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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überzeugendes debüt!
ich habe das buch gestern abend in 2,5 stunden gelesen. am stück, weil ich gefesselt war. überzeugt hat mich an diesem buch nicht unbedingt der stil, nicht unbedingt die story; vielmehr fand ich es beeindruckend, wie intensiv der charakter der protagonistin immer und immer wieder durchleuchtet wird, wie sehr ich ihr geglaubt habe, dass sie nicht weiß warum...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2002 von Jordan Catalano

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes, psychologisches Thema. Leider nicht ganz optimal umgesetzt.
Kurzinhalt:
Das Buch beginnt im Gefängnis: Charléne sitzt wegen Mordes. Wen sie umgebracht hat und warum, ist zunächst nicht klar. So nach und nach erfährt der Leser in Rückblenden aber die ganze Geschichte - beginnend von ihrer frühen Kindheit.

Meine Meinung:
Was für ein deprimierendes Buch. Vom SPIEGEL als...
Veröffentlicht am 3. März 2013 von JED


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überzeugendes debüt!, 15. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen (Gebundene Ausgabe)
ich habe das buch gestern abend in 2,5 stunden gelesen. am stück, weil ich gefesselt war. überzeugt hat mich an diesem buch nicht unbedingt der stil, nicht unbedingt die story; vielmehr fand ich es beeindruckend, wie intensiv der charakter der protagonistin immer und immer wieder durchleuchtet wird, wie sehr ich ihr geglaubt habe, dass sie nicht weiß warum sie in diese abhängigkeit verfiel, wann sie aufhörte glücklich zu sein und sich selbst zu lieben. so ein gefühl zu transportieren, das sich bis zur letzten seite steigert und mich vor der auflösung zittern ließ, das ist nicht einfach. glückwünsch anne-sophie brasme, ich halte dein debüt für überzeugend!
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenig Geschichte, aber viel psychologischer Tiefgang, 31. Juli 2002
Von 
Damaskus (Albstadt, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen (Gebundene Ausgabe)
Es ist eine traurige Tatsache, dass der literarische Wert des Buches von den Medien umgangen wurde und durch Sprüche ersetzt wurde, die auf das Alter der 16-jährigen hinzielten. Ich kaufte dieses Buch wegen seiner Geschichte, die ich auf dem Klappentext las, da hätte der Roman auch von einem blinden, krüppeligen, drogenabhängigen Greis stammen können. Ich denke man zerstört dieses Buch, wenn man während des Lesens an das Alter der Autorin oder die Autorin selbst denkt. Also sollte man es nur kaufen, wenn man sich nicht als Hobbykritiker davor setzt und alles, was sie sagt, bewerten will (ich kenn genügend, die das taten). Die Kommentare sind sichtbar: "Außergewöhnlich, für so ein junges Mädchen ... eine 16-jährige, die ein Buch schrieb, wie beeindruckend" und so weiter. Aber die Geschichte um die 19-Charlene, die aus ihrer Gefängniszelle die Geschichte einer Verhängnisvollen Beziehung zu ihrer damals besten Freundin erzählt, ist ein Stück hochwertige Literatur. Mit wenig Dialogen ausgestattet und viel Zartfühligkeit und psychologischer Raffinesse, zeigt die Autorin auf den Machtmissbrauch, den ihre Freundin auf sie ausübt und auf den Zustand, wenn Liebe zu Hass wird. Es ist ein Roman, den man schwer aus den Händen legen kann und der einem genüsslich an den Nerven knabbert, bis man erfährt, ob Charlene sich ihrer herrschsüchtigen Freundin entreißen kann. Es ist ein tiefer Seelenblick in die Abhängigkeit eines Mädchens, das nach Identität sucht, das Liebe und Aufmerksamkeit will und sich in ihrem Hass widerfindet, der alles zerstört, aber das sieht sie zu spät. Liebe macht eben doch blind.
Deshalb ist es kein Buch für Leser, die das Schnelllesen gewohnt sind und sich von der Handlung berauschen lassen wollen. Das gibt es bei John Grisham, aber hier geht's ans Eingemachte. Und das reißt mit und beeindruckt.
Wünsche eine nachdenkliche Leseerfahrung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes, psychologisches Thema. Leider nicht ganz optimal umgesetzt., 3. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen: Roman (Taschenbuch)
Kurzinhalt:
Das Buch beginnt im Gefängnis: Charléne sitzt wegen Mordes. Wen sie umgebracht hat und warum, ist zunächst nicht klar. So nach und nach erfährt der Leser in Rückblenden aber die ganze Geschichte - beginnend von ihrer frühen Kindheit.

Meine Meinung:
Was für ein deprimierendes Buch. Vom SPIEGEL als "literarische Sensation" gefeiert, hatte ich echt Probleme, es weiterzulesen. Ja, ich musste mich jedesmal regelrecht zwingen, es wieder in die Hand zu nehmen, so sehr hat mich die Stimmung der Protagonistin runtergezogen.
Wobei für mich überhaupt nicht klar war (und das von der Autorin auch nicht verdeutlicht wurde), warum Charléne von Kindheit an so an der Welt krankt und sich irgendwann auch umbringen will. Dann aber seitenweise diesen Weltschmerz zu ertragen, nervt irgendwann. Oder macht einen gleich mit depressiv..

Das hat mich zunächst wenig überzeugt. Erst als Sarah in Charlénes Leben tritt, wird verständlich, warum diese sich an die soviel selbstbewusstere Mitschülerin hängt, ja diese regelrecht zu ihrer Obsession wird.
Hier zeigt die Autorin ein über mehrere Jahre dauerndes, perfides Machtspielchen auf, wie es vielleicht viele noch aus der eigenen Schulzeit kennen. Ein "Spielchen", das irgendwann bitterer Ernst wird und in Hass und Gewalt umschlägt.

Ein wenig war ich an "Fräulein Niemand. " von Tomek Tryzna erinnert, dass ich vor einigen Jahren gelesen habe und das eine ähnliche Problematik behandelt und in dem noch deutlicher wurde, wie grausam Kinder untereinander oft sein können.
Tryzna war sehr viel näher an der Gedankenwelt der Kinder dran, während Brasme zu erwachsen, zu abgehoben schreibt.
Zudem fehlte mir oft die Beantwortung der Frage: "WARUM"?

Fazit:
Interessantes, psychologisches Thema. Leider nicht ganz optimal umgesetzt. Zu viele Fragen bleiben offen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich, 21. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen (Gebundene Ausgabe)
"Dich schlafen sehen" ist eins der genialsten und fesselndsten Bücher, die ich je gelesen habe. Eine Freundin hat mir das Buch empfohlen und ich habe es an nur einem Tag regelrecht verschlungen.
Anne-Sophie Brasme hat einen unglaublich reifen Schreibstil - schon nach den ersten drei Seiten zieht das Buch den Leser in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Das Leben im Gefängnis beschreibt sie, als wäre sie selbst dort gewesen.
Auch die Handlung mag man einem 16jährigen Mädchen gar nicht zutrauen. Sie schildert Charlènes Besessenheit, ihre Abhängigkeit, ihren Fanatismus sehr glaubwürdig.
Das Buch enthält so gut wie keine Dialoge, die Ich-Erzählerin (Charlène) erzählt aus dem Gefängis von ihren Erinnerungen.
Die Geschichte hat keinen "richtigen", sondern eher einen fließenden Anfang. Plötzlich ist man mitten in der Handlung.
Ich kann "Dich schlafen sehen" jedem auf's Wärmste empfehlen, denn es ist ein außergewöhnliches Buch von einem Ausnahmetalent. Es regt zum Nachdenken an, und zumindest am Anfang standen mir ein paar mal die Tränen in den Augen.
Das Buch ist aber nicht zu anspruchsvoll und intelektuell und liest sich sehr leicht und flüssig.
Es ist jetzt schon eines meiner absoluten Lieblingsbücher!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In die Seele geblickt!!, 26. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen (Gebundene Ausgabe)
Charlène ist schon in jungen Jahren ein ziemlich schwieriges Kind. Sie ist eine Einzelgängerin und lebt in ihrer eigenen Welt. Und meist kümmert sich auch niemand darum, was sie tut. Sie beginnt schon in diesen jungen Jahren sich selbst zu hassen und projiziert diesen Selbsthass auf alles andere in ihrem Leben.
Nur wenigen Menschen gelingt es tatsächlich zu ihr vorzudringen. Einer, der es gelingt ist Vanessa, eine Freundin, die sie aber sehr schnell durch den Umzug Vanessa's verliert.
Wieder bleibt sie allein zurück. Und dann lernt sie Sarah kennen. Sarah ist alles, was Charlène nicht ist. Selbstbewusst und zielstrebig. Die beiden werden Freundinnen. Was Charlène allerdings nicht bemerkt ... Sarah spielt ein falsches Spiel, mit furchtbaren Konsequenzen.

Ich bin geschockt und tief bewegt. Sehr eindringlich und fesselnd beschreibt Anne-Sophie Brasme, was im Leben eines jungen Mädchens nicht alles schief gehen kann. Nichts lässt sie aus oder beschönt es. Dieses Buch zu lesen war für mich sehr beklemmend. Denn einiges erinnert mich sehr stark an mich selbst, wobei ich nie so tief darin verwickelt war wie Charlène.

Sie ist ein junges Mädchen, ein Kind reicher Eltern. Und es zeigt sich sehr schnell, dass Geld nicht alles heilen kann. Ihre Eltern verstehen das wilde Mädchen nicht und zeigen ihre Liebe nur in Form von materiellen Dingen. Die Liebe lernt Charlène nie richtig kennen. Erst in ihrer Freundschaft mit Vanessa scheint sie aufzutauen und am Leben teilzunehmen. Das die allerdings ein zusätzlicher Faktor für den weiteren Verlauf der Ereignisse ist zeigt sich dem Leser sehr schnell. Denn was passiert, wenn die einzige Freundin von der Bildfläche verschwindet? Richtig ... das tiefe Loch wird nur noch größer. In dieser Situation lernt Charlène dann Sarah kennen. Erst scheint es, als ob sie eine ebenso gute Freundin wie Vanessa wird. Doch ab diesem Punkt kann Charlène dann auch nicht mehr zurück als alles in Scherben zerfällt. Ihre stummen Hilferufe bleiben unbeantwortet. Sehr eindrucksvoll schildert die Autorin die Gefühle, die einem solchen Menschen wohl durch den Kopf gehen.
Charlène wird immer mehr zu einem Schatten, völlig abhängig von der Aufmerksamkeit Srarah's. Ab diesem Zeitpunkt hätte nur psychologische Betreuung helfen können. Doch nichts davon passiert. Sie bleibt mit Sarah allein. Im Alter von 16 lernt sie dann schließlich einen Jungen kennen. Für kurze Zeit gelingt es ihm sie aufzufangen. Doch sie ist schon zu tief in dem Netz gefangen ... kann sich nicht mehr daraus befreien.

Das Ende bekommt der Leser schon am Anfang des Buches zu sehen. Das unausweichliche Resultat von Erniedrigung und seelischer Folter. Wir sehen einen gebrochenen jungen Menschen. Was am Ende aus Charlène wird erfährt der Leser nicht. Nur die nackte Wahrheit leuchtet aus diesem Dunkel heraus.
Den Schluss bereits am Anfang zu zeigen schmälert jedoch die Spannung des Buches in keinster Weise. Man will genau wissen, wie es dazu kommen kann, was alles nötig ist um einen Menschen dazu zu treiben. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich alles aufgedeckt und war durch das Leben von Charlène gegangen.

Die Erzählweise ist dabei von größter Bedeutung. Wir sehen alles durch Charlène's Augen. Wir sehen ihre Erinnerungen. Hauptsächlich beschreibt sie uns ihre Gefühle und die Bilder, die ihr in Erinnerung geblieben sind. Nur sehr wenige Dialoge sind darin eingestreut. Die unterstreicht noch mehr dieses bedrückende Gefühl.

Zum Cover. Man sieht den nackten oberen Rücken und den Hinterkopf eines Mädchens. Ihre langen Haare verbergen ihr Gesicht. Die Haltung zeigt ein gebeugtes, vielleicht am Boden kauerndes, Mädchen. Es strahlt Mutlosigkeit und Verzweiflung aus. Sehr passende zum Buch und sehr ansprechend.

Dieses Buch empfehle ich unbedingt weiter. Vielleicht werden die Menschen dann auch mal genauer hinsehen. Nicht jedes Lachen heißt, das es dem betreffenden Mensch auch gut geht. Man muss unter die Fassade blicken um zu verstehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig gut, genial !!, 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen: Roman (Taschenbuch)
Charlène ist ein ganz normales Kind, doch in der Pubertät, beginnen ihre Probleme. Sie wird zu einem besonders verzweifelten, einsamen Mädchen, das nicht gesehen wird. Doch eines Tages taucht Sarah auf, eine neue Mitschülerin, die alle Blicke auf sich zieht. Dass sich Charlènes Leben an dem Tag für immer verändern wird, als sie Sarahs beste Freundin wird, ahnt sie nicht. Schnell sieht es so aus, als verfolgt Sarah einen irren Plan, der sie für Charlène zur besten Freundin, doch gleichzeitig zur größten Feindin macht. Und Charlène ist diesem Spiel gänzlich ausgeliefert, denn sie mag Sarah zu sehr, um sich von ihr abzuwenden...

Vorneweg möchte ich gleich sagen, dass ich euch in dieser Zusammenfassung garantiert weniger verrate, als der Klappentext es tut. Da ich den Klappentext natürlich vor dem Buch kannte, war mir bereits klar, wie das Buch enden würde. Bei meiner Zusammenfassung könnt ihr das Ende nicht erahnen und auch keineswegs das, was sonst noch alles auf euch zukommt. Das bedeutet mir schon mal viel, denn das Buch ist spitze.

Selten habe ich ein so tiefgründiges Werk gelesen, dass einen so mitreißt. Man steigt sogleich in die Gefühlswelt und Situation von Charlène ein und lernt sie kennen. Mit einem vorerst melancholischen Stil, erzählt sie ihre Geschichte. Der Stil bleibt das ganze Buch über erhaben, allerdings gewöhnt man sich schnell daran und nimmt es anders auf, als am Anfang. Denn anfangs wirkte es auf mich persönlich etwas bedrückend. Ansonsten ist der Stil unglaublich reif und spannend. Man will immer mehr und mehr und die Seiten fliegen nur so dahin. Als ich nach dem Buch nun durch Amazon erfuhr, dass die Autorin des Buches erst 16 Jahre als war, als sie es geschrieben hat, war ich hin und weg.
Wenn ihr Leser seid, die Vorurteile gegen junge Schreiber haben, dann wird euch dieses Buch definitiv ein anderes Bild über uns junge Autoren geben. Denn es ist wirklich ein Meisterwerk, für mich.

Die Charaktere in diesem Buch wirken mehr als echt. Man spürt Charlènes Gefühle und fühlt sich beim Lesen selbst wie ein Niemand. Anfangs wusste ich nicht, ob das Buch etwas für mich ist, da Charlène eben mit ihrem deprimierten Verhalten nicht hinterm Berg hält. Ich habe selbst eine schlimme Phase hinter mir, in der ich durch Panikattacken auch in Depression und Einsamkeit verfiel. Die Gefühle, die ich beim Lesen empfand, riefen bei mir einfach ein Warnsignal wach.
Doch natürlich habe ich nicht aufgehört zu lesen. Als Sarah ins Spiel kam, wurde es sogleich noch spannender. Sarah ist eine Person, mit zwei Gesichtern. Sie weiß, wie sie alles bekommt, was sie will. Und diese Macht spielt sie schamlos aus. Ab und an steht man an dem Punkt, wo man nicht mehr recht weiß, ob Sarah wirklich böse ist, oder ob Charlène sich das einfach so auslegt.

Verwirrung gibt es in diesem Buch also auch, was es noch viel interessanter gestaltet. Viele Leser haben und werden sicherlich noch darüber nachdenken, was in diesem Buch vor sich geht. Es wirkt auf jeden Fall nach und ich bin ebenfalls noch am Überlegen, was ich von den Personen halten soll. Im Endeffekt kann man es sich so zurechtlegen, wie es einem gefällt.
Das Ende ist, nehme ich an Geschmacksache, aber dennoch bleiben keine wichtigen Fragen offen. Man weiß schon ziemlich zu Anfang, was mit den beiden Hauptpersonen am Ende passiert, weshalb dies nicht noch einmal erwähnt werden muss. Doch dieses ganze Treiben im Buch lässt eine einzige Frage offen, die mich wurmt, und die habe ich schon benannt. Ist Sarah wirklich böse, oder legt sich Charlène das nur zurecht?
Warum ich darüber nachdenke, werdet ihr auch schnell erfahren, wenn ihr das Buch lest. Im Grunde ist dieses Buch kein Werk, bei dem man ohne Vorwissen rangeht. Der Klappentext hält schon die ganze Story bereit. Doch sobald man es aufklappt und die ersten Zeilen liest, hängt man fest und wird förmlich hineingesogen.
Ich kann kaum in Worte fassen, wie gut ich dieses Buch fand. Und macht euch wie gesagt keine Sorgen, dass ich euch zu viel verraten habe. Erstens geht es kaum ohne diese Ansätze zu nennen, eine Rezension zu schreiben und andererseits, weiß man sowieso schon auf den ersten Seiten über alles und jeden Bescheid.

Ich wünsche euch einfach viel Spaß mit dem Werk, lasst euch von der Sprachgewalt einer jungen Autorin begeistern. Aber achtet darauf, dass ihr dabei nicht selbst vom Weg abkommt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Betroffene absolut wertvolle Auseinandersetzung ..., 19. Oktober 2009
Von 
chrisp (Hannover, manchmal auch Neuenhagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen (Gebundene Ausgabe)
... mit einem Thema, das es echt in sich hat und welches, wenn es das Leben so stark wie hier beeinflusst, sehr ernst genommen werden sollte.

Ich bin mir relativ sicher, das die Autorin eigene Erfahrungen in ihre Geschichte hat einfließen lassen. Zu nah an der Wirklichkeit, als das man sich diese Situation zwischen zwei Menschen einfach mal schnell ausdenken könnte, beschreibt sie einen Zustand, den wohl nicht wenige Menschen schon in dieser oder ähnlicher Weise erfahren mussten.

Die Geschichte handelt von der wohlsituierten aber wenig selbstbewussten Charlene. Als sie eines Tages an ihrer Schule Sarah kennenlernt, die all ihre Schwächen ausgleicht, freundet sie sich mit dieser an und zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Charlene interessiert es bald nur noch, wie viel Anerkennung sie von ihrer neuen Freundin erhält, obwohl diese sie beleidigt und ständig herumschubst. Die entstandene Abhängigkeit verändert Charlene's Leben so nachhaltig, das sie am Ende im Gefängnis landet - für den Mord an Sarah.

Und obwohl das Ende schon am Anfang der Geschichte fest steht, sollte man sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Eine bessere Sozialstudie, verpackt in einem Roman, wird man wohl so oft nicht finden.

Während des Lesens dieser realitätsnahen Erzählung wurde mir immer wieder heiß und kalt, weil mich eigene Erfahrungen immer wieder einholten, durch die sich die Protagonistin hier zu kämpfen versucht.
Vielleicht muss man sich in einer ähnlichen Situation schon einmal befunden haben, um wirklich darüber urteilen zu können, was der jungen Autorin gelang hier darzustellen. Es schlummerte auch sicher noch einiges Potenzial in diesem Stoff und die Gründe für Charlene's Handlungen sind nicht ganz klar geworden. Aber mir hat diese schnell verschlungene Geschichte so einige Male die Augen geöffnet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend!!!, 3. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen: Roman (Taschenbuch)
Schon allein das alter der autorin als sie dieses Buch schrieb (16)weckt das Interesse. Nach vielen positiven Kritiken, kommt nun noch eine dazu.
Dich schlafen sehen fesselt, ohne genau zhu wissen warum. Keine besonders spannenede Geschichte o.ä. ist dargestellt. Trotzdem kann man das Buch nachdem man es zu lesen begonnen hat nicht mehr aus der Hand legen. Faszinierend beschreibt Brasme Zwischenmenschliche Beziehungen und zieht somit die Leser in en Bann.
Empfehlenswert!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht spanned aber fesselnd, 16. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist kein Krimi oder etwas ähnliches. Vielmehr ist es die Geschichte eines Mädchens das nicht die Kraft hat ,über ihren Schatten zuspringen. Es ist eine Geschichte über Abhängigkeit, Dominanz und Dehmütigung. Mit einem unausweichlichem Ende.
Das Buch ist nicht spannend aber überaus faszinierend. Die Autorin kommt fast ohne Dialoge aus, sie erzählt einfach. Hinzu kommt das Anne-Sophie Brasme einen einfachen und geradlinigen Schreib- und Erzählstil hat.
Die Geschichte liest sich unglaublich flüssig. Nie wird es langweilig. Der Leser weiß genau daß die Geschichte tragisch endet, das wird schon auf den ersten Seiten klar. Jedoch wird man von der Geschichte in den Bann gezogen. Man will einfach wissen wie es zum Unausweichlichen kommt und hofft, daß die (Anti-)Heldin es doch noch schafft sich zu befreien und das Leben zu genießen.
Zu jeder Zeit fragt man sich, wieviel Wahrheit und eigene Erlebnisse hat die Autorin wohl verarbeitet.
Wer Camus, Schlink oder Coelho gelesen hat wird auch mit dieser Art Geschichte zurecht kommen und wird sich von ihr fesseln lassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Dich schlafen sehen: Roman (Taschenbuch)
Ich habe den Roman im französischen Original gelesen, deshalb beziehe ich mich jetzt nur auf den Inhalt.
Als ich das Buch in die Hand genommen habe, wusste ich nicht, dass die Autorin es bereits mit 16 Jahren geschrieben hat, war allerdings im Nachhinein von dieser Tatsache schwer beeindruckt. Wo nimmt eine 16-jährige diese Lebenserfahrung her, um eine derart dramatische Geschichte so authentisch zu erzählen? Wirklich eine Meisterleistung. Über den Inhalt wurde ja bereits genug gesagt... Im Großen und Ganzen erzählt die 19-jährige Charlène, warum sie im Gefängnis sitzt. Eine Geschichte voller glaubwürdiger Szenarien und Charaktere, mit denen sich viele jugendliche identifizieren können werden, wenn auch nicht zu den Extremen, die im Roman geschildert werden. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so fesselnd war es. Und obwohl von Anfang an klar ist, warum Charlène im Gefängnis sitzt, war ich am Ende nicht minder schockiert. Man bekommt Mitleid mit diesem Mädchen, bekommt einen Hass auf Sarah, und letzten Endes kann man, wenn man Charlènes labilen Geisteszustand bedenkt, und wie Sarah sich diesen zu Nutze gemacht hat, beinahe nachvollziehen, wie sie zu einer solchen Tat fähig sein konnte.
Ein genialer Roman, 5 Sterne, viel Spaß beim lesen und nachdenklich werden.
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Dich schlafen sehen: Roman
Dich schlafen sehen: Roman von Anne-Sophie Brasme (Taschenbuch - 1. November 2003)
EUR 7,90
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