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Das Meer in Gold und Grau
Format: TaschenbuchÄndern
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2011
Obwohl in der Person von Katia Werner eine junge Frau als Protagonistin die Geschichte trägt, ist das neue Buch von Veronika Peters kein einfacher oder typischer 'Frauenroman'. Über die Person der Katia hinaus transportiert die Autorin poetisch, in hervorragender Sprache und emotionaler Intensität jene Grundfrage, die das Leben durchaus an verschiedenen Zeitpunkten wohl jedem stellt. Wie wäre das, ginge das, sich fast 'neu' zu erfinden, dem Leben eine ganz andere Richtung, eine neue innere Dynamik zu geben?

Dieser Frage und den damit einhergehenden Emotionen entspricht auch der klug gewählte Titel des Buches. Mal golden verheißungsvoll, mal grau ernüchternd und deprimierend zeigt sich das Meer, jenes Symbol der Sehnsucht des Menschen nach Weite und neuen Ufern.

Ein Aufbruch, den Katia Werner im Buch nicht freiwillig auf sich nimmt. Nach dem ersten gelebten Angang ins Leben (30 wird sie demnächst), steht sie vor einem Scherbenhaufen. Job Weg, Wohnung gekündigt, an ihrem angestammten Ort ist kein Platz mehr für sie, scheint es. Aber da gibt es ja noch die (noch unbekannte) Tante. Chefin des 'Hotel Palau' an der Ostsee. Die bisher 'nur eine Geschichte aus dem Mund meines angetrunkenen Vaters gewesen war'. Aber in dieser Notlage nun macht sich Katia auf zum Hotel 'Palau' für eine kurze 'Auszeit' und trifft auf ihre 73jährige Tante.
Eine, die 'eine Spur hinterlassen hat, von der ich gerne einen Gipsabdruck hätte'. Aus der geplanten 'Wochenendauszeit' Katias werden Wochen und Monate. Eine Zeit, in der Veronika Peters langsam, aber stetig ihre Protagonistin sich entwickeln lässt, an Rückschlägen reifen lässt, aus einem unsicheren und innerlich gebeutelten Menschen Kraft erwachsen lässt. Und wie immer auch im wirklichen Leben: Nur mit Reden und Grübeln tut es das nicht, es braucht auch den Mut, sich dem Leben zu stellen und wirkliche Erfahrungen zu machen (auch wenn diese Enttäuschungen hier und da bereit halten werden).

Eine Zeit für Katia beginnt, die nicht einfach für die junge Frau ist. Anders lebt es sich in diesem ruhigen Ort, anders regelt die alte Tante ihr Leben, anders betrachtet sie das Leben, als es Katia in ihrer Leidenschaftlichkeit tun kann.

'Alles in einen Topf zu werfen und durcheinander zu bringen ist vielleicht das Vorrecht der Jugend', sagt die Tante, 'aber glaub mir: So erhält mein kein Menü und niemand wird satt'.
Ein langer Weg für Katia, bis Erkenntnisse in ihr reifen und sie lernt, ihr eigenes Leben durch die Lebensart und bodenständige Weisheit der Tante mit anderen Augen zu betrachten. Ein Weg, der durch Tod, Trauer und Feuer führt, an dessen Ende aber 'mehr bleiben wird als ein Haufen Erinnerungen, viel mehr als Zorn und Traurigkeit'.

Denn ja, man kann durchaus neu anfangen. Aber dies bedeutet auch, innerlich sich zu bewegen. Erst knirschend, dann durchaus aber auch mit Erfolg. Das gilt übrigens nicht nur für Menschen um die 30, auch wenn viele Anfragen, Haltungen und Weltsichten im Buch eher dieser Altersgruppe zugerechnet werden.

Eine wunderschönes, poetisch-leicht erzählte Geschichte, die es an emotionaler Tiefe nicht missen lässt und mit sorgfältig gezeichneten Figuren es dem Leser leicht macht, in die Welt des Hotel 'Palau' und die Entwicklung der Protagonisten mit einzutauchen. Am Meer.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2011
Was mich an diesem Buch zuerst angesprochen hat, war der Titel: malerisch, atmosphärisch und poetisch.
Dass das Buch dann tatsächlich an der Ostsee spielt, war natürlich ein extra Grund es zu lesen, bin ich selber doch gegenüber (also an der Nordsee) groß geworden. Die Autorin Veronika Peters hat es geschafft, die Ostseelandschaft wirklich überzeugend und eindrucksvoll zu beschreiben. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, zusammen mit den alten Leuten im Strandhotel Palau zu sitzen und nach draußen auf das windige Meer zu sehen.

Von der Handlung mutete das Buch zunächst als nette Wochenendlektüre an. Ich hatte es schon als eine Mischung aus 'Klaras Haus' und 'Steine und Rosen' (von Sabine Kornbichler) bezeichnet. Beides übrigens Bücher, die ich sehr gerne gelesen habe. Lange Zeit hielt sich dieser Eindruck: ein Buch, was unterhält, aber nicht unbedingt eine Botschaft hinterlässt. Solche Bücher muss es ja auch geben.

Insbesondere den Mittelteil, der das eifrige Treiben im Hotel zur Sommerzeit, das Miteinanderleben der 'Hotelmannschaft' und die liebenswerten Launen von Tante Ruth beschreibt, habe ich gerne gelesen.
Ein bisschen anstrengend fand ich, dass man als Leser sehr viel früher als die Ich-Erzählerin Katia ahnt, welchen Wendepunkt die Geschichte irgendwann nehmen wird. Auch ihre vielen Zeit- und Gedankensprünge habe ich eher ungern gelesen.

Doch dann auf den letzten Seiten offenbarte sich noch einmal eine ganz andere Seite des Buches: eine viel ernsthaftere, als man zunächst vermuten würde. Doch soll an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten werden.

Insgesamt ist 'Das Meer in Gold und Grau' ein Buch, das lange Zeit den Anschein macht 'nur' nett zu sein. Letztendlich zeigt es dann einen unerwarteten Tiefgang.
Wer einen Sinn für sehr eigene, nicht immer sympathische Charaktere hat und sich von einigen etwas verwirrenden Gedankensprüngen nicht abhalten lässt, könnte Gefallen an dieser Geschichte finden. Ich vergebe 3 bis 4 von 5 Sternen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. September 2011
Nachdem ich Veronika Peters Buch über ihr Klosterleben wegen seiner Nachdenklichkeit und seines feinen Humors sehr gemocht hatte, machte ich trotzdem gewissermaßen einen Bogen um ihr Nachfolgebuch (An Paris..."), weil ich keine Lust auf die Mutter-Tochter-Thematik hatte. Jetzt bin ich bei ihrem neuen Buch wieder eingestiegen und bin ziemlich überrascht, im positiven Sinne. Es ist natürlich ganz anders als das Klosterbuch, weil ein durch und durch fiktiver Roman. Die Sprache ist sehr präzise, oft wie geschliffen, nur der feine Humor ist derselbe. Es wird die Geschichte der 29-jährigen Katia erzählt, die nach diversen Rückschlägen an die Ostsee flüchtet zu ihrer alten Tante, die sie aber vorher noch nie kennengelernt hat. Dort führen die Tante und eine Freundin ein Hotel. Die alten Damen, das Hotel, dessen Ausstattung und überhaupt die ganze Besetzung sind skurril und in all diesen Skurrilitäten hinreißend beschrieben. Man darf hier natürlich nicht zu viel vorwegnehmen, aber wohl doch so viel sagen, dass sowohl Tante als auch Nichte (als auch deren Vater) durch diese Begegnung, die sich zu einem längeren Zusammenleben auswächst, angeregt werden, einiges neu zu sehen und zu gewichten. Ulkigerweise - die Autorin konnte das beim Schreiben ja wohl kaum ahnen - auch ein Roman passend zu diesem Sommer, der nahtlos in den Herbst übergeht... minimal melancholisch, manchmal etwas stürmisch, und das Meer eben nicht in Azurblau, sondern in Gold und Grau.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Kati, auf der Suche nach einem Sinn im Leben, nachdem sie eine Affäre hatte und dadurch ihren Job verlor. Eine Tante, unbekannt, nur aus Erzählungen hat Katia von ihr gehört. Sie besitzt ein kleines Paradies. Das zumindest lässt der Name ihres Hotels an der Ostsee vermuten – „ Palau“. Was wird Katia dort erwarten? Wird sie überhaupt willkommen geheißen?

Das Buch ist kein Buch zum Weglesen. Es ist ein Buch zum Genießen und Eintauchen in diese Geschichte. Ein Buch, das den Leser abtauchen lässt aus der Realität. Am besten liest man es am Strand, im Strandkorb mit dem Wind um die Nase, den Blick aufs Meer und das Gefühl, das gleich Katia einem Milchkaffee serviert. Unheimlich intensiv.
Das Buch ist eigentlich die Geschichte von Ruth. Ruth, die Tante von Katia, die ihre Nichte erst durch Zufall kennenlernt. Katia, die ein Ziel im Leben sucht. Die unbekannte Tante, das Annähern der beiden. Ein Leben in einem anderen Paradies, als das was sich der Leser bei dem Namen Palau vorstellt und das diesem doch auf ganz andere Weise nahekommt.
Die Bewohner, Mitarbeiter dieses kleinen, urigen Hotels an der Ostsee. Die Figuren, die einem als Leser so schnell ans Herz wachsen und wie reale Personen wirken. Mir gefiel diese Art der Erzählung. Das Ende des Buches klar vor Augen, da der Prolog es vorweg nimmt, aber gerade das macht die Geschichte aus. Die Entwicklung von Katia, die Geschichte von Ruth.
Ruth, die mit ihrer ruppigen, verschlossen Art die Geschichte beherrschte und dem Leser ans Herz wuchs. Die skurrile Mischung der Bewohner des Palau, wunderbar.
Das ist wie Kopf Kino in 3 D. Das Zuklappen des Buches, war nicht nur ein Abschied von den Personen, den Figuren und Orten, es war ein Abschied von liebgewonnenen Freunden. Ich hatte als Leser das Bedürfnis den Koffer zu packen und an die Ostsee ins „ Palau“ zu reisen. Kaffee im Strandkorb genießen, das Buch in der Hand mir von Ruth das Buchkarusell des Hotels erklären zu lassen, den Blick auf die Ostsee genießen.
Ein wunderbares Buch. Mit einem Hoffnungsschimmer am Ende. Das Palau und seine Bewohner gibt es nicht, aber das Buch zaubert sie immer wieder herbei.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. April 2014
Veronika Peters Buch "*Das Meer in Gold und Grau*" ist der Folgeband von "Die Liebe in Grenzen" und ist im Goldmann Verlag im Mai 2013 erschienen.

Inhalt:

Katja Werner, fast 30 Jahre alt, verliert ihren Job und ihre Wohnung. Der Grund ist eine Beziehung zu einem verheirateten Mann.
Sie steht vor dem Nichts. Wohin soll sie jetzt gehen?
Da erinnert sie sich an Ruth, die Halbschwester ihres Vaters, die an der Ostsee ein älteres Hotel betreibt.
Ein paar Tage will sie dort eine Auszeit nehmen und die unbekannte Tante kennen lernen. Doch daraus werden Monate, sie wird dort heimisch.
Die Bewohner des Hotels sind allesamt ältere Herrschaften mit besonderen Eigenheiten, aber Katia findet dort eine neue Aufgabe und eine Familie.

Meinung:

Dieses Buch hat mich tief bewegt und es war wunderschön zu lesen.

Veronika Peters Erzählstil ist fast schon poetisch zu nennen. So einfühlsam beschreibt sie das Miteinander einer jungen Frau mit älteren Menschen.
Die stille und unaufdringliche Erzählweise der Autorin hat mich sehr beeindruckt.
Veronika Peters schreibt in erzählenden Bildern.
Man spürt das Meer toben, die Sonne auf den Strand scheinen und das individuelle Hotel glaubt man zu kennen.

Hier finden Menschen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch finden sie zueinander und werden zu einer eingeschworenen Wohngemeinschaft, die sich gegenseitig akzeptiert.
In dieser Zeit reift Katia zu einer verantwortungsvollen Person heran und sie baut eine ganz besondere Beziehung zu ihrer oft aufbrausenden Tante auf.
Sie ist im Leben angekommen und begreift die wichtigen Dinge. Für ihre Tante ist sie bis zum Ende da.

Literarische Einschübe von den Bremer Stadtmusikannten und dem Gedicht "Insel von Palau" von Gottfried Benn geben dem Roman eine untermalende Note.

Fazit:

Es ist ein Buch der leisen Töne über das gemeinsame Profitieren von Jung und Alt. Eine Hommage an das Alter und die liebevolle Begleitung einer Sterbenden.
Dennoch ist es kein trauriges Buch, sondern es hält viele schöne Momente fest.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2014
Nachdem Katja Werner ihren Job verliert, nutzt sie die unfreiwillige Freizeit und macht sich endlich auf den Weg, die bis dahin unbekannte Tante zu besuchen. Kurz vor dem 30. Geburtstag, ohne Mann und Job, fühlt sich Katja etwas heimatlos und daher kommt es ihr gelegen, sich in die Fremde Welt der Tante zu flüchten. Diese führt gemeinsam mit einer Freundin an der Ostsee das kleine Hotel „Palau“. Als sich Katja als ihre Nichte herausstellt, bricht Tante Ruth alles andere als in Jubel aus, doch Katja kann natürlich bleiben. Nach und nach nähern sich Katja und ihre Tante an, aber auch die anderen Bewohner des Hotel Palau nehmen Katja mit der Zeit an und auf und vermögen durch ihre Einzgartigkeit Katjas Leben entscheidend zu verändern.

Mit „Das Meer in Gold und Grau“ hat Veronika Peters einen ganz einzigartigen Roman über das Leben geschrieben. Mal melancholisch, mal das Leben anpreisend, werden einem die Augen geöffnet für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Personen, wie das Leben sie schreibt, authentisch und lebensnah, entführen unweigerlich in die Geschichte und man weiß mit der Zeit alle Figuren mit all ihren Eigenarten zu schätzen. Poetisch verträumt kommt der Schreibstil daher, der zudem durch seine Wortgewalt überzeugen und mit Tiefe aufwarten kann. Durch die Bewältigung der Vergangenheit findet man oft zu sich selbst und nur das ist es, was letztlich im Leben zählt. Trotzdem wird auch der Rückhalt einer starken Familie oder Gemeinschaft auf eine einzigartige Weise dargestellt und man kommt nicht umhin sich zu wünschen, selbst mal im Hotel Palau ein paar entspannte Tage verbringen zu wollen.

Mal ruhig und poetisch, dann melancholisch, mal laut und dann nachdenklich. Und zwischendurch immer wieder Momente, die einen zum Schmunzeln und Lachen bringen. Einfach ein einzigartiger Roman über das Leben, der tief berührt und durch seine einzigartigen Charaktere überzeugt.
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am 16. Februar 2014
Die 29-jährige Katia Werner flüchtet nach einer komplizierten Affäre verbunden mit einer beruflichen Bruchlandung und Wohnungsverlust von Hamburg an die Ostsee zur Stiefschwester ihres Vaters, Ruth, die dort ein kleines Hotel namens Palau betreibt. Obwohl sie als Fremde dort auftaucht, hat Katia ihre Tante bisher noch nie kennengelernt, wird sie schnell von den Hotelbewohnern aufgenommen und schon bald ist dieser illustre Kreis für Katia wie eine neue Familie. Der Hauptteil der Hotelgäste sind gleichzeitig die Angestellten, die trotz ihres doch recht hohen Alters alles zusammenhalten und den Hotelbetrieb aufrechterhalten. Katia fühlt sich immer mehr wie zuhause und nicht wie eine Gestrandete auf der Suche nach dem nächsten Fettnäpfchen. Sie erliegt vielmehr dem eigenwilligen liebenswerten Charme der Bewohner und Besucher des Palau und lässt sich von ihnen führen und auch formen und reflektiert auf diesem Weg auch über sich selbst.
Veronika Peters Buch „Das Meer in Gold und Grau“ besticht durch einen wundervollen Schreibstil und eine hervorragende tiefgehende Erzählweise. Sie malt dem Leser mit Worten eine herrliche Kulisse und haucht ihren Protagonisten Leben ein. Man hat das Gefühl, als stände man neben ihnen und ist als stiller Beobachter bei allem mit dabei. Das Hotel allein ist schon ein Schmuckstück, die Lage, die Aussicht auf die See, die Strandkörbe, die als Zufluchtsort benutzt werden, wenn sie nicht von Gästen besetzt sind. Man möchte sofort die Koffer packen und eine Reise zum Hotel Palau antreten. Auch die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, jeder hat die so menschlichen Macken, Ecken und Kanten. Gerade deshalb wirken sie so real und authentisch. Katia ist laut, stur und eigensinnig, dabei zurückhaltend und misstrauisch. Ihre Halbtante Ruth ist ihr zum Verwechseln ähnlich. Vielleicht verstehen sich die beiden deshalb so gut ohne viele Worte, Katia sieht in Ruth, wie sie einmal sein könnte im Alter. Aber auch die anderen Protagonisten, sei es der Doc, Heinrich oder Lizzy, machen Eindruck auf Katia und bereichern ihr Leben.
Veronika Peters hat die wunderbare Gabe, Geschichten zu erzählen, die so normal sind, dass man sich darin unheimlich wohl und wie zuhause fühlt. Ein herrliches Buch über das Zusammenwachsen von Generationen, das Auffangen, das Verstehen, den Verlust und den Respekt voreinander. Die entstandenen Bilder im Kopf nach dem Lesegenuss gehen einem auch nach Tagen nicht aus dem Kopf. Eine absolute Empfehlung für ein besonderes Buch! Frau Peters, Chapeau!
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TOP 500 REZENSENTam 21. Mai 2012
"Das Meer in Gold und Grau", genauso sieht die Welt auch manchmal für uns Menschen aus, manchmal wunderschön, doch es kommen auch immer wieder trübe Tage, die durchgestanden sein wollen.

Die Protagonistin dieses Buches ist Katia, 29 Jahre alt. Sie musste früh erwachsen werden, da ihre Mutter früh verschwand und ihr Vater nicht der Mensch war, der einem Kind eine Richtung vorgeben konnte. Dementsprechend war ihre Jugend.Immer wieder eckte sie an,provozierte, wo die Möglichkeit gegeben wurde, wurde fast von der Schule geworfen und fühlte sich bei all dem eigentlich immer nur einsam.Nun hat sie im Alter von 29 Jahren ihre Wohnmöglichkeit und ihren Job verloren.Wo also hin?
Sie erinnert sich an eine Stiefschwester ihres Vaters, die an der Ostsee ein Hotel betreibt, vielleicht sollte sie versuchen, dort für einige Tage unterzukriechen? Aber aus den Tagen werden Wochen und Monate und Katia fühlt sich das erste Mal nach langer Zeit heimisch, trotzdem sie mit ihrer Ankunft im Hotel den Altersdurchschnitt der Angestellten um mindestens 10 Jahre hebt.Wunderbare Leute sind im Hotel Palau anzutreffen, alle etwas schrullig, aber einzigartig in ihrer Menschlichkeit.Katia macht sich nützlich und hat endlich die Möglichkeit so zu sein wie sie ist.

Wunderbar war dieses Buch, die Personen toll beschrieben, vor allem Katias Tante hat mir gut gefallen und ich habe häufig gedacht,bei der"Mannschaft" hättest du auch gern mitgemacht.Die Bewohner des Palau, so unterschiedlich sie auch sind,sie sind liebenswert und halten, wenn es drauf ankommt, auch zusammen. Vor allem Katia entdeckt Seiten an sich, die sie nicht für möglich gehalten hat und sie entwickelt eine wunderbare, sehr intensive Beziehung zu ihrer Tante, die so schroff und so rau ist ,wie das Wetter an der See.
Auf sehr humorvolle, aber auch warmherzige Art und Weise erzählt Veronika Peters ihr Buch und ich habe mich oft dabei ertappt zu schauen, wie viele Seiten denn noch vor mir liegen, um dann etwas langsamer zu lesen, damit ich die Geschichte noch etwas länger genießen konnte.

Ein wunderbares Buch, das ich sicherlich noch einmal lesen werde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2011
auch von mir 5 Sterne für diesen Roman. Schöne Geschichte, wunderbare Charaktere vom Zimmermädchen bis hin zur Grand Dame, nicht zuviele Figuren (genau das richtige Maß). Wenn man das Buch aufschlägt möchte man rufen:"Hallo! Da bin ich wieder!" Und wer gern an der Ostsee verweilt und das Treiben dort kennt, wird irgendwie ein wenig an seinen letzten Ostseeurlaub erinnert.....
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TOP 1000 REZENSENTam 5. März 2014
Katia Werner ist noch keine Dreißig und scheint schon am Ende: Kein Job, keine Bleibe, keine Perspektive. Da erinnert sie sich an eine Halbschwester ihres Vaters, die an der Ostsee ein Hotel mit dem wunderlichen Namen "Strandhotel Palau" betreibt, und beschließt, dort für ein paar Tage unterzukriechen.

Das Palau und die Tante entpuppen sich als ganz anders als erwartet, und aus den Tagen werden Monate. Diese Monate bewirken bei Katia eine Neuorientierung und innere Veränderung. Maßgeblich verantwortlich dafür ist die alles andere als tantenhafte Ruth. Ruth ist zupackend, unsentimental, aufbrausend, oft schmerzhaft direkt. Katia, die grundsätzlich Widerspenstige, erfährt eine allmähliche Zähmung. Sie gibt, weil plötzlich überflüssig, ihren Antagonismus auf, lernt, sich anzupassen, weil sie sich dafür nicht verbiegen muss, findet ihren Platz und hat zum ersten Mal in ihrem Leben das schöne Gefühl, gebraucht zu werden. Und da gibt es noch Frank, den - O-Ton Katia - "abgehalfterten Pseudo-Charmeur"...

Buch und Hotel quellen über vor originellem Personal - vom resoluten polnischen Putzfrauen-Duo mit Berufsehre bis hin zum professoralen Dauergast, der Hotelgäste und Leserin mit profundem Wissen über Flora und Fauna der Ostsee versorgt.

Aber nicht nur die Figuren sind wunderbar gezeichnet, auch das Setting ist ideenreich und stimmig. Der verschlafene Ort; das Palau mit seinem künstlerischen Interieur und altmodischen Anspruch; der Garten mit dem Strandkorbcafé; der Blick auf die gar nicht so harmlose Ostsee... man möchte sofort die Koffer packen und sich auf unbeschränkte Zeit im Palau einmieten.

Dabei gleitet das Ganze niemals in romantische Untiefen ab, denn es geht nicht nur um den richtigen Weg ins Leben, sondern auch um den rechten Weg hinaus. Kann ein Miteinander von Jung und Alt funktionieren? Wie will ich im Alter leben? Wie sieht ein würdevolles Sterben aus? Ganz nebenbei wird auch noch das aktuelle Thema Arbeitsmigration gestreift. Es ist beeindruckend, wie die Autorin hier mit leichter Hand große existenzielle Themen so aufarbeitet, dass es ein Vergnügen ist, ihr zu folgen.

Dazu liest sich Peters' klare, manchmal fast lyrische Sprache wie von selbst. Der Titel mit seinem Zweiklang von Gold und Grau spiegelt perfekt die heiter-melancholische Stimmung des Romans - ein sehr schönes, leises Buch, das man mit einem Lächeln aus der Hand legt.
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