungstest kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis - sie ist eine Unbestimmte. Das muss sie selbst vor ihrer Familie geheim halten, denn Unbestimmte scheinen von der Führung als etwas Gefährliches angesehen zu werden. Einen Tag später muss sie ihre Entscheidung vor allen laut verkünden und dort wird ihr weiteres Leben verbringen. Schweren Herzens und von Zweifeln geplagt entscheidet sie sich gegen ihre Fraktion und für die Ferox - die Furchtlosen,die Mutigen, die Kämpfer.
Ihr Stand dort als ehemalige Altruan ist mehr als schwer, doch findet sie Freunde und auch ihr Ausbilder Four übt auf sie eine ihr bis dato unbekannte Anziehung aus.
Die Aufnahmetests sind hart und der Konkurrenzkampf zwischen den 20 Anwärtern - von denen nur die 10 besten übernommen werden - ist hart. Man lernt alle Mitanwärter sehr gut kennen, ihre Charaktere sind sehr detailliert und facettenreich beschrieben. Schnell merkt man, dass auch in dieser doch nach eindeutigen Charaktereigenschaften gefilterten Welt mitnichten die Menschen nur gut oder böse, nur Freund oder Feind, nur mutig oder ängstlich sind.
Ein Geschehen jagt das nächste und nicht nur Beatrice sondern auch der Leser kommt aus dem Sog der Geschehnisse nicht mehr heraus. Bis die Geschichte eine überraschende Wendung nimmt und einen die letzten Ereignisse in diesem Buch mitreißen, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Bestimmung ist der erste Band einer Trilogie. Es ist in sich abgeschlossen und man könnte es so stehen lassen, doch haben mich die Personen und Ereignisse so in ihren Bann gezogen, dass ich ganz bestimmt, wenn der zweite Band erscheint - wissen will wie es den Protagonisten weiter ergeht.

Fazit: ein packendes Buch für alle, die schon von den Panem-Büchern gefesselt waren und nicht nur für die Töchter, sondern auch für ihre Mütter ein absolut spannendes Lesevergnügen.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt erst ganz gemächlich in Gang; endet dafür mit einem großen Paukenschlag, 30. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung: Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Die Welt hat sich verändert. Menschen leben seither in unterschiedlichen Fraktionen, in die sie geboren werden oder die sie selbst wählen, sobald sie sechzehn Jahre alt sind, und in denen nach jeweils anderen Werten gelebt wird. Beatrice wurde in die Fraktion der Altruan geboren, den Selbstlosen, und steht nun am Wendepunkt ihres Lebens. In den nächsten Tagen muss sie wählen, welcher Fraktion sie zukünftig angehören will. Nach dem Eignungstest, der den Wählenden eine Möglichkeit offenbart, wird sie mehr wissen. Doch anders als erwartet, weist dieser sie weder zu den Candor, Ken, Ferox oder Altruan direkt zu, denn Beatrice ist eine Unbestimmte, die keiner bestimmten Fraktion zugehörig ist. Schließlich entscheidet sie sich, ihr Leben fortan bei den Ferox, den Furchtlosen, zu meistern. Hier muss sie sich wie alle Neuankömmlinge harten Prüfungen unterziehen. Schafft sie es nicht, unter die ersten zehn besten zu kommen, droht ihr ein Leben als Abgegrenzte. Four, ihr Lehrmeister, ist alles andere als zuvorkommend, er fordert die Neuankömmlinge bis zu ihren Grenzen, und auch Tris - wie Beatrice sich nun nennt - muss alles geben. Doch bald geschieht ein schrecklicher Unfall und Four scheint ein Geheimnis zu umgeben ...

Mit "Die Bestimmung" hatte ich zu Beginn meine liebe Not. Denn obwohl mir Beatrice durchaus sympathisch war, und ich gern wissen wollte, auf was sie sich einlassen muss, passierte zu Anfang doch recht wenig wirklich Spannendes. Zwar schickt uns die Autorin ziemlich schnell an Tris' Seite ins Lager der Ferox, ohne große Umwege über längere Einführungen in diese Welt zu machen, doch irgendwie konnte mich das Geschehen zuerst nicht wirklich in den Bann ziehen. Die "neue Welt", die die Autorin in diesem Buch geschaffen hat, mit ihren manchmal recht merkwürdigen Traditionen und Lebenseinstellungen, lockte mich dann nach und nach doch und langsam nahm das Geschehen immer mehr Fahrt auf. Man merkt der Geschichte durchaus an, das sich die Autorin hier lange Zeit über Hinter- und Beweggründe Gedanken gemacht, und nicht einfach losgeschrieben hat.

Als ich dann schließlich feststellte, dass es irgendein großes Geheimnis geben muss, und dass Fours Interesse an Tris' durchaus mehrere Gründe haben könnte, war meine Neugierde dann doch richtig geweckt. Endlich konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, und endlich ließ mich die Autorin kaum noch zu Atem kommen. Denn plötzlich passieren die Dinge Schlag auf Schlag und Tris und Four decken eine große Verschwörung auf, die so manchem das Leben kostet.

Von den Figuren hatte ich etwas mehr erwartet, denn über die gesamte Lesezeit hinweg, blieben nur Tris und Four wirklich sympathisch und einnehmend. Manch anderer Charakter ist zwar nett getroffen, und trug seinen Teil durchaus an der Geschichte bei, im Großen und Ganzen konnte mich aber kein weiterer Protagonist wirklich richtiggehend überzeugen. Fours große Geheimniskrämerei trug dazu bei, dass es einer meiner liebsten Charaktere wurde, und Tris hatte ich bald liebgewonnen.

Fazit: "Die Bestimmung" als Auftakt der Reihe, kommt erst ganz gemächlich in Gang und endet dafür mit einem großen Paukenschlag und recht offenem Ende, so dass man sehnlichst Band 2 herbei wünscht. Zum Glück habe ich mich vom etwas langsameren Beginn nicht abschrecken lassen und in diesem Buch doch noch eine ausgefeilte und gut konstruierte Geschichte entdecken können, mit zwei Charakteren, die mich schließlich in ihren Bann zogen. Etwas Durchhaltevermögen muss man also mitbringen, doch dafür wird man schlussendlich belohnt.
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268 von 328 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich war NICHT begeistert :-/, 9. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung: Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Nach diversen Lobeshymnen und nahezu hysterisch-positiven Rezensionen beschloss auch ich, die englische Ausgabe von "Die Bestimmung" ("Divergent") von Veronica Roth zu lesen. Das Ergebnis: Aufgrund hoher Erwartungen, die nicht erfüllt wurden, knabberte ich wochenlang an diesem einen Buch und war am Ende richtig enttäuscht.

Zum einen war mir die Hauptperson Beatice bis zum Ende des Buches irgendwie unsympathisch. Ich wusste einfach nicht, was ich von ihr halten soll. Möglicherweise lag es daran, dass Beatrice selbst nicht wusste, was sie wollte!? Ihre ständigen "Ups and Downs" beim Nachdenken über die fünf Fraktionen und ob sie nun die richtige Entscheidung getroffen hat, fand ich nervig.

Weiterhin konnte ich mir die Welt von Beatrice, wie Veronica Roth sie beschreibt, überhaupt nicht vorstellen, konnte mir kein Bild davon machen. Erst dachte ich, das läge evt. daran, dass ich nicht zu 100% alles verstand, weil ich das Buch auf Englisch las. Aber einige Rezensionen von Lesern, die die deutsche Variante gelesen haben, bestätigen mich in meinem Problem: Es war schwer sich in die Welt von "Divergent" einzuleben und einzufühlen, ich musste mir zu viel selbst denken oder zusammenreimen.

Außerdem fand ich auch das große Thema des Buches langweilig: Dass sich Beatrice für die Fraktion Ferox entscheidet und wie sie dort die Aufnahmerituale meistert. Daher war "Divergent" sehr actionreich und beinahe ständig ging es ums Kämpfen/sich bewähren/sich mit anderen messen/besser zu sein als die anderen usw. Das hat mich persönlich nicht angesprochen und ich hatte mir einen anderen Inhalt von dem Buch erhofft und irgendwo auch eine andere Moral von der Geschicht'. Mir ist unklar, was Veronica Roth mit "Divergent" ihren Lesern mitteilen möchte.

Auch das Einweben von winzigen Informationsbröckchen, die bereits die weitere Handlung erahnen lassen, fand ich einfach nur anstrengend. Die ganze Zeit lechzte ich nach mehr ' mehr darüber, was nun eigentlich der "rote Faden" dieser Trilogie sein sollte, das große Thema. Doch diese Informationen kamen spärlich und nur nach und nach und am Ende war ich noch immer nicht wirklich schlauer.

Mein Tipp an alle, die das Buch noch lesen wollen: Geht nicht mit zu hohen Erwartungen ran. Dann könnt ihr das Buch vielleicht mehr genießen als ich es konnte. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe weiterlesen werde, aber wahrscheinlich nicht. Im Grunde interessiert es mich nicht, wie es mit Beatrice und Four weitergeht. Echt schade.

PS: Mir ist klar, dass ich jetzt viele "nicht hilfreich"-Klicks von Fans dieses Buches hier bekommen werde. Aber trotzdem muss ich meine Meinung zu "Divergent" einfach loswerden. Ich kann nur hoffen, dass ihr mir meine negative Meinung zu diesem Buch zugesteht, wie auch ich euch eure positive Meinung dazu lasse. Denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bester Band einer mittelmäßig bis schlechten Buchreihe, 9. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung (Kindle Edition)
Während ich die Idee der Buchreihe sehr gut finde, ist die Umsetzung leider nicht gelungen.

Für diejenigen, die Band 1 oder 2 besitzen und sich fragen, ob sie die gesamte Reihe kaufen sollten, hier meine Einschätzung der Bücher:

Band 1 empfand ich noch als spannend und hatte Spaß am lesen. Nur hin und wieder dachte ich, dass sich die Personen etwas unlogisch verhalten. Hin und wieder war ich vom kindischen Verhalten der Hauptdarsteller genervt, aber die aktionreiche Story machte das wieder wett. Falls eure Bekannten euch das Buch empfehlen und ihr einen ähnlichen Buchgeschmack habt, könnt ihr vielleicht zugreifen. Für diejenigen, die ein zweites Hunger Games suchen, ist die Reihe aber leider nicht zu empfehlen.

Band 2 zog sich schon sehr in die Länge und es entstanden mehr und mehr Logikfehler. Die gesamte Handlung von Band 2 kann man in wenigen Sätzen zusammenfassen. Die Personen handelten manchmal nicht besonders sinnvoll, aber ich habe es noch als "Schwäche" und Menschlichkeit der Charaktere interpretiert.

Band 3 scheint lieblos zusammengeschustert zu sein. Die Handlung wird immer unlogischer. Es scheint als ob die Personen nur bestimmte Dinge tun, damit etwas passiert, was Spannung erzeugen soll (es aber leider nicht tut). Ohne zu spoilern verhält sich so kein normaler Mensch. Da wird über Mord, Selbstmord und sich selbst opfern geredet als ob es sich um ein Spiel handelt und es überhaupt nichts mit dem eigenen oder anderen Leben zu tun hat. Selbst wenn die Hauptpersonen naiv seien sollten, wechseln sie einfach zu oft ihre Meinung und handeln plötzlich total unverständlich. Dadurch kann man sich überhaupt kein Bild der Personen bilden geschweige denn sich mit ihnen identifizieren.

Ich werde leider kein weiteres Buch von Frau Roth lesen und ärgere mich über die Zeit, die ich zum Lesen dieser gehypten Reihe benötigte.
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70 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaubwürdig, unnötig grausam, enttäuschend, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung: Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Ich kann die Lobhudeleien auf diese Buchreihe in keinster Weise verstehen. Ist der deutsche Leser mittlerweile so abgestumpft, dass er ohne jedes Hinterfragen einfach das konsumiert, was die Amerikaner ihm vorsetzen?

Achtung, Spoilers ahead:
Die Welt von Veronica Roth ist dystopisch, aber plump und unglaubwürdig aufgebaut. Chicago mag eine große Stadt sein, aber dass nie irgendjemand fragt, was hinter dem Zaun liegt, ob es noch andere Menschen, andere Städte gibt, erscheint mir ziemlich abwegig. Dazu die Einteilung in Fraktionen, die es offenbar nicht erst seit gestern gibt (ein Problem der meisten Dystopien - niemand erklärt, wie sich der Zustand über Jahrzehnte gehalten hat) und die jeder logischen Grundlage menschlichen Verhaltens entbehrt. Niemand ist nur mutig, nur wissbegierig, nur selbstlos, nur freundlich. In den Fraktionen scheint eine eigene Persönlichkeit nicht erwünscht zu sein, stattdessen presst man die jugendlichen Initianten in die Form, die die Fraktion vorgibt. So sind bei den Ferox natürlich alle gepierct und schwarz gekleidet (was für ein Klischee), weil das ja so böse ist, und bei den Altruan denkt niemand auch nur jemals an sich selbst. Allerdings wächst man als Kind in einer Fraktion auf und wird von ihr geprägt - soll sich dann aber mit 16 entscheiden, wo man für immer bleiben will, ohne ausreichende Informationen über die Fraktionen zu haben, die außer der eigenen noch zur Wahl stehen. Tris weiß zu Beginn nur, dass die Ferox aus Zügen springen und schwarz tragen, und das ist die Grundlage für die Entscheidung, ihre Eltern und ihre Umgebung zu verlassen? Kaum denkbar, dass sich ein junger Mensch auf die Weise verhält.

Das nächste Problem - die Hauptfigur. Tris ist nicht nur unsympathisch (das kann man der Autorin nicht vorwerfen, wenn es ihre Intention war), sondern auch unsagbar dämlich. Sagt ihr Four noch während der Simulationen, dass es gefährlich sei, zu zeigen, wie sie die virtuelle Welt manipulieren kann, und vernichtet sogar die Unterlagen darüber, hat Tris doch am Ende in ihrer Angstlandschaft nichts besseres zu tun als jede einzelne Sequenz zu manipulieren, während die gesamte Führungsriege der Ferox zusieht. Bravo. Das ist entweder Dummheit der Hauptfigur, oder die Autorin hat nicht aufgepasst.
Dazu kommt, dass Tris dem Klischee der US-Young-Adult-Dystopie-Heldin voll und ganz entspricht. Sie ist "viel zu klein", sie ist nicht hübsch (auch wenn Four das natürgemäß anders sieht), sie ist schwach, unsicher und mit Gefühlen grundsätzlich überfordert. Ist das das Bild, was man von heutigen Jugendlichen zeichnen will? Ich für meinen Teil kenne Leute zwischen 15 und 20, die ganz und gar nicht so sind. Ich weiß nicht, was dagegen spricht, mal eine weibliche Hauptfigur zu zeigen, die selbstbewusst und stark ist, auch mit Unsicherheiten in ihrem Innern. Aber ich denke, das ist auch ein typisches US-Bild von Teenagern, das auf die hiesigen Jugendlichen nicht zutrifft. Four ist da schon angenehmer, auch wenn er blass bleibt. Warum die beiden sich ineinander verlieben, bleibt jedenfalls unklar, wie so oft.

Apropos US-Klischees - was mich auch noch gestört hat, ist die unnötige Gewalt und Grausamkeit. Wehe, es hat ein Jugendlicher Sex oder Vorstufen davon (über Küssen und Händchenhalten und, oha, die Jacke ausziehen, kommt man nicht hinaus), aber wie Leute reihenweise auf der Straße exekutiert werden, das ist vollkommen okay. Zu Beginn der Initiation lernt man Schießen und Messerwerfen, dann muss man sich mit anderen prügeln, bis einer bewusstlos wird. Tris werden innerhalb von einem oder zwei Kapiteln beide Elternteile genommen, die sich praktischerweise auch noch für sie opfern. Sinnlos und unnötig, dazu ein billiges Mittel. Dass eine heutige 16-Jährige nach solchen Geschehnissen eher eine Langzeit-Therapie braucht als eine Revolution anzuzetteln, vergessen wir an der Stelle einfach. Von Subtilität hat die Autorin jedenfalls noch nie etwas gehört, sie zieht munter den Holzhammer, wann immer es geht. Dass sie "Creative Writing" studiert hat, überrascht jedenfalls nicht, ihr Werk ist die Aneinanderreihung von dem, was in den vergangenen Jahren in dem Genre funktioniert hat, jedoch ohne jedes Herz und ohne nachvollziehbare Handlungen der Charaktere und Story-Entscheidungen.

Fazit: Ich hatte nicht viel erwartet und wurde dennoch enttäuscht. Eine unglaubwürdige Welt, unsympathische oder blass bleibende Hauptfiguren, schwache Story. Ich wünsche mir einen deutschen Autor, der eine Dystopie entwirft, die ich glauben kann - und einen Verleger, der ihm eine Chance gibt.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend, aber widersprüchlich, 16. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung (Kindle Edition)
5 Fraktionen, 1 Entscheidung und ein ständiger Kampf ums Überleben

Zum Inhalt

Beatrice Prior hat ihren großen Tag. Die Zeremonie der Bestimmung für eine der fünf Fraktionen steht bevor und heute findet der Eignungstest dafür statt. 16 Jahre lang ist sie darauf vorbereitet worden – doch nicht auf das, was dann tatsächlich bei ihrem Test herauskommt.

Jede der Fraktionen steht für ein anderes Übel, das die Menschheit zu Kriegen veranlasst hat. Durch Bildung der einzelnen Fraktionen will die Gesellschaft diese schlechten Eigenschaften ausmerzen.
Beatrice ist eine Altruin. Diese Fraktion, der ihre Eltern und ihr Bruder angehören, ist die der Selbstlosen, die Entsagung geschworen haben und die auch die uneigennützigen Führer der Regierung stellen. Sie stehen gegen den Egoismus. Dann gibt es noch die Candor, die Freimütigen, sie sind die Verfechter der Wahrheit und die vertrauenswürdigen Kenner des Rechts. Sie stehen gegen die Lüge. Die Ken sind die Gelehrten, die nach Wissen streben und für das Lehren und Forschen zuständig sind. Sie stehen gegen die Unwissenheit. Die friedvollen Amite haben sich der Freundschaft gewidmet, sie bilden die verständnisvollen Berater und Verwalter. Sie stehen gegen die Aggression. Und schließlich die Ferox, die Furchtlosen, ihr Mut scheint grenzenlos und sie sind für die Bewachung des Zaunes und für die Sicherheit verantwortlich. Sie stehen gegen die Feigheit.

Nach dem „großen Frieden“ haben sich diese Gruppen gebildet, regiert von einem Rat der Altruan, da diese als unbestechlich gelten. Doch es gibt auch noch die „Fraktionslosen“. Sie gehören nirgends dazu, verrichten niedere Arbeit und werden dafür mit Nahrung und Kleidung belohnt.

Aber was Beatrice Prior bevorsteht, ist eine Prüfung ganz anderer Art, denn sie ist eine der wenigen, die aus dem Raster fallen – keine der Fraktionen scheint für sie die richtige zu sein: sie ist eine Unbestimmte.

Meine Meinung

Ich habe etwas gemischte Gefühle bei diesem Buch und hab mich bei dieser Rezi etwas schwer getan - deshalb ist sie wohl auch so lang geworden :) Der Schreibstil ist in der Ich-Form in der Gegenwart gehalten, was einen näher an das Geschehen heranbringen soll. Gerade die erste Hälfte war mir aber recht eintönig geschrieben, trotzdem hat die Geschichte einen gewissen Sog entwickelt, so dass ich wissen wollte, wie es weitergeht.

Es gibt keine Zeit- oder Ortsangaben. Die Stadt, oder das Gebiet in dem Beatrice lebt, ist einer strikten Gesellschaftsordnung unterworfen, die mir ähnlich einer Sekte erscheint. Schließlich sollen alle Menschen ihre Gefühle und Eindrücke einem einzigen Credo unterwerfen, je nachdem, zu welcher Fraktion sie gehören. Bis zum 16. Lebensjahr werden sie gezwungen so zu leben wie ihre Eltern gewählt haben und müssen dann eine Entscheidung fällen, deren Auswirkungen sie überhaupt nicht kennen können. Diese ganze Gesellschaftsordnung fand ich sehr interessant, hätte man aber etwas aufregender und lockerer schreiben können. Auch war sie mir nicht ganz durchdacht, obwohl sich das in den Folgebänden natürlich noch aufklären kann.

Beatrice Prior ist als Altruan aufgewachsen, kommt aber mit dieser Art nicht wirklich zurecht.

„Wenn wir wenig haben und wenig wollen, dann sind wir alle gleich und müssen niemanden beneiden. Ich gebe mir redlich Mühe, genau so zu sein.“ S. 32

Sie wählt einen „schändlichen“ Schritt und wechselt bei der Zeremonie ihre Fraktion und wird zur Ferox. Allein schon die Tatsache, dass ein Wechsel der Fraktion allgemein nicht gern gesehen ist, passt mir nicht in das Konzept. Schließlich werden alle Gruppen hoch gelobt und als wichtig erachtet, also warum sollte man nicht, wenn man schon selbst entscheiden darf, zu einer anderen gehen?
Beatrice wählt sich für die Ferox den neuen Namen Tris. Die Initiation bei den Ferox, den Furchtlosen, ist brutal, grausam, fast schon lebensbedrohlich und ihr sogenannter Mut grenzt an tödlichen Leichtsinn. Vor allem der Ausbilder Eric scheint eine sadistische Ader zu haben und Tris und die anderen Initianten haben viel unter ihm zu leiden. Ihr anderer Trainer, Four, scheint noch die alten Werte der Ferox zu kennen …

„Wir glauben fest an die Tapferkeit und an den Mut, der die Menschen dazu bringt, sich für andere einzusetzen.“ S. 205

Four ist mir noch am meisten ans Herz gewachsen, auch wenn er selbst eine brutale Art an den Tag legt, spürt man bei ihm immer noch ein gewisses Mitgefühl und ein Gewissen. Durch seine Launen ist er schwer einzuschätzen, was mich aber bei dem Umfeld nicht verwundert. Die Entwicklung von Tris gefällt mir leider gar nicht. Einerseits ist es nachvollziehbar, dass sie durch die Aufgaben der Ferox so unbeständig in ihren Gefühlen ist, andererseits wirkt es auf mich unglaubwürdig. Viel zu schnell lässt sie alte Muster fallen und ihre gewissenlose Gewaltbereitschaft hat mich irritiert.

Die ganze Botschaft und die Gefühle, die die Handlung bei mir hinterlässt, gefallen mir nicht. Diese grobe Brutalität, Gewalt als Lösung für jedwedes Problem – da ist die selbstlose Ader von Tris gar nicht mehr spürbar. Auch so ein Moment, in der eine Waffe in der Hand als Macht und gut empfunden wird, ist für mich in dem Kontext irgendwie grenzwertig. Die eigentliche Aussage, dass man Gefühle nicht trennen kann und wir alle diese positiven und negativen Aspekte vereinen, ist mir zu sehr untergegangen.

Fazit

Eine sehr interessante Gesellschaftsform, die noch Unstimmigkeiten aufweist und mich durch ihre widersprüchliche Art nicht ganz überzeugen konnte. An die Protagonistin Tris kam ich nicht richtig ran, sie war sehr sprunghaft und unbeständig in ihren Handlungen und viel zu schnell gewaltbereit. Das ganze System wirkt sehr brutal und lässt mich mit einigen offenen Fragen zurück. Die Idee an sich ist spannend und es war wirklich fesselnd, aber einige Stellen wirkten unglaubwürdig. Ich hoffe, dass mich der 2. Band positiv überraschen kann.

© Aleshanee
blog4aleshanee.blogspot.de
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider ziemlich enttäuschend..., 3. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung (Kindle Edition)
Ich habe dieses Buch auf die Weiterempfehlung meiner Freundin gelesen, leider wurde ich enttäuscht. Nicht nur, dass es wieder eine Zukunftsstory ist mit dem Ziel möglichst viel Profit zu machen, sie ist zudem auch noch ziemlich hohl und selbst wenn man mal von den ganzen Fantasyding absieht, immer noch ziemlich unrealistisch. Man kann Menschen nicht einfach in fünf Kategorien gliedern und man kann schon gar nicht erwarten das 16-jährige Jugendliche, die nur ihre eigene Fraktion kennen und über die anderen kaum etwas wissen, eine Entscheidung treffen, die ihr ganze Leben beeinflusst. Mit der Hauptperson die anscheinend dem ständigen Chaos ihrer Gefühle ausgesetzt ist, kann man sich auch nicht so richtig identifizieren. Die Liebesgeschichte zwischen Four und Tris ist zwar ganz nett, aber irgendwie sehr gewollt und aus den Fingern gesogen. Außerdem ist nicht gnz klar warum ausgerechnet Tris eine Rebellion gegen das System beginnt und wieso nicht schon ein Unbestimmter vor ihr das versucht hat. Dass sie diese Rebellion kurz nach dem Tod ihrer Eltern und nachdem sie ihren Freund erschossen hat stattfindet ist auch nicht ganz logisch, denn normalerweise bräuchte man danach eine Langzeittherapie. Was auch schade ist, ist die Tatsache, dass das Buch fast ohne jeglichen Witz geschrieben ist. Alles in allem ziemlich enttäuschend, denn die grobe Story ist gar nicht so schlecht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unsympathisch und niveaulos :(, 6. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung (Kindle Edition)
Interessante Idee. Die Protagonistin ist mir aber nicht geheuer. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen und Handlungen sind mir total unsympathisch und gehen mir arg auf den Nerven. Sie macht ständig Wunschgedanken dass sie jemanden verletzen oder sogar töten will. Morddrohungen ohne Ende. Einige Grausamkeiten werden sogar positiv bewertet wie dass sie angenehme Macht spürt wenn sie eine Waffe in der Hand hält. (Sehr altamerikanisch) es is unerträglich und ohne Niveau. Ich kann immer noch nicht begreifen warum die Trilogie hochgeschätzt wird ...
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4.0 von 5 Sternen Gute Dystopie mit kleinen Schwächen, 25. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung (Kindle Edition)
Inhalt:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Meinung:
Bei diesem Buch war ich anfangs skeptisch, ob ich es lesen soll oder nicht. Letztendlich hat mich der Kinotrailer bewogen, der Geschichte eine Chance zu geben und rückblickend bin ich jetzt froh, doch noch das Buch gelesen zu haben.
Beatrice lebt in einer Zukunftsversion von Chicago. Die Gesellschaft dort ist in fünf Kategorien eingeteilt und jede Fraktion hat bestimmte Werte, nach denen sich die Einstellung und das Leben richten. Dadurch soll ein dauerhaftes friedliches Miteinander gewährleistet werden. Mit 16 muss sich jeder Jugendliche einem Test unterziehen um festzustellen, in welche Fraktion er gehört. Bei Beatrice jedoch ist das Ergebnis nicht eindeutig. Sie ist eine Unbestimmte, und Unbestimmte sind nicht gerne gesehen. Mit dem Ratschlag, niemanden zu verraten, dass sie eine Unbestimmte ist, entscheidet sie sich für eine andere Fraktion, als der, in der sie aufgewachsen ist. Sie wechselt von den selbstlosen Atruan zu den Ferox und muss sich dort einem knallharten Training unterziehen. Dort lernt sie Four kennen und lieben. Doch ihr Geheimnis scheint nach und nach durchzusickern und ehe sie sich versieht befindet sich nicht nur sie, sondern die ganze Bevölkerung in Gefahr, denn ein ungeheuerliches Komplott kommt zu Tage.
Das Buch beginnt direkt sehr spannend, die Fraktionen werden nach und nach erklärt und sind sehr interessant beschrieben. Der Grundgedanke hinter diesen Fraktionen hat mir sehr gut gefallen, aber auch dieses Buch zeigt auf, dass selbst so durchstrukturierte Gesellschaftsformen vor schwarzen Schafen und Despoten nicht gefeit sind. Nachdem Beatrice, die sich jetzt Tris nennt, bei den Ferox ankommt, flaut die Geschichte ein wenig ab und verliert ein wenig an Tempo. Das liegt zum einen an den vielen Erklärungen zu dem Gesellschaftsaufbau und den Protagonisten-Vorstellungen, zum anderen sind die Trainingseinheiten, die die Anwärter durchlaufen müssen, nicht immer so interessant. Das ist aber nur stellenweise aufgetreten und war nicht durchgehend so, denn trotz mancher Länge gibt es auch genauso viel spannende und erschütternde Passagen. Zum Ende hin zieht die Geschichte dann plötzlich immens an und alles entwickelt sich rasend schnell, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und man kommt so recht zügig durch das Buch. Geschrieben ist es aus der Ich-Perspektive und Tris lässt uns an ihren Eindrücken und Gedanken teilhaben.
Die Charaktere sind sehr vielschichtig und interessant. Tris, die bei den selbstlosen Altruan aufwächst, merkt für sich, dass sie nicht so selbstlos sein kann, wie es ihr vorgelebt wird. Sie möchte für ihre Meinung und ihre Freiheit einstehen. Trotzdem ist sie ein sehr mitfühlender Charakter, der sich um andere sorgt und für andere einstehen möchte. Four ist anfangs nicht so leicht zu durchschauen, man merkt aber schnell, dass hinter seiner rauen Schale ein weicher und mitfühlender Kern liegt. Er ist kompromisslos aber fair. Die Entwicklung seines Charakters fand ich fast noch interessanter, als die von Tris.
Alles in allem war dieses Buch eine gut ausgearbeitete Dystopie mit interessanten und abwechslungsreichen Protagonisten und einem spannenden Setting. Warum und weshalb die Gesellschaft sich so entwickelt hat, ist noch nicht ganz raus, es bleibt aber spannend und macht auf jeden Fall Lust auf den nächsten Band.

Fazit:
Eine gute Dystopie und ein gutes Jugendbuch, das mit einer interessanten Geschichte und spannenden Charakteren aufwarten kann. Bis auf die paar erwähnten Längen durchweg unterhaltsam.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
(Findet meine Rezensionen auch auf meinem Blog: vanessasbuecherecke.wordpress.com)
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1.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswert, 22. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung: Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Rezension enthält Spoiler

Die Idee von "Die Bestimmung" - die Aufteilung der Gesellschaft in Fraktionen je nach Charaktereigenschaften - hat mir vom Prinzip her gut gefallen, und vielleicht zu hohe Erwartungen geweckt. Gut, ein bisschen Geschichte dazu und was eigentlich die großen Vorteile davon sein sollen hätte nicht geschadet, aber an sich klang ein System, das nicht durch Angst aufrecht erhalten wird, sondern weil es prinzipiell funktioniert, wenn auch auf Kosten der Individualität, interessant. (Ich mochte "Brave new world" immer lieber als "1984").

Naja, war es dann aber leider nicht. Denn nach der Einführung verwandelt es sich in "Tris' Aufnahmeprüfung". Und auch das System wurde dann leider völlig unlogisch, denn anscheinend ist der Fall, dass jemand mehrere Charaktereigenschaften hat, äh, sich für mehr als eine Fraktion eignet, so selten, dass wenn überhaupt nur im Flüsterton davon gesprochen wird? Und es handelt sich nicht um fließende Übergänge - die Gehirne dieser Menschen funktionieren so anders, dass die alleskönnenden chemischen Mittel der Ken bei ihnen nicht richtig wirken. Diese Computer-gesteuerten Mittel machen leider zusammen mit der obligatorischen Liebesgeschichte ("Warum liebst du mich? Ich bin doch gar nicht hübsch!") den Rest des Buches aus. Und das System bricht auch (einstweilen jedenfalls?) nicht zusammen, weil ein Großteil der Menschen die Aufteilung als zu einschränkend empfindet, sondern weil die übrigen Fraktionen es nicht so toll finden, dass nur eine einzige von ihnen Regierungsmitglieder stellt (klingt verständlich). Von der Gewaltverherrlichung mal ganz abgesehen.

Nunja, es lies sich leicht lesen, ich hatte es so schnell durch, dass ich trotz meiner mangelnden Begeisterung vielleicht die Folgebände zur Vollständigkeit noch dranhängen werde. Ich fand auch, dass sich die Ähnlichkeiten zu den Panem-Büchern in Grenzen hielten, als reinen Abklatsch hab ich es also nicht empfunden - leider auch als nicht viel sonst.
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Die Bestimmung
Die Bestimmung von Veronica Roth (Taschenbuch - 21. Oktober 2013)
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