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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung Trivialliteratur!
Wer hätte in den Zeiten, als es noch kein Internet gab, einen Schundroman so rezensiert, als ginge es um das neue Werk eines Nobelpreisträgers? Wer dieses Buch als Literatur betrachtet und bewertet, dem ist nicht zu helfen. Dieses Buch erfüllt einen anderen Zweck, für den ich ihm vier Sterne geben möchte.
Es ist ein Flucht- und Suchtmittel...
Vor 1 Monat von virag veröffentlicht

versus
5.161 von 5.465 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaft!
Ich habe das Buch in einer Tausch-Bibliothek im Urlaub gefunden. Es schockiert mich doch sehr, dass sämtliche Frauen im Freundes- und Bekanntenkreis mit den unterschiedlichsten Leseneigungen dieses Buch wärmsten empfohlen haben und wirklich alle total umgehauen wurden von der Tatsache 'wie heftig es da zur Sache geht'. Und jetzt denk ich mir so: Hä? Ihr...
Veröffentlicht am 17. September 2012 von Julia Legner


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5.161 von 5.465 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaft!, 17. September 2012
Von 
Ich habe das Buch in einer Tausch-Bibliothek im Urlaub gefunden. Es schockiert mich doch sehr, dass sämtliche Frauen im Freundes- und Bekanntenkreis mit den unterschiedlichsten Leseneigungen dieses Buch wärmsten empfohlen haben und wirklich alle total umgehauen wurden von der Tatsache 'wie heftig es da zur Sache geht'. Und jetzt denk ich mir so: Hä? Ihr seid alle um die 30 und DAS haut Euch um???
Abgesehen von zweimal nekisch patschi-patschi mit der Reitgerte kitzeln passiert da doch nicht mehr als simples Gevögel. Jede Stellung wird mal durchgenommen, die unerfahrene Ana zerfällt ständig "into 1000 pieces" und er kann nur noch stöhnen wir verrückt sie ihn macht. Herzlich willkommen in einem schnöden Porno.
Hinzu kommt noch, dass beide Charaktere super unsympathisch sind. Sie ist mit 21 NATÜRLICH noch Jungfrau, aber nicht weil sie ne schäbbige pummelige Olle ohne soziale Kontakte ist, sondern weil... ja, warum eigentlich? Ach ja, noch kein Mann ein Kribbeln verursacht hat. Selbstredend, dass das scheue Reh auch noch NIE masturbiert hat. (Ich muss schon wieder mit den Augen rollen...) Hinzu kommt, dass sie peinlich wenig Selbstbewusstsein hat, sich ständig auf der Lippe kauen und auf ihre Hände starren muss, sie bei der kleinsten Kleinigkeit (wie eine anzügliche Bemerkung über ihre glanzvollen Leistungen in der Kiste) wie eine Klosterschülerin errötet, ihrem Traummann aber DANN beim aller aller ersten Mal den Chrom von der Stoßstange lutscht. Ist klar...!
Er hingegen ist einfach zu perfekt (mal abgesehen von der Neigung Frauen zu verdreschen) um noch als sympathisch durchgehen zu können. Mal abgesehen davon benimmt er sich wie ein Waschlappen, wenn Klein-Ana mal wieder eine ihrer Wo-soll-das-nur-hinführen-Krisen hat. Die Autorin vergisst auch nicht auf mindestens jeder zweiten Seite seine langen Finger, die Lässigkeit wie er seine Hosen trägt, seine wuscheligen Haare und seine waaaaaaaahnsinns grauen Augen hervorzuheben.

Beim letzten Drittel des Buches habe ich bei den 0815-Sexszenen nur noch vorgeblättert, mir die stumpfsinnigen E-Mail-Korrespondenzen der beiden gespart (steht eh immer nur das gleiche drin) und mir noch schnell den Schluss reingewürgt. Das nicht ohne ein Grinsen, weil mal ernsthaft, ICH (als weibliche Leserin) hätte das mit dieser unerträglich dämlichen Kuh schon am liebsten am Anfang gemacht.
Dieses Buch hat vielleicht prüde amerikanische Vorstadthausfrauen vom Hocker, aber ansonsten eignet es sich nur für eine chronisch untervögelte Mauerblümchen ohne Selbstbewusstsein, die es sich mit Kerzen und eben diesem Erguss in der Badewanne gemütlich machen.
Und sollte sich jetzt irgendeine Verfechterin dieses Werkes den Schuh anziehen und sich über meine Meinung echauffieren: Ist mir egal!
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1.965 von 2.107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Es scheint, dass alle von mehreren Ticks geplagt sind, 6. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
So, ich habe endgültig aufgegeben. Ich hoffe ich habe noch rechtzeitig aufgehört zu lesen und werde keinen bleibenden Schaden davon tragen. Ich konnte schon spüren wie meine IQ Punkte schrumpfen und wie ich meine Gehirnzellen verliere.
Viel mehr Spaß hat mir die Auswertung folgender Statistik beschert:

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Lieblingsfarbe unserer Heldin rot ist. Sie trägt sie besonders gerne in ihrem Gesicht. Für meinen Geschmack viel zu oft, sage und schreibe 85 Mal. Und zwar in allen Facetten, von tiefrot und knallrot, über feuerrot und schamrot bis zu puterrot. Alleine der Satz „Ich werde rot.“ kommt 32 Mal vor.

Der Adjektiv „köstlich“ ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Dabei geht es keinesfalls nur um so profane Sachen wie das Essen oder Trinken, sondern sie findet, dass auch die Wunde, die Folter, der Schmerz sogar der elektrische Schlag insgesamt 44 Mal köstlich sein können. Der Höhepunkt sind aber eindeutig die Muskeln in ihrem Unterleib, die sich 27 Mal auf köstliche Weise zusammengezogen haben.

Wann immer sie kann, widmet sie sich ihrer präferierten Beschäftigung: Unterlippe kauen. Das hat sie genüsslich 34 Male gemacht. Sie hat auch versucht ihre Lippen zu schürzen, leider nur 6 Mal. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man dabei die Lippen nach außen stülpt und man strengt sich zum Denken an, was ihr mit ihren fünf Gehirnzellen unmöglich gelingen kann.

Sie hat zwei unzertrennliche und treue Begleiter. Ihr Unterbewusstsein steht ihr mit Rat und Tat mehr schlecht als recht 81 Mal zur Seite. Sie ist so dumm, dass ihr ihre unübertroffene und geniale innere Göttin mit ihrem dämlichem Gequassel auch keine Schäden mehr anrichten kann. Obwohl sie das 52 Mal versucht hat.

Auf verschiedenste Art stöhnen die beide 94 Mal: mit rauer Stimme, in verzweifeltem Staunen, kaum hörbar, erregt, atemlos.

Wenn sie ihre Lippen nicht kaut und ziellos mit „köstlich“ durch die Gegend schießt, dann starrt sie ganz gerne. Hauptsächlich auf ihre Hände, Finger und Füße. Aber auch das Fester, der Bildschirm und die Zimmerdecke waren 35 Mal nicht sicher vor ihr.

Die Kinnlade fällt auch 16 Mal herunter. Aber nicht nur ihr, sondern auch ihr Unterbewusstsein und ihre innere Göttin verlieren oft die Kontrolle über diesen Körperteil.

Seine graue Augen können alles: funkeln, strahlen, leuchten, glühen, frostig sein. Nach Lust und Laune haben sie sich 41 Mal verändert und dabei immer atemberaubend ausgesehen. Sogar 5 Mal haben sie wie flüssiges Silber geschimmert.

Apropos Augen: es scheint, dass alle von mehreren Ticks geplagt sind. Sie verdrehen die Augen 18 Mal und heben wahlweise nur eine oder beide Augenbrauen 37 Mal. Um nicht eintönig zu wirken, bedienen sie sich dabei an einem ganzem Repertoire an Gefühlen: genervt, stöhnend, erstaunt, viel sagend, amüsiert, interessiert und drohend.

Der Leser macht sich zunehmend Sorgen um das gesundheitliche Wohlbefinden der Akteure. Sie zucken nämlich ganze 72 Mal und zwar mit Wimmern, Achseln, Schulter, sogar mit ganzem Körper. Das Highlight liefert wieder mal die innere Göttin: sie zückt die Pompons, weil sie sich für eine Cheerleaderin hält! Besorgniserregend ist ebenfalls das ewige Pressen: nicht nur die Lippen werden gepresst, sondern auch die Hüften, Schenkel, Zähne, Beine, die Brust und der Mund.

Er ist zweifellos der attraktivste Mann auf diesem Planeten, unfassbar cool und gelassen, reicher als Krösus, unverschämt selbstherrlich, der Inbegriff männlicher Schönheit und unglaublich mächtig. Man würde mit Sicherheit von ihm erwarten, dass er ihr einen außergewöhnlichen Kosenamen verpasst. Denkste! Macht nichts, er selber findet „Baby“ so gut, dass er das 50 Mal verwenden muss. Ich finde origineller geht’s wirklich nicht.

Berühmt berüchtigt ist auch sein Kontrollzwang. 42 Mal hat er sich als besessener Kontrollfreak benommen.

Ich finde es Jammerschade, dass ich diese herrliche Statistik nicht fortsetzen kann, weil ich nämlich nicht weiter lesen werde. Mein Unterbewusst ist der Meinung, ich sollte diesen schnulzigen Schund zum Fenster hinauswerfen, aber meine innere Göttin ist damit gar nicht einverstanden. Sie ist so unverbesserlich romantisch veranlagt und will, dass ich durchhalte, weil ich am Ende bestimmt belohnt werde. Und falls es keinen 4. Teil mehr gibt, so kann ich mir auf meinem E-book Reader die schönsten Stellen jederzeit nachlesen!
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2.243 von 2.438 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kritik in vier Zeilen, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
"Junges Fräulein, darf ich's wagen?
Ich bin schön und habe Geld!"
- "Na, dann dürfen Sie mich schlagen!"

Und das liest die halbe Welt...
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überbewertet, 18. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Neugierig aufgrund der "Massenhysterie", die dieses Buch in der Öffentlichkeit auslöste, war ich umso erstaunter bis fassungslos, als ich mit dem Werk fertig war.
Darf Unterhaltung nicht auch den Anspruch haben, trotzdem gut geschrieben zu sein? Darf eine vermeintlich erotische Geschichte nicht dennoch eine gute Geschichte sein? Muss sie sich wirklich sämtlicher Klischees bedienen?
Braves kleines unschuldiges Mädchen goes wild & naughty?
Der natürlich blendend und unsagbar erfolgreiche Unternehmer, der stets trotz wichtiger Geschäftsaktivitäten sich Zeit für seine junge Geliebte/Sklavin nimmt...
Die vollkommen unschuldige (bis dato auch jungfräuliche) Studentin, die sich selbstverständlich als Naturtalent für sämtliche Praktiken herausstellt, die wohl kein unschuldiges Mädchen beim ersten Kontakt gleich in einer Art ausführt, die wohl jeder langerfahrenen Prostituierten gleichkäme.
Der "kaputte" Unternehmer, der natürlich noch niemals "Blümchensex" bis dato hatte, es aber, wie überraschend, mit unserer Protagonistin tut und zudem sehr mag.
Die Autorin (oder Übersetzer?), die sich in immer wiederkehrenden Dialogen zwischen der Erzählerin und ihrem "Unterbewusstsein" ergiesst.Jeder Deutschlehrer hätte spätestens bei diesen Passagen den Rotstift gequält und irgendwann die ungezählten Wiederholungen angestrichen. Ich muss zugeben, es kamen mir tatsächlich Stöhnlaute bei dieser Geschichte über die Lippen, denn mein Unmut über diese schriftstellerische "Leistung" brauchte ein Ventil.
Die Verkaufszahlen sprechen gegen mich und für das Buch, aber wofür sie stehen, hat sich mir leider nicht erschlossen....nur die Vermutung, dass es zu viele unzufriedene Frauen gibt, die sich mit solch einem Buch ein wenig herausträumen...aus was auch immer.
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530 von 590 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Da schon lieber Vampire, 25. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Umberto Eco schreibt in seiner Geschichte Woran man einen Pornofilm erkennt", ein solcher Film sei daran erkennbar, dass die Protagonisten länger brauchten, um von A nach B zu gelangen, als man ihnen dabei zusehen wollte. Dies sei darauf zurückzuführen, dass selbst Filme, deren einziger Zweck es wäre, die Zuseher scharf zu machen, nicht permanent einschlägige Szenen zeigen könnten und deshalb dazwischen Banales bringen müssten. Ja, willkommen bei 50 Shades of Grey". Hier gibt es zwischen jenen Szenen, in denen es zur Sache geht, hauptsächlich belangloses Geplapper der Heldin über die Vollkommenheit des Helden (1. Reich, 2. Schön.) Charaktäre und einzelne Szenen der Zwischenhandlung sind zum Teil 1:1 von Twilight" entlehnt - es würde auch mit Harry Potter" oder Vom Winde verweht" funktionieren, weil alles was sich zwischen den einschlägigen Szenen abspielt, völlig irrelevant ist - siehe oben.

Also nur eine Aschenputtel-findet-den-Prinz" Schnulze mit ein paar deftigen Szenen? Mitnichten. Der Prinz hat nämlich spezielle Vorlieben, für deren Verwirklichung er sich eine Folterkammer in seinem Schloss, pardon, Haus installieren hat lassen. Das Aschenputtel ist zwar dumm und ohne jeden Selbstwert - aber sie ist definitiv nicht masochistisch veranlagt (nach ihrer ersten "Bestrafung" kriegt sie fast einen Nervenzusammenbruch). Sie nimmt alles "aus Liebe" auf sich, in der Hoffnung, der Prinz würde sie dafür irgendwann einmal auch lieben.

Ich bin kein Kenner der BDSM-Szene, aber gibt es nicht einen Kodex, demzufolge alle Aktionen einvernehmlich durchgeführt werden, mit dem Ziel, dass alle Beteiligten etwas davon haben? Nun, das ist hier definitiv nicht der Fall. Der Held will die Heldin noch immer auspeitschen, obwohl sie ihm gesagt hat, dass sie das eigentlich nicht will. Es gibt einen 10seitigen Vertrag zur Regelung dieser Beziehung", der mindestens dreimal im Buch abgedruckt wird aber bis zum Schluss nicht unterschrieben wird. Der Held erklärt ihn schließlich für irrelevant - kein Wunder, die dumme Nuss lässt sowieso alles mit sich machen und hat schon vor dem ersten Date eine eidesstattliche Erklärung unterschrieben, dass sie niemandem Details über ihre Beziehung verraten darf. Zudem ist sie in Gegenwart des Helden immer wie gelähmt - aus Angst, er würde irgendeine ihrer Bemerkungen zum Anlass nehmen, sie zu "bestrafen". Die einzige Möglichkeit, ihm irgendwas Kontroversielles zu sagen, sind E-Mails - vorzugsweise vom anderen Ende des Kontinents abgeschickt. Sie hält das für Liebe, er für einen Beweis ihrer devoten Natur.

Die Heldin hat genau zwei Gehirnzellen - eine beinhaltet ein letztes Restchen Verstand und warnt sie gelegentlich vor ihren Aktionen (sie nennt sie das Unterbewußtsein" und betrachtet sie als Feind), die andere suggeriert ihr ständig Lass ihn mit Dir machen, was er will - irgendwann dazwischen oder danach wird er Dich schon flachlegen und nur darauf kommt es an" - das ist ihre Innere Göttin". Trotz dieser hat sie es geschafft ohne jegliche sexuelle Erfahrung 21 zu werden.

/*** Achtung Spoiler ***/
Am Ende des Buches wird es der Heldin denn doch zu heftig und sie beendet die Beziehung. Doch schon ein paar Seiten später findet sie, dass es im Vergleich zu Liebeskummer weniger schmerzhaft ist, mit einem Gürtel verprügelt zu werden ... Spätestens da hört sich der Spaß auf.
/*** Ende Spoiler ***/

Aber es kommt noch schlimmer. Die Schwarte hat nämlich noch zwei Fortsetzungen und dem Titel nach zu schließen wird noch eine Weile munter weiter geprügelt, bis im letzten Teil die Folterkammer zu einem Kinderzimmer umgebaut wird und der Held - durch die stille Duldung und Liebe der Heldin - von all seinen Obsessionen geheilt zum liebenden Ehemann und Vater mutieren wird. Wahrscheinlich kommt Mrs. Robinson babysitten.

In Zeiten, in denen misshandelte Frauen sich noch immer einreden lassen, diese Behandlung irgendwie verdient" zu haben und wo Frauen, die hoffen, dass ihre gewalttätigen Männer sich ändern werden, wenn sie treu zu ihnen stehen, von diesen umgebracht werden, brauchen wir keine solchen Märchen. Da schon lieber Vampire.
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658 von 733 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unfreiwillig komisch..., 1. Juli 2012
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Wenn sogar Hollywood bei diesem Buch großes Interesse angemeldet hat, so fragt man sich natürlich, wie sie diesen Stoff filmisch umsetzen wollen, denn in der Hauptsache geht es in diesem Buch um Sex - und zwar um SM-Praktiken, die wohl in der Vorstellungswelt der Autorin schon richtig schlimm sind, zumindest wird das in der Handlung immer wieder hervor gehoben. Hollywood müsste also, würden sie das Buch verfilmen, einen Soft-Pornofilm drehen.

Es geht um Anastasia, die den Milliardär Christian Grey bei einem Interview für ihre Studentenzeitschrift kennen lernt. Christian lässt sie nicht mehr los und es kommt, wie es kommen musste, sie verliebt sich in ihn und ist fasziniert von seiner undurchschaubaren Art. Schon recht bald offenbart er ihr, dass er auf SM steht und Ana muss sich entscheiden, ob sie sich auf seine Spiele einlassen will.

Soweit nichts neues, ich weiß nicht genau, was so viele Leserinnen an diesem Buch so fasziniert - es lässt sich zugegebenermaßen recht schnell und flüssig lesen und das Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren ist gut zu spüren, doch der Schreibstil der Autorin ist ziemlich platt und sie lässt kein Klischee aus. Auf fast jeder, aber wirklich fast jeder Seite knabbert Ana an ihrer Unterlippe und unzählige Male stammelt, murmelt und errötet sie, ab und zu flüstert sie auch, wohingegen Christian (seine grauen Augen sind ebenfalls recht oft ein Thema) beinahe jedes Mal in ihr Ohr haucht, dass sie gut riecht. Auch der Sitz seiner Hose und das tadellos aussehende Leinenhemd waren für die Autorin gefühlte hundert Mal so erwähnenswert wichtig, dass man sich fragt, ob sie eventuell ein Textbaustein-Programm verwendet hat.
Ich denke, das Buch hat sich, allein des Themas wegen, vom Geheimtipp zum Bestseller entwickelt und dank ebook- download können es nun viele Kundinnen anonym kaufen und werden beim Lesen nicht durch das Cover enttarnt.

Mein Fazit: Ich habe das Buch dank seiner unfreiwilligen Komik mit einerm Dauergrinsen im Gesicht gelesen, also gebe ich ihm für diesen Unterhaltungswert auf jeden Fall zwei Sternchen. Wenn die vielen Wiederholungen nicht wären und der Schreibstil etwas anspruchsvoller daher kommen würde, hätte mir das Buch dank des Knisterns zwischen den beiden Hauptfiguren ganz gut gefallen. Schön wäre es gewesen, wenn die Autorin etwas gründlicher in der Szene recherchiert hätte, denn sie schildert die Intentionen, die zu einem bestimmten Rollenverhalten in solch einer Beziehung führen, einfach viel zu schwarz/weiß und ungenau, obwohl das sicher ein interessanter Aspekt wäre, das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Allerdings geht es ihr nur um Unterhaltung und so würde ich ihr Buch als Mainstream einstufen, denn als wirklich gute erotische Literatur kann man es nicht bezeichnen.
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167 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oh Baby, schnell weg aus deren Welt!, 25. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman (Taschenbuch)
Alle meine Vorurteile wurden bestätigt und noch übertroffen. Ich habe absolut Nichts gegen Liebesromane, erotische/pornografische Literatur, aber gut müssen sie sein. Aber dieser hier, ist nicht gut.

Sie ist mit 21! noch Jungfrau und Ihre Entjungferung, welch unvergessliches Erlebnis. Genau so wünscht es sich ein junges Mädchen. "Leg Dich aufs Bett wir bereinigen jetzt Deine Situation." Wie romantisch.

Diese unsägliche Aufgabe wird vom attraktivsten, potentesten, köstlichsten und schönsten Mann des Universums übernommen und sie hat dabei gleich 2 markerschütternden Orgasmen der schärfsten Sorte. Natürlich! JEDE, wirklich jede Frau kennt das. Und natürlich kommt sie seit dem 1. Mal wirklich immer zum Höhepunkt und immer ganz doll heftig und ganz viele Male hintereinander. Wow!

Das vollkommen unerfahrene Fräulein, welches noch nie einen selbstgemachten Orgasmus hatte und vor einer Nacht noch Jungfrau war, ist perfekt in Fellatio und führt ohne jegliche sexuelle Erfahrung und aus völlig eigenem Antrieb einen Deep Throat durch, er kommt innerhalb 2 Minuten und zur Krönung schluck sie auch noch alles fein runter. Ich bin berauscht von soviel Realitätsnähe.

Natürlich ist er ein atemberaubend schöner, wahnsinnig attraktiver Adonis, der Inbegriff männlicher Schönheit und hat, ganz klar, einen riesengroßen Penis der selbstverständlich auch wahnsinnig potent ist, das frau allein durch eine bloße Berührung seines Körpers multiple orgasmiert. Und damit die latent vergesslichen, nach Luft schnappenden Leserinnen das auch ja nicht vergessen, wird es auf jeder 2. Seite noch mal erwähnt.

Nicht zu vergessen, das mit 27 Jahren ganz allein aufgebaute Milliardenimperium für das er tagtäglich Nichts tun muss, außer seine viele freie Zeit zu organisieren. Selbstverständlich ist er außerdem ein begnadeter Pianist, Literaturliebhaber und Teesortenkenner. Wow!

Er ist ein Zauberer, ein Magier, er kann sich trotz übergezogenem Gummi in ihr ergießen. Doppel Wow!

Selbstverständlich muss er gerettet werden. Seine kranke Seele ist von einem bösen, schwarzen Dämon besessen und nur eine kleine, naive, mit 4 Gehirnzellen ausgestattete Abtrünnige der Amischen (wie sonst konnte sie ohne in Besitz eines eigenen PCs im Stande sein in der heutigen Zeit erfolgreich das College zu absolvieren) kann ihn retten.

Ganz klar, er wirft sofort alle seine Prinzipien über Bord um mit ihr ganz entgegen seiner Neigung, romantischen Kuschelsex zu praktizieren. Sie krempelt ihn um, zum fast zahmen Stubentiger. Aber eben nur fast.... wir sollen ja gespannt sein, auf Band 2 und 3.

Warum wird dieser alberne Vertrag ständig in den Mittelpunkt gerückt und dann sogar von Mr. Grey für irrelevant erklärt? Doch nicht etwas weil sich Ms. Steele trotzdem verkloppen lässt? Vertrag hin Vertrag her, ich mach mit Dir ja trotzdem was ich will.... SM ist nicht einvernehmlich zwischen allen Beteiligten, basiert nicht auf Vertrauen und bewusst gelebter angeborener Neigung..... nein ..... man unterwirft sich zwecks der Gaudi, weil: "ich kann ihn bestimmt umpolen... aus Liebe".

Wunderbar. Und noch wunderbarer, das erste Mal und alle folgenden auf ein solides vertragliches Fundament zu setzen. Sex sollte man ja generell vertraglich bis ins kleinste Detail regeln. So macht es erst richtig Spaß.

Genau das richtige Signal an jugendliche Leserinnen: habt keinen eigenen Willen, lasst euch verbiegen, verbiegt den Partner, trefft keine eigenen Entscheidungen, lauft immer schön tiefrot an, betet ihn an, macht was er will, haucht und flüstert nur in Gegenwart eines Mannes, habt Angst vor ihm denn er könnte ja unvermittelt ausholen und Euch eine schallern, lasst euch unterwerfen auch wenn ihr das nicht wollt, irgendwann wird er Euch dafür lieben. Furchtbar welch antiquiertes Frauenbild hier vermittelt wird. Mir ist übel.

Sind Teenager die avisierte Zielgruppe der Autorin? So hab ich mich jedenfalls beim Lesen gefühlt. Primitivster Schreibstil in Form von >Mein schönstes Ferienerlebnis< mit massenhaften wort- und satzgleichen Wiederholungen, überladen mit Klischees, bedeutungsloser, ach gar keine Handlung, um sich von einer langweiligen Sexszene zur nächsten zu hangeln.

Diese Anastasia ist so naiv und weltfremd, das ich beim Lesen andauernd die Augen verdrehte, weil ich mich fremdgeschämt habe.

Dieser Mr. Grey ist kein Dom er ist ein Stalker. Er begegnet ihr zu keiner Zeit auf Augenhöhe. Er missbraucht und nutzt auf 600 Seiten ihre Unerfahrenheit und Verliebtheit aus. Für mich liest sich das unerträglich. Diese permanente Überwachung, die Kleinmacherei, Einschüchterung, Geringschätzung - das ist krank.

Die Sexszenen sind so langweilig und machen vielleicht insgesamt 30 Seiten des Buches aus. Sie macht nichts anderes als hauchen, stöhnen, stillhalten und tiefrot werden und er knurrt ununterbrochen. Wenn man die meisten Szenen real umsetzen würde, wäre man nach 10 Minuten fertig. 8 Minuten Vorspiel, 2 Min. maximal die Penetration und schwupps zerspringt sie in 1000 Teile und er kommt immer direkt sofort nach ihr. Wow! Das soll umwerfend toll sein? Das wünschen sich Mio. Frauen? Quickies am laufenden Band? Na herzlichen Dank auch.

Warum finden so viele Frauen dieses Buch so toll? Die Sehnsuchtsschnulze verklemmter Frauen die nicht in der Lage sind ihre Phantasien im realen Leben auszuprobieren? Ich kann das nicht glauben. Aber wenn das Buch anregt, dass Paare endlich wieder miteinander reden und vor Allem wieder Zugang und Spaß an der gemeinsamen Sexualität finden, dann vergebe ich den einen Stern gerne. Mir bleibt ja auch gar Nichts anderes übrig.

Wenn diese E.L. James auch nur ein wenig schreiben könnte, hätte sie aus der Idee wirklich einen tollen Roman machen können. Aber dann wäre der Roman wahrscheinlich nicht massentauglich gewesen.

Wer einen SM Roman lesen möchte, sollte zum Klassiker "Die Geschichte der O" oder ganz neu auf dem Buchmarkt "Safeword" greifen. Aber Achtung, das ist kein Zuckerwatte und Weichspül SM wie in Shades of Grey, sondern echter, mit all seinen Ambivalenzen.
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480 von 536 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einfach nur schlecht, 13. Juli 2012
Dieses Buch ist einfach nur schlecht. Und das hat folgende Gründe:
1. Es gibt keine Handlung. Die beiden Hauptfiguren treffen sich, reden, schreiben E-mails und haben Sex an verschiedenen Orten und in verschiedenen Stellungen. Das ist alles.
2. Die Charaktere sind total unglaubwürdig. Christian Grey ist ein 26-jähriger selfmade Milliardär (!) mit eigener Firma. Allerdings arbeitet er nie etwas, sondern verbringt seine Zeit damit, hinter Anastasia herzurennen - auf eine Art und Weise, die für mich mehr mit Stalking als mit Liebe zu tun hat. Er ist ungeheuer gut aussehend (was auf jeder zweiten Seite noch einmal extra betont wird), sehr potent, ein begnadeter Pianist und erfahrener Pilot. Anastasia Steele ist eine 21-jährige Jungfrau, die gerade drei Jahre College absolviert hat, ohne einen Computer zu besitzen. Dafür bekommt sie schon bei der kleinsten Berührung von ihm einen Orgasmus - oder gleich mehrere.
3. Der Stil lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Es gibt zu viele Wortwiederholungen. Im amerikanischen "amazon" hat sich eine Leserin die Mühe gemacht, die häufigsten Worte und Redewendungen zu zählen. Ein kleiner Auszug: Anastasia beißt sich 35 mal auf die Unterlippe, sie errötet 125 mal, beide runzeln 50 mal die Stirn, 199 mal wird gemurmelt und 195 mal geflüstert.
Ein Satz noch zu den Vergleichen mit "Twilight": Ich habe "Twilight" ebenfalls gelesen. Und wenn es mir als 45-jähriger berufstätiger verheirateter Frau nicht besonders gut gefallen hat, so konnte ich mir wenigstens vorstellen, dass es mir als 16-jährigem Teenager gefallen hätte: es gab Romantik, große Gefühle, Fantasy-Elemente und, durch die "bösen" Vampire, auch einen Schuss Spannung und Action. All das gibt es bei "Shades of Grey" nicht. Sparen Sie sich das Geld!
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81 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absoluter Schwachsinn, 14. Januar 2013
Von 
Lady in Black "Lady in Black" (Schwabach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Bei allem was mir heilig ist - ich schwöre, ich habe noch nie derartigen Schund gelesen!

Eine Freundin hat mir das Buch geschenkt, und so habe ich mich durchgequält. Zur Handlung:

Anastasia, die lieber Ana genannt werden möchte, lernt durch Zufall Mr. Grey kennen und findet ihn schlagartig begehrenswert. Er sie auch, obwohl sie ein durchschnittliches Gör ohne jegliches Selbstbewusstsein ist. Beim ersten Date macht er ihr klar, dass er a) "nicht mit Frauen schläft sondern hart f****" und b) dass er von ihr Unterwerfung verlangt. Im Zuge dieser Anforderung zeigt er der guten Ana noch sein Spielzimmer, das mit allem ausgestattet ist, was das BDSM-Herz sich nur wünschen kann. Ana hat sich bis dato zwar noch nie mit dem Thema BDSM befasst, aber weil Mr. Grey sie so fasziniert, dass sogar ihre innere Göttin einen Freudentanz aufführt, nimmt sie die ihr absonderlich erscheinenden Vorlieben des Wunderknaben billigend zur Kenntnis.

Leider, leider ist Mr. Grey so gar nicht zufrieden mit Ana. Sie kaut immer auf ihrer Unterlippe rum. Sie widerspricht. Und nachdem er ihr beim zweiten Date einen Sklavenvertrag unter die Nase hält mit der Aufforderung, dieses Machwerk zu unterzeichnen, gesteht sie ihm auch noch, dass sie immer noch Jungfrau ist. Er ist entsetzt, reagiert aber genau so, wie eine jungfräuliche 21jährige sich das bestimmt wünscht, nämlich mit dem Satz: "Wir werden Deine Situation sofort bereinigen!" Was er dann auch tut. Er erklärt ihr hinterher, er hatte noch nie Blümchensex, fands aber gut, und sie weiß vor lauter multiplen Orgasmen gar nicht, ob sie zuerst wieder mit dem Unterleib zucken oder partiell schamrot anlaufen soll. Ihre Dankbarkeit ob dieser sexuellen Offenbarung zeigt sie Mr. Grey in der Badewanne durch einen gekonnten Deep Throat, was ihm Faszination und postkoitales Haar, ihr eine salzige Rachenspülung und ein schamrotes Unterleibszucken der tanzenden inneren Göttin beschert. Himmel hilf!

Und man solls nicht glauben, nach diesem bescheuerten Anfang gehts kontinuierlich nur noch bergab mit der Handlung. Ana und Mr. Grey diskutieren seitenweise per E-Mail über Nichtigkeiten. Sie findet, dass er mit postkoitalem Haar beim Omelett-Essen ganz umwerfend aussieht. Er greint die ganze Zeit, sie soll doch endlich den Vertrag unterschreiben und sich ihm somit unterwerfen, weil "das ständige Widersprechen dann endlich aufhört". Und Ana, die doofe Nuss, sagt nicht "Hey, ich hab mit BDSM und Schlagen nix am Hut, sorry, such Dir ne andere", nein: Sie unterschreibt zwar nicht, lässt aber trotzdem alles mit sich tun, was Mr. Grey will. Obs ihr gefällt oder nicht. Und vieles gefällt ihr nunmal überhaupt nicht. Zur Masochistin wird man geboren und nicht gemacht, und das sollte irgendwer Mr. Grey mal auf die Netzhaut tätowieren.

Die Autorin hat wohl einigermaßen umfangreich zum Thema BDSM recherchiert. In "DEM VERTRAG" wird brav auf Safewords eingegangen, natürlich steht da auch, dass DER DOM gut auf DIE SUB aufpassen muss, Tabus werden mit eingebaut - google machts ja möglich, sich solches Wissen anzueignen. Der tiefere Sinn einer BDSM-Beziehung bleibt der Autorin jedoch eindeutig verborgen. Sie hat offensichtlich noch nie was von SSC gehört (safe-sane-consensual) und hat sich auch nicht klargemacht, dass eine derart intensive BDSM-Bindung über längere Zeit durchaus erreicht werden kann, jedoch definitiv nicht von heute auf morgen durchzuführen ist. Wär ja auch Blödsinn - der Reiz einer BDSM-Beziehung besteht ja darin, langsam immer mehr Grenzen auszuweiten, die Spielarten zu steigern und zu intensivieren. Wenn man, wie Mr. Grey mit seiner Ana, sofort von 0 auf 100 startet ist doch ruckzuck der Reiz weg.

Nunja. Meines Erachtens ist das Buch etwas für gelangweilte, sehr sehr biedere Frauen, die sich mit wohligem Gruseln beim Lesen darüber freuen, dass ihr Leben zwischen Makramee-Blumenampeln, Fimo-Türschildchen und Tupperpartys so herrlich normal ist, im Gegensatz zu dem dieser perversen Leute aus dem Buch. Packt man dann noch eine RTL-Doku über BDSM dazu, wird die Makramee-Mutti freudig erkennen, dass es sogar "in echt" so abartige Sitten gibt. Und sie wird das Buch in die Reihe "Dokumentationen aus dem echten Leben" einsortieren.

Wer Anregungen für seine BDSM-Beziehung sucht oder auf der Suche nach einem guten, erotischen Roman ist, sollte die Finger von diesem Machwerk lassen. Lieber auf den Klassiker "Geschichte der O" zurückgreifen (ja, der ist auch unrealistisch, aber immerhin gut und prickelnd geschrieben, und die Protagonisten haben Charakter), oder sich gleich Sachbücher in Richtung "Lust an der Unterwerfung" oder "Die Wahl der Qual" zulegen.

PS: Meine Freundin, die mir dieses Buch angetan hat, muss bestraft werden. Mit dem Hörbuch aller Bände der Twilight-Serie. Und ich werde meiner Freundin die Ohrstöpsel mit Sekundenkleber an den Trommelfellen fixieren. Und in dem Fall ist mir SSC sowas von egal.... :-)
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72 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das beste sind die 1Stern Rezensionen!, 9. Oktober 2012
Ich glaube noch nie in meinem Leben hat ein literarisches Machwerk mich so genervt!
Ich habe das Hörbuch von einer Freundin bekommen und kam nicht umhin, immer wieder beim Hören laut aufzustöhnen, emotional geladen aufzuschreien und mit den Augen zu rollen. Allerdings weder vor Begeisterung noch vor sexueller Erregung, sondern weil ich noch nie so ein schlechtes (Hör-)buch konsumiert habe.
Um eine wirklich gerechtfertigte Rezension zu schreiben, habe ich mich bis zum Ende gequält und es war die größte masochistische Leistung meines bisherigen Lebens. Wenn ich es nicht geschnekt bekommen hätte, würde ich Schmerzensgeld verlangen.
Auf die Story will ich gar nicht erst eingehen, das haben andere schon zur Genüge getan. Und dass die Protagonistin an nicht zu übertreffender Dämlichkeit leidet, geschenkt!
Auch dem hinreißenden Schreibstil gespickt mit endlosen Widerholungen, dämlicher Wortwahl etc. wurde an anderer Stelle schon genügend Rechnung getragen. Wenn man dieses Machwerk dann auch noch als Hörspiel goutiert, wird man mit einer Kleinmädchenstimme und der Blödheit der Heldin voll gerecht werdenden Naivstimme verwöhnt oder soll ich sagen gequält? Beim gefühlten 100. in piepsig-naiver Weise ausgestoßenen "Oh jeee" hätte ich meinen Player beinah im See versenkt.
Nun ist ja nicht jeder ein begnadeter Literat und blöde Storys gibt es zuhauf. Und auch gegen Storys, in denen ohne großen Anspruch über guten!! Sex geschrieben wird, habe ich überhaupt nichts einzuwenden.

Was mich am meisten entsetzt und ärgert:
1. wie kann ein solches Buch einen solchen Hype auslösen? Die Autorin verdient sich mit diesem Schrott dumm und dämlich und seriöse Buchläden werden gezwungen, dieses Teil in aufwendigen Marketingmassnahmen an die Frau zu bringen. Einfach erbärmlich!
2. Ich bin keine Emanze, aber das Frauenbild, was hier propagiert wird, ist einfach unterirdisch und Frauen, die das romantisch finden, erschrecken mich zutiefst.
3. Die moralinsaure Message: Vorliebe für SM-Sex (in absoluter Lightvariante) beruht natürlich auf Schäden in der Kindheit und die Heldin kuriert ihren Lover selbstredend weg von diesem kranken Zeug hin zu Blümchensex.
Ich könnte noch einiges dazu sagen, aber wohl nichts, was hier nicht schon ausreichend zur Sprache geommen wäre.

Aber zumindest für eines ist das Buch gut, es provoziert die lustigsten Negativrezensionen überhaupt und die zu lesen, macht einen Mordsspaß.

P.S. Falls einer einen effektiven Plan hat, die "innere Göttin" endgültig kaltzustellen, ich bin dabei!!! Vielleicht sollte ich mal mein Unterbewußtsein fragen, ob es eine Idee hat.
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