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Kundenrezensionen

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4,1 von 5 Sternen
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am 8. November 2006
Letztendlich waren es 2 Gründe die mich veranlassten meine vorurteilsbedingten Zweifel, dass diese Story ein erhebliches Potential an Kitsch und Rührseligkeit in sich tragen könnte, über Bord zu werfen. Zum einen war es die Empfehlung von Elke Heidenreich, auf die ich mich bislang immer verlassen konnte, zum anderen die Nachricht, das Peter Jackson und seine Frau Fran Walsh die Filmrechte an diesem Buch erstanden haben. Auch sonstige Kritiken klangen euphorisch, doch mittlerweile bin ich vorsichtig geworden, wenn geradezu verschwenderisch mit Prädikaten geworben wird wie meisterlich, Literatur auf Weltniveau, oder auch, liest sich wie im Sog, man kann es nicht mehr aus der Hand legen etc. In den allermeisten Fällen kann so gepriesenes Schriftgut den Anspruch nicht vermitteln, was gar nicht mal am Buch selbst liegen muss, sondern an den überfrachteten Lobeshymnen. In meinem Himmel ist so ein Buch, wo nun wirklich alle positiven Kritiken und Rezensionen gerechtfertigt scheinen.

Die 14-jährige Susi wird auf dem Weg nach Hause überfallen, vergewaltigt und brutal ermordet. Fortan begleitet sie das Leben ihrer Eltern, ihrer Schwester und ihrer Freunde vom ihrem Platz im Himmel aus. Sie erlebt die Trauer und die Wut, die Suche nach dem Täter und die Ohnmacht, nichts tun zu können, denn nur sie allein und der Täter wissen, wer sie umgebracht hat. Während die Familie an dem Unglück zu zerbrechen droht, ist Susi frei von Hass und Gram, denn sie weiß das sie einen Weg finden kann, ihrer Familie zu helfen.

Dieses Buch ist anders als alles was ich bisher gelesen habe. Beginnend bei der schonungslosen und völlig unsentimentalen Schilderung des Verbrechens bis zur Beschreibung der Trauer, von der Skizzierung des Himmels über das Psychogramm der Täters bis zum grenzüberschreitenden Ende, das reine Hoffnung versprechen möchte wird der Leser in ein unglaubliches Wechselbad der Gefühle getaucht. Selten hat mich ein Buch so bewegt und mitgerissen, mich voller Spannung von einer Seite zu nächsten eilen lassen und dann wieder mit Nachdenklichkeit und Melancholie erfüllt. Schon fast unmöglich es längere Zeit aus der Hand zu legen. Lösten das Verbrechen Wut und entsetzen aus, so trauerte ich mit der Familie, litt mit Susi, staunte und freute mich über ihren wunderbar trotzigen und nie deplazierten wirkenden Humor und hoffte mit ihr, das der Täter nicht ungestraft davonkommen möge. All die Trauer auf der einen Seite und auf der anderen Seite die überaus tröstliche und verlockende Möglichkeit dass der Tod noch nicht das Ende sein könnte. Unweigerlich wird dieses Buch dazu führen, das man sich über den Verlust, die Trauer, den Tod und das danach Gedanken macht. Dieses Buch ist mehr Erfahrung denn bloße Unterhaltung und wird jeden Leser in seinen Bann ziehen. Im besten Falle wird es einen tiefen und bleibenden Eindruck hinterlassen. Niemand der es gelesen hat, wird es so schnell vergessen, und ich kann jedem nur empfehlen, sich darauf einzulassen.
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am 29. Dezember 2009
Dies ist das erste Buch, was so spannend anfängt, dass der Puls sehr rasant ansteigt und erst mit der Zeit langsamer wird. Also genau andersrum, als man es sonst kennt.
Die Geschichte beginnt mit dem Mord an Susie Salmon, der so beschrieben wird, dass man eine unfassbare Wut auf den Mörder kriegt. In ihrem Himmel verfolgt sie, wie sich ihre Familie entwickelt, wie sie mit ihrem Tod umgeht. Hat sich nicht jeder schon mal vorgestellt, wie die Leute damit umgehen würden, wenn man tot sein würde? Susie muss mit ansehen, wie ihr Mörder weiter durch das Leben ziehen kann und wie ihre Familie trauert und mit dem Verlust nicht klarkommt.
Ich habe den Trailer im Kino gesehen und hab die Bilder von Mr. Harvey nicht mehr aus dem Kopf gekriegt. Ich musste mir das Buch kaufen und freue mich jetzt sehr auf den Film.
Wir wissen nicht was nach dem Tod passiert, aber dieses Buch zeigt eine sehr interessante Theorie und an Spannung fehlt es an keiner Stelle.
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TOP 500 REZENSENTam 4. Februar 2010
Wie fängt man am besten an...

Vor wenigen Tagen war ich in einer unglaublich langen Warteschlange an der Kinokasse für Avatar3D, so dass ich zu den meist uninteressanten Leseproben griff. Ich hatte während des Wartens genug Zeit um in den ersten SEiten zu schmökern und bereits in dem Moment wusste ich, dass ich dieses Buch haben musste. Ähnlich geschrieben, wie mein Lieblingsbuch Cupido (Jilliane Hoffmann)zog mich dieser packende Start ganz schrecklich in seinen Bann.

Mein PC ging die darauf folgenden 3 Abende nicht mehr an, mein Fernseher durfte sich eine Schlafphase gönnen und mein Auto blieb in der warmen Garage. Die Tage nachdem ich das Buch bekommen hatte waren in jeder noch so kleinen Minute für das Lesen verschrieben. Nicht einmal beim Kochen konnte ich die Augen von den Zeilen lassen.

Diese Geschichte wirft ein komplett neues Bild auf den Tod und auf den Umgang mit Trauer.

Ein 14jähriges verstorbenes Mädchen, welches mit ansieht wie ihre jüngere Schwester erwachsen wird und all das erlebt was auch sie hätte erleben wollen. Ihre Schwester ist wahrhaft einer der besten Literatur-Charaktere die ich je wahr genommen hab.

Ein Vater, welcher den Tod seiner Tochter nicht verarbeiten kann und als einziger innerlich spürt wer der Mörder ist.

Eine Mutter, welche den Verlust ihrer Tochter mit der Liebe eines neuen Mannes verarbeitet und welche die Familie verlässt um ihr Leben zu leben.

Eine Großmutter, welche die Mutterrolle übernimmt und mit ihren 70 Jahren trotzdem noch eine natürliche Coolness hat.

Ein kleiner Bruder, welcher nicht realisiert was passiert ist und immer wieder allerlei Sachen anstellt.

Eine Schulkameradin, welche zu Lebzeiten keine Freundin - aber nach dem Tod die beste Freundin wird.

Und schlussendlich ein Serienmörder, der jeden Schritt plant und scheinbar nicht aufzuhalten ist.
__

Gäbe es tausend Punkte, würde ich alle tausend vergeben.
Mittlerweile verleihe ich es schon zum dritten Mal :-)
Dieses Buch ist eines der besten die ich je gelesen hab.
Den Film werde ich mir nicht ansehen.

-> KAUFEN!
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am 11. Februar 2003
Dies ist sicherlich eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich konnte nicht mehr schlafen, essen oder überhaupt mit irgendjemand reden, bevor ich nicht die letzte Seite umgeschlagen hatte. " In meinem Himmel " Ist gleichzeitig entsetzlich, anrührend, tröstlich und einfach wunderschön.Dabei war ich eigentlich überaus skeptisch bei soviel Vorschusslorbeeren und der Tatsache, dass die Geschichte aus der Sicht einer Vierzehnjährigen erzählt wird, die noch dazu vom "Himmel" aus alles beobachtet. Aber Alice Sebold erzählt ohne jeden Hang zur Melodramatik oder gar Kitsch. Es ist einfach die Geschichte von Susie Salomon, eines ganz normalen amerikanischen Teenagers, die eines Tages allein durch ein Maisfeld nach Hause geht und dort von einem Mann vergewaltigt und ermordet wird. Susies Leiche wird nie gefunden, aber sie existiert weiter und beobachtet von ihrem "Himmel" aus, wie ihre Eltern, Geschwister und Freunde versuchen mit der Tat umzugehen, diesen unbegreiflichen Verlust zu überstehen, schlicht weiterzuleben. Im Vordergrund des Buches steht dabei ganz klar nicht die Tat und ihre Aufklärung, sondern die Kreise, die ein solches Verbrechen noch nach Jahren zieht.Einfach genial. Ein "Muss" für jeden Lesefan
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am 19. Februar 2010
Durch den Kinotrailer aufmerksam geworden habe ich mir dieses Buch bestellt...
Ich war sehr berührt durch die Geschichte und muß zugeben, ich habe beim Lesen auch mehrmals geweint...
Die Idee des Buches fand ich grandios, ein ermordetes Mädchen ihre Familie, Freunde und den Täter über die Jahre aus dem Himmel zu beobachten... Dass dem Mädchen an der einen oder anderen Stelle die Interaktion mit dem Lebenden gelingt, fand ich nicht so gelungen...
Dass die Liebe ihres Jugendfreundes nie erlischt und auch ihre Eltern sich am Ende des Buches nach Jahren der Trennung wiederfinden, dass jede dieser Lieben so bedingungslos und verzweifelt ist, ist romantisch, aber leider nicht nachvollziehbar.
Dennoch würde ich dieses Buch weiterempfehlen, da es unglaubliche Stärken besitzt und einem sehr nahe geht. Die verzweiflte Hoffnung und das "Nicht-los-lassen-Können" des Vaters, die nagende Zerstörung der Familie, die Traumatisierung der Kameraden und Geschwister - ist so anschaulich und packend beschrieben. Auch der Täter ist nicht nur Monster, er ist auch ein einsamer Getriebener ohne menschliche Bindungen.
Trotz einiger Schwächen ein gutes Buch, deshalb 5 Punkte!
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am 11. Februar 2003
Susie Salmon ist 14 Jahre alt, als sie am 6. Dezember 1973 brutal vergewaltigt und ermordet wird. Ihr Mörder, ein Nachbar, zerstückelt und wirft sie in ein Erdloch, dem Schundloch.
Susie selbst sitzt im Himmel und schildert von dort aus, wie ihre Familie versucht, mit dem Schicksalsschlag umzugehen und dabei zerbricht, während der Mörder unbehelligt weiter existiert.
Selten hat mich ein Buch so in meinem Innersten berührt. Die Erzählweise ist einzigartig: lässt sie einen doch teilhaben an den Gefühlen und Gedanken einer Person, die nicht mehr unter den Lebenden weilt und doch ein Teil davon ist. Susies Versuche, ihre Familie und Freunde zu trösten, ihnen das Gefühl zu geben, das sie da ist, driften niemals ins Kitschige ab. Im Gegenteil: Sie schildert die Überlebenden (ihre Familie und Freunde) in einer Art und Weise, dass man als Leser die jeweilige Handlungsweise vielleicht nicht nachvollziehen, aber verstehen kann.
Mit ihrem Buch schafft es Alice Sebold ihren Lesern begreiflich zu machen, dass der Tod zwar das Ende des irdischen Daseins bedeutet,dass etwas aber in einer anderen Form weiter existiert.
Es ist eine wunderbare Kriminal- und Familiengeschichte,die uns erkennen lässt,dass das Böse als auch der Himmel unerklärlich
sind, und dennoch existieren.
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am 15. November 2005
Susie Salmon lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie geht zur Schule, treibt Sport und hat ihre ersten, zarten Erfahrungen mit der Liebe.
Eines Tages trifft sie am Rande eines Maisfeldes, das sie durchqueren will um den Schulweg anzukürzen , den Nachbarn Mr. Harvey, einem eigenbrötlerischen Sonderling. Er vergewaltigt das Mädchen und tötet es.
Susies Seele geht in "ihren Himmel". Von dort beobachtet und begleitet sie die nächsten Jahre das Leben ihrer Familie und Freunde.
Alice Sebold beschreibt sehr einfühlsam den Prozeß des Abschiednehmens und Trauerns, sie schildert immer aus der Erzählperspektive der toten Susie, was ein solches Verbrechen mit einer Familie, ja einer ganzen Gemeinde macht. Über die Seiten des Buches und im Verlauf der Jahre die vergehen wird aber auch deutlich, was dieses Tat und Susies Tod an positiven Entwicklungen freigesetzt hat.
Erst als nach fast 10 Jahren alle Beteiligten das so sehen und ihr Leben integrieren, sind sie "erlöst". Die Lebenden schauen nach vorne und leben und lieben wieder neu, und Susie "in ihrem Himmel", kann endgültig loslassen.
Ein schöner Roman über den Zusammenhang von Leben und Sterben, von Loslassen und Wiederanfangen: Er psychologisiert nicht, kommt eher leicht daher, trägt aber eine wichtige und schwerwiegende Botschaft.
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am 30. Juni 2011
Vor kurzem wurde mir im Internet der Film und das Buch "In meinem Himmel" empfohlen. Da ich Bücher gern vor dem Film lese, um meiner Fantasie beim Lesen freien Lauf lassen zu können, bestellte ich bei Amazon das "Buch zum Film"

Innerhalb von 2 Tagen hatte ich es zu Ende gelesen, so fesselnd war die Geschichte um Susie Salmon und ihre Familie. Das Buch ist unglaublich emotional und man leidet so richtig mit der Familie mit.

Alle Emotionen sind sehr detailreich beschrieben, alles ist sehr ausführlich, aber doch wieder kurz genug, um nicht zu langatmig zu werden.

Nach dem Buch freute ich mich dann auf den Film, ich war gespannt, wie diese vielen Emotionen in einem Film dargestellt werden würden.

Die Antwort darauf: Gar nicht.

Der Film hat außer der Grundhandlung überhaupt nichts mit dem Buch zu tun. Viele Details wurden weggelassen, die Zeitreihenfolge stimmt überhaupt nicht, die Beschreibung von Susies Himmel im Buch ist ganz anders als das was im Film gezeigt wird. Einige Personen und komplette (teils wichtige) Handlungen fehlen einfach.

Also mein Tipp an alle:

Wenn ihr den Film gesehen habt: Es LOHNT sich wirklich, nochmal das Buch zu lesen, es ist so viel besser und man versteht auch den teilweise sehr verwirrenden Film besser

Wenn ihr das Buch bestellen wollt und den Film nicht gesehen habt: Tut es! Das Buch ist wirklich toll! Aber spart euch den Film.

Fazit: ein wundervolles, sehr gut geschriebenes Buch mit Taschentuchgarantie. Aber mit "Roman zum Film" hat es nicht viel zu tun.
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am 23. Februar 2003
Man weiß bis zum Schluss nicht, was es ist: Kriminalroman oder Krimi. Und es in der Tat weder das eine noch das andere....es ist große Literatur mit einfachen Mitteln und Worten. Alice Sebold spricht unsere Sprache, obwohl wir nie nachempfinden können, was sie empfindet. Es ist ein spannender Gedanke, die Welt ohne sich selber und nach einem selbst zu erleben. Alice Sebold hat dies in Worte gekleidet. Trotz des immensen Verbrechens spiegelt der Roman einen großen inneren Frieden wieder, den die Hauptdarstellerin letztendlich findet und die Autorin -so hoffe ich (schon mit "Lucky")- ebenfalls gefunden hat.
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am 28. Februar 2014
Roman zum Film?

Zwar sieht man auf dem Cover ein Bild nach Peter Jackson's Verfilmung des Buches, aber keine Bange, es ist der Original-Roman von Alice Sebold. Ungekürzt und ungeschönt und erstklassig ins deutsche übersetzt.

Die im Buch beschriebene Vergewaltigung wirkt so unglaublich realistisch.

Kein Wunder... denn die Autorin Alice Sebold wurde als achtzehnjährige vergewaltigt.

Von vorne bis hinten ist das Buch einfühlsam geschrieben, und wenn man es fertig gelesen zuschlagen will, braucht man eine Zeit der Verweilung.

BEWERTUNG:
5 lesefreudige Sterne für diesen 384 seitigen Roman, den man nicht so schnell wieder vergisst und weiterempfiehlt!

FAZIT:
Mein Name ist Salmon, also Lachs wie der Fisch. Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich ................., am 6. Dezember 1973!
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