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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur hilfreich, sondern auch noch witzig
Ich bin begeistert, dass eine Lektüre über ein so schweres Thema derartig humorvoll und anregend sein kann. Das Buch ist gespickt mit tollen Karikaturen und "Hamsterrad-Regeln", die ich am liebsten an die Pinnwand unserer Firma heften würde:

- Wer einen Mitarbeiter mit Händen erwürgt, der mordet. Wer ihn mit Arbeit erwürgt, der...
Vor 14 Monaten von Dirk veröffentlicht

versus
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Ich hatte mir von diesem Buch viel mehr versprochen. Nämlich, wie im Untertitel beschrieben: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen!
Statt dessen bestehen 2/3 des Buches aus "Deppenerlebnissen". Ja, zunächst ist es interessant und schockierend zu lesen wie mit Mitarbeitern verfahren wird. Aber nach dem 10 . Beispiel bin...
Vor 10 Monaten von Elke Oldenburg veröffentlicht


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur hilfreich, sondern auch noch witzig, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Ich bin begeistert, dass eine Lektüre über ein so schweres Thema derartig humorvoll und anregend sein kann. Das Buch ist gespickt mit tollen Karikaturen und "Hamsterrad-Regeln", die ich am liebsten an die Pinnwand unserer Firma heften würde:

- Wer einen Mitarbeiter mit Händen erwürgt, der mordet. Wer ihn mit Arbeit erwürgt, der delegiert.
- Höflichkeit gegenüber älteren Mitarbeitern ist für die Firmen selbstverständlich: Sie helfen ihnen bereitwillig vor die Türe!
- Wer seine Freizeit in der Firma verbringt, bringt es im Leben zu mehr. Zum Beispiel zu: Herzinfarkt, Hörsturz, Burn-out.
- Die Hälfte aller verschickten Mails ist überflüssig, ebenso die Hälfte aller empfangenen Mails. Ob es sich um dieselbe Hälfte handelt, darf bezweifelt werden!

Das Buch zeigt auf, warum wir keinen Feierabend mehr haben, warum Multitasking nichts als Schwindel ist, warum Mails die Arbeit verlangsamen und warum Frauen nur an der Spitze der Überstundenstatistik erwünscht sind. Der erste Teil bringt die Missstände auf 250 Seiten auf den Punkt. Der zweite Teil weist auf 150 Seiten die Lösungswege, u.a. tolle Tipps zum Nein-Sagen und zur Abgrenzung. Starke 400 Seiten, eigentlich zwei Bücher in einem.

Ein super Lesetipp für alle, die vor lauter Arbeit noch Zeit zum Lesen haben oder sich diese Zeit wieder verschaffen wollen!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschied vom Wahnsinn des Arbeitsalltags, 15. Oktober 2013
Von 
Sophia! - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
„Nie wieder Depp sein, auch dafür bietet die moderne Arbeitswelt viele Chancen. Packen Sie's an! Damit Firmen, die Deppen suchen, keine mehr finden.“
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Vielfältige Belastungen, utopische Anforderungen, ein übergeschnappter Chef und das Gefühl, öfter als einmal im falschen Film zu sein. All das ist eine gute Umschreibung dessen, was in unserer modernen Arbeitswelt leider zur Alltagsroutine geworden ist. Eine totale die Schmerzgrenze überschreitende Ausnutzung der Mitarbeiter führt zu Verzweiflung und Burn-out. Millionen Mitarbeiter sind schlichtweg Gefangene im Hamsterrad des Wahnsinns.
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Doch damit ist jetzt Schluss. Martin Wehrle, Deutschlands bekanntester Gehalts- und Karrierechoach präsentiert nach den bereits erfolgreich publizierten Bänden „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ sowie „Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus“ nun einen Leitfaden, der zahlreiche Strategien aufzeigt, wie es gelingen kann, dem Arbeitswahnsinn nicht länger zum Opfer zu fallen. In dem ersten Teil des Buches wird die gegenwärtige Situation der Arbeitswelt schonungslos entlarvt, bevor der zweite Teil gewinnbringende Ratschläge und konkrete Handlungsalternativen aufzeigt.
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Kapitelüberschriften wie etwa „Der Chefhamster: Wenn Führung durchdreht“ oder „Erschöpfung ade: Der Abschied vom Hamsterrad“ zeigen, dass Wehrle dem durchaus ernsten Thema mit einer wohltuenden Prise Humor begegnet, die die Lektüre des Buches sehr angenehm und humorvoll werden lässt. Ein Beispiel für den Unterhaltungsfaktor sind etwa die Zitate aus Stellenanzeigen und deren Hamsterrad-Übersetzung. Ebenso lockern Karikaturen zu Beginn eines jeden Kapitels das überwiegend negative Problemfeld auf. Doch es geht längst nicht nur um eine ironisch-humorvolle Analyse. Vielmehr werden authentische Erlebnisse vorgestellt und schließlich hilfreiche Verhaltensweisen benannt, die dabei helfen, dem gefährlichen Hamsterrad zu entkommen. Hierzu zählen beispielsweise „Zehn Tipps zum Nein-Sagen“ oder aber auch allgemeine Ratschläge, die eine Selbstausbeutung verhindern.
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Der Text schließt mit einem interessanten Ausblick darauf, was sich gesamtgesellschaftlich ändern müsste, um eine dauerhafte Verbesserung der gegenwärtigen Arbeitswelt zu erreichen. In einem letzten Serviceteil werden schließlich 20 Fragen gestellt und deren offizielle Antworten aus dem Arbeitsrecht in einer übersichtlichen Tabelle präsentiert. Hierzu gehören u.a. die folgenden Beispiele:
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> Kann die Firma Überstunden anordnen?
> Habe ich ein Recht auf Pausen?
> Kann ich zu Sonntagsarbeit verdonnert werden?
> Kann der Chef mich aus dem Urlaub zurückbeordern?
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Fazit: Ein ebenso graphisch wie textuell ansprechend gestalteter Ratgeberband, der durch eine flüssige und zugleich informative Schreibweise besticht. Sehr zu empfehlen!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hätte dieses Buch am liebsten meinem Chef geschenkt, 19. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Das Buch ist einfach herrlich. Endlich spricht mal jemand aus, was jeder sonst nur für sich wahrnimmt ohne sich traut es laut zu sagen: Wie Arbeitnehmer Tag für Tag wie Deppen behandelt werden. Es ist heutzutage in fast allen Firmen üblich, dass die Arbeitsgesetze inoffiziell mit Füßen getreten werden. Überall wird eingesparrt, gegangene Arbeitnehmer nicht ersetzt und die verbliebenen ächsen unter immer mehr Arbeit, die in der normalen Arbeitszeit gar nicht mehr zu schaffen ist. Wer mal in Urlaub geht hat Horrorvisionen von dem, was nach Rückkehr alles auf dem Schreibtisch liegt. Jeder möchte als motiviert, hilfsbereit und leistungsfähig gelten und traut sich nicht die eigenen Grenzen aufrecht zu erhalten. Wer pünktlich Feierabend macht, wird schief angeschaut, auch wenn er den ganzen Tag unter Höchstleistung geackert hat. Wer noch ein privates Leben und Hobbies hat kann nicht ausgelastet sein. Aber gerade diese Einstellung ist es, die Menschen in das Burn-Out oder zum Herzinfarkt treibt.

Der Autor beschreibt was heutzutage in den Firmen vor sich geht und wie Mitarbeiter eher wie Maschinen gesehen werden und mit welchen Tricks immer mehr aus einem Arbeitnehmer herausgeholt wird. Am Ende finden sich sehr brauchbare Tipps, wie man die eigenen Grenzen besser abstecken kann und und ein Überblick über die Rechte, die jeder hat.
Abgerundet wird das ganze von Fallbeispielen, die eigentlich schon wieder lustig sind, wenn sie nicht wahr wären: Eine Filialangestellte, die wegen Diebstahlssicherung im Lager übernachten muss, Chefs die sich als Sohn tarnen um im Krankenhaus eines Angestellten etwas über dessen Gesundheitszustand zu erfahren, Azubis die alles machen müssen, außer ihren eigentlichen Job zu lernen, Mitarbeiter die vom Urlaub am Nodcap wegen Nichtigkeiten zurückgeholt werden usw.

Ich kann dieses Buch jedem gestressten Arbeitnehmer empfehlen. Die Arbeit mögen und motiviert bei der Sache sein ist eine Sache, Überlastung durch Personalknappheit und Kosteneinsparungen (damit noch mehr Gewinn gescheffelt wird) gepaart mir der Selbstverständlichkeit, dass ein Arbeitnehmer sein ganzes Leben eben aufgibt und immer ein schlechtes Gewissen hat, wenn er "schon" Feierabend macht und teils sogar im Urlaub erreichbar ist, ist eine andere Sache. Gerade zu viel Druck kann auch dazu führen, dass einem die Arbeit erst keinen Spaß mehr bringt.

Falls dies hier irgendein Chef liest: Nur weil man pünktlich Feierabend macht heißt dies nicht, dass man nicht motiviert ist. Nachdem man den ganzen Tag über Hochleistung erbracht hat, möchte man vielleicht einfach stolz auf die getane Arbeit nach Hause zu der Familie gehen. Arbeitnehmer sind Menschen die das Recht haben ihr Leben leben zu dürfen (sie haben vielleicht nur dieses eine). Diese haben Kinder zu erziehen, haben wenn sie Berufspendler sind vielleicht noch eine lange Autofahrt vor sich, die sie halbwegs wach überstehen möchten, wollen Zeit mit dem Partner oder Freunden verbringen, haben noch einen Haushalt und andere Pflichten und eventuell auch noch Hobbies (wollen sich zum Beispiel beim Sport etwas bewegen, nachdem sie den ganzen Tag am Schreibtisch verbracht haben, was letztendlich auch langfristig der Gesundheit und Arbeitskraft gut tut). Für diese Aktivitäten bleiben nur ein paar sehr wenige Stunden am Tag, wenn man diese auch noch ständig wegnimmt und kürzt, dann fehlt etwas. Man klaut Menschen damit ihr Leben.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 13. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Ich hatte mir von diesem Buch viel mehr versprochen. Nämlich, wie im Untertitel beschrieben: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen!
Statt dessen bestehen 2/3 des Buches aus "Deppenerlebnissen". Ja, zunächst ist es interessant und schockierend zu lesen wie mit Mitarbeitern verfahren wird. Aber nach dem 10 . Beispiel bin ich genervt. Eigentlich habe ich mit konkreten Lösungen gerechnet. Diese aufreißerischen Parolen wie schlecht und gemein die Arbeitswelt ist, bringt mich nicht weiter. Endlich auf Seite 261 von 393 Seiten geht es zu Teil 2: Ich stehe nicht mehr zur Verfügung. "Aha, endlich Lösungen!?" Weit gefehlt. Zunächst folgt ein Test, ob ich auch zu den Deppen gehöre. Was soll der Quatsch? Wenn ich mich unglücklich fühle, brauche ich keinen Test! Danach: Wieder mehr Erklärungen statt wirklicher Lösungshilfe. Einige wenige Ideen und Gedanken sind brauchbar. Doch der Autor geht mir zu wenig darauf ein, dass Angst ein großer Faktor ist, der Menschen dazu bringt Dinge zu tun , die sie eigentlich nicht tun möchten. Angst als Alleinerziehende den Job zu verlieren, Angst, von den Kollegen geschnitten zu werden etc.
Fazit: Aufreißerischer Titel, der zum Kauf animieren soll, aber wenig konkrete Hilfestellungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Frage..., 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, weil es einfach extrem kurzweilig geschrieben ist.

Im ersten Teil wird in jedem Kapitel auf das Thema der Überschrift näher eingegangen (alles immer mit Fakten bzw. Quellen hinterlegt), es folgt eine (sehr oft zynische) "Hamsterrad" Regel und sodann folgen Beispiele "aus dem echten Arbeitsleben". Teilweise kann man nur den Kopf schütteln, manchmal empört man sich, das nächste Mal erkennt man seine doch sehr ähnliche Situation wieder und manchmal ist man einfach nur froh, daß es immer noch eine/n gegeben hat, der/m es noch schlechter erging. Es ist schon sehr erstaunlich wie grotesk erfinderisch so mancher Chef doch daher kommt!
Dieser erste Teil ist - dem Thema entsprechend- sehr polemisch und arbeitgeberfeindlich- man sollte als Leser immer im Hinterkopf behalten, daß es sich immer wieder um Negativ-Bespiele handelt und sicher nicht jede Firma / jeder Chef zu jeder Zeit ihre Mitarbeiter so (mies) behandelt.
Im zweiten Teil wird dann auf mögliche Änderungen seitens des Arbeitnehmers eingegangen (es gibt eben immer einer der macht und einen, der es mit sich machen läßt). Kurz gesagt: der Depp muß zunächst sich ändern, indem er sich darüber klar wird, was und wie er etwas will und hierin seine absolute Priorität setzen und klar zum Ausdruck bringen. Glücklicherweise ist erwähnt, daß das vor allem ein langer steiniger Weg mit Rückschlägen ist.
Trotz der praxisnahen Tips, frage ich mich schon, ob ein jeder das so umsetzen kann (von der Persönlichkeit/ Charakter der einzelnen Person) als auch ggü. seinem Arbeitgeber durchsetzen kann (denn nicht in jeder Branche sind die Arbeitsplätze so reich gesät, daß man es vielleicht unbedingt "drauf ankommen lassen möchte" und wie das Buch und mein eigener "Erfahrungsschatz" lehrt, sind Arbeitgeber (und auch die "lieben" Kollegen, die sich mit dem Arbeitgeber solidarisieren) mitunter auch sehr erfinderisch, wenn sie jemanden loswerden wollen. Das ist dann auch der Teil, wo das Buch - bei allen guten Tips- einem nicht mehr weiterhelfen kann. Vermutlich kann dann allerdings kein Buch der Welt weiterhelfen, sondern das ist die Aufgabe von Gewerkschaften, Personalräten, Arbeitsgerichten und Therapeuten etc. Daher dennoch 5 Sterne für dieses kurzweilige und spannende Buch, das einem "die Augen öffnet".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kernthema aus meiner Sicht leicht verfehlt, 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein gutes Buch für AN bzw. Menschen die unter Arbeitsdruck stehen und sich davon negativ beeinträchtigt fühlen.

Der erste große Teil des Buches handelt von Beispielen, wie AN von der Firma ausgenutzt werden. Mir war dieser Teil zu lang. Ich hätte lieber mehr vom letzten Teil gelesen, also konkrete Hilfestellung um aus der Misere rauszukommen.

Kaufgrund war die lustige Schreibweise. Das Lesen bereue ich durchaus nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wahrheit in der europäischen Industrie wird gut beschrieben, wenn auch sicherlich nicht alle Firmen so sind...., 27. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Es ist eine konsequente Fortsetzung der bereits vorliegenden Teile 1 und 2, wenn auch Wehrle gut von den eingesandten Artikel lebt, diese gut aufbereitet in ein Buch bringt. Die Hilfestellung für die Gequälten finde ich gut, die Karikaturen sind aufheiternd und die lebendige Beschreibung mancher Episoden vermag den Eindruck zu vermitteln, das wir alle wohl in guter Gesellschaft sind. Die Frage die sich aufdrängt ist letztlich jene, ob es denn auch Firmen gibt, welche als positives Beispiel heranzuziehen sind, also quasi als Benchmark fungieren könnten..?
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Früher gab es Sklavenketten; heute gibt es kabellose Computer“, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Feierabend, Freizeit und Urlaub verlieren zunehmend an Bedeutung. Manchmal so scheint es, gelten sie bereits als Relikte vergangener Zeit. In der modernen Arbeitswelt zählen Flexibilität, Multitasking und sehr hohe Einsatzfreude. Möglichst 365 Tage im Jahr. Diese Aspekte gelten selbstverständlich ausschließlich für dieMitarbeitenden – nicht für die Unternehmenden.

In dem ihm eigenen Stil – konkret, pointiert und humorvoll – widmet sich Martin Wehrle in seinem neuesten Buch dem Arbeitswahn in deutschen Unternehmen.
Einem Wahn, der einem gefährlichen Virus gleich die moderne Arbeitswelt zu infizieren und zu zersetzen droht.
Überstundenberge (drei Milliarden werden pro Jahr in Deutschland geleistet), Multitasking und ständig wachsender Arbeitsdruck kennzeichnen den Arbeitsalltag vieler Menschen. „Dass jeder dritte Vorgesetzte von seinen Mitarbeitern erwartet, bei Krankheit weiterzuarbeiten und jeder vierte Arbeitnehmer keine Zeit mehr für seine Pausen hat, muss uns beunruhigen“, fordert der Autor gleich im Vorwort. Zu Recht.
Wehrle entlarvt - untermauert durch konkrete Beispiele - was sich tatsächlich vielfach unter dem Label ‚flexible Arbeitswelt/moderne Arbeitswelt’ verbirgt: Ein perfides System aus Manipulation, Verleumdung, (falschen) Versprechungen und sogar dreisten Lügen. Begründet wird dieses Verhalten oftmals mit der Globalisierung (S.23,280).
In einem Unternehmen zum Beispiel, so berichtet der Autor (Beispiel S. 36ff), führte der Vorgesetzte eine sogenannte ‚Ü-Prämie’ ein. Mit dieser Prämie sollte der fleißigste Mitarbeiter belohnt werden. Alle Mitarbeitenden waren aufgerufen, ihre Überstunden zu erfassen, um sie am Monatsende veröffentlichen zu können. Dieses Vorgehen erzeugte Druck und Konkurrenz. Der Gewinner dieses „Überstunden-Rennens“ konnte zum Jahresende 700 Überstunden vorweisen. Er wurde mit einer Prämie im Wert von 1.500€ belohnt. Zwei Euro pro Stunde.

Aus Angst vor einer möglichen Schlechterstellung oder gar Kündigung kommen viele Mitarbeitende selbst abstrusen Anweisungen ihrer Vorgesetzten nach, anstatt sich abzugrenzen. So campierte beispielsweise eine Filialleiterin im Lagerraum um weitere Einbrüche zu vereiteln. Einen Security-Dienst hatte die Geschäftsführung aus Kostengründen abgelehnt.
In vielen Unternehmen werden die Ängste der Mitarbeitenden geschürt. Allerdings, so zeigt Wehrle anhand der Praxisbeispiele auf, bietet angepasstes Verhalten auf Dauer keinen Schutz, um zum Beispiel die nächste Kündigungswelle zu umschiffen.

Wie man sich der obenbeschriebenen Überstundenfalle beziehungsweise dem Arbeitswahn grundsätzlich entziehen kann, thematisiert Wehrle im zweiten Teil des aktuellen Buches. Er gibt konkrete Anregungen und offeriert somit ein praxistaugliches Handwerkszeug zur nachhaltigen Abgrenzung im Arbeitsalltag.

Abgrenzung erfordert Mut. Martin Wehrle macht Mut und fordert zum Handeln auf. „Wenn Überforderung kein individuelles Problem ist, dann muss die Lösung aus mehreren Richtungen kommen“, so die Einschätzung des Autors. Er präsentiert sechs Vorschläge, was Gesellschaft, Politik und Firmen tun können.
Eine kritische Gesellschaft kann zum Beispiel den Boykott nutzen: „Wenn Millionen Menschen einen Konzern boykottieren, weil er seine Mitarbeiter ausbeutet, dann
behandelt der Konzern seine Mitarbeiter sofort besser“.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch auf die Schule übertragbar, weg von Stress und Druck!, 26. Oktober 2013
Von 
Mioli - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Auch wenn ich selbst noch nicht im Büro arbeite, kenne ich das Gefühl nur zu gut, von Deadlines und Projekten überhäuft zu sein, ständig die Emails zu checken oder zu sehen, ob es neue Kommentare auf dem Blog gibt.
Viel habe ich um die Ohren und um einen Weg aus der Misere zu finden, interessierte mich Martin Wehrles Buch.

In dem Werk lässt der Autor verschiedene Angestellte zu Wort kommen, vom Manager bis zur Supermarkt-Kassiererin. Sie berichten von Drucksituationen und Stress am Arbeitsplatz. Sehr gut kann man sich in diese unterschiedlichen Menschen hinversetzen, denn mit mindestens einem hat man einmal eine leidvolle Erfahrung geteilt. So erkennt man auch schnell, dass es nicht sinnvoll sein kann, 24 Stunden am Tag erreichbar zu sein. Dass man das Handy mal ausschalten darf, ohne sich schlecht zu fühlen.

In diesem Buch sind viele handfeste Tipps gegeben, die der Autor sogar optisch hervorhebt. Ein Merksatz hier, ein Hinweis da und schon ist der Alltag einfacher gestaltet, als er es vorher war.
Jedoch nur in der Theorie!
In der Praxis sitzt nämlich meist der Chef am längerem Hebel. Da hilft manchmal das beste Gespräch mit den sinvollsten Argumenten nicht, wenn der Arbeitgeber den Geldhahn zudrehen möchte. Obwohl Wehrle auch für diese Situationen Tipps gibt, erschienen mir an manchen Stellen die Bezüge zum harten Arbeitsleben nicht wirklich klar zu werden. Wenn ich das Projekt nicht abgebe gibt es die schlechte Note oder im Job den Rausschmiss.
Dies ist mein einziger Kritikpunkt am Buch, denn inhaltlich ist es sonst gut recherchiert und mit sinnvollen Quellen unterfüttert und auch optisch macht es mit Tabellen und aufgelockertem Design einiges her.

FAZIT
"Bin ich hier der Depp" hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Das Buch macht deutlich, welche unmenschlichen Verhältnisse manchmal an Arbeitsplätzen herrschen und zeigt, wie man diesen entflieht.
Leider ist manchmal übersehen worden, dass man auf das Geld des Chefs angewiesen ist und daher die bittere Pille wohl oder übel schlucken muss.
Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen. Eine gute Lektüre für Leute mit viel Druck & Stress!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kuriose Geschichten, aber keine Hilfe, 8. Januar 2014
Von 
J-H Lueddecke (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Kuriose Ansammlung von Auswüchsen im Berufsleben und von völlig wahrnehmungsgestörten Chefs. Diese Geschichten
lesen sich ganz amüsant, und man kann immer sagen, es geht noch schlechter, als bei meiner eigenen Arbeitssituation.
Allerdings werden keine echten Lösungswege aufgezeigt, wenn man selbst in so eine Situation geraten sollte.

Eigentlich habe ich durch die Beschreibung des Buches mehr Strategieansätze erwartet, daher 3 Punkte.
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