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Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen34
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am 5. Mai 2004
Oberflächlich betrachtet fällt es leicht, "Geschehnisse am Wasser" als einen Krimi zu bezeichnen. Es gibt einen Mord, Mörder, zwei Leichen und viele Verdächtige. Wie eine dunkle Wolke hängen die Geschehnisse am Wasser über der Geschichte, als schwarzer Fleck in der Erinnerung, als ein unverständliches Ereigniss, welches das abgelegene Dorf in den Bergen Jämtlands heimsucht.
Doch der Mord ist Nebensache. Wer nur auf spannende Unterhaltung aus ist, der ist bei anderen schwedischen Autoren sicher besser aufgehoben. Kerstin Ekmans Roman bietet dagegen ein unglaublich facettenreiches Bild des Lebens in den dünn besiedelten Regionen Nahe der Grenze zu Norwegen. Die sterbende samische Kultur und der Konflikt zwischen den samischen Ureinwohnern und Schweden, die Suche des Stadtmenschen in die Einsamkeit (Annie), die alternative Kommune im Wald oder die Flucht des Landsmenschen Johann in die Stadt Trondheim, viele Motive sind eng verwebt mit den lebendig geschilderten Personen.
Der Mord wird derart zur Nebensache, dass ich mir meine Enttäuschung nicht erwehren konnte, als zum Schluss alles aufgeklärt wird. Zu sehr fällt die Autorin hier in klassische Genremuster zurück. Das Geheimnissvolle, Unnahbare droht er damit zu verlieren. Doch der Schein trügt. Wer genau liest, wird feststellen, dass am Ende vieles nur scheinbar gelöst wird, doch in Wirklichkeit offen bleibt. Offen, weil wir fast alles aus dem Mund einer der Figuren erfahren und wir zweifeln dürfen, ja fast zweifeln müssen, ob wir wirklich die Wahrheit erzählt bekommen. So der Fall mit Johann, der sich seine samische Identität zurechtbastelt, von seiner Mutter Gudrun jedoch erzählt bekommt, dass sein Vater sehr wohl Schwede war. Soll man ihr glauben?

Kerstin Ekman hat sich zu recht einen Namen gemacht als eine wichtige Norrlandsautorin. Zur Sprache in der deutschen Ubersetzung kann ich leider wenig sagen, da ich den Roman im schwedischen Original gelesen habe.
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am 15. August 2001
Mit Interesse habe ich die vorangegangenen Leser-Rezensionen gelesen und ich muss sagen, dass ich die negative Kritik überhaupt nicht teile! Man sollte sich allerdings, bevor man das Buch liest, darüber im klaren sein, dass "Geschehnisse am Wasser" nicht ein reiner Krimi ist, sondern darüber hinaus ein Psychogramm seiner Charakter und der Stimmung in Schweden der 60er/70er Jahre. Unrealistisch sind die Darstellungen in keiner Weise; wer bemängelt, dass die "fortschrittlichen Skandinavier" in Häusern ohne Toilette lebten etc, der sollte beachten, dass Annie ja auf den Weg in eine Hippie-Kommune ist, die eben alternativ leben will. Im übrigen hinkten die Skandinavier häufig in der Entwicklung (z.B. Industrialisierung) hinterher; erst jetzt, im IT- und Kommunikationszeitalter, stehen sie in der Tat an der Spitze! Die Erzählerin gibt meiner Ansicht nach sehr genaue und wahrhaftige Eindrücke der Seelenlage ihrer Hauptfiguren, wie der Roman überhaupt auch eine großartige Milieustudie ist und ein wenig Mentalitätsgeschichte beschreibt! Genau deswegen ist der Roman auch nicht einfach nur ein Krimi und genau deswegen finde ich ihn absolut herausragend.
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am 15. Dezember 2013
Kerstin Ekmans Roman "Geschehnisse am Wasser" gehört zu den eindrücklichsten Leseerlebnissen in meinem Leben. Über die Jahre habe ich das Buch mehrfach gelesen; gerade kürzlich abermals (wohl schon zum 4. Mal). Es bleibt für mich ein klarer 5-Sterne-Titel!

Schon die kurze klaustrophobische Episode, in der Johann in einem nasskalten Brunnen ausgesetzt wird, hat mich derart gefesselt: ich habe das Buch danach regelrecht verschlungen - beim Erstlesen und nun wieder.

Die handelnden Personen werden bis zu den Nebenfiguren psychologisch glaubwürdig und stimmig entwickelt. Ekman beschreibt die Charaktere, die Landschaft und die Geschehnisse mit präziser Beobachtungsgabe.

Das "freie" Leben als Aussteiger(in) in einer Kommune entpuppt sich dabei als ebenso engstirnig und autoritär wie das Leben der Spießer in der Kleinstadt. Hier wird alles mit ziemlich bösem Blick auseinandergenommen. Alkoholmisbrauch, Ehebruch, Wilderei, Umweltfrefel,... Schweden ist bei Ekman kein Bullerbü. Und auch kein Millenium-Krimi-Reißer, bei dem am Ende der Gute "gewinnt" und die Bösen tot sind.
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am 18. März 2013
Die "Geschehnisse am Wasser" lese ich seit vielen Jahren in jedem Schwedensommer. Die Story und vor allem die Sprache, in der sie geschrieben ist, fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Die von mir in meinen Sommern erlebte Bullerbü-Idylle ist mit dem Wispern der Gräser und dem Rauschen der Gewässer im Buch wiederzufinden, aber hinter allem dräut das Dunkle, Geheimnisvolle, Mörderische, der menschliche Abgrund. Im Grunde habe ich das Buch nur auf meinen E-Reader geladen, um es immer bei mir zu haben. Nach wie vor liebe ich aber das inzwischen sehr zerlesene Exemplar in meinem Bücherregal.
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am 25. Januar 2010
Was kann ich zu diesem Buch sagen? Außer, dass ich es schon etwa ein Dutzend Mal gelesen habe und jedes Mal wieder etwas Neues daran entdeckt habe? Dass ich beim ersten Lesedurchgang zwei Tage für den Wälzer gebraucht habe? Oder dass ich spaßeshalber angefangen habe, meine persönlichen Lieblingsszenen auf Englisch zu übersetzen, um die Schönheit der Sprache ganz zu geniessen?
Es ist schade, dass ich kein Schwedisch kann. Ich hätte gerne gewusst, wie der Übersetzer mit den ganzen Naturbezeichnungen zurechtgekommen ist. "Nordischer Sturmhut" und "Salweizde" tun dem Spaß des Lesens aber keinen Abbruch, sondern tragen für mich noch dazu bei, den Leser in die faszinierende Welt des Romans hineinzuziehen. Ekmans Figuren sind kalt, zumindest nach außen hin, aber irgendwie erahnt man doch die Macht dessen, was in ihnen tobt. Der Mord, der den Krimifan vielleicht dazu bringen mag, dieses Buch zu lesen, verliert streckenweise seine Bedeutung- und man vermisst ihn überhaupt nicht. Zu überzeugend ist die Darstellung der Figuren, die alle auf ihre Art liebenswert und abstoßend sind. Mit keinem der Charaktere konnte ich mich hundertprozentig identifizieren, aber keinen würde ich absolut verurteilen. Man versteht einfach, dass sie alles tun müssen, um in der kalten Welt der Berge überleben zu können. Die Darstellung der Landschaft, die Darstellung der inneren Welt der Charaktere...alles ist kalr und rau, und trotzdem (oder vllt gerade deshalb) ist dieses Buch durch die Schönheit der Darstellung ein echter Fund für Fans jedes Genres. Wenn die Geschichte endet, bleibt man mit einem leeren, flauen Gefühl zurück. Ein Happy End sieht anders aus. Aber gut fühlt man sich nach der Lektüre trotzdem. Weil man endlich wieder ins Bett gehen kann, ohne sich Gedanken darum machen zu "müssen", wie es weitergeht.
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am 17. März 2013
Ich habe dieses Buch schon zweimal gelesen. Ich bin beide Male über die Sprache gestolpert, die Übersetzung läßt in Teilen zu wünschen übrig, nimmt dem Buch aber nicht seine atmosphärische Dichte. Teilweise hatte ich Probleme mit den vielen Personen die in der Geschichte vorkommen, so dass manchmal ein Zurückblättern nötig war, um den Faden wieder aufnehmen zu können, aber auch das hat der Qualität des Romans nicht geschadet. Ich würde es nicht jedem empfehlen, insbesondere nicht jemandem der einen skandinavischen Krimi erwartet. Dennoch schafft es Ekmann eine vergleichbaren Sppannunsbogen aufzubauen und bis zum Schluß zu halten. in ein paar Jahren werde ich es sicher noch einmal lesen, das Buch ist es wert. Nicht 5 sondern nur 4 Sterne gibt es von mir nur wegen der manchmal schwer verständlichen Übersetzung.
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am 10. August 2011
Der Roman spielt in Schweden. Wunderbare Landschaftsbeschreibungen vermitteln eine durchwegs dustere, spannende Stimmung, die den Leser unmittelbar in das Geschehen hineinzieht. Der grausame Mord, die aufgefundenen Leichen werden nicht direkt beschrieben, sondern das Umfeld, die Stimmungen, die Landschaft lassen das ganze Grauen erahnen. Letztlich spielt der Mord aber keine wesentliche Rolle. Es geht mehr um die unterschiedlichen Menschen, die in den einsamen Gegenden Nordschwedens leben, ihre Charaktere, ihre Denkweisen und ihre Lebensformen. Der Mord wird schließlich aufgeklärt, dennoch bleibt vieles offen.
Der Roman ist komplex aufgebaut. Viele Rückblenden und Sprünge zwischen den Zeiten und Orten machen beim Lesen nicht immer gleich deutlich, an welcher Stelle des Geschehens man sich befindet. Auch die zahlreichen schwedischen Orts- und Personennamen prägen sich dem Leser nur schwerlich ein und stiften daher manches Mal Unklarheit. Der zweite Teil, der das Leben der Beteiligten 20 Jahre nach dem Mord beschreibt und in ihre Lebensgeschichten Einblick gibt, gerät etwas langatmig. Ein fesselndes Buch, das dem Leser eine gewisse Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft abfordert.
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am 12. Dezember 2001
Unheimlich durchdachte Story, spannend und fesselnd zu lesen, der Ausgang ist nicht vorhersehbar und die Personen psychologisch stringent und durchdacht. Ein schönes Buch
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am 24. Juni 2016
Toller Krimi, der aus meiner Sicht gut zu Schweden und den Wälder passt. Aber die Schweden die wir in 4+6 Wochen getroffen haben sind bei weiten nicht (mehr ?) so düster wie im Buch, eher super freundlich und aufgeschlossen. Empfehlung
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am 10. Oktober 2004
... in einer abgelegenen Welt mit sehr speziellen Charakteren!
Der Bogen der Kritiken von Zeriß bis hochgelobt zeigt es: Es ist kein Krimi für den schnellen Konsum. Aber wer sich auf wunderbare Naturbeschreibungen und die besondere Charaktere der Protagonisten einläßt, dem erschließt sich diese rauhe Welt mit den herben Menschen und Ihren Gedanken und Träumen.
Man darf nicht darauf auf sein, den Doppelmord zu Beginn der Geschichte als konsequentes Ermittlungsspiel aufgeschlüsselt zu bekommen. Diese Tat steht nicht immer Mittelpunkt der Erzählerin. Doch letztlich dient alles, was sie erzählt der Aufklärung, die am Ende doch noch von einer Überraschung geprägt ist. Es ist wie Puzzeln. In den verschiedenen Abschnitten, in denen die Protagonisten näher betrachtet und ihr Tun und Denken aufgeschlüßelt wird, fügt sich Teil in Teil zu einem Bild zusammen.
Wer bereit ist, sich die Zeit und die Aufmerksamkeit für die Story zu nehmen, liest einen spannenden und abwechslungreichen Roman!
Kleiner Haken: Manchmal läuft die Übersetzung nicht ganz rund.
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