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TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2011
Zunächst die Begründung für den einen Stern: "Die Zeitleiste mit den Entwicklungssprüngen zu Beginn des Buches ist relativ hilfreich und hat auch bei unserem Sohn zunächst ganz gut gepasst." Die Beschreibungen der Entwicklungssprünge und der jeweils zu erwartenden Fähigkeiten sind allerdings völlig verfehlt. Zum Glück bin ich Psychologin und unterrichte Entwicklungspsychologie an der Uni sonst würde ich nach Lektüre dieses Buches vermutlich völlig aufgelöst in der Kinderarztpraxis stehen und vermuten, dass mein Sohn eine gravierende Entwicklungsverzögerung aufweist, nur weil er z.B. mit 6 Monaten noch nicht an unsere Schränke krabbelt, diese öffnet, sich seine Spielzeugkiste herausholt, diese durchsucht und sich sein Lieblingsspielzeug auswählt, die ersten "Wörter" konkret und korrekt benutzt, frei stehen kann oder die Abbildung eines Tieres in verschiedenen Büchern vergleicht. Also mal ehrlich, wie viele Kinder können oder machen das? Ich möchte ja nicht ausschließen, dass es nicht schon vorgekommen ist, dass ein Baby sich in einem bestimmten Bereich besonders schnell entwickelt, aber die Norm sieht auf jeden Fall anders aus. Das gewählte Beispiel ist auch keine Ausnahme. Vielmehr sind alle Beschreibungen (der nach einem Entwicklungssprung zu erwartenden Fähigkeiten) mit spektakulären (leider aber auch unsinnigen und zum Teil psychologisch höchst fragwürdigen) Details bestückt.

Hinzu kommt, dass es offenbar als völlig normal angesehen wird, dass die Mutter (der Vater spielt in diesem Buch keine große Rolle) bei jedem Entwicklungsschub an ihre Grenzen stößt und die Kontrolle verliert. In zahlreichen Zitaten, die völlig unkommentiert im Text stehen, wird dann von den angeblichen Reaktionen der Mütter berichtet, die eine erschreckende Gewaltbereitschaft und Aggressivität offenbaren. Ich finde es jedenfalls sowohl als Mutter, als auch Psychologin alles andere als normal und akzeptabel, ein Baby zu schlagen, auf den Wickeltisch zu werfen und dabei gegen die Heizung knallen zu lassen oder ähnlich sinnlos-aggressive Maßnahmen zu ergreifen, nur weil mir der / die Kleine mal wieder zu sehr klammert oder auf die Nerven geht. Und dass man Babys weder beim Einschlafen, noch in anderen Situationen schreien lassen darf, weiß man bereits seit geraumer Zeit. Solche Dinge sollten daher als Beispiel in keinem Buch mehr auftauchen und schon gar nicht in einem Buch, das für Laien gedacht ist (vgl. auch den Kommentar).

Ich würde das Buch nicht noch einmal kaufen, sondern mir allenfalls die Zeitleiste kopieren.
1313 Kommentare|160 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. April 2010
Ich habe das Buch bestellt, weil mir eine Freundin dazu geraten hat.
Und ich muss sagen: eine meiner besten Entscheidungen!

Bevor meine Tochter geboren ist, habe ich es grob überflogen. Ich wusste also schon, dass sie des öfteren schwierige Phasen haben wird.

Nachdem sie dann geboren war und wir uns "näher kennen gelernt" haben, nahm ich das Buch immer dann zur Hand, wenn ich das Gefühl hatte, sie sei "schwieriger" als gewöhnlich.

Was soll ich sagen : das Buch hatte immer Recht! So verstand ich immer, was sie gerade durchmachte. Und da ich das verstand, konnte ich mehr Geduld für sie aufbringen.

Außerdem finden sich in dem Buch tolle Anregungen für Spiele mit den Kleinsten.

In einigen der negativen Kommentare konnte ich lesen, das Buch zeige utopische Vorstellungen davon auf, was Kinder in den jeweiligen Phasen können müssen.
Dazu kann ich nur sagen, diese Leute haben wohl nicht gründlich gelesen!
Es wird in jedem Kapitel ausdrücklich darauf hingewiesen, dass jedes Baby mehr oder weniger begabt in den genannten Bereichen ist. Diese Auflistungen sind keinesfalls ein Muss!

Ganz besonders gefällt mir aber an diesem Buch, dass der Autor so viele Kommentare von Eltern eingeführt hat.
Hier kann man lesen, dass es nicht nur einem selbst so geht, dass man mal ein paar Gedanken bezüglich des Kindes hat, die nicht so liebevoll sind.
Sind wir mal ehrlich, jedem von uns lagen doch schon die Nerven blank, wenn das eigene Kind gerade ungeheuer schwierig ist, in einer Tour schreit, nicht schläft etc.
Aber wer gibt das schon öffentlich gern zu?

Mir haben diese Aussagen sehr geholfen, mich nicht ganz wie ein Monster zu fühlen, wenn ich meine Tochter in Gedanken am liebsten hätte in ihrem Zimmer liegen lassen und ganz weit weg gegangen wäre. Auch wenn einem solche Gedanken nur kurz durch den Kopf schießen, man fühlt sich ja trotzdem ganz furchtbar, dass man an so etwas überhaupt denkt. Aber seitdem ich gelesen habe, dass es offenbar fast allen so geht, habe ich mich weitaus weniger schlecht gefühlt!
Es ist nicht schön, in solchen Momenten so zu denken, aber für fast jeden verständlich!

Alles in allem hat mir das Buch zu mehr Verständnis und Geduld verholfen.

Deshalb möchte ich auf keinen Fall ohne dieses Buch sein!
11 Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2008
Also erstmal sind Babys nicht so schrecklich, wie in dem Buch beschrieben. Man bekommt das Gefühl, dass sie ständig schrien, quengeln, nerven - einfach lästig sind. Wer das in der Schwangerschaft liest, wird sich erschrecken. Die Mütter wiederholen sich in Zitaten ständig wie schlimm ihr Baby ist und wie sie darauf reagiert haben (nämlich mit Aggression, Ignoranz, hartem Anfassen etc.).
In jedem Kapitel heißt eine Überschrift: Die Mutter findet:"Jetzt reicht's".

Hier mal ein Mütter-Zitat von Seite 179: "Ich ärgere mich regelmäßig über das Gequengel, wenn sie meine Aufmerksamkeit will oder möchte, dass ich sie hochnehme. Es ist unnötig. Ich hab' auch anderes zu tun. Wenn ich die Nase voll habe, kommt sie ins Bett." (Stefanie, 26. Woche)

oder auf Seite 319

"Ich merke, wie die Wut in mir hochsteigt, wenn sie so plärrt, weil sie ihren Willen nicht kriegt. Diese Woche wurde sie furchtbar zornig, als ich nicht gleich mit ihr in die Küche wollte. Da hat sie kräfitg was auf den Hintern gekriegt, und danach ging ihr Zorn in richtiges Weinen über. Ich hatte auf einmal die Faxen dicke." (Julia, 54. Woche)

weiter auf Seite 318

"Ich ärgere mich wahnsinnig über diese Wutanfälle (...). Wenn ich davon die Nase voll habe, stecke ich sie ins Bett." (Stefanie, 52. Woche)

"Damit ich ihn beachte, geht er andauernd an die große Pflanze. Ablenken nützt nichts. Jetzt schimpfe ich und ziehe ihn da weg, oder er kriegt ganz leicht ein paar auf seinen Hintern." (Timo, 56. Woche)

Sowas bleibt unkommentiert stehen! Finde ich unverantwortlich, diese Gewalt als Lösung unkommentiert zu lassen.

Ich habe mich beim Lesen sehr oft geärgert. Die Autoren hätten sich mal auf die biologische Entwicklung beschränken sollen und sich unter anderem bei Erziehungs- und Ernährungsthemen zurückhalten sollen. Die sind nämlich völlig veraltet. Das Bild des Kindes ist das von einem nervtötenden, ungezogenen Etwas, was mit genügend Strenge und Konsequenz erzogen werden muss.

Dauernd liest man 'Fast alle Mütter ...'. Ist natürlich völlig unqualifiziert so eine Aussage.

Etwa beim Kapitel über den Sprung in der 19. Woche (also mit etwa 5 Monaten). "Manchmal will ein Baby zwar Obst, verweigert aber Milch. Fast alle stillenden Mütter nehmen diese Verweigerung zum Anlaß, auf eine andere Kost umzustellen."
Ich frage mich, woher die Autoren dieses Wissen haben! Wieso bekommt ein Baby dann eigentlich schon Obst? Wer sind 'fast alle stillenden Mütter' genau? Finde das sehr weit hergeholt. Es scheint den Autoren entgangen zu sein, dass laut WHO 6 Monate voll gestillt werden oder Pulvermilch gegeben werden soll.

In anderen Kapiteln wird wiederholt, dass Mütter jetzt 'oft abstillen'.
Das Buch ist sehr stillfeindlich.

Aber das Buch hat auch einige gute Elemente. Es ist interessant etwas über die Sinneswahrnehmungen des Babys zu erfahren und seine physiologische Entwicklung, warum ihm manche Spiele auf einmal Spaß machen, die vorher nicht gingen etc. Ich habe einige Anregungen für Spiele bekommen.
Es wird sogar das Tragetuch zu Anfang empfohlen, allerdings kann man den Selbermachtipp für ein Tragetuch getrost vergessen. :-)

Mehr Sachlichkeit und Konzentration auf das Wesentliche täten dem Buch gut. Die vielen Zitate kann man getrost überlesen. Beikostempfehlungen sind völlig veraltet.

Die Sprünge sind ganz interessant zu wissen. Allerdings ist jedes Baby anders. Wir haben die Sprünge kaum gemerkt.
Mamasein ist zwar oft anstrengend, aber bei Weitem nicht so schlimm.

Und GEWALT IST KEINE LÖSUNG!
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am 2. Mai 2014
Ich kann mich den kritischen Kommentaren, die hier stehen nur anschließen. Die extrem aggressiven Elternberichte, die unkommentiert als normal dargestellt werden, sind furchtbar! Ein Beispiel:

"Ich ärgere mich über diese ewige Gequengel, das er an den Tag legt, um auf meinen Schoß zu kommen. Und ich werde stinksauer, wenn er mich beißt, weil ich nicht schnell genug reagiere. Es tut so weh, dass ich ihm automatisch eine runterhaue. Einmal ist er dabei fast mit dem Kopf gegen die Heizung geknallt. Das hatte ich nicht gewollt, aber ich war wirklich außer mir. Dass er ständig wie eine Klette an mir hängt, geht mir übrigens auch auf den Wecker. Besonders, wenn andere dabei sind. (Rudolpf, 44. Woche). "
Zitat von Seite 237

Gegen die Eltern, die diesen Bericht geschrieben haben, hätte man Anzeige erstatten sollen, anstatt diesen Absatz in das Buch aufzunehmen. Der Versuch das Verhalten zu rechtfertigen ("automatisch eine runterhauen"), macht es nicht besser.

Weiterhin ist das Buch sehr konservativ geschrieben, so als ob immer die Mutter die engste Bezugsperson wäre und mit dem Kind zuhause bleibt, während es sich vor dem Vater in bestimmten Phasen auch mal fürchten kann. Wir haben uns die Elternzeit Hälfte-Hälfte geteilt und ganz andere Erfahrungen gemacht. Die dauernde Wiederholung der einseitigen Darstellung im Buch war da mehr als nervig.

Fazit: Absolut nicht empfehlenswert!!!
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am 24. November 2012
In diesem Buch sind ueber die Haelfte der Seiten exakte Wiederholungen von vorhergehenden Kapiteln, sollte das Buch frueher in zehn Einzelbaenden verkauft werden? Das ist Zeit- und Papierverschwendung.

Noch viel schlimmer finde ich aber, dass hier ausnahmslos Beispielkinder erwaehnt werden, die schon mit fuenf Monaten zu Krabbeln beginnen, mit acht Monaten laufen und mit einem Jahr komplette Saetze sprechen. Dabei wird zwar immer wieder erwaehnt, dass jedes Kind seinen eigenen Entwicklungsrhytmus hat und dass es ganz normal ist, wenn andere Kinder in bestimmten Bereichen spaeter dran sind aber in Wirklichkeit stechen die Beispiele so krass aus der normalen Entwicklung heraus, dass man sich als Mutter trotzdem manchmal Sorgen macht, wenn das eigene Kind normal ist und daher weder motorisch noch sprachlich auch nur halbwegs mithalten kann.

Auch sind die Entwicklungsspruenge, die die Kinder machen, sehr krass beschrieben (Zitate) und auch die wuetenden Reaktionen der Muetter. Da kriegen quenglige Saeuglinge voellig unkommentiert den Hintern voll anstatt dass qualifizierte Tips gegeben wuerden. Abstossend!
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am 13. November 2013
aber die mentalen Entwicklungssprünge lassen sich tatsächlich auf bestimmte Zeiträume eingrenzen.
Schließlich und endlich muss an diesem Buch ja etwas dran sein, wenn die Autorin jahrelang die Entwicklung an vielen Babys erforscht hat.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur bestätigen: Die Schübe stimmen!
Und ich würde dieses Buch allen (werdenden) Eltern empfehlen!
Über den Schreibstil lässt sich streiten - ja, er ist langatmig und es wird vieles vielfach wiederholt. Es ist wohl eher für Menschen geschrieben, die nur bestimmte Kapitel lesen wollen.
Aber es ist für jeden lesenswert, alles ist in Alltagssprache formuliert (keine Fachausdrücke oder Fremdwörter!).
Es sind oft Beispiele von Eltern angeführt, die wirklich abschreckend sind (S. 299 habe ich furchtbar gefunden, dass dieses Bügeleisenunglück passiert ist, war wirklich die Schuld der Mutter, dafür kann das Kind doch nichts! Ich passe immer genau auf, dass mein Kind nicht zur Bügeleisenschnur kommt!). Aber diese abschreckenden Beispiele haben eher mit der (Lebens-)Einstellung der Eltern zu tun.
Mein Tipp: Die Beispiele nicht lesen! (Sie sind eh abgesetzt vom Text) Nur den Text der Autorin lesen!
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am 20. Januar 2006
Wir haben das Buch von Freunden geschenkt bekommen, gerade als unser Sohn in einer dieser schwierigen Phasen war. Wenn man das erste Kind bekommen hat, versucht man den kleinen Schreihals mit allem, was einem einfällt zu beruhigen - stillen, Windeln wechseln, beim Bäuerchen helfen. Das Buch hat uns dann die Augen geöffnet und mit den Tipps war alles leichter zu ertragen und wir konnten ihm auch gut dabei helfen, seine neue Welt zu verstehen. Sicherlich muss das nicht bei jedem Kind gleich gut funktionieren, aber es ist sehr hilfreich, wenn man versteht, was mit dem Körper und besonders im Kopf der kleinen Wesen vorgeht.
Das Buch ist gut geschrieben und gibt zahlreiche Tipps für besseres Verständnis und gezielter Förderung der neu erworbenen Fähigkeiten. Schön ist auch, dass man es als eine Art Tagebuch verwenden kann, indem man seine eigenen Erfahrungen hineinschreiben kann.
In einem Land, wo man normalerweise für fast alles eine Erlaubnis, Genehmigung oder einen Schein braucht, sind Bücher wie dieses um so wichtiger, wenn es darum geht Eltern zu werden. Uns hat es bereits im 1. Monat geholfen und ich kann es nur jedem empfehlen, der sein Kind und seine Entwicklung verstehen möchte.
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am 9. Oktober 2006
Die zentrale These des Buches: Jedes Kind macht in den ersten 20 Monaten zu definierten Zeiten ganz bestimmte Entwicklungsschritte durch. Diese kündigen sich jeweils durch eine Phase von Quengeligkeit, schlechter Laune und weiteren Problemen an. Wenn der Schritt "geschafft" ist und das Kind eine neue Fähigkeit beherrscht, beruhigt es sich wieder.
Entsprechend ist das Buch ist denkbar einfach und klar aufgebaut: Zu jedem Schritt wird zunächst ausführlich die "Krisenzeit" beschrieben. Es folgt eine Beschreibung der neuen Fähigkeit, die jeweils mit einem griffigen Titel wie "Muster" oder "Kategorien" charakterisiert wird. Ausführlich wird dargestellt, wie sich diese Fähigkeit in verschiedenen Lebensbereichen äußert. Hinzu kommen Checklisten, mit deren Hilfe Eltern die Entwicklungssprünge bei ihrem Kind bemerken können, und Anregungen für Spiele und geeignetes Spielzeug im jeweiligen Alter. Das ganze ist einfühlsam, farbig und leicht verständlich geschrieben und mit Erfahrungsberichten von Eltern illustriert. Das Layout ist übersichtlich, locker und mit lustigen Bildern garniert. Freibereiche ermöglichen Eltern, Fotos einzukleben und eigene Beobachtungen zu ihrem Kind zu notieren.

Für mich war es spannend zu lesen und nachzuvollziehen, was ein Kind alles lernen muss (und tatsächlich lernt). Angefangen von so einfachen Dingen wie überhaupt erst einen Gegenstand von seinem Hintergrund zu unterscheiden. Die reichhaltigen Beispiele, Checklisten und Tipps machen das Buch lebendig, ermöglichen das "Wiedererkennen" des eigenen Babies und geben Ideen, wie man es unterstützen kann. Manche Quengelphase wird so erträglicher. Immer wieder wird auch darauf hingewiesen, dass in einem bestimmten Alter nur der ALLERERSTE Schritt zu einer neuen Fähigkeit erfolgt - dass viele Babies länger brauchen und alle verschieden sind. Konkurrenzkämpfen wird so der Boden entzogen.

Etwas langatmig ist das Buch, wenn zehnmal in fast gleichen Worten zu Beginn jedes Kapitels die "schwierige Phase" beschrieben wird. Das ermöglicht andererseits aber auch ein selektives Lesen und Nachschlagen einzelner Kapitel.

Die "Titel" der einzelnen Phasen fand ich manchmal nicht so treffend. Im Interesse der Einfachheit wurden zu viele verschiedene Fertigkeiten und Entwicklungen in einen einzigen Begriff gepresst. So scheint es mir z.B. nicht plausibel, dass das Benennen eines Gegenstandes eine "Reihenfolge" sein soll (und nicht etwa eine "Kategorienbildung").

Zeitpunkt und Dauer der einzelnen Entwicklungsschritte und Quengelphasen konnte ich bei meinem Sohn nicht immer bestätigen. Hier würde mich interessieren, wie die Autor/innen darauf kommen, dass diese Zeiten so klar definiert und bei allen Kindern gleich sind?

Was mich zu dem meiner Meinung nach wichtigsten Wermutstropfen führt: Man findet nirgendwo einen Literaturtipp oder einen methodischen Hinweis, mit dem man nachvollziehen könnte, wie die Autor/innen zu ihren Befunden gelangt sind, wie sie sie begründen und absichern. Auf diese Weise bleiben sie als bloße Behauptungen in der Luft stehen. Natürlich soll das Buch ein Ratgeber für Eltern und kein wissenschaftliches Werk sein. Aber wenigstens ein paar Hinweise auf weiterführende Literatur wären sehr wünschenswert gewesen. Sie ließen sich ja problemlos in Kästen oder Anhängen so präsentieren, dass sie auch überblättert werden können.
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am 13. Oktober 2015
Mir wurde das Buch von einer Kinderpsychologin empfohlen.
Ich persönlich würde das Buch aber niemanden weiter empfehlen. Abgesehen davon, dass alle Eltern, die in diesem Buch Beiträge verfasst haben/diese der Autorin gegeben haben, Wunderkinder haben dürften, die mit sieben Monaten schon perfekt gehen können, einem halben Jahr schon aufs Klo gehen und mit einem Jahr schon ganze Sätze sprechen können (vl etwas überspitzt gesagt, aber im Grunde kommt es wirklich so rüber!) wiederholt sich eigentlich ständig alles.
Nach den ersten Kapiteln hab ich das Buch weggelegt und nie wieder rein geschaut. Es kommt immer aufs Selbe, zwischendurch liest man wieder Beiträge von Müttern, die von ihren Kindern einfach nur genervt sind (ja, sicher ist nicht immer alles Eitle Wonne, aber es kommt doch recht aggresiv rüber manchmal) und im Endeffekt ist doch alles nur eine Phase, die in etwa von da bis da gehen kann, aber auch schon einige Wochen davor beginnen und einige Wochen danach enden kann.

War ein Fehlkauf...!
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am 10. Mai 2013
Ich besitze so manches Buch über die Entwicklung von Kindern. Das gesamte Buch könnte man problemlos kurzgefasst auf eine Seite bekommen: Es gibt bei Kindern verschiedene Entwicklungsschübe und in diesen Zeiten sind sie dann (noch) etwas anstrengender als ohnehin schon. Welch große Erkenntnis! Das ganze dann in entsetzlich weitschweifige Worthülsen gekleidet und aufgeblasen und unendliche Male fast in gleichem Wortlaut wiederholt ergibt dieses Buch. Für eine klar denkenden struktuierten Menschen kaum auszuhalten! Kaum faßbar, daß dieses Buch ja so ein Renner sein soll. Fazit: Reine Zeit und Geldverschwendung. Kaufen sie sich lieber ein Buch, in dem sie etwas über die Gehirnentwicklung bei Babys und Kleinkindern und dem daraus folgenden Umgang mit den altersentsprechenden Problemen lernen können! Davon haben Sie und ihr Kind sicher viel mehr!
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