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4.0 von 5 Sternen Nur etwas für Nerds?
Nicht unbedingt. Ready Player One verbindet eine spannende Schnitzeljagd mit allerlei Fakten aus einer Generation in der es in Spielen statt Achievements und Casual Gameplay noch um das Knacken von Highscores ging. Das Grundgerüst ist einfach erklärt und nachvollziehbar: die Oasis - als MMORPG gestartet - verbuchte einen so großen Erfolg, dass sie sich zur...
Veröffentlicht am 13. April 2012 von Martin

versus
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch - aber nur für Fans von Compugterspielen, Technik und den 80ern
Worum geht es:
Seit fünf Jahren ist Wade auf der Suche nach dem versteckten Easter Egg in der OASIS. Dem Gewinner winkt das Erbe des verstorbenen Erfinders der OASIS, einem Multimilliardär und riesiger Fan der 80er Jahre. Aber natürlich sucht nicht nur Wade, oder Parzival wie er sich online nennt, nach dem Schatz, sondern tausende Jäger weltweit...
Veröffentlicht am 8. April 2012 von Anne


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur etwas für Nerds?, 13. April 2012
Von 
Martin (Mittweida, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nicht unbedingt. Ready Player One verbindet eine spannende Schnitzeljagd mit allerlei Fakten aus einer Generation in der es in Spielen statt Achievements und Casual Gameplay noch um das Knacken von Highscores ging. Das Grundgerüst ist einfach erklärt und nachvollziehbar: die Oasis - als MMORPG gestartet - verbuchte einen so großen Erfolg, dass sie sich zur "zweiten Welt" für die Menschen entwickelt hat - die Leute können sich in ihr unterhalten, spielen und sogar zur Schule gehen und, was am wichtigsten zu sein scheint, vor den Problemen in der Realität flüchten. Doch auf diese Probleme geht das Buch kaum ein und es wäre sicherlich interessant gewesen, wenn diesem Part mehr Beachtung geschenkt worden wäre. Zum einen gibt es eine Energiekrise, aber es sind trotzdem jenseits von 400 Millionen Menschen ständig in der Oasis eingeloggt? Sollte Strom nicht so teuer sein, dass sich die Unterschichten den Betrieb nicht leisten können? Aber das ist nur ein Gedanke von mir.

Als der Multimilliardär, Entwickler und Inhaber der Oasis verstirbt wird mit seinem Testament die Jagd nach seinem versteckten Easteregg in der Oasis zusammen mit einer Reihe von Hinweisen zur Auffindung des Eis verkündet. Wer es findet, der bekommt all sein Vermögen und wird zum Inhaber der Oasis. Logisch dass sich viele Spieler finden, die ihr Glück versuchen wollen. Dabei gibt es jedoch zwei Haken: ohne Wissen um die 80er Pop- und Spielekultur hat man praktisch keine Chance und natürlich zieht dieser Wettbewerb auch allerlei unlautere Konkurrenz an, welche ihre eigenen Pläne mit der Zukunft der Oasis hat. Es entsteht ein Wettlauf mit der Zeit, wie das nunmal so üblich ist wenn verschiedene Leute auf das gleiche abzielen. Es ist interessant erzählt und auf der Reise erfahren wir viel über die 80er aber auch einiges über die Gesellschaft zur Zeit in der es Spielt. Die Welt ist großteils glaubwürdig konstruiert und behandelt Themen wie Onlineanonymität, Escapismus und soziale Inkompetenz, die das Onlinezeitalter vermehrt mit sich bringen kann. Es wird jedoch nicht der urteilende Zeigefinger erhoben und im Großen und Ganzen geht es eher um das Voranschreiten der Jagd. Genaueres will ich auch garnicht verraten, dass würde die Spannung verderben.
Miträtseln ist leider selten möglich, das Faktenwissen besitzt man einfach nicht. Aber man freut sich wenn einem bekannte Serien oder Spiele auftauchen und die Beschreibungen laden teilweise auch zum nebenbei im Internet recherchieren ein. So habe ich mich ertappt wie ich aus Neugier einige Film-, Spiele- oder Bandnamen in das Suchfenster meines Browsers eingebene habe.
Etwas vorhersehbar ist der Endspurt dann auch, aber das ist bei vielen Büchern so, insofern nicht wirklich ein Problem.

Als etwas unglaubwürdig empfand ich Aussagen wie "den Film habe ich schon 156 mal gesehen" (ich weiß gerade nicht mehr die genaue Zahl) oder das Namens/Symbol/Jahresgedächtnis aller Charaktere, die vorne mitmischten. Ich denke das Studienfeld war so breit, dass selbst in den verstrichenen Jahren schwerlich so eine Perfektion in den verschiedensten Spielen und Filmen erreicht werden konnte, wenn man nebenbei noch schlafen, zu Schule gehen oder z.B. Computer reparieren reparieren muss. Vielleicht täusche ich mich ja, unterschätze die ihnen zur verfügung stehende Zeit oder die Charaktere haben in der Schule klasse Memorationstechniken gelernt.

Also summa sumarum: ein interessantes Buch voller nerdiger Fakten, erweckt sicherlich "Nostalgia" in einigen Leuten die in dieser Zeit groß geworden sind. Da ich Rätsel und Spiele generell mag, hat mich die Story angesprochen. Hat man für Spiele oder alternative Welten nichts übrig, sollte man von dem Buch fern bleiben. Es gibt von mir nur 4 Sterne, weil ich mir noch etwas mehr Tiefe zu den Problemen der Zeit erwünscht hätte und das Faktenwissen oder die Spieleperformance an Stellen als etwas unglaubwürdig empfand.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bombastisches Debüt!, 29. März 2012
Von 
Wolkentreiber "Bücherjunkie²" (Vicus Plawe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
Habt Ihr nicht auch schonmal davon geträumt, dem schnöden Alltag zu entfliehen und in eine Welt zu flüchten in der man tun und lassen kann, was man will, in der man ein strahlender Ritter oder ein fliegendes Känguruh sein kann, um einfach mal den ganzen Stress und die Probleme hinter sich zu lassen? 2044 ist das kein Problem mehr, dank der weit fortgeschrittenen Technik flüchten sich die Menschen in die OASIS, eine Art überdimensionales Videospiel, während die reale Welt um sie langsam aber sicher den Bach hinunter geht. Als ihr super reicher Erfinder Halliday stirbt, macht sich die ganze Welt daran, sein verstecktes Easteregg zu finden, denn wem das gelingt, erbt sein ganzes Vermögen.

Ernest Cline hat sich für seinen Debüt-Roman ein unglaublich geniales Szenario erdacht, eines, was bisher noch kaum so vorhanden war. Die Welt, wie er sie malt, sie könnte 2044 wirklich so aussehen. Die Menschheit bekriegt sich an allen Ecken und Enden und die Technologie ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass es schon beängstigende Ausmaße annimmt, kein Wunder, dass die OASIS so beliebt ist. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr Details über die Welt an sich erfahren, sie bleibt im Vergleich zur OASIS sehr blass, während man über die virtuelle Welt mit extrem vielen Details bombardiert wird.
Der Autor hat wirklich sehr viel Liebe zum Detail und vor allem Liebe zu den 80er Jahren in dieses Buch gesteckt. Es hat mich wirklich fasziniert, was in dieser Geschichte alles so vorkommt. Neben haptischen Anzügen, die die Bewegung des "Spielers" realitätsgetreu in das Spiel übertragen bishin zu so ziemlich jedem Automatenspiel das es in den 80ern gegeben hat, ist in dieser Geschichte alles vertreten. Echte Retro-Experten werden sich bei der Fülle an Filmtiteln, Bands und nicht zuletzt Games wie zuhause fühlen. Für mich war das jedoch leider alles ein wenig zu viel des Guten, weil ich leider die 80er Jahre knapp verpasst habe und mich daher überhaupt gar nicht mit den kulturellen Einzelheiten auskenne.

Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass die Protagonisten durch die Bank alles "Antihelden" sind. Das heißt für mich, sie sind keine super aussehenden, strahlenden Persönlichkeiten ohne Fehler, sondern haben alle ihre Macken und würden gemäß dem übertriebenen Schönheitsideal der Gegenwart sicherlich als "Freaks" gelten. Genau das hat mir aber ganz besonders gut gefallen, denn man muss die Charaktere einfach mögen und fühlt sich alsbald mit ihnen verbunden.

Für mich als Liebhaberin von Videospielen und Büchern war das Buch natürlich die perfekte Mischung, der ein oder andere gängige Fachbegriff, wie zum Beispiel "Quest", hat mir daher auch keinerlei Probleme bereitet und mir ein richtig heimisches Gefühl vermittelt.
Die Story an sich ist durchgehend spannend und vor allem actionreich, an manchen Stellen auch ein wenig brutal, aber das hält sich für meinen Geschmack in Grenzen. Ich habe sehr sehr viele Seiten am Stück gelesen und bin kaum davon weggekommen.

Ganz deutlich das Highlight im März. Eine spannende, innovative Mischung aus Buch und niedergeschriebenem Videospiel, auch eine super Empfehlung für alle Fans der 80er Jahre!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch - aber nur für Fans von Compugterspielen, Technik und den 80ern, 8. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
Worum geht es:
Seit fünf Jahren ist Wade auf der Suche nach dem versteckten Easter Egg in der OASIS. Dem Gewinner winkt das Erbe des verstorbenen Erfinders der OASIS, einem Multimilliardär und riesiger Fan der 80er Jahre. Aber natürlich sucht nicht nur Wade, oder Parzival wie er sich online nennt, nach dem Schatz, sondern tausende Jäger weltweit. Als er einen Hinweis findet, wie er dem Gewinn näher kommen kann, gerät er ins Visier der IOI, einer Firma die ebenfalls den Schatz finden will, um die OASIS zu privatisieren, und denen jedes Mittel recht ist. Ab jetzt befindet er sich auf der Flucht...

Meine Meinung:
Das Buch ist ganz klar eines, dass man wahrscheinlich eher dann lesen sollte wenn man sich wirklich sehr für Sci-Fi, Technik, Computerspiele und die 80er Jahre interessiert. Ich tue das nicht, und hatte dadurch ziemlich meine Schwierigkeiten mit der Geschichte klar zu kommen. Vieles habe ich ganz einfach nicht verstanden, nicht nachvollziehen können, oder kannte es nicht. Das hat mir ziemlich den Lesespaß genommen.

Dennoch möchte ich das Buch mal abseits dessen betrachten. Denn eigentlich ist die Story schon ziemlich spannend. Man verfolgt Wade in seinem Streben nach dem ganz großen Geld, und die Abenteuer die er dabei, virtuell und in der Realität, erlebt, sind durchaus auch ziemlich spannend, man langweilt sich also nicht beim Lesen. Was mir aber unheimliche Probleme gemacht hat, war mein fehlendes Verständnis für das Spiel. Seine virtuelle Figur agiert völlig normal, wie ein normale Mensch, sowohl in Mimik und Gestik, als auch in seiner Handlung. Aber Wade befindet sich zu Hause, in einem Raum mit Handschuhe und Brille, und das hat mir schon ziemliche Probleme bereitet, es mir vorstellen zu können.

Was mir wiederrum sehr gefallen hat, war dass alle Personen Antihelden waren. Keine strahlenden Super-Spieler, sondern picklige, dicke "Kinder", die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden, und nun ihr Glück in der OASIS suchen. Denn dort konnte man sein, wer man möchte.
Allerdings sind ihre Fähigkeiten schon merkwürdig: Die ganze Welt kommt fünf Jahre lang nicht auf den ersten Hinweis, und dann löst ein Jugendlicher das Rätsel mehr oder weniger zufällig, und scheinbar auch recht problemlos wenn man sich nur ein klein wenig mit der Materie befasst.

Fazit: Das Buch finde ich schon ganz gut, aber meiner Meinung nach ist es einfach nicht Massentauglich, und ist wahrscheinlich wirklich eher ein Schatz für Interessierte an Technik und Computerspielen, besonders die der 80er.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science-Fiction der Extraklasse, 12. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ready Player One" von Ernest Cline ist ein packender Science-Fiction-Thriller, der die dystopische Zukunftsvision eines Lebens in virtuellen Welten mit nostalgischen Elementen in Form von Spielen, Filmen, Musik und Technik der 70er und 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts verbindet.

Inhalt: In naher Zukunft, in den 2040ern, hat sich die Erde verändert. Kriege, Naturkatastrophen und Wirtschaftskrisen haben dafür gesorgt, dass immer mehr Menschen in Armut leben. Der Tristesse ihres realen Lebens entfliehen viele in die virtuellen, anonymen Welten des Programms OASIS, das Spiel, Schule und Arbeitsplatz gleichzeitig ist. Als der Entwickler dieses Programms, James Halliday, stirbt, ist die Aufregung groß, denn er hinterlässt allen OASIS-Nutzern ein Rätsel, das sie zu einem "Easter Egg" führen soll, welches Halliday irgendwo in seinen virtuellen Welten versteckt hat. Der erste, der Hallidays mehrstufiges Rätsel löst, erbt sein Vermögen und die Kontrolle über die OASIS.
Die Jagd, bei der besonders Halliday Leidenschaft für die 80er Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts zum Tragen kommt, beginnt, doch jahrelang schafft es niemand, das erste Rätsel zu lösen. Das für jeden sichtbare Scoreboard auf Hallidays Homepage bleibt leer, bis dort 2044 ein einzelner Username erscheint: Parzival. Dahinter verbirgt sich Wade Watts, ein pickliger, übergewichtiger, 18jähriger High-School-Schüler, der in einem Trailerpark lebt. Plötzlich ist er in der OASIS ein Star, doch bei der Suche nach dem Easter Egg hat Wade mächtige Gegner, die ihn auch in der realen Welt aufspüren und in Gefahr bringen...

"Ready Player One" besticht durch eine faszinierende Zukunftsvision, in der die Unterschiede zwischen Realität und virtuellem Doppelleben nicht größer sein könnten. In der wirklichen Welt leben viele Menschen am Existenzminimum und die Politik schert sich schon lange nicht mehr um sie. In den USA des Jahres 2044 sehen die Trailer-Parks auch nicht mehr aus, wie wir sie heute kennen. Es sind instabile Stapel, "Stacks" genannt, von mehreren Trailern übereinander, denn der rasante Abstieg vieler Menschen in die Unterschicht ließ den Bedarf an solchen Unterkünften förmlich explodieren. Auch Wade lebt dort bei seiner Tante, die eigentlich nicht an ihm, sondern nur an den zusätzlichen Essensmarken interessiert ist. Deswegen versteckt er sich tagsüber in einem alten LKW auf dem Schrottplatz, von wo aus er der Realität in die OASIS entflieht.

Dort besucht Wade die High-School, dort kann er seinem Avatar so aussehen lassen, wie er es möchte und vorgeben ein völlig anderer zu sein. Zwar kann er aufgrund seiner begrenzten finanziellen Mittel auch dort nicht umherreisen, wie es ihm gefällt, denn auch in der virtuellen Welt hat alles seinen Preis, aber Wade hat Pläne, wie er seiner Armut entkommen kann: Seit Jahren beschäftigt er sich mit nichts anderem als mit Hallidays Rätsel. Als Ich-Erzähler und Hauptprotagonist ist Wade sehr gelungen. Er ist nicht der klassische Held, sondern ein Einzelgänger, der nur in der anonymen, virtuellen Welt Freunde hat und selbst dort nicht viele. Außerdem muss sich Wade jeder Zeit bewusst sein, dass er es in der OASIS mit Avataren zu tun hat und sich nie sicher sein kann, wer sich dahinter verbirgt. Wem kann er vertrauen, wem nicht?

Neben den dystopischen Elementen, die der Autor in die reale Welt seiner Zukunftsvision einfließen lässt, die Kontrolle der Konzerne, Zwangsarbeit und Armut, ist vor allem die kreative Umsetzung der OASIS bewundernswert. Sie ist vielfältig und riesig und der Autor erdenkt neue Welten in großen Mengen, bindet aber gleichzeitig die Anfänge der Videospiele in seinen Roman ein, indem er die Obsession seiner Figur Halliday für die 80er Jahre nutzt, um Spiele, aber auch Filme und Musik aus dieser Zeit in die Welten einzubinden. Die Verbindung aus altem und zukünftigem ist gut durchdacht und unterhaltsam zu lesen. Gleichzeitig wird der Roman durch den zeitlichen Druck sowie durch die Bedrohung durch Wades Gegner, die ihn und seine Freunde aufzuspüren und auszuschalten versuchen, aber auch auf einem sehr hohen Spannungsniveau gehalten, sodass man als Leser kaum aufhören kann zu lesen und damit in diese atemberaubende Zukunftsvision abzutauchen.

Fazit: Ein Teenager auf großer Schatzsuche, die sein Leben bedrohen kann. Spannend, gut geschrieben und angesiedelt in einer umfangreichen virtuellen Welt, die dem Kopfkino beim Lesen reichlich Anreize bietet. Ein mehr als gelungener Science-Fiction-Roman! 5 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nettes Märchen, nur ein wenig eindimensional..., 26. Juni 2012
Von 
Marc Rohde "marcrohde" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ja, das Buch hat mir gefallen. Weitgehend jedenfalls...

Aber im Einzelnen:
Als jemand, der in den 80ern seine Teenagerzeit hatte, hatte ich beim Lesen dieses Buches schon das eine oder andere Deja Vú, auch wenn ich thematisch sicher nicht so tief in den Video-, Konsolen- bzw. Automatenspielen drin war bzw. bin wie der Autor. Dazu war ich dann doch geschätzte drei bis vier Jahre zu spät... Aber trotzdem ist es dem Autor gut gelungen, mich zumindest gefühlsmäßig in diese Zeit zurückzuversetzen. Eine Zeit, in der es eher auf den Spaßfaktor von derlei Spielen ankam, und weniger auf deren naturgetreue Darstellung irgendwelcher Sachverhalte... Alles in allem eine Zeit, in der einem durch die erzwungene Datensparsamkeit auch mit Spielen noch andere Werte bezüglich der Datenverarbeitung vermittelt wurden.
Aber ich will nicht zu lange in "alten Zeiten" schwelgen, denn trotz vieler schöner Erinnerungen (der Mensch neigt ja dazu, die weniger schönen schneller zu vergessen) war damals nicht alles besser als heute...
Also nochmal von vorne: Gut gefallen haben mir die Art, wie mir der Autor "das Feeling" der 80er über die vielen Referenzen vermittelt hat - gleichwohl man nicht vergessen darf, dass ich diese Zeit bewusst miterlebt habe. Zudem empfand ich das Buch als hinreichend spannend - die letzten 120 Seiten habe ich immerhin "am Stück" gelesen - allerdings auch weil ich völlig unvermutet die Gelegenheit dazu hatte. Die Darstellung der Zukunft - die Menschen flüchten mangels Energie und sonstiger Perspektiven (Armut, Hunger, etc.) in die virtuelle Realität und erleben dort fantastische Abenteuer - erscheint mir nicht allzu unrealistisch, wenn ich die aktuellen Entwicklungen beobachte (aber: bin ich deswegen Pessimist?), und auch die Darstellung einzelner Charaktere (die Nerds, die "körperliche Unzulänglichkeiten" in der virtuellen Realität überkompensieren, die DAUs, die bei einer Hotline anrufen (schmerzlich vermisst: "RTFM"), usw.) haben mir gut gefallen, ebenso wie die gefühlsmäßige Darstellung, jemanden im echten Leben kennenzulernen, den man vorher nur über das Internet kannte.

Trotzdem reicht es nicht für fünf Sterne, denn:
Sowohl die Charaktere als auch die Handlung sind mir zu eindimensional, zu wenig vielschichtig. Gut, die klare Trennung zwischen Gut und Böse hat vielleicht auch Vorteile, aber ich war schon etwas enttäuscht darüber, dass wirklich Keiner der Charaktere irgendeinen Wandel durchgemacht hat. So gesehen hat die Story schon ein bischen was von "Märchen" - eben wie auch viele der hier zitierten frühen Computerspiele nur einen einzigen Lösungsweg vorgegeben haben. Als "leichte Unterhaltung" für Leute ab 40 hervorragend geeignet, als "tiefsinnige Science Fiction" eher weniger. Auch vermag ich mir nicht ganz vorzustellen, wie jemand Anfang 20 dies Buch empfindet... Alles in allem in meinen Augen wohlwollende, d.h. leicht aufgerundete 4 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gedrucktes Computerspiel. Großartig., 17. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ready Player one" war für mich Nicht-Nerd ein Glückskauf. Eine tolles Buch, ein starker Computerspielthriller, dessen Handlung fast ausschließlich in der virtuellen Welt angesiedelt ist und eine Unmenge von Wissen über die Popkultur der 80er und die Entstehungszeit der ersten Computerspiele vermittelt. Wer sich darauf einlassen kann, der wird von Ernest Clines Debüt sicherlich in den Bann gezogen.

Romanheld Wade Watts lebt in einer Zukunft, in der die reale Welt eine Ödnis aus schwindenden Ressourcen, Arbeitslosigkeit, Armut und polizeilich-staatlicher Kontrolle ist. Die meisten Menschen leben stattdessen in einer virtuellen Welt namens "Oasis", treffen dort Freunde, gehen zur Schule, verbringen ihre Tage damit, ihren Oasis-Avatar zu entwickeln. Eines Tages stößt Wade auf einen in der Oasis versteckten Hinweis ihres Entwicklers Halliday, der zu dem Milliardenerbe des genialen, verstorbenen Softeware-Entwicklers führt. Eine spannende Schnitzeljagd durch die Welt der Computerspiele beginnt.

Allerdings nehmen die Szenen, in denen sich Romanheld Wade im "echten" Leben bewegt, nicht viel Raum ein. Und dies ist - meiner Ansicht nach - das einzige Manko im Spannungsbogen des Buches. Die Handlung ist vermutlich sehr bewusst so angelegt, um zu verdeutlichen, wie groß der Realitätsverlust in dieser virtuellen Zukunft ist. Gleichzeitig wird der Roman selbst ein einziges großartiges Computerspiel.

Dennoch: Die Passagen außerhalb der Computersimulation wirken kühl und schemenhaft. Genauere Betrachtungen, glaubwürdige Charaktere in dieser Hinsicht hätten die wiederkehrende Monotonie der Spielszenen sicherlich aufgelockert und gleichzeitig die Bedrohung von "außen" durch Wades Verfolger bei der Suche nach Hallidays "Schatz" intensiviert. So waren es mir persönlich gegen Ende ein klitzekleinesbisschen zu viele Computerspielsequenzen und ausschweifende Blicke auf Highscoretabellen. Ein Abweichung von dem Schema wäre in der Endphase nicht schlecht gewesen.

Fazit: "Ready Player one" ist ein cooles, ein spannendes Buch, das aufgrund der Menge an Cyberwisssen sicher nicht ganz so massentauglich wie Ursula Posznanskis "Erebos" ist und dem für meinen Geschmack ein paar packende reale Szenen fehlen. Trotzdem 5 Sterne von ganzem Herzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Idee schlecht erzählt, 8. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Kindle Edition)
Zu Beginn: Ich finde die Grundidee des Buches wirklich toll. Der Geek in mir hat sich über all die kleinen Anspielungen und Erwähnungen gefreut und auch der Hauptplot, die Suche nach einem Easteregg, finde ich ganz witzig. Die Situation der Gesellschaft ist realistisch geschildert und die Bedeutung der OASIS-Konsole sowie die ganze Welt die dahinter steckt ebenfalls.
Das war's dann aber leider auch schon...

Der Hauptcharakter ist mir zu unglaubwürdig. Er ist 18 Jahre, geht noch zur Schule, weiss aber mehr über die 80er Jahre, als jemand, der damals aufgewachsen ist. Es wäre etwas anderes, wenn er sich mit Arcade-Spielen gut auskennt, oder mit der Musik der 80er. Aber er ist der absolute Profi auf jeglichem Gebiet. Selbst wenn er nicht noch zur Schule gehen würde und jede Sekunde seines Lebens mit dem Studium der 80er verbrächte, wäre es nicht realistisch, dass er all dieses Wissen besitzt und es noch dazu auf Abruf in seinem Verstand schlummert. Er hat jeden Film ein dutzendmal gesehen und kennt zu jedem Lied den Interpreten und sogar das Album...
Ausserdem wird der Protagonist kaum vor wirkliche Herausforderungen gestellt. Natürlich gibt es einen Haufen Rätsel (die ich an sich durchaus witzig und spannend fand). Aber keines davon stellt ein Problem für ihn dar, da er jede Zeile des Films auswendig kennt" oder das Spiel schon hundertmal durchgespielt hat". Und wenn er ein Spiel einmal nicht beherrscht, so wie ganz am Schluss, gewinnt er trotzdem ohne grosse Schwierigkeiten.

Die Referenzen auf die 80er waren nett, aber häufig schlecht eingearbeitet. Von den meisten Filmen, Spielen oder Lieder erfuhr man in ellenlangen Aufzählungen, die nur dazu dienten, dieses und jenes auch noch erwähnt zu haben. Man hätte eine Menge weglassen und die übrigen Anspielungen dafür etwas geschickter einfliessen lassen können. So erinnert es einfach nur an einen riesen Infodump.
Ich verstehe, dass der Autor gerne jedem Film, Game und Song ein Plätzchen in seinem Roman widmen würde und habe ja auch regelmässig nostalgisch schmunzeln müssen. Aber es wurde einem leider zu viel einfach vor die Füsse geworfen.

[SPOILER]
Einige Handlungsstränge sind dann leider nicht nachvollziehbar. Dem Protagonisten gelingt es, sich ins System des Feindes zu hacken, indem er in ihrem Intranet sitzt und ausserdem ein paar Exploits bei der Hand hat (die offenbar in der OASIS gehandelt werden). Aber als einer sich ohne Einladung in einen privaten Chatroom einklinken kann, ist das ein Skandal, weil das eigentlich unmöglich ist. Dafür, dass der Protagonist dann doch eine Menge wichtiger Information durch Hacking erlangt, kommt diesem Aspekt viel zu wenig Bedeutung zu. Was hindert all die Mitarbeiter des Gegners daran zu versuchen, Parzivals Avatar zu übernehmen, die Tore mittels Hacks lahmzulegen oder ähnliches?

Die einzigen emotionalen Höhepunkte in der Geschichte waren die beiden Mordanschläge auf die Siedlung und den einen Jäger, die mich wirklich überrascht haben. Wobei die Reaktion des Protagonisten bei der der ersten Bombe nicht sehr glaubhaft war. Klar stand er seiner Tante und den Nachbarn nicht sehr nahe, aber dass es ihm gleich derart am Ar*** vorbei geht, fand ich befremdend.
[/SPOILER]

Noch etwas, was mich gestört hat. In der Beschreibung des Buches steht: Wer online stirbt, ist wirklich tot!". Das stimmt bei dem Buch aber gar nicht. Wenn ein Avatar stirb, wird eben ein neuer gebastelt. Ist nur ein Detail, hat mich aber beim Lesen überrascht.

Fazit:
Alles in allem fand ich die Idee der Geschichte eigentlich gar nicht übel. (Meiner Meinung nach hat es auch nichts damit zu tun, ob man ein richtiger 80er-Jahre-Nerd ist und alle Referenzen versteht oder nicht.) Es ist leider ganz einfach eine schlecht erzählte Story, der die Glaubwürdigkeit fehlt und einem kaum fesselt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine großartige, absolut fesselnde Geschichte, 11. Mai 2014
Von 
Modus "Modus" (München, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ready Player One ist zunächst einmal das, was viele Dystopien (vor allem im Jugendbuchbereich) zu sein versuchen, aber einfach nicht schaffen: Eine beklemmend glaubhafte und dadurch faszinierende Vision einer düsteren Zukunftswelt. Sodann ist es ein großartiges Stück Popkultur und eine wunderbare Reminiszenz an die Film-, Musik- und Spieleikonen der Achtziger und frühen Neunziger. Und schließlich ein absolut spannender Rollercoaster-Ride, eine berührende Geschichte, ein Stück nervenzerfetzender Detektivarbeit - und einfach alles, was ein richtig guter Roman sein sollte. Die beste Unterhaltung, die man sich vorstellen kann.
Das Buch spielt in einer gar nicht fernen Zukunft, deren junge Generation in eine weltweite Energiekrise hineingeboren wurde. Die Regierungen sind schwach, Armut und Obdachlosigkeit weit verbreitet, zentrale Energieversorgung eine schwache Erinnerung aus vergangenen Jahrzehnten. Strom gewinnt man nun nur noch aus Sonnenkollektoren, der reicht natürlich vorn und hinten nicht, Reisen können sich nur noch sehr reiche Menschen leisten. Die Großstädte mit zuverlässigen Knotenpunkten ins Internet sind überfüllt, denn der größte Teil der Menschheit flüchtet sich vor dem allgegenwärtigen Elend in eine gigantische virtuelle Realität - OASIS. Die OASIS erlaubt dank Videobrille und haptischen Eingabegeräten, vom Handschuh bis zum Ganzkörperanzug, das vollständige Eintauchen in eine bessere Welt und besteht aus unzähligen, zehntausenden Planeten, ist durch stetige Erweiterung und Integration anderer Systeme zu einem Mix aus Lebens- und Lernwelt, Entertainmentkonsole und Multiplayer-Spielsimulation geworden. Da Reisen in andere Welten im echten Leben unerschwinglich ist, flüchtet man in der Virtualität an die romantischen Plätze der Erde. Der Grundzugang zur OASIS ist kostenfrei, deshalb können auch Leute wie Wade daran teilnehmen, ein neunzehnjähriger Junge, der bei seiner ungeliebten Tante in einem heruntergekommenen Trailerpark lebt und seine Computerausrüstung vor den Liebhabern der Tante verstecken muss, damit die ihn nicht beklauen. Wade geht in der OASIS zur Highschool, wie inzwischen Millionen anderer Kids auch. In seiner Freizeit ist er mit seinem Avatar Parzival ein sogenannter Jäger, d.h. er sucht nach dem ultimativen Rätsel des mittlerweile verstorbenen Schöpfers der OASIS, Hallidays Ei. Wer es anhand kryptischer Hinweise findet, erbt Hallidays gesamtes Milliardenvermögen und kontrolliert damit auch die Firma, die OASIS betreibt.
Wade verbringt all seine Zeit damit, sich mit Hallidays Leben, Interessen, Lieblingsserien, Musik und Automatenspielen jener Zeit vertraut zu machen, denn irgendwo da drin befindet sie die Lösung des Rätsels. Doch er kommt für fünf Jahre ebenso wenig weiter wie alle anderen Jäger und auch die Firma 101, ein gigantischer Telekommunikationskonzern, der im Buch die raffgierigen und gnadenlosen Interessen einer rein profitorientierten Großindustrie verkörpert, ohne Rücksicht auf Verluste. 101 beschäftigt eine riesige Abteilung mit tausenden von Jägern, den sogenannten Sechsern, die ebenfalls nach dem Ei suchen. Als Wade halb zufällig den ersten von drei Schlüsseln entdeckt, die die Tore zum Ei öffnen, ändert das sein Leben schlagartig. Sein Name erscheint oben auf dem bis dato leeren Scoreboard, das mit Beginn des Wettbewerbs online ging und macht ihn plötzlich berühmt. Doch damit gerät er auch ins Fadenkreuz von 101, die nicht nur wissen wollen, wie er den Schlüssel gefunden hat, sondern ihn auch als unliebsame Konkurrenz ausschalten wollen - und Wade deutlich machen, dass Anonymität in der OASIS nur relativ ist...
Ab hier beginnt ein äußerst fesselndes Katz-und-Maus-Spiel, eine wilde Jagd online und offline - und eine bunte Reise durch die Popkultur-Ikonen der Achtziger und Neunziger, die die Kulisse für Wades Abenteuer stellen.
'Ready Player One' ist großartige Unterhaltung und ist zugleich auch sehr klug geschrieben. Man fiebert intensiv mit den Figuren mit, die in ihren Sorgen und Nöten ungemein authentisch rüberkommen. Man liebt die Helden und hasst die Bösewichter mit echter Leidenschaft. Neben allem Abenteuer gibt es auch eine subtile Ebene, in der es um Freundschaft geht, um Ehrgeiz und Leidenschaft und ganz menschliche Dinge und ganz allgemein um die Frage, was im Leben wichtig ist.
Ein echtes Juwel von einem Buch und wirklich höchst empfehlenswert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tauch ein ins virtuelle Utopia!, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Im wirklichen Leben war ich nichts als ein menschenscheuer Einsiedler. Ein Eremit. Ein bleicher, popkulturbesessener Nerd, ohne Freunde, ohne Familie. In der OASIS war das anders. Dort war ich der große Parzival. Ein weltbekannter Jäger und eine internationale Berühmtheit."

Im Jahr 2045 steht die Welt kurz vor der vollkommenen Zerstörung. Atomare Kriege, Hungersnöte und Energiemangel haben die Erde zu einem unwirtlichen, trostlosen Ort gemacht. Einziger Hoffnungschimmer für die Menschen: die OASIS, eine riesige virtuelle Welt, in der alles möglich ist. Zur Schule gehen, einkaufen, arbeiten, aber auch spielen, chatten oder fremde Planeten besuchen, alles geschieht virtuell und niemand ist gezwungen, sich raus in die reale, abscheuliche Welt zu begeben.

Als der Entwickler der OASIS stirbt, bricht ein nie gekannter Hype in der OASIS aus. Denn James Halliday hat irgendwo in einer der tausend virtuellen Welten ein Easter Egg versteckt. Und wer es zuerst findet, erbt sein gesamtes Vermögen - über 200 Milliarden Dollar! Auch der zurückgezogene Nerd Wade macht sich auf die Jagd und muss feststellen, dass die virtuelle Welt lebensgefährlich sein kann...

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Ready Player One wurde von der englischsprachigen Amazon-Community zum besten Science Fiction-Buch des Jahres 2011 gewählt und auch, wenn ich nicht gerade ein Experte in diesem Buchgenre bin, kann ich mich diesem Urteil nur anschließen. Im Jahr 2045 hat sich unsere Welt dramatisch verändert und man findet sich in einem postapokalyptischem Szenario wieder. Der achtzehnjährige Wade lebt in einem der diversen Stacks, Trailerparks, bei denen aus Platzmangel alle Wohnwagen bedrohlich hoch übereinander gestapelt sind. Um seinem perspektivenlosen Leben zu entfliehen, verbringt er soviel Zeit wie möglich in der OASIS, wo er kostenlos zur Schule gehen kann, sich mit seinem besten Freund Aich zum Filmegucken verabredet oder als Avatar durch die Welten streift und seinen Charakter durch Kämpfe auflevelt.

Wade entspricht dabei dem typischen Klischeebild eines "Nerds": blass, übergewichtig, keine echten Freunde, aber dafür ein Crack in Sachen Technik. Nerds, so müde man sie heutzutage auch manchmal belächeln mag, werden hier allerdings erfreulicherweise nicht als traurige Loser dargestellt, denn durch den gesellschaftlichen Wandel ist fast jeder zum Technikfreak mutiert.
Man merkt es vielleicht schon: man sollte eine gewisse Affinität zu Computerspielen haben, um das Buch wirklich voll auskosten zu können. Wades gesamtes Leben dreht sich um nichts anderes als um die Jagd nach dem Easter Egg. Und um das zu finden, muss man ein Experte für das Leben des Erfinders Halliday sein, der selbst ein großer Fan von diversen Filmen, Fernsehserien, Comics, Liedern und Computerspielen der 80er Jahre war. Und nur wer genug über diese Zeit weiß, hat eine Chance, das Rätsel zu knacken. So kriegt man als Leser einen Rundumschlag über die Kultur der 80er Jahre, freut sich über Anspielungen auf "Star Wars" Filme oder wenn Wade an uralten Automaten Pac-Man spielt, während im Hintergrund Billy Idol läuft.

Wie gesagt, Technikfreunde werden sicherlich den meisten Spaß an diesem Buch haben. Aber auch diejenigen, die nicht so viel Ahnung von der Spielekonsolenwelt der 80er haben, werden das Buch sicherlich faszinierend finden, denn es erzählt eine unglaublich spannende Geschichte in einer vom Untergang bedrohten Welt. Wenigstens ein bisschen Interesse für die Materie sollte jedoch gegeben sein, denn sonst könnte man sich beim Lesen etwas langweilen, wenn Wade als Avatar durch Dungeons streift, um Hinweise auf das Easter Egg zu finden.

Besonders die ersten hundert Seiten lesen sich ein wenig wie eine unendliche Informationsflut, in der man von Wades Leben in dieser zerstörten Welt, und über die Entwicklung der OASIS und ihren Erfinder James Halliday erfährt. Hat man die ersten hundert Seiten aber erstmal "überstanden" (wobei ich auch die sehr interessant fand), geht die Handlung so richtig los und eine nervenzerreißende Jagd nach dem Easter Egg beginnt. Denn Wade ist natürlich nur einer von Millionen Spielern, die das Ei finden wollen und so zu unendlichem Reichtum gelangen wollen. Diverse Jäger-Clans sowie Einzelkämpfer machen Wade Konkurrenz. Aber auch ein gigantischer internationaler Konzern will das Erbe finden und so die OASIS übernehmen, um richtig Profit daraus schlagen zu können. Das Ganze hat im finalen Showdown etwas von Gut gegen Böse, Jedi-Ritter gegen das Imperium, Spieler-Ehre gegen korrupte Geschäftsmänner.

Ob das Gute letztlich triumphieren wird? Findet es einfach selbst heraus. Die OASIS erwartet euch schon...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein virtuelles Abenteuer, 31. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ready Player One: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ready Player One" ist ein wahrer Pageturner, der Unterhaltung, Spannung, ein großes Abenteuer und Erinnerungen an vergangene Zeiten gleichermaßen bietet. Ich hab das Buch förmlich verschlungen und denke mir jetzt, dass ich gern viel öfter solche Bücher lesen wollen würde.
Wade Watts lebt einige Jahrzehnte in der Zukunft und wächst in der Generation der "OASIS"-Spieler auf: eine Art allumfassendes Computerspiel, das eine virtuelle Realität schafft, in die man sich über eine Videobrille und mithilfe von haptischen Steuerhandschuhen jederzeit einwählen und dort präsent sein kann. Mehr als präsent. Manch einer lebt dort 24 Stunden am Tag, geht zur Schule, arbeitet virtuell, ja, verliebt sich und heiratet sogar dort in der OASIS - ohne den Ehepartner jemals wirklich gesehen zu haben. Hier begegnen sich nämlich nur die Avatare der Mitglieder in einer künstlich geschaffenen Welt von Millionen von Planeten und Welten, und diese Avatare müssen dem realen Bild der spielenden Person natürlich nicht zwangsläufig entsprechen. Die OASIS bietet die perfekte Kulisse der Anonymität für die Milliardenbevölkerung - ohne jemals wirklich alleine zu sein, denn quasi jede Person auf der Welt besitzt einen Zugang zur OASIS.
Eines Tages stirbt James Halliday, der Erfinder und Programmierer der OASIS und hinterlässt eine Schatzsuche für die gesamte Welt: laut seinem Testament hat er ein "Easter Egg" in der OASIS hinterlassen und versteckt (ein kleines verstecktes pixeliges Etwas also, ein Ding, das quasi alles sein kann). Derjenige, der dieses Easter Egg als Erster findet, erbt sein gesamtes Vermögen - mehrere hundert Milliarden Dollar immerhin. Mit diesem Tag beginnt eine Schnitzeljagd der etwas anderen - virtuellen - Art, an der sich die gesamte Welt beteiligt. Und Wade Watts, ein Niemand ohne Leben, wird plötzlich zur bekanntesten Person auf Erden, als er der Erste ist, der die entscheidenen Hinweise entdeckt...
WOW, was für ein Buch!!! Ich bin völlig begeistert, denn etwas so umreißendes und spannendes hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich oute mich hiermit: ich hab von Computerspielen und allem, was damit zusammenhängt, nicht viel Ahnung. Und dieses Buch strotzt nur so vor Spielebeschreibungen, Anleitungen, alten Erinnerungen an längst vergangene Computerversionen und Animationen usw. Ist also vielleicht nicht so mein Ding, dachte ich anfangs. Aber schon nach dem ersten Kapitel war ich Feuer und Flamme für diese Geschichte. Und es macht unglaublich Spaß, Wade dabei zu begleiten, wie er sich durch das undurchschaubare Dickicht von Informationen und Ideen kämpft, die Halliday betreffen. Man liest/spielt sich sozusagen mit Wade durch die Computerspiele und - animationen hindurch, um voran zu kommen und Hinweise zu sammeln. Das geht sogar soweit, dass ich an diversen Stellen wirklich erst überlegen musste, ob wir uns jetzt eigentlich in der künstlichen OASIS befinden, oder doch noch auf der Erde - so genial ist diese Welt, die der Autor hier entwirft. Ernest Cline bereitet ein solch detailreiches Szenario aus, das sich stets in der Mischung zwischen Zukunfts- Sci- Fi und längst vergangener 1980er- Jahre Popkultur bewegt - dem Jahrzehnt, in dem Halliday ein Teenie war und das ihm daher besonders am Herzen lag. Zugegeben, an manch einer Stelle war dann auch ich etwas überfordert, wenn beispielsweise die Aufzählungen der Automatenspiele aus den 80er Jahren etwas überhand nahmen oder von Filmen gesprochen wurde, die ich nicht kannte. Aber eigentlich hat mich auch das nicht sonderlich gestört; im Gegenteil - genau das macht den Reiz des Buches aus.
Das Ende ist fantastisch und hat mich wirklich gefreut. Passt.

Fazit:
Ich kann "Ready Player One" eigentlich nur empfehlen. Jeder, der sich jetzt denken mag, "ich hab keine Ahnung von Automaten- und PC-Spielen" - ich auch nicht. Aber das tut der Unterhaltung keinen Abbruch und außerdem schafft es der Autor, selbst die kompliziertesten "PC-Hacker-Moves" noch anschaulich und verständlich zu erklären. Volle Punktzahl für einen fantastischen unterhaltsamen Roman!
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Ready Player One: Roman
Ready Player One: Roman von Ernest Cline (Taschenbuch - 20. Januar 2014)
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