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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen634
4,3 von 5 Sternen
Format: TaschenbuchÄndern
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am 16. September 2012
Dieses Buch ist anders als viele Link-Romane: straffer, schnörkelloser erzählt, klarer im Stil, nach vorne strebend, so dass die Geschichte ordentlich an Tempo aufnimmt.

Erzählt wird sie hauptsächlich in drei Perspektiven: der von Ryan Lee, der Vanessa Willard entführte und aus lauter Angst und Feigheit schwieg, als er kurz darauf verhaftet wurde. Er und der Leser fragen sich immer wieder: was ist mit Vanessa geschehen? Lebt sie noch, hat sie ihre Entführung irgendwie überstanden, rächt sie sich nun auf indirekte, aber furchtbare Weise?
Die zweite Perspektive ist die von Nora, die sich in Ryan verliebt und ihn nach seinem Gefängnisaufenthalt bei sich aufnimmt.
Als drittes erzählt Jenna, die durch ihre Freundin Alexia den immer noch traumatisierten Witwer Matthew Willard kennenlernt und sich eine Zukunft mit ihm durchaus vorstellen kann. Zumindest am Anfang. Doch dann merkt sie, dass der Schatten Vanessas möglicherweise für immer zwischen ihnen stehen wird.

Beeindruckend ist, wie unglaublich einfühlsam Charlotte Link diese drei und alle weiteren Personen beschreibt und charakterisiert (Debbie, Harry, Vivian, Garret, Ken, Alexia). Sie versucht dabei sehr - und meistens gelingt es ihr auch - gängige Klischees zu vermeiden und psychologisch glaubwürdig zu sein. So verurteilt man Ryan nicht ausschließlich, sondern kann seine verfahrene Situation sehr gut nachvollziehen, was wiederum Verständnis und sogar Mitgefühl für ihn weckt ... wodurch man sich wiederum recht gut mit Nora identifizieren kann, die an Ryan glaubt und ihm hilft, so gut sie kann, sich für ihn einsetzt, obwohl sie, als sie die ganze Wahrheit erfährt, ihr Verhalten durchaus an ihren moralischen und ethischen Grundsätzen ausrichtet.

Der Roman ist ungeheuer spannend und in sich logisch. Meiner Meinung nach liegt das aber nicht in erster Linie an der Geschichte selbst, sondern an den Personen, mit denen man mitfühlt und mitfiebert. Man möchte wissen, ob sie ihre Ziele, ihre Wünsche erreichen, ob Ryans sich aus der total verfahrenen, bedrohlichen Situation hinauskatapultieren kann, in die er durch eigene Schuld geraten ist, ob Matthew aus seinem Trauma erlöst wird, welche Entscheidungen Jenna trifft.

Das klingt jetzt fast so, als ginge es hier um einen Liebesroman, aber dem ist nicht so - obwohl Liebe und auch Hass eine große Rolle spielen.
Nein, es ist ein Krimi, der getragen wird von seinen Persönlichkeiten, dessen Spannung in den Charakteren begründet liegt und die daher - wie in vielen anderen Krimis - nicht (nur) auf äußerer Action basiert, sondern in der Möglichkeit des Mitfühlens. Dafür ein großes Kompliment, das gelingt nicht so sehr vielen Autoren!

Das Ende/die Auflösung war für mich ziemlich überraschend, weil ich auf was ganz anderes fokussiert war. Ob mir da einiges entgangen ist, was zwischen den Zeilen stand, oder ob dieser Ausgang noch besser hätte vorbereitet werden können, kann ich im Moment nicht sagen, dazu müsste ich das Buch noch einmal lesen. Was ich definitiv etwas zu lang fand, war die Szene in und um die Strandhöhle - wenn man in äußerster Lebensgefahr schwebt, denkt man da noch so viel nach ... an Menschen oder Dinge, die im Moment gar nicht relevant sind?

Egal, der Roman ist spannend, liebenswert und lesenswert - dafür fünf Punkte!
77 Kommentare120 von 138 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 14. September 2012
Als ich das erste Mal das neue Buch von Charlotte Link in Händen hielt und den Klappentext las, dachte ich "Die Geschichte hast du doch schon mal gelesen" und dachte dabei an Peter James`"Stirb ewig".Ich war kurz davor das Buch zurückzulegen, was ich dann Gott sei Dank doch nicht getan habe, denn Charlotte Link "klaut" keine Ideen, sondern hat einen superspannenden, gut konstruierten und nicht vorhersehbaren Thriller geschrieben,den ich kaum aus der Hand legen konnte.
Charlotte Link lässt den Leser an mehreren Erzählsträngen teilhaben, die zuletzt zu einem schlüssigen Ganzen führen und an keiner Stelle vorhersehbar sind, auch wenn man dies vielleicht manchmal glaubt.

Vanessa und Matthew Willard machen auf der Rückfahrt von einem Besuch bei Vanessas Mutter Halt auf einem ziemlich einsam gelegenen Rastplatz. Ein Streit, den das Ehepaar während der Rückfahrt hat, führt dazu, dass Vanessa ihren Mann nicht begleitet, der mit ihrem Hund einen Spaziergang machen will. Allein bleibt sie auf dem Rastplatz zurück. Als ihr Mann von seinem Spaziergang zurückkommt, ist Vanessa nicht da, die Autotür ihres Wagens steht auf und auf dem Beifahrersitz liegt ihre Handtasche und ihr Handy. Was ist passiert ? Während Matthew mit dem Hund unterwegs war, hat der Kleinganove Ryan, der in argen Geldnöten steckt, seine Frau gekidnappt, sie in einer sehr versteckt liegenden Höhle, die er noch aus seiner Kindheit kennt, in einer Holzkiste versteckt und ihr zum Überleben Getränke und Essen für eine Woche mit in ihr Gefängnis gegeben. Er hat vor , Matthew Willard zu erpressen, um so seine Schulden zu bezahlen................nur wird er vorher wegen eines anderen Vergehens verhaftet und zu 2 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt.Er kommt sofort in Untersuchungshaft und hat keine Möglichkeit Vanessa vorher zu befreien.

So weit so gut, diese Ausgangsgeschichte erinnert wirklich an Peter James, doch Charlotte Link wäre nicht Charlotte Link, wenn sie aus diesem Ansatz nicht eine komplett andere, vielschichtige und spannende Geschichte kreieren würde.Dies ist ihr meiner Meinung nach super gelungen. Ich habe die letzten 2 Tage an den Seiten diese Buches geklebt, weil die Wendungen der Autorin, die sie in diesen Thriller eingebaut hat, derart subtil und nicht vorhersehbar sind, dass es mir unmöglich schien, dieses Buch zur Seite zu legen. Ihre Figuren beschreibt die Autorin sehr vielschichtig, vor allem die Person des Ryan hat mir von ihrer Beschreibung her gut gefallen. Da ist keine Einteilung in gut und böse zu spüren,im Gegenteil diese Grenzen verschwimmen in diesem Buch. Auch das nicht vorhersehbare Ende war für mich spannend und erschütternd zugleich.
Charlotte Link hat für mich einen spannenden und stimmigen Thriller geschrieben mit interessanten Personen und schicksalhaften Wendungen,der weit über den sicherlich auch spannenden Thriller von Peter James hinausgeht.Doch die Autorin hat wieder bewiesen, dass ihr viel daran liegt aufzuzeigen, was das Leben aus den Menschen machen kann.

Von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch.
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am 29. September 2015
Von Anfang bis jetzt total spannend geschrieben. Super. Das wird nicht das letzte Buch sein. Immer wieder gern.Charlotte Link kann ich nur weiter empfehlen.
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am 2. September 2015
Prima Urlaubslektüre, spannend "fast" bis zum Schluss, es wird einem nie langweilig, sollte einfach gelesen werden, wer es spannend will
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am 14. November 2012
Eine Frau verschwindet spurlos und keiner weiß was genau passiert ist. Der Fall wird abgeschlossen – bis drei Jahre später erneut eine Frau zu gleichen mysteriösen Umständen verschwindet..

Charlotte Link hat hier wieder einen soliden Krimi geschrieben, der mit gut gefallen hat. Mich hat das Buch durchaus in seinen Bann gezogen. Ich musste immer wissen wie es weitergeht, obwohl ich die Geschichte nicht unbedingt als derart spannend bezeichnen würde. Die Autorin versteht es aber dennoch, eine subtile Spannung aufzubauen, damit die Geschichte den Leser fesselt.

Die Personen sind alle authentisch beschrieben. Wir erleben die Geschichte aus Sicht verschiedener Personen aus der Erzählperspektive geschildert. Einzig die Sichtweise von Jenna wird aus der Ich –Perspektive erzählt. Obwohl ich nicht genau sagen kann, was die Autorin damit bezwecken wollte.

Gefallen hat mir auch, dass dieser Krimi mal nicht aus der Perspektive der Detectives erzählt wird. Hier geht es hauptsächlich um die Personen drumrum.
Auch das Ende und somit die Auflösung haben mir gut gefallen.
Fazit: Ein guter Krimi, der mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert hat, der mir aber nicht unbedingt lange im Gedächtnis bleiben wird. Für solide Krimifans auf jeden Fall lesenwert.
11 Kommentar11 von 13 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. August 2015
Ein sehr spannender Krimi vom Anfang bis zum Schluss. Wenn man Krimis mag, kann ich das Buch wirklich empfehlen. Nette Urlaubslektüre.
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am 16. Dezember 2015
Charlotte Link versteht es einfach Romane zuschreiben. Auch wenn es um mehrere Personen geht man findet sich sehr schnell rein. Dieser unverwechselbarer Schreibstil von Charlotte Link ist so das man der Handlung gut folgen kann und so spannend aufgebaut ist, das man jede freie Minute weiterlesen möchte. Ist nicht mein erstes Buch von Charlotte Link. Ich kann die Romane nur empfehlen, hab auch schon wieder das nächste gekauft.
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am 12. Oktober 2015
Das Buch hat mich von Anfang an gepackt und ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen. Das Buch geht sofort spannend los.
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am 25. August 2015
Mir gefällts. Ein typisches Buch von ihr. Leicht zu lesen und eine gute Zeit damit verbracht! Gerne wieder ein Buch von Ihr!
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am 24. Mai 2013
Über das Buch kann ich nichts weiter sagen, über das Hörbuch um so mehr. Da ich mit einem Feedback relativ spät komme, möchte ich die Geschichte auch nicht nochmal widergeben; haben andere schon recht ausführlich und toll gemacht. Deshalb gleich weiter zur Kritik:

Story:
Sie ist eigentlich gut ausgedacht, plausibel erzählt und hat hohes Potential einen zu greifen, einen in den Bann zu ziehen. Leider bleibt dies fast völlig aus, weil die Autorin sich entschieden hat, keinen Krimi zu schreiben, sondern eine Tragödie – und zwar die des Mörders. Frau Link ergeht sich unendlich lang in emotionales Gedusel, in Beschreibungen wie es dem Täter - und dem Co-Opfer, dem Mann des Opfers – psychisch ergeht und erklärt warum der Täter so geworden ist. Eine typische Täterfixierung, die Mitleid und Mitgefühl gegenüber dem – brutal gemordeten - Opfer und ihrem Mann vermissen lassen. Nicht gut für das Gerechtigkeitsempfinden des Lesers, glaube ich. Letztlich fehlt der Geschichte ein gewisses Krimifeeling, also Spannung und Dramatik.

Hörbuch:
Diese Schwächen an Spannung und Dramatik kann Frau Landgrebe leider in keiner Weise ausgleichen. Sie ist so in ihrer Eitelkeit, in ihrer Image heischenden Wirkung versunken, dass sie nicht mal bemerkt, wie völlig unpassend sie mit der aufgesetzten, selbstverliebten Zuckerwattestimme sogar in anfänglich spannend zu werdenden Situationen alles noch mal flacher und banaler erscheinen lässt, als es vorab schon war. Teils ist ihre weiche und gekünstelt gehauchte Stimme derart fehl am Platze, dass man meinen könnte, es würde gerade gar nichts furchtbares passieren, sondern „Lillifee“ oder „Lauras Stern“ kämen gleich durchs Fenster geweht. Ja, für Kinder-Vorlesungen ist sie wohl geeignet, für Krimis hoffnungslos fehlbesetzt. Alles was ansatzweise dramatisch werden könnte, verzaubert sie mit laszivem Tonfall in eine triviale Seelenschmerznerverei. Katastrophenstimme, zum Einschlafen.

Das Hörbuch bekommt von mir ein klares NEIN! Die Story aber noch 2 Sterne.
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