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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juli 2007
Zum Plot ist genug geschrieben worden, deshalb äussere ich mich dazu nicht mehr. Sprachlich jedoch ist dieses Buch, das ich nicht nur in der Übersetzung, sondern auch im Original gelesen habe, eines der besten und bestübersetzen Bücher überhaupt. Selten hat ein Buch es verstanden, durch die Struktur, Dynamik und atmosphärische Dichte der Wortwahl so zu fesseln. Ich habe drei Tage gebraucht, um mich aus der Stimmung zu "befreien", in die das Buch mich zog. Als Erstlingsroman Zeugnis eines ungeheuren literarischen Talents. Der zweite Roman hält, was der erste verspricht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 15. August 2014
Richard gehört zu dem illustren Kreis von nur sechs Studenten, die von Julian Morrow unterrichtet werden. Sie werden eine verschworene Gemeinschaft, versinken in tiefe philosophische Gespräche über Platon, Dante und die Welt und genießen ausschweifende Zechgelage.
Die fünf Mitstudenten, Henry Winter, Edmund Corcoran, Francis Abernathy und die Zwillinge Charles und Camilla Macaulay beeindrucken Richard, kommen sie anscheinend aus einer elitär anderen Schicht, dessen Lebensstandard er nie kennengelernt hat. Zugleich umgibt diese Personen ein geheimnisvolles Flair, das er nicht zu deuten weiß. Bis sich Henry eines Tages offenbart.
Arrogant-dekadente, vom Leben gelangweilte und dabei absurd sympathische Griechischstudenten begehen in vermeintlich dionysischem Wahn einen versehentlichen Mord und daraufhin einen beabsichtigten, woran sie nach und nach zerbrechen.
Es ist eine flüssig und amüsant erzählte Geschichte über Dekadenz und die Verkettung von Schuld, Verfehlungen und Sühne, Tod und Versagen, Reue und Buße, die ganz großen Themen werden hier verhandelt. Der Mord und alle Handlungen werden zur Nebensache: Es sind die menschlichen Reaktionen auf das was passiert ist. Das was diese Sache aus jedem einzelnen macht. Es wird sehr persönlich geschrieben was Neid, Missgunst, Angst, Hoffnungslosigkeit in extremen Situationen aus einem Menschen machen können. Das Sahnehäubchen ist der großartige Schreibstil dieses Erstlings.
Ein Roman voller Tiefe und poetischen Passagen gelungen. Feinsinnig und einfühlsam, dramatisch und geheimnisvoll spannend bringt sie das Geheimnis der sechs Studenten an die Oberfläche und bindet ihren Protagonisten Richard in ein schreckliches Geschehen ein.
Donna Tartt ist eine Sprachkünstlerin, und die Charakterentwicklung ist meisterhaft gestaltet. Sie versteht es durch die Struktur, Dynamik und atmosphärische Dichte der Wortwahl zu fesseln. Es ist ein Vergnügen, ein solches Können Seite für Seite zu verfolgen. Man liest automatisch langsamer, um einzelne Satz- und Gedankenkonstruktionen zu genießen. Die Handlung drängt einen also nicht zum schnellen Lesen. Ein Buch, das man rasch lesen könnte, das aber auch bei sorgfältigem Lesen durch viele Feinheiten und Kleinigkeiten beglückt.
Weniger geeignet für die, die selten lesen oder einen Krimi suchen. Wer ein Buch mit Gefühl, Atmosphäre und auch eigenem Charakter lesen will, dem ist Die Geheime Geschichte sehr zu empfehlen.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2007
Auf die Frage "Welches Buch würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?" hatte ich bis vor kurzem keine Antwort. Aber jetzt weiß ich, dass es "Die geheime Geschichte" wäre.

Gleich auf der ersten Seite erfährt man, dass die geheime Geschichte etwas mit dem Tod eines Jungens, namens Bunny, zu tun hat. Und der Prolog endet mit den Worten: "Ich nehme an, es gab eine Zeit in meinem Leben, da hätte ich eine beliebige Anzahl von Geschichten gewußt, aber jetzt gibt es keine andere mehr." Und so fängt das Buch an, einen langsam in seinen Bann zu ziehen, während ein gewisser Richard Papen, aus einem kalifornischen Provinznest stammend, seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte von einem jungen Mann, der aus der Provinz in die große weite Welt ziehen will und zunächst im Hampden College in Vermont ein Stipendium erhält. Das Fach allerdings, für das er sich einschreiben will, nämlich Altgriechisch, wird von einem Lehrer namens Julian Morrow unterrichtet, der sich vorbehält, eine kleine elitäre Gruppe von fünf Studenten ganz alleine zu unterrichten. Fünf Studenten, die zu niemandem außerhalb der Gruppe Kontakt haben: Henry (Sohn reicher Eltern, extrem klug und belesen, Lieblingsstudent von Julian), Francis (der Geld geerbt hat und ein Haus auf dem Lande besitzt), Camilla und Charles (Zwillinge, deren Eltern gestorben sind und die nun von dem Geld der Großmutter leben und meistens in hellen Kleidungsstücken umher laufen) und Bunny (eigentlich Edmund, ein auf großem Fuße lebender Schnorrer).

Nachdem ihr Griechischlehrer den Studenten von einem Bacchanal, einem auf den Weingott Dionysos zurückzuführenden Exzess, der mit Hilfe einer Kombination großer Mengen Alkohol mit psychedelischen Substanzen erreicht wird, erzählt, wollen Henry, Francis, Camilla und Charles auch so etwas erleben. Bei ihrem Bacchanal ereignet sich aber ein folgenschwerer Unfall, der mit dem Tod eines Menschen endet. Da Bunny mit der Zeit hinter dieses Ereignis kommt und er für die vier Studenten eine zunehmende Bedrohung wird, beschließen sie, Bunny zu töten...

Das erste Buch beschreibt die Zeit der sechs Studenten miteinander und endet mit dem Mord an Bunny. Das zweite Buch handelt von der Zeit nach dem Mord und von der Angst, durch die Polizei und das FBI entdeckt zu werden und dem Zerfall der Gruppe, von der man zunächst vermutet, dass sie durch ein solches Ereignis weiter zusammen geschweißt wird. Dieser zweite Teil war für mich noch interessanter zu lesen, als der erste Teil. Besonders faszinierend fand ich die Sprache, die die Autorin in ihrem Werk verwendet. So benutzt sie, besonders im zweiten Teil, äußerst lebendige Bildbeschreibungen, die auch bei alltäglichen Situationen für eine grauenvolle Stimmung sorgen und somit das Innenleben der Protagonisten nach außen kehren, wie z.B. : (...) Lange Schatten, Alptraumlicht. Ich sah ein paar Kinder, die draußen im Schnee spielten, schwarze Silhouetten vor einem grausigen, lachsfarbenen Himmel. Ihr Schreien und Lachen hatte auf diese Entfernung etwas Wahnsinniges an sich (...). Die Figur Richard Papen reflektiert die Tat in diesem Buch und der Leser hat zum Schluß des Buches den Eindruck, Richard wirklich zu kennen und etwas zu wissen, was sonst kein anderer wissen kann, nämlich eine geheime Geschichte.

Klare Lese- und Kaufempfehlung!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Richard Papen wird auf das Hampden-College aufgenommen. Er wählt Griechisch und Französisch als seine beiden Fächer. In den Griechisch-Kurs kommt er aber nur durch Ach und Krach rein, da der mysteriöse Griechisch-Lehrer Julian keine weiteren Studenten aufnehmen möchte und er seine Gruppe von fünf Studenten schon als vollkommen betrachtet. Richard schafft es dennoch sich im Kurs einzuschreiben, jedoch merkt er sehr bald, dass es unter der scheinbar ruhigen Oberfläche im Studentenleben der 5 brodelt, da 4 von ihnen einen Mord begangen haben, den sie dem fünften, Bunny, verschweigen. Bunny ahnt, dass seine Kommilitonen Mörder sind und treibt sie bis zur Weißglut mit seinen Drohungen die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu zerren. Für die 4 Studenten und Richard scheint eines klar zu sein: Bunny muss weg!

Der Roman ist als Debüt als auch als Kriminalroman bzw. Thriller eine Wucht bezüglich der konstant bestehenden Spannung, die das Buch rüberbringt. Es ergeben sich ständig Szenen, die mal gefährlich, dann Angst einflößend und dann wieder düster scheinen, manchmal auch ziemlich schockierend, diese ganzen Horror- und Thrillerelemente werden dennoch von humorvollen Bemerkungen umgeben, die die Autorin, Tartt, hier und da einwirft. Es gibt viele spannende Kriminalromane, aber dieser hat so eine dichte Atmosphäre im Erzählstil, dass man als Leser glaubt, mittendrin im Geschehen zu sein und die Szenen vor den Augen nur so tanzen zu sehen. Ein sehr gut geschriebenes, leicht lesbares Buch also, das die Erhaltung der Spannung nicht vernachlässigen wird!

~Bücher-Liebhaberin~
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Richard Papen wird auf das Hampden-College aufgenommen. Er wählt Griechisch und Französisch als seine beiden Fächer. In den Griechisch-Kurs kommt er aber nur durch Ach und Krach rein, da der mysteriöse Griechisch-Lehrer Julian keine weiteren Studenten aufnehmen möchte und er seine Gruppe von fünf Studenten schon als vollkommen betrachtet. Richard schafft es dennoch sich im Kurs einzuschreiben, jedoch merkt er sehr bald, dass es unter der scheinbar ruhigen Oberfläche im Studentenleben der 5 brodelt, da 4 von ihnen einen Mord begangen haben, den sie dem fünften, Bunny, verschweigen. Bunny ahnt, dass seine Kommilitonen Mörder sind und treibt sie bis zur Weißglut mit seinen Drohungen die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu zerren. Für die 4 Studenten und Richard scheint eines klar zu sein: Bunny muss weg!

Der Roman ist als Debüt als auch als Kriminalroman bzw. Thriller eine Wucht bezüglich der konstant bestehenden Spannung, die das Buch rüberbringt. Es ergeben sich ständig Szenen, die mal gefährlich, dann Angst einflößend und dann wieder düster scheinen, manchmal auch ziemlich schockierend, diese ganzen Horror- und Thrillerelemente werden dennoch von humorvollen Bemerkungen umgeben, die die Autorin, Tartt, hier und da einwirft. Es gibt viele spannende Kriminalromane, aber dieser hat so eine dichte Atmosphäre im Erzählstil, dass man als Leser glaubt, mittendrin im Geschehen zu sein und die Szenen vor den Augen nur so tanzen zu sehen. Ein sehr gut geschriebenes, leicht lesbares Buch also, das die Erhaltung der Spannung nicht vernachlässigen wird!

~Bücher-Liebhaberin~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2015
Richard kann seinem ärmlichen und lieblosen Elternhaus durch einen Collegewechsel entfliehen und taucht ein in die wunderbar beschriebene Atmosphäre seines neuen Colleges. Gleich zu Beginn fällt ihm eine Gruppe Studenten auf - sehr belesen, attraktiv, reich - der er sich gerne anschließen möchte, was aber zunächst nicht funktioniert. Nach einigem Hin und Her wird er dann doch in die Gruppe aufgenommen. Er gibt jedoch vor, aus einem interessanten Elternhaus zu kommen und über Geld zu verfügen, um von den Studenten akzeptiert zu werden, was ihn ihn oft in heikle Situationen bringt. Diese Studenten haben sich dem Altgriechischen verschrieben, lesen zusammen mit ihrem exzentrischen Lehrer die alten Klassiker, verbringen verträumte Wochenenden in einem alten Landhaus am See, gehen auf Studentenpartys, nehmen Drogen, trinken viel. Und dabei passiert eine schreckliche Geschichte, erst ungewollt, dann mit Absicht. Die Beschreibung der Stimmung im College, der Unterrichtsstunden, der Landschaft, des Wetters, des Zimmers von Richard, der Beerdigung ... ich bin seit Jahren hingerissen und muss das Buch einfach immer mal wieder lesen. Ich weiß nicht, was genau es ist, andere Autoren haben auch einen wunderbaren Stil, aber etwas an diesem Buch fasziniert mich maßlos.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2014
Ich habe die geheime Geschichte auf dem Kindle gelesen. Die Geschichte ist sehr spannend und mitreißend. Für die Story und Erzählweise gebe ich 5 Punkte, leider sind SO viele Rechtschreibfehler in dem Text - was man der Autorin nicht anlasten kann - das stört schon sehr beim Lesen. Schade, dass beim digitalen Lesen die Qualität ein bisschen auf der Strecke bleibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2014
Donna Tartt zu lesen ist eine Freude, was keine Freude macht ist das Lektorat, falls es überhaupt eines gibt. Es wimmelt von Satzfehlern die wahrscheinlich bei der Digitalisierung des Textes entstanden sind. Warum liest das keiner vor der Veröffentlichung?
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juli 2003
Ich finde Krimis atemberaubend langweilig. Ein ganzes Genre, das sich allein dem Mord verdankt. Wie aufregend. Besonders dann, wenn schon auf der ersten Seite die Leiche erwähnt wird und man sich als Leser freuen darf, wie auf den nächsten paar hundert, endlich die Dinge ans Licht kommen.
Glücklicherweise ist "Die geheime Geschichte" von Donna Tartt kein Krimi, auch wenn sie es hinten extra draufgeschrieben haben. Das Verbrechen ist hier eine nebensächliche Konsequenz und bildet gewissermaßen den Begleittext zum besseren Verständnis. Keinesfalls aber ist es der Grund, warum diese Geschichte erzählt wird.
Wir erfahren etwas über unser modernes Bewußtsein, weil wir hier etwas über das antike Bewußtsein der Griechen erfahren. Ein kleiner Kreis begabter Studenten bildet sich um den charismatischen Lehrer Julian Morrow, der in eben diesem antiken Bewußtsein denkt, lebt und unterrichtet. Er übt durch seine Andersartigkeit eine Faszination aus, als würde man zum ersten mal sein eigenes Spiegelbild sehen.
In den Gesprächen über die alten Griechen geht es unter anderem um Dionysos. Er war vielleicht der bedeutendste Gott der Antike, um aber zu verstehen, was es mit ihm auf sich hat, reicht es nicht aus, sich über ihn zu unterhalten, sondern man muß sich die Mühe machen, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Er ist das Ungeheure. Er ist der Rausch. Er ist Sein ohne Reflektion. Den Dionysoskult hat es jedoch seit Jahrtausenden nicht mehr gegeben. Die Hauptcharaktere in diesem Buch fragen sich: Warum eigentlich nicht?
Nach den dramatischen Ereignissen in dieser Geschichte formuliert Donna Tartt ein mögliche Antwort so: „Es mag eine übermenschliche Anstrengung sein, sich selbst so vollständig zu verlieren, aber es ist nichts im Vergleich mit der Anstrengung, sich wiederzufinden." Und so handelt dieser Roman nicht von der Suche nach Schuldigen, sondern von dem Wiederfinden des eigenen Ichs.
Die Autorin hat neun Jahre an ihrem Debüt gearbeitet und man ist ihr für ihre Geduld dankbar. Sie hat eine sorgfältig durchdachte Geschichte geschrieben, intelligent und mitunter sehr literarisch, vor allem aber hat sie Dinge zu erzählen, die über Mord und Totschlag hinausgehen. Man sollte ihr zuhören.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Januar 2004
Als das Buch neu herauskam, habe ich es sofort gelesen und war einen Tag und eine Nacht lang gefesselt.
Nun habe ich es noch einmal gelesen und muss schon Abstriche machen. Es ist ein bisschen viel auf einnmal- der Ich- Erzähler, der seine Eltern hasst und nur deshalb auf ein weit entferntes College geht, die skurrilen Gestalten in seinem Altgriechischkurs (wobei er selber ja ebenso skurril ist) Inzest (naja, nie ausgesprochen aber doch angedeutet), Homosexualität(latent, Phobie hiervor und praktiziert), Verehrung der seltsam unklar bleibenden Gestalt des Lehrers, Drogengebrauch en masse und Mord- starker Tobak für ein einziges Buch! Nichtsdestotrotz unglaublich spannend und sehr sorgfältig erzählt.
Donna Tartts Talent sind Details, sie erinnert mich stellenweise an Michael Chabon. Viele viele Worte und eine exakt konstruierte Geschichte, aber das ist schließlich Fiktion !
Ich finde das Buch nach wie vor beeindruckend in seiner Düsternis und beklemmenden Atmosphäre, auch wenn es sicher Ungereimtheiten aufweist, aber es legt einem echt Fesseln an die Augen. "Du kommst hier nicht eher weg, bis du zu Ende gelesen hast" ist die Devise!
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