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Kundenrezensionen

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am 23. Juni 2006
Natürlich spielt auch dieses Buch von Pratchett auf der allseits beliebten Scheibenwelt. Doch dieses mal tauchen sehr wenige bekannte Gestalten auf. Stattdessen widmet die Geschichte sich einem kleinen Staat, dessen Armut und Verzweiflung nur noch von seinem Stolz übertroffen wird. Wie gewohnt finden sich hier kuriose Gestalten und meisterhaft dargestellte Charaktere voller Leben und Witz. Hauptfigur ist Polly Perks, die sich auf die Suche nach ihrem Bruder begibt und dadurch das harte Soldatenleben am eigenen Leib erfährt. Zu ihrem Glück steht sie unter dem Befehl von abgebrühten Feldwebel Jackrum. Und wie sich herausstellt, ist sie scheinbar nicht der einzige weibliche Rekrut in dem Haufen, dem sie angehört.

Ungewohnt ist der etwas ernste Ton, der in diesem Roman herrscht, und den man so von Pratchett nicht gewohnt ist. Gekonnt gelingt es ihm mit viel Wortwitz und Humor, eine dennoch ernste Geschichte über Krieg, Vaterlandsstolz und Verzweiflung zu erzählen. Alle Seiten des Krieges stellt er meisterhaft dar. Da gibt es den Rekrutenschinder, der selbst ein Hasenfuß ist, den Leutnant ohne Praxiserfahrung, den Hunger und das Elend des Krieges, Plünderer, Belagerungen, Schlachten und verzweifelte Rekruten, die ohne die geringste Ausbildung gegen den Feind geschickt werden. Wenigen würde es gelingen, diese Themen in eine lockere und heitere Geschichte zu packen, die den Leser dennoch betroffen macht. Doch Pratchett wäre kein so guter Autor, wenn ihm das nicht gelingen würde.

Dies ist ganz sicher nicht das komischste Buch von Terry Pratchett, doch meiner Meinung ist es eines der besten, wenn nicht sogar das beste. Auch wenn die Geschichte sich leicht und humorvoll liest, so wühlt sie doch den Leser auf und lässt ihn am Ende nachdenklich zurück. Vielleicht kann nur der Humor das Thema Krieg so ernsthaft und aufwühlend darstellen. Dieser Roman ist klug, gewitzt und spielt mit dem Leser, so dass diesem erst am Ende aufgeht, wie viel eigentlich in dieser Geschichte steckt. Mich hat dieses Buch nachdenklich gemacht, aber natürlich auch sehr amüsiert, und ich kann es nur jedem Leser weiterempfehlen.
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am 12. Juni 2005
Zunächst mal muss man sagen, dass die Übersetzungen der Originaltitel immer dämlicher und unangemessener werden. "Weiberregiment" anstatt von "Monstrous regiment" passt absolut nicht. Schon "Nightwatch" hätte man besser mit "Nachtwache" als "Nachtwächter" übersetzen können, aber man muss ja alles schön albern erscheinen lassen. Dabei war Pratchett bei aller Albernheit IMMER schon auch eine absolute moralische Instanz. Und vor allem bei diesen beiden Werken merkt man ihm seine Betroffenheit über die aktuelle Lage an.
IMMER geht es bei Pratchett um die Dummheit der Menschen und wie sie sich manipulieren lassen von Äußerlichkeiten und Machtstrukturen (ein vorhergehender Rezensent schreibt, Pratchett halte nichts von Göttern. Völliges Missverständnis! Er hält nur nichts von der Dummheit der Menschen und was diese aus göttlichen Ideen machen, nämlich nur irrsinnige Vorschriften!).
"Monstrous regiment" handelt vom Krieg mit allen seinen Scheußlichkeiten, Ähnlich wie bei "Nightwatch" geht Pratchett auch hier nicht zimperlich mit unschönen aber nunmal realen Szenen des Krieges um. Mittendrin ein junges Mädchen, dass sich als Mann verkleidet (ok, keine neue Idee, aber Pratchett geht noch ein paar Schritte weiter...), um Soldat werden zu können und so seinen vermissten Bruder wieder zu finden. Sie gerät in ein bunt zusammengewürfeltes Platoon aus fast allen Rassen der Scheibenwelt samt Igor, Troll und Vampir. Und natürlich gibt es den harten aber väterlichen Sergeant der sie möglichst unbeschadet durch die Kampfeswirren bringen will.
Pratchett macht sehr deutlich, dass es keinen (!) guten und gerechten Krieg gibt und dass es einigen Mächtigen IMMER (!) darum geht, den Leuten ein Feindbild zu vermitteln um sie für die eigenen Zwecke einzuspannen.
Diese offensichtlich nach wie vor wichtige Botschaft verpackt Pratchett wie üblich in aberwitzige Situationen und tolle Dialoge. Die Charaktere werden sehr schnell sympatisch, und auch unsere Lieblinge aus der Wache spielen am Schluss eine nicht unwichtige Rolle.
Ich mag Pratchett wegen des Unterhaltungswertes seiner Bücher, aber ich liebe ihn wegen seiner Überzeugungen und der Art wie er sie vermittelt. Ganz großer Mann.
Und wie immer der Tipp: Unbedingt im Original lesen (Auch wenn ich wie immer dem Übersetzer mein Kompliment für die gute Arbeit mache.). Gerade die ernsten Sachen kommen besser rüber.
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am 17. September 2008
Die junge Polly lässt sich in Männerkleidung als Infanterist anwerben, um unter den Soldaten ihren im Krieg verschollenen Bruder zu suchen. Bald merkt sie, dass sie nicht die einzige in der Truppe ist, die auf die Unterstützung eines Päckchens Socken zurückgreifen muss, damit man ihr den *ganzen Kerl* abnimmt ...

Was macht ein Erzähler wohl aus so einer Geschichte? Normalerweise käme entweder eine Armeeklamotte oder ein Jungmädchenabenteuer, schlimmstenfalls gar eine Kriegsromanze heraus. Aber hier nicht. Denn Polly stellt sich diesem Krieg, sie besteht kleine und große Abenteuer, und am Ende ist aus ihr tatsächlich ein Soldat geworden. Natürlich ist Weiberregiment ein Pratchett-Buch, und das heißt: Der Krieg, der da seit Jahren geführt wird, ist total sinnlos, seine Motive blödsinnig, und echte Helden gibt`s nirgends. Trotzdem ist es eigentlich eine reichlich traditionelle Kriegsgeschichte. Es geht ums Organisieren von Essbaren in verwüsteten Gegenden, um Patroullien in Feindesland, um weltfremde Offiziere und um Freundschaft, die sich in Gefahr bewährt. Das hätte vielleicht in einem Landser-Heft als Plot gereicht; auf der Scheibenwelt braucht man als Helden wenn nicht Zwerge oder Zauberer, so doch wenigstens Mädchen. Ein cleverer Schachzug, denn damit kann Pratchett auch noch ein bisschen Landschulheim-Atmosphäre (Streit, Mitternachtsparties, gemeinsame Streiche) dazumixen. Eine beinharte Antikriegs-Fabel, wie Pratchett sie (ziemlich humorlos) in Fliegende Fetzen geschrieben hat, ist das nicht, eher eine Aneinanderreihung von Anekdoten, wie man sie vielleicht ganz ähnlich bei diversen Veteranentreffen zu hören bekommt.

Fazit: Mir hat die Geschichte Spaß gemacht. Ein Mädchen verkleidet sich als Junge und zieht in den Krieg. Am Ende ist zwar weder der Krieg aus, noch wurde das Mädchen in Hosen von einem schneeweißen Ritter gerettet - aber die Welt und das Mädchen haben sich trotzdem ein bisschen verändert. Das ist für diese Geschichte als Happy End völlig ausreichend.
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am 1. Juli 2007
... zeigt sich Terry Pratchett mit diesem wunderbaren Roman.

Zugegebenermaßen finde ich, dass Pratchett in der letzten Zeit nachgelassen hatte, und so habe ich dieses Buch eher skeptisch in die Hand genommen - und war positiv überrascht.

S e h r positiv!

Endlich findet sich nicht nur der Pratchett-typische Humor, dem nichts heilig ist, sondern auch die feinen Anspielungen und die sauberen Recherchen!

Unnachahmlich witzig nimmt Pratchett hier Politik, Kriegstreiberei, Frauenfeindlichkeit aufŽs Korn - und spielt dabei auf Werke der Weltliteratur aus allen Zeiten an.

Endlich wieder ein echter Pratchett!
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am 24. Oktober 2006
Sicherlich ist das kein Scheibenwelt-Roman wie viele andere. Aber gerade das beweißt die Genialität von Terry Pratchett. Der Krieg ist wohl das Extremste, was man sich für eine Satire aussuchen kann und Pratchett gelingt der Umgang damit hervorragend. Verzichtet er in diesem Roman auf die oberflächlichen Scherzchen, die einen von Seite zu Seite tragen, beweißt er damit Respekt vor dem heiklen Thema. Gerade die Austauschbarkeit der Charaktere, die ihm in diesem Roman gerne vorgeworfen wird, sollte uns darüber nachdenklich machen, wie einfach wir gefallene Soldaten in Zahlenkolonnen zusammenfassen.

Definitiv ist dies ein genialer Pratchett, ein geniales Anti-Kriegsbuch, aber kein echter Scheibenweltklassiker und für Einsteiger in die Scheibenwelt und Slapstickfans denkbar ungeeignet.
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am 9. August 2006
Anscheinend scheiden sich and diesem Pratchett die Geister. Da es ernster, aber auch tiefsinniger als viele der alte Bücher von ihm ist scheint es nicht Jedermanns Sache zu sein. Prattechett bringt hier zwar nicht so viele Kalauer wie in seinen alten Büchern, trotzdem kommmt das Lachen hier nicht zu kurz, auch wenn es einem manchmal - wenn man ein bisschen genauer nachdenkt und sich die Parallellen mit der Kugelwelt vergegenwärtigt - im Halse stecken bleibt.

Ein Buch für diejenigen die nicht nur flache Witze mögen. Für mich einer der besten Pratchetts.

PS: Ich kann mich dem Apell die Bücher lieber im Original zu lesen nur anschließen.
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am 13. April 2007
Dies ist definitiv kein "klassischer" Scheibenwelt-Roman. Bekannte Charaktere wie Sam Mumm oder Angua spielen nur Nebenrollen. Das Buch ist voll mit Pratchetts typischem Witz, geht aber weiter unter die Oberfläche. Die Geschichte ist ernst und regt zum Nachdenken an, wird aber nie schwer verdaulich oder langweilig.

Nichts für Freude des Slapsticks, aber sehrwohl ein echter Pratchett mit Hang zu Weltliteratur-Qualität.

Zum Inhalt wurde bereits genug verraten, das will ich nicht weiter ausfeiern. Ich habe das Lesen des Buches sehr genossen und würde jedem empfehlen, selbst herauszufinden, wie gut es ist.
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am 19. Oktober 2007
Dies ist die Geschichte von Polly. Sie lebt in dem kleinen Land Borograwien, das ständig Krieg führt und in dem alle an den Gott Nuggan glauben, der immer wieder neue Dinge zu Abscheulichkeiten erklärt. Wie beispielsweise die Farbe Blau oder das Frauen sich kleiden dürfen wie Männer. Eines Tages beschließt Polly, sich als Mann zu verkleiden und zum Militär zu gehen, um ihren Bruder aus dem Krieg heimzuholen. Sie lässt sich als Oliver rekrutieren und stellt nach und nach fest, dass es mehr Frauen beim Militär gibt als sie dachte! Alle mit männlichen Identitäten versteht sich. Nun beginnt Polly in das Kriegsgeschehen einzugreifen und verändert dadurch den Lauf der Geschichte. Ein bisschen; für eine Weile.

Das Thema dieses Romanes ist ernsthafter als die Scheibenweltromane es sonst sind. Dennoch fehlt es nicht an Wortwitz und Situationskomik. Und auch die kleinen und großen Wahrheiten des Lebens sind wieder auf grandiose Weise in die Geschichte eingeflochten! Unbedingt lesen!
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am 24. August 2006
Weiberregiment ist anders. Einerseits ein Pratchett, andererseits auch wieder "kein" Pratchett. Die Handlung, eine Art »Yentl im Krieg«, ist durchgehend einfach gehalten, mitreißend geschrieben, unterscheidet sich aber von der Art, in der Pratchett seine Handlungsfäden bisher gestaltet hat.

Ich will dies selbst nicht bewerten, obwohl es Scheibenwelt-Fans sicher missfällt. Dass ich dem Roman dennoch vier Sterne gebe, hat einen anderen Grund:

Der Roman hat einen Handlungsstrang, der sich in jede Umgebung einbetten und von beliebigen Figuren spielen lässt. Er müsste nicht zwangsläufig auf der Scheibenwelt handeln.

Das erlaubt Terry Pratchett etwas, was er (meines Wissens) bisher noch nicht gemacht hat: Neue Leser zu begeistern.

Denn -- und diesen Aspekt sollten auch diejenigen bitte einmal bedenken, die den Roman schlecht finden -- die phantastischen Figuren der Scheibenwelt, Vampire, Trolle und die Werwölfin, der Zombie und der Gnom der Stadtwache um Kommandeur Mumm, kommen -- ich möchte sagen -- beiläufig vor.

Leser, die neu auf die Romane von T. Pratchett stoßen, sollten sich von der Vielfalt der Figuren auf der Scheibenwelt kaum erdrückt (oder belastet) fühlen, können einen witzigen Roman genießen und unbefangen ein erstes Mal auf die Scheibenwelt entfliehen.

Bisher habe ich »Das Erbe des Zauberers« als Einstiegs-Buch empfohlen, jetzt denke ich, wer Pratchetts Scheibenwelt nicht kennt, sollte mit »Weiberregiment« anfangen, zu »Das Erbe des Zauberers« übergehen und sich mit »Einfach zauberhaft« oder »Die Farben der Magie« in die Scheibenwelt entführen lassen.

Aus der Sicht der Scheibenwelt-Leser ein schwächerer Roman, der wohl weniger den Fan befriedigt, aber durchaus in der Lage ist, neue Leser zu gewinnen.
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am 11. August 2004
Um es Vorweg zu nehmen ich habe das Buch im englischen Original gelesen, da mir die momentane Wartezeit von knapp 3 Jahren für die Übersetzung eines Buches von einem so populären Autoren als einfach zu lang erscheint.
Weiberregiment ist der erste reinrassige Kriegsroman von Terry Pratchett. Die Idee zur Story ist ganz witzig aber leider nicht neu. Ich kam mir beim Lesen vor, wie in einer Mischung aus Schütze Benjamin und der Geschichte von Jeanne d `Arc. Die Charakter hätten besser ausgebaut und die kleinen Nebenstränge tiefer ausgeprägt und auch dramatischer sein können. Den Vergleich zu Nachtwache, meiner Meinung nach Pratchetts bisher besten Buch, kann Weiberregiment nicht standhalten. "Hate full of Sky" und "Wee Free Men" haben mir auch beide besser gefallen.
Ich möchte mit den Worten schließen: Ein mittelmässiger Pratchett ist immer noch besser als das was die meisten anderen Autoren im Fantasybereich zustande bringen.
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