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238 von 267 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend nah an der Realität
Ein Stromausfall, der sich von Italien und Schweden über Gesamteuropa ausweitet legt das öffentliche Leben weitestgehend lahm. Kein Strom, keine Heizung, kein fließendes Wasser, kein Benzin, keine Lebensmittel, keine Kommunikation - und die Behörden und Stromversorger tappen im Dunkeln was die Ursachenforschung und Problembehung angeht.
In...
Veröffentlicht am 6. April 2012 von DarkSummer

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im ersten Drittel lesenswert
Just habe ich "Blackout" durch und will meinen Senf noch dazu abgeben.
Als ich das erste Drittel des Buches durch hatte, war ich ja noch ganz angetan von dem Buch. Jetzt kann ich nur noch sagen: Schade, dass der Autor einen kurzen, temporeichen Roman auf diese 400 Seiten auswälzen musste. Naja, vielleicht war die Längenvorgabe vom Verlag. Er...
Vor 3 Monaten von Jörg-Thomas Lauterbach veröffentlicht


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238 von 267 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend nah an der Realität, 6. April 2012
Ein Stromausfall, der sich von Italien und Schweden über Gesamteuropa ausweitet legt das öffentliche Leben weitestgehend lahm. Kein Strom, keine Heizung, kein fließendes Wasser, kein Benzin, keine Lebensmittel, keine Kommunikation - und die Behörden und Stromversorger tappen im Dunkeln was die Ursachenforschung und Problembehung angeht.
In Mailand kommt der IT-Spezialist mit Hackervergangenheit Manzano der Ursache auf die Spur. In Italien und Schweden wurden vor einigen Jahren die Stromzähler durch sogenannte Smart-Meter, intelligente Zähler mit Software, ersetzt. Genau dort setzt Manzano an, indem er sich mit Hilfe seines Laptops, der noch über Akkukapazitäten verfügt, in den Smart-Meter einhackt und einen Code entdeckt, der die Stromzufuhr deaktiviert. Er versucht seinen Verdacht dem örtlichen Stromversorger mitzuteilen, wird jedoch nur belächelt.

Nach einer abenteuerlichen Reise gelingt es ihm, mit Bollard bei Europol Kontakt aufzunehmen, Überprüfungen bestätigen seinen Verdacht. Ein terroristischer Angriff über die Smart Meter ist für den europaweiten Stromausfall verantwortlich. Neben dem Versuch Europa wieder mit Strom zu versorgen beginnen die Ermittlungen, doch die Terroristen scheinen Europol immer einen Schritt voraus zu sein. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Zahlreiche Schauplätze und Handlungsstränge geben einen absolut realistischen Eindruck, wie Europa unter dem Stromausfall zu leiden hat. Die Menschen leiden unter der Februarkälte in immer weiter auskühlenden Wohnungen, unter Hunger und den katastrophalen hygienischen Zuständen, da es weder fließend Wasser gibt noch die Toilettenspülungen funktionieren.

Anfangs ist die Solidarität groß, seinen Nachbarn und auch Fremden zu helfen, doch dies ändert sich dramatisch, je länger der Stromausfall anhält und je größer die Not jedes Einzelnen wird. Es kommt zu Plünderungen in Lebensmittelgeschäften, zu Einbrüchen und Überfallen und zu Benzinklau. Glücklich schätzen kann sich, wer auf dem Land lebt, über einen holzbefeurerten Ofen verfügt und einige Nutztiere hält.

Die Kapitel sind relativ kurz, die Handlungsstränge und Schauplätze ständig wechselnd, was einen ganz eigenen Drive erzeugt und das Gefühl entstehen läßt mitten dabei zu sein. Ich kam trotz der vielen Handlungsstränge problemlos in die Geschichte, durch die kurzen Kapitel ist immer gleich wieder der Bezug da. Die Charaktere hätten vielleicht etwas mehre Tiefgang vertragen können, allerdings ist das bei der Vielzahl an Personen vermutlich schwierig. Ich fand das nicht weiter störend, da der Thriller im wesentlichen von den sich überstürzenden Handlungen und vielfältigen Schauplätzen lebt.

Marc Elsberg ist mit "Blackout" ein packender und schockierender, zum nachdenken anregender Thriller gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite eine atemraubende Spannung hält. Eine Spannung, die teilweise schon fast unerträglich ist. Für mich eines der Highlight dieses Jahres, ein Buch das den Leser in Atem hält und das man so schnell nicht vergisst.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich die Studie des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung "Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften - am Beispiel eines großräumigen und lang andauernden Ausfalls der Stromversorgung" im Internet durchlesen. Ebenso gibt es bei Wikipedia eine sehr gute Erklärung zum "Smart Meter", dem intelligenten Stromzähler.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich und erschreckend, 7. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman (Taschenbuch)
Beschreibung:

Was geschieht, wenn es zu einem Stromausfall kommt, welcher nicht innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden der Vergangenheit angehört? Was geschieht, wenn nicht nur unsere Stadt oder unser Land davon betroffen ist, sondern große Teile Europas? Genau dieses Geschehen ist da Thema dieses Buches.
An einem Februartag kommt es zu einem Stromausfall in Europa. Durch einen Zufall kommt bei dem italienischen Informatiker Manzano der Verdacht auf, dass es sich hierbei um einen Hackerangriff handelt. Doch keine Behörde nimmt ihn ernst. Bis er durch Kontakte bei Europol und dem dort Angestellten Komissar Bollard landet. Wie es der Zufall so will, tauchen plötzlich E-mails auf Manzanos Laptop auf, die auf ihn als Drahtzieher hinweisen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...

Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich schon um einen "Wälzer" (800 Seiten). Gerade bei solch langen Büchern kann es schnell passieren, dass es langatmig und langweilig wird. Doch dies ist hier absolut nicht der Fall. Wenn man sich einmal durch die ersten 60 Seiten gekämpft hat, gekämpft deshalb, da es hier doch sehr technisch war, kann man es nicht mehr weglegen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und regt einen zum nachdenken an.

Dieses Buch scheint wirklich gut recherchiert zu sein. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls durch die vielen Handlungsorte und Personen, die sehr glaubhaft rüber gebracht werden.

Wer hat sich schon mal wirklich damit auseinander gesetzt, was wir ohne Strom wären? Ich war mir Anfangs gar nicht so bewusst, welche erschreckenden Konsequenzen ein Stromausfall mit sich ziehen würde. Ebenfalls interessant war es zu sehen, wie die Menschen mit einer solch drastischen Veränderung umgehen und was der bloße Überlebenswille mit einem anstellt.

Vor allem die Diskussionsrunden mit dem Bundeskanzler und den Ministern waren besonders gut gelungen. Hier wurde dem Leser die Auswirkungen sachlich vor Augen geführt, sodass man sich fragte, "was wäre, wenn sowas auch bei uns passieren würde. Wäre der Staat darauf vorbereitet? Oder hätte ich alles notwendige im Haus?"

Die kurzen Kapitel sind anfangs ein bisschen störend, da man noch nicht alle Charaktere genau zu ordnen kann. Nach den ersten 100 Seiten jedoch, macht dieses genau die Spannung des Buches aus. Denn man möchte von jedem wissen, wie es bei ihm ausgeht, wie er reagiert usw. Es hat eine Menge Spannung aufgebaut.

Die Geschichte lebt hier nicht von den gründlich beleuchtenden Charakteren, die man sich direkt vorstellen kann, sondern wirklich von der Handlung, dem Geschehen. Dies hat mich aber in keiner Weise gestört, weil ich einfach total gefesselt war, als das ich mir darüber noch Gedanken hätte machen können.

Fazit:

Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne, da es vom ersten Augenblick an spannend war und den Leser in Atem gehalten hat. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, da es so erschreckend realistisch war. Nur zu empfehlen!
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105 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, ergreifend, erschreckend - Tolles Buch!, 15. April 2012
Morgens führt unser erster Weg ins Bad. Ganz selbstverständlich wäscht man sich, putzt die Zähne, betrachtet sich im Licht der Lampen im Spiegel. Danach geht es zum Frühstücken in die Küche. Aus dem Kühlschrank nehmen wir uns die Lebensmittel, die wir bequem im Supermarkt gekauft haben. Kaffeemaschine oder Wasserkocher sorgen für den perfekten Start in den Tag, bevor es mit Bus, Bahn oder Auto zur Arbeitstelle, zum Einkauf oder in die Schule geht. Ganz selbstverständlich nutzen wir unser Telefon oder den PC, den Herd, wärmen uns dank Heizung im Winter, freuen uns über eine Klimaanlage und kalte Getränke im Sommer.
Was wäre, wenn all dies plötzlich nicht mehr möglich wäre?
Marc Elsberg schildert dies sehr eindrucksvoll in seinem Thriller "Blackout".

Ein Stromausfall legt Europa lahm. Zunächst geht man noch von technischen Schwierigkeiten aus, die sich innerhalb weniger Stunden beheben lassen. Aus Stunden wird ein Tag, dann mehrere Tage, und es wird klar, dass mehr hinter diesem Stromausfall steckt. Während Kraftwerksangestellte, Regierungen und Sicherheitsfirmen versuchen, die Ursache für den Ausfall zu finden, kämpft die Bevölkerung im kalten Winter zunächst darum, den Alltag in Gang zu halten, später ums nackte Überleben.

Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen und mich beim Lesen sehr beschäftigt. Das ein oder andere Mal habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich so sehr in der Story gefangen war, dass ich mich über geöffnete Tankstellen wunderte. Ich war ein Teil der Geschichte, habe sie miterlebt, mitgefühlt und mitgezittert. Dies ist neben der spannenden Handlung, die an keiner Stelle langweilig wird, wohl vor allem dem sehr eindringlichen Schreibstil zu verdanken. Marc Elsberg gelingt es, die komplizierten Zusammenhänge der Stromversorgung verständlich zu beschreiben, ohne ihnen dabei ihre Komplexität zu rauben. Zusätzlich veranschaulicht wurden die Abläufe durch Vergleiche, unter denen sich jeder etwas vorstellen kann (z.B. mit dem menschlichen Blutkreislauf). Vor allem aber hat mich begeistert, dass es nicht nur um die technische Probleme und deren Behebung ging, sondern vor allem auch um die plötzlich auftretenden Probleme in der Versorgung der Menschen und ihr Umgang damit. Elsberg führt dem Leser damit vor Augen, wie unvorbereitet und abhängig wir vom Strom sind und wie schnell diese angespannte Notsituation das Verhalten der Menschen zum Negativen verändert.
Die lange Recherchezeit wird in den Ausführungen deutlich und Verweise auf Ereignisse in der nahen Vergangenheit (z.B. Fukushima) machen die Schilderungen sehr realistisch und lebendig.

Die Handlung spielt an vielen verschiedenen Orten und es werden sehr viele Personen eingeführt. Am Anfang fand ich dies etwas verwirrend, man findet sich aber gut in die einzelnen Handlungsstränge ein und kann sehr schnell zumindest die wichtigsten Personen zuordnen. Der Wechsel der Handlungsorte sorgt für einen großen Überblick, wie in den einzelnen Ländern mit der Katastrophe umgegangen wird und welche speziellen Probleme sich dort ergeben. Nach und nach finden sich auch Zusammenhänge zwischen einzelnen Orten und Personen.
Die Charaktere, vor allem Piero Manzano, haben mir sehr gut gefallen. Sie wurden sehr detailliert und vor allem abwechslungsreich dargestellt. Jeder hat seine kleinen Geheimnisse oder dunkle Seiten und man erhält tiefgründige Einblicke in ihre Gedanken und die Motivation für ihr Handeln.

Fazit:
Blackout ist ein spannender, realitätsnaher Thriller, der den Leser nicht nur vom Anfang bis zum Ende mitfiebern, sondern auch über das Leben nachdenken lässt. Der leicht verständliche, bildhafte Schreibstil macht die Geschichte und die vielen unterschiedlichen Emotionen greifbar und sorgt für einen angenehmen Lesefluss.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Dystopie, als Krimi halbwegs gut, 22. Juli 2013
Ich habe dieses Buch spontan aus der Leihbücherei mitgenommen, weil der Klappentext mich ansprach. Nach knapp einer Woche habe ich es jetzt ausgelesen, was bei meinem Leseverhalten Folgendes aussagt:
1. ist das Buch interessant genug, um es immer wieder, auch nach Unterbrechungen, zur Hand zu nehmen und weiterzulesen (und das bei einer doch beachtlichen Stärke von >800 Seiten);
2. ist es jedoch nicht so spannend, dass ich Tag und Nacht gelesen und nach kürzester Zeit fertig gewesen wäre.

Zur Handlung:
Das Buch will zweierlei sein. Es will eine Dystopie schildern, ein Europa ohne Strom, das langsam aber kaum aufhaltbar in Chaos und Anarchie versinkt. Auch die restliche Welt bleibt nicht unbetroffen. Und es will eine Krimihandlung darin einbetten, in der nach den unbekannten Urhebern gesucht wird, Verfolgungsjagden stattfinden, im real life ebenso wie im Internet, mit einem Showdown am Schluss. Gelingt das?
Der erste Zweck wird in meinen Augen unbestritten perfekt erreicht. Ich weiß nicht viel über Stromerzeugung und Leitungsnetze, aber was ich weiß, stimmt mit dem Buch absolut überein. Da ich auch mit öffentlichem Krisenmanagement zu tun habe, kann ich mich in die geschilderte Situation sehr gut einfühlen. Die Beschreibungen sind inhaltlich völlig korrekt und auch gut wiedergegeben. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne.

Die darin enthaltene Krimihandlung ist auf den ersten Blick spannend, letztlich aber doch etwas sehr eindimensional. Der Klappentext spoilert den einzigen Moment (die mysteriösen E-mails), in dem Gut und Böse verschwimmen, schon einmal ganz stark. Viel bleibt dann nicht mehr übrig. Und natürlich haben die Guten immer doch (gerade) noch die Ressourcen, die sie brauchen (aber wie Amateure eine Diesellok kapern, kurzschließen, und damit schnell einmal von Aachen nach Brüssel fahren, das schau ich mir an!). Je mehr die Handlung dem Schluss zustrebt, desto weniger nachvollziehbar wird sie, bis hin zum Showdown im Hotel. Und das Schlusskapitel ist vollends unrealistisch. Die beiden schließen sich einer Demo gegen die italienische Regierung an? Nachdem sie die ganze Zeit ihr Bestes gegeben haben, um die Seite der öffentlichen Ordnung zu unterstützen? Fällt ihnen nach all dem nichts Konstruktiveres ein? Dass es noch eine lange Zeit lang zu Versorgungsengpässen und Rezessionen kommen wird, macht das Buch eh sehr deutlich, und auch diesen beiden intelligenten Menschen muss es mehr als klar sein, wenn auch nicht den Normalverbrauchern (oder eben nicht mehr Verbrauchern) auf der Straße. Den Schluss hätte der Autor also ruhig noch einmal überarbeiten dürfen, der trübt den Gesamteindruck des Buches leider schon etwas.
Stilistisch hat mir dafür sehr gut gefallen, wie einerseits zwischen der Schilderung der Gesamtsituation sowie der Anstrengungen der Krisenstäbe und Einsatzkräfte, und andererseits Bollard und Manzano mit ihren Unterstützer(inne)n gewechselt wird. Hier ist das Drehbuch für einen Film praktisch schon perfekt vorbereitet, und wer Katastrophenfilme mag, der wird sich sofort darin zurechtfinden.

Was andere kritisierten - die Personenführung - hat mir eigentlich besonders gefallen: dass nicht mit Gewalt versucht wurde, den Figuren mehr "Charakter" zu verleihen. Sie werden genau so alltäglich geschildert, wie sie nun einmal sind, keine außergewöhnlichen Fähigkeiten (bis auf Manzano, vielleicht, der selbst angeschossen noch durch halb Europa kommt und sich dann noch komplette IP-Adressen merken kann). Sehr gut geschildert habe ich auch die Problematik gefunden, der sich Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Behörden gegenübersehen: Meine Familie ist genauso bedroht - helfe ich ihnen, oder bleibe ich auf meinem Posten und arbeite für die Allgemeinheit?
Wie gesagt, das sowohl realistische als auch gut recherchierte und geschilderte Szenario verdient 5 Sterne, für die eher mäßige Krimihandlung gibt es einen Stern Abzug, somit 4 insgesamt. Ein kleines Plus gibt es noch für die darin enthaltene Aktualität (Fukushima, Stuxnet), die es sehr mit unseren eigenen Erlebnissen in Einklang bringt. Eine Leseempfehlung gebe ich also für das Buch auf jeden Fall!

PS: Wieder einmal nehme ich mir vor, die Wasser-, Lebensmittel- und sonstigen Notvorräte zuhause zu überprüfen und aufzustocken. Und wieder einmal weiß ich, dass ich es nicht tun werde. Aber vielleicht nehme ich beim nächsten Einkauf doch etwas mehr mit, als ich gleich brauche. Wer weiß.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannungsreiche Real Fiction, 26. Dezember 2013
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman (Taschenbuch)
In ganz Europa geht auf einmal das Licht aus - an einem kalten Februartag in einer nahen Zukunft bricht die Stromversorgung zusammen. Alle Versuche, die Kraftwerke wieder zum Laufen zu bringen, scheitern. Die Folge: Dunkelheit, Kälte, Zusammenbruch der Wasser- und Lebensmittelversorgung, Ausfall der Kühlsysteme bei den AKWs. Die Verantwortlichen sind ratlos. Nur Manazano - einem italienischer Ex-Hacker - ist etwas aufgefallen. 799 Seiten benötigt er, um die Welt zu retten. Danach ist er ziemlich zerschrammt. Spannender, gut recherchierter Stoff - vielleicht hätte man es um gut 100 Seiten kürzen können (die Stimmungsbilder aus dem Berliner Regierungssitz bringen die Handlung eigentlich nicht so recht voran), dann wäre es ein perfekter Thriller geworden. Aber auch so: Leseempfehlung!
P.S. Ich glaube, ich werde so die eine oder andere Konserve einlagern, man weiß ja nie. Nach diesem Buch habe ich das Vertrauen, in unsere Sicherheitssysteme so ein wenig verloren....
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im ersten Drittel lesenswert, 31. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Just habe ich "Blackout" durch und will meinen Senf noch dazu abgeben.
Als ich das erste Drittel des Buches durch hatte, war ich ja noch ganz angetan von dem Buch. Jetzt kann ich nur noch sagen: Schade, dass der Autor einen kurzen, temporeichen Roman auf diese 400 Seiten auswälzen musste. Naja, vielleicht war die Längenvorgabe vom Verlag. Er hätte es sich schenken sollen. Dann wäre er mit den Zustandsbeschreibungen in den ersten Tagen auch nicht so oft durcheinandergekommen, denn die sind ganz offensichtlich nachträglich eingefügt.

Die Umwelt-Beschreibungen, die bürgerkriegsähnlichen Zustände, die Meinungen der Konzernchefs, etc. wirken in ihrer ständigen Wiederholung nur noch konstruiert, um alles in Länge zu ziehen. Diese Passagen überfliegt man nur noch, weil in der Handlung kein Fortschritt zu erkennen ist. Selbst die mehrfachen Blessuren und Verhaftungen des Hauptprotagonisten Manzano sind nur noch Wiederkäuen aus dem ersten Drittel. Das macht keinen Spaß mehr beim Lesen. Und die Witzigkeit der "Doris-Day-ähnlichen" Figur der Angström mit der Shannon (als ebenfalls asexuelle) Mitberwerberin gibt sich auch ziemlich schnell.

Und das Mainstream-Ende ist geradenach beschämend. Wir sind die Guten, wir machen es besser wie die Terroristen. BND,CIA,NSA und die Totalüberwachung sind glorreich und vernünftig. Kernkraft ist böse. Die Welt ist gut wie sie ist. Natürlich kommt nur ein nebensächlicher Protagonist zu Tode und das Happy-End ist kaum erkennbar. Schwach - sehr schwach! Die Auseinandersetzung mit den Ideen der "Reset-Anarchisten" findet nicht statt. Ein Umbau der Weltordnung ist nicht gewünscht, ein Neuanfang für die Menschheit unmöglich. Money makes the World go round. Thats the way it is and (que sera, sera...) it ever will be.
Sorry - aber in der vorliegenden Form ist Blackout ein Roman, den ich nicht noch einmal lesen werde, weil ich mir sicher bin, nichts neues mehr darin entdecken zu können. Ich habe schon bessere Spiegel-Bestseller gelesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich kann die Langatmigkeit nur bestätigen ..., 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman (Taschenbuch)
Ich bin jetzt bei ca. Seite 300 und bin extrem gelangweilt. Die vielen Schauplätze und die zahlreichen Charaktere sind extrem verwirrend und erschweren das Lesen, noch dazu fehlt jede Möglichkeit zur Identifikation mit den Protagonisten.
Außerdem kann ich den anderen negativen Rezensionen nur zustimmen: Das Ganze ist äußerst unrealistisch, und das beginnt bereits mit der ersten Seite: Warum sollte es aufgrund eines Ampelausfalls gleich zu so einem dramatischen Verkehrsunfall kommen? Man fährt doch nicht drauf los, wenn eine Ampel ausfällt – ich kann mir eher vorstellen, dass diejenigen, die vorher noch "grün" hatten, vorsichtig stehen bleiben (und nicht die, die eigentlich auf "rot" stehen, bei Stromausfall aufs Gas springen).
Auch später werden die Folgen viel zu dramatisch beschrieben. Offensichtlich gibt es in ganz Europa keine Flüsse oder Seen, aus denen man sich Wasser für die Toilettenanlagen holen kann. Dass Kühe bei zwei Tagen ohne Futter und Heizung gleich tot umfallen, halte ich auch für mehr als übertrieben.
Wie schon andere vor mir geschrieben haben: Die Handlung ist sehr seicht, die Charaktere sind sehr oberflächlich und unpersönlich (und ja, mich nervt das mit den Nachnamen auch extrem! Gerade am Anfang weiß man nicht, ob man es nun mit einer Frau oder einem Mann zu tun hat). Immer wieder tauchen Widersprüche auf – die Fernsehsender haben Strom, die Atomkraftwerke stehen dagegen alle kurz vor dem Zusammenbruch etc.
Fazit: Hab mir von der Idee des Buches wirklich viel erwartet, aber bis jetzt ist absolut keine Spannung aufgekommen. Ob die Recherche über die Hintergründe des Stromnetzes gut ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich keine Ahnung von diesen technischen Details habe. Glaubwürdig geschrieben ist das Buch jedenfalls nicht. Und ich bin auch der Meinung, dass die meisten dieser 5-Sterne-Rezensionen gefakt sind – sie klingen alle gleich und sind auch stilistisch bzw. in puncto Orthografie sehr ähnlich. Für mich war das definitiv auch das letzte Marc-Elsberg-Buch.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis in den Alltag, 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman (Taschenbuch)
verfolgte mich die Story. Ob beim Rauschen im Radio oder er Ertönen der Sirenen, immer der Schreckmoment: Jetzt ist es passiert: ES, das Chaos durch europaweiten Stromausfall.
Spannend und realistisch geschrieben, da war die Liebesgeschichte gar nicht mehr nötig. Oder eben doch: Als Unterscheidung zum wirklichen Leben, denn die Hauptfigur war eben kein Held, sondern nur ein besonders aufmerksamer und in seinem Feld informierter Mensch. Könnte jeden Tag geschehen...bis auf eben die Liebe nebenbei zu finden.
Mehr davon bitte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fängt gut an, lässt aber nach, 12. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman (Taschenbuch)
Da meine vorhergehenden Rezensenten schon einiges zum Inhalt unterbreitet haben, spar ich mir diesen Teil. Der Wert dieses Buches lässt sich nicht absprechen: es regt zum Nachdenken an. Und zwar so sehr, dass ich schon angefangen habe mir den von der Bundesregierung empfohlenen Notvorrat anzulegen und es auch sicher nicht bereuen werde. "Blackout" macht deutlich, wie die einzelnen Menschen und Institutionen mittlerweile voneinander abhängig geworden sind und wie angreifbar unsere Gesellschaft ist. Ronald Wright sagte zur heutigen Situation in seinem Buch "Eine kurze Geschichte des Fortschritts: "Als wir die Leiter des Fortschritts empor kletterten, haben wir die hinter uns liegenden Sprossen zerbrochen. Es gibt kein Zurück, das nicht in eine Katastrophe führen würde".
Genau diese Katastrophe hat Marcus Elsberg detailreich skizziert und so realistisch dargestellt, dass einem als normaler Bürger nichts anderes übrig bleibt, als sich zukünftig Gedanken über unsere gesellschaftlichen Verhältnisse zu machen.

ABER:
Trotz der Anschaulichkeit und der Aktualität des Themas muss ich zwei Sterne abziehen. Die Geschichte fängt zwar spannend ab, lässt aber gegen Ende stark nach - wie ich fand. Es punktete in der ersten Hälfte noch mit dem Schockmoment des Stromausfalls und dessen Folgen, aber dümpelt dann eher langatmig vor sich hin. Es werden meines Erachtens zu viele Charaktere eingeführt bzw. angesprochen, die man getrost hätte weglassen können, ohne dass es dem Inhalt geschadet hätte.
Desweiteren haben mich das Ende und vor allem die Ursache des Blackouts etwas unbefriedigt zurückgelassen. Gern hätte ich mehr über die Strippenzieher und deren Motive erfahren (wirkt bisweilen doch eher klischeebeladen) - aber wahrscheinlich lag der Fokus bei Elsberg mehr auf den Auswirkungen dieser Situation.

Fazit:
Gute Unterhaltung und hinsichtlich der Aktualität des Themas empfehlenswert, allerdings etwas trocken gegen Ende.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Realistisches Szenario, 1. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman (Taschenbuch)
Das Elsberg mit Professionals aus der IT- und Energieversorgungsbranche geschrieben hat, nehme ich - mit mehreren Jahren in der Branche - bedenkenlos ab. Die fachlichen Teile diesbezüglich sind mit drei Schwachstellen glaubwürdig und realitätsnah beschrieben:

a) Das zentrale Kommunikationsmittel der "Gruppe" ist ein nur schwach gesichertes Nachrichtensystem, auf dem in l33t kommuniziert wird. In der Realität haben Terroristen zwar Passwörter in l33t verwendet, z.B. Th3 P4th (The Path), aber eben nur als schwaches Passwort zu starker Kryptographie (im konkreten Falle Truecrypt). Auch Terroristen stehen inzwischen Produkte wie GPG zur Verfügung, auch wenn sie diese nur begrenzt einsetzen.

b) Geht man außerdem von den Kenntnissen einiger Mitglieder der "Gruppe" aus, könnte man durchaus erwarten, dass sie bspw. per Jabber über einen eigenen Server mit OTR kommunizieren. Wer selbst in großem Stil IT-Systeme angreift wird ebenfalls auf die Idee kommen, seine eigenen Systeme regelmäßig mit Metasploit und Nessus zu testen und bessere Login-Methoden als Username + Passwort zu verwenden (z.B. ein OTP). Dieser Komplex war - vielleicht auch der Dramaturgie geschuldet - ein wenig unglaubwürdig einfach gestrickt. Echte Terrorgruppen kommunizier(t)en über Entwurfs-Ordner in Freemail-Programmen oder über USB-Sticks/DVD, die von Kurieren überbracht wurden.

c) Finanzflüsse würden heute wohl eher über Crypto-Währungen wie Bitcoin oder das Hawala-System transferiert werden und nicht über ein Geflecht von Firmen. Man muss sich hier klar machen, dass das, was man von Amazon oder Apple hört, nicht über irgendwelche dunklen Kanäle läuft, sondern völlig transparent ist, da es schlicht legal ist. Die organisierte Kriminalität verwendet dagegen Bargeld/Edelmetalle/Diamanten oder eben Wechsel-Systeme wie Hawala. Internetkriminelle arbeiten dagegen häufig auf Basis der übliche Kanäle (Überweisungen, Schecks, Prepaid-Guthaben, PayPal) und waschen das Geld über Dumme, die für sie "Finanzdienstleistungen" erbringen.

Ansonsten erinnerten mich viele der Beschreibungen an die Notfallszenarios, die aus den 80ern für einen ernsten Störfall (INES 4+) im KKW Biblis stammen.

Den Mindset der "Gruppe" würde ich als ebenfalls als realistisch einschätzen; Manzano passt als ambivalenter Charakter, der mit seinen Frauengeschichten an Assange erinnert. Interessant (und realistisch) wäre gewesen, hätte sich eine von Manzanos Frauengeschichten als auf ihn angesetzt herausgestellt. In Anbetracht seiner fiktiven Vergangenheit wäre er sicher bei den entsprechenden Stellen früher aufgefallen.
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BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman von Marc Elsberg (Taschenbuch - 17. Juni 2013)
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