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151 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wachen graben tiefer!
Der Wache um Kommandeur Mumm stehen turbulente Tage bevor. Es nähert sich der Jahrestag von Koomtal, der berühmten Schlacht zwischen Zwergen und Trollen. Damals, vor über tausend Jahren zu Zeiten des B'hrian Blutaxt, sind die Zwerge in einen Hinterhalt der Trolle geraten. Oder war es umgekehrt? Niemand weiß es mehr genau und die beteiligten Gruppen...
Veröffentlicht am 29. Mai 2006 von Rubby

versus
26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klasse Geschichte, maue deutsche Version
Die Geschichte selber reiht sich hervorragend in die Wächterromane ein und wieder hat Sam Mumm eine MEnge harte Nüsse zu knacken, bevor er den Fall gelöst hat.

Terry Pratchett schreibt hier wieder einen Roman mit etwas ernsterem Hintergrund wie schon in "Nachtwache", wobei diesmal weltanschlauliche Verbohrtheit und dauernde Rivalität...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2006 von Eckhard Baumann


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151 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wachen graben tiefer!, 29. Mai 2006
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Wache um Kommandeur Mumm stehen turbulente Tage bevor. Es nähert sich der Jahrestag von Koomtal, der berühmten Schlacht zwischen Zwergen und Trollen. Damals, vor über tausend Jahren zu Zeiten des B'hrian Blutaxt, sind die Zwerge in einen Hinterhalt der Trolle geraten. Oder war es umgekehrt? Niemand weiß es mehr genau und die beteiligten Gruppen legen die Geschichte selbstverständlich zu ihrem Vorteil aus. In Ankh-Morpork lassen Extremistenführer der Zwerge alte Werte wieder aufleben (leider auch verbunden mit alten Urteilen und Ansichten) und scharen ihre fehlgeleiteten Schäfchen um sich. Der alte Hass zwischen Zwerg und Troll wird wieder geschürt. Umso schlimmer ist es, dass in einer Zwergenmine unter Ankh-Morpork ein erschlagener Zwerg gefunden wird: Die Stimme der Extrembewegung, der 'Grag', tot neben einer Trollkeule! Ein Horrorszenario bildet sich vor Mumms Augen, zumal schon in der multikulturellen Gruppe der Wache deutlich Antipathien zu spüren sind. Es gilt nicht nur einen Mord aufzuklären, sondern auch einen Krieg zu verhindern. Obwohl er bei der Spurensuche stark behindert wird und er zudem noch einen sensiblen Spagat zwischen den Kulturen machen muß, findet er eine Fährte und beginnt in einem Sumpf zu graben, dessen Dimensionen er erst im Verlauf der Ermittlungen wirklich zu überschauen scheint. Je tiefer er gräbt, desto gefährlicher wird es. Denn es geht um mehr als nur um einen Mord und eine alte Fehde. Um weit mehr! Um Fundamentales! Das alles hindert ihn allerdings nicht daran, pünktlich um sechs nach Hause zu kommen und seinem Sohn "Wo ist meine Kuh?" vorzulesen. Denn für Sam jr. würde er alles tun... sogar töten!

Fans der Wache werden dieses Buch lieben (andere Scheibenweltleser bestimmt auch). Es geht nicht nur um die Hauptperson Samuel Mumm, sondern die gesamte Wache wird stark in die Geschichte mit eingebunden. Und nicht nur das: Dieser Roman ist fast so etwas wie eine eigenständige Fortsetzung alter Wachen-Romane. Er strotzt nur so von Querverweisen zu vorangegangenen Romanen. Diese werden wunderbar in Nebensätzen eingebunden. Während des Lesens habe ich mich oft zurückgelehnt und mich an "Wachen! Wachen!", "Fliegende Fetzen", "Der fünfte Elefant", "Die volle Wahrheit" und "Die Nachtwächter" erinnert. So z.B. als Sybil, Sams Frau, ihn darauf anspricht, ob er sich überhaupt noch an ihren letzten Urlaub erinnern kann antwortet er, dass er das selbstverständlich kann! Immerhin wäre er damals fast von einem Werwolf verspeist worden! (siehe "Der fünfte Elefant"). Sogar eine Parallele zu "Ein Hut voller Sterne" ist vorhanden, obwohl dieses kein Roman der eigentlichen Scheibenwelt-Reihe ist.

Für Neuleser wird es dadurch allerdings verwirrend. Es ist zwar eine eigenständige Geschichte, die ich auch neuen Interessenten empfehlen möchte, aber bei einigen Nebenpassagen könnte diesen der Zusammenhang fehlen. Neulesern sei daher die Empfehlung gegeben, mit den alten Romanen zu beginnen und sich dann in der Geschichte vorzuarbeiten. Es lohnt sich!

Der Roman erhält von mir die volle Punktzahl!

Als "Ab die Post" erschien, war ich zwar sehr angetan von der Geschichte, aber mir fiel auf, dass die alten Charaktere immer stärker verschwammen und auf Nebenschauplätze verbannt wurden. Das war damals meine Kritik und so setzte ich meine Hoffnung auf "Klonk!". Sie wurde nicht enttäuscht und ich Danke Terry Pratchett dafür! Die Wache hat in meinen Augen hier ihr Revival! Obwohl der Roman sehr ernst ist und von der Stimmung leicht an "Die Nachtwächter" anknüpft, findet man sehr viel Humor, manchmal sogar von der etwas unbeschwerteren Art der ersten Wachen-Romane.

Daher: Fünf Sterne!
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht der beste, aber gutes oberes Drittel, 28. August 2006
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Jahrestag der legendären Schlacht zwischen Zwergen und Trollen im Koomtal nähert sich, und in Ankh-Morpork wird es unruhig, als ein "Tiefener", eine Art orthodoxer Oberzwerg, ermordet wird - offenbar von einem Troll. Auseinandersetzungen scheinen unvermeidlich, vielleicht sogar eine Neuauflage des Kriegs zwischen Zwergen und Trollen, dessen Sieg beide Seiten für sich beanspruchen. Aber da ist ja auch noch Samuel Mumm, der Kommandeur der Nachtwache…

In "Klonk!" thematisiert Pratchett religiösen Fundamentalismus, Verblendung und Rassismus. Ganz nebenbei bekommt der Mysterienwahn rund um die Dan-Brown-Bücher eins auf den Deckel. Und in einem ganz wunderbaren Nebenstrang wird das Problem überirdisch schöner Frauen diskutiert, die von sich glauben, häßlich zu sein, weil sich einfach kein Mann traut, sie anzusprechen.

"Klonk!" beginnt ein bißchen zäh und erinnert vor allem anfangs an den einen oder anderen neueren "Nachtwachen"-Scheibenwelt-Roman, gewinnt dann aber glücklicherweise an Fahrt und Tiefe. Es gibt einige Selbstzitate, vor allem aber ein paar wirklich herzige Nebenfiguren, etwa die Vampirfrau Sally, die unbedingt zur Nachtwache möchte, oder die engelhafte Stangentänzerin Betty, die sich ausgerechnet in Korporal Nobbs verliebt. Nicht zu vergessen Mumms vierzehn Monate alter Sohn, der, koste es, was es wolle, um sechs die Gutenachtgeschichte 'Wo ist meine Kuh?' vorgelesen bekommen muß.

Keiner der allerbesten Scheibenwelt-Romane, aber ein rundes, vergnügliches Buch, das man immerhin im oberen Drittel der Reihe einsortieren kann.
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Und? Hast Du das Herz auf dem Rechten Fleck?", 30. November 2006
"Ein Vampir in der Wache!" Das ist zwar durchaus nicht das Hauptthema dieses neuen Mumm-Romans aber für Kenner des unwilligen Dux von Ankh gehen hier Alarmglocken an.

Das primäre Thema ist der Jahrestag der Schlacht im Koomtal (Wo die Zwerge Trollen auflauerten. Und die Trolle den Zwergen), die Verbohrtheit konservativer Quasi-Theokratien (und damit mehr oder weniger subtil eine Kritik an der religiösen Rechten, wie sie bis vor kurzem die USA kontrollierte), seit Urzeiten traditionell verfeindete Völker und wie diese sich aneinander annähern. Zwischen diesen politischen Kräften stehen einmal mehr der zynische Kommandeur Samuel Mumm der Stadtwache von Ankh-Morpork und seine bunte Truppe guter Polizisten. Neben der Politik muß Sam sich als guter, liebender Vater erweisen, der seinem kleinen Sohn täglich aus dem hübschen Bilderbuch "Wo ist meine Kuh?" vorzulesen hat.

Hinter der heiteren Fassade, die Terry Pratchett uns hier routiniert - und wie ich finde durchaus mal wieder erfolgreich - präsentiert, brodelt einmal mehr der kulturelle und politische Hexenkessel der Millionenmetropole auf der Sto-Ebene. Auslöser der Probleme ist der Mord an einem bedeutenden "Tiefen Zwerg". Neben ihm wird eine Keule gefunden - eindeutiger Beweis dafür, daß der Mörder ein Troll sein muß. Aufgeheizt durch den Jahrestag der Schlacht von Koomtal steht die Große Wahoonee ein weiteres mal in ihrer Geschichte kurz vor der Explosion und allein dem guten Mumm (nicht das schärfste Messer im Schrank aber trotzdem ganz nützlich) obliegt es, die Hintergründe aufzuklären.

Wir haben es hier mit einem weiteren außergewöhnlichen Wache-Roman zutun. Es sind speziell die Geschichten um Sam Mumm und Esme Wetterwachs, die mir besonders gut gefallen, weil sich an ihnen ein deutlicher Entwicklungsprozeß erkennen läßt. Wie schon in verschiedenen Rezensionen bemerkt, reifen die Scheibenwelt, ihre Figuren und ihr Autor zusehends und so wird den Erzählungen und Geschichten größere Tiefe und Bedeutung verliehen, wie es seinerzeit erstmalig bei "Small Gods" aufgetreten ist - leider sehr zum Unmut mancher traditioneller Fans, die die alten manchmal zotigen, manchmal kalauernden Romane vermissen. Ich persönlich begrüße diese Entwicklung sehr denn sie beweist, daß Terry inzwischen nicht nur unterhalten will, sondern auch ein Sendungsbewußtsein hat, Botschaften vermitteln und zum Grübeln anregen möchte. "Der Zeitdieb", "Die Nachtwächter", "Weiberregiment" und "Ab die Post" (Ja, die deutschen Titel sind und bleiben ein unwürdiger Horror), die Vorgänger des Romanes "Klonk!" (was übrigens der Name eines Strategiespiels ist, wo Trolle gegen Zwerge in die Schlacht geschickt werden. "THUD!" im Orginal - endlich mal eine unalberne Übersetzung) stehen auch bereits in dieser kritischeren Tradition und verleihen der nach wie vor sehr unterhaltsamen und lustigen Scheibenwelt neues Gewicht und stärkere Bedeutung, Diese kommt ihr defintiv zugute.

Der Preis dafür ist zum einen, daß sich immer mal wieder ein geprellter Ur-Fan abwendet, zum anderen sinkt die Veröffentlichungsfrequenz der Romane (was aber durchaus eine Vorraussetzung für höhere Qualität ist) und die Geschichten bieten weniger der bekannten und beliebten Running-Gags. So taucht zum Beispiel Tod immer seltener auf, TMSIDR-Schnapper lauert weniger häufig in Menschenmassen und versucht einem Würstchen anzudrehen, es ist seltener Foul old Rons "Mistundverflucht!" zu hören... dafür gewinnen die Charaktere an Persönlichkeit und Substanz und die Geschichten versuchen allgemein intensiver, etwas zu vermitteln. Dadurch werden die Romane zu ernstzunehmenden Stücken unterhaltsamer Literatur, über die man eben NICHT mehr einfach so hinweglesen und dabei auflachen kann, sondern, die einen noch mehr als vorher eher zum Schmunzeln und Grübeln anleiten.

Die vorgenannten Romane von der Scheibenwelt gehören mE zu dem besten, was jemals im Genre veröffentlicht wurde und ich würde diesen hier als bisherige Krönung der Reihe einschlägig jedem empfehlen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen »Wo ist meine Kuh?«, 14. Juli 2007
Von 
kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Kommandeur Mumm muss einen rätselhaften Mordfall aufklären, denn in Ankh-Morpork wird ein hochgestellter Zwerg getötet. Wie praktisch, dass man neben seiner Leiche eine Trollkeule findet. Eine uralte Völkerfeindschaft droht ausser Kontrolle zu geraten und in einen Krieg zu münden. Trolle gegen Zwerge und Zwerge gegen Trolle, so war es schon immer... oder?
Sam Mumm ermittelt, doch er muss sich beeilen, denn die Zeit wird knapp, zumal weitere tote Zwerge gefunden werden. Seine Nachforschungen führen den Kommandeur immer tiefer in die Welt der Zwerge und Trolle, die ihre eigenen Regeln und Gesetze haben.
Während Mumm ermittelt, versuchen Fanatiker auf beiden Seiten einen Krieg anzuzetteln, indem sie ihre Leute anstacheln und mit Hassparolen aufwiegeln. Mumm gerät ordentlich zwischen die Fronten und hat alle Hände voll zu tun, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Aber ganz egal wo er ist und, wie tief er gerade in einer Mine steckt, ob er eben ermordet werden sollte oder wichtige Zeugen befragt werden müssen: an jedem Abend, Punkt sechs Uhr, muss er zu Hause sein, um seinem Sohn, dem kleinen Sam Mumm, eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen: »Wo ist meine Kuh?«. Dazu muss auch schon einmal die Hauptverkehrsader von Ankh-Morpork gesperrt, und eine Kutsche gekapert werden, damit der Kommandeur es pünktlich ins kuschelweiche Kinderzimmer schafft, um den Sohn mit verstellter Stimme und vielen Tier Geräuschen in den Schlaf zu lesen.

Um es vorweg zu sagen: das ist eine der besten Geschichten, die ich seit langem gelesen habe und ein Paradebeispiel, wie sog. Rassenhass entsteht und Fanatiker geboren werden. Oder um es mit den Worten des Autors zu sagen:
"...denn der Feind ist nicht der Troll und auch nicht der Zwerg, sondern das Rachsüchtige, Bösartige und Feige, die Träger des Hasses, die Schlimmes tun und es gut nennen..."
Die Geschichte ist hochkomplex, mit einem scharfsinnigen Humor, sehr liebevoll geschrieben und einer auffallenden Wachsamkeit für die kleinen Dinge gepaart mit einer tiefen Weisheit.

Es gibt Bücher, für die braucht man eine extra Kategorie. Das hier ist so eins. 5 Sterne kommen mir sehr mickrig vor, aber leider stehen mir nicht mehr zur Verfügung. Mal lag ich unter dem Tisch vor Lachen, mal blieb mir das Lachen im Hals stecken, denn die Geschichte ist so vielschichtig wie komplex. Messerscharfer Humor löst tiefen Ernst ab und führt den Leser sukzessive in eine verschlungene Welt, in der die Dunkelheit viele Namen hat. Ein absolut heraussagendes Buch.

Um die Hintergründe der Personen und damit die Kontexte besser verstehen zu können, wäre es hilfreich 'Helle Barden' gelesen haben. Das ist aber kein Muss, denn die Geschichte ist in sich geschlossen.
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thud! / Klonk!, 25. August 2006
Nachdem der objektive Teil (i.e. Inhalt) bereits ausgiebig abgehandelt wurde, bleibt nur noch, ein paar eher subjektive Worte über dieses Buch zu verlieren, und meine persönlichen Eindrücke in Worte zu fassen.

Nach Going Postal war ich zunächst etwas skeptisch, ob Mr. Pratchett nicht allmählich den Punkt erreicht hat, an dem ihm die Ideen ausgehen. Oder sagen wir besser: die Fähigkeit, seine Ideen zu einer atmosphärisch dichten und guten Story mit lebendigen Charakteren zu verknüpfen abhanden gekommen ist.

Generell bin ich rein subjektiv einfach ein Fan der Wachenbücher. Das hat sicher damit zu tun, dass Pratchett in seinen neueren Büchern erfolgreich seinen Schreibstil an das Setting anpasst, und ich den Suspense-Stil einfach mag.

Klonk ist somit eine gelungene Mischung aus den bewährten Elementen der Wachenbücher (Who-Done-It-Krimi, Action, Millieustudie, Politik/Verschwörung etc.) und seiner neu entdeckten Lust an beinahe lovecraft'schem Grusel, wie wir ihn zuletzt bei Maurice und Ein Hut voller Sterne oder auch Going Postal erleben durften.

Daneben kommt diesmal auch die gute alte Fantasy-Welt nicht zu kurz, was wohl einige an den letzten Wachenbüchern etwas abgeschreckt hat. Dazu wird insbesondere, wie schon in Der Fünfte Elefant, die Geschichte und Mythologie der Zwerge (und dieses mal auch der Trolle) etwas näher unter die Lupe genommen, die in dem grandiosen und überraschenden Finale eine interessante neue Wendung bekommt.

Die Story ist sehr atmosphärisch in Szene gesetzt und flott erzählt. Auch die Action kommt, wie von den Wachenbüchern gewohnt, nicht zu kurz. Es gibt die üblichen Nebenschauplätze und Auftritte der bekannten und ein paar neuer Nebencharaktere; getragen wird der Plot dieses mal jedoch beinahe ausschließlich von Kommandeur Mumm, der in Klonk! eine weitere und glaubhafte Entwicklung durchmacht, ist er doch jetzt stolzer Vater eines prächtigen Jungen.

Insbesondere dieser Teil fügt meinem persönlichen Lieblingscharakter eine weitere reizvolle Facette hinzu. Der Zyniker und verhinderte Gutmensch Mumm, darf endlich mal echte Gefühle zeigen (Seine Beziehung zu seiner Frau ist ja eher von britisch reservierter Etikette geprägt), mit allen positiven wie negativen Nebeneffekten.

Der Einsatz von komischen und absurden Elementen erfolgt sehr gezielt und unterstützt die Story. Damit setzt sich der Trend, der sich durch Pratchetts gesamtes Werk zu ziehen scheint, kontinuierlich fort. Subtile Situationskomik und vor allem Wortwitz und Dialoge haben die Slapstick-Einlagen der früheren Bücher fast vollständig abgelöst.

Aber keine Sorge: Die Laurel & Hardy der Scheibenwelt (aka Nobby und Colon) haben selbstverständlich einen ihrer legendären Auftritte als Comic Relief in gewohnter Art und Weise.

Parodistische Elemente, die früher ein ganzes Buch tragen mussten, sind in Klonk! auch eher selten und weniger offensichtlich, auch wenn man sich des Gefühls nicht erwehren kann, dass einige Seitenhiebe in Richtung von Autoren wie Dan Brown und Konsorten gehen.

Insgesamt kann man dieses Buch allen Freunden der Wachen-Bücher nur wärmstens empfehlen. Wer Fliegende Fetzen, Der Fünfte Elefant und Die Nachtwächter mochte, wird dieses Buch lieben. Es reiht sich neben The Truth und Soul Music in die Top 3 meiner absoluten Lieblings-Pratchetts ein.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiter auf höchstem Niveau, 23. September 2006
Terry Pratchett hält sein hohes Niveau und das nun schon seit vielen Jahren.
Mit „Klonk“ kehren wir wieder einmal zu der Wache von Ankh-Morpork zurück und treffen wieder auf alte Bekannte wie Karotte, Angua, Nobby, Colon usw.
Auch neue Charaktere kommen wieder hinzu wie Sally die Vampirin und A.E. Pessimal der Buchprüfer.
Pratchett schafft etwas mit seinen Scheibenwelt Romanen dass nur ganz wenige Autoren zustande bringen.
Die Charaktere der Figuren entwickeln sich weiter, behalten aber ihre Grundcharaktere bei und wirken daher so lebendig.
Ein schwieriger Spagat, der Pratchett aber scheinbar mühelos gelingt.
Wie immer in seinen Roman nimmt Pratchett die Rundwelt kräftig unter die Lupe und spart nicht mit versteckter Kritik und humorvollen Anspielungen auf Politik, Gesellschaft und dieses Mal auch auf einen völlig überschätzten Kollegen seiner Zunft.
Ein kleiner Sakrileg, den sich Pratchett hier erlaubt.
Durchaus ernste Themen werden mit viel Ironie behandelt und dem Leser wird oft erst beim „zweiten Blick“ der Zusammenhang der Dinge bewusst.
Das aus dem Englischen nichts, oder nur sehr wenig verloren geht, ist wieder einmal dem begnadeten Übersetzter Andreas Brandhorst zu verdanken.
Alles in allem ein vergnügliches aber auch nachdenkliches Abenteuer mit Sam Mumm in einer Welt die zu der unseren so unterschiedlich ist und ihr seltsamerweise doch so gleicht.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön gelesen, aber...., 30. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klonk! (Audio CD)
Für den Roman habe ich 5 Sterne vergeben - das Hörbuch bekommt einen abgezogen.

Boris Aljinovic liest sehr gut, wobei ich Dirk Bach vorgezogen hätte - aber das nur nebenbei. Der Punktabzug kommt zustande, da es sich wieder einmal um eine "Gekürzte Lesung" handelt :o(

Wer das Buch nicht gelesen hat, verpasst so das ein oder andere, was ich sehr schade finde.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie kann man nur..., 10. Dezember 2006
...diesem wie von Pratchett gewohnt tollen Buch (eigentlich fünf Sterne) ein solch grauenhaftes Äußeres verpassen? Über den Inhalt hatte mein Vorschreiber schon reichlich zustimmende Worte gefunden, doch ich möchte hier noch einmal erwähnen, dass es aus den Augen eines Fans und Sammlers geradezu weh tut, die Buchrücken im Bücherregal anzusehen, weshalb dieses spezielle Buchcover auch seinen Platz räumen muß - lieber das nackte Buch als neonorangene Schrift auf blauem Grund, während rechts und links hochqualitative themenbezogene Buchillustriationen von Paul Kidby die Buchrücken zieren. *schauder*
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ernsthafter als sonst, 18. Februar 2007
Klonk! ist ein Scheibenweltroman mit ernstem Hintergrund. Der Koomtaltag jährt sich und es droht das Wiederaufflammen des seit Urzeiten existierenden Konflikts zwischen Zwergen und Trolle. Einzig die Stadtwache, allen voran Sam Mumm, ist in der Lage für Ruhe zu sorgen.

Pratchett greift mit Klonk! das Thema Rassenhass und -diskriminierung auf, verpackt im Grundkonflikt zwischen Zwergen und Trolle. In dieser Hinsicht kommt dieser Roman mit einem erkennbaren moralischen Anliegen daher.

Vielleicht liegt es gerade an dem ernsten Thema, welches von Pratchett behandelt wird, dass Klonk! nicht zu den lustigen Vertretern der Scheibenweltromane zählt. Würde ich nach dem Spaßfaktor gehen, müßte ich dieses Buch mit einem, maximal zwei Sternen, abstrafen. Sicherlich finden sich lustige Elemente im Buch. Da wäre die Übertragung des (elektronischen) Organizerers auf die Scheibenwelt. Die Geschichte von der verschwundenen Kuh, oder die Tatsache, dass der Kommandeur der Stadtwache ziemlich "unter dem Pantoffel steht". Tränen habe ich allerdings nicht gelacht. Für gelegentliche Schmunzler reicht es aber allemal aus.

Löst man sich von dem (zugegeben zwangshaften) Anspruch, dass jeder Scheibenweltroman der Lustigkeit noch eins drauf setzen muss, dann erhält man ein wirklich fabelhaftes Buch. Schnell und flüssig zu lesen. Packend, mit einem ernsthaften Kern und tollen Charaktern. Alles in allem glatte 4 Sterne wert.

Aufgrund der Charaktere in diesem Buch sollte der Leser aber bereits einige ältere Romane gelesen haben, in denen die Stadtwache als zentrales Element behandelt wurde. Klonk! setzt zwar nicht zwangsläufig Scheibenwelt-Hintergrundwissen voraus, dennoch ist es hilfreich die maßgeblichen Hintergründe und Entwicklungen der einzelnen "Stadtwächter" zu kennen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arm an Humor, aber prächtige Story und geniale Sprache!, 11. Juni 2007
Von 
Dennis Oesterwinter "Rufus Bartolomäus" (Wiedenbrück, Kreis Gütersloh) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch ist keineswegs ganz in Terry-Ptatchett's typischer Dauer-Jux-Manier verfasst, vielmehr wartet dieses Buch mit einer komplexen, in sich aber wohl ausgefeilten Story auf, die einen ernst zu nehmendes Thema spannend aufbereitet.

Das Ende mag zu einem wenig mageren Abschluss finden. Doch beruht Dieser Umstand auf dem hin- und mitreißenden Haupteil, der ein anhand von der Hauptfigur Mumm und vielen anderen aus seinen städtischen Wacht durch einen sich zuspitzenden Kriminalfall führt, der in einer Superlative einer seit jahrtausenden gestrickten Fehde zwischen Trollen und Zwergen führt.

Den Nachteil des Buches, dass der derbkomische Stil Pratchetts zu wünschen übrig lässt, kann ich ihm gerne, dank der tief blicken lassenden Charakterentfaltungen und dem an Spannung nicht abnehmenden Plot, verzeihen.

Für alle die Pratchett lieben und schon mehrere Bücher von ihm gelesen haben ein absolutes muss!

Für Neueinsteiger eher eine harte Kost, die trotzdem äußerst lesenswert, wegen der ultimativen Sprachgewandheit Pratchett's, ist!

Deswegen 5 Punkte - 4 würden Pratchett und dies Werk einfach freveln und beleidigen.
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Klonk!: Ein Scheibenwelt-Roman
Klonk!: Ein Scheibenwelt-Roman von Terry Pratchett (Taschenbuch - 13. Mai 2008)
EUR 8,95
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