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4.0 von 5 Sternen Ein schwerer Einstieg mit einem vielversprechendem Ende, 23. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
'Als das Weißrauschen losging, waren wir gerade im Garten beim Unkrautjäten.' (Erster Satz)
Ruby hat als eines von wenigen Kindern in ihrer Nachbarschaft überlebt und der Grund dafür ist eine 'Krankheit' namens IAAN, bei dem die Kinder entweder sterben oder überleben und außergewöhnliche Kräft entwickeln. Jedes Kind, das überlebte, wurde von den Psi Special Forces eingesammelt und in einem Lager eingesperrt, dass sie und die anderen Überlebenden kurieren sollte. Inzwischen ist Ruby aber seit 6 Jahren da und hat erkannt, dass es keine Heilung gibt.
Als sich ein Ausweg ergibt, muss sie ihn nutzen, denn sie hat nicht vor den Rest ihres Lebens in einem Lager, in dem sie nichts hält, zu verbringen und Stück für Stück zu sterben.

Rezension
Zu dem schweren Schreibstil, an den ich mich erst zum Ende hin gewöhnt habe, kommt dazu, dass man schon von der ersten Seite an mit Informationen überladen wird, die einen zunächst zu erdrücken scheinen und nicht auf die leichte Schulter genommen werden können.
Danach folgte jedoch schon ein Abschnitt, der einem die Möglichkeit gab, sich die Geschichte durch den Kopf gehen zu lassen und Ruby's altes und neues Leben näher kennenzulernen. Dieser erstreckte sich jedoch über einen weiten Teil des Buches und hat mir nur wenige spannende Seiten geboten, die zwischen vielen, weniger aufregenden, Passagen fast untergehen.
Erst zum Ende hin folgte dann die sehnsüchtig erwartete Spannung und ließ mich schlussendlich doch in einen Lesefluss fallen, auch wenn ich auch an diesem Punkt noch immer über einige Sätze gestolpert bin.
Auch mit der Protagonistin Ruby konnte ich mich nicht direkt anfreunden, da sie zu Beginn des Buches in Selbstmitleid badet und, wann immer möglich, den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Natürlich kann man ihr das im ersten Moment nicht übel nehmen, da es mit ihrem Leben schon sehr früh steil bergab ging. Immerhin merkt man mit der Zeit doch, dass sie nicht nur äußerst intelligent, sondern auch eine Überlebenskünstelerin ist, die nicht nur sich selbst, sondern auch anderen aus ihren Löchern helfen kann.
All die Nebencharaktere wirken schon zu Beginn etwas sympathischer, da sie ihren Kampfgeist noch besitzen. Liam, zum Beispiel, versucht jedem Kind zu helfen und es zu verstehen, auch wenn dadurch seine eigenen Gefühle auf der Strecke bleiben. Dazu kommt, dass bei ihm jeder eine Chance bekommt und keiner von vornerein weggestoßen wird. Anders dagegen ist es bei Zu und Chubs. Aber obwohl Zu schwer vertrauen fasst und sich weigert auch nur ein Wort zu sagen, schließt sie Ruby in ihr Herz und findet ihr Vertrauen in andere, aber auch in sich selbst wieder und öffnet sich einer Welt, die ihr zu lange verschlossen war. Und auch Chubs ist, auf den zweiten Blick, ein sympathischer Charakter, der immer für Wirbel sorgt und kein Blatt vor den Mund nimmt, vor allem dann, wenn er zeigen kann, wie intelligent er doch ist.
Aber nun wieder zur Geschichte selbst, dessen Idee seinen mit der Zeit seinen Reiz offenbart, aber nicht gerade vor Innovation sprüht. Die Autorin gibt sich mit Details und Beschreibungen viel Mühe, schweift aber sehr oft vom Wesentlichen ab, wodurch der rote Faden sich immer mehr in ein Netz verstrickt und in viele verschiedene Richtungen einschlägt.
Leider dauert es auch eine ganze Weile bis die Spannung ansteigt, auch wenn sie dann direkt durch die Decke schießt und zusammen mit einigen neuen Menschen die Story anfacht.
Der Schluss hat mir dann aber noch den Atem geraubt und meine Neugier auf die Fortsetzung geweckt, was nicht nur dem Cliffhanger zu verdanken ist, sondern auch der Intensität der Gefühle am Ende dieses Bandes.

Fazit
Trotz seiner Charaktere, die ich zum Schluss hin in mein Herz geschlossen habe und der reizvollen, wenn auch nicht innovativen, Idee, konnte ich mich erst zum Schluss hin die Geschichte wirklich genießen. Denn meiner Meinung nach muss die Autorin noch etwas an ihrer Struktur arbeiten und sich an einem Strang, denn sie vorher festlegt, orientieren. Außerdem sollte man sich bei dieser Lektüre bewusst sein, dass es trotz des Genres schwer zu verdauen ist und neben dem Schreibstil, auch die Umstände, einem im Magen liegen könnten.
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4.0 von 5 Sternen Erste Hälfte: Zäh, Zweite Hälfte: Wow - 3,8 Herzen, 11. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
"Sie hatten gar keine Angst vor den Kindern, die vielleicht sterben könnten, oder vor den Leerstellen, die sie hinterlassen würden. Sie hatten Angst vor uns - vor denen, die am Leben blieben."
[S. 15]

Inhalt:
Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ...

Meine Meinung:
In der Flut an Jugendbüchern, die jedes Jahr erscheinen ist es schwer, etwas neues zu erschaffen. Etwas, das es inhaltlich bisher noch nicht gab - nicht einmal ähnlich. Oftmals liest man ähnliche Inhalte nur mit etwas anderer Umsetzung und ist schnell gelangweilt oder ernüchtert, weil man die ganze Zeit denkt: Das hast du doch letztens erst so ähnlich gelesen. Obwohl die Trilogie von Alexandra Bracken eines der Dinge ist, die schon gehyped wurden, noch bevor sie in Deutschland veröffentlicht waren, war die erste Hälfte von "Die Überlebenden" ein genau solches Buch für mich. Eine Endzeitdystopie mit Fantasyelementen und ein wenig Survival hier und da - nichts, was man nicht schon irgendwo anders ähnlich gelesen hätte. Durch einen leicht ausufernden Schreibstil wurden die ersten zweihundert Seiten eine zähe Masse an wiedergekauten Wörtern; sicherlich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Bis dann schließlich die zweite Hälfte folgte. Und die hat mich dann doch überzeugt.

Wie schon gesagt: Schlecht war die erste Hälfte nicht und ich kann mir gut vorstellen, dass ich von der ersten Seite an gefesselt gewesen wäre, wenn ich nicht schon unzählige andere Dystopien gelesen hätte, aber mir hat einfach das gewisse Etwas gefehlt. Die letzte Prise Salz, die es würziger, lebendiger macht. Kleine Wehmutstropfen zwischendurch waren kleine Logiklöcher und ein etwas schwächelnder Weltentwurf, von dem ich annehme, dass er in den nächsten Bänden ausführlicher behandelt wird. Abgesehen davon wurde "Die Überlebenden" jedoch ungefähr ab der Hälfte eine wirklich schön zu lesende Jugenddystopie, was nicht zuletzt an den Figuren gelegen hat. Meine Zuneigung zu der Geschichte wurde nämlich vor allen Dingen wegen einem kleinen, stummen, japanischen Mädchen genährt, dass zuckersüß und obercool zugleich ist - Suzume. Sie hat so viel Herzenswärme und Stärke in die Geschichte gebracht und die etwas distanziert wirkende Protagonistin Ruby wieder wett gemacht, dass ich irgendwann ganz verliebt in die Figuren des Buches war.

Ruby ist zwar keine schlechte Protagonistin - sie erweckt schon die Sympathie, die man erwartet -, aber ihr fehlte irgendwie ein letzter Schliff. Sicherlich, sie hat viel durchgemacht und ist vielleicht gerade deswegen nicht sehr umgänglich, aber in anderen Bereichen war sie dann plötzlich wieder überraschend offen. Zumal ich sie teils wirklich etwas zu clever - bzw. wissend - fand, dafür, dass sie seit sie zehn Jahre alt ist, weder Bildung, noch normale Kommunikation genossen hat. Sie wusste Dinge, die man einfach nicht wissen kann, wenn man das normale Leben ganze sechs Jahre nicht leben durfte/konnte. Das mag kleinlich sein, hat aber dann und wann einfach die Glaubwürdigkeit des Buches geschmälert, was der Atmosphäre oftmals geschadet hat. Besonders charismatisch fand ich dafür Chubs, einer der Jungs, die Ruby begleiten, einfach, weil er sehr speziell ist und wenig naiv. Liam hingegen hat weniger Ecken und Kanten und rutschte einem dadurch oftmals durch die Finger, obwohl er zum Ende hin etwas mehr Konturen bekam. Aber auch der mysteriöse Flüchtling, zu dem Ruby und ihre Gruppe wollen, war eine Figur von der charismatischen Sorte, von dem man hoffentlich noch einiges erfahren wird.

Plottechnisch gab es noch keinen durchgehenden roten Faden, das Hauptziel war die meiste Zeit das Finden des Flüchtlings, da dieser angeblich die Möglichkeit hat, die Familien der Kinder ausfindig zu machen. Ein höheres Ziel, wie die Stürzung des Systems wurde gar nicht angeschnitten, daher könnte man trotz viel Action und Spannung sagen, dass es noch nicht wirklich zur Sache geht. Hier bin ich gerade auf einige Entwicklungen im zweiten Band gespannt, gerade, weil "Die Überlebenden" mit einem wirklich fiesen Cliffhanger endet, der noch einmal einige überraschende Wendungen umfasst, die man Ruby nicht zugetraut hätte, die aber auch andere Figuren in ihrem Umkreis betreffen. Ansonsten ist die große Hauptthematik nicht unbedingt neu, wurde aber teils interessant umgesetzt. Nun heißt es warten, aber nicht allzu lange - schon im Februar 2015 erscheint schließlich der zweite Band in deutscher Sprache.

Fazit:
Ruby überlebt und kämpft. Die erste Hälfte des Buches musste auch ich kämpfen - gegen die zähe Masse an Worten, die ich schon einmal irgendwo glaubte gelesen zu haben. Ab der Hälfte wendet sich das Blatt jedoch und ich war gebannt und das nur durch eine einzige Figur, die mir das Buch irgendwie schmackhaft gemacht hat. "Die Überlebenden" hat mich entgegen aller Erwartungen nicht umgehauen - vielleicht, weil es in dem Genre inzwischen schwer geworden ist, mich zu überraschen und etwas Neues zu erfinden - und auch nicht völlig baff und emotional zurückgelassen, aber spätestens ab einem gewissen Punkt habe ich sämtliche Figuren (mit einigen Ausnahmen) ins Herz geschlossen und so wurde auch der Plot interessant und faszinierend. Für Vielleser vielleicht nicht unbedingt neu, aber definitiv kein schlechtes Buch, das (für mich) etwas brauchte, um in Fahrt zu kommen. Für mich ein 3,8 Herzen-Buch, aber da es das bei mir nicht gibt, gibt es vier Herzen mit Bauchschmerzen.
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5.0 von 5 Sternen Die Überlebenden - eine fesselnde Dystopie, 11. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
die Autorin:

Alexandra Bracken wuchs im US-Staat Arizona auf. Nach ihrem Studium am „College of William & Mary“ in Virginia zog es sie nach New York City, wo sie derzeit lebt und arbeitet. Ihren ersten Roman schrieb sie schon während des Studiums als Geschenk für eine Freundin. Die Liebe zu Büchern hat sie aber nicht nur dazu gebracht, selbst zu schreiben. Sie arbeitet außerdem bei einem großen amerikanischen Buchverlag und hat jederzeit eine Buchempfehlung parat.

Klappentext:

Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ...

Charaktere:

Ruby ist ein einsames, wurzelloses Mädchen, das sich selbst auf Grund ihrer Fähigkeit nicht annehmen kann. Sie ist von Schuldgefühlen durchzogen und fühlt sich minderwertig.
"Nicht einmal daran, dass ich in der Lage war, die anderen zu beschützen, konnte ich glauben." -Seite 211

Ja, sie empfindet sich sogar als zu gefährlich für andere.
"Denn jede Sekunde, die ich bei ihnen blieb, bot eine weitere Chance, dass sie herausfanden, dass Skiptracer und PSFs nicht die wahren Monster dieser Welt waren. Das Monster saß auf ihrem Rücksitz." -Seite 170

Liam trägt eine gutgelaunte Maske. Er ist ein hilfsbereiter Junge, der sich um andere sorgt und immer versucht für sie da zu sein. Nicht selten täuscht er seine gute Laune vor, oder versteckt seinen eigenen Kummer, um anderen Hoffnung und Zuversicht zu geben. Er ist immer bemüht, niemals Verzweiflung aufkommen zu lassen.
"Und du kapierst nicht, worum es geht. Nicht darum, dass ich daran glaube, was Lee sagt, sondern darum, dass ich hoffe, dass er recht hat, denn was ist denn die Alternative?" -Seite 242

Er ist vertrauensselig und gutherzig, was in manchmal in unangenehme Situationen manövriert.

Chups ist ein ruhiger, intellektueller Typ. Er steht auf Mathe, Bücher und vermisst die Schule. Oftmals hilft seine sachliche, kalkulierende Art, Probleme zu umschiffen. Auch er tut alles, um seine Freunde zu schützen.

Suzume ist das Nesthäckchen. Sie schafft es auch ohne zu sprechen, die anderen für sich einzunehmen. Trotz ihrer Vorgeschichte auf Grund der Fähigkeiten, konnte sie sich ein Stück weit das Kind in sich bewahren. Dennoch ist sie sehr verängstigt und immer in Sorge, sie könnte anderen Schaden.

Meinung:

Die Überlebenden ist eine fesselnde Dystopie, die den Leser durchgehend in ihrem Bann hält. Die düstere Stimmung wird durch Umstände wie der Ungewissheit, wem man trauen kann und wem nicht und der damit verbundenen steten "Hab-Acht-Stellung" perfekt inszeniert. Selbst die Protas untereinander, schaffen es nicht, sich vollständig gegenseitig zu vertrauen. Alle haben Geheimnisse voreinander, wobei jeder vom anderen weiß, dass er nicht die Wahrheit spricht. Wer sind die anderen wirklich und was sind ihre Ziele?
Unterstützt wird diese Stimmung noch von der Politik die außerhalb der Lager betrieben wird um den Leuten glaubhaft zu machen, dass alles nur zum Besten der Menschen geschieht.
Man weiß irgendwann selbst nicht mehr, was man glauben soll. Wer sind die Bösen? Präsident Gray? Die Children's League? Oder doch die Skiptracer?

Auch die Vorgehensweise, dass man den Großteil der Geschehnisse und äußeren Umstände am Anfang gar nicht kennt und quasi mit Ruby und ihrem Wissensstand in die Geschichte hineinwächst, macht beim Lesen sehr viel Spaß.

Aber mein GANZ PERSÖNLICHES Highlight, sind die Bezugnahmen und Zitate auf "Watership down". Jeder, der dieses Buch oder den Film dazu kennt und liebt wie ich es tue, wird an diesen Stellen noch ein Stück weiter in die Stimmung und das Geschehen reinkatapultiert werden... TOLL!

Alles in allem eine fesselnde und sehr packende Dystopie, die Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon sehr auf Band 2 :) Zumal das Ende einen echt sprachlos zurück lässt und jetzt muss ich doch tatsächlich bis Februar warten, bis ich ENDLICH erfahre, wie es weitergeht :(

mein Fazit:

5 von 5 Sternen
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5.0 von 5 Sternen Toller Auftakt!, 7. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Inhalt von Die Überlebenden:
Ruby ist nicht nur eine der wenigen restlichen überlebenden Kinder, sondern sie besitzt auch eine der seltensten neuen Gaben. Zwar kann sie verhindern, dass sie entdeckt wird, als man die verbleibenden Kinder alle in ein spezielles Arbeitslager steckt, doch es dauert nicht lange und jemand entdeckt, dass Ruby etwas Besonderes ist. Um zu verhindern, dass man sie entweder tötet oder gegen ihren Willen für schlimme Dinge benutzt, gelingt Ruby die Flucht und sie entdeckt, dass sie nicht die Einzige ist, die entkommen konnte.

Meinung zu Die Überlebenden:
Ich kam nicht umhin festzustellen, dass die Geschichte so einige Parallelen mit "Ich fürchte mich nicht" von Tahere Mafi aufweist. Besonders, was den weiblichen Hauptcharakter betrifft: ein scheues, junges Mädchen, mit einer unglaublichen mächtigen Gabe, die sich davor fürchtet jemanden zu berühren, da das eine Katastrophe auslösen könnte. Sowohl Ruby, als auch Juliette aus "Ich fürchte mich nicht", sind für die Qualen, durch die sie gehen mussten, etwas zu gut für diese Welt, wobei ich hier Ruby doch realistischer gezeichnet finde, sie handelt nicht immer nur für andere, sondern auch einmal für sich selbst, ohne dabei jedoch egoistisch zu sein.

Als Protagonistin war sie mir ziemlich sympathisch. Besonders ihre Entwicklung hat mir recht gut gefallen, da sie gegen Ende immer mehr Rückgrat und Stärke zeigt, wo sie anfangs eher duckmäuserisch und schwach gewesen war. Als sie auf ihre späteren Gefährten Liam, Zu und Chubs trifft, wird klar, dass unter der weichen Schale ein durchaus zäher und intelligenter Kern versteckt ist.

Liam als männlicher Hauptcharakter war mir persönlich ein klein wenig zu blass und nichtssagend, ausser einer durchaus interessanten Portion Schuldgefühlen, hatt er für mich nicht viel vorzuweisen. Mir fehlen hier mal wieder die Ecken und Kanten, grundsätzlich ist er mir einfach zu nett. Chubs hingegen hat mir hier schon viel mehr zugesagt, er ist misstrauisch, rotzfrech und ein ziemlich Sturkopf. Ich habe ich schon sehr bald ins Herz geshclossen, obwohl er sich anfangs doch recht stachelig und trotzig benimmt. Aber da schnell klar ist, dass er ein gutes Herz hat und sich einfach um seine Freunde sorgt, muss man ihn einfach mögen und er wurde schnell zu meinem Liebligscharakter im Buch. Und die vierte im Bunde, die blutjunge Zu fand ich zuckersüß. Wahnsinnig mutig und auf ihre Art etwas ganz besonders. Deswegen ja - Alexandra Bracken konnte mich mit einem Großteil ihrer Figuren überzeugen, auch die Nebencharaktere im weiteren Verlauf sind interessant.

Bis wirklich Spannung aukommt dauert es etwas, aber da ich vom Schreibstil von Alexandra bracken von Anfang an gefesselt war, hat mir das hier absolut nichts ausgemacht. Es entsteht eine fantastische Atmosphäre und zeitweise hat man echt das Gefühl als stiller Beifahrer mit den vieren im Auto zu hocken und ihrem Gekabbel zu lauschen. Und im gegensatz zu "Ich fürchte mich nicht" ist die Story deutlisch actiongelandener und dystopielastiger. Die kleine Romance zwischen Ruby und Liam fand ich allerdings ein klein wenig fad, niedlich, aber mehr auch nicht. Hier hoffe ich auf die Folgebände.

Insgesamt hat mir dieses Buch wahnsinnig gut gefallen. Die Charaktere mochte ich zum Großteil sehr, die Handlung war spannend und selten langweilig - was bei einem 544 Seiten Buch nicht selbstverständlich ist - und das Ende macht große Lust auf den 2. Band, der in deutsch leider erst Februar 2015 erscheint. Mal schaun ob ich so lange aushalte oder ob ich mir bis dahin nicht doch das Buch in Englisch kralle^^

Wer "Ich fürchte mich nicht" mochte, findet an diesem hier bestimmt ebenfalls Gefallen - ganz besonders aber die, denen Tahere Mafi zu beziehungslastig war, denn hier liegt ein wirklich guter Mix aus Dystopie, Action, Charaktertiefe und tollem Schreibstil vor, der dieses Jugendbuch zu einem meiner Highlights in diesem Jahr macht.
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5.0 von 5 Sternen Spannend und trotz kleinerer Schwächen absolut empfehlenswert, 26. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch mit düsterem Cover aus dem Goldmann Verlag hatte es mir direkt auf den ersten Blick angetan. Der Titel ist nicht minder geheimnisvoll und machte mich nur noch neugieriger :)

Die Idee hinter “Die Überlebenden” klingt an sich erst einmal hervorragend und auch jetzt wo ich das Buch in Händen gehalten habe, bin ich vom Cover noch immer restlos begeistert. Die ganze Aufmachung des Buches ist herrlich düster und geheimnisvoll. Wäre ich nicht schon sehr gespannt gewesen, dann hätte ich mich wohl spätestens jetzt für dieses Buch interessiert.

>> Als das Weißrauschen losging, waren wir gerade im Garten beim Unkrautjäten. <<
Zitat S. 5

Der Einstieg ins Buch ist unvermittelt und schon etwas vorgegriffen. Erst später erfährt der Leser, wie es eigentlich zu dieser Situation gekommen ist. Es ist befremdlich und zunächst fand ich es etwas schwer in die Story hineinzukommen. Das lag an der seltsamen Situationen und den Charakteren. Es ist schwierig direkt eine Verbindung herzustellen, wenn man einfach so hineingeworfen wird. Schon nach wenigen Seiten jedoch, war ich mittendrin. Ruby ist ein 16 jähriges Mädchen, welches sich jedoch auf dem Wissenstand einer 10-jährigen befindet. Schuld daran ist die Gesellschaft, welche Kinder wie sie in Lager interniert.

>> Sie hatten gar keine Angst vor den Kindern, die vielleicht sterben könnten, oder vor den Leerstellen, die sie hinterlassen würden.
Sie hatten Angst vor uns – vor denen, die am Leben blieben. <<
Zitat S. 12

Aufgrund eines Virus stirbt ein großer Teil der Kinder vor ihrem zehnten Lebensjahr. Jene die überleben, entwickeln besondere Fähigkeiten. Aufgrund dieser Fähigkeiten werden sie in die Lager gebracht und nach verschiedenen Farben geordnet. Grün und Blau sind die vermeintlich ungefährlichen Farben. Kinder der Farben Gelb, Orange und Rot werden allerdings als gefährlich eingestuft und verschwinden bald wieder aus dem Lager. Ruby wurde als grün klassifiziert und verbringt mehrere Jahre in einem dieser Lager, bis sie plötzlich von Rebellen befreit wird. Das ist für sie eine seltsame Situation und so flieht sie abermals, nur um in eine Gruppe anderer Kinder und Jugendlicher hineinzurennen.

>> Die Kinder mit grünem und blauem X durften sich frei bewegen, ihre Hände schwangen neben dem Körper. Die mit einem blassgelben, einem orangefarbenen oder einem roten X mussten sich in Hand- und Fußschellen aus Metall durch den Regen mühen; eine lange Kette fesselte sie zu einer Reihe aneinander. Diejenigen, die als Orangene gekennzeichnet waren, hatten diese komischen Maulkörbe vor dem Gesicht.<<
Zitat S. 20

Ich muss sagen Brackens Schreibstil ist erschütternd. Fast unmerklich schafft sie eine Stimmung, die mich einfach mitgerissen hat. Obwohl ich mich zunächst nur schwer zurechtfinden konnte, hat mich Ruby schnell begeistert. Sie ist fast schon erwachsen aber gleichzeitig kindlich naiv. Dies ist nicht zuletzt ihrem bisherigen Leben geschuldet und so sehr gut umgesetzt worden. Sie ist nicht zu wissend und erwachsen. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, was sie merklich beeinflusst hat. Dennoch macht sie in ihrer Entwicklung nur kleine Schritte, sodass es auch für mich als Leser jederzeit sehr logisch und nachvollziehbar wirkte.

>> “Ich kann doch nicht so tun, als wäre das nie passiert”, erwiederte ich. Noch immer spürte ich die Vibration des Elektrozauns unter der Haut. <<
Zitat S. 78

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich während des Lesens zwischendurch auch mal den einen oder anderen Hänger hatte. Dennoch ist das Buch insgesamt äußerst gut und hat mich schon weit vor dem Ende begeistert. Die Handlung hat einen schönen Spannungsbogen, der den Leser bei der Stange hält. Die Spannung steigt auf den letzten 150 Seiten immer weiter an und führt zumindest für mich zu einem kleinen Herzschmerz-Finale. Das Ende war derart gut, dass es sämtliche leichten Schwächen zu Beginn ausgeglichen hat und ich daher begeisterte 5 Sterne vergebe. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band der Triologie, der übrigens im Februar des kommenden Jahres erscheint.
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5.0 von 5 Sternen Grandioser Dystopie-Trilogie-Auftakt, der dafür sorgt, dass Adrenalin durch die Adern fließt, 9. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Klappentext

„Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ...“

Gestaltung

Auf dem Cover sieht man ein Mädchen, das von hinten mit einem Licht beleuchtet wird und von dem man so nur einen Schattenumriss sieht. So wirkt es, als stände sie in einer Höhle oder als würde sie in eine hineinblicken. Zu einer optischen und vor allem auch haptischen Besonderheit wird die Gestaltung allerdings vor allem durch die raue Cover- sowie Buchrückenoberfläche. Es fühlt sich an wie sanftes Schmirgelpapier oder angeklebter Sand und macht „Die Überlebenden“ so zu einer Besonderheit auf dem Buchmarkt.

Meine Meinung

Nicht nur durch die Gestaltung ist „Die Überlebenden“ eine Besonderheit, auch der packende, actionreiche und spannende Inhalt fesselt den Leser und lässt sein Herz vor lauter Atemlosigkeit schneller schlagen.

Die Idee und der wirklich düstere Zukunftsentwurf von „Die Überlebenden“ haben mich dabei besonders gepackt. Ein Virus hat die jüngsten Generationen befallen und die Jugendlichen sind in Folge dessen mit bestimmten Fähigkeiten „verflucht“. „Verflucht“ deshalb, weil Kinder mit solchen Fähigkeiten in Camps weggesperrt werden, da die Bevölkerung Angst vor ihnen hat. Die Idee mit Fähigkeiten erinnert ein wenig an X-Men und wer, so wie ich, die X-Men mag, der wird auch „Die Überlebenden“ lieben!

Auch Protagonistin Ruby ist eine dieser Jugendlichen mit einer Fähigkeit. Die Geschichte wird komplett aus ihrer Sicht in der Form eines Ich-Erzählers berichtet. So kommt der Leser natürlich besonders dieser Figur sehr nahe und kann ihr Handeln sowie Denken sehr gut nachempfinden. Ruby ist dabei allerdings keine gewöhnliche 0815-Heldin, sondern wirklich besonders. In ihrer Kindheit musste sie viel durchmachen, ihre Fähigkeit ist gefährlich und schwer zu kontrollieren. Aber mit der Zeit lernt Ruby ihre Gabe einzusetzen und entwickelt sich zu einer selbstbewussten, taffen sowie starken Heldin.

Rubys Freunde Liam, Chubs und Zuzume sind dabei auch ganz besondere Charaktere, vor allem dadurch, dass jeder von ihnen so unterschiedlich ist. Vor allem Liam und seine Beziehung zu Ruby waren für mich etwas ganz besonderes, da wir hier nicht das sonst so typische Klischee der Liebe auf den ersten Blick erleben. Bei diesen beiden Figuren gibt es keine Zweifel, keine Fragerei, kein „Wir können wegen dem und dem nicht zusammen sein“. Sie passen einfach zusammen und merken dies erst im Lauf der Geschichte, ebenso wie der Leser selber.

“Die Überlebenden” ist seit langer Zeit mal wieder endlich ein Roman, der mich von vorne bis hinten komplett fesseln konnte. Dies lag nicht zuletzt auch an Alexandra Brackens grandiosem Schreib- sowie Erzählstil. Bildreiche Erzählungen, die allerdings auch sehr ins Detail gehen und somit manch einen Leser auch stören könnten, schalteten bei mir schon auf Seite 1 das Kopfkino ein und erst nach der letzten Seite wieder aus. Ich habe mich nicht ein einziges Mal gelangweilt, sondern war so in die Handlung vertieft, dass ich manchmal nicht bemerkt habe, wie ich vor Spannung die Luft angehalten habe.

Vor allem das wirklich überraschende Ende mit der erstaunlichen Wendung haben mich wirklich atemlos gemacht, sodass ich es kaum erwarten kann, dass der Februar endlich kommt, damit ich Band 2 „Furchtlose Liebe“ endlich verschlingen kann.

Fazit

Ein Trilogie-Auftakt, den man einfach lieben muss, da er alles hat, was ein Leserherz begehrt: Action, Dramatik, Spannung, Herzrasen-Momente, Atemlosigkeit! „Die Überlebenden“ ist ein Feuerwerk, das auf der ersten Seite entfacht wird und auch auf der letzten Seite immer noch brennt. Einzig der detailreiche Schreibstil könnte manchen Leser stören.

5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos

1. Die Überlebenden

2. Furchtlose Liebe (16. Februar 2015)

3. In the Afterlight (engl. 28. Oktober 2014)
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5.0 von 5 Sternen Tolle Dystopie mit tollen neuen Ideen..., 6. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Auf dieses Buch bin ich auf Grund des tollen Klappentextes gestoßen und war sofort begeistert von dem Cover, als ich es in den Händen hielt.

Worum gehts?
Ein Virus brach aus und nur Kinder waren betroffen. Ruby war 10 Jahre alt, als dies geschah.Keiner wusste, wie man diesen Virus aufhalten konnte. Doch es gab Kinder, die nicht von diesem betroffen waren, diese wurden von der Regierung gefangen genommen, verschleppt und in Farben eingeteilt. Es wurde an ihnen herum experimentiert. Darunter auch Ruby. Wie die anderen Kinder auch, besitzt sie hat eine besondere Gabe. Wird Ruby entkommen?

Meinung:
Als erstes fiel mir das Cover des Buches auf. Es fasst sich sehr rau an, was es allerdings zu etwas Besonderem macht. Es zeigt vermutlich Ruby, ist mit dunklen Farben hinterlegt und passte somit wunderbar zur Geschichte. Gleich auf den ersten Seiten des Buches bemerkte ich den wirklich schwierigen Schreibstil der Autorin. Es dauerte einige Kapitel, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Danach fiel mir der Einstieg sehr leicht und ich konnte der Geschichte ununterbrochen folgen. Zu Beginn lernte man direkt die Protagonistin Ruby kennen, denn aus ihrer Sicht ist die gesamte Geschichte geschrieben. Die Spannung wurde direkt aufgebaut und blieb bis zum Ende hin bestehen, was mich somit richtig an die Geschichte fesselte und ich das Buch nicht mehr beiseite legen konnte. Alles wurde sehr detailliert und gut dargestellt und man hatte beim Lesen ein genaues Bild vor Augen. Man bekam gleichzeitig richtig Hass, auf die Regierung, die die Kinder einfach so einkassierte und an ihnen herum experimentierte. Doch am Ende des Buches blieben viele offene Fragen im Raum, es kam zu einer drastischen Wendung, so dass man unbedingt den zweiten Teil lesen möchte, welcher auch schon ganz bald erscheinen wird.

Die Charaktere des Buches waren sehr gut ausgearbeitet. Ruby, welche besondere Fähigkeiten hatte, war ein Kind, voller Mut und voller Angst auf Grund dieser gegenüber anderen Menschen. Man konnte sich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Aber auch andere Charaktere, wie Zuzume, Liam und Chubs spielten in dem Buch eine wichtige Rolle. Chubs war der Intelligente in der Gruppe, Liam spielte den Beschützer und Zuzume war das Nesthäkchen. Die Gruppe und Koordination war fest und standhaft und brachte somit die Geschichte richtig ins Rollen.

Fazit:
Dies war eine Dystopie, die mich voll und ganz begeistern konnte. Neue Ideen wurden hier richtig gut umgesetzt und brachten großen Appetit auf Band 2...

- Cover: 5/5
- Story: 5/5
- Schreibstil: 4/5
- Charaktere: 5/5
- Emotionen: 5/5

Gesamt: 5/5

© Sharons Bücherparadies
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5.0 von 5 Sternen Grandioser Auftakt einer Trilogie, 1. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es sieht nicht nur toll aus, sondern fühlt sich auch wunderbar an. Ich könnte Stundenlang darüber streichen. Zu sehen ist ein Tunnel an dessen Ende ein Mädchen steht. Ich gehe mal davon aus, dass dies die Protagonistin Ruby darstellen soll. Ich finde das Cover gut gewählt, jedoch ist das Originale treffender gestaltet. Wenn man die Geschichte gelesen hat weiß man warum.

Warum wollte ich dieses Buch lesen?
Das Cover hat mein Interesse geweckt einen näheren Blick auf das Buch zu werfen. Als ich dann den Klappentext gelesen habe war ich überzeugt. Dieses Buch muss ich lesen. Ich mag Dystopien, umso düsterer umso besser. Die Idee mit dem Virus und den geheimnisvollen Fähigkeiten der Kinder machte mich sehr neugierig.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Man lernt zunächst Ruby kennen, aus deren Sicht die komplette Geschichte geschrieben ist.
Ruby ist eine tolle Protagonistin und konnte mich vollkommen überzeugen. Mit 10 Jahren ist sie in das Lager gekommen und verbrachte ganze 6 Jahre dort. Sie wirkt viel älter als sie wirklich ist und sehr reif. Ich konnte mich total in sie reinfühlen, ihre Ängste hinsichtlich ihrer Kräfte und anderen Menschen gegenüber konnte ich absolut nachvollziehen. Ruby ist seit langem mal wieder eine Protagonistin die mir richtig ans Herz gewachsen ist. Und sie hat eine erstaunliche Gabe, die aber auch nicht ganz ungefährlich ist. Ihre Entwicklung hat mich mitgerissen und total fasziniert. Allerdings hätte ich auch nicht mit ihr tauschen wollen. Denn für ihr Alter hat sie schon sehr viel durchgemacht. Mit der Zeit lernt sie ihre Gabe zu kontrollieren und bewusst einzusetzen. Ein durch und durch gelungener Charakter.

Liam, Chubs und Zuzume spielen in der Geschichte ebenfalls eine wichtige Rolle. Und auch diese drei Charaktere haben es mir angetan. Liam ist stets bemüht seine Gruppe zu beschützen. Chubs ist ein kleiner Bücherwurm und sehr intelligent. Auch wenn er Anfangs nicht sehr angetan von Ruby war werden sie Freunde und stehen für den Anderen ein. Und Zuzume ist das Kücken der Gruppe und man muss sie einfach gern haben. Auch wenn sie nicht spricht seitdem sie in einem Lager war kann sie sich durch Gesten und Mimiken sehr gut ausdrücken. Und sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Mädchen zu sein, ein Mädchen das wunderschöne Kleider trägt.

Alexandra Bracken hat in ihrer Dystopie eine Welt erschaffen, in welcher nur Kinder durch ein Virus getötet werden können. Die Kinder, welche überleben haben Fähigkeiten, die sich bei jedem anders darstellen. Die Regierung hat natürlich Angst vor den Kindern und sperrt sie in sogenannte Lager. Dort sollen sie angeblich rehabilitiert werden. In diesen Lagern werden die Kinder nach Farben eingeteilt:

Rote -Kinder, mit besonderen Fähigkeiten die gefesselt werden und als sehr gefährlich gelten
Orangene -Kinder, mit besonderen Fähigkeiten die gefesselt werden und gefährlich sind
Gelbe - Kinder, mit besonderen Fähigkeiten die gefesselt werden
Blaue - Kinder, mit besonderen Fähigkeiten die sich frei bewegen können
Grüne - Kinder, mit besonderen Fähigkeiten die sich frei bewegen können

Warum aber sind die Kinder, welche als Rote und Orangene eingestuft werden gefährlich? Sie können in Gedanken anderer eindringen. Und sie somit manipulieren. Und genau deswegen müssen sie besonders beobachtet werden.
Dieser ganze Hintergrund war wahnsinnig spannend zu verfolgen und die Spannung zog sich durch die ganze Geschichte. Dank des tollen Schreibstils und der bildlichen Erzählweise konnte man sich als Leser alles ganz genau vorstellen. Es wurde zu keiner Zeit langweilig und ich war vollkommen gefesselt. So sehr gefesselt, dass ich am Ende das Buch mit offenem Mund und einem Kopfschütteln zugeklappt habe. So viele Fragezeichen waren plötzlich in meinem Kopf. Ich konnte nicht fassen, dass das Buch zu Ende war. Musste ich jetzt wirklich bis Februar warten?
Ja ich muss bis Mitte Februar warten um zu wissen wie es weiter geht. Ich weiß nicht wie ich die Zeit überstehen soll, denn das Ende hat mich wirklich mitgenommen und sprachlos gemacht. Mit so einer Wendung hätte ich dann doch nicht gerechnet.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefesselt und begeistert. Ich muss sagen, dass dieses Buch das Beste ist was ich seit Langem gelesen habe und ich kann den zweiten Teil kaum erwarten.
Ich freue mich schon sehr Ruby auf ihrem weiteren Weg zu begleiten und hoffe das meine Fragen beantwortet werden.
Eine Dystopie, die es in sich hat. Eine Autorin, die weiß wie sie den Leser an die Seiten fesselt. Eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Eine Welt, die erschreckend und furchteinflößend ist. Die Überlebenden.

Mit "Die Überlebenden" hat Alexandra Bracken einen spannenden und spektakulären Trilogieauftakt geschaffen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Protagonistin wurde von mir sehr schnell ins Herz geschlossen. Die Idee von Kindern mit besonderen Fähigkeiten ist genial und wurde sehr gut umgesetzt. Für mich eine absolte Leseempfehlung.
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5.0 von 5 Sternen Überleben, um zu sterben?, 28. September 2014
Von 
Alexandra Gottstein "Bloggt Buchkritiken / Bl... (Deutschland / Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Dystopien sind im Moment in der Buchwelt sehr "trendy", aber Alexandra Bracken schafft es, sich mit ihrem Roman aus der Masse hervorzuheben - und zwar mit originellen Ideen, glaubhaften Charakteren, einem dichten, atmosphärischen Schreibstil und jeder Menge Spannung.

Klar gibt es schon Bücher, in denen ein Virus einen Großteil der Menschheit ausrottet, und auch die Idee, dass die Überlebenden spezielle Fähigkeiten entwickeln, ist nicht ganz neu. Aber alleine schon die Tatsache, dass hier ausschließlich Kinder betroffen sind, ergibt eine ganz andere Grundlage und wirft viele ethische, moralische und soziale Fragen auf. Wenn das eigene Kind plötzlich das Unbekannte und sogar Bedrohliche verkörpert, kann elterliche Liebe gegen instinktive Angst bestehen? Hat der Staat das Recht, eine ganze Generation von Kindern einfach in Lager einzusperren, statt nach Möglichkeiten zu suchen, sie als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft in die Zukunft des Landes einzubeziehen? Wie soll es überhaupt weitergehen nach einer solchen Katastrophe, bei der beinahe alle Eltern das Kostbarste verloren haben, was sie hatten - ihre Kinder?

Am Anfang tat ich mich schwer damit, zu akzeptieren, dass es tatsächlich so ablaufen könnte. Dass Eltern ihre Söhne und Töchter einfach so einliefern, dass ein Staat die nächste Generation von Steuerzahlern und Arbeitskräften einfach so abschreiben, dass die meisten Menschen nur noch mit Angst und Abscheu auf unschuldige, schutzbedürftige Kinder blicken würden. Dass es in den Lagern zu derlei sadistischen, unmenschlichen Vorkommnissen kommen könnte.

Aber dann haben mich die Lager, in denen die Kinder leben, mit einem Gefühl des Grauens an die KZs des dritten Reiches erinnert. Und ist das nicht schon die Antwort auf all diese Fragen? Menschen tun viel aus Angst, und korrupte Regierungen benutzen diese Angst.

Die Charaktere fand ich großartig, vor allem Ruby, die Protagonistin. Sechs Jahre hat sie im Lager verbracht. Sechs Jahre, in denen sie keine Schulbildung erhalten hat und stattdessen harte Arbeit verrichten musste. Sechs Jahre, in denen es ihr strengstens verboten war, andere Menschen anzufassen oder den Aufsehern auch nur in die Augen zu blicken. Und trotzdem ist sie nicht gebrochen - traumatisiert und emotional verwundet, ja, aber sie hat immer noch Lebenswillen und Mut.

Auch die anderen Charaktere haben mich voll überzeugt. Da ist z.B. die kleine Suzume, die seit ihrer Zeit im Lager nicht mehr spricht, die aber im Herzen trotzdem immer noch ein Kind ist, das spielen und hübsche Kleider tragen will. Oder der misstrauische Chubs ("Dickerchen"), der alles andere als dick ist, dafür aber Bücher verschlingt, wenn er sie denn bekommen kann. Und Liam, der Suzume und Chubs beschützt, weil es einfach in seiner Natur liegt, sich um Menschen zu kümmern. Und viele mehr... Die Autorin schafft es wirklich, Charaktere zu schreiben, die von ihrer traumatischen Vergangenheit gezeichnet sind, denen man aber auch den Mut abkauft, weiterzuleben statt nur weiterzuexistieren.

Die zusammengewürfelte kleine Familie der Protagonisten begibt sich schließlich auf die Suche nach dem "Flüchtling", dem geheimnisvollen Anführer einer Gruppe von Überlebenden, die angeblich irgendwo gut versteckt in Freiheit leben. Und diese gefährliche Reise, auf der sie sich durch eine zerbrochene Welt kämpfen müssen, war für mich von Anfang bis Ende spannend. Zum einen, weil sie mit allen möglichen Gefahren zu tun bekommen und ständig in Lebensgefahr schweben, und zum anderen, weil ich es faszinierend fand, Ruby dabei zuzusehen, wie sie sich entwickelt.

Der Schreibstil schafft es dabei, einerseits glaubhaft die Gedanken dieses Mädchens zu vermitteln, das die für die Entwicklung wichtigsten Jahre seiner Kindheit ohne Förderung und ohne Schulbildung verbracht hat, und andererseits mit sparsam eingesetzten Bildern das Bild einer Welt am Abgrund zu zeichnen. Gewalt wird zwar nicht ausgeklammert und durchaus explizit beschrieben, aber auch nicht in blutrünstigen Details sensationsgeil ausgeschlachtet - eine Gratwanderung, die der Autorin gut gelingt.

Es gibt eine Liebesgeschichte, die aber erfreulich zurückhaltend und ohne triefenden Kitsch erzählt wird, und wer Dreiecksgeschichten nicht ausstehen kann (wie ich), der sollte an einem gewissen Punkt der Geschichte nicht zu schnell aufschreien und erstmal weiterlesen... Das fand ich wirklich gut gelöst!

Fazit:
Nach anfänglicher Skepsis bin ich schnell in diese beklemmende Dystopie eingetaucht, die einerseits die Geschichte eines Mädchens erzählt, das gegen alle Widerstände einfach nur leben will, und dabei nebenher eine Menge moralischer Fragen aufwirft. Meiner Meinung nach ist das spannende, intelligente Unterhaltung nicht nur für Jugendliche.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mindgames, 2. November 2014
Von 
progue - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Überlebenden: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Die meisten sterben. Doch die, die überleben, erwartet etwas Schlimmeres - die Angst der Menschheit vor ihnen.

In naher Zukunft bricht in den USA ein grausames Virus aus, das fast alle Kinder zwischen 10 und 14 dahinrafft. Diejenigen, die überleben, finden sich plötzlich mit verschiedenen Gaben wieder: Es gibt welche, die elektronische Geräte beeinflussen können, andere, die allein mit der Kraft ihres Geistes tonnenschwere Gegenstände durch die Luft zu wirbeln vermögen - und dann gibt es diejenigen, die allein durch Ansehen oder Berühren einer Person ebenjene beeinflussen können. All diese Kinder sind einerseits genau das: Kinder. Andererseits sind sie so gefährlich, dass die Erwachsenen Angst vor ihnen bekommen. Und wie das so üblich ist in einer Gesellschaft der Furcht, macht man mit den Gefürchteten das Einfachste. Man sperrt sie weg.
Die Kinder kommen in Konzentrationslager (das schreibe ich bewusst so, um darauf hinzuweisen, dass dieses Szenario eben NICHT abwegig ist, wenn man sich die Geschichte der Menschheit vor Augen hält), wo sie von Medizinern Tests unterzogen werden und von den Bewachern Grausamkeiten erdulden müssen.

Eins von diesen Kindern ist Ruby, die mit zehn Jahren in so ein Lager kommt. Sechs Jahre später befindet sie sich mit drei anderen Kindern auf der Flucht - in ständiger Angst, wieder eingefangen zu werden von der einen oder anderen Seite. Es gibt mehrere Parteien, die ein Interesse daran haben, Ruby in die Finger zu bekommen, und keine dieser Parteien hat das Wohl des Teenagers im Sinn.

Das ist endlich mal wieder ein Buch, das mir als Gesamtpaket sehr gut gefallen hat. Die Idee ist innovativ, die Umsetzung klasse. Die große Stärke der Autorin ist das Entwerfen der Protagonisten, die sich wohltuend voneinander abheben mit eigenen Charaktereigenschaften, der Art zu sprechen (oder auch nicht), ihren Ansichten, ihren Zielen. Dabei schafft sie es sogar, Leute sympathisch erscheinen zu lassen, die das eigentlich nicht sein sollten, aber das ist eben authentisch. Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, und Antagonisten, die der Meinung sind, das Beste zu wollen, erscheinen mir viel lebendiger als solche, die einfach böse um des Böseseins Willen sind.

Einige Sachen waren vorhersehbar. Der Flüchtling zum Beispiel. Wenn die Autorin nicht gelegentlich mit ihrer Liebe zu Watership Down gespielt hätte, wäre es vielleicht nicht ganz so auffällig gewesen, aber durch die gelegentlichen Hinweise war es von Anfang an klar, wie es ausgehen musste. Auch erschien mir Ruby für jemanden, der sich nie vom Stand einer Zehnjährigen wegbewegen konnte, weil sie nie weiter unterrichtet wurde und keinerlei Chancen hatte, sich Wissen anzueignen, meistens viel zu eloquent und clever. Ihre Denkweise mag einem normalen Teenager in dem Alter angemessen sein, aber sie ist ja eben nicht normal. Dazu kam, dass trotz der vielen Jäger allgemein offensichtlich kaum noch Menschen existierten. Die Flüchtlinge mussten nicht allzu oft aufpassen, normalen Erwachsenen zu begegnen. Angesichts der Tatsache, dass es offensichtlich überall an Benzin mangelt, hatten die Kids verdammt wenig Probleme, jederzeit an Sprit zu kommen. Das sind so Sachen, die man meiner Meinung nach logischer hätte ausarbeiten müssen.

Fazit: Faszinierender Einstieg in eine neue Dystopie mit wenigen Schwächen und noch viel Luft nach oben.
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Die Überlebenden: Band 1 - Roman
Die Überlebenden: Band 1 - Roman von Alexandra Bracken (Taschenbuch - 18. August 2014)
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