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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Kastanienhaus
Das Buch ist einfach toll! Zunächst war ich mir nicht sicher, ob mir die Geschichte gefallen wird, doch schon nach wenigen Seiten war ich eines besseren belehrt. Ich bin wirklich eingesunken in das Thema, war fasziniert von der Geschichte und konnte mich dem Sog nicht entziehen.
Dazu hat sicherlich der sehr angenehme Schreibstil beigetragen, der sich einfach und...
Vor 21 Monaten von Sabine veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen schnelles Ende
Eigentlich ganz spannend. Aber zum Schluss hat man den Eindruck, dass der Autorin die Lust ausgegangen ist. Sehr schade eigentlich
Vor 1 Monat von Gutemine veröffentlicht


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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Kastanienhaus, 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist einfach toll! Zunächst war ich mir nicht sicher, ob mir die Geschichte gefallen wird, doch schon nach wenigen Seiten war ich eines besseren belehrt. Ich bin wirklich eingesunken in das Thema, war fasziniert von der Geschichte und konnte mich dem Sog nicht entziehen.
Dazu hat sicherlich der sehr angenehme Schreibstil beigetragen, der sich einfach und flüssig lesen lässt. Dabei sind die Beschreibungen der Landschaften, der Umgebung und auch der Charaktere gerade so, dass ich mir alles gut vorstellen konnte, es aber nicht langatmig wurde.
Das Buch ist in 24 Kapitel gegliedert, vor jedem Kapitel ist ein Zitat aus dem fiktiven Buch „Die Geschichte der Seide“ – dadurch wird man immer wieder eingestimmt auf das Thema Seidenproduktion. Die eigentlichen Kapitel sind von angenehmer Länge, so dass man wirklich in die Geschichte rund um die Ich-Erzählerin Lily eintauchen kann. Es ist kein eigentlicher Roman auf zwei Zeitebenen, vielmehr wandert Lily in Gedanken in die Vergangenheit zurück – während Anfang und Ende des Romans also in der Jetztzeit spielen, ist der größte Teil der Geschichte in England zwischen 1938 und 1945 angesiedelt.

Das Buch ist sehr dicht erzählt und verschiedene Bereiche werden behandelt. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Roman über ein Familienunternehmen, in dem Seide produziert wird und das sich in Kriegszeiten über Wasser hält, in dem es die für die Fallschirmproduktion notwendige Seide herstellt. Dabei erfährt man in angenehmer Art vieles über den Wertstoff, die Probleme, die sich durch den Krieg ergeben und wie wichtig der Familienzusammenhalt gerade auch in schweren Zeiten ist. Das angepriesene Geheimnis um Lily habe ich als nicht so großartig empfunden, zumal es auch noch leicht zu durchschauen war, aber das hat dem Lesegenuss in keinster Weise einen Abbruch getan.
Die Charaktere sind alle wunderbar gezeichnet. Jede Figur hat Ecken und Kanten, ist nicht nur einfach „Gut“ oder „Böse“ und wirkt dadurch sehr authentisch. Gerade die Protagonistin Lily ist mir sehr ans Herz gewachsen. Zu Beginn als ältere Dame macht sie einen sehr souveränen Eindruck. In ihrem Rückblick dann tritt sie zunächst als vorwitziger und resoluter Teenager auf, entwickelt sich dann aber im Lauf der Geschichte zu einer bedachten und verantwortungsvollen Frau. Sie ist geschickt im Umgang mit Menschen, nicht nur geschäftlich sondern auch im privaten Umfeld, dabei voller Gefühl und Emotion. Sie ist eine Frau, die trotz der harten und entbehrungsreichen Kriegsjahre ihren Weg geht, nicht immer läuft alles glatt und auch sie muss sich immer wieder aufrappeln. Doch gerade diese Höhen und Tiefen machen sie sympathisch und lassen sie „echt“ erscheinen.
Ich mochte aber auch die anderen Charaktere, die so gut gezeichnet waren, dass ich sie mir vorstellen konnte und ich das Gefühl hatte, Teil der Geschichte zu sein: Die beste Freundin Vera, die gemeinsam mit Lily den Krieg übersteht, der Flüchtling Stephan, der nichts unversucht lässt, seine Familie zu rächen, dabei aber einen hohen Preis bezahlt. Selbst Gwen, die eher distanzierte Mitarbeiterin in der Fabrik, gewinnt im Lauf des Buches mein Herz – allen voran aber Lilys Vater, der mir sehr imponiert hat und mir als charismatischer Mann in Erinnerung bleibt.

Ich fürchte, ich kann meine Begeisterung für dieses Buch gar nicht in Worte fassen, aber mich hat „Das Kastanienhaus“ gepackt und mitgerissen, mich auf eine emotionale Berg- und Talfahrt mitgenommen. Wer Familiengeschichten mag und gerne abtaucht in andere Zeiten, dem wird dieses Buch sicher genauso gut gefallen wie mir!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn einen die Vergangenheit einholt...., 30. März 2014
Von 
Susanne L. "Klusi" (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Taschenbuch)
Nach dem Tod ihres Mannes lebt die achtzigjährige Lily Verner alleine in ihrem Haus, gleich neben der Seidenweberei der Familie. Sie bereitet sich auf einen Umzug vor, denn das „Kastanienhaus“, wie die Verners ihren Stammsitz seit Generationen nennen, ist zu groß für sie, und demnächst wird ihr Sohn mit seiner Familie dort einziehen. Lily möchte auf ihre alten Tage noch einmal von vorne anfangen, so zumindest stellt sie sich die kommenden Jahre vor. Beim Ausräumen der Schränke findet sie einen alten, abgenutzten Koffer, der schon fast in Vergessenheit geraten war und dessen Anblick quälende Erinnerungen in ihr aufkommen lässt.

Eingebettet in diese Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt, erinnert sich Lily, an die Zeit vor sechzig Jahren, als der zweite Weltkrieg wütete, als sie sich in den deutschen Flüchtlingsjungen Stefan verliebte, der seine Heimat verlassen musste, weil er Jude war. Bei den Verners finden er und zwei weitere Jungen wieder ein wenig Sicherheit im Leben und in der Seidenmanufaktur eine neue Aufgabe.
Doch je weiter der Krieg fortschreitet, umso stärker macht sich in der englischen Bevölkerung Misstrauen und Unmut gegenüber den Fremden breit. Die Jungen werden abtransportiert, sollen das Land wieder verlassen, und Stefan und Lily müssen Abschied nehmen.
Wenig später, nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, ist Lily ganz auf sich gestellt. Ihre Mutter gibt sich ganz ihrer Trauer hin, und ihr Bruder John befindet sich in Kriegsgefangenschaft. So muss Lily die Seidenweberei alleine weiterführen und die volle Verantwortung tragen. Die unnahbare Gwen Collins, bisher stellvertretende Leiterin der Webabteilung, erweist sich als treue und zuverlässige Hilfe während der folgenden schweren Zeit. Luxusartikel werden schon lange nicht mehr in der Weberei hergestellt, sondern die Manufaktur hat sich nun auf Fallschirmseide spezialisiert, die in Kriegszeiten unentbehrlich ist und in großen Mengen gebraucht wird. Dann passiert ein Fehler, an dem Lily ihr ganzes Leben zu tragen hat….

Lily, die Ich-Erzählerin, nimmt die Leser mit auf eine Reise der Extreme, der Höhen und Tiefen des Schicksals und der Emotionen, die in Kriegszeiten Achterbahn spielen. Alle Ereignisse sind sehr authentisch beschrieben, und man erlebt das damalige Kriegsgeschehen hier einmal aus Sicht der Engländer. Lily hadert mit dem Schicksal, das ihr, bedingt durch den Krieg, so viel genommen hat. Aber auch mit sich selbst geht sie hart ins Gericht. Sie macht sich bittere Vorwürfe, über die eigene Unzulänglichkeit, die nur allzu menschlich ist. Sie ist eine mutige junge Frau, aber sie macht auch Fehler. Unbedachte Äußerungen und Handlungen erweisen sich als zerstörerisch, nicht nur für ihr persönliches Glück. Lily erlebt die ganze Bandbreite der Emotionen. Sie lebt, liebt und leidet.

Liz Trenows Debütroman zeugt von ausführlicher Recherche und viel Sachkenntnis, gerade was die Seidenproduktion anbelangt. Jedes Kapitel wird von einer Passage eingeleitet, die aus dem fiktiven Buch „Die Geschichte der Seide“ stammt, welches Lilys Vater geschrieben hat. Lilys Geschichte ist so lebendig und klar geschrieben, dass man die verschiedenen Szenen, schöne und schreckliche, lebhaft vor sich sieht. Es ist ein großartiger und eindrucksvoller Roman, der mich sehr berührt und mir nicht nur einmal die Tränen in die Augen getrieben hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Faszination der Seide, 13. September 2013
Von 
Belles Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Taschenbuch)
Nach dem Tod ihres Mannes lebt die achtzigjährige Lily allein im Kastanienhaus. Beim Aufräumen zusammen mit ihrer Enkelin Emily entdeckt diese einen alten Koffer, der bei Lily unheilvolle Erinnerungen weckt. England im Jahr 1938: Die junge Lily Verner hat große Pläne für ihre Zukunft, doch die Vorboten des 2. Weltkrieges machen diese zunichte und so beginnt Lily in der väterlichen Seidenweberei zu arbeiten. Hier ist auch der jüdische Flüchtling Stefan beschäftigt, der aus Nazideutschland fliehen musste. Lily und Stefan verlieben sich ineinander, doch aufgrund des Krieges müssen sie ihre Liebe geheim halten. Als der Vater von Lily stirbt, lastet die Verantwortung der Seidenweberei, die mittlerweile ausschließlich Fallschirmseide herstellt, alleine auf ihr. Unter Druck begeht Lily einen fatalen Fehler, der ihr weiteres Leben verändern wird.

Liz Trenow steigt kurz nach der Beerdigung von Lily's Mann in ihren Roman ein, um kurz darauf nahtlos in die Vergangenheit zu wechseln. Die 18-jährige Lily ist eine lebenshungrige, neugierige und noch etwas naive junge Frau, die nach Beendigung der Schule nur noch davon träumt, ins Ausland zu reisen. Allerdings machen ihr die beunruhigenden Nachrichten aus Nazideutschland einen Strich durch ihre Zukunftspläne und anfangs mehr widerwillig beginnt sie eine Weberlehre im Familienbetrieb. Fortan verfolgt man nun das weitere Leben von Lily, welches nicht nur durch die Folgen des 2. Weltkrieges immer wieder neue Wendungen annimmt, mal wunderschöne, mal umso schmerzvollere. Aber Lily ist eine starke, selbstbewusste Frau, der es nach dem Tod des Vaters schnell gelingt, sich in der harten Geschäftswelt gegenüber ihren männlichen Geschäftspartnern durchzusetzen. Hierbei wird sie tatkräftig von der couragierten Gwen unterstützt, mit deren Hilfe sie alles versucht, den Familienbetrieb durch die schweren Kriegszeiten zu führen.

Aber natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und diese findet Lily in dem jüdischen Flüchtling Stefan, der kurz vor dem Ausbruch des Krieges aus Deutschland fliehen konnte. Aber ihre Liebe muss geheim bleiben, nicht nur, weil Stefan Deutscher ist und diese schon bald in England nicht gern gesehen werden, sondern auch wegen dem weltgewandten, arroganten Geschäftsmann Robbie, der ein großes Interesse an Lily zeigt.

Die Geschichte von Lily, die während der Zeit von 1938 bis 1945 spielt, erzählt die Autorin einnehmend, fesselnd, unterhaltsam und immer wieder auch durchsetzt mit Informationen rund um die Seide. So ist unter anderem jedem Kapitel ein kurzer Text vorangesetzt, in dem man einiges über die Geschichte der Seide erfährt, aber auch bei der Arbeit in der Seidenweberei ist man öfter dabei und erfährt so einiges über die Verarbeitung des Stoffes. Dies lässt die Autorin meist wie nebenbei mit einfließen und vermittelt ihr Fachwissen immer sehr interessant. Und auch die Kriegszeiten, die weder für den Familienbetrieb, geschweige denn für die Familie Verner einfach verlaufen, erzählt die Autorin sehr eindringlich und überzeugend.

Die Entwicklung, welche Lily zwangsläufig während der Kriegsjahre durchläuft ist jederzeit nachvollziehbar und von der Autorin glaubhaft umgesetzt worden. Dies und auch die facettenreiche Zeichnung der Charaktere ist ein Grund, dass man von Lily, wie auch von allen anderen Romanfiguren schnell eine Vorstellung erhält, sich in sie hineinversetzen kann und somit auch gerade mit Lily mitleiden und sich mit ihr freuen kann.

Fazit: Ein gelungener Familienroman im historischen Rahmen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr spannend!, 14. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Kindle Edition)
Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, habe ich sofort nach weiteren Büchern von Liz Trenow gesucht und war sehr enttäuscht, dass ich keine fand. Umso erstaunter war ich, dass diese ein "Erstlingswerk" ist. Die Geschichte ist unglaublich spannend geschrieben und weit entfernt von Trivialität und Oberflächlichkeit, in die solche Romanen mit historischem Hintergrund leicht abdriften. Hervorragend!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter einem "Kastanienhaus" habe ich mir etwas anderes vorgestellt......, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Taschenbuch)
.......und wollte es zuerst eigentlich gar nicht lesen. Das wäre schade gewesen, denn dann hätte ich "Lily" nicht kennen gelernt.
Ein unternehmungslustiges, junges Mädchen mit allen Träumen dieses Alters, wohl behütet in gutem Hause aufgewachsen ist plötzlich in den Kriegswirren mit dem Erhalt der elterlichen Seidenweberei konfrontiert, die sie nun alleine führen muss - was sie nie wollte.
Sie steht ihren "Mann", lernt alles über die Seidenproduktion und bewahrt den Webereibetrieb vor dem Untergang. Natürlich spielt die Liebe in diesem Roman auch eine Rolle, aber für Interessierte steht viel Information über die Herstellung von Seide zur Verfügung.
Man kann dieses Buch lesen, wie wenn man selbst dabei gewesen wäre, und ich lese es sicher noch ein 2. Mal.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen informativ und emotional, 8. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Kindle Edition)
Lily Verner blickt auf erfolgreiche Jahrzehnte als Direktorin des Familienbetriebes zurück. Nun hat ihr Sohn die Führung in der Seidenweberei übernommen und Lily bereitet sich darauf vor das Kastanienhaus, in dem sie seit ihrer Kindheit und später mit ihrem Mann lebte, an die nächste Generation zu übergeben. Im Kastanienhaus sind auch die Erinnerungen an die turbulenten Zeiten der Firma nicht fern und die entbehrungsreichen Kriegsjahre.
Lily erinnert sich an die Zeit zurück, als ihre Familie mit der Produktion von Fallschirmseide beginnt und sich so als kriegswichtiger Betrieb durch die Kriegsjahre rettet. Aber der Krieg verlangt nicht nur im Geschäftsleben Opfer, sondern auch in der Liebe.

Ich mag historische Romane sehr gerne und ganz besonders, wenn sie in mehreren Zeitebenen erzählt werden. Das trifft in gewisser Weise auch auf "Das Kastanienhaus" zu, allerdings werden hier nur Anfang und Ende von einer gereiften Lily erzählt, während sich der komplette Mittelteil den Jahren von 1938 bis 1945 widmet.
Neben Lily ist der zweite Weltkrieg hier die zweite Hauptfigur und ich fand es bewundernswert wie gut Autorin Liz Trenow hier Fakten, dramatische Ereignisse und Gefühle miteinander verwebt hat. Nebenbei erfährt man auch noch so einiges interessantes zur Geschichte der Seidenproduktion und den Familienbetrieb, da jedes Kapitel mit einem Abschnitt aus einem fiktiven Buch über dieses Thema eingeleitet wird. Noch schöner hätte ich es nur gefunden, wenn über den Kapiteln noch eine Zeitangabe gestanden hätte, da mir manchmal die genaue zeitliche Orientierung gefehlt hat.
Lily ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre Geschichte ist fiktiv, aber ihre Emotionen und ihre Verluste spiegeln das Leben vieler Betroffener während des zweiten Weltkrieges wieder. Zudem widmet sich dieses Buch Aspekten des Krieges, die mir zuvor nicht so bewusst waren, obwohl ich schon viele Bücher gelesen habe, die sich mit dieser Epoche beschäftigen. Zum einen die Situation von "feindlichen" Staatsangehörigen, die zu Kriegszeiten in England lebten und zum anderen die Besonderheit des "Luftkrieges" im zweiten Weltkrieg.
Ganz besonders hat mich jedoch beeindruckt wie sehr es die Autorin verstanden hat den Leser mit den dramatischen Ereignissen zu verknüpfen und in der Geschichte gefangen zu halten. Ich habe mit Lily gelacht und geweint und gehofft, auch wenn schon lange klar ist, dass der Krieg wenig unbeschadet lässt. "Das Kastanienhaus" wirkte auf mich zu Anfang nicht so, als wenn es mich wirklich packen könnte, aber mit jeder Seite die ich umblätterte hat es mich mehr in seinen Bann gezogen. Empfehlen kann ich dieses Buch daher an alle Leser, die gerne historische Romane aus der Zeit des zweiten Weltkrieges lesen, in denen insbesondere die emotionale Seite der Geschichte überzeugen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volltreffer!, 26. Januar 2014
Von 
miraculum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Kindle Edition)
"Das Kastanienhaus" ist ein wunderbares Buch. Die Autorin hat es verstanden, mich von Anfang an in die Geschichte reinzuziehen und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen. Der Roman konnte bei mir die gesamte Palette an Gefühlen wecken. Ich freute mich mit Lily und litt mit ihr, als ob sie eine gute Freundin wäre. So empfand ich es teilweise auch. Da dies nicht so oft passiert, kann ich nur schlussfolgern, dass die Autorin ihr Handwerk sehr gut versteht.

Die Geschichte erzählt das Leben von Lily Verna, deren Lebens- und Reisepläne vom heraufziehenden zweiten Weltkrieg zunichte gemacht werden. Als "Zwischenlösung" arbeitet sie erst einmal in der Seidenweberei des Vaters mit. Aber alles kommt anders als geplant. Lily findet zunehmend Gefallen an der Arbeit und verliebt sich in den deutschen Flüchtling Stephan. Natürlich hat es diese Liebe in Kriegszeiten besonders schwer und die beiden werden immer wieder getrennt. Nach dem Tod des Vaters muss sich Lily allein um die Fabrik kümmern, die kriegswichtige Fallschirmseide produziert. Dabei gerät sie zunehmend unter Druck und verursacht einen schlimmen Fehler, der sie ihr ganzes Leben verfolgt.

Die Geschichte von Lily und ihrer Familie ist sehr berührend. Der Schreibstil war von Anfang an interessant und spannend. Da ich mich sehr für Geschichte zu Zeiten des zweiten Weltkrieges (hier aus britischer Sicht erzählt)interessiere, war dieser Roman für mich ein Volltreffer. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch für die aussagekräftigen Rezensionen bedanken, die mich zu diesem Buch geführt haben. Und natürlich gibt es auch von mir eine klare Leseempfehlung.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach ein tolles Buch...., 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Kindle Edition)
Das Buch schafft es einen richtig in das Geschehen hinein zunehmen. Das Verknüpfen von Zeitgeschichte und Romanerzählung gelingt in diesem Buch auf ansprechende Weise. Auch die Wissensvermittlung über Seite gelingt der Autorin sehr gut . Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein anschaulicher und interessanter historischer Roman in dessen Fokus die Seidenweberei und eine starke junge Frau stehen, 2. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Taschenbuch)
Gegenwart:

Die achzigjährige Lily lässt nach dem Tod ihres Mannes noch mal ihr Leben Revue passieren. Als Lily zusammen mit ihrer Enkelin Kleidung für den Wohltätigkeitsbasar in ihren Schränken heraussucht, finden beide einen verschlossenen Koffer. Lily ist wie paralysiert, weiß sie doch noch genau was sich darin befindet. Doch die Erinnerungen, die sie mit den Gegenständen die sich in dem Koffer befinden, verbindet, sind äußerst schmerzhaft….

1938 England:

Lillys Vater betreibt eine lukrative Seidenweberei und als ihr älterer Bruder John von einem Schulkollegen zu einem Ball eingeladen wird, bittet John Lily, ihn zu begleiten. Doch dafür muss ein Ballkleid her- wie gut, dass Lily noch einen passenden Ballen Stoff in der Weberei findet, den sie und ihre Mutter zu einem prächtigen Kleid verarbeiten.
Ausgerechnet dieses Ballkleid ist es, dass sie mit einem Mann zusammenführt, der ahnt, dass schon bald der Krieg ausbrechen wird und genau weiß, dass dann qualitativ hochwertiger Seidenstoff für die Produktion von Fallschirmen benötigt wird.
Er schlägt Lilys Vater schließlich eine Zusammenarbeit vor, von der beide Seiten profitieren werden. Aber der Krieg fordert auch sehr viele Opfer von Lily. Er lässt sie zwar die Bekanntschaft mit Stephan machen, der zusammen mit anderen jüdischen Kindern aus Deutschland nach England gebracht wurde und beide verlieben sich dazu, doch treibt der Krieg Stephan schließlich auch wieder aus ihren Armen. Er wird nach Australien deportiert, während Lily, nachdem ihr Bruder in den Krieg ziehen muss und ihr Vater bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt, gezwungen ist, die Seidenweberei selbst weiterzuführen. Mit Hilfe der zupackenden Gwen geht sie diese schwierige Aufgabe an und ahnt nicht, dass ihr die schlimmsten Bewährungsproben und ihr größter Kummer noch bevorstehen…

Meine Einschätzung:

„Das Kastanienhaus“ von Liz Trenow fiel mir auf der Suche nach einem Unterhaltungsroman im Stile einer Kate Morton oder Katherine Webb ins Auge, da die Heldin dieses Romans ebenfalls ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt, das es für den Leser zu ergründen gilt. Trotz der Tatsache, dass mir dieser Roman ebenfalls gut gefallen hat, sollte man dennoch erwähnen, dass der Erzählstil von Liz Trenow als etwas gemäßigter und nüchterner zu bezeichnen ist und auch Lilys Geheimnis zwar tragisch, aber dennoch eigentlich früh erahnbar ist.

Die Geschichte der jungen noch ungestümen Lily, die im Laufe der Zeit an ihrer Aufgabe wächst und eigentlich eher aus Zufall beginnt, in der Seidenweberei ihres Vaters zu arbeiten und in der Verarbeitung der Seide schließlich ihre Leidenschaft und Stärke entdeckt, wird nachvollziehbar und interessant geschildert. Die Autorin streut zudem auch viele Informationen bezüglich der Verarbeitungsweise und der Gewinnung von Seide zu ihrem Roman hinzu, so dass die Seidenweberei hier mehr als nur schmückendes Beiwerk ist.
Lilys Schicksalsschläge machen den Leser betroffen, dennoch blieb sie mir leider etwas fremd, manche ihrer Verhaltensweisen konnte ich nicht nachvollziehen.
Neben der Liebesgeschichte zwischen Stefan und Lily, die sehr süß beschrieben wurde, fand ich die Schilderungen der Kriegszeiten sehr realistisch wirkend dargeboten.
Lediglich Lilys etwas unterkühlter Charakter hat mich von einer noch höheren Bewertung abgehalten.

Fazit: Ein anschaulicher und interessanter historischer Roman in dessen Fokus die Seidenweberei und eine starke junge Frau stehen. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert!, 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Kastanienhaus: Roman (Taschenbuch)
Der übersetzte Titel dieses Buches ist meiner Meinung nach sehr nichtssagend für das, was den Leser inhaltlich erwartet und deshalb etwas unglücklich gewählt. Ich bin zunächst von einer eher trivialen Geschichte ausgegangen, konnte aber nach nur einigen Seiten dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Zeit des zweiten Weltkriegs und die Judenverfolgung aus englischer Sichtweise zu lesen war für mich neu und ungeheuer interessant. Lily, die Hauptperson erlebt sehr viele Höhen und Tiefen in ihrem noch jungen Leben, versöhnt sich aber letztendlich als 80-jährige Frau und Großmutter mit dieser für sie nicht einfachen Zeit und deren Widrigkeiten. Mich hat das Buch sehr beeindruckt, und ich habe, vor allem historisch gesehen, wieder einiges dazu gelernt.
Deshalb von mir 4,5 Sterne für diesen wunderbaren Roman.
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Das Kastanienhaus: Roman
Das Kastanienhaus: Roman von Liz Trenow (Taschenbuch - 15. Juli 2013)
EUR 9,99
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