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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Werte der Aborigines in unserer Zeit
Australien. Beatrice, aus dem Volk der Aborigines, wird als Zwilling geboren. Ihr Bruder Geoff wird, wie sie, gleich nach der Geburt der Mutter weggenommen und weggegeben. Beatrice wächst bei den Barmherzigen Schwestern im Waisenhaus auf und Geoff auf einer Farm. Geoff wird adoptiert, kommt nach Amerika, dort auf die schiefe Bahn und schließlich lebenslang ins...
Veröffentlicht am 6. März 2006 von B. Kugler

versus
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch wird den aboriginal people leider in keiner Weise gerecht.
Ich habe dieses Buch völlig vorurteilsfrei gelesen, ich kannte keinerlei Kommentare dazu, und ich wurde maßlos enttäuscht. erzählt wird die GEschichte der Zwillinge Beatrice und Geoff, die als Kinder australischer Ureinwohner unmittelbar nach der Geburt von der Mutter getrennt werden und dann in unterschiedlichen Ländern aufwachsen. Besonders...
Veröffentlicht am 18. Februar 2009 von Kasimar


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch wird den aboriginal people leider in keiner Weise gerecht., 18. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch völlig vorurteilsfrei gelesen, ich kannte keinerlei Kommentare dazu, und ich wurde maßlos enttäuscht. erzählt wird die GEschichte der Zwillinge Beatrice und Geoff, die als Kinder australischer Ureinwohner unmittelbar nach der Geburt von der Mutter getrennt werden und dann in unterschiedlichen Ländern aufwachsen. Besonders beschäftigt wird sich mit Beatrice, die sich in den australischen Busch aufmacht um ihre Wurzeln zu erforschen.

Ich kenne viele Romane über Australien, die Aborigines, keines davon war so schlecht zu lesen wie dieses: Weite Teile des Buches lesen sich wie in Prosa gefasste Abschnitte eines (schlechten) Sachbuches, die Handlung ist nicht immer schlüssig, bisweilen gibt es plötzlich Zeit- und Ortswechel, die aber im Gefühlsleben der Protagonistin kaum eine Rolle spielen, während andere Szenen enorm lange beschriebenw erden ohne dass sie einen tieferen Sinn hätte. Schon aus diesem Grund ist dieses Buch nicht empfehlenswert.

Dazu kommt noch, dass ich in Australien Aborigines und ihre Welt von einer völlig anderen Seite kennengelernt habe als wie sie hier vor allem im mittleren Teil des Buches beschrieben werden. Die in das Buch integrierten Informationen werden diesen in keiner Weise gerecht, meinem Eindruck nach sind viele Dinge auch falsch bzw. falsch formuliert und wie Aborigines hier dargestellt werden, lässt sie meiner Meinung nach sehr negativ erscheinen. Das hat ein Volk mit einer so wunderbaren Kultur nicht verdient.

Mag sein, dass ich mich irre, aber dann ist es umso mehr schade, dass dieses Buch ein völlig verqueres Bild der Aborigines darstellt. Einzig für die Beschäftigung mit der "stolen generation" verdient dieses Buch eine minimale Anerkennung, ansonsten kann ich es leider weder als Roman noch als Informationsquelle empfehlen. Schade.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schade, schade, schade, 7. Februar 2001
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
nachdem ich TRAUMFÄNGER von marlo morgan verschlungen hatte, stürzte ich mich mit gespannter erwartung auf TRAUMREISENDE. so ähnlich der einband der beiden bücher, so ähnlich und dadurch wenig spektakulär oder lebensbereichernd, der inhalt. ich hatte den eindruck, mit diesem buch soll das schnelle geld gemacht werden. gelangweilt, genervt, enttäuscht (nach dieser täuschung), ist dies eines der wenigen bücher, welches ich nicht zu ende lesen möchte.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Werte der Aborigines in unserer Zeit, 6. März 2006
Von 
B. Kugler "Bücherfan" (Michelfeld, BW Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Australien. Beatrice, aus dem Volk der Aborigines, wird als Zwilling geboren. Ihr Bruder Geoff wird, wie sie, gleich nach der Geburt der Mutter weggenommen und weggegeben. Beatrice wächst bei den Barmherzigen Schwestern im Waisenhaus auf und Geoff auf einer Farm. Geoff wird adoptiert, kommt nach Amerika, dort auf die schiefe Bahn und schließlich lebenslang ins Gefängnis.

Beatrice bekommt mit 16 Jahren eine Anstellung in einer Pension, nach einem Brand verlässt sie diese Hals über Kopf, geht in die Wüste und schliesst sich den "Wahren Menschen" an. Sie versucht ihre Herkunft zu ergründen. Es ist eine Gruppe von 4-5 umherziehenden Aborigines. Es gibt noch weitere 4 Gruppen und die Gruppen setzen sich nach Treffen in bestimmten Zeitabständen immer wieder neu zusammen, so dass Beatrice im Laufe der Jahre mit allen Gruppenmitglieder gut bekannt wird.

Beatrice lernt die Riten und die Lebensweise der Aborigines kennen und schätzen. Schließlich ist es eines Tages soweit. Sie kehrt in die Welt der "Veränderten", der Weißen, zurück, wo sie beginnt, sich für die Rechte der Aborigines einzusetzen. Sie wird später auch noch ihren Bruder treffen, aber nicht wissen, dass er es ist.

Am Ende des Buches schreibt sie einen Brief an ihren Bruder, die "Botschaft aus dem Ewigen". Es sind "Du sollst"-Anweisungen, nicht wie bei den 10 Gebote, Du sollst nicht.....-Anweisungen. Diese Gedanken haben meines Erachtens so viel Wahrheit in sich, dass es sich lohnt, sie in regelmässigen Abständen wieder und wieder zu lesen. Es sind Sätze dabei, die Sichtweisen ab und zu wieder "zurecht-rücken". Hier nur die Überschriften:
1. Du sollst Deiner eigenen Kreativität Ausdruck verleihen
2. Erkenne, dass Du Verantwortung trägst
3. Vor Deiner Geburt hast Du eingewilligt, anderen zu helfen
4. Du sollst emotionale Reife erlangen
5. Du sollst unterhaltsam sein
6. Du sollst ein guter Verwalter Deiner Energie sein
7. Du sollst die Musik genießen
8. Du sollst nach Weisheit streben
9. Du sollst Selbstdisziplin lernen
10.Du sollst beobachten, ohne zu lernen.
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95 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ist das noch zu glauben?, 17. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Da fällt einem nichts mehr ein: in welcher Welt leben wir eigentlich? Da gelingt es einer Frau nach mehrjähriger vergeblicher Anstrengung, ein Machwerk ("Traumfänger") auf den Buchmarkt zu bringen, das von freien Erfindungen, aus anderen Büchern abgeschrieben Passagen, Unwissen, Adaptationen aus Indianerkulturen (alleine schon die Namen!) und sachlichen Fehlern nur so wimmelt und dann wird es ein Riesenerfolg. Von Aborigine-Abordnungen mit ihren Lügen, Unkenntnissen der Kultur und phantasierten Inhalten konfrontiert, entschuldigt sie sich zwar förmlich für den Bärendienst, den sie ihnen erwiesen hat, aber anstatt Konsequenzen zu ziehen (abgesehen von der erzwungenen Richtigstellung in den neueren Auflagen, dass die Reise in "Ich-Form!" frei erfunden war), schickt sie ein zweites Buch hinterher, was aus ähnlichen Gründen wieder Proteste der Aborigine-Organisationen hervorruft - allerdings harmloser und letztlich unbedeutend, weil vorhersagbar und durchsichtig wie ein Rosamunde-Pilcher-Roman ist. Trotzdem gelingt es dem Verlag, die Tatsachen weitgehend zu vertuschen. Darf man denn für Geld heute alles machen und behaupten? Nur, weil ein emotional-spirituell verhungertes Publikum Millionen Bücher kauft? Besiegt der Markt die Redlichkeit? Glaubwürdig wäre Frau Morgan nur, wenn sie ihre üppigen Einnahmen der Erhaltung von Kultur und Identität der australischen Ureinwohner zur Verfügung gestellt hätte. Vielleicht könnte sie damit etwas Schaden wieder gut machen. Wer nicht glaubt, dass so etwas dem Volk wirklich schadet, lese einfach mal nach bei [...] . Da findet man auch eine offizielle Stellungnahme von Aborigine-Vetretern, Frau Morgans Entschuldigungsbrief und ein paar weitere Informationen. Ich wünsche erkenntnisreiches Surfen! Und noch ein Vorschlag an den/die potentielle/n LeserIn: spenden Sie doch einfach das Geld, das Sie für das Buch ausgegeben hätten!
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie die Stimme aus der Ewigkeit, 16. Dezember 2001
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Gebundene Ausgabe)
Ich habe nun neben Traumfänger auch Traumreisende gelesen. Zuerst möchte ich sagen, daß mich die Kritik ziemlich entsetzt hat, aber ich ließ mich nicht dadurch abschrecken ... und ich wurde belohnt.
Belohnt mit Weisheit und einer Art der Lebensweise, wie sie schöner nicht sein könnte. Die erste Hälfte war kaum zu ertragen vom Inhalt her ... aber man kann Tatsachen schließlich nicht wegignorieren, indem man nur über Positive Dinge schreibt. Umso verwunderlicher und schöner ist es jedoch, daß einige der Aborigines ihre Kultur erhalten haben und ihre lebensbejahende und lebensehrende Denkweise. Dieses Buch ist nicht zu Ende, wenn man die letzte Seite gelesen hat ... es läßt einen ein Stück Frieden erfahren und an das Gute und den Sinn im Leben glauben. Morgan Marlo hat sich mit diesem Buch noch einmal übertroffen. Wer von diesem Buch unberührt bleibt oder dabei an die Grenzen seines geistigen, emotionalen Horizonts stößt, sollte wohl besser etwas Seichteres, Plattes lesen.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Werte.., 30. November 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Es geht in diesem Buch einfach um Werte die in unserer Zivilisation nicht mehr existieren. In unserer Leistungsgesellschaft haben wir keine Zeit mehr zu Tagträumen. Wir haben kein Gefühl mehr für unseren Bauch. Ich finde dass jeder sich von diesen Werten etwas annehmen könnte und auch sollte.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrbuch für das eigene Leben, 17. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Die Geschichte der Beatrice Lake, die als Säugling zusammen mit ihrem Zwillingsbruder der Mutter gestohlen wurde, sucht nach den Wurzeln ihrer Herkunft bei den Aborigines. Fesselnd wird die intensive Bindung der Aborigines zur Natur dargestellt ("Der Mensch ist nur Gast auf dem Planeten Erde"). Dieses Buch eignet sich hervorragend dazu, sein eigenes Denken und Handeln zu prüfen. Ist das Leben, wie wir es führen, das "wahre" Leben? Sollten wir eventuell bescheidener sein und mehr Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf Glück, Freude und Gesundheit legen? Sollten wir uns besser mehr um unsere Umwelt kümmern, damit auch die folgenden Generationen noch etwas von diesem Planeten haben?
Die "Botschaft der Ewigkeit", die Beatrice am Ende des Buches für ihren im Gefängnis sitzenden Zwillingsbruder niederschreibt, ohne zu wissen, daß es ihr Bruder ist, kann Anleitung für jeden sein. Sie beinhaltet einfache, aber grundlegende Anweisungen für das menschliche Dasein, ähnlich den 10 Geboten der Christen.
Das Ende des Buches läßt eine Frage offen: Werden die Geschwister jemals erfahren, daß sie aus einem Fleisch und Blut sind?
Dieses offene Ende hat mich dazu bewogen, mich mehr mit der Geschichte der Aborigine zu befassen, unter anderem mit der "stolen generation", den gestohlenen Kindern.
Dieses Buch wie auch "Traumfänger" öffnet die Augen, zwingt dazu, über den eigenen Gartenzaun hinwegzuschauen und sich mehr dafür zu interessieren, was weiter von uns entfernt passierte und passiert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas entäuschend., 3. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Nachdem ich das Buch Traumfänger regelrecht verschlungen hatte, hatte ich bei diesem Buch mühe es fertig zu lesen, es ist lange nicht so gut wie der Vorgänger..
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein missglückter Versuch eine bessere Welt darzustellen, 13. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Am Anfang habe ich mich sofort festgelesen. In kurzen, einfachen, abwechslungsreichen Sätzen geschrieben, ist die Geschichte der Trennung der Kinder, ihr getrenntes Aufwachsen und Geoffs Sozialer Abstieg wirklich spannend, rührt einen beinahe zu Tränen und das, ohne kitschig zu sein wie in einem Schnulzenroman.
Doch irgendwie war für mich etwa ab der Mitte des Buches, als Beatrice sich den Aborigines anschließt und ihr bisheriges Leben vollkommen für ein besitzloses Leben aufgibt, der Wurm drin. Die Autorin macht hier ganz klar einen Schnitt in der Geschichte, um dem Leser nun einen detaillierten Einblick in das Leben und den Glauben der australischen Ureinwohner zu geben. Irgendwie schafft sie es jedoch nicht, gleichzeitig noch eine spannende Geschichte weiterzuerzählen und dabei den Leser in die Welt der Aborigines zu entführen. Ich habe allgemein eigentlich ein großes Interesse an anderen Völkern, ihren Geschichten und Philosophien, aber dafür, dass ich hier einen Roman lese und kein Buch über fremde Religionen wird man hier fast erschlagen von der Fülle an Gedanken und Lebensweisheiten. Sobald Beatrice der Gemeinschaft der Aborigines beitritt, besteht das Buch nur noch aus den Lebensgrundsätzen dieses Volkes, alle Stammesmitglieder tun nichtsanderes mehr als davon zu erzählen warum sie was wie tun. Irgendwie ist das total ermüdend. Was aus Geoff wird, der im ersten Teil des Buches eine ebenso große Rolle spielt wie Beatrice, wird völlig untergraben und bleibt für große Strecken des weiteren Romans unbeachtet. Es geht nur noch nach dem Motto weiter: Beatrice hört eine weise Geschichte und wird wieder ein Stück mehr wie ihre Vorfahren. Sie zweifelt an nichts, nimmt alles einfach an. Und das lässt den Roman unglaubwürdig erscheinen. Würde denn jemand, der zwanzig Jahre in einer bestimmten Weise aufgewachsen und geformt worden ist, so vollkommen widerspruchslos eine neue, um 180° andere Lebensweise annehmen? Möglich ist das, natürlich. Doch es passt nicht zu dem starken Charakter, den Marlo Morgan in den ersten Kapiteln aus Beatrice'werden ließ.
Überdeutlich wird die Liebe der Autorin zu den australischen Ureinwohnern spürbar. Sie will dem Leser alles wiedergeben was sie weiß, alles über ihre Lebensweise, ihre Weisheit und Güte, ihren Respekt dem Leben gegenüber, ihre Verbindung und Verehrung der Erde, des Universums und alles Existierenden.
Es gibt hochinteressante Kapitel, die einen zum Nachdenken bringen oder
einen die weißen Eroberer früherer Jahrzehnte hassen lässt, doch leider verliert sich die Autorin in ihrer Leidenschaft für das Volk des Outback immer wieder in lange Litaneien darüber wie die Menschen sein sollten. Was die Aborigines glauben, wird als das einzig wahre hingestellt. Schon ihre Bezeichnung als "Wahre Menschen" im Gegensatz zu den "Veränderten" lässt die Autorin in meinem Kopf irgendwie als Missionarin erscheinen, die der Welt eine neue alte Religion zu Füßen legen will. Und wahrscheinlich ist es das, was mich an dem Roman letztendlich so gestört hat. In der von ihr beschriebenen Lebensweise der australischen Ureinwohner liegt zweifellos eine große Wahrheit und ein Verantwortungsbewusstsein für die Erde und das Leben, das in der heutigen Zeit ein riesiger Rettungsanker wäre. Aber alles andere stattdessen zu verurteilen, erscheint mir der falsche Weg. Ein Schwarz-Weiß-Sehen.
Die Aborigines werden als unfehlbare Menschen dargestellt, die niemals etwas schlechtes tun, niemals mit einer Situation umgehen können, niemals etwas schlechtes tun. Menschen, die alles wissen, alles verstanden haben? Auch diese Darstellung eines perfekten Volkes wird irgendwann unglaubwürdig und es wird schwer sich mit jenen Menschen in Morgans Werk zu identifizieren.
Die Autorin schafft es auch nicht mehr in ihrem Roman noch eine Spannung aufzubauen oder den Leser mit ihrer Hauptfigur mitfiebern zu lassen.
Aber vielleicht hat Marlo Morgan auch nur eine Art von Menschen schaffen wollen, wie sie diese Welt brauchen würde. Menschen, die die Natur akzeptieren und in und mit ihr leben, sich gegenseitig schätzen. Menschen, die nicht ohne Grund töten und andere abschlachten, Tiergattungen ausrotten und sich ewig in arm und reich unterscheiden. Dem, der sich einmal in einer solchen Welt bewegen möchte, kann ich Traumfänger durchaus empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrbuch für das eigene Leben, 17. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Traumreisende (Taschenbuch)
Die Geschichte der Beatrice Lake, die als Säugling zusammen mit ihrem Zwillingsbruder der Mutter gestohlen wurde, sucht nach den Wurzeln ihrer Herkunft bei den Aborigines. Fesselnd wird die intensive Bindung der Aborigines zur Natur dargestellt ("Der Mensch ist nur Gast auf dem Planeten Erde"). Dieses Buch eignet sich hervorragend dazu, sein eigenes Denken und Handeln zu prüfen. Ist das Leben, wie wir es führen, das "wahre" Leben? Sollten wir eventuell bescheidener sein und mehr Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf Glück, Freude und Gesundheit legen? Sollten wir uns besser mehr um unsere Umwelt kümmern, damit auch die folgenden Generationen noch etwas von diesem Planeten haben?
Die "Botschaft der Ewigkeit", die Beatrice am Ende des Buches für ihren im Gefängnis sitzenden Zwillingsbruder niederschreibt, ohne zu wissen, daß es ihr Bruder ist, kann Anleitung für jeden sein. Sie beinhaltet einfache, aber grundlegende Anweisungen für das menschliche Dasein, ähnlich den 10 Geboten der Christen.
Das Ende des Buches läßt eine Frage offen: Werden die Geschwister jemals erfahren, daß sie aus einem Fleisch und Blut sind?
Dieses offene Ende hat mich dazu bewogen, mich mehr mit der Geschichte der Aborigine zu befassen, unter anderem mit der "stolen generation", den gestohlenen Kindern.
Dieses Buch wie auch "Traumfänger" öffnet die Augen, zwingt dazu, über den eigenen Gartenzaun hinwegzuschauen und sich mehr dafür zu interessieren, was weiter von uns entfernt passierte und passiert.
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Traumreisende
Traumreisende von Marlo Morgan (Taschenbuch - Dezember 2000)
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