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31
4,5 von 5 Sternen
Der Hexenschwur: Historischer Roman - Band 3 der Hexentrilogie
Format: TaschenbuchÄndern
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Johann Bonner und seine Familie lebt 1634 in einem kleinen Ort an der Saar. Noch sind die Auswirkungen des dreißigjährigen Krieges im Westen des Reiches in Westrich nicht zu spüren, doch der Krieg kommt mit seinen Schrecken näher.

Nach 17 Jahren in der Fremde" packt Johann gerade jetzt die Sehnsucht nach der Heimat. Er will wieder zurück aufs Eichsfeld in Thüringen. Aber nicht alleine, seine Familie soll mitkommen. Doch seine Frau Franziska hat Angst. Haben sie doch die Heimat damals verlassen müssen, da sie der Hexerei beschuldigt wurde. Doch Johann lässt sich nicht beirren und bricht mit seiner Familie 1635 auf nach Hundeshagen.

Doch die Reise ist alles andere als einfach. Die Menschen leiden unter dem langen Krieg, viele Soldaten sind wegen mangelnder Bezahlung und schlechter Verpflegung desertiert und versuchen ihr Glück in Raub und Mord. Und so geraten auch Johann und seine Familie in die Fänge einer solchen Gruppe.

In letzter Sekunde erhalten sie Hilfe von zwei Schweden, die sie retten und in den Schutz ihres Trosses aufnehmen. Aber dann verliebt sich die 17jährige Tochter von Johann in den Arzt des Trosses...

Die Geschichte startet mit einem Prolog, der bereits 1628 spielt. In diesem Prolog wird gleich die Neugierde des Lesers geweckt. Wer war die Frau, die nachts durch die Gegend geschlichen ist und was wollte sie von der alten Hebamme?

Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen. Der erste beginnt in Wellingen bei der Familie Bonner und ihrem Weg nach Hundeshagen. Der Leser begleitet die Familie von den ersten Überlegungen wieder in die Heimat zu gehen, bis hin zur Ankunft.

Im zweiten Handlungsstrang lernt der Leser die Schwester von Johann Bonner kennen. Karoline lebt in Hundeshagen auf dem elterlichen Hof, ist mittlerweile verheiratet und birgt ein dunkles Geheimnis. In ihrem Keller lebt ein sogenanntes Wechselbalg, das sie mehr schlecht als recht versorgt, immer in der Hoffnung, ihren eigenen Sohn wiederzubekommen.

Diese beiden Handlungsstränge verlaufen nebeneinander bis sie sich gegen Ende vereinen. Die Geschichte ist in der auktorialen Erzählweise geschrieben, so dass der Leser einen guten Überblick hat.

Zwar handelt es sich bei dem Buch um den dritten Band, doch kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse der beiden vorangegangenen Bände lesen. Die Autorin gibt immer wieder Rückblicke, Hinweise oder Erläuterungen zu den vergangenen Geschehnissen, dass selbst einem Leser, der die anderen Bände nicht kennt, die Geschichte und die Handlungen verständlich werden.

Der Schreibstil ist flüssig und vor allem mitreißend. Deana Zinßmeister gelingt es, den Leser an der Geschichte regelrecht teilhaben und ihn in die Zeit des dreißigjährigen Krieges eintauchen zu lassen. Der Leser wird praktisch an die Hand genommen und Teil der Familie Bonner, erlebt die Schrecken des Krieges mit, die sich entwickelnde Liebe zwischen der Tochter Magdalena und dem Arzt Arne, aber auch die Furcht vor dem Wechselbalg und die Verwirrung des Wechselbalgs selbst.

Immer wieder stellt man sich die Frage, was hat es mit dem Kind auf sich? Was ist dem Kind passiert, dass es zu einem Wechselbalg wurde und wie wird es mit ihm weitergehen?

Fiktive und reale Personen werden miteinander verwoben, dabei ihre Macken und Kanten deutlich beschrieben und jeder Figur einen individuellen Charakter eingehaucht. Das Ende ist in sich schlüssig und abgeschlossen. Viel zu schnell muss man die Familie Bonner wieder verlassen und auf eine Fortsetzung der Geschichte hoffen.

In 45 Kapiteln darf der Leser die Familie Bonner begleiten. Mit einem Epilog rundet die Autorin die Geschichte ab, gibt noch weitere Erläuterungen in einem Nachwort. Auch eine Danksagung sowie eine Bibliographie findet man im Anhang. Im vorderen Bereich des Buches stellt die Autorin dem Leser ein Personenregister zur Verfügung, bei dem die realen Personen deutlich gekennzeichnet sind. Eine Karte des deutschen Reiches von 1635, in dem die in der Geschichte erwähnten Orte eingetragen sind, rundet den positiven Eindruck des Buches noch zusätzlich ab.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der Geschichte um die Familie Bonner, die den Leser mitnimmt in eine dunkle Zeit und eine aufregende Reise quer durchs deutsche Reich.

Reihe:
1. Das Hexenmal
2. Der Hexenturm
3. Der Hexenschwur
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2014
Inmitten des Dreißigjährigen Krieges beschließt Johann Bonner, gemeinsam mit seiner Ehefrau Franziska und den Kindern Benjamin und Magdalena, in seine Heimat Eichsfeld zurückzukehren. Vor nunmehr 17 Jahren war er gezwungen, mit Franziska sein Heimatdorf zu verlassen, da sein Vater sich damals gegen die Verbindung der beiden aussprach und Franziska sogar der Hexerei bezichtigte.

Vom Saarland bis nach Thüringen will Johann seine Familie führen. Zurück in die alte Heimat, wo er nicht nur hofft, seine Mutter und seine Schwester wiederzusehen. Johann hofft besonders, dass sich die verlorene Nähe zwischen Franziska und ihm wieder herstellen lässt. Dass er mit seiner Familie mitten durch das vom Krieg gebeutelte Reich ziehen muss, ahnend, welche Gefahr dieser Krieg für die Reisenden bedeutet und unwissend, welche Situation er in der alten Heimat vorfinden wird, hält Johann ebenso wenig von seinem Vorhaben ab wie das Bitten seiner Familie und die Ratschläge seiner Freunde.

Den größten Teil des Buches nimmt diese Reise ein, unterbrochen durch Szenen aus Thüringen, in welchen der Leser die Schwester Karoline kennen lernt. Karoline, deren Kind durch einen Wechselbalg ausgetauscht wurde, der nun unter widrigen Umständen im Keller gefangen gehalten wird.

Dies erfährt der Leser durch den Klappentext und durch die hier geschriebenen Rezensionen. Für mich hörte sich das alles sehr spannend an. Wechselbälge, Hexenverfolgung, der Dreißigjährige Krieg,...., Themen, die mich ermunterten, diesen Roman zu lesen. Auch ein wenig Romantik und natürlich die Spannung hinsichtlich einer solch gefährlichen Reise waren ein Lesegrund. All diese Themen wurden auch behandelt und dennoch konnte der Roman mich nicht überzeugen.

Zum größten Teil lag das an der Erzählweise. Mir persönlich war sie zu emotionslos, beinahe hatte ich das Gefühl, einen Bericht anstelle eines Romans zu lesen. Schreckliche Dinge passieren..., eine Frau wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt, eine unschuldige Familie im Haus verbrannt, die Familie Bonner brutalst überfallen,..., und doch blieb ich als Leser außen vor. Zu gefühlsarm handelt die Autorin all diese Dinge ab. Ja, ich finde, es liest sich tatsächlich ein wenig wie eine Berichtserstattung, ein wenig wie von außen betrachtet, ein wenig leidenschaftslos. Ich weiß, andere Leser haben das ganz anders empfunden, manche sprechen von einem äußerst gefühlvollen Roman..., tja, wem soll man da glauben? Welcher Geschmack trifft den meinen? Vielleicht kann ich dem einen oder anderen dadurch helfen, dass ich einige Titel nenne, die ich als sehr gefühlvoll und atmosphärisch dicht empfand. "Der Apotheker" von Clare Clark oder "Vor dem Abgrund" von Tom Finnek sind zwei solcher Beispiele, die ich persönlich absolut fesselnd und überzeugend fand.

Ich habe durch "der Hexenschwur" einige interessante Dinge über die Zeit damals erfahren, was mir sehr gut gefallen hat. Nur die Geschichte um Johann und seine Familie konnte mich nicht fesseln und die einzelnen Themen empfand ich als eher unterkühlt und distanziert abgehandelt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2013
Seit November 2010 mussten die Leser von Deana Zinßmeister auf die Fortsetzung der Geschichte der Familie Bonner warten, glücklicherweise nicht auf Bücher der Autorin, da diese zwischenzeitlich andere Romane vorlegte. Doch- das Warten hat sich gelohnt.

Nunmehr sind wir im Jahre 1635 angekommen. Mitten im dreissigjährigen Krieg, der das Land schon fast vollständig ausgeblutet hat. Nur ganz im Westen des Reiches in Westrich an der Saar sind die Auswirkungen noch gering, sind noch nicht alle Bauern erschlagen, die Handwerker gefallen, die Frauen geschändet- aber die Kriegsereignisse rücken näher. Ausgerechnet in dieser Situation will Johann Bonner durch die Trümmer des Reiches in seine Heimat - zurück aufs Eichsfeld- nach Thüringen, quer durchs Reich nach Osten. Nicht nur der Krieg tobt, sondern es herrscht auch eine dunkle Zeit. Die Menschen verstehen ihre Welt nicht mehr, das Wetter macht Kapriolen, die nicht den Lebenserfahrungen entsprechen und von so etwas wie Zwischeneiszeit haben die Menschen noch nichts gehört. Also muss jemand oder etwas "Schuld" haben - es kann nur sein, dass böse Menschen eine Schadzauber über das Wetter gelegt haben. Diese Hexen müssen brennen. Dieser Glaube ist tiefverwurzelt in den Menschen, so tief, dass eine Tochter als sie hört ihre Mutter sei einmal als Hexe verdächtig gewesen alle Liebe und Zuneigung, alle Gute der Mutter vergisst und nur noch Mißtrauen und Angst zeigt.

Auch in diesem Roman sind die Hauptfiguren mit Familie Bonner und den Menschen, die ihnen Begegnen solche Menschen, wie sie auch die Ahnen des Lesers gewesen sein dürften. Es geht um Menschen und ihre Handlungen in ihrer Zeit. Um einfache Menschen, Bauern, Soldaten, hungernde und verzweifelte Menschen, tapfere und feige Menschen, keine Könige, Fürsten oder Prinzessinnen. Auch wenn der Klappentext eine Liebesgeschichte erwähnt- ja - sie kommt vor, ist aber nicht der Schwerpunkt des Buches, sondern eine eingebettete Handlung. Ein Mädchen in der Entwicklung zur Frau lernt einen Mann kennen- und ja, am Ende bekommen sie sich, aber- mein Dank gilt der Autorin- die Jungfer geht als solche in die Ehe und die Hochzeitsnacht findet nach der letzten Seite des Buches statt.

Das für mich eigentliche Hauptthema des Buches findet aber in einem zweiten Handlungsstrang in Hundeshagen, dem Ziel der Reise der Bonners statt. Ein zweiter Handlungsstrang, der sich erst gegen Ende des Buches mit dem ersten vereinigt, aber im Wechsel zur Reise der Bonners Richtung Hundeshagen erzählt wird. Von dort wird erzählt, dass die Schwester von Johannes Bonner, Katherina, ein Wechselbalg großzieht- und wie sie das tut, was ein Wechselbalg ist und wie die Meinung der Zeit zu diesem Thema war. Das ist gruselig. Gerade weil Deana Zinßmeister es versteht "Kopfkino" zu erzeugen, den Leser so mitzunehmen, dass man neben Johann Bonner auf dem Bock des Gespanns sitzt, erlebt man auch diese Szenen in all ihrer Beklemmung, aber mit den aufgeklärten Wissen des heutigen Menschen mit.

Man merkt auch, dass die Autorin zwischenzeitlich einen Band über Sagen aus dem Saarland veröffentlicht hat- kleine Anmerkungen zu diesen Geschichten finden sich mehrfach.

Zusammenfassend zitiere ich mich selbst aus der Rezension zum "Hexenturm:

Deana Zinßmeister erzählt geradezu wie eine Großmutter, die ihren Enkeln am Kaminfeuer die Familiengeschichte erzählt. Spannend und farbig, aber lebensnah, eine interessante Mischung zwischen Distanz und Nähe. Die Geschichte normaler Menschen in ihrer Zeit, der Schmied, der einfache Bauer, der Dorfpfarrer, der Amtmann und der Pferdezüchter sind die Helden dieses Buches. Schön wäre es, wenn solche Bücher im Geschichtsunterricht verwendet würden. Ich kann es jedem nur ans Herz legen dieses Buch zu lesen, das unterhält und Geschichte erzählt auf eine Art und Weise, die wirklich Spaß macht.
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am 15. Oktober 2013
Der Roman "Der Hexenschwur" von Deana Zinßmeister ist der dritte Band einer Reihe, dem "Das Hexenmal" und "Der Hexenturm" vorangegangen sind. Er ist in sich abgeschlossen, und bedarf keinerlei Vorwissens.
Es geht um die Eheleute Johann und Franziska Bonner, die seit gut anderthalb Jahrzehnten eine neue Heimat auf dem Gestüt Rehmringer in Wellingen/Saarland gefunden haben. Ursprünglich mußten sie vom elterlichen Hof flüchten, weil der Vater eine reiche Braut für seinen Sohn Johann vorbestimmt hatte, und nicht davor zurückschreckte, Franziska in einen Hexenprozess zu verwickeln um die junge Liebe zu hintertreiben. Nachdem nun so viel Zeit vergangen ist, hofft Johann aufs heimatliche Eichsfeld mit Ehefrau und den beiden Kindern Magdalena und Benjamin zurückkehren zu können. Hier lebt immer noch seine Schwester mit ihrem Ehemann, sowie einem Kind, das sie unter unwürdigsten Bedingungen im Keller gefangen hält.
Der Umzug der Bonners wird zu einer lebensgefährlichen Tour quer durch wüstes Kriegsgebiet. Zwei schwedische Soldaten -Arne und Erik- können sie gerade noch einmal vor marodierenden Soldateska retten. Zwischen Arne und Magdalena funkt es gewaltig, aber man darf nicht vergessen, dass die Schweden der Erzfeind sind, und somit steht ihre Liebe nicht unter einem guten Stern.

Das Buch habe ich gerne gelesen, es ist flott geschrieben und man erfährt auf unaufdringliche Art und Weise viel über das damalige Leben. Die Charaktere sind einem schnell vertraut, man fiebert dem jungen Glück entgegen und auch das arme Kindchen im Keller läßt einen nicht unberührt. Die Intention Johanns zur Heimkehr kann ich nicht nachvollziehen, andererseits: sonst gäbe es dieses Buch nicht. Die Hauptfiguren sind mir eine Spur zu glatt, zu sympathisch, die Handlung in weiten Teilen vorhersehbar, der Erzählstil etwas zu spröde für meinen Geschmack, deswegen ein minimaler Punktabzug. Dennoch ein lesenswertes Buch mit hohem Unterhaltungswert.
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am 14. August 2013
"Der Hexenschwur" ist nunmehr der dritte Band, nach "Das Hexenmal" und "Der Hexenturm" von Deana Zinßmeister, und ich muss sagen, er hat mir noch Mal eine ganze Ecke besser gefallen, als seine beiden Vorgängerbände, die so schon großes historisches Zeitkino für mich gewesen waren. Speziell, da die Autorin diesmal eine ganz neue, fesselnde „Tonart“ mit eingearbeitet hat. Das „Keller-Kind“. Ich möchte hierzu nicht allzu viel verraten sondern nur erwähnen, dass mir die jeweiligen Passagen um den armen Wechselbalg bei jeder Erwähnung einen, ja fast schon gruseligen Schauer, beschert haben und mich gleichfalls stetig mit ihm hoffen lies.

Zum Ablauf der Geschichte möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen. Wichtig für mich waren vielmehr neben der spannenden wie bildreichen Handlung, inmitten des dreißigjährigen Krieges, die äußerst authentisch beschriebenen beiden Handlungsstränge der Familie Bonner. Lebendig, vielschichtig und aus dem damaligen Leben gegriffen. Erzählt als wäre man mittendrin. Was mir persönlich immer wieder an Deana Zinßmeisters Romanen besonders gefällt, ist die Schilderung dieser früheren Zeit aus Sicht der einfachen Leute aus dem Volk. Mit der so geschilderten Kulisse kann ich mir als Leserin stets wunderbar ein sehr anschauliches und auch sehr informatives Bild dieser Epoche machen. Es sind die Probleme, Wünsche und Herausforderungen des Alltags und in Kriesenzeiten, welche untermalt durch die Lebensweise des schlichten Volkes in Not, ein Wechselspiel kreieren, welches den Intrigenspinnereien der hochherrschaftlichen Adligen anderer Romane ganz sicher in nichts nachsteht.

Und so bangte ich mit, als der gebürtige Thüringer Johann Bonner trotz der aufkommenden Gefahr mit seiner Frau und den Kindern, nach einem familiären Schicksalsschlag, quer durch die Verwüstungen des Krieges Richtung Heimat ziehen will. Erst nach einigen Tiefschlägen und zum Teil voller Unmut treffen sie auf einen kleinen schwedischen Tross, der auf dem Rückzug ist und der ihnen streckenweise ein behütetes Geleit bieten könnte. In einer tödlichen Gefahr trifft der junge, schwedischer Arzt des Trosses dann auf die 17 jährige Magdalena, Bonners Tochter. Er verliert sofort sein Herz an sie, während das junge Mädchen nur langsam ahnt was sie empfindet. Doch die mitreisende Hübschlerin Brigitta beansprucht den attraktiven Burschen für sich, und auch Magdalenas Vater ist nicht gerade angetan, von dem was sich da für seine Tochter anzubahnen droht.

Hexerei, Legenden und Krankheiten, der Glaube an Dämonen sowie Kriegsschauplätze und eingeflochtene, historisch verbürgte Fakten, komponierte die Autorin hier zu einem großartigen Roman, den ich jedem nur empfehlen kann. Eine wunderbar geschriebene Geschichte, die mich als Leserin emotional mitreißen konnte und mir genussvolle Lesestunden bescherte.
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am 6. August 2013
Johann möchte nach einem schweren Schicksalsschlag mit seiner Familie zurück in seine Heimat Eichsfeld. Und das mitten im Krieg. Auf dem Weg dort hin wird ihnen von Schweden das Leben gerettet, die mit ihrem Tross durchs Land ziehen. Magdalena verliebt sich in den jungen Arzt. Aber nicht nur ihr Vater möchte verhindern, dass sie sich mit dem Feind einlässt.
Johanns Schwester Karoline muss sich mit einem Wechselbalg herumärgern. Sie möchte doch nur ihr eigenes Kind zurück.

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es war mein sechstes Werk der Autorin und sie konnte mich wieder begeistern. Ihr Schreibstil ist lebendig und farbenfroh. Dadurch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen. Ich bin der Meinung, dass es für die Handlung nicht wichtig ist, die vorigen Bände zu kennen. Aber sie sind ein Lesegenuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Erst verliert Magdalena ihre Heimat und ihre Freunde. Dann entkommt ihre Familie nur knapp dem Tod. Als sie sich dann auch noch in den jungen Arzt verliebt, ist nicht nur ihr Vater dagegen. Auch die Hübschlerin Brigitta hat ihr Herz an den jungen Mann verloren und kann sich nicht damit abfinden, dass Arne nichts von ihr wissen will. Sie versucht alles, um Magdalena und Arne auseinander zu bekommen. Zwischendurch lernt der Leser Karoline kennen. Nachdem ihr Sohn gegen ein Wechselbalg vertauscht wurde, gibt sie der Hebamme die Schuld. Als diese auf den Scheiterhaufen kommt, spricht sie einen Fluch über Karoline. Dadurch führt sie ein einsames Leben, denn niemand möchte etwas mit ihr zu tun haben.

Das Buch war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Das Ende fand ich fantastisch gewählt. Deana Zinßmeister steht für pure Lesefreude und ich hoffe, sie wird noch viele Bücher schreiben...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Johann und seine Familie kehren nach 17 Jahren in die Heimat zurück. Doch sie sind damals nicht freiwillig gegangen: Franziska, Johanns Frau, wurde der Hexerei beschuldigt und sie mussten fliehen. Doch ist in der alten Heimat alles so geblieben, wie man es in Erinnerung hatte?

Bei "Der Hexenschwur" handelt es sich, nach "Das Hexenmal" und "Der Hexenturm" um den dritten Teil einer (bisher) dreibändigen Reihe um Johann und Franziska. Das Gute ist, dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann.

Ein insgesamt unanstrengend zu lesender Roman. Die Autorin hat gut recherchiert, allerdings muss ich gestehen, dass mir die Handlung und die Personen teilweise doch sehr oberflächlich und einfach daher kamen. Einige Handlungsweisen blieben mir unverständlich, auch wenn man bedenkt, dass früher andere Zeiten waren. So konnte ich nicht nachvollziehen, warum Magadalena (Tochter von Johann und Franziska) so freiherzig einem Fremden vom Schicksal ihrer Familie erzählt. Ebenso ist mir Johanns Begründung mitten im Krieg durch halb Deutschland zu reisen auch nicht wirklich klar geworden. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der in Thüringen zurückgebliebene restlichen Familie ein wenig mehr Raum, vor allem gegen Ende des Buches, eingeräumt worden wäre. Der Schluß kam mir insgesamt ein wenig zu plötzlich und viel zu gefühlsbetont und in gewissem Maße auch kitschig daher.

Wer einen unanstrengenden historischen Schmöker lesen möchte, sollte hier fündig werden. Ich denke Fans von Iny Lorenzt oder Sabine Ebert sollten hier auf ihre Kosten kommen.
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am 29. Juli 2013
Das Buch "Der Hexenschwur" ist sehr gut zu lesen, es ist spannend und schön.
Ich habe auch die ersten Teile der Buchreihe ("Das Hexenmahl" und "Der Hexenturm") gelesen und kann sagen, dass das Buch den Vorgängern in nichts nachsteht.
Um wieder genau zu wissen, in was es in den ersten Teilen ging muss man diese nicht noch einmal lesen, da alle Fragen (die eventuell aufkommen könnten) beantwortet werden. Man findet sehr schnell wieder in die Geschichte rein und kann sich auch wieder ziemlich rasch an alle Figuren des Buches und deren Schicksale erinnern. Die Gefühle der einzelnen Personen kommen sehr gut zur Geltung und man leidet und freut sich richtig mit ihnen mit. Ich finde es auch sehr abwechlungsreich, da zwischen den einzelnen Familien immer wieder etwas hin und her geschwenkt wird. Ich konnte genau deswegen dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen, da es einfach zu spannend war, wie es mit der jeweils anderen Familie weitergeht. Auch sehr schön fand ich den Schluss des Buches, zu dem ich aber jetzt nicht mehr sagen werde um jedem die Spannung zu lassen.

Hier ein sehr großes Lob an Deana Zinßmeister, die es wieder einmal geschafft hat mich und mit Sicherheit auch viele Andere mit ihrem Schreibstil zu verzaubern.

Das Buch ist nur weiter zu Empfehlen, ebenso wie die Vorgänger.
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am 9. August 2013
Ich finde es toll wie Deana Zinßmeister in Ihren Büchern das Flair des Mittelalters einfängt. Der dritte Band aus dieser Reihe schließt nahtlos an die Vorgängerbände an. Es ist Ihr gelungen wieder ein großartiges Buch herauszugeben, dass alles beinhaltet was ein solcher Roman haben sollte. Es ist historisches Material mit den Gefühlen und dem Leben der Menschen aus der damaligen Zeit gut verschmolzen. Trotzdem ist es für den heutigen Menschen angenehm zu lesen. Nicht zu vergessen, dass auch die nötige Spannung und das Gefühl nicht zu kurz kommen. Nochmals vielen Dank für die schönen Lesestunden.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Der Hexenschwur" ist die Fortsetzung der Erfolgsreihe ""Das Hexenmal" und "Der Hexenturm" der Autorin Deana Zinßmeister. Bisher war mir die Autorin fast unbekannt. Ich muss gestehen, dass ich mir sicher bin/war bereits Bücher von ihr gelesen zu haben, doch fand ich in meinem eigenen "Archiv" dazu leider keinen Hinweis. Nach der heutigen Lektüre werde ich diese Lücke aber ganz schnell füllen.

Im Oktober 1634 beschließt Johann Bonner mit seiner Familie den bisherigen Wohnort Wellingen zu verlassen, da der Krieg immer näher rückt und er Frau und Kinder vor dem Grauen des Krieges schützen möchte. 17 Jahre zuvor hat Johann seine Heimat verlassen müssen. Franziska war als Hexe beschuldigt und von ihrem Vater verfolgt worden. ("Das Hexenmal")

Ich habe mittlerweile ein bisschen recherchiert worum es in den beiden Vorgängerbänden geht und kann daher mit Gewissheit sagen, dass man auch ohne diese Vorkenntnisse dieses Buch genießen kann. Deana Zinßmeister gibt Rückblicke, erläutert Zusammenhänge und erklärt bisher Geschehenes in verständlicher Form.

Die Familie trifft bei ihrer Reise in die alte Heimat auf sogenannte Soldateska, Söldner die vor Vergewaltigung und Mord nicht zurückschrecken. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass zwei Schweden ihnen zu Hilfe kommen.

Einer der beiden ist der 25jährige Arne, der sich binnen kurzer Zeit in die blonde Magdalena verliebt...

Der andere Handlungsstrang erzählt die tragische Geschichte eines sogenannten Wechselbalgs und ich hatte mehrfach Gänsehaut beim Lesen, weil mir das Schicksal des kleinen Jungen so nahe ging!

Karoline und ihr Mann Jodokus hatten sich so sehr ein Kind gewünscht und waren über die Geburt ihres Sohnes Michael glücklich und stolz. Doch vor fünf Jahren haben Dämonen ihren kleinen Sonnenschein zu sich geholt und ihnen stattdessen einen hässlichen Balg mit leeren Blick und verkümmerten Gliedmaßen hinterlassen. Seitdem lebte das hässliche Geschöpf in ihrem Keller ohne menschliche Liebe und Nähe.

Beide Handlungsstränge werden nach und nach verbunden und ergeben ein schlüssiges Finale, welches keine Fragen offen lässt.
Soweit zur Handlung des historischen Romans, der 45 Kapitel und neben Nachwort, Danksagung und Bibliographie 416 Seiten umfasst.

Deana Zinßmeisters Schreibstil ist flüssig zu lesen und was ich besonders lobenswert finde ist die Tatsache, dass sie sich nicht an endlosen Beschreibungen des Krieges aufhält. Selbstverständlich fließt der 30jährige Krieg zwar in ihre Handlung mit ein, aber eben nur in kurzer und knapper Form, um dem ganzen einen Rahmen zu bieten und die Situation des Volkes näherzubringen, welches von Hunger und Not gepeinigt war. So schildert sie die Hungersnot in einer besonders erschütternden Szene, in der ein Junge das Fleisch seiner toten Schwester über dem Feuer grillt!

Gekonnt lässt sie reale und fiktive Personen miteinander agieren und erzeugt somit ein Bild vor dem inneren Auge, welches Glauben macht an ihrem Leben teilzunehmen. Lebendig und facettenreich, mit Ecken und Kanten beschreibt Deana Zinßmeister ihre Figuren. Die glaubwürdigen Personen erwecken Sympathie, Mitleid und manchmal auch rote Wangen, wie im Falle von Magdalena.
Mich hat die Autorin tief in eine längst vergangene Zeit eintauchen lassen und ich wünschte mir an manchen Stellen, dass die Geschichte nie zu Ende geht.

Ich empfehle "Der Hexenschwur" allen, die einen historischen Roman suchen, der Abwechslung, Spannung und Neugier auf mehr macht. Die Autorin beschreibt selbst in ihrer Danksagung, dass sie nach dem Motto: "Liebe, Hiebe, Triebe" an der Geschichte gefeilt hat. Bei mir hat sie damit punktgenau ins Schwarze getroffen.

Chapeau!, Deana Zinßmeister, das war einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe.
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