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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sympathisch-hübsche Märchenparodie
Zum Inhalt ist ja schon genug gesagt worden. Also hier nur zum Leseerlebnis. Karen Duves freundliche Märchenparodie liest sich locker und spaßig weg. Mit den Märchenmotiven wird amüsant gespielt - besonders furios am Anfang. (Das Königreich Snögglingduralthorma oder so ähnlich, die gartenbegeisterte Königin mit den...
Veröffentlicht am 28. August 2006 von xekinai_mia

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die entführte Prinzessin - Ein ironisches, erheiterndes Märchen
Die enführte Prinzessin ist ein Märchen in Romanvorlage. Ich bin ein großer Fan von Märchen und freue mich immer sehr wenn mir ein Buch in Märchenform begegnet. "Die entführte Prinzessin" ist wie man so schön sagt "ganz nett", kann es aber leider nicht mit Goldmans's "Brautprinzessin" oder Beyerlein's "Vollmondnächte" aufnehmen...
Veröffentlicht am 17. September 2010 von Din


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sympathisch-hübsche Märchenparodie, 28. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Die entführte Prinzessin - Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt ist ja schon genug gesagt worden. Also hier nur zum Leseerlebnis. Karen Duves freundliche Märchenparodie liest sich locker und spaßig weg. Mit den Märchenmotiven wird amüsant gespielt - besonders furios am Anfang. (Das Königreich Snögglingduralthorma oder so ähnlich, die gartenbegeisterte Königin mit den kinderfeindlichen Röcken, der Prinz, welcher sein Blumenbeet seiner Mutter zum Tort grau schottern lässt, das Seeungeheuer mit den Wildschweinhauern...)

Anregend und weitgehend geglückt ist Duves Unternehmen, die von Haus aus eindimensionalen, archetypischen Märchengestalten in moderne Charaktere aus Fleisch und Blut, voll liebenswerter Schwächen, unerkannter Stärken und anstrengender Ambivalenzen zu verwandeln.

An einigen Punkten hätte Duve für meinen Geschmack allerdings noch pointierter und bissiger sein können. Beispiel: die gegen Ende auftauchende "Psychotherapeuten-Fee". Ein witziger Einfall, aber Duve versäumt es, sich entweder klar hinter ihren Helden Bredur zu stellen (und das Psychogesülze der Fee entsprechend durch den Kakao zu ziehen) oder aber hinter die Fee (was Bredur als klägliche Gestalt dastehen ließe). Daher verläppert die gute Idee etwas. Beispielhaft für das vielleicht zu große Bemühen, alle Figuren irgendwie sympathisch aussehen zu lassen, wodurch der Roman manchmal an Schärfe verliert. Und bei den langatmigen Beschreibungen von Gärten oder Geschmeide verliert sich Duve gelegentlich zu sehr im Genre und die Parodie schimmert nur noch leise durch.

Alles in allem aber gelungene, intelligente Ferienunterhaltung!
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drachen, Prinzen und eine entführte Prinzessin, 5. März 2005
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Hoch oben im Nordland lebt Prinzessin Lisvana und es mangelt es an Prinzen, die sie heiraten wollen. Denn die Mitgift ist einfach zu popelig. Nicht, dass die Prinzessin diesen Prinzen-Mangel allzu sehr vermissen würde. Denn immerhin gibt es den Ritter Bredur und immer, wenn die beiden sich „zufällig" auf der Turmtreppe treffen, werden ihr die Knie weich.
Doch eines Tages kommt doch noch ein echter Prinz ins Nordland. Der schwarze Prinz aus Baskarien, reich ist seine Familie, wer „in" sein will, richtet sich nach den Sitten in Basko und Lisvana betrachtet ihn mit Wohlgefallen. Soweit ist alles in Butter und der Hochzeit stünde nichts mehr im Wege, wenn Ritter Bredur nicht beim Tanz dem unwillkommenen Konkurrenten ein Bein stellen würde, woraus sich eine prächtige Schlägerei entwickelt. Danach entführt der schwarze Prinz Lisvana einfach und Ritter Bredur folgt ihr durch ganz Europa, um sie zu befreien. Doch so einfach ist das alles nicht, denn Lisvana weiß nicht so recht, ob sie befreit werden will und welcher der beiden ihr besser gefällt. Als sie es dann doch weiß, kann der Erwählte sich plötzlich nicht mehr entscheiden ...
Karin Duve mischt fröhlich alte Märchenmotive aus den verschiedensten Kulturkreisen mit Fantasy-Themen, vergisst auch nicht eine Prise literarischer Anspielungen und hat ein Buch geschrieben, das gleichermaßen witzig wie phantastisch und realistisch ist. Nicht die übliche heroische Märchen-Fantasy-Schiene, die seit dem Tolkien-Revival uns mit den immergleichen Heldengeschichten zu langweilen weiß, sondern menschliche, sehr menschliche Helden und Prinzessinnen und eine Autorin, die alle durch den Kakao zieht. Ein wenig erinnert das Buch an „die Zauberlaterne" von Wolfheinrich von der Mülbe. Selten, dass deutsche Autoren sich auf dieses Gebiet wagen. Und Karin Duve, die so von der Literaturkritik verwöhnt und in die Schublade „Hochliteratur" gepackt wurde, gebührt Dank, dass sie keine Hemmungen hatte, einfach mal das Genre zu wechseln. Es ist ihr voll und ganz geglückt.
Einzig am Schluss habe ich ein wenig das Gefühl gehabt, dass sie etwas ihre Phantasie verlässt - oder traute sie sich nicht, dort ihre Helden richtig ernst zu nehmen? Doch das ist Beckmesserei und soll niemand von diesem Buch abhalten, dass in der Zeit immer gleichförmigerer Texte - egal ob in der „Hochliteratur" oder der „Fantasy" - einfach ein Lichtblick ist. Dem Leser wachsen jedenfalls die Prinzen und Ritter, Prinzessinnen, Kammerjungfern und Zwerge schließlich ans Herz. Auch Don Quichotte hat letztendlich die „echten" Helden all der anderen Ritterromane seiner Zeit überlebt.
Fazit: Ein Buch zum Schmunzeln, Lachen und ein Muss für jeden, der Witz und die Mischung aus Realität und Phantasie liebt.
(C) Hans Peter Roentgen
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar und farbenfroh, 28. Januar 2005
Ein wunderbares Buch, in das man so richtig schön abtauchen kann.
Mit viel Phantasie wird in einer genialen Farbenpracht ein Märchen erzählt, das viele Brücken in die Realität schlägt. Packend nimmt uns Karen Duve mit auf eine Reise in die Welt der Könige, Prinzen und Prinzessinnen, Ritter, Drachen, Zwerge und Zauberer. Die Helden werden angetrieben durch Liebe, Sehnsucht, Trotz, Stolz und das tiefe Bedürfnis zu beweisen, dass mehr in einem steckt.
Die Spannung bleibt bis zum Ende und man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Mit viel Liebe zum Detail zaubert Duve wunderschöne Bilder in die Köpfe der Leser.
Hier sind 5 Sterne in jedem Fall angebracht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die entführte Prinzessin - Ein ironisches, erheiterndes Märchen, 17. September 2010
Die enführte Prinzessin ist ein Märchen in Romanvorlage. Ich bin ein großer Fan von Märchen und freue mich immer sehr wenn mir ein Buch in Märchenform begegnet. "Die entführte Prinzessin" ist wie man so schön sagt "ganz nett", kann es aber leider nicht mit Goldmans's "Brautprinzessin" oder Beyerlein's "Vollmondnächte" aufnehmen. Nichts desto trotz ist es ein unterhaltsames Märchen mit einer leichten und lustigen Stimmung.

Wie der Titel schon verrät wird eine Prinzessin entführt: Die wunderschöne Prinzessin Lisvana aus dem Nordland. Zu ihrer Rettung eilt Ritter Bredur mit seinem kleinen fleischfressenden Pferd Kelpie. Doch die Geschichte ist weit verzwickter als man denkt. Da wäre ja noch die verhängnisvolle Ehre, ein verliebter Prinz mit Rabeneltern, eine Insel voller Frauen und ein Zwerg mit Pilzgarten.

Ein Märchen über Liebe, Drachen und anderen Ungeheuern. Die Geschichte ist wirklich sehr abwechslungsreich und fantasievoll. Viele märchentypische Elemente tauchen auf: Ein Zauberglöckchen, welches einem drei Wünsche erfüllen kann, Hexe, Fee und Zauberer und selbstverständlich ein Happy End.

Drachen tauchen ebenfalls auf. Zwar war mir persönlich der Drachenanteil zu lang geworden, aber dennoch fand die Idee um Grendel den Drachen seinen festen Platz in der Geschichte.

Ungeheuer: Oh ja so manches Ungeheuer kam schon vor, allerdings für den Leser. Ich will sie kurz aufzählen:

Ungeheuer Nummer 1: Die Oberflächlichkeit der Charaktere. Sie sind weder Schwarz noch Weiß, Weder gut noch Böse. Eigentlich sehr interessant, jedoch kommt keine Hauptperson wirklich sympathisch rüber, sondern eher beschränkt und simpel. Vor allem des Prinzen unerbittliche Liebe erreicht irgendwann einen Nervpunkt. Im Märchen besitzen die Helden nie an Tiefe, mögen tun wir sie dafür dennoch.
In diesem Märchenroman allerdings wächst einem keiner so richtig ans Herz.

Ungeheuer Nummer zwei: Details. Die Autorin verliert sich in unzähligen Ausschweifungen und Beschreibungen, die für die Handlung einfach uninteressant sind und den Effekt von Langeweile verursachen.

Liebe: Kam nicht vor. Also ich hab sie vergeblich gesucht.

Das Märchen ist im großen und ganzen nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend. Ich würde es zumindest nicht noch einmal lesen und es nur weiter empfehlen, wenn man besonders Märchen gerne hat. Im Vergleich zu anderen Romanen in Märchenform schneidet es sicherlich schlechter ab.

"Der will nur spielen."
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen fantastische Erzählung mit Kichergarantie, 11. Oktober 2005
„Die entführte Prinzessin" ist eine fantastische Erzählung um Liebe und Freundschaft, eine entführte Prinzessin, einen verzweifelten Prinzen und etwas uneinsichtige Eltern. Mit sehr viel intelligentem Humor wurde den liebenswerten Charakteren Leben eingehaucht, das sie überzeugend auf den beschriebenen Seiten zu nützen wissen, um vielerlei Abenteuer und Missverständnisse zu erleben.
Karen Duve hat ein klassisches Thema genommen und daraus eine moderne Geschichte gestrickt, die sich mit großer Literatur durchaus zu messen vermag. Brilliante Einfälle und ein unvergleichlicher Witz, der sich durch das Buch zieht, erheben es über einige andere Prinzessinnengeschichten.
Ein kurzweiliges Buch, das man vielleicht besser nicht im Zug lesen sollte, da die anderen Fahrgäste immer so irritiert blicken, wenn man ohne jeglichen Grund anfängt zu kichern. Dies ist wirklich unschätzbare Literatur, die in keinem Bücherregal fehlen sollte. Wer Geschichten um Liebe, Drachen und verzweifelte Prinzen und sture Prinzessinnen mag, muss es einfach lesen. Herrlich schön!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen perfekt für die kommende kalte jahreszeit..., 28. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die entführte Prinzessin - Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern: Roman (Taschenbuch)
ich besitze dieses buch nun schon über ein jahr, war aber nie in der stimmung es aus dem regal zu nehmen und zu lesen. irgendwie hat mich ein anderes immer mehr gereizt.
ein großer fehler!
es handelt sich hierbei um eine ganz wunderbare märchenparodie die so drollig komisch geschrieben ist (besonders viel und häufig mußte ich bei der beschreibung der hof- und lieblingszwerge der königin lachen, vornehmlich über pedsis kleidungsstil nachdem er sich bei hof etabliert hat....) und gleichzeitig irgendwie doch so herzzerreißend romantisch, dass man es nicht aus der hand legen kann.

zugegeben: auf den ersten paar seiten wollte es nicht so recht in schwung kommen, was mit sicherheit daran lag, dass das nordland (bzw. hier snögglingduralthorma genannt) einfach nur langweilig ist. man bekommt dann aber doch recht schnell spaß, vor allem wenn man zur liste der heiratsfähigen königstöchter gelangt... zum schreien komisch, wie diese von den fahrenden sängern beschrieben werden!

in dieser geschichte geht es um die wunderschöne prinzessin lisvana, die vom prinzen diego entführt wird in dessen prunkvolles königreich baskarien. verfolgt werden sie vom ritter bredur, der sich ebenfalls einbildet lisvana zu lieben und durch ihre rettung sein ansehen am nordländischen hof wieder herstellen möchte, das aufgrund eines vorfalls bei prinz diegos besuch sehr gelitten hat.
die prinzessing ziert sich - trotz ihrer liebe zu diego - fürchterlich und zeigt ihm nur die kalte schulter. sehr amüsant geschrieben und trotzdem auch immer spannend.
diego verläßt schließlich sein königreich um seiner mutter eine seltene pflanze (die goronzie, allein die beschreibung dieser "pflanze" hat mir lachtränen entlockt, als ich mir das blaue goronzi vorgestellt habe, das aus der blüte geschlüft ist) zu beschaffen und damit lisvana merkt, wie sehr sie ihn vermißt.
auf demselben schiff heuert auch bredur an und die beiden müssen allerlei abenteuer bestehen...
unglücklicherweise wird die prinzessin in derselben zeit nochmals entführt, was die handlung nochmal durcheinanderbringt und man sich lange zeit nicht sicher ist, wer nun seine große liebe bekommt und wer nicht.
sehr schade fand ich, dass bredurs geliebte sassilissa nicht mehr auferstanden ist, als er diese aus versehen zu fall brachte und sie daraufhin verunglückt. ich hatte all meine hoffnungen auf das zauberglöckchen gesetzt.

sehr lesenswert und auch vorlesenswert für die kalte jahreszeit, auch für kinder!

viel Spaß!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drachen, Liebe und andere Ungeheuer, 27. April 2005
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Zum Inhalt. Es war ein Mal, vor langer Zeit,...... da lebte im sehr kalten und öden hohen Norden, in einem Land mit einem etwas sperrigen Namen, Snögglingduralthora, ein König, der hieß Rothafur. Mit seiner etwas eigensinnigen Frau hatte er zwei Kinder, einen Thronfolger und eine bildhübsche Tochter. Diese reizende Prinzessin Lisvana war immer noch ledig, und das lag vordergründig an ihrer nur sehr kleinen Mitgift.
Nun gibt es aber, im fernen Mittelmeerraum, einen ungeheuer reichen südländischen Prinzen, dem ist es egal, ob diese Prinzessin reich oder arm ist. Er findet es eher noch humorig, wenn er sich jetzt diese arme Prinzessin aussucht. So kann er seine reichen Eltern, besonders aber seine Mutter, hinlänglich ärgern. Denn die findet es gar nicht lustig, dass sich ihr Sohn ausgerechnet diese arme, schöne Prinzessin heiraten will.
Schließlich reist der ganze Hofstaat aus Baskarien in Richtung Norden. Die Brautwerbung verläuft anfangs auch ganz erfolgreich. Lisvana ist ziemlich angetan von dem schicken, schwarz gekleideten südlichen Prinzen. Doch dann kommt es beim Tanz zu einem verheerenden Zwischenfall. Bredur, ein nordländischer Rittersmann, der sich auch über beide Ohren in die Prinzessin verliebt hat, ahnt Schlimmes. Aus lauter Verzweiflung, anfliegendem Kummer und brennender Eifersucht stellt er dem smarten Tänzer ein Bein. Das ist der Auslöser für die folgende geharnischte Saalschlacht. Dabei wird dem Vater von Lisvana ein Zahn ausgeschlagen. Entrüstet lehnt die Prinzessin darauf hin den Heiratsantrag ab, denn wer ihren Vater schlägt, den kann sie nicht heiraten.
Und dann passiert es, wie der Titel schon vermuten lässt, in der Nacht entführt nun Prinz Diego Prinzessin Lisvana. Sie wird an diesen baskarieschen Hof verschleppt, wo sie sich immer noch standhaft weigert diesen Prinzen zu heiraten. Es ist aber nicht das letzte Mal das diese Prinzessin entführt wird. Denn Ritter Bredur, voller Sehnsucht und Liebesleid, macht sich auf den Weg, um die Angebetete zu befreien.
Lisvana, die in Ihrer Entscheidungsfindung so verunsichert wurde, weiß nicht wirklich für wen ihr Herz schlägt. Würde sie dem Prinzen nachgeben, weil er ein reicher Prinz ist, dann wäre das aus ihrer Sicht charakterlos. Als sie schließlich ihre Wahl entschieden hat, ist es der Auserwählte der sich zu einem Entscheid durchringen muss.
Die Schriftstellerin Karen Duve kannten wir bisher weniger als Märchenerzählerin, sondern als Autorin sehr abgründig garstiger Romane, über Lebensleid und Liebesleid. Der Bestseller „Regenroman" war ihre erfolgreichste Publikation. Jetzt wagt sie sich auf ein völlig neues Terrain, es ist ein „Ausflug in die Drachenzeit"
.
Das Buch ist uneingeschränkt, ein Liebeslied und eine Hommage, an die Liebe und an die Märchen.
Das Buch ist rasant geschrieben, witzig, ironisch humorvoll mit einer gehörigen Prise „Fantasy", und spannend bis zum Schluss. Dieser „Ritterroman" arbeitet unglaublich atmosphärisch und ich empfehle dieses Buch mit Nachdruck und Leidenschaft, aus vielen Gründen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prinzessin Lisvana von Snögglinduralthorma, 29. Juni 2005
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ich habe ja sonst mit Fantasy wenig am Hut, aber Karen Duves "Die entführte Prinzessin" fand ich ein äusserst witziges Buch. Die Geschichte ist fantasievoll und die Figuren sind sehr liebenswert gezeichnet. Man muss nur schon mal schon auf die Idee kommen, ein Märchenbuch für Erwachsene zu schreiben.
Karen Duve bedient sich zwar eines bekannten Genres (Gebrüder Grimm, deutsche Heldensagen, Tolkiens "Herr der Ringe" oder auch "Star Wars"), aber indem sie die Geschichte mit modernen Inhalten versetzt, wird das Märchen- und Heldenepos-Genre selbst auf den Kopf gestellt und entzaubert. Insbesondere entstammen die Figuren nicht aus einer vergangenen heilen Welt, sondern ihre Charaktere beruhen auf psychologischen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts. Auf der spachlichen Ebene gebraucht sie einen artifiziellen Märchenslang, hält aber diese Spache - im Gegensatz etwa zu Hesses "Siddhartha" - nicht in letzter Konsequenz durch, sondern streut immer wieder Sätze aus der heutigen Umgangssprache ein, was sehr witzig ist. Insgesamt hat das Buch einen subversiven Subtext, der das sonst übliche pathetische Heldengehabe völlig in Frage stellt. Es geht somit um ganz altägliche Helden, die mit ihren eigenen Schwächen und Grenzen hadern, aber den Weg zu ihren eigenen Gefühlen und zu ihrem Glück doch irgendwie finden.
Der Roman gliedert sich in eine Vielzahl von kleineren Kapiteln, die abgegeschlossene Geschichten bilden. Diese Aneinanderreihung von Episoden hindert den Lesefluss und man kann das Buch nicht schnell durchlesen. Es fehlt etwas der Drive, aber das ich das einzig Negative, was ich bemerken möchte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Drachen, Prinzen und Rittern..., 7. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die entführte Prinzessin - Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern: Roman (Taschenbuch)
...erzählt DIE ENTFÜHRTE PRINZESSIN von KAREN DUVE. Im Nordland lebt die überaus hübsche Prinzessin Lisvana, die sich in jungen Ritter Bredur verliebt. Die junge Liebe wird jedoch gekreuzt von Prinz Diego, seines Zeichens steinreich, der von Prinzessin Lisvana hört und sogleich beschließt, sie zu heiraten. Auch wenn Lisvana zunächst sehr begeistert ist von dem adretten, schwarzen Prinzen, wird ihnen durch einen Zwischenfall die Hochzeit verweigert. Doch das passt dem verwöhnten Diego gar nicht. Kurzer Hand wird die Prinzessin aus dem Schloss geraubt. Und das gefällt wiederum Lisvana überhaupt nicht. Ritter Bredur beschließt sogleich die Prinzessin auf eigenen Faust zurückzubringen.

Man meint diese Geschichte irgendwo schon einmal gehört zu haben und doch schafft es die Autorin sie nachvollziehbar und spannend zu erzählen. Immer wieder begegnet man altbekannten Elementen, die intelligent und mit einem Augenzwinkern in die Geschichte eingearbeitet sind. Auch nimmt sich die Geschichte selbst nicht zu ernst, was zu allerhand Situationskomik führt.
Die große Stärke des Buches sind die Charaktere, die durch ihre Fehler und egoistischen Bestrebungen realistisch wirken. Keiner der Charaktere ist frei von Schuld und jeder versucht sein eigenes Süppchen zu kochen, doch dabei bleibt jeder Einzelne auf seine Art sympathisch. Es ist mehr als eine Märchenparodie, aber alleine das zu sein schafft dieses Buch mit Bravur.

Daniela
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligente Fantasy, 1. September 2005
Ich liebe Fantasy und freue mich ungemein, einmal ein sprachlich sehr gutes deutsches Buch dieses Genres gefunden zu haben. Die Geschichte spielt mit Clichés, was Fantasy-Freunde zum Lachen bringt. Wie andere schon geschrieben haben, ist das Ende etwas schwach, aber der sehr gute Anfang gerechtfertigt die fünf Sterne allemal. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch nicht unnötig grausam ist; schrecklich welche Völkermassen in vielen anderen Fantasybüchern umgebracht werden.
Wer das Buch liest, weil er die Autorin mag, ist vielleicht enttäuscht. Aber Menschen wie mich ermutigt dieses Buch, sich mit den anderen Werken von Karen Duve zu beschäftigen.
Wem das Buch gefallen hat, sollte auch mal die Bücher von Diana Wynne Jones probieren.
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Die entführte Prinzessin - Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern: Roman
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