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1.335
4,3 von 5 Sternen
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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313 von 357 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. April 2012
Ein Stromausfall, der sich von Italien und Schweden über Gesamteuropa ausweitet legt das öffentliche Leben weitestgehend lahm. Kein Strom, keine Heizung, kein fließendes Wasser, kein Benzin, keine Lebensmittel, keine Kommunikation - und die Behörden und Stromversorger tappen im Dunkeln was die Ursachenforschung und Problembehung angeht.
In Mailand kommt der IT-Spezialist mit Hackervergangenheit Manzano der Ursache auf die Spur. In Italien und Schweden wurden vor einigen Jahren die Stromzähler durch sogenannte Smart-Meter, intelligente Zähler mit Software, ersetzt. Genau dort setzt Manzano an, indem er sich mit Hilfe seines Laptops, der noch über Akkukapazitäten verfügt, in den Smart-Meter einhackt und einen Code entdeckt, der die Stromzufuhr deaktiviert. Er versucht seinen Verdacht dem örtlichen Stromversorger mitzuteilen, wird jedoch nur belächelt.

Nach einer abenteuerlichen Reise gelingt es ihm, mit Bollard bei Europol Kontakt aufzunehmen, Überprüfungen bestätigen seinen Verdacht. Ein terroristischer Angriff über die Smart Meter ist für den europaweiten Stromausfall verantwortlich. Neben dem Versuch Europa wieder mit Strom zu versorgen beginnen die Ermittlungen, doch die Terroristen scheinen Europol immer einen Schritt voraus zu sein. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Zahlreiche Schauplätze und Handlungsstränge geben einen absolut realistischen Eindruck, wie Europa unter dem Stromausfall zu leiden hat. Die Menschen leiden unter der Februarkälte in immer weiter auskühlenden Wohnungen, unter Hunger und den katastrophalen hygienischen Zuständen, da es weder fließend Wasser gibt noch die Toilettenspülungen funktionieren.

Anfangs ist die Solidarität groß, seinen Nachbarn und auch Fremden zu helfen, doch dies ändert sich dramatisch, je länger der Stromausfall anhält und je größer die Not jedes Einzelnen wird. Es kommt zu Plünderungen in Lebensmittelgeschäften, zu Einbrüchen und Überfallen und zu Benzinklau. Glücklich schätzen kann sich, wer auf dem Land lebt, über einen holzbefeurerten Ofen verfügt und einige Nutztiere hält.

Die Kapitel sind relativ kurz, die Handlungsstränge und Schauplätze ständig wechselnd, was einen ganz eigenen Drive erzeugt und das Gefühl entstehen läßt mitten dabei zu sein. Ich kam trotz der vielen Handlungsstränge problemlos in die Geschichte, durch die kurzen Kapitel ist immer gleich wieder der Bezug da. Die Charaktere hätten vielleicht etwas mehre Tiefgang vertragen können, allerdings ist das bei der Vielzahl an Personen vermutlich schwierig. Ich fand das nicht weiter störend, da der Thriller im wesentlichen von den sich überstürzenden Handlungen und vielfältigen Schauplätzen lebt.

Marc Elsberg ist mit "Blackout" ein packender und schockierender, zum nachdenken anregender Thriller gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite eine atemraubende Spannung hält. Eine Spannung, die teilweise schon fast unerträglich ist. Für mich eines der Highlight dieses Jahres, ein Buch das den Leser in Atem hält und das man so schnell nicht vergisst.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich die Studie des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung "Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften - am Beispiel eines großräumigen und lang andauernden Ausfalls der Stromversorgung" im Internet durchlesen. Ebenso gibt es bei Wikipedia eine sehr gute Erklärung zum "Smart Meter", dem intelligenten Stromzähler.
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52 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2014
Da meine vorhergehenden Rezensenten schon einiges zum Inhalt unterbreitet haben, spar ich mir diesen Teil. Der Wert dieses Buches lässt sich nicht absprechen: es regt zum Nachdenken an. Und zwar so sehr, dass ich schon angefangen habe mir den von der Bundesregierung empfohlenen Notvorrat anzulegen und es auch sicher nicht bereuen werde. "Blackout" macht deutlich, wie die einzelnen Menschen und Institutionen mittlerweile voneinander abhängig geworden sind und wie angreifbar unsere Gesellschaft ist. Ronald Wright sagte zur heutigen Situation in seinem Buch "Eine kurze Geschichte des Fortschritts: "Als wir die Leiter des Fortschritts empor kletterten, haben wir die hinter uns liegenden Sprossen zerbrochen. Es gibt kein Zurück, das nicht in eine Katastrophe führen würde".
Genau diese Katastrophe hat Marcus Elsberg detailreich skizziert und so realistisch dargestellt, dass einem als normaler Bürger nichts anderes übrig bleibt, als sich zukünftig Gedanken über unsere gesellschaftlichen Verhältnisse zu machen.

ABER:
Trotz der Anschaulichkeit und der Aktualität des Themas muss ich zwei Sterne abziehen. Die Geschichte fängt zwar spannend ab, lässt aber gegen Ende stark nach - wie ich fand. Es punktete in der ersten Hälfte noch mit dem Schockmoment des Stromausfalls und dessen Folgen, aber dümpelt dann eher langatmig vor sich hin. Es werden meines Erachtens zu viele Charaktere eingeführt bzw. angesprochen, die man getrost hätte weglassen können, ohne dass es dem Inhalt geschadet hätte.
Desweiteren haben mich das Ende und vor allem die Ursache des Blackouts etwas unbefriedigt zurückgelassen. Gern hätte ich mehr über die Strippenzieher und deren Motive erfahren (wirkt bisweilen doch eher klischeebeladen) - aber wahrscheinlich lag der Fokus bei Elsberg mehr auf den Auswirkungen dieser Situation.

Fazit:
Gute Unterhaltung und hinsichtlich der Aktualität des Themas empfehlenswert, allerdings etwas trocken gegen Ende.
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123 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2012
Morgens führt unser erster Weg ins Bad. Ganz selbstverständlich wäscht man sich, putzt die Zähne, betrachtet sich im Licht der Lampen im Spiegel. Danach geht es zum Frühstücken in die Küche. Aus dem Kühlschrank nehmen wir uns die Lebensmittel, die wir bequem im Supermarkt gekauft haben. Kaffeemaschine oder Wasserkocher sorgen für den perfekten Start in den Tag, bevor es mit Bus, Bahn oder Auto zur Arbeitstelle, zum Einkauf oder in die Schule geht. Ganz selbstverständlich nutzen wir unser Telefon oder den PC, den Herd, wärmen uns dank Heizung im Winter, freuen uns über eine Klimaanlage und kalte Getränke im Sommer.
Was wäre, wenn all dies plötzlich nicht mehr möglich wäre?
Marc Elsberg schildert dies sehr eindrucksvoll in seinem Thriller "Blackout".

Ein Stromausfall legt Europa lahm. Zunächst geht man noch von technischen Schwierigkeiten aus, die sich innerhalb weniger Stunden beheben lassen. Aus Stunden wird ein Tag, dann mehrere Tage, und es wird klar, dass mehr hinter diesem Stromausfall steckt. Während Kraftwerksangestellte, Regierungen und Sicherheitsfirmen versuchen, die Ursache für den Ausfall zu finden, kämpft die Bevölkerung im kalten Winter zunächst darum, den Alltag in Gang zu halten, später ums nackte Überleben.

Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen und mich beim Lesen sehr beschäftigt. Das ein oder andere Mal habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich so sehr in der Story gefangen war, dass ich mich über geöffnete Tankstellen wunderte. Ich war ein Teil der Geschichte, habe sie miterlebt, mitgefühlt und mitgezittert. Dies ist neben der spannenden Handlung, die an keiner Stelle langweilig wird, wohl vor allem dem sehr eindringlichen Schreibstil zu verdanken. Marc Elsberg gelingt es, die komplizierten Zusammenhänge der Stromversorgung verständlich zu beschreiben, ohne ihnen dabei ihre Komplexität zu rauben. Zusätzlich veranschaulicht wurden die Abläufe durch Vergleiche, unter denen sich jeder etwas vorstellen kann (z.B. mit dem menschlichen Blutkreislauf). Vor allem aber hat mich begeistert, dass es nicht nur um die technische Probleme und deren Behebung ging, sondern vor allem auch um die plötzlich auftretenden Probleme in der Versorgung der Menschen und ihr Umgang damit. Elsberg führt dem Leser damit vor Augen, wie unvorbereitet und abhängig wir vom Strom sind und wie schnell diese angespannte Notsituation das Verhalten der Menschen zum Negativen verändert.
Die lange Recherchezeit wird in den Ausführungen deutlich und Verweise auf Ereignisse in der nahen Vergangenheit (z.B. Fukushima) machen die Schilderungen sehr realistisch und lebendig.

Die Handlung spielt an vielen verschiedenen Orten und es werden sehr viele Personen eingeführt. Am Anfang fand ich dies etwas verwirrend, man findet sich aber gut in die einzelnen Handlungsstränge ein und kann sehr schnell zumindest die wichtigsten Personen zuordnen. Der Wechsel der Handlungsorte sorgt für einen großen Überblick, wie in den einzelnen Ländern mit der Katastrophe umgegangen wird und welche speziellen Probleme sich dort ergeben. Nach und nach finden sich auch Zusammenhänge zwischen einzelnen Orten und Personen.
Die Charaktere, vor allem Piero Manzano, haben mir sehr gut gefallen. Sie wurden sehr detailliert und vor allem abwechslungsreich dargestellt. Jeder hat seine kleinen Geheimnisse oder dunkle Seiten und man erhält tiefgründige Einblicke in ihre Gedanken und die Motivation für ihr Handeln.

Fazit:
Blackout ist ein spannender, realitätsnaher Thriller, der den Leser nicht nur vom Anfang bis zum Ende mitfiebern, sondern auch über das Leben nachdenken lässt. Der leicht verständliche, bildhafte Schreibstil macht die Geschichte und die vielen unterschiedlichen Emotionen greifbar und sorgt für einen angenehmen Lesefluss.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. März 2015
Eine erstaunlich gelungene Mischung zwischen Sachbuch und Thriller. Erinnert ein bisschen an den Schwarm von Schätzing. Das Buch zeigt gnadenlos auf, wie abhängig wir geworden sind von Elektrizität und der IT Welt. Je vernetzter die Welt umso angreifbarer. Wie schnell die Ordnung sich auflöst und der Mensch wieder zur Bestie wird, ist spannend beschrieben. Am liebsten würde man in den nächsten Laden rennen und seine Vorräte aufstocken. Einfach lesen! Suchtgefahr!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 17. März 2015
Wer kennt nicht den Ärger, wenn der Strom mal für kurze Zeit ausfällt. Aber ich hatte bisher nicht die geringste Vorstellung davon, was es bedeutet, wenn der Strom für mehrere Tage oder Wochen ausfällt. Und nicht nur in meinem Landstrich, sondern in ganz Europa. Eine schreckliche Vorstellung! Und genau dieses Szenario beschreibt Marc Elsberg in seinem Thriller Blackout.

Dabei geht er nicht behutsam vor, sondern wirft mich sofort mitten in das Geschehen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich heftiges Herzklopfen, aber das war erst der Anfang. Marc Elsberg eröffnet nach und nach wahnsinnig viele Schauplätze und führt mich an die verschiedensten Orte. Das macht er so versiert, dass ich nie die Orientierung verliere. Hilfreich sind dabei natürlich die Ortsüberschriften, mit denen er jeden neuen Abschnitt beginnt.

Beklemmend fand ich die Kennzeichnung der einzelnen Kapitel. Es beginnt mit Tag 0 und endet mit Tag 23. Und dazwischen liegen Tage voller Grauen, voller Bangen, voller Angst und Hoffnung. Ich hätte nie gedacht, was so ein Stromausfall alles nach sich ziehen kann. Da gibt mir Marc Elsberg auf sehr eindrucksvolle Weise Nachhilfe. So eindrucksvoll, dass ich mich einige Szenen bis in meine Träume verfolgten. Ich lese normalerweise immer vor dem Einschlafen. Das habe ich hier schnell gelassen. Dieses Buch musste ich tagsüber lesen, sonst hätte ich meine Nachtruhe vergessen können.

Ja, Blackout hat mich total umgehauen. Es ist zwar Fiktion, aber doch so nah an der Realität, dass es mir Angst macht und ich immer noch sehr viel darüber nachdenken muss. Ich fürchte, ich werde zukünftig keinen noch so kurzen Stromausfall erleben ohne an dieses Buch zu denken. Das Buch beschäftigt mich immer noch extrem, ich habe meine Vorratshaltung überdacht und die Gedanken, was ich in so einem Fall machen würde, werden mich noch eine Zeit lang begleiten.

Blackout bewegt, rüttelt auf und macht sehr nachdenklich.

Marc Elsberg versorgt mich mit wahnsinnig vielen Informationen rund um das Thema Strom. Vieles davon war mir völlig neu. Und obwohl ich in Technikfragen nicht sehr bewandert bin, habe ich alles gut verstanden und fand diese Ausführungen äußerst interessant.

Marc Elsberg führt mich an viele verschiedene Orte und so erlebe ich die Katastrophe aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Ich erlebe die verzweifelte Suche nach einer Lösung seitens der Stromversorger, der Regierungen und der Sondereinheiten. Ich erlebe den Kampf ums Überleben einzelner Menschen und das fand ich besonders schlimm. Die anfängliche Hilfsbereitschaft untereinander weicht schnell dem gesunden Egoismus, der fürs Überleben wichtig ist. Besonders diese Szenen hat Marc Elsberg sehr eindrucksvoll und anschaulich geschildert und ich wurde Zeuge von vielen Abscheulichkeiten. Die Verzweiflung der Menschen war unglaublich greifbar nah. Marc Elsberg hat nichts ausgelassen und manchmal hatte ich Angst umzublättern, weil ich nicht wusste, welche Hiobsbotschaft mich auf der nächsten Seite erwartete.

Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz, die Ortswechsel rasant. Der Schreibstil ist präzise und fließend. Geschickt platzierte Cliffhanger ließen mich teilweise durch die Zeilen rasen. Die Spannung steigerte sich fast ins Unerträgliche. Und als es zu Ende war, hatte ich das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Und war froh, dass alle meine Lichtschalter funktionierten!

Blackout ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und vergessen werde ich es wohl nie.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
-Wenn um dich herum Finsternis herrscht, kannst du Licht schenken?-

Inhalt:

Dein Tag war lang. Du kommst nach Hause, machst das Licht an. Du willst dir etwas zu essen kochen und danach ein Bad nehmen. Du drückst auf den Lichtschalter, aber die Wohnung bleibt finster. Es betrifft nicht nur dich. Ein Blick aus dem Fenster zeigt dir eine dunkle Welt, denn der als selbstverständlich erachtete Strom fließt auf einmal nicht mehr!

Meinung:

Das Thema an sich reizt zum lesen. Für uns ist es ein Klick, es ist technischer Fortschritt. Mit Strom wird unser Haushalt geregelt und unsere Bedürfnisse gestillt. Wir möchten uns noch nicht einmal vorstellen wie es sein könnte, wenn wir das Licht einschalten wollen und nur Dunkelheit antwort.

Europas gesamtes Stromnetz bricht in sich zusammen. Was anfangs von den Behörden als Unfall erachtet wird, stellt sich nach und nach als ein terroristischer Hack-Angriff heraus. Diese Brotkrummen der Hacker werden von dem IT-Spezialisten Piero Manzano entdeckt. Mit allen Mitteln versucht er die Behörden zu warne und zieht damit die Aufmerksamkeit der Täter auf sich.

Ich hatte ein dystopisches Szenario erwartet und auch bekommen. Beim Lesen des Buches bekam ich eine Gänsehaut, weil sehr detailliert beschrieben wurde, was geschehen könnte, wenn unser Leben, wie wir es kennen, auf einmal endet. Wenn verzweifelte Menschen sich gegeneinander wenden und niemand mehr die Einhaltung der Gesetze überwacht.

Die Szenen von Manzano lasen sich sehr spannend. Die Beschreibung der Entbehrungen glaubhaft und sehr schockierend.
Nun komm ich jedoch zu dem ganz großen "ABER" was diese Geschichte nicht so perfekt macht wie es hätte sein sollen:
Blackout wird als Roman ausgegeben und hat 800 Seiten. Man merkt dem Autor sofort seine gründliche Recherche an. Zumindest kam es mir als Laie, gut recherchiert vor. Und genau das ist das Problem. Für ein Sachbuch wären diese genau detaillierten und vor allem unzählig vorkommenden, technischen Abschnitte perfekt gewesen, aber bei einem Roman hinterlassen sie nur Längen.
Ein weiteres Manko stellen die extrem kurzen Abschnitte dar. Das Buch ist in Tagen aufgeteilt, nicht in Kapiteln, dennoch wurde ich von massenhaften Abschnitten überschwemmt, die in der Regel 3 Seiten lang sind. Viele besaßen noch nicht einmal die Länge von einer Seite. Dies hat mich so sehr gestört, weil ich dadurch nicht tief genug in die Geschichte eintauchen konnte. Wenn den Protagonisten etwas zustieß, konnte ich ihretwegen nicht genug mitfühlen.

Ich verstehe, wenn innerhalb eines Tages von verschiedenen Personen geschrieben werden muss und die Szene von Manzano zu dem ermittelnden Bollard wechselt. Allerdings verstehe ich den Sinn dahinter nicht, aus Manzanos Sicht zu schreiben, die Perspektive zu einer anderen Person zu wechseln, diese nicht einmal eine Seite lang ist, um dann wieder zu Manzano zurückzukehren, als wäre dieser "Cut" nicht gewesen.
Besonders kompliziert machen es auch die vielen Personen. Es gibt einige wichtige Hauptpersonen, allerdings tauchen so viele Namen auf, besonders am Anfang, dass man leicht den Überblick verliert. Sogar der Lastwagenfahrer, der einen Unfall verursacht, bekommt einen Namen und einen kompletten Lebenslauf, obwohl die Szene eine Seite lang ist.
Meiner Meinung nach hätten viele dieser Abschnitte gelöscht werden können. Natürlich ist es grausam, was den Schwiegereltern eines Hauptprotagonisten passiert, aber diese werden in höchstens drei Abschnitten erwähnt, die wie ich oben bereits nannte, noch nicht einmal fünf Seiten betragen und das auf 800 Seiten. Dadurch geht jegliches Mitfühlen verloren.

Bewertung:

Marc Elsberg greift dieses brisante Thema auf und verbindet es mit einem Krimi. Aus der Sicht des Hauptprotagonisten Piero Manzano habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Die sachbuchähnlichen Beschreibungen und die kurzen Abschnitte aber machten das Lesen oft zu einem Kampf. Trotz des interessanten Themas war ich sehr oft drauf und dran, das Buch abzubrechen. Deswegen bekommt Blackout - Morgen ist es zu spät: 3,5/5 Marken
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 100 REZENSENTam 26. Januar 2015
Was passiert, wenn in ganz Europa der Strom ausfällt? Das ist die Hauptfrage in diesem Roman von Marc Elsberg. Die Handlung ist um diese Frage aufgebaut und ich kann mit meinem Wissen nicht wirklich beurteilen, ob das Szenario das der Autor entwirft auch tatsächlich zutreffen würde, dennoch einen gewissen Realismus kann ich nicht verleugnen. Auf jedem Fall ist die Handlung von Anfang bis zum Ende auf achthundert Seiten spannend, wobei ich am Ende gerne mehr erfahren hätte, denn mich hat das Szenario mehr als die Protagonisten fasziniert.
Die Protagonisten sind gut dargestellt, vor allem natürlich Manzano der allerdings ab und zu ein wenig zu „heldenhaft“ erscheint, hier würden mir persönlich ein paar Schwächen mehr gefallen. Ebenso sind die Nebenprotagonisten relativ vielschichtig dargestellt.
Das Buch springt immer wieder zwischen einzelnen Schauplätzen hin und her, wobei im Laufe des Buches immer wieder neue komplett auftauchen. Dieses Prinzip geht auf, ohne das es hektisch wirkt. Es sind viele kurze Kapitel entstanden und ich hatte nur ganz selten mal kurz Probleme die Handlung zuordnen zu können.
Was mich total überzeugt hat, war der flüssige und angenehme Schreibstil von Marc Elsberg, der einem von der ersten Seite aus mitreißt, nicht mehr loslässt und sehr gut unterhält.
Fazit: Sicherlich hat das Buch ein paar kleine Schwächen, aber im Großen und Ganzen einfach ein klasse Roman, den ich sicherlich in absehbarer Zeit nochmals lesen werde, was ich eher selten mache, denn es gibt in diesem Buch immer wieder neue Dinge zu entdecken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Februar, es ist kalt - In Europa geht das Licht aus - was zuerst als vorübergehender Zwischenfall betrachtet wird, entwickelt sich zur ernsten Bedrohung der Bevölkerung. Wer steckt hinter dem Blackout, welche Motive werden verfolgt, innerhalb welcher Zeitspanne verroht der sonst so gut versorgte Bürger Europas, welche Gefahren bringen vermeintlich saubere Technologien mit sich, wie gut wäre ich als Leser auf ein solches Ereignis vorbereitet??? Fragen über Fragen - für spannende und unbequeme Antworten sorgt der Autor die nächsten 800 Seiten.

Auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft (überwiegend) Europas siedelt der Autor seine Hauptfiguren an - als Leser ist man somit weit über Ländergrenzen hinweg in diversen Behörden, Firmen und Privathaushalten "vertreten" und wird zum direkten Beobachter des schleichenden Unterganges unserer von den Errungenschaften der Technik abhängigen "Normalität".

Die Verursacher der sich anbahnenden Katastrophe hätte man durchaus öfter zu Wort kommen lassen dürfen; deren Tagesabläufe näher beschreiben können - es wäre dabei sicherlich nicht die im Nachwort des Autors "befürchtete" Gebrauchsanweisung für Terrorismus entstanden, der Handlung hätten solche Eindrücke sicherlich nicht geschadet.

Fazit: Die 800 Seiten Roman sorgen durchaus für spannende Unterhaltung, regen an mancher Stelle zum Nachdenken an, die ganze Geschichte wirkt über das Nachwort hinaus nach - nicht perfekt, aber gut und den Namen "Marc Elsberg" werde ich mir ab sofort merken.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. September 2013
Ich habe das Buch bei Seite 330 abgebrochen. Das Szenario ist interessant aber spannungsmäßig passiert einfach nicht viel. Bei noch zu erwarteten 500 Seiten hab ich aufgegeben. Das ständige springen zu einem anderen Schauplatz hat mich genervt. Wenn man das Buch auf 500 Seiten heruntergebrochen hätte wäre es bestimmt ein guter Thriller geworden. So ist es , zumindest bis Seite 330, eine Dokumentation der Ereignisse.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2013
Ich selber arbeite als IT Berater und kenne mich ein wenig aus. Auch die europäischen Behörden und Konzerne sind mir nicht ganz unbekannt. Um so spannender war es wie oft Fiktion und Realität in diesem Buch zueinander finden. Für alle die Hochspannung beim Lesen gepaart mit Tiefgang und guter Recherche lieben - ein absolutes MUSS !
Ich habe beim Lesen mehr als einmal die Zeit vergessen, ein verregnetes Weihnachten lang.
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