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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Minette Walters ungewohnt anders
Minette Walters neuer Roman "Der Nachbar" ist anders als ihre bisherigen Bücher. Bisher hat Walters den Leser immer damit in Bann gezogen, indem sie ihm Informationen aus verschiedenen Quellen ( Zeitung, Polizeiberichte...) zukommen ließ, und der Leser sich so in die Auflösung des Falles einbezogen fühlte. In dem neuen Buch geht sie anders vor. Sie...
Veröffentlicht am 29. Juli 2002 von bstuff

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Satz zuviel wird zur Katastrophe
Ein vorbestrafter Pädophiler soll von den Behörden in einer Sozialsiedlung am Rand der Stadt untergebracht worden sein. Aufgebrachte Mütter zetteln einen Protestmarsch an, dem sich betrunkene Jugendliche, Randalierer und gewaltbereite Gruppen anschließen, so dass die Demonstration in einem Inferno endet. Zur gleichen Zeit sucht die Polizei nach Amy,...
Veröffentlicht am 14. Mai 2005 von marielan


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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Minette Walters ungewohnt anders, 29. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
Minette Walters neuer Roman "Der Nachbar" ist anders als ihre bisherigen Bücher. Bisher hat Walters den Leser immer damit in Bann gezogen, indem sie ihm Informationen aus verschiedenen Quellen ( Zeitung, Polizeiberichte...) zukommen ließ, und der Leser sich so in die Auflösung des Falles einbezogen fühlte. In dem neuen Buch geht sie anders vor. Sie hat eine Roman geschrieben, in dem verschieden Personen gleichzeitig agieren. Der Leser bekommt immer wieder kurze Episoden von verschiedenen Personen und Handlungen, die gleichzeitig ablaufen. Das ganze ist dadurch sehr spannend und auch der Hintergrund der Pädophilie wird aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Auf jeden Fall kann man das Buch nur weiter empfehlen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 24. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
Ich las das Buch im englischen Original und muß sagen, daß es sicherlich eines der besten von Minette Walters ist. Was mich besonders fesselte, war nicht die Kriminalgeschichte an sich, sondern das soziale Umfeld, in der sich die Handlung abspielte: eine trostlose Sozialsiedlung, in der schon abgeschriebene, arbeitslosen, drogenabhängige Jugendliche, Familien, Alleinerziehende sowie auch alte, mittelose Personen leben. Und das war auch das interessante am Buch: Wie England mit diesen Randgruppen umgeht, wie hoffnungslos und abgeschrieben sich dieser Personenkreis fühlt, wie die Sozialbehörden agieren.
Die Krimihandlung an sich hatte auch ein paar unglaubwürdige Punkte: z.B. daß eine neue, unerfahrene Polizistin alleine (!) in diese Sozialsiedlung fährt, daß der vorbestrafte, kriminelle "Held" sich zum barmherzigen Samariter mausert. Das Happy End wirkt auch etwas aufgesetzt.
Aber das Fazit: Ein wirklich gelungener,etwas anderer Krimi, der unter die Haut geht und der jeden Cent wert ist ! Empfehlenswert.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, 26. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
Endlich beglückt Minette Walters ihre Leser wieder mit einem unglaublich packenden Roman. Nach den für diese Autorin enttäuschenden Büchern wie "Wellenbrecher" und "In Flammen" präsentiert uns Minette Walters einen packenden Kriminalroman, den man ohne Unterbrechung verschlingen sollte. Sie weicht von ihrem üblichen Schema ab und lässt mehrere Personen die Haupthandlung bestreiten. Mit psychologischer Einfühlungsvermögen stellt die Schriftstellerein keinen herkömmlichen Krimi vor, sondern eine Mischung aus psychologischen und kriminalistischen Thriller mit sozialkritschen Aspekten. Es ist dies auch eine Milieustudie einer am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen mit ihren Ängsten und ihren Lebensanschauungen. Die Kapitel werden, nachdem die Hauptcharaktere nach und nach vorgestellt werden, kurz und bündig und nehmen durch den stetigen Wechsel der Schauplätze eine eigene Dynamik an, so wie man es aus Drehbüchern kennt, wobei die sprachliche Kompetenz von Minette Walters deutlich durch Eleganz und nicht selten durch Ironie besticht. Ich bin seit "Der Schandmaske" und "Dunkle Kammern" lange nicht mehr so begeistert gewesen. Das Buch ist ein Muss für jeden Krimiliebhaber, aber auch für jene, die von Minette Walters noch kein Buch gelesen haben. Die werden spätestens nach dieser Lektüre mit Bestimmtheit auch zu ihrem fixen Leserkreis gehören.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Thriller von der Meisterin des psychologischen Krimis, 28. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
Wie schon in "Schlangenlinien" ist der Schauplatz in "Der Nachbar" ein heruntergekommener Stadtteil, in dem die Bewohner mehr schlecht als recht über die Runden kommen. Doch während es in "Schlangenlinien" um die Beziehungen der Bewohner untereinander ging, verbündet man sich hier gegen einen gemeinsamen "Feind", als das Gerücht umgeht, ein Sexualverbrecher sei in der Nachbarschaft einquartiert worden. Als dann noch ein Kind verschwindet, schlagen die Wogen hoch, eine eiligst anberaumte Demonstration gerät außer Kontrolle und die Bewohner der Viertels finden sich abgeschnitten von der Außenwelt wieder.
Spätestens zu dem Zeitpunkt ist man als Leser vollkommen gefesselt und verschlingt die Seiten. Der Krimi wird zum Thriller, in dem man mit der eingeschlossenen Ärztin mitfiebert, ohnmächtig mit der Polizei von außen das Geschehen verfolgt, während gleichzeitig in einem anderen Strang der Geschichte nach dem verschwundenen Kind gefahndet wird.
Ein ungewohntes Buch von Minette Walters, in dem nur manchmal ihre übliche Klasse im Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen aufblitzt. Man hat das Gefühl, dass diese hier im Wettstreit mit Spannung und Action den Kürzeren gezogen hat.
Als Thriller ist das Buch ein voller Erfolg. Sehr spannend, sehr visuell, mit Helden und Schurken. Schade ist nur, dass das besondere Etwas, das Minette Walters' Bücher auszeichnet, hier so fast gar nicht vorhanden ist.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selten so nervös gewesen, 8. Januar 2004
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
"Der Nachbar" ist eines dieser Bücher, an dem der Leser forensisch nachweisbare Spuren hinterlässt - Angstschweiß an den Händen zumal. Ich habe es mit Herzklopfen gelesen und kaum aus der Hand legen wollen. Die Wandlung und mehrseitige Beleuchtung von Charakteren, die Minette Walters so gut beherrscht und die mir an ihren Werken sonst so gut gefällt, fehlte diesmal. Trotzdem mangelt es dem Roman an nichts. Die Geschichte ist ausgesprochen vielschichtig, obwohl sie auf recht begrenztem Raum spielt: in eine Sozialsiedlung, einen architektonisch verbrecherischen sozialen Brennpunkt, wird anonym ein verurteilter Pädophiler einquartiert. Seine Nachbarin, eine allein erziehende Schwangere mit Hang zu Alkoholkonsum, erfährt durch eine biestige Trulla vom Gesundheitsamt davon. Daraufhin will sie einen Protestmarsch arrangieren, der leider ein wenig ausartet.
Die zweite Schicht ist die Geschichte einer Ärztin dieses Gesundheitsamtes, die in das Haus des Pädophilen zu einem Notfall gerufen und anschließend als Geisel missbraucht wird. Die dritte Schicht ist die eines verschwundenen kleinen Mädchens, das manche in der Gewalt des Pädophilen vermuten, und deren Familie und Ex-Familie. Alle diese Schichten greifen ineinander und sind schon für sich allein sehr spannend. Die Persönlichkeiten und ihre psychologischen Beweggründe sind toll beschrieben und lassen die Geschichte sehr glaubwürdig werden.
Der einzige wunde Punkt ist die gelegentliche Schwarzweißmalerei, nämlich dass die Sozialsiedlungsbewohner alle mutig und tapfer sind und das Herz auf dem rechten Fleck haben, wenn sie nicht gerade senil, geistesschwach oder zugekifft sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was eine unbedachte Bemerkung alles auslösen kann, 5. Januar 2014
Von 
larapinta - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar: Roman (Taschenbuch)
Einer Betreuerin des Gesundheitsdienstes von Southampton unterläuft ein schwerwiegender Fehler - sie plaudert bei einer Bewohnerin, die in der Sozialwohnung eines ärmeren Viertels wohnt, etwas aus, das unbedingt behördlicherseits verschwiegen werden sollte, um die Menschen dort nicht in Rage zu bringen. Aufgrund dieser aus Wut hervorgeschleuderten Information werden Ereignisse in Gang gesetzt, die nach kurzer Zeit nicht mehr kontrollierbar sind und das ganze Viertel in Hass, Chaos und Gewalt stürzen.

Sehr gut fand ich in diesem Zusammenhang, dass vorn im Buch eine Skizze zu sehen ist, wie „Bassindale Estate“ von den Straßen her aussieht, wie die Straßennamen lauten und wo genau die einzelnen Häuser in der Humbert Street stehen (mit Hausnummern).

Es gibt Täter und Opfer, es gibt aber auch viele Täter, die selbst Opfer waren/sind. Die Vielschichtigkeit der einzelnen Charaktere hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. In dem Viertel "Bassindale Estate" spielt das Buch an verschiedenen Brennpunkten. Es gibt Leute, die helfen wollen, welche, die über sich hinaus wachsen und solche, die einfach an irgend einem Moment an der falschen Stelle sind...

Der Roman besticht durch seine Ernsthaftigkeit, was passieren kann, wenn irgendwo und -wann etwas unbedacht geäußert wird und welche Folgen so etwas haben kann. Die Ansammlung der Massen in und um die Humbert Street, die Verzweiflung der Menschen, der Todesfalle zu entfliehen und der Wagemut von einzelnen, dies sicherzustellen, wird eindringlich geschildert. Was passieren kann, wenn Leute durch Drogen und andere Substanzen nicht mehr Herr ihrer Sinne sind und ein Hassfeuer entfachen ist sehr gut in diesem Buch dargestellt worden.

Bis zum Schluß ist nicht klar, wer außer dem ersten Opfer der Krawalle noch dran glauben muß. Das Verschwinden der 10-jährigen Amy ist fast schon ein Nebenschauplatz, wobei die Auflösung dieser Angelegenheit letztendlich nicht ganz schlüssig war.

Mich hat der Roman gefesselt, aufgrund seiner Eindringlichkeit "Was ist, wenn...".

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte
achte auf deine Worte, denn sie werden Taten
achte auf deine Taten, denn sie werden dein Schicksal!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemlose Spannung, 11. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
Ein Protestmarsch gegen Pädophile in der Nähe von Southampton endet im Chaos. Es gibt Tote und Verletzte. So beginnt Minette Walters Roman "Der Nachbar". Rasch wird klar: Was wie der Anfang einer Geschichte aussieht, ist in Wahrheit deren Ende. Doch das macht den Roman nicht weniger spannend, im Gegenteil: Während sich in der Sozialsiedlung Bassindale nach dem Zuzug eines Pädophilen die Ereignisse zuspitzen, verschwindet die 10jährige Amy aus Portisfield - genau jener Ort, in dem der pädophile Straftäter zuletzt gewohnt hat. Während die Polizei fieberhaft nach dem Täter sucht, wird die junge Ärztin Dr. Sophie Morrison unversehens in die mörderische Jagd in Bassindale hineingezogen. Und nicht nur ihr Leben steht auf dem Spiel, sondern auch das der lebensfrohen Melanie Patterson, die ein Kind erwartet, ihres draufgängerischen Freundes Jimmy James und ihres Bruders Colin - sowie das Leben zahlreicher weiterer Kinder, Jugendlicher und alter Menschen, die in der Sozialsiedlung zusammengepfercht sind. Und was ist mit Amy, die weiterhin verschwunden bleibt?
Minette Walters versteht es meisterhaft, zwei unterschiedliche Handlungsstränge und zwei gegensätzliche Milieus miteinander zu verknüpfen: Hier die sozial Schwachen, bunt durcheinandergewürfelt und scheinbar ohne Zukunft, und dort das scheinbar bürgerliche Milieu, unter dessen glatter Oberfläche sich Abgründe auftun. So entsteht atemlose Spannun und man möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Am Schluss löst sich alles auf - nicht in Wohlgefallen, aber doch mit einem Hoffnungsschimmer.
Neben der packenden Handlung und den wunderbar authentischen Charakteren möchte ich auch noch die Brisanz der Geschichte hervorheben. Obwohl die deutschsprachige Erstausgabe bereits 2002 erschienen ist, hat das Thema gerade im Lichte jüngster Ereignisse nichts an Aktualität eingebüßt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht ihr brisantestes Werk, 16. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar: Roman (Taschenbuch)
Ich bin ein großer Fan von Minette Walters, aber mit diesem Buch hat sie mich ganz besonders beeindruckt. Man merkt der Autorin in jedem ihrer Werke an, dass sie Redakteurin ist - ihr Stil ist einfach unnachahmlich - nüchtern, manchmal beinahe emotionslos, und dennoch sehr bewegend. Immer wieder gelingt es ihr, dass man Vorurteile, Voreingenommenheit völlig über den Haufen werfen muss.

In "Der Nachbar" kommt ihr dieses Talent besonders zu gute - sie wagt sich an ein sehr heikles Thema. Wahrscheinlich das am extremsten mit Voreingenommenheiten belastete Thema all ihrer anderen Bücher. Wer möchte schon in der Nachbarschaft eines Pädophilen leben, womöglich sogar mit Kindern? Niemand. Und beinahe kein anderes Verbrechen provoziert mehr Menschen zu dem Geständnis, gerne möglichst brutale Lynchjustiz walten lassen zu wollen.

Minette Walters skizziert genau so einen Fall. In diesem Buch ist jeder ein Opfer. Seiner Umwelt, seines Elternhauses, seines Berufs und seiner Gefühle.

Spannend und im positivstem Sinne verwirrend bis zum Schluss.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unbedingt lesenswerter Roman, 10. September 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar (Gebundene Ausgabe)
Ein unbedingt lesenswerter Roman
Minette Walters zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite, anders als in ihren vorherigen Romanen bleibt der Leser nicht im Dunkeln, rätselt lange wer wohl der Täter ist. Nein, in diesem Fall kennt der Leser den oder die Täter und das oder die Opfer aber in unserem Wunsch alles und jeden in eine Schublade zu stecken wird uns hier ganz gehörig ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Zum Inhalt
Ein zehnjähriges Mädchen wird vermisst gemeldet, ein Pädophiler wird, da sein Name, seine Adresse und sein Foto in einer Zeitung veröffentlicht wurden, in ein Getto umquartiert, dies allerdings wird bekannt und einige Frauen planen einen Protestmarsch der leider ein ganz klein wenig ausufert.
Die Frage.... was geht ab??
Ein Gesellschaftskritischer Roman welcher aktuelle Problematiken aufgreift und uns zwingt unsere Vorurteile zu betrachten, uns zu Fragen wie wir wohl in einer ähnlichen Situation reagiert hätten.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Satz zuviel wird zur Katastrophe, 14. Mai 2005
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Nachbar: Roman (Taschenbuch)
Ein vorbestrafter Pädophiler soll von den Behörden in einer Sozialsiedlung am Rand der Stadt untergebracht worden sein. Aufgebrachte Mütter zetteln einen Protestmarsch an, dem sich betrunkene Jugendliche, Randalierer und gewaltbereite Gruppen anschließen, so dass die Demonstration in einem Inferno endet. Zur gleichen Zeit sucht die Polizei nach Amy, einem verschwundenen Mädchen, das vor dem Haus des Pädophilen angeblich zum letzten Mal gesehen wurde. Obendrein wird die junge Ärztin Sophia in diesem Haus festgehalten und bedroht.
Das erste Drittel des Buches fand ich spannend und gut aufgebaut durch den Perspektivenwechsel zwischen Gesundheitszentrum, Polizeiermittlung, Einführung der Hauptpersonen und ihres Umfeldes. Anschaulich und glaubhaft erzählt die Autorin wie aus einem Funken, nämlich einer dummen Bemerkung einer Sozialarbeiterin, ein Flächenbrand entfesselt wird.
Aber dann bleibt das Buch bis zum Schluss auf diesem Level. Hektik statt Spannung macht aber beim Lesen zappelig. Sobald an irgendeiner Stelle der Demonstration ein paar Leute in Sicherheit gebracht werden, eskaliert die Gewalt an anderer Stelle. Die bedrohliche Situation bleibt über zig Seiten dieselbe, wechselt nur den Schauplatz, d.h. die Geschichte wird nicht durch Handung vorangebracht, sondern stagniert, indem das Geschehen von einem Ort zum anderen transportiert wird.
Am Ende bleiben eine Menge Fragen offen: Trotz Erklärungsversuchen ist es nicht einsichtig, dass die Polizei keine Möglichkeit zum Eingreifen sieht. Aber was kann man von einer Polizeidienststelle erwarten, die eine Anfängerin allein in einen sozialen Brennpunkt schickt?? Auch fragwürdig: Denkt ein Mann, dessen Tür gerade ein lynchbereiter Mob mit Molotow-Cocktails einschlägt, tatsächlich noch daran, eine Frau sexuell zu bedrohen?
Mal abgesehen von der plakativen Überzeichnung der Charaktere von Jimmy, Melanie, der Sozialarbeiterin Fay und einiger der Senioren scheint das Fazit im Fall der verschwundenen Amy beinah peinlich, als wolle die Autorin die Botschaft senden: Es gibt "liebe Onkels", die wirklich lieb sind. Die völlig unvoreingenommen Nacktaufnahmen von kleinen Mädchen machen.(Auch der Pädophile hat ja eigentlich kein Verbrechen begangen.) Und es gibt Lolitas im Grundschulalter, die es den Onkels schwer machen, lieb zu bleiben.
Als Krimis hat das Buch zuwenig Kriminalfall, als gesellschaftlich-sozialkritische Erzählung ist es zu oberflächlich geraten.
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Der Nachbar: Roman
Der Nachbar: Roman von Minette Walters (Taschenbuch - 1. Mai 2004)
EUR 9,95
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