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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebesglück und Familienleid
Selten hat man so genau, so klar, zugleich liebevoll, bitter, traurig und komisch über ein Eheleben geschrieben, wie in dem Roman von Rafael Yglesias. Nach dreißig Jahren geht das Leben einer ungewöhnlichen Ehe seinem Ende entgegen. Nicht etwa die Scheidung droht, sondern Margaret hat Krebs im Endstadium. Beide Partner sind Anfang fünfzig, und die...
Veröffentlicht am 20. April 2010 von cl.borries

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In guten, wie in schlechten Zeiten
Mit "Glückliche Ehe" legt Rafael Yglesias seinen erste Roman seit 13 Jahren vor und erzählt dem geneigten Leser darin die Geschichte von Enrique und Margaret.

In Zeitsprüngen zwischen den 70er-Jahren, der Zeit des Kennenlernens der Beiden, und dem Hier und Jetzt wird die Geschichte zweier Menschen geschildert, die trotz ihrer Unterschiede einen...
Veröffentlicht am 15. März 2010 von M.


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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebesglück und Familienleid, 20. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Selten hat man so genau, so klar, zugleich liebevoll, bitter, traurig und komisch über ein Eheleben geschrieben, wie in dem Roman von Rafael Yglesias. Nach dreißig Jahren geht das Leben einer ungewöhnlichen Ehe seinem Ende entgegen. Nicht etwa die Scheidung droht, sondern Margaret hat Krebs im Endstadium. Beide Partner sind Anfang fünfzig, und die Krankheit trifft sie ins Mark. Nach langem und schwerem Kampf gegen die Krankheit ergibt sich Margaret ihrem Schicksal und akzeptiert ihr Ende. In rührenden Szenen erlebt man eine Frau, die mutig und selbstbestimmt ihr Leben gelebt hat. Mit liebevoller Hingabe sieht man auch ihren drei Jahre jüngeren Mann Enrique, der an ihrer Seite ist, und man glaubt den beiden, dass sie in ihren langen Ehejahren neben der glücklichen Zweisamkeit auch Zeiten des Zweifels und der gegenseitigen Abneigung kennen gelernt haben.
Eingeblendet in die Familiengeschichten mit Abschied und tiefem Schmerz von der kranken Margaret wird der Jahre des Kennenlernens, der zusammen verbrachten Zeiten und vieler Einzelheiten aus dem gemeinsamen Leben gedacht. Beide Herkunftsfamilien sind jüdischen Glaubens. Wie verschieden sie alle sind, welche Charaktere hier zusammentreffen und an Irritationen leiden: R. Y hat sie wunderbar gezeichnet.
Neben Enrique mit seinem unruhigen Liebeshunger und seinen Berufskümmernissen, die ihm als Schriftsteller eine Quelle der Unsicherheit sind, ist Margaret die energische, sichere und zielstrebige Frau.
Jetzt stehen sie alle ratlos vor dem Ende Margarets. Ihre Eltern und besonders die Mutter zeigt sich als die, die sie immer war: beherrschend und tonangebend. Sogar um das Grab und die Beerdigung gibt es Spannungen zwischen Margaret und ihrer Mutter. Mit minutiöser Zeiteinteilung wacht Enrique über den Zeitplan, nach dem sich Freunde und Verwandte von der Kranken verabschieden können.

In selten aufrichtiger und kritischer Weise mischt Rafael Yglesias für seinen Helden Worte der Dankbarkeit mit Überlegungen für das Weiterleben nach dem Tod seiner Frau. Er zeigt den nüchternen Alltag, die irrwitzigen menschlichen Regungen im Angesicht des Todes und erzählt von den Ambivalenzen, die in einer langen Ehe auszuhalten sind. Die komischen Momente wechseln mit den traurigen und man spürt deutlich, dass dieser Roman einem sehr realistischen Bericht gleicht, wie sich ein langes Leben zu zweit gestaltet hat, und wie Trennungen durch den frühen Tod eines Partners aussehen können. Auch hört man, wie es sich anfühlt, mit unterschiedlichem Familienhintergrund zu gemeinsamen Wurzeln zu finden.
Nie werden die Ausführungen blasphemisch, sentimental oder unecht. Nüchternheit und gefühlsbestimmtes Handeln befinden sich im Gleichgewicht und man legt den Roman berührt und ergriffen zur Seite. Genauso ist das Leben: facettenreich, vielschichtig und von Schwankungen betroffen, und R. Yglesias hat es echt und realitätsnah eingefangen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glückliche Ehe, 22. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hat mich zu tiefst bewegt. Schon in der Leseprobe hatte ich den Eindruck, dass das Buch nichts kurzweiliges ist und genau das hat es auch gehalten! Rafael Yglesias beschreibt in sehr sensiblen und einfühlsamen Worten die Liebesgeschichte zwischen Enrique und Margaret. Von ihrem ersten Kennenlerne bis hin zu Margarets Krankheit und Tod.

Das Buch ist in zwei Sequenzen gegliedert. Vergangenheit und Gegenwart. In dem einen Teil beschreibt Yglesias, wie Margaret und Enrique sich kennenlernen und man bekommt einen Eindruck in ihre Gefühlswelt. Das Bangen, ob der andere einen mag, die innere Zerrissenheit, wenn man mal was "blödes" gesagt oder getan hat. Enrique hat die Schule abgebrochen und einen Roman geschrieben, der ihm das Leben ohne elterliche Unterstützung ermöglicht. Diese Unterstützung und den Halt hätte er sowieso nie von seinen Eltern erhalten und darunter leidet er. Schon früh mußte er lernen, dass nur er und sein Können zählen. Einerseits hat ihn das reifen lassen, aber tief in seinem Inneren ist er zu tiefst verunsichert und sucht Liebe, Halt und Geborgenheit. Genau dies findet er in Margaret. Ihre Eltern standen immer hinter ihr, auch finanziell. Sie nimmt Enriques Leben in die Hand. Sehr subtil und vorsichtig, was er genießt. Keine Entscheidung, die er nicht trifft, ohne mit ihr Rücksprache gehalten zu haben.

Dies ändert sich, als Margaret an Krebs erkrankt und Enrique ihrer beider Leben in die Hand nehmen muß. Sie glauben, den Krebs besiegt zu haben, bis er zurückkehrt. Bösartiger denn je. Als keinererlei Aussicht auf Heilung mehr besteht, beschließt Margaret, zu sterben. Ihr Mann unterstützt sie. Er holt sie nach Hause, pflegt sie und organisiert Treffen mit allen Freunden, damit sie sich verabschieden kann. Der Autor schildert die Krankheit und den Zustand zwar in allen grausamen Einzellheiten, aber so gefühlvoll, dass ich mitgelitten habe und zu Tränen gerührt war.

Ein wirklich lesenswertes Buch! Hier wird die Zweisamkeit und die totale Aufgabe für den geliebten Menschen groß geschrieben, ohne kitschig zu sein. Die beiden werden mich gedanklich noch lange begleiten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glück und Trauer, 13. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
liegen sehr dicht beieinander. In Rafael Yglesias' Roman schien mir das Glück doch oft sehr weit entfernt zu sein. Die Geschichte von Margaret und Enrique wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt.

Mit der Vergangenheit, besonders die Zeit, in der die beiden sich kennengelernt haben, empfand ich als etwas holprig. Da lief die Erzählung für mich auch irgendwie nicht ganz so rund. Das hat mich etwas auf Abstand gehalten. Eine ganz so glückliche Ehe kann es nicht gewesen sein, da die beiden ziemliche Startschwierigkeiten hatten und Enrique seine Frau sogar mit ihrer Freundin betrogen hat. Die Erzählungen aus der Vergangenheit und der Gegenwart waren für mich also immer irgendwie gegensprüchlich.

Trotzdem haben die Gefühle, die in der Gegenwart geschildert wurden - wahrscheinlich auch eben durch die Krebserkrankung von Margaret, überwogen. Der Schmerz war deutlich heraus zu lesen. Ich wurde mitgerissen von der Trauer der beiden, sich mit dem Ausgang dieser Krankheit abzufinden.

Besonders schlimm zu lesen, war die Planung über die letzten (zwei) Lebenswochen, die Margaret noch blieben. Der Abschied von allen Menschen, die ihr wichtig waren und die Angst Enriques, dass ihm vor lauter Abschiedsbesuchern keine Zeit mehr bleibt, um ihr das zu sagen, was ihm auf dem Herzen liegt.

Rafael Yglesias hat ein sehr aufrührendes Buch geschrieben. Und wieder einmal wird mir bewusst, dass man viel zu viel Zeit mit unwichtigen Dingen verschwendet, anstatt sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Das Leben ist zu kurz und die Zeit, die man hat, die sollte man sinnvoll nutzen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht durchgängig..., 31. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
...habe ich es empfunden.

Eines vorneweg: Wer selbst schon einmal einen lieben Menschen an den Krebs verloren hat, wird vieles wiedererkennen und dann es ist in der Tat nicht leicht bzw. nur schwer zu ertragen, die Leidensgeschichte mitzuverfolgen. Sie ist authentisch.

Sehr gut gefallen hat mir auch das Auf und Ab über die Jahre, mit all den Fragen, Gedanken, Irrwegen, all dem Abwägen, neuen Perspektiven - aber der Erkenntnis, daß es keinen anderen Menschen gibt, der so zu einem passt, mit all seinen Mängeln und Fehlern. Sehr wahr, sehr offen und sehr ehrlich.

Was mir jedoch Schwierigkeiten bereitet hat, war die Beschreibung der Personen selbst. Zu unterschiedlich erschienen sie mir oft, man fragt sich, wie sie überhaupt zusammenpassen. Nun kann man hieraus vieles ableiten im Sinne "Gegensätze ziehen sich an" und " So ergänzen sich zwei Menschen" , ja... aber mir war es manchmal gar zuviel mit all den Eitelkeiten und Besonderheiten der Hauptpersonen. Ich weiß, das Leben ist nicht einfach und es gehen einem so viele Einzelheiten durch den Kopf angesichts des Todes...wenn es ein Stilmittel war, ist es ok, aber für mich eben manchmal zuviel.

In Summe trotz eines Sterns Abzug ein Buch, das nahe geht, das aus besagtem Grund manchmal schwer zu ertragen ist, aber ehrlich, offen und mit einer Botschaft, die wahr ist. Mehr, als viele andere Bücher von sich sagen können.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben in einer Ehe ist voller Widersprüche, vielschichtig, mit Zweifeln und Versuchungen gespickt, doch es lohnt sich., 27. April 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieser wunderbare Roman ist eines der schönsten Bücher über das Zusammenleben von Mann und Frau, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Nach einer Schreibpause von über 13 Jahren hat der in New York lebende Autor Rafael Iglesias mit "Glückliche Ehe" ein Buch geschrieben, das ehrlich und kritisch, liebevoll und manchmal bitter, mit viel Humor und noch mehr Trauer im Herzen die sicher auch vom Tod seiner Frau Margaret Joskow 2004 geprägte Geschichte der Ehe von Enrique Sabas und Margaret Cohen erzählt.

Als Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts der gerade einmal 21-jährige Enrique auf die drei Jahre ältere Margaret trifft, erkennt er in ihr auf der Stelle die Liebe seines Lebens. Sie überwinden die zunächst fast unüberbrückbaren Unterschiede in ihren Herkunftsfamilien und ihren Persönlichkeitsstrukturen.

Als nach über dreißigjähriger Ehe Margaret erfährt, dass sie Krebs im Endstadium hat, kämpft sie zunächst erbittert gegen die Krankheit, bevor sie sich dann ihrem Schicksal beugt und ihr nahes Ende akzeptiert. Enrique ist an ihrer Seite und während ihr gemeinsames Leben mit zwei Kindern zu Ende geht, was von Iglesias mit tiefem, weil selbst erlebtem Mitgefühl erzählt wird, gehen die Erinnerungen zurück an ein langes gemeinsames Leben. An die Zeit des Kennenlernens, die Zeit der Krisen und drohenden Untreue, an viele schöne und viele schwere Erlebnisse und Erfahrungen. Enrique, der immer nach Beweisen für ihm entgegengebrachte Liebe sucht, und seine Schwierigkeiten als Schriftsteller sind ein immer wiederkehrender Unruheherd, den Margaret mit ihrer energischen und zielstrebigen Art auszugleichen bemüht ist.

Indem Enrique einen klaren Zeitplan aufstellt, wie sich alle Freunde und Verwandte von der noch lebenden Margaret verabschieden können, mischen sich ihm andauernd Gedanken an den Tod und an ein Weiterleben nach dem Tod in die Seele und in das Herz. Und immer wieder kommen die Erinnerungen an die Phasen ihres Lebens, ihrer trotz aller Krisen "glücklichen Ehe", wie sie Iglesias aufrichtiger nicht hätte erzählen können.

In Zeiten, wo kaum noch jemand willens oder in der Lage zu sein scheint, eine über Jahrzehnte dauernde Ehe zu führen, in Zeiten, wo bei jeder kleinen Krise der Scheidungsrichter bemüht wird, ist dieses Buch an ermutigendes Zeugnis. Das Leben in einer Ehe ist voller Widersprüche, vielschichtig, mit Zweifeln und Versuchungen gespickt, doch es lohnt sich. Rafael Iglesias hat es mit viel eigenen Erfahrungen angereicherter in wundervoller Weise beschrieben. Die Erfahrung von Glück braucht all diese weniger glücklichen Erlebnisse, um als dauerhaftes Glück identifiziert und dann auch gelebt zu werden. Menschen, die schon lange verheiratet sind, und die Beziehungsarbeit nie aufgegeben haben, werden das bestätigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein einziger Tag reloaded, 16. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Von vornherein weiß man wie diese Geschichte enden wird und wovon sie handelt. Auch ist absehbar was noch passieren wird. Und doch ist das Schicksal zwei sich Liebender so fesselnd, das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Erzählstrukur ist vorwiegend in zwei Abschnitte unterteilt. Bis kurz vorm Schluss des Romans wird, wechselnd pro Kapitel, einmal aus der Jugend von Enrique und Margaret und einmal von der gegenwärtigen Situation-die sterbende Margaret mit Enrique an ihrer Seite-erzählt. Erst am Schluss, in Margarets letzten Stunden im komaähnlichen Zustand,wird auch die Erzählstruktur verwirrrender.

Wie bald festzustellen ist, währt die anfängliche Leidenschaft der jugen Ehe nicht lange, sodass diese in eine schwere Kriese rutscht. Erst als Margartes Krebs diagnostiziert wird, scheint sich Enrique wieder klar zu werden, wie sehr er seine Frau liebt. Nach einem langen menschenunwürdigen Kampf gegen ihre Krankheit, entschließt sich Margaret alle lebenserhaltenen Maßnahmen einstellen zu lassen um sterben zu können. Enrique kann das nur schwer akzeptieren, war seine Frau doch trotz allen Problemen stets seine Stütze und Rückrad.

Ein wenig errinnert mich dieses Schicksal an den Roman "Wie ein einziger Tag" von Nicolas Sparks. Am Ende ihres Lebens schauen zwei alte Menschen auf ihre Jugend zurück. Nur das im vorliegenden Roman, Enriques Leben noch nicht zu Ende ist, und er versuchen muss mit der neuen Situation klar zukommen.

Eigentlich ist der Titel als solcher ein Paradoxon. Denn eine wirklich glückliche Ehe hatten die beiden Protagonisten doch erst, nachdem Margarets Krankheit ersichtlich wurde. Man lernt also wirklich erst das zu schätzen was man liebt, wenn der baldige Verlust droht...

Ein wirklich bewegendes Schicksal, 5 von 5 Sternen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In guten wie in schlechten Zeiten, 6. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Lassen Sie es auf sich wirken... denn das, was Sie gerade gelesen haben, kann man nicht einfach so hinter sich lassen. Vielleicht tut es weh, aber das ist in Ordnung. So ist nun mal das Leben, wird jetzt jemand denken. Ja, so ist es auch. Aber man darf es nicht verdrängen, das Sterben, denn auch das gehört zum Leben.

Im Wechsel beschreibt uns Rafael Yglesias das Leben und das Sterben von Margaret, Enriques Frau. Wir lernen die beiden kennen; Enrique, der Schulabbrecher und Romanschreiber; Margaret, die Frau mit den wundervollsten blauen Augen dieser Welt. Im Laufe ihres gemeinsamen Lebens kommen zwei Söhne hinzu. Und wir erfahren nicht nur die guten Zeiten. Nein, es gibt auch schlechte Zeiten, die es zu bewältigen gilt. Und dann erkrankt Margaret an Blasenkrebs.

Zuhause sterben, das ist der letzte Wunsch, den Margaret nun noch hat. Und Enrique erfüllt ihr diesen Wunsch. Es ist nicht einfach, doch er nimmt alle Hürden, organisiert letzte Besuche, kümmert sich um die Beerdigung. Er würde auch gern in Ruhe mit seiner Frau etwas Zeit verbringen, um sich zu verabschieden, doch dazu bleibt ihm leider keine Gelegenheit mehr, zumindest nicht so, wie er es sich gewünscht hätte.

Es machte mich traurig, nicht erst am Ende, manches entlockte mir die Tränen einfach so, mittendrin. Einiges ist so gefühlvoll beschrieben, dass mir auch hier die Augen überliefen. Voller Emotionen, mit Liebe zum Detail, realistisch und gut recherchiert, so gibt Yglesias seine eigenen Erfahrungen hier zu Papier. Und es ist ihm gelungen, dass ich dieses Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis dass der Tod....., 12. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Lesejahr 2010 begann für mich mit einem Highlight. Rafael Yglesias schildert das Kennenlernen und die wachsende Liebe Enriques und Margarets, die aus vollkommen verschiedenen Gesellschaftsschichten stammen.
Fast 30 Jahre später -die Beiden gehören inzwischen der oberen Mittelschicht New Yorks an- erkrankt Margaret an Krebs.
Die stets energiegeladene, sportliche und unternehmungslustige Frau kämpft gegen ihre Krankheit an, doch leider erfolglos.
Enrique steht ihr in dieser schweren Zeit zur Seite, unterstützt Margaret in jeder Hinsicht, auch als es darum geht, ihr Sterben zu akzeptieren und sie auf diesem letzten Weg zu begleiten.

Die Vita des in New York lebende Autors lässt vermuten, dass der Roman zumindest autobiografische Züge trägt.
Rafael Yglesias schildert keine unglaubwürdige "Friede-Freude-Eierkuchen-Ehe", sondern eine glückliche und auf mich realistisch wirkende jahrzehntelange Beziehung mit Höhen und Tiefen, Problemen, Fehltritten und Zweifeln.
Yglesias verlangt seinen Lesern einiges ab. Der Roman ist schonungslos und schildert die Brutalität des Endstadiums dieser schlimmen Krankheit ohne jedes Tabu. Obwohl der Autor zu keiner Zeit pathetisch oder rührselig wird, hat mich das Schicksal dieses Paares tief bewegt.

Ein unbedingt lesenswertes Buch für alle, für die eine glückliche Ehe nicht zwingend mit "Es war einmal..." beginnen und mit einem "Und wenn sie nicht gestorben sind..." enden muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen glückliches Lesen, 15. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe: Roman (Gebundene Ausgabe)
Rafael Yglesias schafft etwas sehr Seltenes: Von Kapital zu Kapitel wechselt die Zeit, der Raum, die Stimmung. Und gerade weil es zwischen lustigem Kennenlernen, tröstenden Abschieden, Eheproblemen, Kinderglück hin- und hergeht, ist man beim Lesen am Ende des Buches traurig, aber nicht so traurig, als wenn er linear vom Kennenlernen bis zum Tod erzählt hätte. Weil der Sprung in die Vergangenheit immer wieder tröstet, das Abschiednehmen verzögert wird. Und jeder, der schon einmal einen Menschen durch schwere Krankheit begleitet hat, sich getröstet fühlen kann durch das immer wiederkehrende Aufblitzen der Erinnerung an glückliche Zeiten. Insofern bedeutete dieses Buch für mich auch glückliches Lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Szenen einer Ehe, 14. Februar 2013
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe (Taschenbuch)
"Glückliche Ehe" von Rafael Yglesias hat mich berührt und hat mir einige literarisch anspruchsvolle Stunden geschenkt, die ich nicht missen möchte.
Ein Buch über eine fast 30 jährige Ehe mit ihren Höhen und Tiefen und einem unausweichlichem Ende, hervorgerufen durch die Krebserkrankung von Margret.

Der Autor schildert sowohl das Kennenlernen der beiden jungen Leute Enrique Sabas und Margret Cohen,während der siebziger Jahre in Manhattan, als auch ihr schmerzliches Abschiednehmen nach fast 30 jähriger Ehe. Enrique, ein junger erfolgsversprechender Schriftsteller,der keinen Schulabschluss hat, lernt die etwas ältere Margret durch einen Freund kennen und merkt gleich, dass sie die Liebe seines Lebens ist.Trotz unterschiedlicher Herkunftsfamilien, auch seine Eltern sind Schriftsteller, Margret dagegen entstammt einer konservativen bürgerlichen Familie,spüren sie ihre gegenseitige Anziehungskraft.
Sie lernen sich kennen und lieben, heiraten , bekommen 2 Kinder, die ihre Ehe auf eine harte Probe stellen und Versuchungen erliegen lassen, erleben unterschiedliche berufliche Karrieren, bis Margret mit Anfang 50 an Blasenkrebs erkrankt.In dieser Zeit zeigt sich die tiefe Verbundenheit, die ihre Ehe trotz aller Widrigkeiten aufbauen konnte und lässt den Leser teilhaben an einem schmerzhaften Abschiednehmen, das durch beiderseitige Liebe geprägt ist.

Rapfael Iglesias brach selbst die Schule ab und musste sich früh von seiner Frau trennen.Dies ist sein erster Roman seit 13 Jahren und so mutet er schon etwas autobiographisch an.Seine Art diese Geschichte zu erzählen hat mit gefallen. Es ist kein oberflächliches Buch, das mit übertriebenem Pathos zu Tränen rührt, sondern eine in anspruchsvoller Sprache gehaltene Schilderung einer Ehe, wie sie vielleicht viele erleben, allerdings ohne dieses schicksalhafte Ende.Mir haben die beiden Hauptpersonen gut gefallen, vor allem deshalb , weil sie so "normal " waren.Keine Helden, keine erfolgreichen Yuppies, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, die schwierige Situationen in ihrer Ehe durchleben musste, aber doch immer wieder zusammen gefunden haben. Das Ende Margrets wurde auch nicht übertrieben melodramatisch beschrieben, sondern als ein Abschied in gegenseitigen Einvernehmen, was wohl nicht immer selbstverständlich ist.Viele Gedanken und Emotionen werden durch dieses Buch in Gang gesetzt, was für mich immer ein Beweis für ein gutes Buch ist.
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Glückliche Ehe
Glückliche Ehe von Rafael Yglesias (Taschenbuch - 15. November 2011)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
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