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4.0 von 5 Sternen Düstere und unheimliche Atmosphäre
Ich finde es immer interessant, wenn ein Fantasy-Roman in einer realen Umgebung spielt, besonders, wenn man die Gegend kennt. Das ist hier bei mir zwar nicht der Fall, aber falls ich demnächst mal in den Schwarzwald kommen sollte, werde ich sicher an das Buch denken und mich leicht gruseln.

Die Geschichte beginnt wie ein historischer Roman. Wir begleiten...
Veröffentlicht am 15. Juni 2012 von Heimfinderin

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wenig Neues aus der Welt der Übersinnlichen
Lange habe ich überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll oder nicht. Das meiste wurde bereits gesagt. Da ich jedoch noch immer enttäuscht bin, habe ich mich zu dieser Kritik durchgerungen.
Die zahllosen Rechtschreib - und Zeichensetzungsfehler, die zuvor schon erwähnt wurden, haben auch mich extrem gestört. Ein oder zwei Fehler findet man in...
Veröffentlicht am 18. Februar 2012 von hexsaa


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düstere und unheimliche Atmosphäre, 15. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Ich finde es immer interessant, wenn ein Fantasy-Roman in einer realen Umgebung spielt, besonders, wenn man die Gegend kennt. Das ist hier bei mir zwar nicht der Fall, aber falls ich demnächst mal in den Schwarzwald kommen sollte, werde ich sicher an das Buch denken und mich leicht gruseln.

Die Geschichte beginnt wie ein historischer Roman. Wir begleiten Icherios durch das Karlsruhe des Jahres 1771, sehen die die Armut und Hungersnot, den Dreck, den Gestank in den dunklen Gassen der damaligen Zeit. Das war gut erlebbar und erzeugte schon gleich eine düstere Stimmung, die sich nach und nach steigerte, als Icherios sich dann dem Dunklen Territorium näherte, dem Ziel seines Auftrags.

Dort soll er bestialische Morde an Werwölfen und Vampiren aufklären. Zartbesaitete Leser sind hier gleich gewarnt, denn die Autorin lässt den Leser am Anblick der übel zugerichteten Leichen teilhaben und geht auch sonst nicht zimperlich mit ihren Figuren um!

Toll erzählt wurde dann die Konfrontation zwischen dem realistischen und wissenschaftlich denkenden Icherios und den unterschiedlichen, nicht menschlichen Geschöpfen, die es eigentlich nur in Legenden geben sollte. Festgehalten an dem unheimlichen Ort, musste er sich nach und nach eingestehen, dass Vampire, Werwölfe, Irrlichter und einige andere Wesen tatsächlich existieren, was ihm anfangs sehr zu schaffen machte, ihn aber auch nach und nach veränderte.

Die Geschöpfe wurden meist sehr lebendig dargestellt. Der Vampirfürst und auch die Vampirfrauen wirkten in ihrem adligen Getue filmreif, die Werwölfe und Vampire hatten zudem eine spannungsgeladene Ausstrahlung und gerade die Verwandlungsszenen wirkten auf mich sehr ausdrucksstark. Ebenso die Irrlichter, die ein unheimliches Gefühl erzeugten. Die Menschen wirkten fast ein bisschen blass dagegen. Icherios selbst war mir anfangs noch gar nicht gleich sympathisch, auch hatte er im Laufe der Geschichte auch negative Eigenschaften gezeigt, aber insgesamt hat mir seine Entwicklung gefallen und ich möchte nun gerne mehr von ihn lesen.

Die Mischung zwischen Krimi und Fantasy hat mir gut gefallen. Viele Puzzleteile und einige Einblicke in die Gedanken des Mörders verführten zum Miträtseln und obwohl ich den Täter schnell vermutet hatte, hat das den Spaß nicht getrübt. Der Verlauf der Handlung war teilweise leider etwas abgehackt, so als hätte gekürzt werden müssen, was sich z. T. auch negativ in den Kampfszenen auswirkte, die auf mich zu schnell und glatt abgehandelt wirkten, besonders im Hinblick darauf, dass die jeweiligen Gegner vorher als besonders mächtig dargestellt wurden. Das wirkte dann etwas unglaubwürdig.

Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen. Gerade das Herumrätseln hat Spaß gemacht, die verschiedenen Geschöpfe waren interessant zu lesen und Spannung kam auch auf (wobei ich aber sagen muss, dass sie nur vereinzelt hoch lag und mir die Daueranspannung, das "auf den Fingernägeln kauen vor Aufregung", wie oben schon angedeutet, ein bisschen fehlte). Ganz besonders gut gefiel mir dagegen die düstere und manchmal unheimliche Atmosphäre.

Am Ende bleiben ein paar Fragen zu Icherios offen, was mich persönlich aber nicht gestört hat, trotzdem will ich es erwähnen. Gespannt bin ich nun jedenfalls auf den nächsten Fall.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wenig Neues aus der Welt der Übersinnlichen, 18. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Lange habe ich überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll oder nicht. Das meiste wurde bereits gesagt. Da ich jedoch noch immer enttäuscht bin, habe ich mich zu dieser Kritik durchgerungen.
Die zahllosen Rechtschreib - und Zeichensetzungsfehler, die zuvor schon erwähnt wurden, haben auch mich extrem gestört. Ein oder zwei Fehler findet man in fast jedem Roman, doch derart gehäuft weckt das in mir das Gefühl, als würde ich ein selbstverlegtes Buch lesen und keines, dass ein anständiges Korrektorat durchlaufen hat.

Auch die Geschichte hat mich nicht gepackt. Zu sehr erinnerte sie mich an Sleepy Hollow gepaart mit Elementen von Bram Stokers Dracula. Dazu die einfache Sprache, oberflächliche Charaktere, zuviele übernatürliche Kreaturen und historische Ungenauigkeiten, die mich eigentlich nicht wirklich stören, vor allem da es sich um einen Fantasy Roman handelt, die in diesem Fall jedoch zum negativen Gesamteindruck beitrugen. Zu keiner Zeit fühlte ich mit irgendjemanden mit, schon gar nicht mit Icherios Ceihn. So habe ich mich durch das Buch gequält, ab der Mitte immer wieder Seiten übersprungen, um endlich zum wenig überraschenden Ende zu kommen.

Fazit: Eine vielversprechende Idee, die leider an der Umsetzung scheiterte. Jeweils einen Stern vergebe ich für das schöne Cover (das für mich den Kaufausschlag gegeben hat)und für die Leistung, das Buch überhaupt geschrieben zu haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unheimlich? Nicht wirklich. Mitreißend? Auf jeden Fall, 16. Juli 2011
Von 
lesezimmerchen (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Der junge Ischerios Ceihn möchte eigentlich um jeden Preis Medizin studieren. Da er sich jedoch mit seiner reichen Familie genau aus diesem Grund überworfen hat, bleibt ihm nur ein Stipendium zur Finanzierung, jedoch wurde er bisher abgelehnt. In Zeiten den Hungers bleibt ihm also nicht viel anderes übrig, als Aufträge anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Und so verschlägt es ihn in den Schwarzwald, in ein Gebiet, das er normalerweise nicht freiwillig betreten hätte. Und so trifft er dann auch auf finstere Gestalten, auf Werwölfe und Vampire, auf unheimliche Gestalten, in deren Mitte er nach einem brutalen Mörder suchen soll. Der jedoch hat seine eigenen Pläne...

Kerstin Pflieger legt mit diesem Buch ein wirklich interessantes Debüt vor, eines, das angenehm zu lesen und dabei in sich stimmig ist. Man merkt deutlich, dass die Autorin bereits vor dieser Veröffentlichung geschrieben hat, denn sie hat ihren Stil bereits gefunden.
Die Sprache der Figuren ist angemessen, genau im richtigen Maße der Zeit des Geschehens angepasst, um glaubwürdig zu sein, moderne Leser aber nicht zu überfordern. Die Sprache der erzählenden Teile ist einfach gehalten, dabei aber nicht langweilig. Frau Pflieger hält sich nicht lange mit Beschreibungen der Landschaft auf, was den Lesefluss voran treibt, bisweilen nur die Orientierung in Dornfelde etwas erschwert.
Die Handlung an sich ist durchdacht und es werden die relevanten Stränge sehr überlegt zusammen geführt. Einige Fragen bleiben offen, diese werden dann wohl im nächsten Band beantwortet.

Schade ist es allerdings, dass schon sehr früh absehbar ist, wer der Mörder ist und dass der Leser sich dann auch zusammenreimen kann, was das Motiv sein mag. Den Rest des Buches wartet man dann darauf, welche Stolpersteine Ischerios noch überwinden muss. Ebenfalls empfand ich das Finale als recht kurz abgehandelt, nachdem die Geschichte den Leser so lange darauf vorbereitet hat. Das hätte noch etwas ausgebaut werden können, um ein nicht ganz so abruptes Ende zu schaffen.
Auch gab es leider einige Rechtschreibfehler, die allerdings hoffentlich in der nächsten Auflage beseitigt werden.

Die Figuren des Buches jedenfalls sind recht überzeugend gezeichnet, mit Maleficium kommt sogar noch neuer Wind in ihre Reihen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und egal, auf welcher Seite der Moral die jeweilige Person steht, ihre Handlungen bleiben nachvollziehbar und man kann sich durchaus ein gutes Bild machen.

Insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen, das die Versprechungen eines Schauermärchens nicht ganz erfüllen kann, da es zwar eine düstere Stimmung schafft, aber nur über sehr wenige Gruselmomente verfügt, das aber dennoch überzeugen kann, da hier eine junge Autorin bereits in einen lesenswerten Stil gefunden hat und eine interessante Handlung gekonnt umsetzt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen, aber hat Potential, 17. Oktober 2011
Über den Inhalt wurde ja schon einiges gesagt, deshalb nur kurz: der junge Gelehrte Icherios bekommt den Auftrag, die bestialischen Morde in einem entlegenen Gebiet des Schwarzwaldes aufzuklären. Schon die Reise dorthin ist unheimlich und immer wieder schwebt er in Lebensgefahr. Als er Dornfelde, die Stadt der Ereignisse erreicht, erlebt er eine Gemeinschaft, wie er sie bis jetzt nicht kannte: Vampire, Werwölfe und Menschen leben (relativ) friedlich zusammen. Wenn nicht diese blutigen Morde geschehen würden....
Gut gefallen hat mir:

- die düstere Atmosphäre, die die Autorin schafft
- das Zeitkolorit des 18. Jahrhunderts, in dem die Geschichte spielt
- viele der Charaktere und Gestalten sind interessant gestaltet
- neue, originelle Ideen
- die Autorin kann schreiben!

Nicht gefallen hat mir:

- die vielen, vielen Fehler (Tippfehler, ausgelassene Wörter, Verstöße gegen die neue Rechtschreibung etc....) wurde schon erwähnt, doch
irgendein Korrektor hat da sicherlich geschlampt - schade!
- manche Handlungen führen ins Leere, sind auch unlogisch (warum geht Icherios zu Beginn seiner Reise alleine in den Wald, wo der doch gewarnt
wurde, dass es gefährlich ist - wegen des Laudanums ists sicher nicht notwendig...)
- manchmal kommt die Handlung nicht vom Fleck, ich hab mich im Mittelteil manchmal ein wenig gelangweilt...hier fehlte vielleicht ein wenig die
Routine, keine Einfälle.....
- manchmal wirkt der Roman, als sei er für Kinder/Jugendliche geschrieben, für Erwachsene wirkt er fast zu banal...dann sind wieder Szenen dabei,
die in kein Jugendbuch gehören.... mich hat das öfter irritiert.
- überhaupt finde ich den Beginn des Buches, bis er in das Dorf kommt, viel stärker als den restlichen Teil...
- die vielen verschiedenen Namen werden leicht unübersichtlich

Fazit: gute Ideen, manchmal schwache Umsetzung, tolle Atmosphäre, Logik nicht immer ganz perfekt....doch: ich glaube, dass die Autorin schreiben kann, für einen "Erstling" ist es wirklich gut, und auch für eine Fortsetzung bliebe noch genug Stoff.....ein wenig mehr Sorgfalt vielleicht. Und ja: ich würde wieder ein Buch von ihr lesen!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ziemlich coole Mischung..., 9. Juli 2011
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Dies ist mal wieder so ein Buch, in das ich kurz vorm Zubettgehen nur mal kurz rein lesen wollte und mich dann plötzlich auf Seite 100-und-ein-paar-Zerquetschte wiederfand, mit dem Gefühl, jetzt auf keinen Fall aufhören, geschweige denn schlafen gehen zu können.
Ab der ersten Seite spürt man die besondere Stimmung dieser Geschichte. Eine Mischung aus "Dracula" und "Sleepy Hollow" mit einer ordentlichen Prise Humor versehen, durch bildhafte Beschreibungen und eine der Zeit angepassten Sprache noch verstärkt. Das Abtauchen in die Zeit (anno 1771), in der der junge Gelehrte Icherios Ceihn ermittelt, fällt so ganz leicht.

Icherios ist ein schräger Typ, den ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen habe. Er will seinen Weg gehen und setzt sich auch gegen Widerstände durch, weil er seine Leidenschaften und Meinungen nicht leichtfertig aufgeben will. Einfach ist das nicht, nur Laudanum verschafft ihm zwischendurch ruhige Momente und Entspannung.
Diese Hauptfigur hat Ecken und Kanten, zeigt Stärke und Schwäche, vor allem aber hat Icherios das Herz am rechten Fleck. Ich fand es toll, wie er die Umstände seines ersten Kriminalfalls akzeptiert hat, auch wenn er innerlich schlotterte wie Espenlaub und eigentlich ja nur an die Wissenschaft glaubt. Doch dieser Glaube und sein Wunsch nach Erkenntnis sind es, die ihn voran bringen.
Der Leser ist hautnah bei seinen Überlegungen dabei und genau wie Icherios schwirrt einem bald der Kopf vor haltlosen Verdächtigungen und Vermutungen. Auch wenn ich schon früh auf den wahren Täter getippt habe, ist es der Autorin doch immer wieder gelungen, mich in die Irre zu führen und andere Möglichkeiten abzuwägen.
Die Geschichte ist spannend, manchmal echt unheimlich und sie liest sich weg wie nix. Das Rätseln zusammen mit Icherios macht richtig Spaß!
Gefallen hat mir, dass nicht auf Teufel komm raus auf ein Happy End hingearbeitet wurde. Es ist schließlich eine eher düstere Story, die Tragik an manchen Stellen passt deshalb sehr gut ins Buch.

Ein toller Mystery-Thriller, im Endeffekt etwas zu vorhersehbar, aber trotzdessen spannend und mitreißend aufgelöst. Düster, teilweise echt hart, aber auch überraschend. Tragisch, schön, dramatisch, mit einen Quäntchen Humor, der immer mal wieder mit spürbarem Augenzwinkern auftaucht. Schräg, anders und doch teilweise vertraut.
Eine ziemlich coole Mischung, die mir persönlich sehr zusagt, da die Geschichte so das "gewisse Etwas" bekommt, das einen immer weiterlesen lässt.

Die optische Gestaltung des Buches finde ich auch richtig toll. Scherenschnitte waren in der "Goethezeit" (1770 - 1830) sehr beliebt und so passt das Cover perfekt zur Handlungszeit. Wie die Geschichte selbst wirkt es zwar düster, aber auch irgendwie heimelig und schön. Ein Glossar und ein Personenverzeichnis am Buchende runden das Ganze ab und sorgen für ein stimmiges Gesamtpaket.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....., 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte fängt recht beschaulich in Karlsruhe im Jahre 1771 an. Die Zeiten sind schwierig und ein Großteil der Bevölkerung leidet Hungersnot. Irgendwo dazwischen befindet sich der Held der Geschichte Icherios Ceihn, der sich auf dem Weg zur 'Kanzlley zur Inspektion unnatürlicher Begebenheiten' befindet, um dort einen Auftrag zu erhalten, mehrere Todesfälle aufzuklären, der ihn in die Tiefen des Schwarzwaldes führen soll. Soweit befinden wir uns in einer Welt die für jeden Leser nachzuvollziehen und greifbar ist, doch bleibt es nicht dabei. Angekommen in Glashütte wird er von einem anderen Kutscher übernommen und sie machen sich auf den Weg die 'Porta Obscura' zu durchfahren und sogleich in einer völlig anderen Welt, dem 'dunklen Territorium' anzukommen. In diesem Bereich der Welt wimmelt es von Vampiren, Werwölfen, Ghulen, Irrlichtern und anderen Sagengestalten. Hier beginnt dann auch die Geschichte ihren Lauf zu nehmen und Icherios erlebt eine Geschichte voller Widersprüche für sein ach so, wie er glaubt, wissenschaftlich aufgeklärtes und rationales Gehirn.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer und die ersten Seiten zogen sich beim Lesen, aber nach und nach lief es immer besser und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dazu haben auch die sehr kurzen Kapitel beigetragen. Das ganze Buch, mit seinen gut 350 Seiten, unterteilt sich immerhin in 40 Kapitel.
Die Geschichte um das Zusammenleben von Menschen, Werwölfen und Vampiren in einer, für alle Beteiligten, lebensbedrohlichen Umgebung ist wirklich faszinierend. Man ist immer hin und her gerissen zwischen den verschiedenen Rassen und weiß irgendwie nie so ganz auf welche Seite man sich stellen soll, denn irgendwie hat jeder auf seine Art eine dunkle Seite und viele Geheimnisse.
Die Ereignisse in Dornfelde sind gut in Szene gesetzt und man ist immer auf den nächsten Abschnitt gespannt. Die Autorin schafft es, selbst ohne unnötige Gewaltdarstellung, eine Atmosphäre des Schreckens, auch wenn die Umgebung selbst, Dornfelde als Siedlung/Stadt, fast schon etwas idyllisches hatte, wenn natürlich auch die Ereignisse ein anderes Bild zeichnen.
Selbst wenn man davon ausgeht, dass eine Geschichte mit Werwölfen und Vampiren etwas aus dem Ruder laufen oder gar kitschig werden könnte, so ist dem hier nicht so. Es zeigt sich, meiner Meinung nach, mal ein ganz anderes Bild dieser Spezies, vor allem auch da es sich die Autorin nicht nehmen lässt Hintergründe zur Entstehung dieser Arten zu erläutern (Natürlich im Rahmen dieser Geschichte)

Was mir etwas negativ aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass ich mit dem Protagonisten nicht wirklich viel anfangen konnte und ich die Nebendarsteller wesentlich interessanter fand. Icherios machte irgendwie immer einen recht hilflosen Eindruck und nur sehr selten zeige er wirklich Stärke, von seiner Vorliebe für eine gewisse Droge will ich hier mal gar nicht reden. Hintergrundinfos zu seiner Person findet man praktisch gar nicht, bis auf kurze Familliendinge. Ich hoffe, dass es zu seiner Person in weiteren Teilen dieser Reihe mehr Infos gibt, sonst bleibt die Person Icherios Ceihn ein grauer Fleck. Ich fand andere Charaktere, z.B. den Amtsmann Lynnart Kolchin oder auch den Werwolf Jorm Rabensang, wesentlich interessanter.
Auch hatte ich etwas Probleme mit den vielen Personen im Buch. Zum Glück befindet sich auf der letzten Seite ein Verzeichnis mit allen Namen und der dazugehörigen Spezies, was mir den Durchblick zu behalten sehr erleichtert, denn die Personen treten oft schnell auf die Bühne und das dann auch manches Mal schnell hintereinander, noch dazu werden sie ab und an nur beim Nachnamen aber manches Mal auch nur beim Vornamen benannt. Damit hatte ich gerade in der ersten Hälfte des Buches wirklich meine Probleme.
Icherios hat auch noch einen ständigen Begleiter, die Ratte Maleficium, von der ich zu Beginn des Buches noch dachte sie würde eine etwas größere Rolle spielen, doch bis zum Ende bleibt sie leider ein kleiner, quiekender Nebendarsteller. Es lässt sich erahnen, dass sie vielleicht in Folgeromanen etwas mehr in den Vordergrund rückt.

Mir hat das Buch schon im Vorfeld durch das Cover gefallen und angeregt durch die vielen positiven Bewertungen habe ich einfach zugegriffen, ohne mich vorher groß um Inhalt oder ausführliche Rezensionen zu bemühen. Somit bin ich sehr unvoreingenommen an das Buch herangegangen und wurde mehr als positiv überrascht. Ich finde dass es durch und durch eine gelungene Mischung aus Mystery, Fantasie, Thriller und Krimi ist. Ich habe mich jedenfalls wunderbar unterhalten gefühlt, was auch durch die Schnelligkeit meines Auslesens dieses Buches unterstrichen wird.
Ich freu mich schon auf den nächsten Auftrag Icherios'.
Von mir für dieses Buch 4,5 Sterne, für den letzten halben Stern hätte ich zu Icherios (der Hauptperson) einen besseren Zugang finden müssen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen gute Ideen und Anfang, zieht sich aber enorm, kommt das Ende noch?, 28. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Ich war von der Geschichte im Außenband sehr angetan und laß mir auch die vielen Rezensionen auf amazon durch. Schließlich kaufte ich mir
das Buch auch...

Das Buch fängt gut an, liest sich von Anfang an sehr leicht, die Ideen mit Werwölfen, Vampiren und Ghoulen sind originell geschrieben.
Die Autorin beschreibt auch die Personen in der Geschichte recht gut, nur verliert man sich langsam unter so vielen Werwölfen, Vampiren
und Personen, die nur Aussenstehende sind, im Buch aber jede/r eine gewisse Rolle einnimmt.

Die Autorin baut im Roman einen angehenden Medizinstudenten als Hauptcharakter ein, der aber noch relativ grün hinter den Ohren ist. Er
versucht den Täter zu ermitteln und kommt diesem aber nicht so richtig auf die Spur. Die Geschichte, die anfangs noch spannend war,
verstrickte sich für mich in immer mehr Handlungs- und Personensträngen, sodass der Leser zwar eine Ahnung hat, wer es ist, weil viele
Hinweise der Autorin auch darauf hindeuten, aber es letztlich an Spannung fehlt um weiterzulesen.

Mir fehlte ab der Hälfte schon die notwendige Spannung um das Buch zu beenden. Aus dem Buch hätte man mehr machen können! Ich habe es
jetzt zu 2/3 gelesen und keine Lust mehr, es zu beenden. Die vielen Rechtschreibschwächen, von denen einige Leser hier berichten sind
übertrieben. Hin und wieder gibt es ein Wort, wo ein Buchstabe fehlt, es hält sich aber in Grenzen.

Insgesamt leider nur 2 Sterne für ein Buch, das mehr Potential versprach. Ob die Fortsetzung "der Krähenturm" besser wird, vage ich zu
bezweifeln, wenn ich an das erste Buch denke und die Autorin in diesem Stil weiterschreibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Alchemie der vergebenen Möglichkeiten, 19. April 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Ende des 18. Jahrhunderts: In einem Ort, tief im Schwarzwald, leben Vampire, Werwölfe und noch einige andere fantastische Wesen gemeinsam mit den Menschen. Doch ein Mörder geht um. Und so wird ein junger Bursche aus Karlsruhe geschickt, der den Fall lösen soll. Doch der Herr Inspektor glaubt eigentlich nur an Wissenschaft und nicht an Märchenfiguren...

Die Geschichte ist zwar wenig innovativ, aber das ist nicht großartig kritikwürdig. Die diversen Klischees, u.a. der wissenschaftlich-rationale Ermittler in einer fantastischen Umgebung, sind allesamt erwartbar. Doch gerade für die Ausgangssituation bin ich durchaus empfänglich. Ein bisschen Spuk, Spuk, jede Menge Vampire und Werwölfe in einer abgeschiedenen und größtenteils verriegelten Gegend. In so eine Welt tauche ich gerne ein. Schade nur, dass unnötige und ärgerliche Unzulänglichkeiten einem das Lesevergnügen verhageln. Das beginnt bei orthografischen Fehlern, geht über vergessene Wörter (prominentestes Beispiel: "Die Pferde wieherten, als sie den Feuerring ,[...]" [S. 59]) bis hin zu sich ändernden Namen (da wird aus dem Steigmeyer plötzlich ein Skigmeyer [S. 54] oder aus Sohon ein Sohan).
Erzeugt die Fahrt nach Dornfelde noch durchaus Spannung und führt zunächst kleinere, nicht gänzliche fantastische Elemente ein, wenn bspw. Kutscher Renfin Zwölffinger seinen Namen völlig zu Recht trägt, flacht das Geschehen in Dornfelde teilweise ab. Bekannte Versatzstücke aus Familienstreitigkeiten, ach so dunklen Geheimnissen u.ä. werden durch reißbrettartige Figuren verkörpert, von denen sich Icherios mit seiner Charakterisierung fast so sehr abhebt, wie die Burg des Fürsten vom restlichen Ort.
Zwar bringt die Grundstimmung der Geschichte durchaus Spaß, doch wirken einige Monströsitäten angesichts der kurzen Auftritte zu gewollt ins Buch geschrieben. Hierzu passt auch der großteils redundante Glossar am Ende der Geschichte. Die meisten dort aufgeführten Begrifflichkeiten werden nahezu 1:1 so im Verlauf der Geschichte erwähnt. Hilfreicher gestaltet sich da schon eher die Übersicht der Dramatis Personae, die nach meinem Geschmack aber durchaus auch direkt an den Beginn des Buches hätte gestellt werden können.

Der Versuch, in einem entlegenen Winkel des deutschen Raumes eine fantastische Geschichte zu spinnen, ist anzuerkennen. Doch das finale Werk scheitert nicht nur an der storytechnisch wenig überraschenden Umsetzung, sondern vor allem auch an grammatikalischen Grundlagen, die einen immer wieder aus dem Geschehen holen. Wer aber über diese Fehler hinwegliest und sich auch an der formelhaften Geschichte nicht stört, hat sicher auch seinen Spaß in Dornfelde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Atmosphärischer Roman mit großen Schwächen, 23. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Kerstin Pflieger erschuf mit dem Roman "Alchemie der Unsterblichkeit" eine mysteriöse Geschichte im Stile des Films "Sleepy Hollow", der sie zu diesem Buch inspirierte. Die Atmosphäre erinnerte mich an besagten Film oder an den Klassiker "Dracula" von Bram Stoker. Es war von Beginn an düster, erdrückend und bedrohlich, was bei mir eine stetige Grundspannung aufbaute, die allerdings recht angenehm und nicht nervenzehrend war.

Das meiste der Geschichte ist nicht neu, jedoch durchsetzt mit vielen kleinen interessanten Ideen, die das Ganze in einem anderen Licht zeigen. So gefiel mir die Vampirtheorie, bei der die Vampire kein Tageslicht scheuen, sondern nur einige der niederen Arten von ihnen. Auch das Dorf, vollgepackt mit übernatürlichen Wesen, von denen der Rest der Welt nichts weiß oder vorgibt nichts zu wissen.

Weiterhin möchte ich hervorheben, dass die Autorin nicht davor zurückschreckt, ihren Helden mit großen charakterlichen Fehlern auszustatten und ihn zudem des öfteren unter großen Verlusten scheitern zu lassen.
Die Charaktergestaltung selbst ist allerdings ein wenig inkonsistent. Icherios wird schließlich als ein wissenschaftlich denkender Mensch eingeführt, dessen Glaubensgerüst in Dornfelde ins Wanken gerät, als er plötzlich übernatürlichen Geschöpfen begegnet. Es folgt ein seltsames Hin und Her, bei dem Icherios sich nicht entscheiden kann, ob er an das Übernatürliche glauben soll oder nicht. So nimmt er es das eine Mal ganz gelassen hin, wie einen belegbaren Fakt, und beim nächsten Mal glaubt er nicht einmal daran, wenn er es vor Augen hat.

Zwischendurch sind wenige Kapitel aus Sicht des Mörders eingestreut, die mir zeigten, was dieser für eine Person ist, und die mir sehr gefallen haben. Leider waren die dabei gegebenen Hinweise auf die Identität dieser Person zu offensichtlich, so dass ich recht schnell dahinterkam.

Mit den Beschreibungen wurde zwar sehr gespart, allerdings bekommt man trotzdem ein gutes Gefühl beispielsweise für die herrschende Hungersnot in Karlsruhe, wo sich der Protagonist zu Beginn der Geschichte aufhält. Ab dem zweiten Drittel des Buches nimmt dies jedoch ab, so dass der Mangel an Details immer schwerwiegender wird.

Es gibt ein paar überflüssige Szenen, die ich eher störend und unglaubwürdig fand. So taucht kurz vor dem eigentlichen Ende ein "Lückenfüller-Bösewicht" auf, der gar nichts mit der Geschichte zu tun hat und sich zudem die darin verwickelten Personen alles andere als nachvollziehbar verhalten. Außerdem hat gefühlsmäßig nahezu jeder in diesem Dorf eine heimliche Liebschaft, was mir eindeutig zu viel war.

Das Ende war dann unspektakulär und kurz. Irgendwie enttäuschend, nachdem die ganze Zeit die Gerissenheit des Mörders hervorgehoben wurde. Des Weiteren wirkte es teils ungeschickt und dadurch auch konstruiert, da die Absicht der Autorin mir klar und deutlich erschien.

Für den 2.Band bleibt einiges offen, aber der aktuelle Fall wurde nur halbherzig abgeschlossen. Auf ein paar Fakten wird überhaupt nicht mehr eingegangen. Ein Beispiel: Eine Zeugin verheimlicht während der Befragung offensichtlich etwas, was Icherios sogar bemerkt, aber das wird nie wieder erwähnt oder näher beleuchtet.
Bei der Aufklärung selbst war mir nicht klar, woher der Ermittler oder gar der Mörder gewisse Dinge wussten.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch gekürzt wurde, da einige wichtige Erklärungen fehlten und manche sprunghafte Entscheidungen getroffen wurden.

Fazit
Dieser historische Krimi mit Fantasy-Elementen hat zwar ein paar erzählerische Höhepunkte und glänzt mit einem starken Anfang und einer schönen Atmosphäre, konnte mich aber letztendlich nicht überzeugen, da die Spannung und auch die Beschreibungen nachlassen und das Buch eher unfertig oder schlecht durchdacht wirkt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4,5 Punkte für: Die Alchemie der Unsterblichkeit, 12. Juli 2011
Von 
Ka "Happy-End-Buecher.de" (Wiesendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman (Taschenbuch)
Willkommen in Dornfelde, dem "Sleepy Hollow" vom Schwarzwald, im Jahre des Herren 1771. Wer die filmische Umsetzung von Tim Burton gesehen hat, weiß genau in welcher Stimmung "Sleepy Hollow" gedreht ist. Genauso so düster und unheimlich ist "Die Alchemie der Unsterblichkeit" doch gleichzeitig ist es erfrischend anders als andere Bücher, in denen es von Menschen, Vampiren und Werwölfen wimmelt. Die Charaktere, die Kerstin Pflieger aufzeigt, sind gut beschrieben und wunderbar individuell. Doch Vorsicht: Die Autorin "traut sich" in ihrer schriftstellerischen Freiheit auch schon mal, den einen oder anderen "Guten" ins Jenseits zu befördern! Was den Leser zwar etwas leiden, die Spannung jedoch steigen lässt.

In "Die Alchemie der Unsterblichkeit" sind die paranormalen Wesen so wie sie bereits bei Bram Stoker waren: nicht gerade "freundlich". Kerstin Pflieger entführt den Leser tief hinein in die Geschichte von Icherios Ceihn, der von einer geheimnisvollen Kanzlei angeheuert wird die Morde, die im entlegenen Ort Dornfelde, im Dunklen Territorium geschehen, aufzuklären. Was er dort vorfindet, läßt in schier erstaunen: In scheinbar friedlicher Koexistenz leben Menschen, Vampire und Werwölfe beisammen - wären da nicht diese grauenhaften Morde.

Der manchmal etwas schusselige, doch liebenswerte Icherios Ceihn wird bei seinen Ermittlungen, samt seiner klugen Ratte Maleficium, in eine Spirale gezogen, die voll bestückt ist mit Irrlichtern, Vampiren, tierischen Werwölfen, Alchemie, um nur einige zu nenne. Kerstin Pflieger verwebt den erzählerischen Hauptstrang gekonnt mit Nebenhandlungen und diversen Charakteren. So ist man als Leser damit beschäftigt sich zu fragen, wer wohl die Morde begangen hat. Die Spuren, die die Autorin dabei legt, führen nicht selten in die Irre.

Die Autorin schafft mit diesem Buch eine stimmige Atmosphäre zu beschreiben, die den Leser direkt in das schaurige Dornfelde und die blutigen Vorkommnisse hinein katapultiert. Icherios Ceihn muss sich im Dunklen Territorium gleichermaßen mit Menschen, Vampiren und Werwölfen herumschlagen. Das Lüften der dorfeigenen Geheimnisse hält ihn so manches Mal davon ab, sich um das Eigentliche, nämlich die Aufklärung der brutalen Morde, zu kümmern. Sehr viel versprechend bei der Aufklärung der Morde sind für den Leser die Textpassagen, die Kerstin Pflieger den Mörder "sprechen lässt".

Manchmal hätte ich Icherios gerne etwas angeschoben, wenn es darum gegangen ist, richtige bzw. logische Schlussfolgerungen, aus den zur Verfügung gestellten Informationen, zu ziehen. Der Täter kann, wenn man darauf achtet, durchaus schon bald entlarvt werden. Dies mag für den Moment der Geschichte vielleicht etwas die Luft herausnehmen, doch das, was um die Morde herum passiert, ist wirklich nicht ohne. Einer Fortsetzung, die sich mit "Der Krähenturm" ergibt, sehe ich mit Freude entgegen. Vielleicht gewährt die Autorin den geneigten LeserInnen dann mehr Einblick in die Person Icherios Ceihn. Von mir gibt es für den historisch-fantastischen Krimi "Die Alchemie der Unsterblichkeit" 4,5 Punkte.
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Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman
Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman von Kerstin Pflieger (Taschenbuch - 21. Juni 2011)
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