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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 25. September 2009
Der Wissenschaftler Johannes Cabal hat seine Seele dem Teufel verkauft, um Nekromant zu werden. Auf Deutsch: Totenbeschwörer. Aber dieses Handwerk kennt er mittlerweile und eigentlich möchte er seine Seele zurück. Denn so ganz ohne, das ist irgendwie nicht so das Richtige. Also begibt er sich in des Teufels Höhle, im wahrsten Sinne des Wortes, und bietet dem Satan eine Wette an. Seine Seele will er zurück und er muss dafür innerhalb eines Jahres dem Teufel 100 andere Seelen liefern. Der gibt ihm als Beigabe sogar noch was drauf, damit er seine Wette gewinnen kann. Immerhin sind 100 Seelen ja nicht zu verachten. Also kriegt er einen ausgemusterten Jahrmarkt mit auf dem Weg, der in der Hölle schon aus den Beständen gestrichen war. Und Jahrmärkte sind ja bekannt dafür, dass man da ordentlich verlorene Seelen erwischen kann.

Tja, bei diesem Buch werden sich die Gemüter zwiespalten. Dem normalen Fantasy-Leser wird es vermutlich zu albern sein. Dem absoluten Horrorfan wird es nicht gruselig genug sein, obwohl reichlich obskure Gestalten den Plot bevölkern. Die Stimmung, die dieses Buch bei mir ausgelöst hat, ist schwer zu beschreiben. Ich schwankte zwischen leichtem Amusement und totalen Lachanfällen ob der teilweise herrlich beschriebenen Szenen und Dialogen. Eine kleine Kostprobe: Die gute Laune des Satans hielt, wie bei vielen Managertypen, genau bis zu dem Moment, da er herausgefordert wurde. Jetzt warf er Johannes Cabal einen finsteren Blick zu , und das Lächeln plumpste von seinem Gesicht wie ein Spanferkel von einem Kirchendach. Es war weder spannend noch gruselig. Es war einfach höchst humorvoll und ich würde es als eine neue Art von Comic-Fantasy beschreiben. Dazu passen auch die vielen slapstickartig beschrieben Szenen. Ich jedenfalls habe mich göttlich oder besser teuflisch amüsiert.
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am 2. Oktober 2010
Nach langem Suchen habe ich in "Seelenfänger" endlich mal wieder ein Buch gefunden, das einfach erfrischend anders ist und sich deutlich von den endlosen Massen an stereotypischen Büchern abhebt, von denen es im Fantasybereich mittlerweile nur noch so wimmelt. "Seelenfänger" sticht aus dieser Masse nicht nur duch das Cover hervor, das wie der skurrile Inhalt eine gewisse Ähnlichkeit zu Tim Burtons Stil aufweist.
Als ich auf dieses Buch stieß war ich sehr erstaunt, ein Werk mit so einem Cover in der Horrorbuchabteilung zu finden - aber dort gehört es tatsächlich hin, wie einem besonders gegen Ende klar wird.
Die Handlung selbst ist dabei recht einfach gehalten und kommt vollkommen ohne große Verschwörungen und sonstigem aus. Zugegeben, bei mancher Stelle hatte ich das Gefühl, dass der Autor nicht so ganz wisse, mit welchen Ereignissen er die Reise bis zum Ende schmücken solle. Der Einschub mit dem Tagebucheintrag, der nur wimmelte von Rechtschreibfehlern, erschien mir etwas überflüssig. Andererseits waren die Begegnung mit dem Soldaten am Bahnhof und Cabals kurzer Ausflug in die Parallelwelt ohne Zeit hingegen wirklich interessant.

Letztendlich lebt das Buch aber von seinem schwarzen Humor, den unglaublich amüsanten, manchmal aber auch sehr tiefgründigen Dialogen, der skurrilen Situation allgemein und allem voran natürlich von den Charakteren, die allesamt auf ihre Art liebenswert sind. Angefangen von Bones - dem Knochenmann - ,über Horst, der immer wieder für einen Lacher gut ist bis hin zu Johannes Cabal, der mit Abstand der schrägste und irgendwie auch skrupelloseste Protagonist einer Geschichte ist, der mir bisher untergekommen ist. In Band 1 geht er besonders neben Horst noch ein wenig unter, der sich schnell zu meinem Liebling gemausert hat, aber spätestens in Band 2 läuft Cabal zu Höchstformen auf und beweist, wie unglaublich sympathisch seine trockene humorlose Art ist.

Der Schreibstil ist alles andere als Blumig oder Verträumt, wie man es aus vielen Fantasybüchern gewohnt ist. Er ist recht einfach gehalten, dabei allerdings nicht anspruchslos. Er passt einfach. Insgesamt lässt sich das Buch flüssig lesen, der Stil ist natürlich sehr auf den schwarzem Humor abgestimmt, aber auch hier gibt es immer wieder Sätze, die einfach schön zu lesen sind und sehr nachdenklich machen. Gerade gegen Ende gewinnt das Buch nämlich immer mehr an Ernst und Tiefgründigkeit, ohne je mahnend den Finger zu erheben und letztendlich erwartet einen ein Ende, mit dem mit Sicherheit niemand gerechnet hat, da es nicht annähernd zu erahnen war.
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am 23. Januar 2010
Als ich das Buch zuerst sah dachte ich - oh nein - Goldmann Fantasy! Eigentlich ein "no go".

Nach div. groben Ausfällen des Verlages, habe ich erst einmal kurz Probe gelesen und war positiv überrascht.
Guter Schreibstil - und schon einiges an Schmunzeln auf den ersten Seiten.

Meine Erwartungshaltung sah ungefähr so aus:
Mal etwas anderes lesen als Fantasy - am Besten etwas mit Witz und Charme. Natürlich möchte ich auch einige Male überrascht werden beim Lesen.

Das alles und mehr hat das Buch erfüllt. Teilweise herrlich makaber und voll von schwarzem Humor.

Wenn sich Johannes Cabal mit seiner knochentrockenen Art sich wieder einem neuen "Gesprächspartner" näher, musste ich schon vorher grinsen.
Die Art wie der "Held" -wenn man dies in diesem Buch überhaupt so nennen kann- sich den Hürden auf seinem Weg entgegenstellt, ist einfach anders.

Erfrischend anders und ansprechend. Das Buch entflieht nicht den Klischees von Fantasy - es war niemals in Gefahr überhaupt in dessen Nähe zu kommen.

Den nächsten Roman habe ich blind vorbestellt.

Dauert leider noch 10 Monate. Ich muss mich mit dieser Tatsache abfinden. Johannes Cabal würde dies aber sicher niemals tun.
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Mit "Seelenfänger" beginnt Johannes Cabals aufregende Reise, die der Autor Jonathan L. Howard auf mehrere Bände angelegt hat. Dabei ist das Debüt in sich abgeschlossen, macht aber trotzdem neugierig auf mehr. Zu Anfang erinnert der Humor ein wenig an Terry Pratchett, aber man merkt schnell, dass sich die Art zu schreiben zügig in eine andere Richtung entwickelt. So wirkt Howards Stil viel düsterer und morbider. Besonders faszinierend ist aber, wie Howard sich immer wieder auf ernsthafte Weise mit ganz realen Gesellschaftsproblemen beschäftigt. Allerdings stets auf eine subtile Art und Weise, die nie den ausgestreckten Zeigefinger zeigt.

Doch trotz dieser feinen Nuancen in durchaus ernsten Themen steht die Unterhaltung klar im Vordergrund. "Seelenfänger" ist ein Roman, der einen schnell in seinen Bann zieht und zum Pageturner wird. Johannes Cabal erweist sich als eine tragisch-komische Figur, über die man immer wieder schmunzeln muss. In der Verbissenheit, die mit seiner Aufgabe einher geht, tritt er immer wieder in Fettnäpfchen und gerät auf äußerst unterhaltsame Weise mit seinen Mitmenschen in Streit. Die Wortgefechte machen einfach nur Spaß.

Besonders ins Auge stechen außerdem all die skurrilen und obskuren Figuren in diesem Buch. Eine wichtige, wenn auch kleine Rolle übernimmt hier sicherlich "Layla die Latexlady". Ein Vampir mit Namen "Horst" ist aber auch ganz großes (Daumen-) Kino. Dazu kommen der Massenmörder, den niemand wirklich wahrnimmt, das untote Schlägerpaar, das nach und nach Haut und Knochen verliert, oder der Geist eines Soldaten, der nicht wahrhaben will, dass er bereits tot ist. Letzteren trifft man übrigens in der wohl ernstesten und berührendsten Szene des Buches an.

Tatsächlich kommt die Art, in der der Roman endet, nicht komplett unerwartet, auch wenn es durchaus noch eine kleine Überraschung gibt. Darauf kommt es aber auch gar nicht so sehr an. Die einzelnen Episoden, in denen Johannes Cabal auf Seelenfang geht, sind der eigentliche Höhepunkt. Dabei steht jede in ihrer Faszination für sich, auch wenn sie durch eine Rahmenhandlung verbunden sind. So ernst der Moment auch sein mag, Howard gelingt es immer, ihm etwas Schwarzhumoriges abzugewinnen.

Bei "Johannes Cabal ' Seelenfänger" bekommt der Hinweis "Ein Buch zum Totlachen" eine ganz neue Bedeutung. Sagt Ihre Rezensentenstimme aus dem Grab.
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VINE-PRODUKTTESTERam 2. September 2010
Auf dieses Buch bin ich ganz zufällig im Hugendubel Stuttgart gestoßen. Das Cover sprach mich sofort an, der Klappentext klang wunderbar schräg und ein kurzes Anlesen sorgte dann dafür, dass ich mit dem 'Seelenfänger' an der Kasse stand.
Dann lag das Buch aber doch zwei, drei Tage unangetastet herum, weil ich einfach Angst hatte, dass etwas, das so toll klingt, dann womöglich doch enttäuschend sein würde. Ich kann nicht mit jeder Art Humor. Doch als ich mich dann getraut hatte, da kam ich von dem Buch gar nicht mehr los.

Es gibt zwei Dinge, die diese Geschichte auszeichnen. Erstens die verschiedenen, schrägen Charaktere und zweitens der schon sehr, sehr schwarze und makabre Humor, der glücklciherweise ohne platte Schenkelklopfer auskommt. Über beides habe ich immer wieder zumindest schmunzeln, oft sogar lachen können. Jonathan Howard hat seine Figuren wirklich mit viel Phantasie erdacht, speziell die mit übersinnlichem Wesen. Sei es Cabal selber, sein Bruder Horst, der Vampir, Bones, den Schaffner, den Leibhaftigen persönlich'einfach herrlich, wenn auch -zugegeben- sehr kaputt ;)
Der Witz steckt vor allem in den Dialogen, oft aber auch in den erzählenden Passagen. Doch die Unterhaltungen haben mich wohl am meisten amüsiert. Die einzelnen Personen sind schon sehr gewitzt, listig, oft sarkastisch und mancher ist sogar richtig böse. Aber eben immer auf die lustige Art.
Die Story an sich erinnert in groben Zügen sicher an Goethes 'Faust'. Cabal hat seine Seele ebenfalls an den Teufel verkauft, möchte sie aber nun zurück haben. Der Leibhaftige willigt ein, aber Cabal muss ihm dafür innerhalb eines Jahres stolze 100 Seelen als Ersatz bringen. Nun wäre es aber sicher arg auffällig, irgendwo einfach Jagd auf die Menschen zu machen, also ersinnt Cabal den Plan mit dem Jahrmarkt.
Es ist leicht vorstellbar, dass eine Seelenloser, ein Vampir und diverse Untote nicht unebdingt die Fachleute für solcherlei Amusement sind und schon nimmt das Chaos seinen Lauf und es geht oft wirklich mächtig hoch her. Zwar kommen ihnen dann und wann Menschen auf die Spur, oder es stellen sich ihnen andere Schwierigkeiten in den Weg, so dass es immer spannend bleibt, wie die Jahrmarkt-Gruppe sich weiter durchschlagen wird, aber insgesamt scheint der Plan aufzugehen.
Allerdings: ein Handel mit dem Teufel'wann ist das schon mal gut gegangen? Ob ausgerechnet Cabal das gelingen wird?

Insgesamt fand ich 'Der Seelenfänger' leicht zu lesen, habe aber dennoch ein paar Tage dafür gebraucht. Es ist nämlich nicht so lieblos geschrieben, ohne Rücksicht darauf, welches Lesegefühl beim Leser aufkommen wird, getreu dem Motto: Hauptsache lustig und möglichst flott abgefrühstückt. Und darüber bin ich auch sehr froh gewesen. Daher müsste ich eigentlich sagen, dass ich mir die paar Tage Zeit für das Buch genommen habe um es zu genießen.

Das Covermotiv erinnert sehr an Filme von Tim Burton, was auch ganz gut zur Geschichte passt. Sollte mal eine Verfilmung geplant sein, wäre Tim Burton für dieses Buch meine erste Wahl. Außerdem ist das Layout insgesamt schön düster gehalten, schließlich ist es ja nun wirklich keine fröhlich-bunte Story.

Fazit: Eine düstere Geschichte voll skurriler Charaktere und wunderbar schwarzem Humor. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die im September 2010 bei uns erscheint.
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am 23. November 2012
Johannes Cabal hat seine Seele dem Teufel verkauft, um dafür die Kunst der Totenbeschwörung zu erlernen. Nun hat er dummerweise feststellen müssen, dass er diese doch noch braucht und steigt daher in die Hölle hinab, um sie zurückzufordern. Nun gibt Satan persönlich nicht einfach so zurück, was er einmal besitzt, doch ist er chronisch gelangweilt und schlägt Cabal daher eine Wette vor: Gelingt es diesem innerhalb eines Jahres 100 Seelen für den Teufel zu gewinnen, erhält er seine eigene Seele zurück, wenn nicht blüht ihm die ewige Verdammnis. Zur Unterstützung bekommt er das in der höllischen Bürokratie bisher eingemottete Projekt "Jahrmarkt der Verdammnis". Da Cabal eigentlich jemand ist, der sich auf Vergnügungen und die menschliche Natur nicht besonders gut versteht, holt er seinen Bruder Horst, einen Vampir, zur Unterstützung hinzu. Gemeinsam begeben sich die Brüder mit ihren höllischen Gehilfen auf die Jagd nach Seelen - der Seelenfang erfolgt übrigens durch Unterschrift auf einem entsprechenden Formular. Bald muss Cabal jedoch feststellen, dass der Teufel niemand ist, der fair spielt und auch sein Bruder Horst soll bei der Erfüllung seiner Aufgabe noch eine entscheidende Rolle spielen...

Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch für alle Freunde von Terry Pratchett oder Neil Gaiman. Besonders gut gefallen hat mir die gelungene Sprache und die ambivalente Hauptfigur. Johannes Cabal ist alles andere als ein klassischer Held, ehrlich gesagt ist er sogar ein unglaublicher Unsympath, welcher rücksichtslos auch unschuldige Seelen manipuliert, um die Verträge für den Teufel zu unterschreiben. Andererseits hat man auch Sympathie mit ihm, deutet sich doch an einzelnen Stellen an, dass hinter seinen Forschungen den Tod zu besiegen, ein tragisches Ereignis steht. Ideen, wie etwa die Vorstellung von der Hölle als riesiger Bürokratie sind zwar nicht neu, aber dennoch hier so gelungen geschildert, dass ich tierischen Spaß daran hatte. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der die beiden oben genannten Autoren mag und mal was Neues entdecken möchte.
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am 20. April 2010
Habe mich nach einigen Stellen dieses Buches erst einmal wieder fassen müssen um weiter zu lesen. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem ein so herrlich schwarzer, düsterer Humor vorherrscht. Es war eine Freude zu lesen, ob Herr Cabal und sein Bruder es schaffen die 100 Seelen für den Teufel durch ihren Vergnügungspark zu bekommen. Die Charaktere, die sie auf ihrem Weg treffen, die Orte die sie bereisen, allesamt ein Erlebnis. Was erstmal nach Fantasy oder Science - Fiction klingt entpuppt sich als wahrer Schatz. Die Ecke in meinem Lieblingsbuchladen, in der das Buch lag, betrete ich normalerweise nie, dennoch zog es mich an diesem Tag dorthin und das Cover machte mich neugierig. Ich habe es gekauft und keine Sekunde bereut.

Im Buch geht es um einen Mann, der den einen oder andren Pakt mit dem Teufel schließt, was wie man sich denken kann, nicht immer die beste Lösung ist. Schließlich muss er mit einem Zug durchs Land fahren, um in den Städten durh Vergnügungsparks 100 Seelen für den Teufel zu sammeln. Der humorlose und sture Cabal findet sich immer wieder in völlig absurden und von schwarzem humor getränkten Situationen wieder. Er selbst ist sehr dunkel und düster gezeichnet, umso weniger seine Mitreisenden, die er zum größen Teil aus ein paar Knochen zum Leben erweckt hat. Außer seinem Bruder, den er durch einen anderen sonderbaren Weg mit auf Reisen genommern hatte. Wie sollte man allerdings selbst lesen, denn ich möchte nicht zu viel verraten. Am Ende des Buches hat nicht nur Cabal etwas gelernt, sondern jeder Leser.

1. Lege dich nicht mit dem Teufel an
2. Es ist nicht immer alles wie es zu sein scheint

Alles in allem, hatte ich sehr großen Spaß, dieses Werk zu lesen und freue mich sehr auf die Vortsetzung diesen September.
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am 30. Dezember 2012
Johannes Cabal, Totenbeschwörer, hat ein Problem:
der exzentrische Wissenschaftler mit dem großen Interesse für das Jenseits wollte es zu höchster Meisterschaft in seiner Profession bringen und verkaufte dafür seine Seele. Der Schuss ging nach hinten los, denn ohne Seele leidet die Lebens- (und Leidens-) qualität. Also muss das gute Stück wieder her. Die Lösung ist ein neuer Deal mit dem Satan: 100 verdammte Seelen gegen die eigene, einzubringen innerhalb eines Jahres.

Der Höllenfürst lässt sich nicht lumpen und stattet Cabal mit einem kompletten Geisterjahrmarkt samt untotem Personal aus, um leichtfertige und vergnügungshungrige Besucher in Scharen anzulocken. Als Johannes Cabal dann noch seinen Bruder Horst für das Unternehmen gewinnen kann, ist die skurrile Crew beisammen und die Cabal Brothers treten zum Seelenfang an.

Ich bin bei diesem Buch zwiegespalten. Die Idee ist gut, die Hauptperson Cabal ist ein echter Charakterdarsteller und die Geschichte besitzt oft trockenen Witz („Vielen Dank, Ladies and Gentlemen, mein Name ist Horst Cabal vom Cabal-Brothers-Jahrmarkt. Und der Bursche mit der Waffe da drüben, der keine Skrupel hat, sie auch einzusetzen, ist mein verehrter Bruder Johannes.“, S. 161, oder, Zitat Horst: „Ja, gewiss, du hattest deine Seele verkauft, und ich war zu einem Ungeheuer mutiert, aber davon abgesehen, hätte es wieder wie in alten Zeiten sein können.“, S. 259 ). Auch die letzten 100 Seiten können mit Hochspannung und interessanten Wendungen aufwarten, als die Zeit verrinnt, Cabal scheinbar immer skrupelloser wird und ein lokaler Ex-Polizist das Schlimmste zu verhindern sucht. Die alles steht auf der Haben-Seite.

Zur Soll-Seite: Vieles von dem, was wohlwollend als „schwarzer Humor“ verkauft wird, entpuppt sich als müdes Witzchen. So müssen die Verdammten vor dem Eintritt in die Hölle endlos Formulare ausfüllen als ein erster Vorgeschmack auf das Fegefeuer – der Humorwert erreicht die Qualität eines abgestandenen Beamtenwitzes. Das geht einige Seiten so weiter. Zudem kommt mir die Geschichte über die ersten zwei Drittel sehr episodisch (= zerhackt) vor. Kleinere Geschichten reihen sich aneinander und Jahrmarkt/ Seelenfang funktionieren nur formal als Klammer: Mal wird ein Geist erlöst, mal funken ein alter Feind oder die Hölle dazwischen, aber Stimmung kommt dauerhaft nicht auf. Und das obwohl die Voraussetzungen vorhanden waren: ein Jahrmarkt der Untoten unter Leitung eines Nekromanten als Anti-Helden, da wäre für die ersten 200 Seiten mehr herauszuholen gewesen.

Das Ende versöhnt den Hartnäckigen mit diesen Schwachstellen in Teilen. Jenseits allen Klamauks kommt ein Sinn für die Tragik der Figuren auf, der mich überrascht hat. Wenn „Seelenfänger“ in Summe eine Durchschnittsbewertung bekommt, muss man wissen: durchschnittlich ist hier eigentlich nichts, unter- und überdurchschnittlich dagegen vieles.

Kann man das Buch nun empfehlen? Ich würde alles in allem sagen, es hat eine Chance verdient.
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am 7. Juni 2010
Der Roman handelt von dem Wissenschaftler Johannes Cabal, der seine Seele dem Teufel verkauft hat um Nekromant zu werden. Er will erforschen, ob es ein Leben nach dem Tod denn auch wirklich gibt. Leider stellt er nach einiger Zeit fest, dass seine Forschungen ohne seine Seele völlig unnütz sind. Also marschiert er kurzerhand hinab in die Hölle und fordert seine Seele zurück. Aber Satan wäre ja nicht Satan, wenn er so ohne weiteres herrausgeben würde, was er einmal bekommen hat! Also schlägt er Cabal eine Wetter vor, er soll ihm innerhalb eines Jahres 100 Seelen bringen, dann bekommt er im Gegenzug seine zurück. Zur unterstützung bekommt er einen ausgemusterten Jahrmarkt und eine Kugel satanischen Blutes, die ihm als Währung dienen soll, den Jahrmarkt aufzubauen. Nach einiger Überlegung willigt Cabal ein, denn Jahrmärkte sind eigentlich nicht sein Ding. Daher holt er noch seinen Bruder Horst mit in den Zug und die Seelenjagd beginnt.
"Seelenfänger" ist etwas für Menschen, die sehr gerne Fantasy und Satire lesen. Der Humor erinnert mich stark an Terry Pratchett, very british, very trocken, in einer Welt die Tim Burton nicht besser hätte ausschmücken können. Trotz der eigentlich düsteren Geschichte, wird sie farbenfroh erzählt und die herrlich skurillen Charaktere sind einige Lacher Wert! Trotz dem, dass Cabal alles andere als ein Held ist - schließlich will er seine Seele zurück und geht darüber buchstäblich über Leichen - wächst der schräge Typ einem doch sehr ans Herz.
Alles in allem ein Buch, bei dem man sich entspannt zurücklehnen und viel Lachen kann!
Mir hat es super gefallen und ich freu mich schon echt auf den 2. Teil, daher 5 Sterne von mir!
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Januar 2013
Johannes Cabal ist auf dem Weg in die Hölle um dem Teufel seine Seele wieder abzunehmen. Er hat Glück, denn Satan wettet gerne und er hat noch ein Konzept für einen Jahrmarkt in der Schublade. Er gibt Johannes ein Jahr Zeit, einhundert Seelen vertraglich zum Überschreiben ihrer Seele an den Höllenfürsten zu bewegen und der Jahrmarkt soll dafür die Basis bilden. Johannes ist Nekromant, aber kein Jahrmarktbetreiber und von dem was Menschen Spaß macht, hat er leider auch keine Ahnung, also benötigt er Verstärkung, denn die Sanduhr rieselt weiter…

Ein Fantasy-Roman vollgefüllt mit schwarzem Humor, Ideen und manchmal gibt es auch etwas zum Nachdenken. Die Brüder Johannes und Horst Cabal könnten unterschiedlicher nicht sein. Johannes ist eine Miesmuschel, Misanthrop und eigentlich nur an seinen Forschungen interessiert. Bruder Horst ist ein Vampir mit viel Charisma und einem guten Herzen, der den Jahrmarkt seines Bruders zum Laufen bringt. Das Herzstück des Jahrmarktes ist eine Dampflok mit dem der Jahrmarkt durch die Landen fährt und seine makabren Attraktionen zur Schau stellt. Das Buch ist an keiner Stelle langweilig, die Charaktere sehr interessant und die Geschichte wird brillant erzählt. Ob Satan, die Latexlady Layla oder Bones sie alle tragen dazu bei, dass dieses Buch ein rabenschwarzer Lesegenuss geworden ist. An jeder Station warten neue Geschichten und Schicksale auf den Leser. Wer hat es verdient seine Seele dem Teufel zu überschreiben und wer nicht? Wird es Johannes gelingen, die geforderten Seelen zur Unterschrift zu verführen, oder ist sein Leben verwirkt?

Wer schwarzen Humor und Fantasy mag, dürfte an Johannes Cabal seine Freude haben. Ich werde der Serie treu bleiben und mich schon bald wieder mit dem miesepetrigen Johannes auf die Reise begeben.
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