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97 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es kaum...
In ihrem neuen Roman "Das Echo der Schuld" präsentiert sich Charlotte Link wieder als Meisterin in der Darstellung der menschlichen Psyche und wird ihrem Ruf als eine der besten deutschen Krimi-Autoren wieder einmal gereicht.

Kurz zum Plot: Als das deutsche Aussteigerehepaar Nathan und Livia Moor vor der Küste Schottlands Schiffbruch erleidet, nimmt...
Veröffentlicht am 25. September 2006 von Griese, Ilka

versus
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gnadenlos spannend?
Es ist Jahre her, dass ich ein Buch von Charlotte Link gelesen habe und nun stolperte ich über die Kindle Edition von "Das Echo der Schuld" und erinnerte mich an die anderen Bücher, wie Die Rosenzüchterin: Roman.

Das Echo der Schuld ist wie Frau Links andere Bücher aufgebaut, etwas behäbig werden die Charaktere vorgestellt und treten in...
Veröffentlicht am 4. Juli 2011 von Emma290497


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97 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es kaum..., 25. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
In ihrem neuen Roman "Das Echo der Schuld" präsentiert sich Charlotte Link wieder als Meisterin in der Darstellung der menschlichen Psyche und wird ihrem Ruf als eine der besten deutschen Krimi-Autoren wieder einmal gereicht.

Kurz zum Plot: Als das deutsche Aussteigerehepaar Nathan und Livia Moor vor der Küste Schottlands Schiffbruch erleidet, nimmt sich Virginia Quentin dem nunmehr mittellosen Ehepaar an und bietet ihnen entgegen der strikten Einwände ihres Mannes Frederic, der sofort eine intuitive Abneigung gegen den zwielichtigen Nathan verspürt, Unterkunft in dem Ferienhaus der Familie Quentin auf der Insel Skye an. Zurück auf ihrem Landsitz in der Nähe Londons steht Nathan auch dort bald vor der Tür und Virginia, die sich gleichzeitig zu ihm hingezogen und aufgrund seiner Dreistigkeit und Aufdringlichkeit von ihm abgestoßen fühlt, bringt ihn erneut in ihrem Haus unter. Schon bald entspinnt sich eine interessante Beziehung zwischen den beiden, und Virginia beginnt, Nathan aus ihrer Vergangenheit zu berichten, über der ein dunkles Geheimnis und eine große Schuld liegt. Gleichzeitig werden mehrere ermorderte Kinder in der Gegend aufgefunden und eines Tages verschwindet auch die Tochter der Quentins spurlos. Ein Wettlauf mit der Zeit um das Leben der kleinen Kim beginnt. Schon bald keimt in Virginia der Verdacht auf, dass Nathan mit dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter mehr zu tun haben könnte, als ihr lieb sein kann...

"Das Echo der Schuld" ist ein fantastisches Buch über die Abgründe der menschlichen Psyche, über Traumata, Schuld, Vergebung und den Weg zum eigenen Ich. Charlotte Link gelingt es ausgezeichnet, die Geschichte und das Schicksal Virginias mit der Krimihandlung zu verknüpfen und eine stimmige Geschichte mit interessanten Wendungen auf einem konstant hohen Spannungsniveau zu erzählen. Die Charaktere sind meisterhaft ausgearbeitet und ermöglichen tiefe Einblicke in das menschliche Handeln und Fühlen. Meines Erachtens nach ist "Das Echo der Schuld" eines der besten Bücher, die Charlotte Link je geschrieben hat.
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77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück in der ersten Liga der Unterhaltungsliteratur!, 17. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
Charlotte Link hat mit ihren letzten Büchern ihrem vorrangig weiblichen Publikum ja so manchen Bären aufgebunden. Ihre Bücher waren bestenfalls mittelmäßiges Schmökerfutter, kaum zu Ende gelesen, schon vergessen! Mit "Das Echo der Schuld" kann sie aber endlich wieder an ihre großen Erfolge wie "Das Haus der Schwestern" oder "Die Rosenzüchterin" anschließen.

530 spannende Seiten warten auf die Leserinnen und Leser und gleich mit den ersten Kapiteln wird man unwillkürlich in die Geschichte hineingezogen.

Im Mittelpunkt stehen zwei Ehepaare, deren Schicksale miteinander verknüpft werden.

Zum einen die beiden deutschen Aussteiger Nathan und Livia Moor, die mit ihrem Segelschiff verunglücken und nur die nackte Existenz retten können. Aufgenommen werden die beiden vor der Küste Englands von Frederic und Virginia Quentin, sehr zum Missfallen von Frederic, der ahnt, dass bald nichts mehr so sein wird, wie zuvor. Denn Nathan gelingt es, Virginia aus ihrer Melancholie zu reißen, die die Ehe schon lange belastet.

Gleichzeitig erschüttern zwei schwere Verbrechen, bei denen zwei Mädchen sexuell missbraucht und schließlich getötet werden, die Umgebung. Schließlich verschwindet auch Virginia und Frederics Tochter...

Charlotte Link zieht in diesem Buch sämtliche Register und unterhält durch eine perfekt und schlüssig aufgebaute Geschichte. Im Wechsel zwischen der Kriminalgeschichte und der Handlung der vier erwachsenen Personen, die auch von Rückblenden durchsetzt sind, spinnt sie ein immer engmaschigeres Netz, in dem sämtliche Fäden schließlich zusammenlaufen. Das Ende des Buches, dass für lange Zeit vorhersehbar erscheint, ist doch überraschend. Einen zusätzlichen Reiz erzeugt Charlotte Link dadurch, dass man das Buch quasi in "Echtzeit" lesen kann, da die Handlung von August bis September 2006 spielt.

Dieses Buch ist perfekt für lange Herbstabende, an denen man sich einfach zurücklehnen und fallen lassen möchte in eine gut erzählte Geschichte. Charlotte Link hat bewiesen, dass sie den Vergleich mit ihren angelsächsischen Kolleginnen nicht zu scheuen braucht und zurecht von ihren vielen Leserinnen und Lesern geschätzt wird! Und da es eben auch literarisch nicht immer Kaviar sein muss und man manchmal von einem Butterbrot genauso gut satt wird, kann ich dieses Buch uneingeschränkt allen, die Lust auf gute Unterhaltung ohne großartigen Tiefgang haben, wärmstens empfehlen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gnadenlos spannend?, 4. Juli 2011
Von 
Emma290497 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld: Roman (Kindle Edition)
Es ist Jahre her, dass ich ein Buch von Charlotte Link gelesen habe und nun stolperte ich über die Kindle Edition von "Das Echo der Schuld" und erinnerte mich an die anderen Bücher, wie Die Rosenzüchterin: Roman.

Das Echo der Schuld ist wie Frau Links andere Bücher aufgebaut, etwas behäbig werden die Charaktere vorgestellt und treten in unterschiedliche Beziehungen zueinander, die "Abgründe" öffnen sich langsam und nichts wird wirklich verraten, bis am Ende der Täter aus dem Hut gesprungen kommt...

Gnadenlos spannend würde ich dieses Buch nun wirklich nicht bezeichnen, es hat einige Längen, was bei Frau Links Stil (meiner Meinung nach) allerdings üblich ist.

Ich würde diesen Roman als moderat spannend bezeichnet - er hat durchaus seine Momente und der geneigte Leser wird animiert die gezielt gestreuten Informationen zu nutzen, um sich die Frage nach dem "whosdonit" (wer ist der Täter) zu stellen, aber Frau Link ist keine Thriller-Autorin und für mich damit auch nach diesem Kriterium zu bewerten.

Was sie, wie in allen Büchern, die ich von ihr gelesen habe, wieder sehr gut hinbekommt, ist die Stimmung der britischen Landschaften (ob Inseln oder Festland) sehr gut einzufangen und in die Geschichte einzubauen - der dichte Nebel, der Sturm oder die fast erdrückenden Bäumen... der einsame Landsitz. Diese Eigenschaften sind es eigentlich, die mich an Frau Links Büchern früher interessiert haben und in diesem Punkt bin ich absolut nicht enttäuscht worden.

Ich habe es nicht bedauert, das Buch gekauft zu haben, habe mich nicht gelangweilt, als ich es gelesen habe - ein typischer Charlotte Link, würde ich sagen. Vielleicht in den Pressestimmen etwas überbewertet.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 25. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
Ich habe noch kein Buch von Charlotte Link gelesen, das mich nicht auf die eine oder andere Art gefesselt hat. "Das Echo der Schuld" habe ich an zwei Abenden ausgelesen - denn einmal begonnen, möchte man es am liebsten nicht mehr zur Seite legen. Die geschickte Verflechtung der verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven, aber auch die ungemein einfühlsame Erzählweise bei diesem sensiblen Thema sorgen für ein emotionales Wechselbad - man kann die kindliche Faszination für den "netten Mann" nachvollziehen, man spürt den Schmerz der Eltern der toten Kinder... und die Entlarvung des Kindermörders schließlich sorgt für eine Gänsehaut. Fünf Sterne de luxe!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wird geboten? Ein Thriller? Ein Krimi? Ein Beziehungsdrama? Mehr - viel mehr!!!, 25. Dezember 2006
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
Jeder Mensch hat seine ganz eigene Vergangenheit und ebenso mag es kaum ein Leben geben, in dessen Verlauf es nicht zu Ereignissen gekommen ist, die man gerne ungeschehen machen würde, die einem jedoch seither unverarbeitet wie der berühmte Klotz selbst am Bein hängen....

Es geht um zerfallende Beziehungen, der Roman handelt von Menschen die in unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft beheimatet sind und nicht zuletzt um die Sicht der Ereignisse aus den Blickwinkeln unschuldiger Kinder die Gefahr laufen das nächste Opfer eines pädophilen Serienmörders zu werden....

Charlotte Link konfrontiert den Leser mit einer überschaubaren Anzahl interessanter und zugleich bedauernswerter Menschen, deren Einzelschicksale den Leser schokieren, interessieren und abstoßen werden - ihn ganz bestimmt antreiben Seite um Seite zu verschlingen - hier wird nicht einfach nur gelesen - hier werden Seiten "gefressen"!

Geschickt verknüpft Charlotte Link die paralell zueinander laufenden Handlungsstränge, bis Sie letztlich einen "Knoten" erschaffen hat, welchen Sie in einem Endspurt löst, der voller Dramatik steckt....

Nachdem ich mich bereits von Charlotte Links Roman "Die Rosenzüchterin" habe fesseln lassen, bin ich nun über "Das Echo der Schuld" gestolpert - den Klappentext musste ich nur kurz überfliegen - denn alleine schon die schlichte Erwähnung der "Isle of Skye" als einer der Hauptschauplätze dieses Buches (für mich ein Ort, welcher eine magische Anziehungskraft auf mich ausübt!!!) hatte mir die Kaufentscheidung abgenommen.

Meine Ansprüche an Handlung, Charaktäre und natürlich die Wirkung der beschriebenen Schauplätze waren nach meinen mehr als positiven Eindrücken in Folge des Romanes "Die Rosenzüchterin" entsprechend hoch - und enttäuscht wurde ich beim besten Willen nicht!

Seltsam war übrigens zu lesen, dass Charlotte Link die jüngeren Ereignisse Ihres Romanes im August 2006 auf der Isle of Skye startet, zu einem Zeitpunkt, an dem ich selbst in Schottland und nicht zuletzt auch auf der Isle of Skye unterwegs gewesen bin.

An dieser Stelle wird es Zeit für eine persönliche Bitte an die Autorin *räusper*

"Bitte hören Sie auf zu schreiben, sonst beginne ich Freunde und Bekannte zu vernachlässigen und mein Haushalt versinkt im Chaos!" ;-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der fremde Gast, Das Echo der Schuld und Der Verehrer, 26. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld: Roman (Taschenbuch)
Interessant - allerdings nach Lektüre von mehreren Romanen der Autoin stellt sich bei mir eine
gewisse Langeweile ein, da das Ende leicht zu erraten ist
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langatmig und konstruiert, 15. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
Nathan und Livia Moor kentern mit ihrem Segelboot und werden von ihren Rettern auf die Insel Skye gebracht. Dort finden sie Unterschlupf bei Virginia und Frederic Quentin, die dort mit ihrer kleinen Tochter im Urlaub sind. Die Familie Quentin reist zurück nach Hause und kurze Zeit später steht Nathan vor der Tür, dem Virginia wiederum Unterschlupf gewährt. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen und erzählt im nach und nach ihre Lebensgeschichte.

Parallel dazu verschwinden in der gleichen Gegend 2 kleine Mädchen, nach wenigen Tagen werden ihre Leichen gefunden.

Die Schauplätze und Personen wechseln oft, das macht die Geschichte erst ganz interessant, aber auf die Dauer zu langatmig. Besonders Virginias Vergangenheit und ihre Probleme im Hier und Jetzt waren mir viel zu langgezogen und vorallem nicht immer sehr schlüssig. Warum öffnet sie sich nach jahrelangem Schweigen einem zwar gutaussehenden, aber doch sehr seltsamen dahergelaufenen Mann, wo sie mit einem sympathischen und umgänglichen Mann verheiratet ist?

Ich habe es zuende gelesen, weil ich dann schon wissen wollte, welche Geheimnisse Nathan hat und wer der Mörder der Mädchen ist, aber insgesamt war mir das Buch zu langatmig und zu konstruiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend und nicht empfehlenswert, 4. Mai 2014
Von 
Gniddy (Hamburg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld: Roman (Taschenbuch)
Diese Rezension bezieht sich auf die Hörbuchversion (6 CDs), gesprochen von Gudrun Landgrebe.

Nach dem Hören des Hörbuchs "Der Beobachter", das ich recht spannend fand, freute ich mich auf das nächste, als "Thriller" betitelte Hörbuch von Charlotte Link. Und ich bin ziemlich enttäuscht.

Spannung fand ich beim Hören nicht vor, sondern eher eine konstruierte Geschichte zwischen einem geldhungrigen Weltumsegler, einer schuldbeladenen Ehefrau und einem Pädophilen, der recht spät, überraschend und vor allem überhaupt nicht überzeugend ins Spiel kommt. Nichts an dieser Geschichte "passt" wirklich zusammen, die verschiedenen Stränge fügen sich nicht ineinander, so entsteht der Eindruck von Stückwerk. Ich empfand es eher mühsam, die CDs zu Ende zu hören.

Inhaltlich erklärt sich mir Vieles nicht. Es gibt zudem immer mal wieder "Ausflüge" in die Erfahrungs- und Gefühlswelten beteiligter Personen, die man aber nicht als eigenständige Handlungsstränge beschreiben kann. Vielversprechende Handlungsstränge verlaufen dagegen mehr oder weniger ins Leere.

Echt schade. Empfehlen kann ich das Buch leider nicht.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend, 7. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Buch ist Charlotte Link ein psychologisches Meisterwerk geglückt. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Selten habe ich ein Buch gelesen, das in sich so stimmig ist. Es vereint alles, was eine erstklassige Lektüre ausmacht: Spannung, eine raffiniert konstruierte Geschichte mit unerwarteten Wendungen, glaubwürdige Figuren, stilistische Sicherheit und ein Motiv, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Werk zieht.

Abgesehen von den Kindern ist keine der dargestellten Personen frei von Schuld, und gerade das macht sie für mich so faszinierend und lebensecht. Da ist zum Beispiel die überforderte junge Mutter, die ihre ungewollte Tochter am vollen Strand vierzig Minuten lang unbeaufsichtigt lässt, mit einer fatalen Folge. Der angebliche Schriftsteller Nathan Moor nickt am Steuer seines Schiffes für wenige Minuten ein und erleidet nicht zuletzt deshalb Schiffbruch. Die Protagonistin Virginia begräbt sich auf dem Anwesen ihres Mannes sozusagen selber bei lebendigem Leibe, als Sühne für ein Ereignis, das ihr Gewissen belastet. Ihr Ehemann bemerkt ihre Depression zwar, lässt sich aber aus Bequemlichkeit mit ihrer Antwort, alles sei in Ordnung, abspeisen. Als ein Kindesmörder sein Unwesen treibt, können die Lebenslügen nicht mehr länger aufrechterhalten werden. Was danach folgt, fand ich so spannend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, bis ich den Schluss gelesen hatte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hineingesogen bis zur letzten Seite, 9. März 2007
Von 
B. Schulze (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Echo der Schuld (Gebundene Ausgabe)
Charlotte Link hat einen tollen Stil bei der Entwicklung ihrer Charaktere. Da gibt es kein Schwarz/Weiß und kein Gut/Böse. Jede Person hat ihr Päckchen zu tragen und ihren inneren Kampf zu bestehen, jede Buchseite treibt die Geschichte und die Spannung weiter voran.

Wie in ihren anderen Büchern und Kurzgeschichten schafft es Charlotte, eine Identifikationsfigur zu schaffen, die nicht ausschließlich Gut ist, sondern durchaus ihre dunklen, unangenehmen Seiten hat und einen dennoch in den Bann zieht. Von der eigenen nie auf sich genommenen Schuld in ein depressives Dasein gedrängt, bricht Virginia aus ihrem vermeintlich unglücklichen leben aus und merkt fast zu spät, das nicht ihr Leben, sondern sie selber und ihre Vergangenheit die Quelle ihrer Depression ist.

Als sich dann ein Kindermörder zunächst episodenhaft in der Ferne, dann in immer kleiner werdenden Kreisen dem leben von Virginias Familie annähert, bekommt das Buch rasend Fahrt und fesselt bis zur letzten Seite. Trotz ihrer bisher tollen Bücher war ich oft enttäuscht vom Finale bei Charlotte Link. Doch im Echo der Schuld schließt für mich genauso excellent ab, wie das ganze Buch geschrieben ist.

Viel Spaß beim Selberlesen!
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Das Echo der Schuld: Roman
Das Echo der Schuld: Roman von Charlotte Link (Taschenbuch - 28. Januar 2009)
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