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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein filmreifer Mordfall - Flavia, die Vierte / I'm halfsick of shadows
Nach „Mord im Gurkenbeet“, „Mord ist kein Kinderspiel“ und „Halunken, Tod und Teufel“ ist „Vorhang auf für eine Leiche“ nun schon der vierte Fall für die mittlerweile 11-jährige Flavia de Luce, die mit ihrem Vater Colonel Haviland de Luce sowie ihren zwei älteren Schwestern Ophelia, genannt Feely (17...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2012 von CabotCove

versus
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen **** Achtung, Spoiler ****
Ich muß es leider sagen, aber Flavia's 4. Fall hat mich enttäuscht.

Dabei bringt der Autor alle Zutaten für einen guten Krimi in Stellung: angedeutete Bekanntschaften aus der Vergangenheit, mißgünstige Angestellte, belauschte Gespräche auf dunklen Fluren, ein eingeschneites Haus voller Verdächtiger.

Aber grade,...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2012 von m13


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen **** Achtung, Spoiler ****, 24. Oktober 2012
Ich muß es leider sagen, aber Flavia's 4. Fall hat mich enttäuscht.

Dabei bringt der Autor alle Zutaten für einen guten Krimi in Stellung: angedeutete Bekanntschaften aus der Vergangenheit, mißgünstige Angestellte, belauschte Gespräche auf dunklen Fluren, ein eingeschneites Haus voller Verdächtiger.

Aber grade, als man aus einem who-is-who-Eintrag Interessantes erfährt (und sich noch wundert, daß ausgerechnet Flavia das Offensichtliche nicht erkennt), eine Liste mit Verdächtigen aufreiht und sich noch auf ein paar Wendungen freut, kommt wie aus dem Nichts ein völlig absurder Showdown.

Ungereimtheiten:
- der Streit, den Tante Felicity belauscht haben will (S. 238)
- Inspektor Hewitts Gewese um die Länge der "Balkonszene". Phyllis Wyvern's Leiche wird erst Stunden später entdeckt, in diesem Zeitfenster kommt es auf ± 10/15 Minuten nicht an (zumal der Todeszeitpunkt nicht exakt festgelegt werden kann), die Täter hatten Gelegenheit genug, auch wenn der Mord wahrscheinlich eher früh am Abend begangen wurde. Wahrscheinlich dient das alles nur dazu, in der Bibliothek auf die alte Shakespeare-Ausgabe zu stoßen, mit der Buckshaw gerettet werden kann.
- und die Täter? Werden aufgrund der Knoten in dem Filmstreifen überführt. Der erste ein Seemannsknoten (laß ich gelten), der zweite eine Schleife, das "Markenzeichen" der zweiten Täterin (eventuell hat man Damen in den 50ern an ihren Zierschleifen erkannt, keine Ahnung. Ich zweifle etwas).
- Flavia's Gedankengang, mit dem sie den/die Täter identifiziert, ist nicht nachvollziehbar (S. 266). Jede Kleinigkeit wird sonst breitgetreten, aber ausgerechnet da fehlts. Sie blättert ein paar Seiten vorher in den alten Zeitschriften, aber von dem, was da steht, zur Lösung zu kommen, is ein großer Schritt (zumal Flavia nicht mal genau weiß, was eine "Geliebte" ist). Oder eine weitere Recherche wurde uns vom Autor verschwiegen, keine Ahnung.

Viele Andeutungen verlaufen einfach unkommentiert im Sand und bekommen nicht mal eine "harmlose" Erklärung, die sie aus der Gleichung nehmen.

Vielleicht habe ich auch was übersehen, für sachdienliche Hinweise bin ich immer dankbar ;-)

Ich liebe die ersten 3 Bücher wirklich, aber hier gibt es leider erst mal nur 2 Sterne.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein filmreifer Mordfall - Flavia, die Vierte / I'm halfsick of shadows, 23. Oktober 2012
Von 
CabotCove - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Nach „Mord im Gurkenbeet“, „Mord ist kein Kinderspiel“ und „Halunken, Tod und Teufel“ ist „Vorhang auf für eine Leiche“ nun schon der vierte Fall für die mittlerweile 11-jährige Flavia de Luce, die mit ihrem Vater Colonel Haviland de Luce sowie ihren zwei älteren Schwestern Ophelia, genannt Feely (17 Jahre alt), und Daphne, genannt Daffy (13 Jahre alt), auf dem Landsitz der Familie, Buckshaw, lebt.

Kurz vor Weihnachen: Buckshaw ist mittlerweile recht heruntergekommen und die Schulden/Kosten wachsen der Familie allmählich über den Kopf. So willigt Haviland ein, eine Filmcrew bei sich zu beherbergen, die den Familiensitz für Dreharbeiten nutzen möchte.
Allen voran die berühmte Diva Phyllis Wyvern, eine absolute Attraktion in dem sonst so beschaulichen Bishop's Lacy.

Als die Darsteller des Ensembels eine Benefiz-Vorstellung geben, um für die Reparatur des Kirchendaches von St. Tankred zu sammeln, geschieht ein Mord...

Und Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie nicht auf in diesem Fall ihre Spürnase ganz tief in dem Fall versenken würde, um dem Mord auf den Grund zu gehen. An Verdächtigen mangelt es ihr ja nicht. Praktischerweise sind diese auch alle noch vor Ort, denn ein Schneegestöber hat Buckshaw von der Außenwelt abgeschnitten...

Alan Bradley, der nur anhand des ersten Kapitels von „Mord im Gurkenbeet“ schon den renommierten „Dagger Award“ gewann, ist ein außerordentlich netter Autor, was man unschwer an seinen immer liebevollen Danksagungen erkennt, die auch hier wieder zum Schmunzeln verleiten.

Seine kleine Protagonistin Flavia ist eher eigenwillig und ich musste mich erst an ihren Humor gewöhnen in „Mord im Gurkenbeet“, aber danach war ich glühender Fan der jungen Hobby-Detektivin, die es vermag, sich mit viel Sarkasmus und Ironie gegen ihre beiden Schwestern durchzusetzen, die sie nur zu gern aufziehen und nerven und die sich schon immer lieber mit der Chemie beschäftigte als mit allem anderen. Da setzt sie schon mal den Ostflügel von Buckshaw unter Wasser, um eine eigene Eisbahn zu haben oder kommt auf die Idee, dass man den Weihnachtsmann mittels selbstgemachten Leims fangen könnte, nur um zu sehen, ob es ihn denn wirklich gibt... Herrlich !

Das Cover ist wie immer typisch englisch gestaltet, was mir sehr gut gefällt. Schön, dass man den englischen Charme hier so beibehalten hat.

Man schmunzelt über und mit Flavia und ist immer wieder erstaunt und erfreut über ihre erfrischende Art und wachen Verstand. Es macht einfach Spass, ihr beim Ermitteln zuzusehen und wie Alan Bradley Bishop's Lacey beschreibt, das ist, als sei man selbst vor Ort.

Dass sich diese Geschichte auch noch kurz vor Weihnachten und im Schneesturm abspielt, macht das Ganze noch englischer: typischer Krimi-Background bei englischen Krimis, aber trotzdem ganz eigen, ganz Alan Bradley und besonders ganz Flavia.

Die Bücher um Flavia haben einen ganz besonderen Charme, dem ich mich nach Band 1 nicht mehr zu entziehen vermochte. Ich habe mich danach immer auf die Folgebände gefreut, die man unanhängig voneinander lesen kann und die jeder für sich eine neue spannende Geschichte erzählen. Ich habe auch diesen Flavia-Krimi sehr rasch gelesen, einfach weil Bradley so schön unterhaltsam und in schönen Bildern erzählt.

Ich möchte „eine weitere Lanze für Flavia brechen“ – an Diejenigen, die das kleine Mädchen noch nicht kennen: nehmt euch die Zeit und lest ihre Abenteuer, es lohnt sich !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flaviantastisch!, 22. April 2013
Worum geht es:

Weihnachten steht vor der Tür, und dieses Jahr hat Flavia einen Plan: Sie wird den Weihnachtsmann dingfest machen, und Feely und Daffy ein für allemal beweisen, dass es ihn doch gibt. Doch in ihre grandiosen und Flavia typischen Vorbereitungen platz eine ganze Filmcrew. Denn Buckshaw steht unter keinen gutem Stern mehr, und so greift ihr Vater zu jedem Strohhalm. Kurzerhand wird Buckshaw zur Kulisse des neuen Films von Philly Wyvern, der großartigen und landesweits sowohl bekannten als auch verehrten und stets jung gebliebenen Schauspielerin.

Doch ihr Glamour schützt auch sie nicht vor Feinden. Oder erstrecht nicht? Denn nur wenige Tage nach ihrer Ankunft, liegt sie tot in ihrem Zimmer...

Meine Meinung:

Flavia. Meine liebe Flavia. Was würde ich dafür geben, ihr einmal höchstpersönlich die Hand reichen zu dürfen (obwohl man sich natürlich nie sicher sein könnte, mit welchen Giften das liebe Kind vorher rumhandtiert hat). Und zu erzählen hätte sie wohl auch genug, immerhin ist dies schon der 4. Mord in und um Buckshaw in kürzester Zeit.

Dieses Mal ist er aber von einem ganz anderen Kaliber und erwischt einen echten Promi- wovon sich Flavia natürlich nicht abschrecken lässt. Frech und schamlos (natürlich aber nicht charmelos) steckt sie in alter Flavia-Manier ihre Nase in Dinge die sie eigentlich nichts angehen, die es für uns als Leser aber erst so richtig spannend machen.

Der Schreibstil ist wie immer grandios. Neben der detektivischen Arbeit gibt es also auch wieder genug zu lachen. Einzig die Beziehung zu Feely und Daffy kommt mir in diesem Buch zu kurz (und Gladis habe ich auch schmerzlich vermisst- aber okay, im Winter darf sie schlafen^^). Stattdessen wurde für meinen Geschmack zu viel Zeit und Papier darauf "verschwendet" auf ihre alten Fälle einzugehen. So kam man mit dem eigentlichen neuen Fall nicht so wirklich zu Rande.

Alles in allem aber wieder flaviantastisch :D
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flavia - einfach unverwechselbar! Ein gelungener 4.ter Teil!, 10. Januar 2013
Ein buchstäblich filmreifer Mordfall!

Inhalt:
Um das Anwesen Buckshaw steht es nicht gut. Der drohende finanzielle Ruin treibt die de Luce's dazu, äußerst ungewohnte Maßnahmen zu ergreifen, um in ihrem geliebten Zuhause bleiben du können. Eine Londoner Filmcrew möchte das Anwesen als Kulisse für einen neuen Film nutzen und die Familie stimmt zu. Sehr zum Leidwesen von Flavia de Luce, denn die Filmcrew möchte ausgerechnet über Weihnachten drehen und sich daher mit Sack und Pack und allen Schauspielern auf Buckshaw einquartieren!

"Plötzlich viel es mir wie Schuppen von den Augen!
Heute war der Tag, an dem die Eindringlinge aus London eintreffen sollten. Wie konnte ich das vergessen haben!"
Seite 17

Das kommt Flavia äußert ungelegen, hat sie doch zu Weihnachten ein großes Projekt geplant, bei dem sie sich nun doch sehr gestört fühlt.
Denn Flavia möchte nun endgültig herausfinden, was an dieser "Weihnachtsmannsache" tatsächlich dran ist. Und um das herauszufinden, bedient sie sich mal wieder an ihrem selbst beigebrachten Wissen im Bereich der Chemie und tüftelt in ihrem Labor.
Trotz starkem Schneegestöber trifft die Crew und auch die berühmte Diva Phillys Wyvern auf Buckshaw ein, die sich - weihnachtlich gestimmt - bereit erklärt, für die Bewohner des Dorfes eine kleine Sondervorstellung zu geben. Es kommt, wie es kommen musste und Buckshaw schneit ein.
Und im Haus voller Menschen macht Flavia zuletzt eine bestürzende Entdeckung: Sie findet eine Leiche!!!

"Um ihren Hals war wie ein Halsband des Todes ein Stück Filmstreifen geschlungen und zu einer ordentlichen schwarzen Fliege gezurrt.
Sie war natürlich tot."
Seite 151

Die Hobbydetektivin Flavia ist sich sicher: der oder die Mörderin muss sich noch unter den Gästen befinden! Und sie beginnt eifrig, zu ermitteln ...

Handlung & Charaktere:
Flavia de Luce ist zurück! Und sie begeistert nun schon zum vierten Male ihre Leser. Alan Bradley hat es geschafft, den Zauber um diese junge, 11-jährige Hobbydetektivin auch in diesem vierten Teil aufrecht zu erhalten. Es ist aufs Neue eine wahre Freude, ein wahrer Lesegenuss.
Die chemiebesessene Flavia entführt uns erneut ins England der 50er Jahre, auf das diesmal fast im Schnee versinkende Familienanwesen Buckshaw.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr ansprechend und klar, die Sprache wunderschön der Zeit der Geschichte angepasst. Erzählt werden die Geschenisse natürlich wieder aus Flavia's Sicht, was dem Leser wieder sehr viel Einblick in ihre zum Teil etwas skurrilen, aber durchaus faszinierenden Gedanken gewährt. Es ist eine wahre Freude, ihren Gedankengängen zu folgen, ihren englischen Humor, ihre Ironie und ihren ganz persönlichen, mittlerweile sehr liebgewonnenen Charme erneut zu erleben und mitzuverfolgen.
Flavia ist ein äußerst aufgewecktes und vor allem sehr cleveres Mädchen mit einer nahezu genialen Auffassungsgabe. Logisches Denken liegt ihr einfach, was ihr als Hobbydetektivin natürlich äußert gelegen kommt.
Ihre Begeisterung für die Chemie wirkt auch in diesem Band wieder beinahe ansteckend und es macht Spass, ihren chemischen Erläuterungen, die sich auch im vierten Teil wieder durch die ganze Geschichte ziehen, zu folgen. Auch wenn man nicht immer alle chemischen Erklärungen verstehen, spürt man dich Flavia's Faszination für ihr liebstes Hobby und muss immer wieder lächeln.
Sie denkt viel über die Dinge nach, die um sie herum passieren und philosophiert doch auch mal gerne darüber, und wenn es nur um ihre Faszination und Begeisterung für Schneeflocken geht.

"Stell dir die Billionen von Trillionen von Schneeflocken vor, die Billionen von Trillionen von Wasserstoff- und Sauerstoffmolekülen in jeder einzelnen. Da fragt man sich doch, wer die Gesetze für den Wind und den Regen aufgestellt hat, für den Schnee und den Tau! Ich hab schon versucht dahinterzukommen, aber davon schwirrt einem der Kopf."
Seite 123

Ihre kriminalistische Spürnase lässt sie natürlich auch diesmal nicht im Stich. Obwohl hier anzumerken sei, dass man als Leser diesmal nicht immer so leicht ihre Gedankengängen und Schlussfolgerungen im Bezug auf das Verbrechen folgen kann. Es kommt einem fast so vor, als wurde das Aufschreiben einiger dieser Gedankengänge geradezu vergessen. Und so sitzt man doch kurz da und grübelt, wie sie denn nun zu eben dieser Schlussfolgerung kommen konnte.
Was die Auflösung des Kriminalfalls betrifft, wären ein paar ausladendere Informationen erwünschenswert gewesen.
Aber abgesehen davon ist auch diesmal der Aufbau der Geschichte durchaus gelungen. Es wird viel Vorgeschichte geliefert, bis das eigentliche Verbrechen dann tatsächlich passiert. Aber dies hebt auch die Spannung, denn man wartet ja schon geradezu auf die Tat. Wann wird es passieren? Wer wird ermordet? Alan Bradley spannt in diesem Fall seine Leser ganz schön auf die Folter! :)

Natürlich erlebt man auch hier wieder Einiges aus dem Familienleben der de Luce's. Denn das Verhältnis zwischen den Geschwistern hat sich nicht sehr gebessert. Immer noch piesacken sich die drei unaufhörlich. Feely versucht mit allen Mitteln, die Aufmerksamkeit der Filmcrew auf sich zu ziehen, was ihr durchaus gelingt und Daffy verkriecht sich wie gewohnt bei jeder Gelegenheit in ihrer Bibliothek.
Ein wunderschönes Zitat von Favia's büchervernarrten Schwester Daffy, die ihre größte Leidenschaft am Besten zum Ausdruck bringt:

"Bücher sind für mich wie Sauerstoff für einen Tiefseetaucher.[...] Ohne Bücher kann ich anfangen, die Bläschen zu zählen."
Seite 219

Und Flavia's Vater? Er ist so unnahbar wie eh und je. Seine Briefmarken halten ihn fest im Griff. Er lässt sich da auch nicht von eine Leiche in seinem Haus beirren. Daher ist Flavia dankbar um die Mithilfe und Unterstützung des treuen Hausmeisters und Familienfreundes Dogger. Auf ihn ist halt immer wieder Verlass.

Mein persönliches Fazit :
Alan Bradley's "Flavia de Luce" konnte mich auch diesmal wieder voll und ganz überzeugen. Ich wurde erneut schon nach dem Lesen der ersten Seiten und die Geschichte hineingezogen und nach Buckshaw zurückversetzt. Ein wundervoller, diesmal sehr weihnachtlich gestimmter Krimi, der auch so passend zur Weihnachtszeit erschienen ist. Der alte englische Miss Marple - Charme begeisterte mich aufs Neue und ich bin in der Tat völlig vernarrt in Flavia de Luce - ein unglaubliches Mädchen mit unglaublichen Talenten, die man einfach nur liebgewinnen muss!
Herr Bradley, ich hoffe doch sehr, dass wir noch viele weitere Momente auf Buckshaw mit der bezaubernden Flavia erleben dürfen! Fortsetzung dringend erwünscht!!!

© Rezension: Alexandra
buecherkaffee.blogspot.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flavia in Hochform! [Hörbuch Rezi], 5. Januar 2013
Von 
kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Um den finanziellen Ruin noch einmal abzuwenden, gestattet Colonel de Luce einer Filmcrew, den Familiensitz Buckshaw für Dreharbeiten zu nutzen. Doch die Zeichen stehen auf Sturm. Der erste Arbeiter wird bereits beim Ausladen der Filmutensilien so schwer verletzt, dass er ins örtliche Hospital gebracht werden muss. Als nächstes wird Buckshaw eingeschneit, und zwingt die für eine Sonderaufführung angereisten Dorfbewohner, die Nacht auf dem Familiensitz der de Luces zu verbringen. Als am nächsten Morgen eine Leiche auftaucht, macht Flavia sich an die Arbeit, die ersten Verdächtigen unter den zahlreichen Gästen herauszufiltern. Dabei gestattet sie Inspektor Hewitts ihr hilfreich zur Seite zu stehen, und zusammen machen sie sich an die Arbeit, auch diesen Fall zu knacken.

Nach „Mord im Gurkenbeet“ fand ich die beiden Nachfolgebände gut, aber für mich kamen sie nicht an den ersten Teil heran. "Vorhang auf für eine Leiche" hat wieder den gleichen Charme von Band eins, mit einer Flavia, die man einfach gernhaben muss. Ihre Sprünge zwischen Miss Naseweis und kleines Mädchen fand ich sehr gelungen, mal ist sie ganz logische Chemikerin, ein anderes Mal versucht die dem Weihnachtsmann auf die Schliche zu kommen.
Überhaupt fand ich die Ausarbeitung der Charaktere in diesem Band gelungen. Jeder, selbst Statisten, haben eine eigene Persönlichkeit, samt Ecken, Macken & Schrullen.

Alan Bradleys Schreibstil muss man einfach lieben. Bilderstark setzt er den Schauplatz in Szene, hier sitzt jedes Wort. Man kann sich zurücklehnen, und die Geschichte im Kopf Form annehmen lassen, die quasi in Farbe und Full HD vor dem inneren Auge abläuft. Alles ist lebendig, und wird im verschmitzten Flavia de Luce-Ton von Andrea Sawatzki vorgetragen. Die Sprecherin macht einen tollen Job. Sie fühlt sich in jede Person ein, übertreibt nie, sondern unterstützt mit ihrer Stimme die einzelnen Charaktere, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen, was das Audiobuch zu einem tollen Hörvergnügen macht.

An einigen Ungereimtheiten innerhalb der Story gab es Kritik. Zugegeben, manche Sachen ergaben keinen rechten Sinn oder waren etwas übertrieben, und ja, Inspektor Hewitts Fixierung auf die Länge der "Balkonszene" hat im Grunde in keiner Weise dazu beigetragen, die Tatzeit zu ermitteln, zumal diese nicht Phyllis Wyverns Ohrfeige für den Techniker beinhaltet. Aber mal ehrlich, wer achtet denn auf so was? Mir ging es um die Story an sich und den Spaß, Flavia bei ihren Ermittlungen zu folgen, zumal sie ja noch den Weihnachtmann im Visier hatte ,-)

Fazit:
Teil 4 der Flavia-Reihe kann ich den Hörern wärmstens ans Ohr legen, denn hier stimmt alles: Lesespaß bzw. Hörgenuss, Story und Sprecherin. Ein rundum gelungener Hörspaß.

Flavia #4: "Vorhang auf für eine Leiche"
von Alan Bradley
Sprecherin: Andrea Sawatzki
Spieldauer: 4 Std. 51 Min. (gekürzt) 4 CDs

Bisher erschienen:
Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet (6 CDs)
Flavia de Luce 2: Mord ist kein Kinderspiel
Flavia de Luce 3: Halunken, Tod und Teufel: Roman (Bisher nicht als Hörbuch erhältlich)
Flavia de Luce 4: Vorhang auf für eine Leiche [4 CDs]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unterhaltsamer vierter Fall mit einer cleveren Detektivin, 4. Dezember 2012
"Vorhang auf für eine Leiche" ist der vierte Fall der vorwitzigen Flavia de Luce, die gemeinsam mit ihrem Vater Colonel Haviland de Luce und den beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne auf Buckshaw lebt. Eine recht langweilige Angelegenheit und so vertreibt sich das altkluge Nesthäkchen mit dem Mischen von Giften und dem Lösen von kniffligen Fällen seine Zeit. Deshalb ist es auch ungeheuer aufregend für Flavia, als kurz vor dem Heiligen Fest eine Diva Einzug in dem heruntergekommenen Herrenhaus hält und das ganze Dorf erscheint, um die Berühmtheit in "Romeo und Julia" zu sehen. Dass dann auch noch ein Mord geschieht und ein Schneesturm Buckshaw von der Außenwelt abschneidet, lässt Flavia zur Höchstform auflaufen und bringt sie dazu, ihre Nase in gefährliche Angelegenheiten zu stecken.

Überaus witzig und wunderbar charmant präsentiert sich die Erzählweise des Autors Alan Bradley und lässt schon nach den ersten Sätzen eine Abfolge von Bildern im Kopf des Zuhörers entstehen. So sieht er die vorlaute Flavia förmlich vor sich, wie sie durch das alte Anwesen streift und den Ostflügel flutet, um dort eine Eisbahn zu bauen, erlebt ein winterliches Buckshaw, das, vom Flockenwirbel heimgesucht, mit den Schneemassen zu kämpfen hat, oder begleitet eine Diva ins Bad, die dort schonungslos alle Hüllen fallen lässt. Eine sehr bildhafte Darstellung, die mit amüsanten Dialogen, kuriosen Begebenheiten und eigentümlichen Charakteren einhergeht und dem Hörer öfter einmal ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Dabei ist "Flavia de Luce: Vorhang auf für eine Leiche" keine Kriminalgeschichte im herkömmlichen Sinne. Denn der Mord an einer berühmten Schauspielerin spielt sich nur im Hintergrund ab, während die Geschichte ihre eigentliche Spannung, oder besser gesagt ihre kurzweilige Unterhaltung, durch ein eigensinniges Mädchen erhält, das seine eigene Art hat, die Welt zu sehen

Fazit:
"Flavia de Luce: Vorhang auf für eine Leiche" überzeugt mit einer ganz besonderen Heldin, die in den fünfziger Jahren des vergangen Jahrhunderts lebt und überaus clever, witzig und ungeheuer sympathisch ist. Eine Figur, die von Hörbuchsprecherin Andrea Sawatzki verkörpert wird und das mit so viel Einfühlungsvermögen und schauspielerischem Talent, dass das Zuhören unheimlich viel Spaß macht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flavia ist ein viertes Mal auf Spurensuche, 7. November 2012
Endlich ist sie zurück, die kleine chemiebesessene Amateurdetektivin Flavia, die nicht einmal zur besinnlichsten Zeit des Jahres Ruhe findet. Denn ihr vierter und neuster Fall spielt direkt an einem verschneiten Weihnachtsfest im Hause de Luce, welches - vollkommen ungewohnt - plötzlich voller Verdächtiger steckt.

Die Vorfreude hat sich gelohnt, denn die 11Jährige Protagonistin konnte mich auch diesmal von sich überzeugen und bereitete mir ein riesiges Lesevergnügen. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass sie den klassischen Krimi à la Sherlock Holmes oder Miss Marple - d.h. keine abgetrennten Extremitäten, sondern eher durchdachtes Kombinationstalent - mit einer cleveren, jungen Heldin verbindet, die für frischen Wind im Bücherregal sorgt. Auch wenn man ab und zu ins Stutzen gerät, sobald Flavia ihr Wissen im Bereich der Chemie auspackt, lässt sie doch oft genug das verletzliche, noch sehr naive Mädchen durchscheinen und sorgt so dafür, dass ihre Rolle weiterhin authentisch bleibt.

Was mir speziell in diesem Teil auffiel, ist die Tatsache, dass ich mich auch auf weitere Figuren gefreut habe, die in der Flavia-Reihe schon einen festen Stammplatz besetzen. So sind mir besonders Daphne (Flavias zweitälteste Schwester) und Dogger (der Hausdiener) sehr ans Herz gewachsen und nicht mehr von den Seiten der Romane wegzudenken.

Wer sich nun fragt, ob es von Nöten ist alle bisherigen Teile gelesen zu haben, um nun auch den letzten zu verstehen, den kann ich beruhigen. Flavias Fälle sind voneinander unabhängige Geschichten und können somit in einer beliebigen Reihenfolge gelesen werden. Zwar kommt das Mädchen immer mal wieder auf frühere Geschehnisse zu sprechen, dies geschieht aber nur mit ein oder zwei Sätzen, die beim Verlauf der jetzigen Geschichte nicht von Belang sind.

Mein Urteil:
Eine der besten Flavias bisher und mit der winterlichen Stimmung perfekt geeignet für die kalten Jahreszeiten. Wenn Cleverness und Spannung so gut kombiniert werden, macht auch mir das Krimilesen Spaß. Bitte mehr, Herr Bradley. Viel viel mehr!
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5.0 von 5 Sternen Noch besser als die Vorgänger!, 1. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman (Taschenbuch)
Bekanntermaßen ist das Geld auf Buckshaw schon länger knapp und so hat sich der Colonel de Luce, Flavias Vater, dazu entschlossen, Buckshaw einer Filmfirma für die Dauer der Dreharbeiten zur Verfügung zu stellen.

Flavia, die ihren Schwestern die Geschichte nicht abkaufen will, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, beschließt ihn dieses Jahr auf jeden Fall zu schnappen, um dieses Rätsel ein für alle Mal zu klären - in ihrem Labor hat sie alle nötigen Zutaten für einen besonders klebrigen Vogelleim.

Als die Filmcrew dann erscheint, wird es turbulent auf Buckshaw. Für eine Aufführung einer Episode aus Romeo und Julia wird halb Bishop's Lacy nach Buckshaw gebracht und prompt sorgt ein Schneesturm dafür, dass die Dorfbewohner über Weihnachten dort eingesperrt sind. Und natürlich treibt Flavias Neugier sie immer wieder mitten ins Geschehen.
So ist es auch kein Wunder, dass sie die tote Schauspielerin als erste entdeckt, weil sie mit ihr ein bisschen "plaudern" wollte. Doch wer hat sie erdrosselt? Für Flavia gibt es so einige Verdächtige und dann wird es sogar richtig gefährlich für die altkluge Hobbydetektivin....

Der vierte Teil der Flavia-Reihe hat mich sehr gut unterhalten. Mit köstlichem Humor knallt Flavia einen Lacher nach dem anderen ab. Zumindest in der ersten Buchhälfte, denn die besteht erst einmal nur aus der Rahmenhandlung. Die zweite Hälfte beginnt dann mit dem Fund der Leiche und Flavias Ermittlungen. An der ein oder anderen Stelle habe ich mich - besonders hinterher - gefragt, wie Flavia da jetzt drauf gekommen ist. Die Ermittlung musste natürlich dann besonders schnell gehen, weil das Buch ja schon zur Hälfte vorbei war, so dass ich irgendwie auch das Gefühl hatte, dass jetzt alles sehr überstürzt und "Schlag auf Schlag" kommt. Wenn der Mord ein wenig früher passiert wäre, wäre mehr Platz und Raum für Flavias Ermittlung geblieben und einige von Flavias Handlungen und Gedanken wären vielleicht besser nachvollziehbar gewesen. Das Finale war dann aber SO mitreißend und spannend, dass ich einfach hin und weg bin.

Adam Bradley entwickelt seine Figuren jetzt weiter, denn man erfährt einige Details aus der Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Tante Felicity nimmt einen größeren Raum ein als früher und ich bin gespannt darauf, was man von ihr in späteren Bänden noch alles erfahren wird.

Man muss Flavia einfach lieben! Sie ist eine ganze fabelhafte Spürnase und wenn sie in ihrem Chemielabor die Reagenzgläser schwenkt oder Arsen in der Butterdose vergisst, geht mir glatt das Herz auf.

Ein starker 4. Fall, mit kleinen Schwächen zwar, aber nach Nummer 1 - 3 der Beste bisher. Ich kann Flavia wärmstens empfehlen. Ein Krimivergnügen der etwas anderen Art!
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2.0 von 5 Sternen Eigentlich enttäuschend!, 18. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman (Taschenbuch)
Mit seinem Roman "Vorhang auf für eine Leiche" stellt Alan Bradley das vierte Abenteuer seiner Protagonistin Flavia de Luce vor.
Aufgrund steter Finanznot hat sich Flavias Vater gezwungen gesehen, seinen Landsitz Buckshaw an ein Filmteam zu vermieten, um wenigstens für die nächsten Monate über die Runden zu kommen. Kurz nach Beginn der Dreharbeiten wird ein Mitglied der Filmcrew ermordet aufgefunden. Flavia beginnt zu ermitteln!
Leider konnte mich dieser Roman überhaupt nicht überzeugen und auch den guten Eindruck seiner Vorgänger nicht wiederholen.
Der Leser muss sich zunächst durch die erste Hälfte des Buches "hindurchquälen", ehe der Mord überhaupt geschieht. Bis zu diesem Zeitpunkt passiert recht wenig; die Filmcrew trifft auf Buckshaw ein und wird kurz eingeführt, wobei es der Leser mit recht vielen Personen zu tun bekommt. Die beständigen Streitigkeiten zwischen Flavia und ihren beiden älteren Schwestern werden - wie schon in den vorhergehenden Romanen - erneut in spitzzüngigen Dialogen thematisiert. Durch eine vom Dorfvikar angeregte außerplanmäßige Bühnenvorstellung der beiden Hauptdarsteller im Hause der de Luces wird der Leser mit noch mehr Personen konfrontiert, die als Besucher den Landsitz bevölkern. Ich musste mehrfach zurückblättern, um hier den Überblick zu behalten, welche Person welche Funktion im Roman ausfüllt.
Nachdem Flavia die Leiche aufgefunden hat, beginnt sie sogleich mit ihren Ermittlungen, die für ein 11-jähriges Kind völlig unrealistisch wirken. Einerseits verfügt sie über ein logisches und analytisches Denken gepaart mit einer Beobachtungsgabe, die selbst die Fähigkeiten des für den Fall abgestellten Inspektors in den Schatten stellen. Ihre Kenntnisse im Bereich der Chemie, die ihr bei ihren Ermittlungen Hilfestellung leisten, setzen mehrere Semester Universitätsstudium voraus und können bei einem 11-jährigen Mädchen so nicht vorhanden sein.
Gleichzeitig ist Flavia aber so naiv, noch an die Existenz des Weihnachtsmannes zu glauben, der sich durch den Schornstein Zutritt zu den Häusern verschafft, um seine Geschenke zu überreichen. Dass ihr dieser Glaube letztendlich das Leben rettet, macht die Sache nach meiner Ansicht nur noch absurder.
Insofern wirkt die Gestalt der Flavia de Luce in der Relation zu ihren Fähigkeiten wenig glaubwürdig.
Natürlich löst Flavia den Mordfall, natürlich gerät sie dabei in Lebensgefahr und natürlich liefert sie der Polizei die entscheidenden Hinweise.
Die Lösung des Falles ist auch nicht gerade spektakulär; auf eine überraschende Wendung wartet der Leser hier vergebens.
Von diesem Roman hatte ich mir in Kenntnis der Vorgängerwerke mehr versprochen! Schade eigentlich- und deswegen nur höchstens 2 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Flavia steigt ins Filmgeschäft ein - einfach wunderbar!, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman (Taschenbuch)
°°° Meine Meinung °°°

Ich liebe die Flavia de Luce Bücher! Wenn mich einer nach meinen absoluten Lieblingsbüchern fragt, dann tauchen diese Bücher garantiert auf. Jedes Jahr fiebere ich dem Erscheinungstermin eines neuen Bandes entgegen und das seit dem ersten Buch, das 2009 auf Deutsch erschien. Mit Flavias viertem Fall hat mich Alan Bradley natürlich wieder sofort für sich gewinnen können.

Das Cover des vierten Bandes ist ganz im Stil der vorangegangen gehalten. Ich mag die Darstellung von Flavia sehr, da sie auch genauso in meinem Kopf aussieht. Auch finde ich es einfach wunderbar, wie die Handlung bzw. prägnante Dinge, die mit ihr in Verbindung stehen, in die Gestaltung einfließen. Das Cover garantiert die perfekte Einstimmung auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln. Die Farben sind harmonisch und aufeinander abgestimmt. Insgesamt sind nicht nur dieses, sondern alle Cover, zum Einrahmen schön.

Die Inhaltsangabe hat eine angenehme Länge, verrät nicht zu viel vom Inhalt und reißt kurz und knackig an, worum es geht. So muss ein Kurzinhalt sein. Der rote Faden wird ohne Umschweife dargestellt und zwischen den Zeilen wird die erste Spannung erzeugt. Man möchte einfach sofort mit dem Lesen beginnen.

Die Handlung des vierten Buches knüpft nicht direkt an die des dritten an. Es vergehen entweder ein paar Tage oder Wochen, bis Flavia ein neues Abenteuer erlebt. So auch in diesem Fall. Wenn man nicht mehr genau weiß, was im vorangegangen Buch passiert ist, macht das nichts: Der Autor versteht es anhand von wohl gewählten Rückblenden das bereits Geschehene wieder in das Gedächtnis zu rufen. Flavia, aus deren Sicht alle Bücher erzählt werden, lässt Revue passieren, welche Fälle sie in der noch nicht allzu fernen Vergangenheit gelöst hast. Alan Bradley versteht es, seine Leser sofort in die Handlung zu ziehen. So hat man den Eindruck, dass man Flavias Abenteuer nicht nur auf Papier zu lesen bekommt, sondern sie als Beobachter, wenn nicht sogar "stiller Assistent", bei ihren Fällen begleitet. Auch bei ihrem vierten Fall lässt sie uns sich wieder genau über die Schulter schauen und jeden Schritt ihrer Ermittlungen nachvollziehen. Eine tote Filmdiva, unzählige Verdächtige und ein Dorf, in dem jeder alles zu wissen scheint und dennoch keine brauchbaren Informationen liefern kann - die perfekten Voraussetzungen für Flavia, um sich ins Getümmel zu werfen. Sie hat es sich auf die Fahne geschrieben, den Mörder von Phillys Wyvern zu entlarven.

Flavia ist auch in diesem Buch wieder 11 Jahre alt und hat eine Passion für Gifte und die Chemie. So zieht sie sich gern in ihr Labor zurück und tüftelt an neuen Rezepten oder durchforstet die Aufzeichnungen ihres Onkels, der sein umfangreiches Wissen und Forschen dokumentiert hat. So kann sie auch vor ihren beiden wirklich amüsanten und unterhaltsamen Schwestern Daffy und Feely fliehen, die so manche Gemeinheit gegenüber ihrer jüngeren Schwester inpetto haben und es ab und an schaffen, an Flavias Selbstbewusstsein zu rütteln. Die beiden scheinen die einzigen zu sein, die es schaffen, die gewitzte, clevere und mit Humor ausgestattete Flavia für kleine Momente aus der Fassung zu bringen. Alles andere in ihrem jungen Leben steckt sie erstaunlich gut weg und brilliert durch bemerkenswerten Scharfsinn und ausgesprochene Reife. Flavia ist die intelligenteste 11-Jährige, die ich kenne.

Abgesehen von Flavia sind aber auch wieder andere wohlbekannte Charaktere dabei, die ich im Laufe der Jahre einfach nur lieb gewonnen habe. Dogger, das "Mädchen für alles" und der beste Freund und Vertraute ihres Vaters, steht Flavia wieder zur Seite und gibt gute und fast väterliche Ratschläge, wenn Flavia einen kleinen Schubs braucht. Er ist neben Mrs. Mullet die gute Seele im Hause de Luce. Weiterhin treffen wir auf Flavias Vater, der sich durch eine anhaltende Melancholie und fast schon Hoffnungslosigkeit auszeichnet. Auch Inspektor Hewitt ist wieder mit von der Partie und gibt - wie gewohnt - ungern zu, dass Flavia ihm mit ihren Ermittlungen auf eigene Faust wieder einen Schritt voraus ist. Zahlreiche andere Charaktere (Dorfbewohner) runden das Ensemble ab.

Alan Bradley verfügt über einen Schreibstil, der mich regelrecht im Buch versinken lässt. Er trifft immer den richtigen Ton und die Aneinanderreihung seiner Worte kommt einer Melodie gleich, die man nicht vergisst, auch wenn das Buch schon lange ausgelesen ist. Seine Worte sind wohl gewählt und keines scheint auch nur im Entferntesten überflüssig. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle und um jedes gestrichene wäre es mehr als schade. Von mir aus dürfte jedes Buch mindestens den doppelten Umfang haben. Alan Bradley versteht es darüber hinaus, alle Fäden zu einem vollkommenen Ganzen zusammenführen. Am Ende von Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche bleiben keine Fragen offen.

Mit jeder letzten Zeile eines Flavia-Buches bin ich traurig und gespannt zu gleich. Traurig, weil ich wieder ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten muss und gespannt, weil ich es kaum erwarten kann, Flavia bei der Lösung ihres neuen Falls zu begleiten. Den wohl wichtigsten und für sie bedeutsamsten Fall konnte sie allerdings noch nicht lösen: Das Geheimnis um ihre Mutter Harriet. Darauf können sich die Flavia-Fans in den kommenden Büchern freuen...

°°° Fazit & Bewertung °°°

Weniger als 5 von 5 Lesezeichen zu vergeben kann ich bei diesem Buch keinesfalls verantworten. Ich liebe alle Flavia-Bücher uneingeschränkt und kann es jedes Mal kaum erwarten, bis ein neuer Fall mit der außergewöhnlichen 11-Jährigen erscheint. Alan Bradley vereint in diesem Buch einen spannenden Kriminalfall, einzigartige Figuren, einen grandiosen Schreibstil und die Liebe zum Detail! Ein absolutes Muss!

Ich verleihe zusätzlich den Page Turner, wie ihr sicherlich schon vermutet habt. Dieses Buch habe ich innerhalb von 24 Stunden ausgelesen.

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Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman
Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman von Alan Bradley (Taschenbuch - 21. Oktober 2013)
EUR 8,99
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