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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselnd
Die in tristen Verhältnissen lebende Yayoi bringt im Affekt ihren nichtsnutzigen Gatten um. Ihre drei, ein ebenfalls tristes Dasein fristenden, Kolleginnen helfen bei der Zerstückelung der Leiche und deren Entsorgung per Müllabfuhr. Die Polizei findet Leichenteile und verdächtigt ein Yakuzamitglied. Dem ist zwar nichts nachzuweisen, aufgrund der...
Veröffentlicht am 27. Juli 2007 von Henning Kolf

versus
11 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Peinlicher Ausdruck
"Die Umarmung des Todes", so wie er uns in der deutschen Ausgabe vorliegt, ist ein unfertiger Roman. Die Handlung lebt von vielen kleinen Geschichten, wirkt deshalb auch leicht zerhackt. Ohne Zweifel liegt uns mit diesem Werk ein spannungsgeladener Roman vor. So ist es denn verwunderlich, dass der sprachliche Stil in höchstem Maße unbefriedigend ist:...
Veröffentlicht am 14. August 2006 von Coati


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselnd, 27. Juli 2007
Von 
Henning Kolf (Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Die in tristen Verhältnissen lebende Yayoi bringt im Affekt ihren nichtsnutzigen Gatten um. Ihre drei, ein ebenfalls tristes Dasein fristenden, Kolleginnen helfen bei der Zerstückelung der Leiche und deren Entsorgung per Müllabfuhr. Die Polizei findet Leichenteile und verdächtigt ein Yakuzamitglied. Dem ist zwar nichts nachzuweisen, aufgrund der Untersuchungshaft verliert er aber seinen Amüsierbetrieb und damit seine Geldquelle. Er sinnt auf Rache, während ein Teil des Frauenquartetts einen Leichenentsorgungsbetrieb aufzuziehen versucht...........

Der Plot, der einen amerikanischen Autor vielleicht zur breiten Darstellung eines Gemetzels veranlasst hätte, einem Spanier möglicherweise zur Burleske geraten wäre, wird von der japanischen Autorin zu einem tiefgründigen, fesselnden Psychodrama von hoher Qualität komponiert.

Die Charaktere aller Hauptpersonen werden durch eine ständig wechselnde Erzählperspektive kunstvoll nahe gebracht. Das von Kirino dargestellte Leben der Durchschnittsjapaner ist freudlos. Die handelnden Personen sind nicht gut oder böse - nicht Schwarz oder Weiss werden dargestellt, sondern Abstufungen von tristem Grau.

In dieser Welt taugt jeder zum Verbrecher, das Verbrechen holt die Akteure kurzfristig aus dem immer gleichen Trott, bringt Emotion und Abwechslung.

So ist das Buch manchmal makaber, manchmal verstörend, aber immer von hoher literarischer Qualität und nie langweilig
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außenseiter, 28. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Die japanische Originalausgabe trägt den Namen "OUT" und diesen Titel ins Deutsche mit "Die Umarmung des Todes" zu übertragen war auf jeden Fall eine blöde Idee. Was ist das hier in Deutschland mit dem Buchmarketing?? Dieses Buch ist kein Krimi (zumindest nicht im klassischen Sinne), es geht -wenn überhaupt- nur vordergründig um die Aufklärung eines Mordes, sondern Thema sind vielmehr die Außenseiter in der japanischen Gesellschaft, die tagein, tagaus ihr Satellitendasein fristen: die Nachtarbeiterinnen in der Lunchbox-Fabrik, die Menschen der Unterwelt, dann noch diejenigen, die im Laufe der Geschichte Obsessionen an sich entdecken, von denen sie davor nicht zu ahnen gewagt hätten. Die manchmal als übermäßig empfundene Darstellung von blutigen Szenen ist hier auch nur Mittel zum Zweck: den Bruch zwischen dem "IN" und dem "OUT" zu illustrieren. Diese Menschen, die durch ihre gesellschaftliche Stellung schon Außenseiter sind, durch einen Mord aufeinandertreffen und die Geschichte in solch einem Feuerwerk der Abartigkeiten explodieren zu lassen, finde ich eine fantastische Idee.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch wie ein Sog, 31. Mai 2005
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Yayoi, Mutter zweier Kinder, arbeitet nachts in einer Lunchpaketfabrik ebenso wie die verwitwete Yosie, die ihre pflegebedürftige Schwiegermutter versorgt, Kuniko, die mehr kauft und besitzen will als sie Geld verdient, und Masako, deren Familie, obwohl noch unter einem Dach lebend, langsam zerbricht. Als Yayois Mann ihr gesteht, das gemeinsam Ersparte verspielt und zu Prostituierten getragen zu haben, erdrosselt sie ihn. Um die Leiche loszuwerden, wendet sie sich an die praktische Masuko und initiiert damit ein Szenario, das für die vier Frauen zum Horror wird.
Ein furioser Krimi; trotz seiner 600 Seiten schnell zu lesen, sobald man sich an die fremd klingenden Namen gewöhnt hat und die Personen voneinander unterscheiden kann. Was mich am meisten gewundert hat: Wie wenig fremdartig das Buch wirkt. Abseits vom dörflichen japanischen Leben mit seinen Traditionen und Familienbanden sind Lebenssituationen und -probleme dieselben wie man sie aus den Schilderungen von europäischen und amerikanischen Großstadt-Randsiedlungen kennt: Beengte Wohnverhältnisse, Konsum um jeden Preis, Geldprobleme, familiäres Auseinanderleben und Menschen, v.a. Frauen, die zwischen beruflicher Arbeit, Haushalt und Versorgung der Familie keinen Platz und keine Zeit zum Verschnaufen haben.
Die Krimihandlung wird von einer Spannung getrieben, für die nur das Wort "unerträglich" gelten kann. Daneben hat die Autorin die Personen so gezeichnet, dass man als Leser mit jeder mitfühlen kann, sogar mit Kuniko, dem Schwachpunkt des Quartetts, und auch mit dem sadistisch veranlagten Bordell- und Spielclubbesitzer Satake. Allerdings kommen auch einige Personen vor, die relativ grundlos und plötzlich aus der Geschichte verschwinden, obwohl sie bis dahin entscheidend zur Spannung beigetragen haben, so die beiden polizeilichen Ermittler.
Dieses Geflecht aus Angst vor Entdeckung, vor unbezahlbaren Schulden, vor anonymer Gewalt verdichtet sich hin zum fulminanten Schluss, einem Höhepunkt, bei dem man, im Gegensatz zu den meisten Krimis, nicht im Voraus weiss, wer als Sieger das Schlachtfeld verlässt.
Eine unbedingte Empfehlung für jeden, der gern spannende Krimis liest.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweißnasses Lesen, 11. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Ich muss es gestehen: obwohl es sich um Trivialliteratur handelt (die Autorin erhebt aber auch keinen Anspruch künstlerischer Elitarität), ist dieses Buch mein unerreichter Liebling. Es ist mir zufällig in der Bücherei in die Hand gefallen und hat mich zunächst aufgrund des covers irritiert. Egal, den am Ende werden sie wissen wen es darstellen soll und dass es seine Berechtigung hat. Dennoch hab ich mich auf einen Stuhl gesetzt und mir mal die erste Seite durchgelesen...
Es ist wirklich unglaublich ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und verbrachte eine geschlagene Stunde bis ich mich überwund es einzupacken und mit nach hause zu nehmen. Von da an hatte ich keine ruhige minute mehr. Dieses Buch macht süchtig. Definitiv. Glauben sie es mir.
Es ist unglaublich fesselnd, berührend, spannend und ekel- und angstschweißerregend zugleich und das von der ersten bis zur letzten Minute.
Ich möchte nichts vom Inhalt vorweg nehmen, aber soviel sei gesagt, Tokio als düsterer, kalter Spielort in dem Yakuza in den Vororten die Prostitution und Autoritäten fest in der Hand der Gewalt hält, in denen Menschen leben um ihr Leben durch montone Arbeit am Fleißband bestimmen zu lassen, wie es das bei bspw. Masako der fall ist. Alles ist derart atmosphärisch dicht gestrickt, man könnte förmlich ersticken.

Unbedingt lesen. Ein Juwel der japanischen Literatur
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harte aber sehr gute Krimikost, 23. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Anfangs muss man sich ein wenig durchbeißen, denn die ungewohnten japanischen Namen und der ruhige Einstieg in die Geschichte fordern vom Leser etwas Zeit. Doch schnell entwickelt sich der Roman zu einem atemberaubenden Trip. Ausgezeichnet geschrieben und in der Personencharakterisierung hervorragend reißt einen Frau Kirino regelrecht mit in die Abgründe der japanischen Unterwelt. Das Tempo steigert sich gegen Ende hin fast in Raserei. Dabei gehen einige Figuren (und mit ihnen der Leser) beinahe durch die Hölle. Das ist harte Kost, teilweise wird es ausgesprochen eklig, doch selbst die schcockierendsten Szenen sind keine Effekthascherei. Ein tolles Buch, das nichts für Leser mit schwachen Nerven ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewohnte Qualität aus Asien, 26. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Ein Buch das fesselt-bis zur letzten Zeile!!
Man kann-und will- es nicht mehr weglegen. Soviele bekannte Charaktere die in diesem Buch beschrieben sind- man kann sich die Darsteller sehr gut vorstellen, da es normale Frauen sind, mit Ihren Schwächen, Stärken, Macken, oder auch Fehlern.
Umso gegensätzlicher die Tat die sie begehen. Aber wiederum natürlich wie sie damit umgehen. Man findet sich auf einmal auf der Täterseite wieder, obwohl die Frauen nun einmal gemordet, bzw. Beihilfe zum Mord geleistet haben-und dennoch, man bewundert sie fast.
Das Ende stellt sich auch nicht so dar, wie man es im letzten Viertel des Buches vielleicht vermutet-gar erhofft-nein, auch hier wird es wieder überraschend, wie in vielen Passagen des Buches.-Absolut empfehlenswert-
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Will nicht zuviel verraten, man muß sich drauf einlassen!, 5. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Habe das Buch selbst nur einmal vor Jahren gelesen, aber dieses eine und erste und letzte Mal konnte ich es wirklich nicht aus der Hand legen! Habe ich schon erwähnt, daß ich es, glaube ich, nie wieder lesen werde, äh möchte, nein werde?! Ich kann es nicht mal annähernd richtig beschreiben. Es gibt einige gute Thriller oder Krimis, deren Plots nicht so herrausragend sind, dieses aber durch literarische Qualität und originelle Charaktere wett gemacht wird. Es gibt auch solche mit in Erinnerung bleibenden Plots. Aber hier?! Literarisch absolut auf hohem Niveau, sehr gut erzählt, sehr interessanter, da in fremder Kultur angesiedelter, aber anfangs gar nicht so spannend wirkender Plot (vor allem nicht für erfahrene Leser), zwei grandios verwobene Handlungstränge - und sobald man diese als solche erkannt hat (dies dauert ein bißchen) und merkt, daß diese sich aufeinander zu bewegen (das kapiert man dann irgendwann schon schneller) und aufeinander treffen werden (oh nein!), hofft man, dieses Aufeinandertreffen doch irgendwie vermeiden zu können! (Dann aber ist es schon zu spät!) Frei nach dem Motto: "Schluß? Wen interessiert der Schluß? Wir können jetzt bitte hier aufhören! Hallo, es reicht jetzt!!"
Die erwähnte hohe literarische Qualität, die absolut gelungenen aber auch seitenlangen Beschreibungen irgendwelcher Traditionen, Schauplätze, Begebenheiten oder anderem - ich habe ehrlich immer gedacht; "Super, solides schriftstellerisches Handwerk, aber ein Thriller wird das wohl doch nicht mehr!" - dies ist alles Taktik der Autorin! Den Leser abbremsen, in Sicherheit wiegen, ihm ihr eigenes Tempo aufdrücken - ich kenne das als stilistisches Mittel, ich habe es bemerkt und gedacht; "Okay, warum auch nicht?", habe mich drauf eingelassen - und wenn die Autorin dann ganz langsam, aber sicher doch irgendwie in Richtung Krimi zu schwenken scheint (es kommt immerhin eine Leiche vor!), meinte ich ganz souverän, mir denken zu können, was jetzt kommt - "Was soll auch kommen, wenn vier Frauen eine Leiche verschwinden lassen müssen und die Polizei auch schon mit im Spiel ist?"- Aber dann kommt schon irgendwann die Szene, in der sich vier ganz normale Frauen Gedanken um Fingerabdrücke machen! Und dann wieder erst literarisches Ablenken. Und einige "dann" später wurde es auf einmal ein Thriller?! Irgendwie so. Subtiler Schwenk? Keine Ahnung! Irgendwann muß es einfach passiert sein, was auch immer "es" letztendlich war. Zu diesem Zeitpunkt war ich der Autorin so etwas von auf den Leim gegangen, daß ich obwohl ich sicher war, dann doch nicht weiterlesen zu wollen, doch irgendwie weiterlesen mußte! Für mich war diese Art von Spannung, dieses vom Autor eingefangen worden sein und auch der eigentliche Thriller, die Geschichte nur schwer oder kaum erträglich - andere beschreiben es in ihren Rezensionen als unerträgliche Spannung. Sie schreiben auch, man könnte das Buch schnell lesen; dieses muß ich korrigieren; ab einem gewisssen Punkt muß man schnell lesen, weil es anders nicht auszuhalten ist!

Wenn ich ins Buch gekonnt hätte, hätte ich den Frauen gesagt: "Okay, Mädels, so ein Mord- kann ja mal passieren, war ja auch ein Sch...kerl, aber laßt euch jetzt vom Kommissar einfangen! Ihr glaubt, ihr hättet Probleme? Das sind keine Probleme, aber ich als Leser ahne ganz deutlich, nein, ich weiß es jetzt eigentlich schon, daß ihr wirklich PROBLEME bekommt, ihr steuert wirklich geradeaus auf Probleme zu! Nein, jetzt habt ihr sie schon! Also, wie wär's? Sollen wir nicht zusammen doch noch ganz schnell zum Komissar?"

So, wenn es irgendjemandem beim Lesen genauso ergeht wie mir, selber schuld, ich habe vorgewarnt. Habe mich bisher noch nicht getraut, anderes von dieser Autorin zu lesen. Es wäre schlimm, wenn sie mich noch mal so packen könnte. Und viel zu entäuschend, wenn sie es nicht schaffen würde!
Vielleicht lese ich das "Umarmung des Todes" irgendwann doch noch mal. Irgendwann. Aber nicht in den nächsten Jahren!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas irreführend, 17. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
den Beschreibungen zu glauben, es handle sich hier nur um "eklige Horrordarstellungen" von der Zerstückelung eines Menschen. Die Handlung geschieht fast "zwangsläufig" unter den gegebenen Umständen und es trifft auch einen Zeitgenossen der nicht zu den Sympatischsten gehört: Es ist schwer sich der Faszination des Geschehens, den unterschiedlichen Charakteren, ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Motivation zu entziehen. Am Anfang etwas schleppend, weil mehrere Szenarien, nimmt die Geschichte Fahrt auf und lässt wahrscheinlich niemanden kalt. Obwohl japanischen Ursprungs, glaubt man Anteile und Gedankengänge und Gefühle der ein oder anderen Frau in sich selbst wieder zu erkennen: große Dramen sind kulturübergreifend...

Spannender Spitzenthriller - wer zu Einschlafstörungen neigt, sollte lieber im Hellen lesen - geht in die Haarwurzel bis zur letzten Seite: deshalb 5 Sterne!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Japanische Hausfrau, abgebrüht, 29. April 2005
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Yayoi Yamamoto ist Mitte 30, verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Um das Familieneinkommen aufzubessern, arbeitet sie in einer Fabrik, die Lunchpakete herstellt - eine Art Fertiggerichte. Sie arbeitet ausschließlich in der Nachtschicht, weil da die Bezahlung besser ist. Fließbandarbeit, knochenhart. Eines Tages findet sie heraus, daß ihr Mann ihre sämtlichen Ersparnisse, die sie für eine Eigentumswohnung hatten verwenden wollen, versoffen und verspielt hat. Im Affekt erwürgt sie ihn. In der Fabrik erzählt sie einer Arbeitskollegin davon und bittet sie um Hilfe. Die Kollegin hilft ihr auch...der unglückliche Ehemann wird entsorgt. Weil sie dabei beobachtet werden, werden zusätzliche Personen mit in das makabre Spiel hineingezogen, und die Geschichte zieht allmählich immer weitere Kreise.
Die Autorin versteht es wunderbar, dem Leser eine Mischung aus Entsetzen und Amüsement einzuflößen. Man hält es kaum für möglich, versteht die beteiligten Frauen aber voll und ganz. Jede von ihnen führt ein unwürdiges, grausames Leben, von ihren Familien mißbraucht und abgelehnt, voller Geldsorgen, ohne Perspektive und ohne Freude. Die Arbeit in der Fabrik wird ebenfalls sehr plastisch beschrieben, und man erhält Einblicke in einen Teil der japanischen Kultur, den man sonst nicht zu Gesicht bekommt. So weit, so toll.
Auf den letzten Metern wird die Geschichte ein bißchen holprig. Der Rückschluß auf einen Widersacher passiert zu leicht, die Lösung des Dilemmas ist auch zu einfach, und zum Schluß hätte man sich mehr Informationen über den Rest der Beteiligten und auch ein weniger kaltes, krankes Ende gewünscht. Es scheint, als hätte die Autorin viel Zeit und Energie in die Geschichte investiert und dann plötzlich die Lust verloren. Trotzdem fand ich das Buch ausgesprochen lesenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gnadenlos, 20. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Umarmung des Todes: Roman (Taschenbuch)
Der härteste Krimi, den ich seit langem gelesen habe. Als Leser wird man auf das Laufbrett einer Baumsäge geschnallt und Seite für Seite immer näher auf das kreisende Sägeblatt hingezogen - und nichts und niemand kann dies aufhalten...
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Die Umarmung des Todes: Roman
Die Umarmung des Todes: Roman von Natsuo Kirino (Taschenbuch - 1. Januar 2005)
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