Kundenrezensionen


58 Rezensionen
5 Sterne:
 (32)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (6)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MIT WENIGER ZUKUNFT EINE BESSERE GEGENWART
Herbst des Lebens? Mitnichten! Die Jungen haben viel Zeit, leider nur gehört ihnen bloss ein Bruchteil davon. Im Alter hingegen schrumpft die Zukunft, dafür hat sie für sich alleine. Ein Grund, das Leben mit neuer Entschlossenheit anzupacken. Nicht bloss wegen der Dinge, die man nicht mehr tun muss, sondern noch mehr angesichts der Vorzüge, die die...
Veröffentlicht am 17. Mai 2011 von Favre Robert

versus
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist ungleich erfüllender mit seinem alten Leben ins Reine zu kommen, als ein ganz neues zu beginnen ...
Virginia Ironside ist 65 und kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Zeit ihres Lebens war sie als Schriftstellerin und Journalistin tätig und mit 60 hat sie das wohl beste Buch ihres Lebens geschrieben: "Nein ich will keinen Seniorenteller" - das fiktive Tagebuch der Marie Sharp, das uns Einblicke in das chaotische, aber unglaublich sympathische Leben einer...
Veröffentlicht am 15. Juni 2011 von SA.M.T


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist ungleich erfüllender mit seinem alten Leben ins Reine zu kommen, als ein ganz neues zu beginnen ..., 15. Juni 2011
Virginia Ironside ist 65 und kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Zeit ihres Lebens war sie als Schriftstellerin und Journalistin tätig und mit 60 hat sie das wohl beste Buch ihres Lebens geschrieben: "Nein ich will keinen Seniorenteller" - das fiktive Tagebuch der Marie Sharp, das uns Einblicke in das chaotische, aber unglaublich sympathische Leben einer Frau gab, die in Kürze ihren 60. Geburtstag feiern wird und beschließt die letzten Monate bis zum "Big Bang" zu dokumentieren. Viel autobiografisches ließ sich damals hineininterpretieren.
5 Jahre später folgt der nächste Band "Nein ich geh nicht zum Seniorentreff". Diesmal jedoch handelt es sich nicht um eine Geschichte einer erfundenen Person, sondern es ist die Autorin selbst, die zu uns spricht. Und - leider! - ist dies nicht ganz so lustig und unterhaltsam, wie der erste Band. Zwar kann man sich immer noch phasenweise köstlich amüsieren, jedoch erkennt man jetzt schon eine gewisse "Alterssteifheit" - auch im Schreiben. Es handelt sich hierbei also eher um eine Art Ratgeber für 65+, ein Sammelsurium an Gedanken zu verschiedenen Themen, die in manchmal ziemlich kurzen Absätzen behandelt werden. Ein rechter Lesefluss kommt da nur begrenzt auf.

Wer also das 1. Buch gelesen hat und - so wie ich - begeistert war, sollte sich auf eine latente Enttäuschung gefasst machen. Es schreibt zwar die selbe Person, der sprühende Wortwitz ist jedoch in den 5 Jahren ein wenig verloren gegangen, bzw. er beginnt sich thematisch zu wiederholen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Laaanweilig, 28. November 2011
Der Klappentext verspricht eine amüsante Lektüre - und enttäuscht auf ganzer Linie.

Seniorentreff ist meines Erachtens eine Wiederverwertung des ersten Teils von Frau Ironide. Wirklich nervig ist der frustrierte Unterton, der verdeutlicht, dass es einfach nur schrecklich ist, alt zu sein/werden. Dabei ist die Frau gerad mal sechzig. Mir (61) hat dieses Buch nur schlechte Laune gemacht, dabei bin ich ein fröhlicher Mensch.

Wer ein wirklich lustiges Buch zu diesen Themen sucht, dem empfehle ich "Jesses Maria".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MIT WENIGER ZUKUNFT EINE BESSERE GEGENWART, 17. Mai 2011
Herbst des Lebens? Mitnichten! Die Jungen haben viel Zeit, leider nur gehört ihnen bloss ein Bruchteil davon. Im Alter hingegen schrumpft die Zukunft, dafür hat sie für sich alleine. Ein Grund, das Leben mit neuer Entschlossenheit anzupacken. Nicht bloss wegen der Dinge, die man nicht mehr tun muss, sondern noch mehr angesichts der Vorzüge, die die Gelassenheit des Alters einem eröffnen. Es kann z.B. von Vorteil sein, wenn man sich nicht mehr an alles erinnern kann oder nicht mehr Sex einen Grossteil des Lebens bestimmt, sondern Gefühle der Nähe, Entspannung, Sinnlichkeit, Geborgenheit, Zufriedenheit und Erfüllung an die Stelle von Orgasmen treten. Den ungeheuren Reichtum an Möglichkeiten, der einem Berufstätigen fehlt, demonstriert Virginia Ironside an alltäglichen Dingen wie Reisen, Sex, Gedächtnis, Selbstbewusstsein, Arbeit, Aussehen, aber auch an tiefgründigen Themen, wie Freundschaft, Einsamkeit, Ängste, Schmerzen, Tod usw.

Fazit: Ein hinreissendes, mit subtilen Alltagsbeobachtungen gespicktes Gute-Laune-Buch nicht nur für Menschen, die ihrer Vergangenheit nachtrauern, sich durch das Alter in Torschlusspanik versetzen lassen und an seiner Sinngebung zweifeln, weil sie meinen, der aufregende Teil ihres Lebens sei vorüber; nein, auch eine Bestätigung für all die Senioren, die den Jugendwahn nicht mitmachen, sondern die Rosinen des Alterns erkennen und sie geniessen.
Das mit viel Witz und Ironie, aber gleichzeitig ungeheurem Tiefgang und herzlichen Emotionen geschriebene Buch ist eine Fundgrube für Menschen, die das Glück haben, das Alter zu erleben und für die das Alter nicht erst dann interessant wird, wenn sie zu alt dafür sind. Die Autorin schildert, welch ungeahnte Möglichkeiten und Freiheiten das Alter bietet, um mit dem Wissen und der Erfahrung, die der Jugend fehlen, das zu tun, wovon junge Menschen träumen. Die Spannweite ihrer stilistischen Ausdruckskraft reicht von warmherzig und einfühlsam bis hin zu Hohn und Spott. Bestimmte, mit staubtrockenem schwarzem Humor beschriebene Situationen sind zuweilen gar geprägt von beissendem Sarkasmus. Und wenn die Autorin auf gewisse gesellschaftliche Missstände hinweist, steigert sie gar in eine regelrechte negative, mieslaunige Griesetante, was man ihr angesichts der Komplexität des heutigen Lebens jedoch nachsieht.

Ohne die Einschränkungen und unangenehmen Realitäten des Alters zu ignorieren, ist dieses Buch eine herrlich lebensfreudige Auseinandersetzung mit dem Thema "Altern", in der die Autorin den Leser dazu aufruft, mit den negativen Vorurteilen darüber aufzuräumen und ihm Mut macht, die vielfältigen Chancen und Kraftquellen des Alterns anzugehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen müder Aufguss, 13. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Tagebauch der Marie Sharp habe ich mit viel Vergnügen gelesen, aber Virginia's Monologues sind so,wie Monologe meistens sind: ermüdend und langweilig.
Dieses Buch mit dem Titel: Nein!Ich geh nicht zum Seniorentreff! legt nahe, dass es eine Fortsetzung des Sharp'schen Tagebuches ist. Das trifft nicht zu. Von A-Z äußert Ms Ironside Gedanken zum Alter, zum Teil fast wörtlich übernommene Passagen aus dem ersten Buch.Zugegeben, einige neue sind auch dabei, aber im Großen und Ganzen fehlt die Spritzigkeit.
Ich kann das Buch nicht empfehlen, man fühlt sich ge- und enttäuscht.Dazu kommt der Preis für eine gebundene Ausgabe, der zusätzlich ärgerlich macht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich gehe da auch nicht hin, 6. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es geht um meine Altersklasse.
Man erkennt sich wieder. Zeitweise ist man mit 60 eben alt, aber andererseits fühlt man sich doch auch wieder wie 30. Im Endeffekt ist man doch bei der Seniorenfraktion, egal wie man sich fühlt. Nur zum Seniorentreff geh ich auch nicht, was soll ich bei den alten Leuten?
Das Buch hat mich sehr erheitert und auch nachdenklich gemacht . Sehr zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fühle mich betrogen, 17. August 2013
Titel, Cover und Klappentext suggerieren, dass es sich um ein humorvolles Buch handelt. Mit viel Witz und Selbstironie. Bestenfalls noch mit schwarzem Humor, hoffte ich, da die Autorin ja Engländerin ist. Weit gefehlt.
Die Autorin lamentiert säuerlich, miesepetrig bis verbittert und trauert ihrer eigenen Jugend nach. Zudem schreibt sie langweilig, fad und pessimistisch. Die Themen sind weder neu, noch unterhaltsam verpackt. Nicht mal ansatzweise hat sie mich auch nur zum Schmunzeln gebracht.
Die Autorin kommt mir nicht wie Mitte 60 vor, sondern eher wie 80. (Und ich kenne einige 80jährige, die fitter sind, wie Frau Ironside mit 65.)
Ich kenne keine 65jährige, die am Stock geht und Gleichgewichtsstörungen hat, es sei denn, sie hätte einen Unfall gehabt, ein angeborenes Leiden oder eine Operation hinter sich.
Ich bin noch weit von der 60 entfernt, aber ich habe mich richtig über das Buch geärgert.
Alle Klischees, die es zum Thema Alter gibt, wurden hier penibel zusammengetragen.

Ältere/ alte Menschen waren mal jung und hatten ein ganz anderes Leben. Sogar mit viel „Äktschn“ und Hippie und so – sach bloß!!! Was für eine Erkenntnis.
Die Prioritäten und Interessen verändern sich in jedem Altersabschnitt. Eine 15jährige hat auch anderes im Kopf als eine 25jährige, usw.

Sie legt älteren Menschen doch tatsächlich nahe, sich auf keine neuen (neu zu erlernenden) Aktivitäten einzulassen, weil die geistigen Kapazitäten (Gehirnzellen/ Synapsen) dazu nicht mehr ausreichen. Lieber sollte man bei den Dingen bleiben, die einem altbekannt sind.
(Sollte das Buch gar ironisch gemeint sein? Dann wäre dieser Dünns***** aber gewaltig in die Hose gegangen.) Später erzählt sie dann aber, wie sie sich erstmals mit einem Computer vertraut gemacht hat und fordert den Leser auf, neues zu lernen.
Die Autorin ist sich mit ihrer Aussage wohl selbst nicht ganz einig.
Anfangs plädiert sie dafür, dass der Mensch im Rentenalter endlich tun soll, was er will, und sich von nichts und niemand, zu irgendetwas drängen zu lassen, das er nicht möchte.
Später geht es in verschiedenen Kapiteln darum, wie ältere Menschen sich kleiden, frisieren und schminken sollten, bis sogar hin zum Lifting usw., um gesellschaftliche Anerkennung zu finden. Ja was denn nun?

Spiegel-Bestseller-Prädikate werden ja vergeben, kaum dass das betreffende Buch auf den Markt gekommen ist. Sie taugen oft nicht viel. Besser, ein Buch erst einmal in einer öffentlichen Bücherei ausleihen. Sollte es dann ein Lieblingsbuch werden, kann man es immer noch kaufen.

Irgendwie muss ich bei diesen mistigen Bestseller-Werbungen immer an Banken denken, die viel Inhalt versprechen und Luftblasen verkaufen.
Zum Glück habe ich das Buch als Mängelexemplar am Grabbeltisch mitgenommen, so bleibt der finanzielle Aufwand eher klein, und ich kann es mal irgendwo „aus Versehen“ liegen lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nee, so nicht., 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch fand ich nicht gut. Nicht vergleichbar mit dem "Seniorenteller". Es fehlt sehr oft der Humor und mache Passagen sind sogar deprimierend. Nein, das Älter werden möchte ich nicht so dargestellt sehen. Ich bin 58 Jahre alt und kenne auch die kleinen
Macken des Alters. Bin dem Rat der Autorin gefolgt (sie schreibt, dass man auch mal schlechte Kinofilme vorzeitig verlassen sollte) dem entsprechend habe ich das Buch "verlassen".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn man den Seniorenteller kennt, nicht das was man erwartet, 5. Juli 2011
Ich habe das Tagebuch der Mary Sharp geliebt, auch wenn ich es 'nur' als Hörbuch gehört habe. Daher waren meine Erwartungen an dieses Buch von Mrs. Ironside entsprechend hoch. Da ich dieses Buch als gebundene Ausgabe geschenkt bekam, wurde mir die Entscheidung ob hören oder lesen letztendlich abgenommen.

Aber nun zum Buch selber: Wer hier eine Fortsetzung aus Mary Sharps Leben erwartet, der irrt. In diesem Buch wird keine zusammenhängende Geschichte erzählt. Es ist viel eher eine Sammlung von Aphorismen, Anekdoten und Ansichten von Mrs. Ironside. Inwieweit das autobiographisch zu sehen ist, sei an dieser Stelle dahin gestellt, da ich mich dazu nicht äußern kann.

Obschon hier keine Geschichte erzählt wird, hat das Werk seinen Reiz. An einigen Stellen lacht man, an anderen ist man nachdenklich und an wieder anderen emotional berührt. Es stichelt, betrachtet an einigen Stellen nüchtern an anderen Stellen zynisch. Wirft hier einen ernsten Blick auf die Dinge und dort einen humorvollen. Bei einigen Passagen, denkt man sich, wie wahr dass doch alles ist, bei anderen, kann man ihre Ansichten nicht ganz mitgehen. Aber obschon mir das Buch gut gefällt, liegt hier auch einer seiner größten Schwachpunkte.

Die Grenze zwischen ehrlicher Betrachtung und zynischer Stichelei verwischt zum Teil zu stark. Daher wird nicht ganz ersichtlich, was Mrs. Ironside nun eigentlich meint und was sie ausdrücken möchte. Ihre Intention zur Betrachtungsweise auf einen bestimmten Lebensaspekt wird nicht ganz deutlich. Weiterhin hat man an einigen Stellen auch den Eindruck, dass sie Kapitel und Unterkapitel etwas lieblos abschließt. Gerade, wenn es spannend und interessant wird, wünscht man sich, dass sie etwas mehr in die Tiefe geht. Doch dann bricht sie einfach ab und geht zum nächsten Punkt über. Wie gesagt: Hier fehlt die Tiefe. Schade darum.

Unterm Strich bleibt also zu sagen: Positiv sind die Betrachtungs- und Ausdrucksweise, sowie die Offenheit. Negativ zu sehen sind die verwischende Grenze zwischen Zynismus und Wahrheit, sowie an einigen Stellen die fehlende Tiefe.

3,5 von 5 Sternen. Kaufmännisch gerundet zu 4 von 5 Sternen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Fortsetzung des Tagebuchs der Marie Sharp, sondern autobiografisch geprägte Gedanken zum Leben im Alter., 21. April 2011
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach ihrem Bestseller Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp hat Virginia Ironside nun ein zweites Buch zum Leben im Alter geschrieben. Der englische Titel The Virginia Monologues: Why Growing Old is Great beschreibt den Inhalt mal wieder besser als die deutsche Übersetzung. Es handelt sich um Virginia Sharps gebündelte Lebenserfahrung. Gegliedert nach Stichworten erzählt sie in einem lockeren Plauderton und mit trockenem britischen Humor. Es beginnt mit Z wie Zipperlein, worunter Dinge fallen wie Schlaf, Arthritis und Beweglichkeit, Augen, Krebs, Ärzte, etc., und endet mit E wie Enkelkinder. Dazwischen werden Freizeit, Tod, Rezession, Aussehen, Junge Menschen, Beerdigungen, Alte Freunde und vieles mehr thematisiert.

Heiter und positiv, manchmal für meinen Geschmack zu positiv. Gibt es denn gar keine Schattenseiten? Alles scheint perfekt, alles scheint einfach bewältigbar zu sein. Ob das die Senioren in Deutschland auch so sehen? Virginia Sharp schreibt selber in der Einführung auf Seite 18, dass sie mit diesem Buch die vielen VORTEILE aufzeigen will, die das Alter mit sich bringt - die ECHTEN Vorteile. "Wir kleben so sehr an den negativen Seiten des Alters, dass wir oft vergessen, wie viel Schönes es zu bieten hat." Kurz: wer realistische Beschreibungen bevorzugt, sollte nach anderen Büchern suchen. Hier geht es um die rosarot gefärbten Seiten des Alters!

Und natürlich ist das Buch geprägt von autobiografischen Inhalten, besser gesagt Bekenntnissen. Der Leser erfährt zum Beispiel, dass die Autorin als Kind schüchtern war, und erst jetzt im Alter gelernt hat, Nein zu sagen. Das Nein aus ihrem Mund tönt freilich so charmant, dass hieraus fast noch eine Lektion in Sachen "diplomatisches Verhalten im Alltag" wird. Und dass sie ihre Schüchternheit tatsächlich abgelegt hat, wird spätestens dann deutlich, wenn sie vom Tanztee erzählt, und wie sie als erste auf der Tanzfläche mit einem gut aussehenden alten Herrn einen Foxtrott auf Parkett gelegt hat. An dieser Stelle kann man sich natürlich fragen, ob der deutsche Titel mit dem 'Nein zum Seniorentreff' eine gute Wahl war.

Und was sonst noch? Virginia Sharp hat den Mut zuzugeben, dass sie, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren aus Prinzip alles selber gemacht hat (vom Tapezieren übers Möbel reparieren bis hin zum Fällen der Bäume im Garten), zwischenzeitlich um Hilfe bittet (vgl. S. 68ff). Sie argumentiert dagegen, ein neues Leben anzufangen, denn ihrer Meinung nach ist es "ungleich erfüllender, mit seinem alten Leben ins Reine zu kommen, als ein ganz neues zu beginnen." (S. 77) Sie versucht dem Leser Sport madig zu machen, obgleich sie Personen kennt, die dadurch regelrecht neue Menschen geworden sind, denn sie für ihren Teil hat dafür keine Zeit und keine Lust (vgl. S. 88). usw. usw.

Kurz und gut:

Ein positiv und heiter formuliertes Buch über die Sonnenseiten des Alters kombiniert mit autobiografischen Inhalten aus dem Leben der Autorin. Locker geschrieben und gut lesbar. Persönlich hätte ich mich über etwas mehr Realitätsnähe gefreut. Wer das Vorgängerbuch kennt, wird gelegentlich überraschende Übereinstimmungen zwischen der fiktiven Figur der Marie Sharp und dem realen Leben der Autorin feststellen.

=============
Noch besser gefallen hat mir im Übrigen das Buch Die magischen Jahre: Im Alter beginnt ein neues Leben von Jane Miller. Die ehemalige Verlagsmitarbeiterin, Englischlehrerin und Universitätsdozentin für die Ausbildung von Englischlehrern hat (im Vergleich zu Virginia Ironside) ein sehr nachdenkliches, leises Buch geschrieben. Autobiografisch geprägt, mit vielen Beispielen und Analysen aus der Literatur.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seniorenbuch, 21. Juli 2011
Da ich jetzt in das alter von 61 Jahren bekommen bin habe ich mir das Buch mal gekauft und war begeistert es trift alles so zu wie ich es erlebe!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff!
Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff! von Virginia Ironside (Taschenbuch - 2013)
EUR 8,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen