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Kundenrezensionen

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am 14. September 2014
Mein erstes Popliteraturbuch! Irgendwie fand ich, die Zeit sei reif, endlich auch mal einen dieser vieldiskutierten Romane in die Hand zu nehmen und die Wahl fiel auf „Soloalbum“ des Bremer Schriftstellers Benjamin von Stuckrad- Barre.

Tja, was soll ich sagen… Die Geschichte ist sehr einfach: Der (übrigens namenlose, oder habe ich etwas überlesen?) Held hat am Anfang Liebeskummer und am Ende immer noch, obwohl innerhalb des Buches etwa ein Jahr vergeht.

Gerade diese Entwicklungs- und Spannungslosigkeit soll das großartige Stilmittel von Stuckrad- Barre sein, habe ich irgendwo gelesen, als ich mich über den Sinn und die Beschaffenheit von Popliteratur informiert habe. Und diese beiden „Losigkeiten“ sind wirklich vorhanden. Die erste Hälfte denkt man sich noch, dass das ja alles ganz okay sei, wenn man nach einer Trennung eine kleine Trauerphase einlegt, in der man sein Leben nicht mehr normal weiterleben kann. Vor allem, wenn man erst Mitte zwanzig ist und das die einzige längere Beziehung war, die man im Leben geführt hat.

In der zweiten Hälfte dagegen fängt der Held an, einen zu nerven. Man möchte ihn am liebsten durch die Buchseiten direkt ins Gesicht schlagen, damit er mal wieder klarkommt und mit diesen sinnlosen Exzessen und diesem Rumgeheule aufhört.

Das Ganze wird untermauert von einer sehr konsequent durchgezogenen Jugendsprache und ganz ganz vielen Musikanspielungen, die tatsächlich das Beste am Buch sind. Auch wenn die 90er so gar nicht meine Zeit sind (als das Buch veröffentlicht wurde, war ich gerade mal 6 Jahre alt und musikmäßig noch nicht so sehr am Puls der Zeit), fand ich es wirklich toll, wie jede einzelne Szene, jedes einzelnes Gefühl in diesem Buch mit einem Lied verknüpft wurde. Und da tut es keinen Abbruch, wenn man mal ein einzelnes Lied nicht kennt.

Sprachlich fand ich das Buch tatsächlich auch nicht schlecht, es ist zwar sehr umgangssprachlich geschrieben, aber zwischendurch gibt es brillante Formulierungen, die einen total begeistern und einen die langweiligste Stelle noch ein zweites Mal lesen lassen.

Die Frage, die für mich bleibt, ist die nach dem Sinn. Warum genau hat Stuckrad- Barre diese Geschichte aufgeschrieben? Was kann ein Leser für sich daraus ziehen? Das ist so nah dran an der Lebenswirklichkeit vieler, dass einen das kaum überraschen sollte, dass es Menschen gibt, die mit ihrem Leben nicht klarkommen und orientierungslos durch die Gegend dümpeln und das dann „ihr Leben leben und sich treiben lassen“ nennen. Vielleicht mag es in den 90ern revolutionär gewesen sein, dass einer das mal aufschreibt, aber da es wirklich 0% Entwicklung des Protagonisten gibt, endet das Buch für mich in gähnender Belanglosigkeit. Man hätte 200 Seiten mehr über ihn schreiben können oder 150 weniger, es hätte nichts an dem Buch, seiner Wirkung oder seiner Handlung verändert.

Was ich auch seltsam fand, war die Beschreibung dieser Beziehung, die nun in die Brüche gegangen ist. Denn offensichtlich haben die beiden nicht mal eine schöne Beziehung geführt, die den Lebensmittelpunkt und den wichtigsten Anker im Leben gebildet hat – im Gegenteil. Neben ihrer Beziehung arbeiteten beide, wie es so schön ausgedrückt wird, an mehreren „Soloprojekten“. Eigentlich beginnt er sie erst wirklich zu lieben, als sie weg ist und versucht sie dann auf sehr hilflose Art und Weise wiederzugewinnen. Insgesamt wirkt er so wie ein kleines Kind, dem man ein Spielzeug weggenommen hat, mit dem es sowieso nie gespielt hat und jetzt, wo es weg ist, ist das Geschrei groß, weil es von einer Sekunde zur anderen zum Lieblingsspielzeug wurde.

Vielleicht soll dieses Verhalten prototypisch für die damals neue Generation der jetzt Mittdreißiger und auch unsere Generation stehen, aber das Buch konnte mich gar nicht abholen und dadurch auch nirgendwo wieder absetzen. Ich blieb trotz den drei Stunden Lesezeit an derselben Stelle stehen und

bewegte mich kein bisschen. Hach, so viel Metaphorik, aber es hat meinen Geisteszustand wirklich gar nicht verändert, ebenso wenig wie der Geisteszustand des Protagonisten sich verändert hat.

Ein positives Wort aber noch zur Aufmachung des Buches! Die Idee, das Buch in A- und B- Seite zu teilen und die Kapitelüberschriften, die sich auf Oasis- Titel beziehen, all das ist wirklich neu und wirklich gelungen und gut umgesetzt.
Wäre ich der Held in Stuckrad- Barres Roman und hätte heute Abend noch nichts vor, würde ich jetzt zu meinem Lieblingszitat aus dem Buch greifen, das eigentlich schon alles beschreibt: „Wir bestellten also Koks und Nutten – durchaus bei unterschiedlichen Lieferservice- Unternehmen!, und dann mal gucken, was eher da war.“ (S. 23)

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am 11. Januar 2016
227 Kundenrezensionen liegen schon vor. Noch eine ? Klar. Die Sternvergabe streut diesmal stark. Die meisten geben auch hier 5 Sterne. 91 nämlich. Aber vier, drei, zwei oder einen Stern geben immerhin 136 Leser. Die knappe Mehrheit bei den 1 Stern- bis 4 Stern- Kategorien liegt sogar bei einem Stern. Ungewöhnlich. Meist lobt die Mehrheit großzügig mit 4 und 5 Sternen und nur wenige Nörgler rücken nicht mehr als ein oder zwei heraus.
Gefällt mir's ? Na ja, ich weiß nicht recht. Natürlich hat es etwas. Es fetzt. Ist cool. Ist Pop. Literatur ohne Requisiten, ohne photographische Beschreibungen. Als wenn ein Comedian in Jeans und T-Shirt ( sogar ohne Aufdruck ) auf die Bühne kommt, nichts mitbringt außer seinem Durchschnittsgesicht und seinem Durchschnittskörper, zwei als fünf Minuten empfundene Minuten nichts sagt und dann loslegt. 227 Kundenrezensionen bei Amazon und wahrscheinlich mindestens 2227, die fast eine geschrieben hätten, sich aber dann doch nicht motivieren konnten ! Wenn man hört, dass so viele Jugendliche, die Bücher schon mal in die Hand nehmen, aber nicht lesen, dieses mit Begeisterung gelesen haben und wenn man die Zuschriften von Mädchen bei Amazon liest, die echt voll darauf abgefahren sind, weil sie immer schon mal wissen wollten wie Jungs ticken und sich selber sehen, dann bekommt man ja fast feuchte Augen. Literatur ist noch nicht verloren. Doch nicht nur Zappen, Chatten, Facebooken, Simsen und What's upen. Zieht Benjamin von Stuckrad-Barre hier eine neue Generation von Bücherlesern und Literaturfreunden heran ?
Könnte ja sein. Ohne Bildungsballast. Drei Stichproben aus dem Text. Seite 56 und folgende.
„Ich habe Gallseife gekauft“ fängt es an. Dann wird die Tube auf ihr Design und die Funktion hin untersucht mit besonderer Berücksichtigung des Schwämmchens obendrauf. Der Preis genannt. Werbesprüche ironisiert. Die Anschaffung der Gallseife als solche in Frage gestellt. Warum eigentlich ? Was bin ich eigentlich für ein A…...? Die Gallseife wird schließlich ganz beiseite gelassen, weil sich Ärger und Selbstekel jetzt auf den über den Hosenrand ( Deutschlehrer würden Hosenbund bevorzugen ) schürzenden ( das ist schön gesagt ) Bauch ergießt. Diätpläne, Spott darüber, Fitnessstudio, die Typen dort, Zweifel am verbalerotischen Renommieren der Freunde, wenn sie von ihren Osttouren zurückkommen, Tagträume über die Rückgewinnung der davon gelaufenen Freundin, Lebenserfahrung eines späten Teens („geht eh alles nur ums f…….“) , schließlich kauft er einem netten Opa ein gebrauchtes Fahrrad ab.
Nun ja, es hat ja was? Aber was ? Soll man sich bedanken, dass er nur die Masturbation unter der Dusche angedeutet hat und, ganz Kavalier, Charlotte Roche das feuchte Toilettenpapier und die Intimrasur als Thema überlassen hat.
Zweite Stichprobe S.150 aus dem Kapitel „I Hope, I Think, I Know“ (alles Titel von Oasis). Der autobiographische Erzähler ist inzwischen von Alkohol, Drogen?, Selbsthass und Motivationsschwäche so gezeichnet, dass man von seinen letzten kreativen Impulsen fast überrascht ist. Die bestehen darin, dass er dem drei Stockwerke tiefer wohnenden Hippiearsch auf den Balkon pinkelt. Gewohnheitsmäßig. Also besteht doch noch eine gewisse Ordnung in seinem Leben. Und wer in seinem Zustand über drei! Stockwerke noch so zielen kann, für den besteht doch noch Hoffnung.
Auch ist er affektiv noch nicht ganz erloschen. Als ihm eine hypertrophe, völlig abgedrehte Volvo-Werbung, wie sie bei Premium-Wagen derzeit im Schwange sind, ins Haus flattert, die den V 70 Cross Country zur Ikone der Freiheit stilisiert, antwortet er dem Geschäftsleiter Marketing Patrice Franke : „Sie dumme S….Franke! Freiheit bedeutet für mich ganz bestimmt nicht ihre V70 Cross Country-Dreckskarre. Nehmen sie mich sofort aus ihrem Verteiler. Verkaufen Sie ihre Autos weiterhin in rauhen Mengen an Lehrer und Ärzte mit Hund ( nicht schlecht ). Aber lassen Sie mich in Ruhe, halten Sie die Fresse, quatschen Sie nicht dumm rum. Machen Sie's gut, sie dämlicher Schwanzl…….. Oder : besser. Machen Sie es besser. Das dürfte ja nicht schwierig sein.“
Dritte Stichprobe: Blick aufs Ostfernsehen MDR. Irgendeine Gala wird übertragen und Preise an Darsteller, Regisseure etc. verliehen. Von Stuckrad-Barre differenziert die Grußworte der Promis. „Arschkriechreden. Danke auch an meine Mutter. Und Variationen über die Sätze:
- Ich bin kein großer Redner.
- Ich bin sehr nervös, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.
- Große Worte sind nicht mein Ding
- Ich danke meinen Juroren, vor allem aber meinem Publikum, das mir den Luxus erlaubt hat, mein Hobby zum Beruf zu machen
Den letzten Satz würde ich gern mal von einer Prostituierten hören.“ ( Zitat zu Ende ).

Irgendwie hat man das Gefühl, das schon zu kennen. Wenigstens das Genre. Und wenn man's bisher nicht gewusst hat, dann überrascht es auch jetzt nicht weiter, dass von Stuckrad-Barre unter anderem Gagschreiber bei Harald Schmidt war. Der Verlag immerhin schreibt unter „Soloalbum“ Roman.
Geschichten erfinden und zum Leben erwecken ist eben nicht sein Ding. Muss ja nicht. Es gibt auch andere Literaturformen. Trotzdem macht es spätestens ab Seite 100 einen leicht schalen Geschmack auf der Zunge. Immer nur an sich runter schauen, auf Bauch und drunter, ohne Umstände aus Wohn- und Badezimmer berichten, Fernsehprogramme, Bands, aus der Hüfte schießen mit dem ethnologischen Blick auf die Elterngeneration und die Gesellschaft, in der man noch Praktikantenstatus hat. Fortsetzung der Literatur mit anderen Mitteln ? Er ist immerhin in guter Gesellschaft. Auch manchen Großen des Fachs bis hin zu Nobelpreisträgern ist der erzählerische Atem oft erstaunlich schnell ausgegangen. Sie haben bearbeitet und verwertet. Der große Max Frisch breitet über Jahre seine Altersdepression aus. „Montauk“. Gebrechen, verpasste Chancen, Demenz- und Parkinsonsymptome, würgende Gefühle beim Anblick junger attraktiver Frauen, Suicidphantasien und alberne Entwürfe zu einem das Ableben nach Vereinsordnung regulierenden Euthanasieclub. Günther Grass hat sich nach dem Geniestreich der „Blechtrommel“ und der enttäuschenden Reaktion auf die folgenden Romane bald auf politische Auftritte und Selbstpflege zurückgezogen. Ist ein Name da, editiert der Hausverlag eigentlich alles. Nachlass zu Lebzeiten nannte man das früher.

So besehen hat „Soloalbum“ immerhin den Charme der Jugend und seine Berechtigung. Zornige junge Männer sind unterhaltsamer als selbstmitleidige Alte.
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am 31. Januar 2000
irgendwann in seinem buch sagt stuckrad-barre, daß die meisten soloprojekte scheitern und einfach schlechte platten ergeben. insofern ist der titel seines buches programm: st.-b. hätte bei einer kleinen szenezeitschrift bleiben sollen, und von dort aus die welt mit seinen gedanken über cool/uncool, aufregend/langweilig, etc. zumüllen sollen. besonders peinlich wird das buch, wenn der erzähler versucht, zynisch zu werden, dabei aber zynismus mit plumper polemik verwechselt. er outet sich so, seite für seite, als arroganten kleinen schnösel, der sich mit einer geradezu unerträglichen arroganz durchs leben greint. man kann dabei nur hoffen, daß der autor sich hier nicht selbst beschreibt, doch leider ist dies zu befürchten. selbstgefällig, überheblich, blasiert und dabei voller selbstmitleid erzählt stuckrad-barre eine geschichte, die jeder hätte erzählen können und die schon besser erzählt wurde. besonders, da ihm fast jegliche selbstironie abgeht - und gerade die ist es, die z.B. "high fideltiy" von nick hornby so lesenswert macht. wenn auch beide bücher das gleiche thema behandeln, so ist hornby doch um klassen besser, obwohl (oder gerade weil?) er nicht die üblichen mittel (koksen, "ficken", onanieren) bemüht, mit denen st.-b. sein buch in den bereich der jugendkultur zu befördern versucht. zwar gelingt es st.-b. hin und wieder, mit einer gelungenen formulierung zu überraschen und ein nickendes "ja das kenn ich, so gings mir auch" auszulösen. aber das entschädigt nicht für die vielen seiten des selbstmitleids und der dummen arroganz, in denen hier ein spätpubertierender naseweis versucht, seine elitäre weltanschauung darzulegen und dabei muttern zu beweisen, daß er das eine oder andere fremdwort aufgeschnappt hat. für eines jedoch gebührt stuckrad-barre respekt: einen verlag für dieses buch zu begeistern, ist wahrhaft eine meisterleistung.
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am 4. Juni 2000
Stuckrad-Barre stellt die hassverzerrten Betrachtungen eines postpubertären Egomanen dar, der einen unerträglichen Musikgeschmack zur Religion erhebt. Die "nur ich sehe das Wahre, die Anderen sind Idioten" - Aussagen des Protagonisten sind streckenweise so unerträglich, dass man das Buch einfach weglegen möchte. - Allerdings sind manchmal sehr wohl gut betrachtete, wirklich ironische Beobachtungen der "alles und überhaupt mir geht's ja so gut" - Gesellschaft enthalten, die einen als Leser das Buch wieder zu Hand nehmen lassen. Jedenfalls färbt die unglaubliche Borniertheit des Protagonisten derart auf den Autor ab, dass das Buch einen unsympathischen Eindruck hinterlässt.
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am 8. November 2007
Dass Stuckrad-Barre schreiben kann, will ich gar nicht bezweifeln. Aber Helmut Lotti kann auch singen. Es kommt halt auch darauf an, was man mit seinem Talent anfängt und Stuckrad-Barre nutzt es, um eine selbstgefällige Soße aus Selbstmitleid und Arroganz zu stricken, die deswegen Bedeutung zugeschrieben bekommt, weil sie angeblich "zeige", wie sich junge, in den Medien arbeitende, zynische, dekadente, westliche, heterosexuelle Männer so durch den Tag schlagen.

Problem: Sie "zeigt" das nicht. Sie "ist" das. Wenn hier der Erzähler spricht, spricht Stuckrad-Barre, dieses verwöhnte Muttersöhnchen, dem nichts wichtiger ist als sein eigener Coolness-Kanon, nach dem er die Menschen in geschmackvolle Kenner (die lieben Oasis, Britpop und alle Schnodderige oder Ironische) und verachtenswerte Laien (der Rest) einteilt. Bequem, wenn man einen Erzähler hat, dem man diese Überheblichkeit in den Mund legen kann. Aber wohin führt das? Zu nichts.

Wer wirklich lesen will, wie man Pop und Distinktion durch Geschmack schockierend, subversiv und klug in Literatur einbaut, schaut sich an, wie in "American Psycho" damit umgegangen wird. Wer eine Darstellung von Dekadenz und sinnleerem Hedonismus sucht, greift mit Abstrichen zu Houllebequ. Da hat mensch was zu Beißen. Hier hat man Schaumgummi mit der heißen Luft eines modernen, in seiner zynischen Ironie zum Erbrechen affirmativen Dandys.
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am 11. April 2008
Ich habe den Roman in der Schule als Schullektüre gelesen. Die ersten Seiten waren lustig und unterhaltsam. Je mehr man aber von dem Buch liest, desto mehr bekommt man den Eindruck, dass sich die Handlung und die Pointen immer wieder wiederholen. Deshalb fand ich das Buch nach den ersten Kapiteln relativ langweilig, weil der Protagonist nur seinen Alltag schildert (die Schilderung erscheint bedingt realistisch), wobei dieser Alltag immer gleich aussieht: Sich volldröhnen und irgendwie durchs Leben schlängeln.
Fazit: Das Buch wäre aus meiner Sicht wesentlich besser, wenn es auf die Hälfte gekürzt wäre, da sich in der zweiten Hälfte ohnehin alles nur wiederholt.
Aus diesem Grund kann ich den Roman nur bedingt empfehlen!
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am 18. August 2005
"Soloalbum" wurde von Zeitschriften, Zeitungen und manchen Bekannten so hoch gelobt, dass ich dachte "Das musst Du einfach lesen!". Gesagt, getan.
Meine Vorfreude auf dieses Buch wurde jäh zerstört. Ich habe mich wirklich durch die Seiten gequält, lachen musste ich auch kein einziges Mal.
Der Schreibstil in diesem Buch ist alleine betrachtet einfach wunderbar, die Geschichte leider fad, langweilig und grau.
Eine Story ohne Tiefgang, ohne Lacher und ohne die Fähigkeit zu begeistern.
Schade, denn ich hatte mir wirklich mehr versprochen.
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am 24. Juni 2016
Artikel wurde nie Versand, auch auf Nachfragen bei Medimops wurde nur mit Standardantworten reagiert, eine absolute Frechheit und für mich nachvollziehbar im Jahr 2016. Nie wieder bestelle Ich bei Medimops. Das Buch habe ich schon vor 10 Jahren gelesen und kann es nur empfehlen, für alle die mit Musik oder der Liebe zu tun haben ;)
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am 1. September 2002
Das Lesen dieses Buches als auch die begeisterten Rezensionen haben bei mir Unverständis hervorgerufen. Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt: Der Hauptakteur wird von seiner Freundin verlassen und berichtet über sein Leben "danach". Dies tut er auf solch aggresive und egozentrische Art und Weise, dass es keinen Spaß macht weiter zu lesen. Dem Hauptakteur gelingt es nicht eine Metaperspektive einzunehmen um sich zu hinterfragen. Wie angenehm anders ist hier "Herr Lehmann" von Frank Regener, der auch ein Singeldasein fristet und sich über "Frühstücker" lustig macht, dennoch aber durch den Blick von Außen über sich und seine Eigenarten lachen kann ... und damit auch die Lesenden. Der Hauptakteur in "Soloalbum" dagegen versucht sich mit Zynismus und Aggresivität von "den Anderen" zu distanzieren, verliert sich allerdings in Trostlosigkeit und durch das ständige Kreisen seiner Gedanken um sich selbst bleibt ein fahler Geschmack von Egozentrismus zurück. Nebenbei scheint es außerdem wieder "in" zu sein, über "Titten" zu schreiben, Frauen als Gebrauchsgegenstand zu betrachten und mit Freunden einen Abend im Puff zu verbringen (siehe auch Beigbeder und Hoellebecq). Eines der wenigen Bücher, die ich 50 Seiten vor Schluss zur Seite gelegt habe.
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am 18. Februar 2000
Benjamin schreibt in dem Buch endlich mal das nieder, was viele Mädels in unserem Alter wissen wollen, sind Jungs wirklich so cool, wie sie immer tun, oder kann sie auch mal Trennungsschmerz/Liebeskummer aus der Bahn werfen. Demnach also ein aufrichtiges JAWOHL! Finde ich im Allgemeinen sehr sympathisch, daß er mit so einer Leichtigkeit dieses Buch geschrieben hat, daß so ziemlich jeder Leser sich in einer der Rollen wieder findet. Ich persönlich habe das Buch verschlungen, weil diese Art der Schreibe viel zu kurz kommt heutzutage. Es gibt nicht genug Schriftsteller, oder solche die es werden wollen, die auch in unserer Sprache schreiben. Sie drängen vehement darauf intellektuell zu wirken, dabei kommt es nur albern rüber. Er verknüpft es einfach, verwendet viele Fremdwörter, die womöglich einigen zu hoch sind, aber bleibt seinem jugendlichen Stil auf alle Fälle treu. Ich fand es gut und egal was andere schreiben, ich schnapp mir heute Livealbum.
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