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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bogenschützin
Inhalt: Als Hedwig 10 Jahre alt ist, wird die Burg der Familie angegriffen und das Mädchen geht auf der Flucht im Wald verloren. Sie wächst bei einem in Ungnade gefallenen Ritter, der als Einsiedler im Wald lebt, auf und lernt alles, was es braucht, um da zu überleben. Unter anderem wird sie eine hervorragende Bogenschützin.
Als ihr Ziehvater...
Veröffentlicht am 21. Februar 2013 von Antonina

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frauenpower im Mittelalter
*ÜBER DIE AUTORIN*

Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, verbrachte ihre Kindheit mit Pferden, Hunden und viel Freiheit zwischen Kleinstadt- und Landleben. Sie studierte in Hannover Germanistik, Soziologie und Pädagogik und lebte anschließend zwei Jahre in Cambridge, UK. Ihr Interesse an der Vergangenheit reicht bis in ihre...
Vor 23 Monaten von chatty68 veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bogenschützin, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Inhalt: Als Hedwig 10 Jahre alt ist, wird die Burg der Familie angegriffen und das Mädchen geht auf der Flucht im Wald verloren. Sie wächst bei einem in Ungnade gefallenen Ritter, der als Einsiedler im Wald lebt, auf und lernt alles, was es braucht, um da zu überleben. Unter anderem wird sie eine hervorragende Bogenschützin.
Als ihr Ziehvater Richard stirbt, schickt der sie auf die Reise. Sie soll ihre überlebenden Familienmitglieder und seinen Sohn finden. Hedwig ist für das Leben unter Menschen schlecht gerüstet. Sie schliesst sich einem Gauklerpaar an und tappt wegen ihres aufbrausenden, wilden Wesens immer wieder in Fettnäpfchen. In kurzer Zeit schafft sie sich so einige Feinde, aber auch Bewunderer. Als Hedwig ihre Familie wiederfindet, ein Leben als Edelfrau führen und sogar verheiratet werden soll, beginnt ein neues Leben für sie.
Meine Meinung: Die Geschichte von Hedwig ist die Geschichte einer starken Frau, die durch die Zeitumstände (14. Jh.) immer wieder gezwungen wird, ihre wahre Natur zu unterdrücken. Dabei wirkt sie in ihrem wechselvollen Verhalten nie unglaubwürdig.
Ich nahm ihr sowohl ihr Verhalten in den diversen Kampfszenen, als auch ihre demütige Haltung bei ihrer Tante und, später, während ihrer Ehe ab. Besonders hat mir gefallen, dass Hedwig mehr als einmal mal (fast) den Mut verliert (und nicht wie auf Speed durchs ganze Buch jagt). Geschmückt wird die Hauptperson durch unterschiedliche, ebenso glaubwürdig dargestellte, Männercharaktere. Mehr als eine Liebesgeschichte ist ebenfalls in der Geschichte verpackt und die politischen Gegebenheiten werden miteinbezogen, was mir sehr gut gefallen hat.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das Geschichte lebendig macht, das dramatisch beginnt, unterhaltsam und abwechslungsreich weitergeht und von der Heldin bis am Schluss alles abverlangt.
Mir hat es sehr gut gefallen.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessante Heldin in spannender Zeit, nur begrenzt für Romantiker geeignet, 7. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
MSM hat es wieder geschafft, mit Hedwig eine interessante und ungewöhnliche Heldin so in ihre Zeit einzubinden, dass sie noch glaubhaft ist und man sie gerne bei ihren Abenteuern begleitet.

Der Roman spielt im Umkreis von Friedrich I., Markgraf von Brandenburg und Kurfürst und später am Hof von König Sigismund (nach dem Konstanzer Konzil !) und den daraus folgenden Hussitenkriegen. Eine interessante Zeit und interessante historische Geschehen, denen ich in einem historischen Roman noch nicht begegnet bin. Hedwig mit ihrer Familie und später mit ihrem Gatten ist, manchmal am Rande, manchmal näher, immer verbunden mit den Plänen und Handlungen der Mächtigen und so ersteht die ganze Zeit vor dem Auge des Lesers auf.

Während des Kampfes um die Burg ihres Vaters geht die kleine Hedwig im Wald verloren. Dort wird sie von dem geächteten Adligen Richard von Restorf aufgenommen und wächst bei ihm auf. Auf ihren Wunsch bildet er sie in der Kunst des Bogenschießens aus. Jahre später verspricht sie dem sterbenden Richard, seinen Sohn zu suchen. Ganz allein macht sich Hedwig auf die gefahrenvolle Reise und muss noch viele ungewöhnliche Wege gehen ... so weit die Kurzzusammenfassung von oben.

kleiner SPOILER... Hedwig schafft es (mit Hilfe verschiedener neuer Freunde, die sie sich auf ihrer Reise macht) den Sohn von Richard und ihre überlebenden Brüder zu finden und wird in deren Obhut genommen, lernt noch etwas angemessenes "Edelfräuleinverhalten" dazu und wird (durch äußere Geschehnisse gezwungen) mit einem gut aussehenden und edlen Ritter verheiratet, ehe sie es sich recht versieht und ist nun Eheweib. Bis hierher führt das erste Drittel des Buches.
Danach begleiten wir sie in ihrer Ehe, die das Paar auch zu Sigismund führt.

SPOILERALARM - Wie im obigen Spoiler fühlbar, gehört Hedwigs Zuneigung zwar ihrem Mann, doch nicht ihr ganzes Herz, dies gehört einem anderen, den sie während ihrer Ehe natürlich nur selten sieht und dementsprechend gibt es wenige gemeinsame Szenen. Das HappyEnd dauert gerade mal die letzten 6 schmalen Absätze lang und dann ist das Buch zu Ende - zum Genießen für mein romantisches Herz war da nicht viel ...

FAZIT: Ein gut recherchierter historischer Roman, der Friedrich I., Markgraf von Brandenburg und Kurfürst, König Sigismund, die Hussitenkriege und die späte Ritterzeit (es gibt schon erste Feuerwaffen) beleuchtet und mit einer interessanten Heldin aufwartet. - Für meinen Geschmack bietet der Roman zu wenig Interaktion zwischen dem Liebespaar (wie realistisch dies auch immer sein mag..) und ist mir damit nur 3,5 Sterne wert, die ich auf wohlwollende 4 Sterne erhöhe, denn schließlich könnte der zurückhaltende Romantikfaktor gerade ein Pluspunkt für andere Leser sein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frauenpower im Mittelalter, 16. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
*ÜBER DIE AUTORIN*

Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, verbrachte ihre Kindheit mit Pferden, Hunden und viel Freiheit zwischen Kleinstadt- und Landleben. Sie studierte in Hannover Germanistik, Soziologie und Pädagogik und lebte anschließend zwei Jahre in Cambridge, UK. Ihr Interesse an der Vergangenheit reicht bis in ihre Kindheit zurück.
Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Lüneburg und betreibt begeistert Bogensport.
Mit "Herrin wider Willen", einer Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg, legte sie ihren ersten Roman vor. "Salz und Asche", ein Lüneburg-Roman, der im Jahre 1656 beginnt, folgte. "Der Rabe und die Göttin", ein Roman aus der Wikingerzeit, erschien im Jahr 2011, "Die Bogenschützin" im Jahr 2012. Und mit "Rabenherz und Elsternseele" (Baumhaus Verlag) ist Marthas erster Roman für junge Leser entstanden.
Weitere Bücher sind in Vorbereitung.

(Quelle:http://www.amazon.de/Martha-Sophie-Marcus/e/B0045BE5YW/ref=ntt_athr_dp_pel_1)

*COVER*

Durch die Farbgestaltung, die Darstellung (Frau mit Pfeil und Köcher auf dem Rücken) ist eindeutig, um welches Genre es sich handelt. Durch die intensiven Farben wird der Bild direkt auf dieses Buch gelenkt.

*STORY*

Hedwig, 10 Jahre, flieht mit ihrer Amme von der elterlichen Burg, da der Markgraf Friedrich die Burg und das Land einvernehmen möchte.

Als die Amme stirbt, macht sich Hedwig alleine weiter auf den Weg. Dort trifft sie auf Richard, bei dem sie einige jahre lebt und der ihr alles Lebenswichtige, wie z.B. das Jagen mit dem Bogen beibringt.

Als auch Richard stirbt, zieht es Hedwig wieder zurück in ihre Heimat. Auf dem Weg dorthin, trifft sie das Sängerpaar Adam von Himmelsfels und Gemahlin Irina. Sie schließt sich den beiden an. Wieder auf der Burg Friesack angekommen, muss Hedwig jedoch erkennen, dass alles verwahrlost und die Burg unbewohnt ist. Was ist hier geschehen? Wo ist ihre Familie? Lebt ihre Familie überhaupt noch? Hedwig macht sich nun auf die Suche und muss einige Schwierigkeiten überwinden. Wird sie es schaffen? Findet sie ihre Familie wieder?

*FAZIT*

Eine interessante Geschichte, die aber an ein paar Stellen sehr holprig wirkt. Zum Beispiel liegt Irinia völlig verdreht und regungslos auf dem Boden. Im nächsten Moment steht sie am Baum und sägt am Seil.

Die Autorin gibt sich große Mühe, den Spannungsbogen die gesamte Geschichte über zu halten, jedoch sind auch hier einige Schwächen erkennbar.

Den Schreibstil kann ich jedoch als locker, leicht und flüssig bezeichnen. Man dürfte keine Schwierigkeiten haben, der Geschichte zu folgen, die auch sehr gut recherchiert wirkt.

Aufgrund der Schwächen und Ungereimtheiten gebe ich diesem Buch 3 von 5 Sternen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht, Krieg und Liebe im Mittelalter ..., 25. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Hedwig von Quitzow muss als Kind während einer Belagerung ihrer elterlichen Burg fliehen. Zusammen mit ihrer alten Amme erreicht sie den dichten Wald. Schon bald auf sich allein gestellt, findet sie Unterkunft bei einem Köhler. Erniedrigt wird sie aus dessen Fängen vom geächteten Adligen Richard gerettet, der im Wald als "Wilder Mann" haust, und von ihm ausgebildet. Das Überleben im Wald steht hierbei im Vordergrund. Und da hier nur natürliche Regeln herrschen, wächst sie frei von höfischen und adligen Zwängen auf. Vor seinem Tod ringt Richard Hedwig das Versprechen ab, seinen Sohn Wilkin zu suchen und ihm seines Vaters Schwert zu bringen.
Zusammen mit einem stolzen Rappen, einem großen Hund und einem Habicht (alles nichts für Frauen von Stand) macht sie sich auf den Weg in die ihr unbekannte Welt. Und die Abenteuer, die sie erlebt, sind zahlreich und oft gefährlich. Und ihre erworbene Freiheit möchte sie nur ungern opfern. Auch die Liebe scheint sie nicht zur Edelfrau zu machen.
Ein sehr guter historischer Roman, der flüssig zu lesen ist. Die oft verwendeten "alten" Begriffe sind nur Merkmal von Qualität und für einen Mittelalterroman nicht ungewöhnlich. Das Gleiche gilt für einige "Fachwörter" zu Jagd und Bogenschießen. Ein kurzes Glossar hilft hier ein wenig.
Der Titel verrät es schon, die Geschichte offenbart es, Hedwig ist eine außergewöhnlich selbstständige Frau, in einer Zeit, wo dies nicht unbedingt zu erwarten wäre. Das Bogenschießen ist einmal eine beachtliche neue Seite dieser Frauenklientel des Mittelalters.
Leider legt Hedwig die erfahrene "Wildheit" auch nach einer langen Zeit an unterschiedlichen Fürstenhöfen nicht in dem Maße ab, wie man es erwarten sollte. Sie ist die "Allwissende" und das ist nur in einem gewissen Rahmen verständlich.
Die Einbindung in den historischen Kontext ist gelungen. Zahlreiche undurchsichtige Verwandtschaftsbeziehungen, große und kleine Intrigen und Scharmützel kommen wie auch die Kriege gegen die Hussiten und die Osmanen vor.
Zudem werden auch Liebhaber historischer Liebesgeschichten bei diesem Roman auf ihre Kosten kommen.
Die Ausstattung ist für ein Taschenbuch angemessen: geprägter Titel, nettes Coverbild, schöne "Autogrammkarte" auf der Innenseite und ein Personenverzeichnis am Ende des Buches. Eine Übersichtskarte hätte dem Verständnis, der über Europa verstreuten Handlungen, aber sehr gut getan.
Fazit:
4 Sterne - sehr gutes Buch - empfehlenswert als Historischer Roman und als historische Liebesgeschichte
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historischer Roman mit einer ungewöhnlich starken und selbstbewussten Heldin, 24. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
"Die Bogenschützin", das ist die Protagonistin dieses historischen Romans von Martha Sophie Marcus und sie heißt Hedwig von Quitzow.
Das Jahr 1414, Brandenburg: Als die Burg ihres Vaters von Truppen des Kurfürsten angegriffen wird, flieht die zehnjährige Hedwig mit ihrer Amme in den Wald. Die von Quitzows waren in Ungnade gefallen, weil sie ihre eigenen Interessen verfolgten anstatt sich dem Kurfürsten unterzuordnen und gelten als Verräter.
Die Strapazen werden für Hedwigs Amme zu viel und sie stirbt, Hedwig bleibt allein zurück. Doch der im Wald lebende geächtete Ritter Richard von Restorf nimmt sie zu sich und bringt ihr alles nötige zum Überleben bei. Hedwig wird eine exzellente Bogenschützin und Jägerin.
Acht Jahre später stirbt Hedwigs Ziehvater Richard. Er hat ihr den Auftrag erteilt, seinen Sohn zu suchen und ihm sein Schwert zu übergeben.
Doch die Welt, auf die Hedwig nun trifft, ist mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Ungestümtheit überfordert, erwartet man doch von Frauen Sanftmut und Untergebenheit, So gerät Hedwig von einem Abenteuer ins nächste und muss so manche Probe bestehen, bis sie endlich einen Neuanfang wagen kann und ihr wahres Glück findet.
Die Geschichte um Hedwig ist sehr abwechsulungsreich und spannend. Gut gefiel mir, dass die Autorin als historischen Hintergrund die Hussitenkriege gewählt hat, über die man im Buch einiges erfährt. Der geschichtliche Aspekt ist korrekt recherchiert, Details sehr gut geschildert und besonders gut gefiel mir auch die Einbindung von historischen Begriffen in die Sprache der Charaktere, was dem Gesagten und Gedachten viel Authenzität verlieh.
Doch am allermeisten gefiel mir die Darstellung der Hedwig als starke und mutige, aber auch eigenwillige und impulsive Frau. Ein solcher Frauencharakter ist mir in historischen Romanen bisher noch nicht begegnet. Durch Hedwigs Leben im Wald hat sie eine ganz andere Erziehung genossen als andere Frauen. Martha Sophie Marcus ist es durch diesen Handlungsstrang hervorragend gelungen, einen anderen und ungewohnten Blickwinkel auf das Leben einer Frau im Mittelalter zu werfen.
Kleine Schwächen gibt es meiner Meinung auch, man findet sie jedoch in vielen historischen Romanen:
Die klare Aufteilung in gut und böse. Die guten Charaktere bleiben immer gut, die bösen immer abgrundtief böse.
Einige Aspekte der Handlung sind vorhersehbar.
Zusammenfassend hat mir der Roman sehr gut gefallen, ich kann ihm jedem empfehlen, der gerne historische Romane liest.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein super spannendes Buch vom Anfang bis zum Ende, 17. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Im Jahre 1414 : Die 10-jährige adelige Hedwig von Quitzow flieht bei der Eroberung des Elterlichen Schlosses Fiesack durch Kurfürst Friedrich mit der Amme in den Wald. Allerdings stirbt die Amme auf der Flucht und Hedwig ist Mutterseelen allein das erste mal in ihren Leben im Wald. Nach anfänglichen Schwierigkeiten trifft sie dort auf den Einsiedler Richard von Restdorf. Er kümmert sich liebevoll um Hedwig und bringt ihr alles bei, was zum Überleben im Wald nötig ist. Bogenschießen, jagen u.s.w.
Doch Zehn Jahre später stirbt Richard und bittet Hedwig vorher noch seinem Sohn Wilkin sein Schwert zu bringen. Niemand weißdas Wilkin von Thorgau nicht Hans von Thorgaus Sohn ist.
Hedwig macht sich jetzt auf die Suche nach Wilkin. Dabei gerät sie sehr schnell in Schwierigkeiten durch ihre recht wilde Art. Dabei macht sie sich einige Feinde doch trifft sie auch auf Freunde wie die Spielleute Adam und Irina, welche sie begleiten. Mit der Hilfe des Bastards Cord von Pulitz gelingt es ihr Wilkin ausfindig zu machen und auch ihre Brüder. Diese schicken sie zu ihren Onkel und Tante auf deren Burg. Dort soll sie gebändigt werden, damit sie heiraten kann.
Dann bei der Huldigungsfeier trifft Hedwig wieder auf Wilkin und Cord und beide Männer sind verliebt in Hedwig. Allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Doch bevor Hedwig sich zwischen den beiden entscheiden kann, wird ihr die Entscheidung abgenommen und sie wird verheiratet.
In den wirren des Hussitenkrieges kämpft Hedwig gegen Feinde und alle Konventionen........

Meine Meinung:
Dieses Buch fängt gleich sehr spannend an. Schon auf den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen und es bleibt auch das ganze Buch über so. Es passieren unglaublich viele spannende Sachen und man hat kaum Zeit Luft zu holen.
Hedwigs Charakter hat mir besonders gut gefallen. Sie ist so wild und kann sich selten zügeln und das in einer Welt, in der Frauen nichts dürfen außer hübsch zu sein. Das stößt überall auf unverständniss und macht ihr viele Schwierigkeiten. Ich finde es aber sehr gut, dass sie sich nicht verbiegen lässt und ihren eigenen Weg geht. Das Frauenbild in dieser Zeit ist auch sehr interessant geschildert.
Auch die anderen Charaktere sind sehr interessant. Besonders die unterschiedlichen Männer Cord und Wilkin.
Der Schreibstil ist wirklich toll und man kann sich sehr gut in die Geschichte und die Zeit hineinversetzen. Die wirren des Hussitenkrieges werden auch sehr schön geschildert genauso wie die Intrigen bei den edlen Herren und im Königshaus.
Die im Buch enthaltene Liebesgeschichte ist sehr schön und nicht kitschig.

Fazit:
Ein wirklich sehr spannendes Buch mit sehr tollen Charakteren und einer tollen Geschichte.
Ich kann es wirklich sehr empfehlen. Bestimmt nicht das letzte Buch was ich von Martha Sophie Marcus gelesen habe. Toll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Schmöker, 12. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Eine junge Frau huscht leise, mit einem Bogen bewaffnet, durch den Wald. Hedwig, die nach einem Überfall auf ihres Vaters Burg im Wald von der Familie getrennt wird, wächst bei einem eigenbrötlerischen, von Seinesgleichen geächteten und deshalb einsam im Wald lebenden Ritter auf. Dort hat das junge Mädchen alle Freiheiten, die sie im starren gesellschaftlichen Leben als Adelsfräulein nicht gehabt hätte - sie lernt jagen, Waffen zu führen, lernt das Leben im Einklang mit der Natur. Als ihr Ziehvater Richard stirbt, muss Hedwig die Einsamkeit im Wald verlassen und kehrt zurück ins gesellschaftliche Leben, reist allein durch die Mark Brandenburg und durchsteht Gefahren und Intrigen, um Richards Sohn seinem Wunsch gemäß aufzusuchen. Ihre Rückkehr in adlige Kreise ist alles andere als einfach - wegen ihres ungezähmten Charakters, wegen der herrschenden Hussitenkriege und allerlei politischer Konflikte, aber auch wegen gegen Hedwig persönlich gerichteter Intrigen.

"Die Bogenschützin" von Martha Sophie Marcus begleitet Hedwig auf ihrem Weg vom Wildfang im Wald hin zur begehrten und umkämpften Adelsfrau. Unterhaltsam ist dieses Buch, kurzweilig, flüssig und fesselnd erzählt, durchdacht und gekonnt konstruiert und vor allem voller charismatischer, höchst authentischer und plastischer Figuren.
Besonders Hedwig als Protagonistin ist sehr differenziert und glaubhaft ausgestaltet - als starke Frau, wie sie im historischen Roman so verbreitet ist, aber auf wirklich angenehme Weise realistisch und facettenreich. Ihr aufbrausender Charakter, ihre Stärken und Schwächen, ihre Eigenheiten und ihre Emotionen fängt Martha Sophie Marcus wirklich gut ein, man glaubt von Anfang an, diese Frau vor sich stehen zu sehen - vor Wut zitternd ob der Ungerechtigkeiten, die sie und ihre Gefährten zu erleiden haben oder verschämt und unsicher, wenn sie Gefühle bei sich entdeckt, die sie nur schwer zu fassen und einzuordnen vermag.
Doch auch die Nebenfiguren, ob nun letztendlich gut oder böse, sind facettenreich und plastisch beschrieben.

Man fühlt sich wirklich wie in einem Film bei der Lektüre. Und das ist nicht zuletzt dem Detailreichtum der Beschreibungen von Atmosphäre und Umgebung, Landschaft und Handlungen geschuldet, das das Kopfkino zum Laufen bringt, ohne sich in Unwichtigkeiten zu verlieren oder jemals langweilig zu werden.

Angenehm plastisch und mit einem ausgeprägten Feingefühl für das richtige Maß an historischen und politischen Einzelheiten wird in "Die Bogenschützin" die Welt des 15. Jahrhunderts evoziert und eine fesselnde Geschichte erzählt, die vor allem durch die charismatischen Figuren und deren Authentizität besticht.

Ein historischer Roman, wie er sein sollte. Von mir gibt es für dieses Buch die vollen fünf Sterne, auch wenn ich persönlich mir das Ende und einige Handlungsdetails ein klein wenig anders gewünscht hätte. Die Autorin werde ich im Auge behalten - und "Die Bogenschützin" wird nicht der einzige Roman von Martha Sophie Marcus bleiben, den ich mit großem Genuss verschlinge.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Frau, 11. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Die Bogenschützin von Martha Sophie Marcus ist ein sehr ungewöhnlicher historischer Roman, was iohn unglaublich attraktiv macht.
Protagonistin Hedwig von Quitzow flieht mit ihrer Amme, als die heimatliche Burg angegriffen wird. Ihre Amme stirbt auf der Flucht und so geht Hedwig verloren. Doch irgendwann ist auch ihr das Glück hold und so landet sie beim einsiedlerisch lebenden Richard, einem ehemaligen Ritter. Hier erfährt sie nicht nur die Liebe, die sie zu einer selbstbewussten Frau werden lässt, sondern lernt auch, im Wald zu überleben und den perfekten Umgang mit Pfeil und Bogen. Als Richard stirbt, begibt sich Hedwig auf die Suche nach seinen und ihren Wurzeln. Das dies nicht ganz ungefährlich ist, kann man sich denken. Nun begleitet der Leser Hedwig also wieder hinein ins „normale“ Leben und erlebt ihre Gratwanderung zwischen aufrichtiger Wildheit und angemessener Demut.

Hedwig ist eine unglaublich starke Figur. Sie bleibt stets ihrer Linie treu, was wirklich bewundernswert ist und wovon auch die „moderne“ Frau sich eine Scheibe abschneiden kann. Wie auch alle anderen Figuren des Romans, ist Hedwig wundervoll gezeichnet und beschrieben. Man sieht sie förmlich vor sich. Die Charaktere sind vielschichtig, die Geschichte wirkt zu keiner Zeit langatmig und es war eine wahre Freude, sich von Kapitel zu Kapitel führen zu lassen. Dabei hat die Autorin niemals die Hand des Lesers losgelassen und mit Hilfe eines gut durchdachten Glossars am Ende des Buches auch unbekannte Begriffe erklärt. Man merkt auch während des ganzen Buches, dass viel Liebe darin steckt. Nicht nur die Geschichte selbst ist absolut stimmig, gerade die kleinen Details sind wunderbar beschrieben. Ich selbst liebe Tiere und die Natur und war immer wieder von der genauen Beschreibung begeistert.

Insgesamt gesehen ist die Bogenschützin ein Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt, einiges gelernt und auch den spaß am Bogenschießen wiederentdeckt. Wer historische Romane liebt, wem aber die weiblichen Charaktere oft zu flach, zu brav erscheinen, der wird dieses Buch lieben
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Bogenschützin, 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
Die Bogenschützin, ein historischer Roman von Martha Sophie Marcus.

Inhalt.
Nach der Flucht, bei einem Überfall auf ihre elterliche Burg „Friesack“, geht die 10jährige Hedwig verloren.
Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt bei einem fiesen Köhler, wird sie vom „Wilden Mann“, einem geächteten Ritter (Richard), gerettet und im Wald, in aller Abgeschiedenheit „erzogen“.
Als Richard stirbt nimmt er Hedwig ein Versprechen ab.
Seinen Sohn zu suchen, der einem anderen Ritter untergeschoben wurde, und ihm ein Schwert zu übergeben.
Eine aufregende und gefahrvolle Reise beginnt. Da Hedwig alles andere als eine wohlerzogene junge Edelfrau ist, eckt sie mit ihrer Freiheitsliebe, ihrer rebellischen Art und all ihren Eigenheiten sehr schnell und überall an.
Sie findet sofort Freunde, schafft sich aber auch genauso schnell erbitterte Feinde.
Bald sind auch zwei Männer in ihrer Nähe, die um sie werben.
Dann noch ihre Familie, bei der sie auch nicht unvoreingenommen auf freudige Wiedersehensfreude trifft.
Wie wird sie dieser Aufgabe gerecht, da auch überall Krieg herrscht, vor allem die grausamen und mit aller Macht geführten Hussitenkriege?

Der Roman ist voller historischer Hintergründe, in einer Zeit in der die Wirren, wer zu wem und wie steht, kaum zu überblicken sind.
Mitte des 15. Jahrhunderts, König Sigismund und Friedrich von Hohenzollern.
Ort : die Markt Brandenburg sowie die weitere Umgebung.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Mir persönlich (aber das ist nur meine Meinung) war es ein bisschen zu viel Politik, zu viele Namen, wer jetzt mit wem ein Bündnis oder ein Zerwürfnis hat.
Besonders gut waren vor allem die Einschübe der altdeutschen Sprache (z.B. Bruche, Schecke, Vagant)diese lassen die Zeit, in der wir uns in der Geschichte befinden, zum Leben erwachen.
Immer wieder denke ich beim Lesen: damals war die Kluft zwischen Arm und Reich unwahrscheinlich. Unglaublich, was die ärmsten der Armen erdulden und aushalten/ertragen mussten. Aber auch die Gefahr von ganz oben nach ganz unten zu fallen war immer gegenwärtig.
Die Personen sind sehr gut beschreiben und die einzelnen Charaktere gut herausgearbeitet, auch wenn ich nicht immer alle ihre Handlungen verstehen und nachvollziehen konnte.
Vor allem habe ich mit der Hauptperson: Hedwig, gelitten und gehofft.

Fazit:
Ein tolles Buch für alle Freunde historischer Romane
Ich würde diesem Buch 3,5 Sterne geben, da halbe aber nicht gehen, sind es für mich eher 4 Sterne als nur 3
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und brilliant erzählt, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bogenschützin: Roman (Taschenbuch)
M.S.Marcus`Schreibstil ist so mitreißend, dass es schwer fällt, das Buch beiseite zu legen! Man fühlt sich direkt in die Geschichte mit einbezogen.
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Die Bogenschützin: Roman
Die Bogenschützin: Roman von Martha Sophie Marcus (Taschenbuch - 17. Dezember 2012)
EUR 9,99
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