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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 17. Januar 2009
"Kolyma "ist das zweite Buch des amerikanischen Schriftsteller Tom Rob Smith. Wie schon in" Kind 44" gelingt es dem Autor Spannung und politische Aspekte in Einklang zu bringen und den Leser in die Sowjetunion der 50 iger Jahre eintauchen zu lassen. Auch wenn seine Romane fiktiver Natur sind, werden sie so realistisch beschrieben, dass die akribische Recherche dieser Zeit spürbar ist. Aber jetzt zum Inhalt.

Moskau 1956.Der uns schon aus Kind 44 bekannte KGB-Agent Leo Demidow hat seiner früheren Tätigkeit den Rücken gekehrt und mit einem Kollegen in ein Büro zur Aufklärung von Mord,-und Selbstmordfällen gewechselt. Dieses wird allerdings geheim geführt, da der Staat Morde und Selbstmorde immer noch nicht öffentlich macht.Trotz alledem wird Leo mit der Aufklärung zweier Morde beauftragt, die nach Chruschtschows geheimer Rede, in der der Politiker die Taten Stalins verurteilt und die Person Stalin kritisiert,geschahen. In beiden Fällen wird die Rede Chruschtschows am Tatort gefunden. Seine Ermittlungen führen Leo zu einer Person , die er aus seiner Vergangenheit kennt. Frajera, ,die ihren damaligen Namen ablegt hat, hat Leos Stieftochter Soja entführt und sich zur Aufgabe gemacht, Leos Familie zur zerstören, als Rache dafür, dass Leo, damals noch KGB -Agent,ihren Mann Lazar verhaftet hat. Lazar wurde verurteilt und nach Kolyma transportiert, einer Gegend im Nordosten Sibirens, wo sich die schlimmsten Gulags(Gefangenenlager)der Sowjetunion befinden.Aus diesem Grunde nennt man diesen Landstrich auch den "Vorhof der Hölle. Leo läßt sich als vermeintlicher Gefangener in das Lager einschleusen ,um Lazar zu befreien.Nur so besteht die Möglichkeit das Leben seiner Tochter zu retten.Doch sein Kollege, der ihn auf der Reise begleitet und in die Rolle eines Aufsehers schlüpft, um dann später die Freilassung Leos und Lasars zu erwirken, wird ermordet.Und somit beginnt auch für Leo die "Hölle"

Genauso spannend und atmosphärisch wie in seinem Erstlingswerk beschreibt Tom Rob Smith auch in diesem Buch die politsiche Situation der Sowjetunion nach der aufrührerischen Rede Chruschtschows.
Die Bevölkerung ist verunsichert.Ist diese Gedankenwende ernst gemeint oder will man die Genossen auf ihre Regimetreue überprüfen?Ist die Zeit der Grausamkeiten und der Bespitzelungen vorbei, oder ist alles nur eine Farce?Es bilden sich Rebellengruppen, die sich an ihren ehemaligen Peinigern rächen wollen, auch im europäischen Ausland, hier in Ungarn, versucht man die verhassten Besatzer zu vertreiben, es kommt zu bürgerkriegsähnlichen Aussschreitungen, der Hass der Rebellen eskaliert.

Fiktion und geschichtliche Fakten werden in diesem Buch gut kombiniert und zu einer spannenden Geschichte verwoben, deren Ende man kaum erwarten kann.Die Verhältnisse in den Gulags und der Hass der Bevölkerung, der immer wieder in Gewalttätigkeiten gipfelt, werden gut beschrieben.

Dieses Buch ist eine Geschichte von Schuld und Sühne, eine Geschichte , die beschreibt, was passiert, wenn Menschen unterdrückt und gedemütigt werden und ihr Hass sich Bahn bricht. Kein leichtes Buch, aber dafür eindringlich.
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am 4. Mai 2010
Die Bewertung dieses Romans fällt mir irgendwie nicht so ganz leicht; ich fühle mich sozusagen meinungstechnisch völlig zerrissen...

Einerseits hat hier Tom Rob Smith wie auch schon im Vorgängerroman Kind 44 für KOLYMA historisch Fundiertes zu einer spannenden Geschichte um seine Romanfigur, den ehemaligen Geheimdienstler und jetzigen Leiter einer Mordkommission Leo Demidow, verwoben.
Andererseits verzettelt er sich vor allem im letzten Drittel des Romans so völlig bei dem Versuch, die Grausamkeiten noch totalitärer wirken zu lassen und auch noch die politischen Entwicklungen Ungarns bis zum Aufstand in Budapest sinnerfüllt mit unterzubringen, dass die eigentlich zu erzählende Geschichte total unglaubwürdig wird und damit ihren Schrecken verliert. Zu viele handelnde Personen, bei denen nur an der Oberfläche gekratzt wird, geben dem Ganzen den Rest.
Glasklar Ziel verfehlt, würde ich sagen.

Doch kurz zum Inhalt des Romans:
Der Versuch, seine Vergangenheit im Geheimdienst hinter sich zu lassen, hat bisher für Leo schon aufgrund seiner familiären Situation nicht funktioniert. Bei einer von ihm vor Jahren durchgeführten Verhaftung wurden die Eltern zweier Mädchen getötet und um den beiden wenigstens die Zustände in einem Kinderheim zu ersparen und zumindest teilweise seine Schuld abtragen zu können, hatte er die beiden adoptiert.
Doch Soja, die ältere der beiden, hasst Leo wie die Pest, kann das erlebte Leid nicht verzeihen und schon gar nicht vergessen, was sie ihn jeden Tag spüren lässt - bis hin zum allnächtlich wiederholten Mordversuchs-Ritual.
Doch es kommt noch schlimmer: Nach der Rede Chrustschows vor dem Parteitag, in der dieser die staatlichen Grausamkeiten unter Stalin und dessen Machtmissbrauch an den Pranger gestellt hatte, kommt es zu Übergriffen und Kampagnen gegenüber den bisherigen Tätern, die sich jetzt ihres Lebens nicht mehr sicher sein können.
Auch Leos Familie wird nicht verschont: Soja wird entführt und die Bedingung ihrer Freilassung ist das Leben und die Freiheit eines seiner ehemaligen Opfer, der bisher in einem Stalinschen Gulag im tiefsten Sibirien einsitzt und dort in einer Mine schuftet.
Doch die politischen Verhältnisse sind mehr als undurchschaubar und niemand weiß mehr, wem er noch trauen kann. So bleibt Leo nur die Möglichkeit, sich selber auf den Weg zu machen - mit lediglich einem Freund und Kollegen als Inkognito-Begleitung lässt er sich mit einem uralten Seelenverkäufer als Gefangener nach Kolyma verfrachten.

Und mein Fazit:
Aus dieser Fortsetzung hätte mehr werden können. Die ersten beiden Drittel - eigentlich bis zur Flucht aus dem Gulag - sind interessant, oft spannend und - wenn man sich vom manchmal etwas einfach gehaltenen Schreibstil nicht aus dem Konzept bringen lässt - auch noch flüssig zu lesen.
Den "Rest" hätte er einfach weglassen sollen...
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am 11. Juni 2010
Durch einige Bewertungen, die ich hier vor Kauf des Buches gelesen habe, war ich leider schon etwas voreingenommen und bin demnach auch kritisch herangegangen.
Der Schreibstil entspricht genau dem von "Kind 44" und auch die detaillierte Erzählweise hat sich nicht geändert.

Es gibt jedoch Gründe für mich, nicht die vollen fünf Sterne zu vergeben. Zum Beispiel, dass für meinen Geschmack nicht soviel Wert auf die Persönlichkeiten wie beim Vorgänger gelegt wurde; das hat mir damals u.a. am besten gefallen.
Trotzdem schafft es Smith wieder, eine Spannungskurve aufzubauen; grober Hintergrund ist dabei Leos Kampf um die Gunst seiner Tochter. Dabei gerät er mit einem Ehepaar zusammen, dessen Leben er viele Jahre zuvor zerstört hatte. Zunächst mit der Frau, die Rache an Leo sinnt und von ihrem Mann getrennt wurde, der nach Kolyma geschickt wurde.

Leider verliert sich die Hauptstory gegen Ende des Buches in einen zweiten größeren Handlungsstrand, der nicht notwendig gewesen wäre. Smith versucht also in einem Buch einerseits die Vorfälle rund um Kolyma unterzubringen, und gleichzeitig einen weiteren historischen Vorfall einzubinden. Das tut dem Buch nicht besonders gut und kann für Verwirrung sorgen.

Den Titel "Kolyma" finde ich nebenbei bemerkt nicht so passend wie der Original-Titel "The Secret Speech", da die "geheime Rede" mehr im Vordergrund steht als Leos Aufenthalt in Kolyma, bei dem er versucht, den ehemaligen Pastor zu retten.
Somit entstehen interessante Handlungsstränge, die sich mehr und mehr zuspitzen. Alles in allem trotzdem ein gelungener Thriller, welchen es sich lohnt zu lesen.

Ergänzung: Schade ist, dass "Agent 6" nicht an die Vorgänger anschließen kann. Kind 44 (5 Sterne von mir), Kolyma (4 Sterne von mir), Agent 6 noch 3 Sterne! Schade drum, die Trilogie hätte mehr verdient gehabt nach dem grandiosen Aufakt!
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am 16. Juli 2011
ich bin aufgrund der vielen guten Meinungen zum Vorgänger Kind 44 auf dieses Buch aufmerksam geworden.Habe Kind 44 nicht gelesen aber dachte mit selber Autor etc...Zudem hatt mich das Gulag System in der ehemaligen Sowjetunion schon lange interessiert.Die Stimmung in der Sowjetzeit um 1950 wird im ersten drittel des Buches super dargestellt.Ein Unrechtsstaat in dem sich alle bespitzeln und man niemand trauen kann,für mich tun sich da parallelen zur DDR auf.Mittendrin Leo ehemaliger Agent mittlerweile jedoch reuemütig wegen seiner alten Verbrechen und nur noch Kommissar im Morddezernat.Ich werde jetzt nicht zu viel verraten.Auf jeden Fall ist das erste Drittel des Buches wirklich spitze, man spürt richtig die Atmosphäre der Überwachung in einem Staat der allmächtig erscheint.Bis dahin war ich mehr als Begeistert.Dann gehts in den Gulag nach Kolyma,nach der Überfahrt dachte ich mir schon oje oje ganz schön haarsträubend naja aber unterhaltend.Der Gulag und Kolyma an sich werden in 10 Seiten abgehandelt und dann gehts Schlag auf Schlag von einer haarigen Situation in die nächste.Und ein 14 jähriges pubertierendes Mädchen wird immer mehr zur Hauptfigur.Im Verlauf geht es dann nach Ungarn zum Aufstand gegen Mütterchen Russland.Viele meinen die Verschwörungsgeschichte hinter dem Ungarn Aufstand ist totaler Müll ich sehe das nicht so,auch wenn wohl nur Fiktion sind die Gründe im Buch gut erläutert und könnten plausibel sein.Das Buch ist ein Pageturner schnell geschrieben,spannend unterhaltsam usw. Jedoch wenn man es weglegt und mal drüber nachdenkt kommen einem schon viele Zweifel.Zuerst mal sind alle wirklich alle Charaktere Stereotypen was extrem nervt.Dann handelt so ziemlich jeder öfters komplett ohne Logik und einfach nur um den Plott am Leben zu erhalten.Am dümmsten ist die Pubertätsliebe zwischen... und ...Sorry aber sowas will ich nicht lesen in einem Buch in dem es um die schlimmsten Verbrechen SowjetRusslands geht.
Also zum einen ist es wirklich schnell zu lesen und man kanns kaum weglegen auch wenns manchmal weh tut zum anderen grenzt es schon manchmal an eine derbe Räuberpistole und des öfteren fasst man sich an Kopf und denkt auweia.
Man wird gut unterhalten aber nach 1 bis 2 wochen hatt mans vergessen
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am 28. April 2016
Ein Freund hatte Kind 44 in meinem Regal gesehen und mir deshalb Kolyma geschenkt. Ansonsten hätte ich es mir vermutlich nicht gekauft. Trotzdem fand ich es ganz spannend zu lesen, auch wenn das Buch kein Highlight ist.

Sprachlich und stilistisch gefiel mir Kolyma etwas besser als Kind 44, das diesbezüglich teilweise sehr schwach war. Allerdings ist die Zweiteilung sehr unglücklich und inhaltlich fällt der zweite Teil deutlich vom ersten Teil ab. Man kann in einem Roman ja die These aufstellen, der Ungarnaufstand sei von konservativen Funktionären aus Moskau mit angezettelt worden. Aber die Umsetzung der ganzen Situation hat mich nicht erreicht. die Geschehnisse rauschten so an mir vorbei, ohne dass ich sie wirklich greifen konnte oder sie mich bewegten.

Den ersten Teil fand ich deutlich spannender und eingängiger. Viele bemängeln, das sei alles unrealistisch. Ich habe es als spannenden Thriller gelesen und da muss nicht alles realistisch sein. Die spannendsten Thriller, die ich gelesen habe, wirken eigentlich fast alle ausgesprochen konstruiert.

Die historischen Hintergründe, vor denen Smith die Handlung ablaufen lässt, sind sehr interessant und wie ich finde recht gut dargestellt. Da ich aber kein Experte für russische bzw. sowjetische Geschichte bin, kann ich nicht beurteilen, wie gut die Recherche und Darstellung des Autors tatsächlich sind.
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am 22. Juni 2013
Leo Demidow, hinreichend bekannt aus „Kind 44“, hatte am Ende des ersten Buchs zwei verschreckte Waisen als Adoptivtöchter bekommen und es war schon zu diesem Zeitpunkt abzusehen, daß der Umgang mit ihnen nicht einfach werden würde, da in seinem Beisein ein Kollege die Eltern der Mädchen erschossen hatte. Tatsächlich ist die ältere der beiden – Soja – nun auch nicht gut auf ihren neuen Adoptivvater zu sprechen. In typischer Teenagermanier nimmt sie keinerlei Vernunft an – und wird zum Zielobjekt eines Racheplots, den eine Person aus Demidows Vergangenheit gegen ihn ausgeheckt hat.
Diese Operation führt den Protagonisten zunächst in das Gulag Kolyma am äußersten Nordostende der Sowjetunion. Quasi schon Alaska. Soja wird derweil nach Ungarn verschleppt und ein großer Teil des Buches beschäftigt sich damit, wie sie instrumentalisiert wird, um den Ungarischen Aufstand loszutreten.
Bedaure, aber ich muß hier einfach einmal darauf hinweisen, daß Tom Rob Smiths Gewichtung der Erzählelemente in diesem Buch wirklich miserabel ist. Überhaupt finde ich, daß dieser zweite Band von Demidows Abenteuern am falschen Punkt ansetzt. Nach „Kind 44“ hat man sich als Leser doch gefragt: Wie werden Leo und Raisa ihre noch nicht ganz gekittete Beziehung auf die Reihe bekommen und wie werden die beiden Mädchen sich einleben? Und vor allem: Welche spannenden Fälle wird die neu gegründete Kriminalabteilung übernehmen? Nach meinem Dafürhalten fehlen zwischen „Kind 44“ und „Kolyma“ zehn bis zwanzig Bestsellerkrimis über die demidow’sche Arbeit als Kriminalermittler. Aus den Gegebenheiten vom Schluß von „Kind 44“ hätte man SO VIEL machen können! Das war der perfekte Startschuß für eine hochkarätige Krimireihe über das nach-stalinistische Rußland Mitte des 20. Jahrhunderts.
Aber Smith läßt all das einfach unter den Tisch fallen. Statt wieder mit einem interessanten Fall aufzuwarten, reduziert er die Handlung auf Backfischprobleme und ihre unangenehmen Auswirkungen auf einen ehemaligen KGB-Mann. Dessen Sidekick wird sang- und klanglos in einer kurzen Szene ermordet; unfaßbar – ich habe den Rest des Buches darauf gewartet, daß der arme Mann den Sturz von der Brücke überlebt und wieder auftaucht! Schließlich waren die Kerle doch in „Kind 44“ schon so verflucht hart im Nehmen!
Aber nein – liebgewonnene Figuren und Handlungsstränge aus dem Vorgängerbuch verschwinden nach einem unzureichenden Das-ist-eben-so, statt dessen muß man sich mit umtriebigen Uralt-Feinden begnügen, die Demidow sofort ausgeschaltet hätte, wenn er – wie im Vorgängerbuch – in Form gewesen wäre.
Das ist aber leider eine tragische Tatsache von „Kolyma“: Der Protagonist ist (nicht so sehr körperlich, wohl aber literarisch) vollkommen aus dem Leim gegangen. Er hat seinen Biß verloren. Man kauft ihm den Ex-Agenten nicht mehr ab, er ist nicht einmal mehr ein passabler Polizist. Einzig auf der Überfahrt nach Kolyma und kurz während der Gulagrevolte zeigt er noch einmal etwas von seinem früheren Ich, danach sackt die Charakterdarstellung ab in pure Bedeutungslosigkeit.
Man ärgert sich ernsthaft, daß der Autor einer dermaßen wohlkonstruierten Figur so etwas antun konnte. Demidow war bis dahin eine genau austarierte Ansammlung von Superkräften und Macken – ein herrlicher, schon ein wenig an sich selbst leidender Held, der sich von seinem inneren Zweispalt aber nie paralysieren ließ und zwar nicht immer das Richtige, dafür aber stets das Notwendige tat. Das hat Smith ihm mit „Kolyma“ ausgetrieben.
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am 27. Oktober 2010
Kurzfassung:
Den ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow holt in Tom Rob Smiths neuem Thriller »Kolyma« die eigene Vergangenheit ein. Für den Traum, Vergebung für seine Untaten als Agent zu finden, geht er bis an die Grenzen des Menschlichen.

Warum wurde dieses Buch "Kolyma" genannt? Das Buch von Tom Rob Smith habe ich mir gekauft, weil ich dachte, mehr über die Gulags in der Sowjetunion erfahren zu können. Doch leider schrieb der Autor für mich nur wenige Seiten über das eigentliche Thema Kolyma, dafür mehr über Leo's Adoptivtochter Soja und über Frajera, die sich an Leo rächen möchte. So verlor die eigentliche Geschichte, die generell gut überlegt ist, viel an Charme. Die besten Stellen im Buch sind leider viel zu wenig durchleuchtet worden (z.B. der Gulag).
Trotzdem fand ich die Beschreibung des Lebens in einer Diktatur spannend wie Tom Rob Smith aus der Sowjetunion der 50er Jahre schrieb, mit ganz viel düsterer, wirklich beklemmender Atmosphäre! Z. B. waren mir Chruschtschows "Geheime Rede" und die Folgen, im Großen wie im Kleinen, kaum bewusst. Doch das ist nicht das Ende, Leo und seine Frau verschlägt es bis nach Ungarn, in dem gerade der Aufstand gegen das kommunistische Regime beginnt, der kurz darauf von russischen Panzern niedergewalzt wird. In der Realität kamen damals 3500 Menschen ums Leben.

Es ist zwar nicht so spannend wie 'Kind44', aber trotzdem gut zu lesen. Vielleicht wird ja der dritte Teil mit Leo und Raisa wieder spannender.
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am 30. Juli 2015
In gewisser Weise muss ich mich mancher Rezension anschliessen. Es gibt in diesem Buch einige sehr mühsame Charaktere. Mir kommt das alles so amerikanisiert vor, so stereotyp und auch stellenweise sehr übertrieben. Gewaltexzesse werden so derartig mühsam detailliert beschrieben, dass man sie gerne mal überspringt, einfach weil es oft nix zur Sache tut. Den Hauptcharakter fand ich auch in diesem Buch wieder sehr sympathisch, teilweise vielleicht ein bisschen zu lammfromm (vor lauter Schuldgefühl oder was auch immer?). Die Stimmung aus dem ersten Buch will nicht wieder so recht aufkommen so wie es halt leider bei Fortsetzungen relativ oft der Fall ist.
Die Story wirkt phasenweise wirklich sehr konstruiert und auch vorhersehbar. Man weiss sehr oft schon im Vorfeld was jetzt schief geht bzw., dass etwas schief gehen wird. So manche Wandlung eines Charakters konnte ich leider auch nicht so ganz nachvollziehen ebenso wie so manches Verhalten. Es wird zu Ende hin so verworren, dass man gar nicht mehr weiss wer für was eigentlich steht, wer mit wem zusammen arbeitet oder nicht oder wer jetzt Freund oder Feind ist. Das ist leider der Hauptgrund, dass sich das letzte Drittel des Buches auch extrem dahin zieht....Leider nicht so genial wie Kind44. Ich hoffe, dass der Abschluss der Trilogie besser wird.
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am 29. März 2009
Die Figuren erreichen in Kolyma lange nicht mehr die Tiefe, die ich aus Kind 44 kenne. Ich kann die Handlungsweisen der Protagonisten auf emotionaler Ebene kaum nachvollziehen. Mögen die Gewaltdarstellungen auch nicht mehr so detailliert beschrieben sein, erscheint mir Kolyma dennoch mehr als Actionthriller vor einem sicherlich gut recherchierten Hintergrund. Bleibt die Hoffnung, dass ein dritter Teil wieder mehr Tiefgang hat.
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am 16. März 2010
So spannend wie das 1. Buch "Kind 44" war, so flach ist nun die Fortsetzung dazu. Ich kann nur sagen, wirklich schade ! Kind 44 war so vielversprechend, das Milieu, in dem der Roman spielt neu und informativ und gut recherchiert. Kolyma hingegen ist verworren, kaum nachvollziehbar, wirkt künstlich, manchmal unglaubwürdig und zusammengeschustert. Ich habe den Eindruck, der Autor sollte/wollte schnellstmöglich den Erfolg von Kind 44 wiederholen, das ist leider nicht gelungen.
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