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54
4,6 von 5 Sternen
Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2012
Dieses ist nun meine dritte Begegnung mit Flavia und alles, was ich über die Vorgängerbücher geschrieben habe, trifft auch hier wieder zu. Man muss die ersten beiden Bücher nicht gelesen haben, um die Handlung des dritten zu verstehen, aber es wäre schade, wenn man Flavia nicht von Anfang an richtig kennenlernen würde.

Zum Inhalt ist nicht viel zu sagen. Es geschieht natürlich ein Mord und die Zahl der Verdächtigen ist nicht gerade klein. Wenn man denkt, so langsam hinter das Schema schauen zu können, fühlt man sich getäuscht. Bis zur letzten Seite bleibt der Täter im Verborgenen. Dass er zum Schluss doch noch gefasst wird, sind nicht DNA-Analysen oder Recherchen im Internet zu danken - die gab es zum Zeitpunkt der Handlung noch lange nicht. Nein, bei Flavia ist alles noch Hand- und Geistesarbeit. Damit setzt sich Alan Bradley erfrischend von der Masse der Krimischreiber ab.

Sicher ist man als Leser bestrebt, das Motiv und die Identität des Mörders zu enträtseln, aber das ist nicht das Wichtigste und Schönste an den Büchern. Es ist die Protagonistin schlecht hin und die Art und Weise, wie der Autor die Geschichte erzählt. Sie kommt locker flockig daher, ist gewürzt mit prickelndem Humor und versetzt den Leser in eine vergnügliche Stimmung. Die Heldin muss man einfach lieb haben. Ich würde fast so weit gehen, dass Flavia und ich schon richtig gute Freundinnen geworden sind. Leider kann ich ihr dies nicht selbst sagen und weiß doch, wie sehnsüchtig sie sich eine wünscht. Aber sie hat ja noch Gladys - ihr Fahrrad. Gladys ist immer für sie da, verlässlich, treu und mutig - wie es eine Freundin sein sollte. Was wäre Flavia ohne sie? Aufgeschmissen. Das weiß Flavia und wenn ihre Schwestern sie wieder einmal gepiesackt haben bis zum Geht-nicht-mehr, ist Gladys da, der sie ihr Herz ausschütten kann. Allerdings muss man gestehen, dass Flavia oft nicht gerade unschuldig an der negativen Energie ist, die in ihrem Elternhaus herrscht. Gerne setzt sie ihr Wissen auf dem Gebiet der Chemie ein, um eine Substanz in ihrem Labor zu entwickeln, mit der wiederrum sie das Leben ihrer Schwestern zum Brodeln bringt. Es ist demnach nie langweilig im Haus und so das Buch auch nicht. Es verspricht kurzweilige, unterhaltsame, humorvolle, spannende Lektüre und wer dem Charme der Protagonistin nicht unterliegt, sollte lieber nicht mit ihr und Gladys durch die Wiesen pesen, sondern sich lieber einem anderen Buch zuwenden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 18. Februar 2012
Der 3. Band in der Flavia de Luce Reihe knüpft nahtlos an die vorhergehenden an, ist genauso aufgebaut und mit allen Personen sowie dem sonstigen drumherum ausgestattet die die ersten beiden Romane so erfolgreich machten. Der Autor Alan Bradley erzählt mit Wortwitz eine spannende und bezaubernde Geschichte um unsere neunmalkluge Jungdetektivin und wer Flavia mag, wird sich auf dem Gutshaus Buckshaw von Anfang an heimisch fühlen und ein paar vergnügliche Lesestunden verbringen.

Der Jahrmarkt bzw. die Kirmes hat Einzug gehalten im beschaulichen Bishop's Lacey und Flavia ist natürlich mittendrin im Getümmel. Dummerweise steckt sie unbeabsichtigt das Zelt der Wahrsagerin in Brand und fühlt sich dann verpflichtet der Schaustellerin zu helfen was sich in Kürze als folgenschwerer Fehler herausstellen sollte. Aber was heisst Fehler? Wenn ein Verbrechen geschieht muss dies natürlich aufgeklärt werden und wer eignet sich da besser als Tausendsassa Flavia die wiederum ganz elektrisiert auf eigene Faust ermittelt und ganz in ihrem Element ist.

Es ist die entzückende und pfiffige Flavia Sabina de Luce die mich mit ihrem Wesen erneut in ihren Bann gezogen hat und die unangefochtene Hauptperson in diesem Kriminalroman ist. Ihr ist die volle Aufmerksamkeit des Leser sicher und sie stellt sich dieser Herausforderung, trotz ihrer erst elf Lebensjahre, wie gewohnt bravurös. Ihre Art zu denken, den Sachen auf den Grund zu gehen und ihr fast respektloses Vorgehen lies mich mehr als einmal Schmunzeln. Diesmal ist der aufzuklärende Kriminalfall deutlich verworrener als beim vorhergehenden Fall und stellt Flavia vor einige knifflige Aufgaben. Die ständigen kleinen Streitereien und boshaften Streiche mit ihrem Schwestern Feely und Daffy machen ihr das Leben nicht einfacher aber bedeutend interessanter... zum Glück hat sie ihr Chemielabor in dem sie sich abreagieren und ihre innere Ruhe finden kann.

Das was die diese Reihe um Flavia de Luce auszeichnet ist meiner Meinung mittlerweile auch ihre grösste Schwäche. Es gibt nichts und niemanden der Flavia auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Ich wünschte mir, dass der Autor Alan Bradley in den zukünftigen Romanen eine Figur mit einbauen würde die Flavia auf Augenhöhe begegnet. Nicht falsch verstehen, ich mag fast alles an dieser Serie aber für mich wäre es nun an der Zeit einen zusätzlichen Reizpunkt zu setzen. Natürlich ist diese Buchserie eine einfache Lektüre mit einer überzeichneten Hauptdarstellerin aber mir gefällt sie wie sie ist und ich finde sie herrlich erfrischend und entspannend.

Wer Flavia de Luce noch nicht kennt sollte nicht unbedingt mit diesem Roman beginnen und den ersten Fall "Mord im Gurkenbeet" lesen der meiner Meinung nach zugleich der bisher Beste ist. Ich freue mich jetzt schon auf den 4. Band!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2014
In Flavias drittem Fall dreht sich alles um den brutalen Überfall einer Zigeunerin, die ihr Geld durch Wahrsagerei verdient, sowie um den Mord eines kleinen zwielichtigen Halunkens, den Flavia kurz zuvor noch des Nachts im eigenen Kaminzimmer antraf.
Der Krimi beginnt mit einem Jahrmarkt in Bishpo's Lacey, auf dem sich Flavia die Zukunft vorhersagen lässt und dabei auf die gewohnt abenteuerlich-unbeabsichtgte Weise das Zelt der Wahrsagerin in Flammen aufgeht. Flavia bietet der Zigeunerin daraufhin an, auf den Land ihres Familiensitzes zu übernachten und ist damit schon mittendrin im nächsten Abenteuer.

Flavia de Luce ist eine der ungewöhnlichsten "Ermittlerinnnen", die ich kenne. Mit ihren 11 Jahren und ihrer Liebe zur Chemie - insbesondere zu Giften - ist sie ein überaschend erfrischende Protagonistin, die sich in absolut keine Schublade stecken lässt. Sie ist eine moderne Pippi Langstrumpf für Erwachsene. Aber auch die anderen Charaktere zeichnet Bradley ähnlich liebenswert-verschroben. Die leichte morbide Atmosphäre dieser Reihe fesselte mich bereits beim ersten Buch.

In ihrem dritten Fall meinte ich noch einmal eine Steigerung gegenüber den beiden vorangegangenen Büchern feststellen zu können. Außerdem werden einige Handlungsstränge der älteren Bücher wieder aufgegriffen. Wir treffen auf alte Bekannte und erfahren - und das fand ich besonders spannend - mehr über Flavias Mutter, die beim Bergsteigen verunglückte, als Flavia noch ganz klein war.

Leidiglich eine Stelle innerhalb des Buches war mich nicht ganz verständlich. Im letzten Drittel des Buches beschließt Flavia einen alten Bekannten im Altenheim zu besuchen. Sie erfährt entscheidende Dinge von ihm. Mir wurde allerdings nicht ganz klar, wie sie überhaupt auf die Idee kam, ihn zu besuchen. Bis zu diesem Zeitpunkt spielte er innerhalb dieses Buches keine Rolle.

Bis auf diese Kleinigkeit fand ich das Buch aber wieder gewohnt originell.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2013
Flavias Leben ist weiterhin geprägt vom Kampf gegen die Gemeinheiten ihrer beiden älteren Schwestern und ihren chemischen Versuchen. Der Besuch auf einem Jahrmarkt soll da Abhilfe schaffen. Dummerweise steckt Flavia dabei versehentlich das Zelt der Wahrsagerin in Brand. Um ihre Schuld zu begleichen, erlaubt sie der alten Dame auf einem Waldstück zu campieren, das zum Anwesen der Familie de Luce gehört. Doch schon in der ersten Nacht greift jemand die Wahrsagerin an und schlägt ihr den Schädel ein. Die Frau überlebt nur, weil Flavia nicht schlafen kann und sie rechtzeitig findet. Die junge Hobbydetektiv will natürlich herausfinden, wer der Angreifer gewesen ist, doch die Polizei ist mal wieder nicht begeistert von ihrer Mithilfe.

Bei ihren heimlichen Untersuchungen trifft Flavia auf Porcelain, die Enkelin der Wahrsagerin, - und gemeinsam mit auf die Leiche von Brookie Harewood, der am Poseidonbrunnen des de Luce-Anwesens baumelt. Jetzt hat es Flavia nicht nur mit einem nächtlichen Angriff, sondern auch noch mit einem richtigen Mord zu tun. Die Sache wird umso brisanter, da Flavia Brookie kurz vor seinem Tod nachts im Haus der de Luces ertappt hat. Was hat er da nur gewollt? Ihre Nachforschungen bringen Flavia auf die Spur von Kunstbetrügern, einer merkwürdigen Sekte und den tragischen Folgen nicht eingestandener Schuld.

Dieser dritte Band der Reihe um Flavia hat mir bedeutend besser gefallen als der zweite. Die Handlung nimmt recht schnell Fahrt auf, auch wenn es bis zum eigentlichen Mord etwas dauert - aber die Ermittlungen im Fall der Wahrsagerin sind immerhin auch schon spannend. Flavia ist so altklug, zynisch und arrogant wie immer, bekommt jedoch auch zunehmend menschlichere Züge, vor allem dann, wenn es um ihre verstorbene Mutter geht. Die Handlung ist logisch aufgebaut und die Auflösung der Fälle in sich schlüssig. Man sollte bei diesen Krimis keine großen Actionszenen erwarten, Flavia ermittelt eher heimlich und im Stillen. Wer jedoch diese Art von Krimi mag und die ungewöhnliche Ich-Erzählerin sympathisch finden kann, der sollte sich die Reihe ruhig einmal anschauen. Die Bücher lesen sich angenehm und schnell (manchmal etwas zu schnell, gerade wenn man eine lange Bahnfahrt macht), also ideale Kost fürs Schmöckern vor dem Einschlafen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2012
Mir hat der dritte Band über das detektivische Schaffen der Flavia de Luce - im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden - nicht mehr so gut gefallen. Natürlich ist die Art und Weise in der hier erzählt wird, etwas ganz besonders. Sehr lustig zu lesen und spannend erzählt. Was mir jedoch sehr negativ aufstösst ist der Umstand, dass in der Figur der Flavia überhaupt keine Entwicklung zu erkennen ist. Sie ist praktisch genauso wie im ersten Band, weder älter geworden, noch hat sie sonst eine Art Reifeprozess durchgemacht. Daran ändert auch nicht der Umstand, dass sie an einigen Stellen auf die vorherigen Fälle verweist. Somit wird die Flavia immer mehr zu einer Kunstfigur (die sie natürlich auch ist) mit unveränderlichem Habitus - was sie vom Rest der Welt unterscheidet. Dabei wäre es durchaus interessant zu sehen, wie sich Flavia entwickelt, ausgehend von ihrem Alter mit 11, Erfahrungen macht, neue Erkenntnisse gewinnt und verarbeitet und das alles mit dem ihren eigenen, liebenswerten Charme. Leider findet sich davon nichts im dem Buch und leider ist damit auch der nächste Band vorhersehbar. Mal sehen und lesen...
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2011
Endlich nach langem, langem, einjährigem Warten seit Flavias letztem Abenteuer (Mord ist kein Kinderspiel), ist Flavia zurück! Eins gleich vorneweg: Das Buch ist bezaubernd, wie die anderen beiden, es liest sich klasse und das Wichtigste - Flavia ist ganz die alte: frech, unglaublich klug, charmant und einfach liebenswert!

Gleich zu Beginn des Buches wird diesmal bereits das erste Verbrechen verübt: Flavia steckt ausversehen das Zelt der Wahrsagerin auf der Kirmes an! Etwas durch ein schlechtes Gewissen geplagt, versucht Flavia es wieder gut zu machen und lädt die Wahrsagerin ein vorerst auf dem Gelände von Buckshaw mit ihrem Wohnwagen zu bleiben. Doch dann geht es Schlag auf Schlag und ehe Flavia 3-Mal ihre Lieblingsgifte aufzählen kann, passiert ein Verbrechen nach dem anderen! Unsere Flavia ist natürlich immer am Ort des Geschehens und so ist es quasi ihre Pflicht Inspektor Hewitt mal wieder bei den Ermittlungen zu helfen - und der hat ihre Hilfe ja auch nötig!

Der ganze Fall ist diesmal verworrener als der letzte und Alan Bradley hat für uns auch so manchen Twist eingebaut, so dass der Fall überraschend und sehr spannend ist. Wir lernen dabei neue Charaktere kennen, treffen aber auch auf jede Menge altbekannte - gleiches gilt für die Handlungsorte. Alles ist dabei wieder liebevoll von Alan Bradley durch die Augen und besonders Worte unserer Flavia beschrieben und es macht einfach Spaß den Fall mit Flavia zu lösen. Auch die Chemie - Flavias große Leidenschaft kommt dabei natürlich nicht zu kurz!
Ganz nebenbei erfahren wir im Buch einige Neuigkeiten zu Flavias Familienverhältnissen und es wird immer mehr Spannung, um Harriet und das Erbe von Buckshaw aufgebaut - was gut und gerne, der von Alan Bradley angekündigte alle 6 Flavia de Luce Bücher umspannende Plot sein könnte - hier dürfen wir weiterhin gespannt sein! Dabei kommen uns auch Flavias Vater und ihre Schwestern Feely und Daffy wieder näher - obwohl die Schwestern immer noch arge Gemeinheiten für Flavia geplant haben. Aber Flavia meistert natürlich alle Schwierigkeiten und lässt sich nicht unterkriegen- sonst wäre sie auch nicht Flavia de Luce!

Das einzige wirklich traurige am Buch ist, dass es nach der letzten Seite vorbei ist und wir uns nun wieder gedulden müssen bis Flavia weiter ermittelt und wir mehr über sie und ihre Familie erfahren! Flavias nächster Fall soll laut Alan Bradley einige Fragen zu Flavias familiäre Situation und Buckshaw beantworten - wir dürfen also gespannt sein, wenn es wieder heißt: Flavia ist zurück - endlich!!!
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am 3. Mai 2015
3,5 Sterne

Also die Cover sind wirklich toll gemacht! Ich liebe ja Scherenschnitte und die Stimmung der Bücher wird da wunderbar transportiert - leicht morbide und mit einer guten Portion trockenem Humor. Der Autor ist sich auch im dritten Band seinem Schema gleichgeblieben. Der Schreibstil ist wirklich was besonderes und aus der Sicht von Flavia eine erfrischende Abwechslung.

Nur wenige Monate nach dem Mord an dem Puppenspieler stolpert die 11jährige Flavia wieder über eine Leiche. Dieses Mal hält sie auch bewusst Informationen zurück, die der Polizei weiterhelfen könnten, denn Inspektor Hewitt scheint in ihr nicht die hilfsbereite Ermittlerin zu sehen, die Flavia gerne sein würde.
Der Start war hier anders als in Band 2 gleich mit einigem Rummel verbunden und es gibt einige Hinweise und Spuren, die die kleinen grauen Zellen zum Rattern bringen. In der ersten Hälfte fand ich das Gleichgewicht zwischen dem Tempo der Handlung und Flavias geistlichen Ergüssen gut ausgewogen, ab der zweiten Hälfte war es dann etwas langatmiger und hätte mit mehr Spannung aufwarten können.

Schön finde ich in dieser Reihe, dass man das Dort Bishop's Lacey und seine Bewohner immer besser kennenlernt, da fühlt man sich immer mehr zu Hause. Natürlich kommt einem auch Flavia immer näher - ein sehr einsames Mädchen, das nie wirklich tiefe Gefühle erfahren durfte. Der Vater hat sich nach dem Tod ihrer Mutter sehr zurückgezogen, trotzdem weiß sie auf eine verschrobene Art, dass er sie liebt. Ihre beiden älteren Schwestern sind einfach nur ätzend zu ihr und geben ihr das Gefühl, von niemandem gewollt zu sein. Dadurch hat Flavia eine sehr eigenwillige Methode gefunden, mit dieser Ablehnung fertig zu werden: sie flüchtet in die geistige Welt der Fantasie auf eine eher sarkastische Weise und widmet sich mit viel Eifer ihrem größten Hobby, der Chemie. Dadurch wirkt sie sehr erwachsen und natürlich auch äußerst merkwürdig - aber es kommt auch immer wieder das Kind in ihr durch und die Sehnsucht nach Gesellschaft und einer Freundin, der sie sich anvertrauen kann.

Bei der Aufklärung gab es viele Verwicklungen, bei denen man lange nicht so richtig durchblickt, zumindest mir ist es hier etwas schwerer gefallen. Das Ende war aber stimmig und insgesamt gut durchdacht - allerdings hätte man es etwas dramatischer gestalten können, aber das ist halt nicht Flavias Art :D

Fazit

Ein unterhaltsamer dritter Band der Reihe, der stellenweise etwas träge war. Die Wortspielereien des Autors sind einfach köstlich, die Protagonistin herzerfrischend und die Atmosphäre gut gelungen. Bin gespannt auf die Fortsetzung!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Flavia de Luce Reihe

1 - Mord im Gurkenbeet
2 - Mord ist kein Kinderspiel
3 - Halunken, Tod und Teufel
4 - Vorhang auf für eine Leiche
5 - Schlussakkord für einen Mord
6 - Tote Vögel singen nicht
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Nach dem ersten Schreck, als ich begriff, dass ich noch vor ein paar Stunden mit jemandem gesprochen hatte, der inzwischen im Jenseits weilte, packte mich die Neugier.
Ich hatte keine Angst vor Leichen. Im Gegenteil, augrund meiner beschränkten Erfahrung wage ich zu behaupten, dass ihr Anblick mich geradezu aufleben lässt. Ein Toter ist viel interessanter als ein Lebender, und die meisten Leichen haben sogar die spannenderen Geschichten zu erzählen. Ich schätze mich glücklich, bereits die Bekanntschaft mehrerer Leichen gemacht zu haben. Genau genommen war Brookie die dritte.
Jetzt erkannte ich auch, was da in der Sonne glänzte. Aus Brookies Nase - nicht au seinem Mund- ragte etwas eher Flaches, Durchbrochenes aus Silber, das mich auf den ersten Blick an ein längliches Medaillon denken ließ.An seinem Ende hing ein Tropfen von Brookies Blut.
Aus dem flachen, länglichen Silber war ein Hummer herausgestanzt, und darunter war das Monogramm der de Luces eingraviert.
Es war eine silberne Hummergabel - aus unserem Familiensilber!
Ein solches Besteckteil hatte ich zuletzt bei Doggers Putzaktion auf dem Küchentisch liegen sehen.
Die Gabel lief in zwei Zinken aus, die wie Fühler einer Schnecke aussahen und dazu dienten, das rosige Fleisch aus der Hummerschale zu pulen- und die jetzt wohl in Brookies Harewaoods Hirn steckten.
Tod durch Familiensilber, ging es mir durch den Kopf.

(Halunken, Tod & Teufel, Seite 105).

Mit einem brennenden Zelt einer Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt beginnt der dritte Fall mit Flavia de Luce, wobei die sonst so coole Elfjährige für eben diesen Brand verantwortlich ist. Bestürzt über das tragische Versehen bietet die hilfsbereite Flavia der Versehrten Obdach auf dem Familiensitz Buckschaw an. Doch die Tragik nimmt trotz aller guten Absichten ihren Lauf: die alte Fenella wird zunächst übel beschimpft und mit Vorwürfen bezüglich des Todes eines Kindes in der Vergangenheit überhäuft und dann wird die alte Frau auch noch Opfer eines brutalen Angriffs, den sie nur schwerverletzt übersteht. Flavia steht vor einem Rätsel, aber auch wenn sie selbst eigentlich nicht abergläubisch ist, ist das plötzliche Auftauchen des Wilderes Brookie Harwoods im väterlichen Salon zu früher Morgenstunde ein weiteres Mysterium. Obwohl die seltsamen Warnungen vor einem Geist auf Buckshaw aus dem Munde des rothaarigen Eindringslings eher komisch, denn gruselig wirken, stellt sich die Frage, welche geheimnisvollen Vorgänge den Familiensitz der de Luces auf einmal umgeben. Als Flavia den höchstwahrscheinlich kriminellen Machenschaften des rätselhaften Mannes und anderer im nahegelegenen Ort nachgeht, ahnt sie nicht, dass sie bald die Gelegenheit haben wird, einen weiteren Mordfall in ihrer nächsten Umgebung aufzuklären. Ein unzweifelhaftes Vergnügen für die unerschrockene Chemikerin, die damit ihrem Traum bei Inspektor Hewitt und seiner Frau zum Tee geladen zu werden, wieder ein Stück näher rückt...

Wieder einmal verbindet Alan Bradley ein älteres Rätsel bzw. einen früheren Todesfall mit einem aktuellen Mord. Flavia de Luce hat alle Hände voll zu tun, die Zusammenhänge zu klären, wobei sie diesmal auch ein Puzzleteil ihrer eigenen Vergangenheit entdeckt. Der schräge Charakter der jungen Heldin und ihr kluges Köpfchen sorgen wieder für angeregte Lesestimmung. Ein Wehmutstropfen ist, dass die Romane um Flavia de Luce immer kürzer werden So hat dieser Roman fast 50 Seiten weniger, wie der Erstling! Hoffentlich ist dies keine anhaltende Tendenz, denn jegliche Form der Dekadenz passt eindeutig nicht zu Flavia de Luces Charakter.
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am 22. Oktober 2012
Worum geht es:

Als das Zelt der Wahrsagerin Fenella in Flammen aufgeht, ist natürlich eine Person nicht weit. Okay, genau genommen ist Flavia sogar Schuld daran, dass die Kerze umfiel, aber was ihr die Alte da prophezeit hat, ist auch einfach unfassbar. Vom schlechten Gewissen gepackt, beschließt Flavia de Luce der Wahrsagerin auf dem Grundstück der de Luce's ein Fleckchen anzubieten, auf dem die alte Frau ihren Wohnwagen abstellen, und ein wenig zur Ruhe kommen kann.

Doch nur wenige Stunden später findet Flavia die Frau zusammengeschlagen in ihrem Wohnwagen auf, und spaziert beinahe anschließend an der Leiche des im ganzen Dorf bekannten Halunken Brookie vorbei.

Doch dieses Mal wird sich Flavia nicht so einfach von Inspector Hewitt abspeisen lassen.. und beginnt zu ermitteln.

Meine Meinung:

Die Flavia, ich könnte sie auffressen, so sehr vergöttere ich dieses Mädchen! Sie ist der wandelnde Gegensatz zu allen elfjährigen Pferdeschwanz- und Blumenkleidmädchen und hat es faustdick hinter den Ohren. Mit einer Prise Charme und einer gehörigen Portion Gewitzheit schafft sie es einfach jedes Mal, mich sofort um den Finger zu wickeln.

Natürlich ist dieses Buch, wie auch seine Vorgänger in erster Linie ein Krimi, dessen Handlung aber mehr oder minder in den Hintergrund rückt, und in den Schatten der liebenswert lustigen Gedankengänge und Aussagen Flavias rutscht. Trotzdem kommt die Spannung keine Minute lang zu kurz und man liest und liest, als würde man ebenfalls mit dem Inspektor um die Lösung des Falles im Wettstreit stehen.

DIe Charaktere sind herrlich ausgearbeitet, vielschichtig und durchgängig kennenlernenswert. Vor allem Dogger und Ms Mullet würde ich ja zu gerne mal persönlich treffen.

Einzig die Interaktion zwischen Feely und Daffy sind mir dieses Mal ein wenig zu kurz gekommen, aber der Anteil an On-und Off-Streitigkeiten ging dieses Mal an Porcelain, der Enkelin von Fenella.

Es gibt tatsächlich nichts, was mir an diesem Buch nicht gefällt, außer vielleicht die Tatsache, dass es bisher in Deutschland nur noch 1 weiteren Band gibt, der meine Flavia- Obsession stillen kann. Weitere sind aber in Planung!
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am 25. Juli 2012
Flavia DeLuce scheint Mord und Totschlag magisch anzuziehen. Schon wieder ist im kleinen Ort Bishop's Lacey ein Verbrechen passiert. Flavia findet die alte Zigeunerin, die ihr noch vor wenigen Stunden die Zukunft vorausgesagt hat, blutüberströmt in ihrem Wohnwagen. Und Flavia wäre nicht Flavia, würde sie nicht auf eigene Faust den Täter ermitteln. Von ihren Nachforschungen lässt sie sich weder von der örtlichen Polizei, noch von ihrem Vater abhalten.

Im dritten Band der Reihe gibt es keine langen Vorreden, das Verbrechen geschieht gleich am Anfang und die Spannung lässt nicht lange auf sich warten. Flavia legt auch gleich richtig los, geht jedem kleinen Hinweis nach und besucht alle, die auch nur annähernd in Bezug zum Verbrechen stehen könnten. Dabei kommen natürlich eine ganze Menge Personen und Verbindungen zusammen, die man jederzeit parat haben sollte. Leider habe ich beim Lesen eine längere Pause gemacht, so dass ich öfter mal nachblättern musste und mich nicht mehr an alles erinnern konnte. Das war gegen Ende dann aber kein Problem mehr, da man Flavias Schlussfolgerungen sehr gut folgen kann.

Zusätzlich zu dem spannenden Kriminalfall lernt man auch diesmal Flavias Familie und andere liebgewonnene Personen aus den ersten Bänden genauer kennen. Sie stehen zwar nicht im Mittelpunkt des Geschehens, aber trotzdem erfährt man einiges über die Geldsorgen des Vaters, die gemeinen Spielchen der Schwestern und vieles mehr. Auch von Flaivas Mutter Harriet ist öfter die Rede und ich bin gespannt, ob man in den Folgebänden noch genaueres über ihr Verschwinden erfährt.

Ich brauche zwar bei jedem Flavia-Band ein bisschen, bis ich mich eingelesen habe, aber dann fühle ich mich jedes Mal wieder zuhause in Bishop's Lacey, diesem englischen Dorf der 50er Jahre. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, den nächsten Teil zu lesen. Insgesamt hat mir Halunken, Tod und Teufel zwar nicht ganz so gut gefallen wie der Vorgänger, ist mir aber trotzdem 4 Sterne wert.
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