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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen irreführender Klappentext
Hallo,

zu dem Buch wurde ja in den diversen Rezensionen bereits viel geschrieben, deshalb will ich nur darauf aufmerksammachen, dass niemand hier ein übermäßig witziges Buch erwarten sollte. Es ist zwar manchmal amüsant, zu meist aber Mitleid erregend bis beklemmend. Das macht es natürlich nicht zu einem schlechteren Buch, allerdings...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2008 von sebma

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Roman mit einer Protagonistin, von der man nicht weiß, ob man sie lieber schütteln oder umarmen möchte
Kurzinhalt:
Anne, übergewichtig und seit über 20 Jahren unglücklich in den selben Mann verliebt, fliegt nach London, um eben diesen wiederzusehen. Im Flugzeug erinnert sie sich zurück an ihre Kindheit und Jugend in den 70er/80er Jahren. Erinnert sich an Persönliches genauso wie damals aktuell Politisches (interessant und ein Aha-Erlebnis...
Veröffentlicht am 12. Juli 2011 von JED


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen irreführender Klappentext, 30. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Hallo,

zu dem Buch wurde ja in den diversen Rezensionen bereits viel geschrieben, deshalb will ich nur darauf aufmerksammachen, dass niemand hier ein übermäßig witziges Buch erwarten sollte. Es ist zwar manchmal amüsant, zu meist aber Mitleid erregend bis beklemmend. Das macht es natürlich nicht zu einem schlechteren Buch, allerdings ist der Klappentext hier sehr irreführend.

LG
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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Wunden in der Seele eines Menschen, 19. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Eigentlich handelt der vorliegende Roman nicht explizit vom Dicksein oder Abnehmen. Zwar geht es um Anne, die gegen ihren Körper vorgeht, ihn hasst und abwechselnd zu- und abnimmt, aber es könnte auch um Martin gehen, der Drogen nimmt oder um Klaus, der zum Alkoholiker wird. Das eigentliche Thema ist die Kindheit und Jugend, das Erwachsenwerden und all die vielen Katastrophen, die einem auf diesem Weg passieren können.
Es geht um die Wunden, die einem Eltern, Verwandte und Freunde zufügen, oft ohne sich dessen bewusst zu sein. Es geht um Eltern, die Anne den heiß ersehnten Hund nicht schenken, dem Bruder kurz darauf aber schon. Es geht um den Vater, der seine pubertierende Tochter mit einem Wann-hört-das-endlich-auf von sich stößt, gerade, als sie ihn sehr bräuchte; er setzt noch eins drauf und wirft ihr einen Ödipuskomplex vor. Es geht um Verwandte, die sich über Essgewohnheiten Annes amüsieren oder darüber, dass sie bald so groß ist, um aus der Dachrinne schlappen zu können. Es geht um (vermeintliche) Freunde, die ihr sagen, sie hätte einen dicken Arsch oder dass sich, wenn sie lacht, ihr Gesicht in eine einzige Grimasse verwandelt.
Wie schreibt Carlos Ruiz Zafon in "Der Schatten des Windes" so treffend: Die Worte, die das Herz eines Kindes vergiften, sei es aus Gemeinheit oder Ignoranz, bleiben im Gedächtnis haften und verbrennen einem über kurz oder lang die Seele.
Ein erschreckend brutaler Roman. Duve - alle Achtung!
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71 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dies ist wahrlich kein Liebeslied, 9. September 2002
Von Ein Kunde
Und es ist nichts für emotionale Feiglinge - so viel muß gesagt werden. Dafür ist es bitterkomisch - so viel darf versprochen werden. Aber es ist ganz anders als das Debüt „Regenroman" - so viel sollte verraten werden.
Nach der rasenden Lektüre von Karen Duves Zweitling fühlt man sich wie am Ende einer rauschhaft durchwachten Nacht, in der man fasziniert den schwarzen Bekenntnissen einer ebenso sensiblen und intelligiblen wie fettleibigen Fremden namens Anne gelauscht hat. Zeit ihres 35jährigen Lebens haderte die mit ihrem Körper und folglich mit Männern. Aus ihrer Selbstverachtung macht sie kein Hehl. Warum auch? „Wenn es mir schlecht ging, ging es mir richtig gut." Aus Anne spricht kein Trost für Leidensgenossinnen, sie will auch kein Mitleid, sie will's nur mal gesagt haben. Und zwar uns, der Leserschaft. Was uns aus weitaus düstereren Gründen gefällt als jene, aus denen es uns gefallen hat, daß Holden Caulfield, „Der Fänger im Roggen", jenes Geheimnis seiner Weltverdrossenheit, das er vor seiner Umwelt verbarg, mit uns teilte.
Dies ist wahrlich kein Liebeslied, aber auch kein bedingungsloser Haßgesang. Dennoch hat Annes atemlose Erzählung den vielzitierten „Sog". Doch Vorsicht, dieser Sog zieht eine/n direktemang hinaus aufs offene Meer der verqueren Sucht- und Depressions-Psycho-Logik des vielzitierten modernen Menschen. Allein der „Fluch", mit dem Anne ihre unerwiderte große Liebe Peter Hemstedt belegt, spricht Bände: „Du wirst glücklich sein! Dieses Leben wird dich glücklich machen. Du wirst überhaupt nicht merken, was für ein Drecksleben du führst! Noch auf dem Sterbebett wirst du denken: Das war ja alles richtig prima, hätte gar nicht besser laufen können."
Diesem Roman ist zu wünschen, daß seine Verkaufszahlen noch die Dunkelziffer der Eßgestörten übersteigen. Denn dies ist nicht nur kein liebes Lied, sondern ebensowenig ein lieber Ratgeber. Vielmehr beste böse Belletristik - wegzufressen wie nix, aber nicht ganz leicht zu verdauen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Roman mit einer Protagonistin, von der man nicht weiß, ob man sie lieber schütteln oder umarmen möchte, 12. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Kurzinhalt:
Anne, übergewichtig und seit über 20 Jahren unglücklich in den selben Mann verliebt, fliegt nach London, um eben diesen wiederzusehen. Im Flugzeug erinnert sie sich zurück an ihre Kindheit und Jugend in den 70er/80er Jahren. Erinnert sich an Persönliches genauso wie damals aktuell Politisches (interessant und ein Aha-Erlebnis für jene, die in eben dieser Zeit ausgewachsen sind).

Und denkt vor allem immer an einen: Peter Hemstedt, in den sie sich als Schülerin verliebte und der sie nie wirklich zurückgeliebt hat, während sie mit ihrem Gewicht kämpfte, welches mittlerweile 120 kg beträgt.

Meine Meinung:
Das titelgebende "Dies ist kein Liebeslied" spielte Peter Anne vor vielen Jahren auf eine Musikcassette (damals, als Jungs Mädchen noch Cassetten aufnahmen). Es sollte nicht die einzige Cassette sein, die Anne sich von Peter holte. Immer, wenn er mit einem Mädchen Schluss machte, fragt sie ihn nach einer weiteren.

Worauf hofft sie? Warum quält sie sich so?

Es ist eine unglückliche, verzweifelte Liebe, die hier beschrieben wird und die auch kein Ende findet. So sehr ich es auch nachvollziehen kann, dass jemand so sehr an einem anderen hängt (und ihm offenbar zumindest über die Musik, die er eigenhändig aufgenommen hat, nah sein will), erschien mir der Umstand, dass solch eine Liebe das Teenager-Alter überdauert und jemand noch im Erwachsenenalter seinem damaligen Schwarm verfolgt, doch sehr unwahrscheinlich.

Doch es ist, als wäre dies, neben Annes Übergewicht, die einzige Konstante in ihrem Leben. Sie sagt es selbst von sich: Während alle anderen studieren, ihren Weg gehen, bekommt sie nichts auf die Reihe und fährt stattdessen (autobiografische Anleihen von Karen Duve sind offenbar) Taxi: Roman.

Es wird nicht ganz klar, ob ihr Übergewicht Ursache für ihr verkorkstes Leben wird oder eher eine Auswirkung dessen ist. Ihr Selbstwertgefühl liegt jedenfalls bei Null, unbedachte Sprüche ihrer Mitschüler forcieren dies nur zusätzlich. Schon früh beginnt sie mit Diäten, Appetitzüglern - und verliert dennoch den Kampf gegen sich selbst.

Nina Petri liest (das leider gekürzte Hörbuch) unaufgeregt, aber dem Thema durchaus angemessen. In ihre Stimme gehören keine Emotionen. Nur dieses Gefühl, was Anne offenbar verkörpert: Es ist, wie es ist. Es bleibt, wie es ist.

Fazit:
Was beim Leser bleibt ist vor allem der Eindruch von Resignation, von Aufgeben, der sich selbst-erfüllenden Prophezeiung. Und das macht traurig. Und man möchte selbst eigentlich sofort raus zum Sport gehen und den Rest seines Lebens Salat essen, nur um das Gefühl zu haben, sich selbst besser im Griff zu haben.

Nur die Liebe, die kann niemand beeinflussen. Nein, dies ist kein Liebeslied, sondern ein zutiefst trauriger Roman mit einer Protagonistin, von der man nicht weiß, ob man sie lieber schütteln oder umarmen möchte.

Dieses Auf-der-Stelle-treten, diese fehlende Entwicklung war mir unheimlich und unauthentisch zugleich. Insofern bin ich sehr zwiegespalten, was die Bewertung angeht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dies ist ein Liebeslied!, 1. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Neulich im Bereitschaftsdienst auf der Wache. Irgendjemand macht den Fernseher an und es läuft, mehr zufällig der Kulturkanal der ARD. Nina Petri liest aus Karen Duves "Die ist kein Liebeslied" Nun ist es sehr ungewöhnlich, das gerade dieser Kanal eingestellt ( und nicht die X diaries oder irgendein anderer Trash aus dem Unterschichten TV..) war und ich für einige Minuten dort hängen blieb. Bislang sprachen mich Hörbücher nicht an, aber das hier machte mich neugierig. Aber ich verdrängte es bis zu dem Zeitpunkt, an dem Nina Petri mich von einem Hörbuch Cover aus, auf einem Krabbeltisch anschaute und mir vermittelte: Kauf mich! Gesagt getan- mein erstes Hörbuch, obwohl ich mal irgendwann die MP3 Files von HP Kerkelings " ich bin dann mal weg" von einem Kumpel kopiert aber nie gehört hatte.
Ich hatte eine längere Autofahrt vor mir und legte mir die 1. CD ein. Anne, die Protagonistin des Buches ist auf dem Weg nach London und erzählt von ihrem Flug dorthin, einen alten Freund - die grosse Liebe ihres Lebens- zu besuchen. In Rückblenden auf ihr Leben als Kind in der Schule und Ihre Zeit als Taxifahrerin in Hamburg zeichnet sie ihre Lebensgschichte nach. Anne ist das, was man als adipös bezeichnen würde und diese Adipositas zieht sich wie ein rotes Band durch und das "auf und ab" ihrer Geschichte, man geht mit ihr quasi durch dick und dünn...
Viellicht klingt das billig oder : das ist doch so schon tausendmal erzählt und verfilmt worden. Sicher, das ist wahr, aber es ist vielleicht wirklich der Wiedererkennungswert. Schnell habe ich erkannt, das dies Anne ähnlich alt sein muss, wie ich. Damls war es cool eine bestimmte Musik zu hören, wie überhaupt es irgendwie angesagt war möglichst cool rüber zu kommen. Man nahm Musik auf Kompaktkasetten auf, und fuhr nebenbei Taxi.
Karen Duve beschreibt durch ihre Anne eine Zeit und viele Gedankengänge, die ich, als immer latent zu schwerer Junge auch genauso erlebt habe.
Es macht Spass, dieses Buch zu hören und ich werde mir das Buch kaufen. Dieses Buch ist ein Liebeslied.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Innerste nach Aussen gekehrt, 6. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
In der Weise ,wie die Ich-Erzählerin Anne ihrer geschundenen Seele den gesprungenen Spiegel vorhält, ist es manchmal schwer zu ertragen, aber selten langweilig. Anne spricht aus, was der Leser nur zu denken wagt und verursacht ein leises Unbehagen. Man ist froh, Anne nicht in Person vor sich zu haben, denn soviel traurige Wahrheit (hervorragend und humorvoll erzählt) ist gelesen schon wie ein kleiner Fels auf den Schultern. Oft kann man sich identifizieren mit dem, was Anne erzählt.Das macht es umso schwieriger, weil man sich nicht gern mit der Vertreibung aus dem Paradies der illusorischen Jugend beschäftigt. Ab 25 bekommt man die leise Ahnung, dass vielleicht doch nicht alles gut wird. Ich finde schon, dass "Dies ist kein Liebeslied" einen depressiven bzw. melancholischen Touch hat. Man könnte aber auch sagen, dass das eine bestimmte Form ist , Realität darzustellen.Mir hat das Buch gut gefallen, und ich halte es für lesenswert. Zudem legt die Protagonistin Anne einen wahren Kampfgeist an den Tag, der sie nie wirklich aufgeben lässt. Wenn sie in eine Sackgasse kommt, wechselt sie den Freund, den Job , ihre Wohnung, ihr Gewicht oder packt die Koffer.Aber es geht immer weiter. Das kann man durchaus positiv werten. Ein Wermutstropfen für mich ist die merkwürdig ausladende Episode mit dem Therapeuten/Workshop und das Ende, das mir unglaubwürdig erscheint.Alles in allem aber 4 Sterne de luxe !!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schonungsloser Humor, 14. März 2003
Nach den Romanen von Nick Hornby "High Fidelity" und Frank Goossen "Liegen Lernen" behandelt Karin Duve Themen wie das Aufwachsen in den 80ern, gescheiterte Liebesbeziehungen und die allgegenwärtige Verlorenheit der über 30-jährigen in der heutigen Gesellschaft endlich einmal aus der Perspektive einer Frau. Sie liefert ein schonungsloses Portrait ihrer Hauptfigur Anne, die sie von der Grundschule bis in mehr oder weniger gescheiterte Einstiege ins Berufsleben begleitet. Bei aller Negativität, die Anne sich selbst gegenüber verspürt, gelingt es der Autorin, den Leser immer wieder zum Lachen zu bringen. Die Einblicke ins Gefühlsleben von Anne offenbaren manchmal wahre Abgründe, doch bestechen diese durch ihre Ehrlichkeit und die genaue Beobachtungsgabe der Autorin. Wer das Buch kritisieren will, kann das mit Sicherheit mit der Bemerkung "depressives Gejammer" tun. Wer das Buch aber aufmerksam liest, wird von Karin Duves Humor und Erzähltalent begeistert sein. Aus ihren Worten spricht einfach sehr viel - wenn auch unbequeme - Wahrheit. Trotzdem würde ich empfehlen, das Buch nicht dann zu lesen, wenn man gerade selbst in einem Stimmungstief ist...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist kein Liebeslied, 5. Januar 2003
Eine tolle Überraschung für mich: Auf den ersten Seiten hatte ich den unerfreulichen Eindruck, das Buch liefe auf eine der derzeit so beliebten Aufzählungen von Stereotypen bestimmter Jahrzehnte hinaus. Dann kam eine Phase des wachwerdenden Interesses für die erzählte Geschichte, bei gleichzeitiger Bewunderung für den klaren Schreibstil der Autorin. Bei den Rückblenden in die Gymnasialzeit Annes staunte ich dann nur noch, wie gut das getroffen war; als wären die beschriebenen Charaktere aus meiner eigenen Jugend geliehen. Ein Nagel nach dem anderen mitten auf den Kopf! Das Buch ist bestimmt keine Komödie, aber kaum mehr gekriegt vor Lachen habe ich mich (nicht nur) bei der Szene, als Yogi sozusagen um Annes Hand anhielt, nachdem die Sache mit der Mofa geklärt war. Die Offenheit, mit der die Ich-Erzählerin ihre Kindheits- und Jugendjahre behandelt geht im letzten Viertel des Buches ein bißchen verloren. Nach dem Wiedersehen mit Tellerauge erfährt die Handlung einen Knick. Standen Anne bisher (trotz allem) viele Möglichkeiten offen, so driftet die Handlung auf ein immer engeres Gleis. Eines der besten Bücher, denen ich seit langem begegnet bin; ich bin schon darauf gespannt, in nächster Zeit einmal Karen Duves Regenroman zu lesen!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischending, 17. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Eigentlich hatte ich das Buch aus dem Grund gekauft, weil ich etwas Lustiges lesen wollte und die Geschichte in der Rubrik "Humor" zu finden war.
Es ist aber nicht (nur) komisch; stellenweise ist die Geschichte von Anne sogar recht tragisch.
In der Schule gilt sie als Außenseiterin; teilweise weil sie sich selbst dazu gemacht hat, oft ist sie schon als junges Mädchen von Hass erfüllt - besonders dann, als ihr Vater sie vor den Kopf stößt und sie praktisch ablehnt, weil er es nicht mehr ertragen kann, ihre Bezugsperson zu sein. Er will sie nicht mehr um sich haben während seinen Spaziergängen und verhält sich abweisend.
Denoch ist an der Geschichte nichts weinerliches zu finden, die Sprache ist immer humorvoll, aber keinesfalls wird etwas ins Lächerliche gezogen.
Es gibt immer wieder Stellen, die wirklich zum Totlachen sind.
Gegen Ende wurde es mir kurzzeitig mal zu viel... das Buch kann einen wirklich in Depressionen treiben. Alles in allem finde ich es dennoch lesenswert. In die Kategorie Humor passt es allerdings mE doch nicht ganz.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super!, 22. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Mir hat die Geschichte über Anne sehr gut gefallen und das Buch gehört eindeutig zu meinen all-time-favorites. Ein sehr amüsantes Buch, das ich sicher nochmal lesen werde.

Zum Teil erkennt man sich selber wieder, die Gedanken, die man als Teenager hatte, die Probleme und auch die kleinen Freuden.

Auch die Beschreibung der damaligen Zeit ist super, die Kleidung, die Musik etc. Zum Teil sitzt man da und denkt sich, oh mein Gott, das hab ich schon ganz verdrängt...

Unsere Hauptfigur durchlebt Ihre Teenagerzeit in den späten 70er und 80er Jahren. Sie hat, wie jeder Teenager, ein großes Problem mit sich selbst, und damit mein ich nicht nur Ihre Figur. Bei Anne wendet sich meist alles zum Schlimmstmöglichen. Und natürlich darf auch die große Liebe nicht fehlen. Eine wunderbare Geschichte übers Erwachsenwerden, mit allen Höhen und Tiefen und nicht unbedingt alles mit der rosaroten Brille betrachtet.
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Dies ist kein Liebeslied: Roman
Dies ist kein Liebeslied: Roman von Karen Duve (Taschenbuch - 1. Mai 2004)
EUR 8,95
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