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155 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein WAHNSINNS Buch voll Hochspannung, Gefühlen und unglaublichen Geschichten
Dieser Teil ist der 1. von 3 von Justin Cronins Chronik der Welt nach dem Untergang. Der zweite Teil ist für 2012 geplant, auf den dritten werden wir uns bis 2014 gedulden müssen.

Worum es geht:
Ein paar Jahre in der Zukunft: der verzweifelte FBI Agent Brad Wolgast soll für ein geheimes Projekt der US Army Todeskandidaten davon...
Veröffentlicht am 21. August 2011 von V. Dahmen

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörbuch: Der Vampir-Virus
Ein vom Militär betriebenes Projekt in der nahen Zukunft ist auf der Suche nach dem unsterblichen Soldat. Die ersten Testergebnisse führen noch nicht zum Ziel, es fehlt noch ein entscheidender Faktor. In der kleinen Amy glauben die Wissenschaftler die Lösung gefunden zu haben. Sie führen ihre Versuche an dem Mädchen durch, doch die übrigen...
Veröffentlicht am 21. Juni 2011 von S.D. vom Blog esdeh


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155 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein WAHNSINNS Buch voll Hochspannung, Gefühlen und unglaublichen Geschichten, 21. August 2011
Von 
V. Dahmen "Wer zu lesen versteht, besitzt den... (Meist in meiner eigenen Welt....) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Dieser Teil ist der 1. von 3 von Justin Cronins Chronik der Welt nach dem Untergang. Der zweite Teil ist für 2012 geplant, auf den dritten werden wir uns bis 2014 gedulden müssen.

Worum es geht:
Ein paar Jahre in der Zukunft: der verzweifelte FBI Agent Brad Wolgast soll für ein geheimes Projekt der US Army Todeskandidaten davon überzeugen, ihren Körper für den Test eines neuen Virus zur Verfügung zu stellen. Am Ende seiner Nerven, vom Leben enttäuscht und innerlich ausgebrannt, denkt Wolgast sich nicht viel dabei. Durch seine Ausstrahlungskraft kann er tatsächlich 12 Todeskandidaten überzeugen, dem Deal zuzustimmen.
Doch seine Einstellung ändert sich, als er ein kleines Mädchen für die Versuchsreihe entführen soll. Amy Harper Bellafonte hat nichts auf der Welt. Ihre Mutter, eine Protituierte, hat einen Mord begangen und der Vater ist seit langer Zeit verschwunden.
Amy hat außergewöhnliche Kräft, ebenso wie eine Nonne, bei der die Unterschlupf fand. Wolgast entwickelt während der rasanten Entführung Gefühle für die Kleine und will sie beschützen.
Dann kommt es zum Schlimmsten...

97 Jahre später: Die Welt ist entvölkert. Befallene Menschen, sogenannte Virals, beherrschen die Nachtstunden. Eine kleine Kolonie Überlebender in Kalifornien konnte sich bisher durch Scheinwerfer schützen, doch die Akkus drohen zu versagen. Auch eine geistige Seuche legt sich über die Bewohner, sie alle träumen den einen Traum eines der 12, die vor langer Zeit von der Army als Waffen eingesetzt werden sollen. Eines Tages steht ein "Walker" vor dem Tor. Amy Harper Bellafonte, kaum gealtert, die die Virals spürt und die die einzige Hoffnung der untergehenden Welt ist. Eine kleine Gruppe bricht auf, um mit Amy nach Colorado zu reisen. Dort, wo alles begann. Und vielleicht alles endet.

Wow... ich bin total geflasht von diesem Buch. Ich habe es jetzt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres gelesen und bin immer noch hin und weg.
Verzweiflung kriecht durch die Seiten wie zäher Honig. Beginnend mit der Geschichte von Amys Mutter, einer Kellnerin, die aus lauter Verzweiflung und Not auf den Strich geht und schließlich fast vergewaltigt wird. Durch das ganze Buch zieht sich die Hoffnungslosigkeit und das drohende Ende, so dass man fast froh ist, wenn es nach ca. 1 Drittel des Buches endlich soweit ist.
Wolgasts verzweifelten Versuche, Amy zu retten. Die Angst der Bewohner der Kolonie, dass die Lichter eines Tages ausgehen. Der Überlebenskampf der kleinen Gruppe, die zu Fuß halb Amerika durchwandert.

Und zwischendurch immer wieder Hoffnung. Vergebliche, meist, aber ich will nicht zuviel verraten. Sie müssen schon selber lesen. :-)

Ich habe selten von so liebevoll ausgearbeiteten und zerrissenen Figuren gelesen. Kaum eine Person in dem Buch ist nur gut oder böse. Sogar mit dem "Oberbösewicht" hat man Mitleid. Farbenfrohe Figuren sind zahlreich zu finden in diesem Roman. Amy, das kleine Mädchen, das viel zu früh erwachsen werden muss. Die Nonne Lacey, deren Rolle bis zuletzt unklar ist.
Peter, zerrissen zwischen Eifersucht und Liebe. Wolgast, der endlich wieder zum Licht findet. Alicia, die ein Geheimnis mit sich herumrägt. Sara, immer ruhig und ein guter Mensch, doch unglücklich verliebt.
Einfach unglaublich.

Die gesamte Reise der Überlebenden ist super spannend geschrieben und man kann kaum schnell genug lesen, wie man wissen will, wie's weitergeht. Eingestreute E-Mails, Tagebücher und Briefe sorgen für Abwechslung. Die heruntergekommenen und verlassenen Städte werden ausführlich und mit viel Gänsehautfaktor beschrieben.

Ich kann nur empfehlen: Lesen Sie dieses Buch! Ich rate nur zur Lektüre an einem schönen und sonnigen Tag. Sie werden so oder so schlimme Alpträume und eine ziemlich schlechte Stimmung bekommen, wenn Sie das Buch auch noch im Winter lesen........ nicht empfehlenswert. :-)
Lassen Sie sich von der Dicke und den zwei Fortsetzungsbänden nicht abschrecken, es lohnt sich! Sie werden nicht lange brauchen, ich habe mir die Nächste um die Ohren geschlagen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!, 5. April 2012
Von 
Ich bin heute morgen fertig geworden mit dem Buch. Es kommt nicht oft vor, aber ich bin ehrlich gesagt traurig, dass es nicht noch mehr Seiten hat und einfach WEITERGEHT! Ich habe zwar ziemlich lange für das Buch gebraucht, aber ich habe jede Stunde damit genossen.

Die Sprache liest sich leicht und einfach, die Texte sind gut durchdacht und flüssig. Man muss sich nicht angestrengt durchkauen und hoffen, dass man in der nächsten Stunde mal seine 10 Seiten schafft.

Die Story ist einfach überwältigend! Ich beneide jeden, der so eine gute Phantasie hat und diese auch noch zu Papier bringen kann! Abwechslungsreich, spannend, gruselig, fesselnd, interessant...und trotz der Story über eine Art Vampire doch irgendwie glaubhaft erzählt. Es würde mich nicht wundern, wenn die Geschichte Realität wird ;-) nein, wirklich: der Autor versteht es einfach, einen von der Geschichte zu überzeugen. Die Charaktere sind gut durchdacht, jeder hat seinen besonderen Charakter und eine Eigenschaft, die ihn einzigartig und sympatisch macht. Die kleine Amy kann man sich gut vorstellen und man will sie einfach in den Arm nehmen für ihre kindliche und doch so erwachsene Art.

Ich habe immer versucht, mir die "Virals" bildlich vorzustellen. Sie sind eigentlich sehr gut beschrieben, aber es ist mir nicht gelungen, mir ein "richtiges" Bild von ihnen zu machen. Jedes Mal stelle ich sie mir anders vor. Vampirähnlich und doch noch zum Teil menschlich. Ich denke, jeder Leser hat seinen eigenen Viral im Kopf, und jeder sieht anders aus. Das ist das Schöne daran: man kann seiner eigenen Phantasie auch noch seinen Lauf lassen. Die Endzeit-Stimmung ist sehr gut rüber gebracht, man stellt sich überall Ödland und Ruinen vor. Man kennt das zwar schon aus etlichen Filmen, aber dieses Buch greift das alles noch einmal in seiner eigenen Art und Weise auf und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die leere und verlassene Gegend. Einfach gelungen!

Ich habe das Buch eigentlich aufgrund seiner Dicke gekauft. Ich lese gerne und viel, und ich wollte mal wieder eine richtige Herausforderung haben. Bei diesem Buch war es dann aber so, dass ich eigentlich nicht viellänger gebraucht habe, als bei einem dünneren...es war einfach zu spannend! Man bekommt die Geschichte nicht mal nach 500 Seiten über, weil sie einfach zu abwechslungsreich ist und in jedem neuen Abschnitt was anderes passiert. Leute sterben, Kinder werden geboren, Liebesgeschichten entwickeln sich, die Gegend ändert sich, die Stimmung lebt auf und geht dann wieder nach unter, neue Leute kommen dazu...unglaublich!

Ich kann jedem, der gruselige und spannende Bücher mag, dieses Buch einfach nur empfehlen. Es hat auch nicht nur mit Abschlachten und Blut zu tun (mein erster Gedanke, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und das Bild gesehen habe). Eigentlich kommen solche Szenen sogar recht selten darin vor. Es ist mehr ein packendes Abenteuer, gemischt mit Liebesgeschichten, Freundschaft, Familie, Vertrauen und Zusammenhalt. Es weckt Gefühle im Leser und lässt ihn nicht mehr los.

Mein Tipp: Lesen Sie dieses Buch!
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173 von 198 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Trilogie braucht einen Anfang, 28. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Oder nicht? Wenn ich mir jedoch ein Buch kaufe, ohne mich vorher informiert zu haben, ob es bei 1020 Seiten abgeschlossen ist (was man natürlich bei solch einem Dinosaurier von Buch meinen könnte), ist das schlecht.
Und wenn ich dann eins und eins zusammen zählen kann (mit dem Wissen, das noch zwei Bücher erscheinen werden die sicherlich von gleichem Umfang sind), mir dann diesen Wälzer anschaue und damit rechne, leichte Kost, schnell abgehandelte Szenen oder was auch immer zu lesen zu bekommen, dann ist das natürlich kein Buch für jemanden, der sich gerne mal abends auf die Couch knallt und ein/zwei Kapitel lesen möchte um sich seicht beschallen zu lassen.

Mich machen demzufolge so einige Bewertungen sauer die ich hier gelesen habe indem sich Leser beschweren, Cronin würde massenhaft Seiten mit Belanglosigkeiten füllen! Wenn ich aber weiß, worauf ich mich einlasse, muss ich sagen: Leute, selber Schuld. Denn dieses Buch ist erst der Anfang einer Trilogie! Und da muss ein Schriftsteller schon ein wenig ausholen und von den niedergeschriebenen Charakteren die Vorgeschichte mit einbinden.

Aber jetzt zu mir. Was für mich ein direkter Blickfang war, ist natürlich das Cover. Ein Mädchen mit intensivem Blick, traurig oder wissend (ich bin mir noch unschlüssig) und ihr roter Mund machen neugierig. Die dunkle Farbwahl und das abgenutzt erscheinende Cover ist zum Thema sehr passend. Hier merkt man schon direkt, das ist ein sehr düster geschriebener Roman. Was auch toll ist, ist das Lesebändchen. Ich finde die klasse.

Justin Cronin schreibt für mich wundervoll. Außer Stephen King kenne ich keinen Schriftsteller, der es in der Art schafft, mich zu fesseln. Wunderbar ausgearbeitete Sätze füllen Seite um Seite und ich hatte das Gefühl, dort zu sein. Egal, wo "dort" im Moment war. Ob bei Amy, Wolgast, Dr. Jonas Lear, Sykes. In der Kolonie bei Sara, Lish, Peter, Michael, ect. (ca. 100 Jahre nach dem Vorfall).
Anthony CarterZs Verzweiflung, weil er wegen Mordes angeklagt wurde und als Proband in die militärische Einrichtung verfrachtet wird. AmyZs Reise mit ihrer Mutter, die sie dann bei den Nonnen absetzt und auf nimmer Wiedersehen verschwindet. Dr. LearZs Bemühungen, ein Mittel zur Unsterblichkeit zu finden. Wolgast, ein Agent mit gescheiterter Ehe und verstorbener Tochter, der Amy abholen soll um sie ebenfalls als Probantin abzuliefern.

Das Buch wird zum Einen im hier und jetzt geschrieben, dort, wo das Unglück seinen Anfang findet und 100 Jahre später, in der Kolonie. Wie kommen die Menschen mit solch einer aussichtslosen Situation zurecht? Aller Fortschritt geht zurück. Hier erwartet den Leser keine SciFi. Back to Nature ist angesagt mit der Angst und dem Wissen, das irgendwann die Stromversorgung zusammen brechen wird, die aus NotbehelfakkuZs zusammen geschustert wurde. Ein Leben hinter meterhohen Mauern und Wachtürmen um etwaige Angriffe der ViralŽs vereiteln zu können. Dem Wissen, das man vielleicht alleine auf der Welt ist? Grausig. Eigentlich ein furchtbares Leben; wenn man es anders kennt. Aber Cronin schreibt so überzeugend, das ich mir bildlich vorstellen konnte, wie es dort aussah.
Da dieses Buch ein Cliffhanger ist, werden wir uns gedulden müssen, wer diese Menschen auf der internationalen Tagung sind, die 1000 Jahre danach SaraZs Tagebucheinträge lesen. Wer hat Theo in der Scheune gerettet und wann und wo werden Amy und Co. die anderen 11 ViralZs finden? Wieso 11? Müsst ihr selber lesen :-)
Ach ja, und was wird aus Lish und ihren ungeahnten Kräften, nachdem sie das Anti-Virus gespritzt bekommen hat?
Wir werden 2 Jahren warten müssen um zu wissen wie es weiter geht mit Theo, Maus, Peter, Sara, Hollis, Michael, Lish und nicht zu vergessen Amy.

Sicherlich gab es dieses Thema schon einmal in Buchform und wird es immer wieder geben. Es kommt nur darauf an, ob jemand Talent zum Schreiben hat oder nicht. Justin Cronin hat es. Einfach lesenswert!!!

PS.: Sehr passend, aber diesen Satz habe ich in einem englisch sprachigem Forum gefunden und kopiere ihn jetzt einfach einmal mit einem Grinsen auf den Lippen: "Wenn Frodo schon im ersten Buch den Ring inZs Feuer geworfen hätte, wären Buch 2 und 3 nie geschrieben worden!" :-) Macht Euch mal Gedanken.
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61 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solche Bücher sind selten geworden!, 22. September 2010
Ich bin durch Werbung in einer Zeitschrift darauf aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich mir die Leseprobe auf mein Handy schicken lassen, das Buchcover und die ersten Auszüge aus dem Klappentext hatten mich neugierig gemacht.

Ich muss dazusagen, ich hatte das Glück vorher nichts von diesem Buch gehört oder über das Buch gelesen zu haben, konnte mich also voll und ganz von meinem Buchinstinkt leiten lassen (welcher mich bisher nur selten enttäuscht hatte)und muss sagen: Wow, was für ein Buch!
Als ich mit meiner Leseprobe durch war, drehte sich bei mir erstmal alles nur um den Gedanken: Buch kaufen, unbedingt!
Der Autor hat es wirklich geschafft mich innerhalb weniger Seiten anzufixen, ich wollte-ich musste, dieses Buch unbedingt lesen!
Gute Bücher, egal welchem Genre zugehörig,sind ähnlich guter Musik, sie lassen deinen eigenen "Film zum Buch" im Kopf entstehen und dieser fängt hier wirklich mit den ersten Zeilen an. Kein" da muß ich mich mal in Ruhe reinlesen, das wird schon", solche Bücher kann man getrost beiseite legen, das wird definitiv nichts mehr! Dieses hier saugt an Dir, es will nicht dein Blut aber es will das Du dran teilnimmst und spuckt dich erst am Ende wieder aus. Und wie J. Cronin hier den Einstieg bereitet, wie er die Geschichte von Amy zu erzählen beginnt, detailliert aber ohne Kitsch und ohne irgendwelche Klischees zu bedienen, daß ließ mich nicht mehr los.
Das Schicksal der kleinen Amy ging mir echt ans Herz und wenn sonst eigentlich nur Filme es schaffen das man(n) mal ne Träne verdrückt, wie gut ist dann das Buch wenn ich `ne Schniefnase und feuchte Augen bekomme?
Lange Rede kurzer Sinn, "Der Übergang" ist wirklich fantastisch. Mehr Seiten als "Der Herr d. Ringe(ohne Epilog)" aber spannender, fesselnder und gar nicht langatmig oder sperrig zu lesen. Selbst die, manchmal sehr ausführlichen, einzelnen Charakterzeichnungen der Überlebenden im Camp, beginnend im Mittelteil des Buches(Buch Auntie) empfinde ich nicht als Langweilig, sondern als wichtig für die weitere Geschichte und geben dem Buch noch mehr Tiefe.
Unberuhigend authentisch, so das man anfängt drüber zu grübeln wie nahe die Welt diesem(noch)fiktivem Ende eigentlich schon ist, bei all diesen fanatischen, großkotzigen und mächtigen Spinnern in unserer Welt,mit dem Finger am Knopf, bereit ihn zu drücken für das eigene "Wohl" und "Seelenheil", wird das Buch durch das Einstreuen der einzelnen "echten,gefundenen" Schriften der Protagonisten und die Protokolle zur Evakuierung der Menschheit.
Das ist für mich der wahre Grusel diese Buches, daß es uns zeigt, daß wir eigentlich nichts wissen, sondern erst erfahren(wenn überhaupt)das irgendwas schiefgelaufen ist, wenn es schon zu spät ist!
Die ersten 346 Seiten sind mit Abstand die spannendsten und lassen sich regelrecht verschlingen, sie wandern einfach so in dich hinein. Man ließt es nicht, man erlebt es, fast so als ob man dabei stünde.
Dannach wird es etwas umfangreicher, auch durch die vielen Charaktere, welche keine eigentliche Handlung bekommen, sondern über die man nur ließt, daß sie existierten und wer mit wem im Camp durch die Ahnenreihe verbunden ist. Da dies aber alles in einer weiterführenden Handlung eingebettet und hin und wieder mit "Action" unterbrochen wird, ist es trotzdem sehr spannend.
Zum Ende hin zieht das Tempo nochmal ganz ordentlich an und die einzige Enttäuschung war für mich das Ende selbst, denn dadurch musste ich erfahren daß es weiter geht, aber eben erst im nächsten Buch. Ich hätte das eigentlich nicht verraten, aber mittlerweile ist es wohl weithin bekannt und wurde auch schon durch andere Rezensenten hier publiziert.
Ich hasse Cliffhänger, auch wenn man weiß: Jippieh, da kommt noch was! So auch hier: Teil2 VÖ 2012 und Teil3 VÖ 2014!
Du lieber Gott, das ist ja ähnlich grausam wie bei der Verfilmung von "H.d.R." mit 1 Jahr Wartezeit zwischen den einzelnen Teilen!
Apropos Verfilmung: Für "Der Übergang" ist auch schon eine Verfilmung in Sicht und das ist das einzige was man dem Buch und dem Autor vielleicht vorwerfen könnte(aber nicht unbedingt muß), daß man manchmal beim Lesen das Gefühl hat hier wird schon mit einer Verfilmung geliebäugelt. Andererseits ist heutzutage eine Verfilmung wohl das Unvermeidliche, da die Leute sich lieber Fertigkost vorsetzen lassen anstatt Ihr eigenes, unterernährtes geistiges Auge wiedermal mit "was Gesundem" zu füttern. Am besten noch in 3D und mit vielmehr Explosionen und Blut und Geschrei als eigentlich in dem Buch vorkommen.
Warten wir es ab und hoffen das Beste, man muß es sich ja nicht anschauen.
Empfehlen kann ich das Buch uneingeschränkt allen Leuten mit gesunder Vorstellungskraft, Ausdauer und Zeit zum Lesen, die auf gute und spannende Bücher stehen, egal welches Genre da bedient wird.
Allen anderen, vielleicht auch den Fans der "Bis(s)zum irgendwas" Romane die hier vielleicht auf ein ähnliches Buch hoffen, kann ich es nur ausreden: Die "Virals/Vampire" in diesem Buch sind nicht jung und süß und ich würde sie auch definitiv nicht küssen wollen!

Hat eigentlich irgendjemand seiner Versuchung nachgeben können und es geschafft das Buch am Stück durchzulesen? Würde mich mal interessieren wie lange das gedauert hat...

Mein Tip auf jeden Fall: kaufen, lesen, fesseln und verstören lassen.

C u in 2012 Amy, protect me!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Endzeit-Szenario!, 11. März 2012
Von 
LEXI - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Übergang (Taschenbuch)
Unter dem Deckmantel Horrorroman bzw. Vampirroman" liegt für mich das eigentliche Thema, das Hauptthema, verborgen: ein Endzeitszenario. Justin Cronin verwendet die ersteren Themen zwar, um die Spannung aufrecht zu erhalten, die Geschichte interessant und lebendig zu machen - im Grunde aber lege ich als Leser das Hauptaugenmerk auf die fast vollständige Ausrottung der menschlichen Rasse. Cronin zeichnet ein Schreckensbild vom Zusammenbruch der Zivilisation - keine Nahrungsmittelindustrie, keine Fortbewegungsmöglichkeiten, keine schöngeistigen Dinge - nichts, was wir als so selbstverständlich hinnehmen, beinahe schon als unsere Grundrechte bezeichnen, bleibt übrig. Ein sehr ernstes Thema, bei dem der Autor sich nicht nur auf die materiellen Dinge beschränkt. Vielmehr geht er auf die psychischen Auswirkungen ein und bringt Beispiele, wie Menschen in Extremsituationen reagieren, wenn es um die eigene Existenz geht, wenn uneingeschränkt nur noch die Faustregel gilt. Er zeigt aber auch, wie die übrig gebliebenen Menschen sich organisieren, Gruppen bilden, ein System zur Erhaltung der Ordnung erschaffen und Regeln einführen. Im Bezug auf diese Dinge liest man dieses Buch nicht leichtfertig als Unterhaltungsroman des Genres Fantasy oder Science Fiction, sondern man reflektiert auch viel, malt sich mögliche Szenarien aus und taucht nach dem Lesen dieses dicken Wälzers nur sehr langsam wieder in der Realität auf. Danach sieht man eine Weile die Dinge aus einer ganz anderen Sicht. Wie wundervoll es doch ist, den Abendhimmel zu betrachten ... wie selbstverständlich wir uns im Alltag bewegen, uns keine Gedanken um unsere körperliche Sicherheit machen ... wie selbstverständlich wir bei Hungergefühlen einfach in einen Supermarkt marschieren und unsere Bedürfnisse befriedigen ... und wie selbstverständlich wir auch die kulturelle, schöngeistige Seite des Lebens genießen ... all das und noch viel mehr vermochte dieses Buch Justin Cronins in mir hervor zu rufen und ich kann nur sagen: sehr gute Grundidee, außergewöhnlich gut umgesetzt.

Für Spannung ist gesorgt in diesem Buch, das kann ich definitiv bestätigen. Justin Cronin sorgt dafür, dass man nicht selten den Atem beim Lesen anhält, die Seiten regelrecht verschlingt und Zeit und Raum um sich vergisst. Die Übergriffe der Virals" werden oft und detailliert beschrieben - und dennoch: wenn es soweit ist, erfolgen diese so rasch und brutal, dass es den Leser fast aus dem Sessel reißt. Die spannungsgeladene Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch, einen einzigen Höhepunkt würde ich aber nicht benennen können. Durch die Länge dieser Geschichte baut Cronin sehr viele Höhepunkte in den Plot ein und es ist im Grunde ein ständiges Auf und Ab" - nicht nur der Gefühle, sondern auch der Höhepunkte.
Der Schreibstil des Autors ist klar und eindringlich. Er verwendet keine langen, verschachtelten Sätze, sondern schreibt eher kurz und prägnant. Trotz allem gelingt ihm das Kunststück, sämtliche Szenen sehr genau und bildhaft zu beschreiben, ebenso die Emotionen. Der Autor schrieb das Buch in der Erzählform, mal aus seiner Sicht, mal aus der Sicht eines Protagonisten. Der Übergang ist jedoch so fließend und doch klar formuliert, dass es wahrlich ein Genuss ist, dieses Buch zu lesen.

Justin Cronin versteht es, nicht zu viele verschiedene Personen in die Geschichte zu verpacken und konzentriert sich bei den Beschreibungen auf die Protagonisten dieses Romans. Detailliert gezeichnet, sehr tief auf die Emotionen und Gedankenwelt des jeweiligen Darstellers eingehend gelang es ihm mühelos, mich nicht nur sehr rasch mit ihnen vertraut zu machen, sondern sie zu mögen. Mit all ihren Eigenheiten, mit all ihren kleinen und größeren Problemen und Ängsten war ich sozusagen eingegliedert in die Gemeinschaft dieser Überlebenden. Und doch beschränkt er sich nicht nur darauf, auf besagte Überlebende einzugehen. Er taucht auch tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Bösen", der Virals" oder Verwandelten" ein, wie sie hier genannt werden. Cronin versteht die Kunst, den Leser so ins Geschehen mit einzubeziehen, dass er völlig in die Geschichte versinkt, beinahe selber zum Darsteller wird. Man spürt die lähmende Angst vor den zahlreich stattfindenden tödlichen Übergriffen ebenso wie die Erleichterung, wenn ein neuer Morgen graut. Man trauert mit den Müttern, erlebt die Enttäuschung der Kinder, wenn sie an ihrem 8. Geburtstag die Zuflucht verlassen müssen und die Wahrheit über ihre Welt erfahren, fühlt die Resignation und ist fasziniert vom Mut und Pioniergeist einiger Protagonisten. Ja, Justin Cronin hat sich definitiv nicht bemüht, Seiten füllend zu schreiben, ihm gelang es sogar in mir den Wunsch zu erwecken, das Buch möge noch einige tausend Seiten weiter gehen. Abschließend möchte ich noch die Behauptung aufstellen, dass es im Grunde die Figuren sind, die dieses Buch so bereichern, so lebendig machen. Vampirromane oder Endzeitszenarien gibt es viele ... aber Justin Cronin hat wahrlich einen Bestseller verfasst, indem er sich stark auf die Figuren konzentriert

Es handelt sich hierbei um ein sehr dickes, über 1000 Seiten zählendes Buch in gebundener Ausführung. Aufgrund des Coverfotos, einem verwahrlost aussehenden Mädchen mit traurigem, fast unheimlichen Blick, war ich fälschlicherweise der Meinung, das Buch handle ausschließlich von diesem Mädchen. Weit gefehlt. Hier war die Gestaltung ein wenig ungeschickt gewählt. Das Buch ist weiters in Kapitel eingeteilt, wobei zu Beginn eines jeden Kapitels ein Einleitungstext sowie die Zeit genannt werden, in der sich der Leser gerade befindet. Zusätzlich gibt es Unterkapitel, die ich aufgrund der hohen Seitenanzahl als sehr willkommen empfand und die mir den Eindruck einer besseren Übersichtlichkeit vermittelten.

Der Autor befriedigt hier nicht nur die Leselust der Fantasy- und Science Fiction-Fans und bringt eine gute Portion Spannung und Thrill in die Geschichte ein, sondern es gelingt ihm, den Leser nachdenklich zu machen. Sich der Welt, wie wir sie kennen, bewusster zu werden, ja, Dankbarkeit zu entwickeln für die Dinge, die wir haben - sei es im materiellen oder auch im geistigen Sinn. Ein großartiges Buch, das ich nur zu gerne weiter empfehle und nach dessen Lektüre man nur sehr langsam und schwer wieder in die Realität zurück findet. Großartig - ich freue mich bereits auf den zweiten Teil dieser Trilogie!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach gutes Buch, 5. Dezember 2011
Ich lese nur selten Fantasy-Romane, würde mich deshalb nicht als Experte bezeichnen. Wenn ich aber mal in dieses Genre wechsele, dann nur mit solchen Romanen, die zumindest einen Bezug zur Wirklichkeit haben. Und da passt Der Übergang" eindeutig ins Schema.

Der Autor schafft ein Szenario, das absolut nachvollziehbar ist. Aber mehr noch, nicht nur das äußere Universum wird erschaffen, sondern auch das innere. Die Gefühlswelt der handelnden Personen, aber auch die Stimmung, die diese erschaffene post-apokalyptische Welt durchzieht. Das ist das, was mich am meisten an diesem Buch beeindruckt hat. Es lässt einen nicht mehr los, während man es liest. Die Grundstimmung des Buches nistet sich ein und bleibt bis zum Ende. Ich habe so etwas selten bei anderen Büchern erlebt.

Aber auch das Szenario an sich ist stimmig. Es hebt sich schon deshalb von vielen anderen Endzeitszenarien ab, weil es ca. 100 Jahre nach der Apokalypse (wenn man das so nennen kann) spielt. In dieser Zeit ist bereits so etwas wie eine neue Ordnung entstanden, und es ist für den Leser äußerst interessant, diese Ordnung kennen zu lernen und zu verstehen. Die Spannung kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz, wenn es heißt die nächste Nacht zu überleben.

Natürlich ist auch bei diesem Buch nicht alles gut, zum Teil ist es etwas langatmig. Auch sind die Figuren in ihrem Denken und Handeln oft noch zu in unserem Denken verhaften, wenn man bedenkt, dass das Buch 100 Jahre nach der Zivilisation spielt, die wir kennen. Aber all das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Im Gegenteil. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, die es wohl geben muss. Denn ansonsten hätte der Schluss keinen Sinn. Meine Hoffnung ist, dass das Niveau gehalten und eventuell noch einmal gehoben werden kann.

Deshalb fünf Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem Fesselnd und etwas Neues!, 6. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Übergang (Taschenbuch)
Ich fasse mich kurz, da andere Kundenrezesionen ja schon alles ausführlich aufgelistet haben.
Für mich war es eine fesselnde Story und etwas Neues, was ich so noch nie gelesen habe.
Ich habe es innerhalb einer Woche gelesen und bin immer noch total geflasht, zumal ich mir auch das Audiobook gekauft habe und es somit auch hören kann XD

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Schöne Story zum Gruseln und mit "aha" Momenten bzw. hängen die einzelnen Passagen zwar zusammen, aber es wird erst im Nachhinein offensichtlich, sodass man beim Lesen mitdenken muss!!

Die Leseprobe zum zweiten Teil (Erscheint im Januar 13) lässt schon mal auf einen weiteren spannenden Roman hoffen, der wie es aussieht den ersten Topt!!!
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich liebe es!, 26. Oktober 2011
Die kleine Amy ist sechs Jahre alt, als sie - verlassen von ihrer Mutter - auf FBI-Agent Wolgast trifft. Wolgast ist Handlanger für ein Top-Secret-Projekt welches die Welt nachhaltig verändern wird. Denn bevor Amy auserwählt wurde, befreite er Schwerverbrecher aus Todeszellen. An ihnen wurde geübt, was an dem Kind vollendet werden sollte. Macht, Erfolg und die ultimative Waffe stehen im Vordergrund. Die Menschlichkeit dagegen bleibt auf der Strecke, Nebenwirkungen werden unterschätzt. Wie so oft in Mystikthrillern sucht sich das Leben einen Weg, verändert sich und passt sich an. So geschieht es auch hier. Aber es folgt kein langweiliger Plot, wie schon tausendmal gelesen. "Der Übergang" ist eine echte Meisterleistung!

Von Beginn an überzeugt der Roman durch unheimlichen Detailreichtum. Die Geschichte ist beeindruckend, strukturiert und fesselnd. Die Einführung kann man noch als Thriller bezeichnen, danach folgt das, was mich an die Seiten gefesselt hat: "Der Krieg war verloren, die Army gab es nicht mehr, die Welt außerhalb der Kolonie war das offene Grab einer Geschichte, an die niemand sich mehr erinnerte."
Ein Zeitsprung in die Zukunft, ein Leben in einer leeren, ruinierten Welt. Stellt euch die Endzeit vor, die Wildnis bevölkert von Infizierten und ein paar Menschen, die kämpfen. Es gibt Alte, die die Geschichte aus der Zeit Davor bewahrt haben. Und es gibt Junge, die diese Zeit nicht kennen. Sie leben ohne die Sterne je gesehen zu haben. Strenge Regeln, Einsamkeit, Entbehren und ständige Angst. Diese Endzeit-Szenen, die sich glücklicherweise über Hunderte Seiten bis zum Ende des Buches ziehen, sind so eindringlich und toll beschrieben. Sowas habe ich noch nicht gelesen.

Jemand der auf einen Thriller gefasst ist und in der SF landet, wird es als vielleicht langatmig empfinden. Aber ich habe jede Seite genossen, es war wie ein Sog. Den Wirbel um das Buch kann ich sehr gut verstehen. Ich schließe mich den Fans gern an. Die Story entwickelt sich und fügt sich zusammen, auch was Gegenwart und Zukunft betrifft. Für mich lässt es wirklich keine Wünsche offen. Natürlich fließt Blut, selbstverständlich gibt es Action, aber die kleinen Details machen dieses Buch aus. Die Hintergründe, das Funktionieren der Kolonie, die vielen Fragen... wie ist das mit dem Strom? Meine Güte... Michael, genannt "Akku" kann euch da Geschichten erzählen ;)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch (spannendes Thema und herausragende Charaktere), 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Übergang (Taschenbuch)
Habe das Buch vor zwei Tagen fertig gelesen und bin immer noch total in den Bann dieses genialen Romans gezogen. Für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre.

Kleine Vorgeschichte: Ich hatte das Buch bereits als Hardcover-Version mehrmals angeschaut und mir auch den Klappentext durchgelesen, da ich bei solch dicken Büchern aber grundsätzlich lieber auf das Taschenbuch warte, hatte ich es nicht gekauft. Im Dezember (2011) bin ich dann in der Buchhandlung wieder am Cover von "Der Übergang" hängen geblieben und habe mir den Klappentext erneut mehrmals durchgelesen... Aufgrund der teils doch eher negativen Bewertungen hier auf amazon war ich mir aber wieder nicht sicher ob ich es kaufen soll.
In der Buchhandlung meines Vertrauens habe ich dann mit der Besitzerin gesprochen und sie hat mir gesagt, dass man es nicht bereuen wird es zu lesen. Und da hab ich es dann auch gekauft!

Nachdem ich nun durch bin, kann ich ganz klar eine absolute KAUFEMPFEHLUNG aussprechen.

Zum Buch/Inhalt selbst, ist hier denk ich schon ausreichend geschrieben worden, und bei Bedarf ist (meines Erachtens) auch die kleine amazon-Inhaltsangabe völlig ausreichend. Grundsätzlich mag ich es ohnehin nicht, wenn in Rezensionen zu viel verraten wird.

Was zeichnet dieses Buch aus?

- Story:
In einigen Rezensionen hier wird kritisiert, dass Justin Cronin an vielen Stellen zu ausschweifend schreibt und sich das Buch daher unnötig in die Länge zieht. Diese Meinung kann ich nicht teilen. Im Grunde ist das Buch in drei große Zeitabschnitte aufgeteilt. Die heutige Zeit bis zum Ausbruch des Virus, die Beschreibung der Kolonie (ca. 100 Jahre nach Ausbruch des Virus) und die Reise zurück zum Ursprung des Virus.
Jeder Abschnitt zeichnet sich durch einen unterschiedlichen Charakter aus. Cronin verbindet diese immer wieder gekonnt miteinander und zeichnet so ein detailliertes Bild der Charakter und der Welt. Natürlich hätte man das Ganze auch auf weniger Seiten beschreiben können, allerdings würden dann viele Details fehlen, die das Buch und die Geschichte erst zu etwas so besonderem machen.
Der erste Teil (bis Ausbruch des Virus) liest sich wie ein hochspannender Thriller, der immmer mehr an Fahrt gewinnt um schließlich in der großen Katastrophe zu enden.
Der zweite Teil (Beschreibung der Kolonie) ist zwar etwas ruhiger, da eben die (bzw. eigentlich eine) Zivilisation und deren Leben beschrieben wird. Aber auch hier ist alles sehr lebendig erzählt und man kann eine Beziehung zu den Personen aufbauen, vor allem zu denen, die später noch von Bedeutung sind. Mir ist es auch in diesem Teil nie langweilig geworden.
Der dritte Teil (Reise nach Colorado) ist wieder viel ereignisreicher und ebenfalls von einer unglaublichen Spannung getrieben. Vom Genre her irgendwo zwischen Thriller und Abenteuerroman anzusiedeln.

- Charaktere:
Jeder Zeitabschnitt hat unterschiedliche Hauptpersonen (Ausnahme Amy). Cronin schafft es durch seinen Schreibstil den Personen Profil zu geben und sie als Individuum zu zeichnen, mit welchen man mitfiebern kann. Jede Person bekommt eine Hintergrundgeschichte, welche sich auf das Wirken der Person auswirkt und so wird es einem leicht gemacht diese zu verstehen.
Um nun deaillierter in diesen Punkt einzusteigen müsste ich wieder zu viel verraten und belasse es nun dabei.

Am Ende bleibt nur zu sagen: Wer sich nicht von den 1000 Seiten abschrecken lässt, erhält hier ein aussergewöhnliches Buch, welches jede Seite wert ist es zu lesen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein hartes Stück Arbeit - das am Ende belohnt wird, 16. Mai 2011
Von 
horrorbiene - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Zu aller erst müsste vielleicht angemerkt werden, dass Der Übergang keineswegs ein Vampir-Thriller ist. Sicher ist der überlegende Gegner eine riesige Masse an animalischen Menschen-Dingern mit Vampirverhalten und -kräften, das Buch ist in erster Linie jedoch eine Dystopie. Die Menschheit ist am Ende. Der Anfang der Geschichte spielt schon in unserer Zukunft und im weiteren Verlauf des Buches und seiner Fortsetzungen wird die Zeit noch viel weiter in der Zukunft fortschreiten.

Dieses Buch ist ein wirklicher Wälzer: Über tausend Seiten und eine Seite ist eng beschrieben. Es zu lesen kam mir gerade zu Beginn vor, wie ein richtiges Stück Arbeit. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die Inhalte, die im Klappentext angekündigt werden relativ lange auf sich warten lassen. Das Buch besteht aus 74 Kapiteln, die wiederum in elf größere Sinnabschnitte aufgeteilt sind. Der erste Abschnitt allein ist knapp 300 Seiten lang und beschreibt die Vorgänge bis zur Katastrophe, nach der eine neue Zeitrechnung beginnt. Weitere 60 Seiten später begegnet der Leser, den Menschen aus dem Lager der Überlebenden und erst in Abschnitt fünf Das Mädchen von Nirgendwo, der auf Seite 485 beginnt ist Amy wieder mit von der Partie und endlich hat man das Gefühl, dass das Buch endlich richtig anfängt - nach beinahe 500 Seiten. An diesem Aufbau kann man erkennen, dass die Gesamthandlung auf mehr als ein Buch aufgeteilt werden soll und dieser Band den Einstieg in diese Trilogie markiert. Ich lese eigentlich wirklich gern ausführlich ausgearbeitete und ausformulierte Plots, doch hier dachte ich zwischendurch zwar nicht ans Aufgeben, aber daran, die Trilogie sicher nicht zu Ende zu lesen. Dabei schreibt Cronin gar nicht so ausführlich, er hat nur sehr viel zu erzählen und lässt Details dabei nicht unter den Tisch fallen. Sein Schreibstil ist flüssig und wirklich gut lesbar, weshalb Der Übergang mich dann doch zum Durchhalten bewegt hat. Und siehe da: Gegen Ende wird das Buch wirklich spannend und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Meine Meinung bezüglich des Weiterlesens der Trilogie hat sich auch geändert, denn ich möchte nun doch wissen, wie es weitergeht mit den Helden der Geschichte. Doch bis man zu den Protagonisten eine Beziehung aufgebaut hatte, dauerte es leider zu lang und man wusste lange Zeit auch gar nicht, wer - außer Amy - ist einer der Hauptprotagonisten um die es gehen soll. Und genauer betrachtet ist Amy keine Hauptperson. Sicher, es dreht sich alles um sie und ihre Ankunft im Lager soll einiges ins Rollen bringen, doch meistens bleibt sie passiv und wird seitenweise kaum erwähnt, obwohl sie bei den Aktivitäten mit von der Partie ist. Im weiteren Verlauf ändert sich dies, da Amy sich verändert und das gibt Hoffnung für einen transparenteren zweiten Teil.
Die Handlung ist gut ausgearbeitet und detailverliebt und definitiv auf etwas Großes ausgelegt. Praktisch erst im Finale wird dem Leser klar, worum es in den Fortsetzungen gehen wird. Dies war der Spannung etwas undienlich, da man das Gefühl hatte, das Licht am Ende des Tunnels würde niemals kommen und dementsprechend ist die Stimmung beim Lesen: Man hat das Gefühl man beobachtet eine Gruppe Ameisen und sieht ihnen beim Sterben zu, während sie weiter ihrer Arbeit nachgehen.
Der Fließtext ist zwischendurch durch eine Vielzahl anderer Schnipsel unterbrochen, die die Geschichte zeitweise ergänzen oder gar weiter erzählen. Zu nennen wären dabei: Tagebucheinträge, Zeitungsartikel, E-Mails und ein gesetzesähnlicher Text.
Was mich auch etwas störte war der Titel. Sicher kam der Begriff Übergang mindestens zwei Mal in Verbindung einer Wandlungsphase der vom Virusbefallenen vor, doch dies stand in keiner Weise im Fokus des Geschehens oder markierte einen zentralen Wendepunkt. Die Frage wer von welchem Zustand in welchen anderen Übergeht ist nicht geklärt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass der Übergang räumlich zu verstehen ist.

Fazit: Das Buch ist dick, der Text ist lang und bis die Hauptstory beginnt muss man viele Seiten lesen, die die Trilogie vorbereiten. Das Buch ist kein Vampir-Thriller, sondern eine Dystopie mit viel Endzeitstimmung und wenig Hoffnung. Wenn man dies weiß und sich dennoch auf Der Übergang einlassen mag, der bekommt ein wirklich gut geschriebenes Werk, das am Ende auf jeden Fall Lust macht, die Fortsetzung zu lesen.
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Der Übergang
Der Übergang von Justin Cronin (Taschenbuch - 12. Dezember 2011)
EUR 9,99
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