Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen82
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1-10 von 41 Rezensionen werden angezeigt(5 Sterne). Alle Rezensionen anzeigen
am 23. Januar 2012
Flavia de Luce, dieser Name wird in die Kriminalgeschichte eingehen! Denn die unvergleichliche Flavia löst auch ihren zweiten Fall mit Bravour. Wer Miss de Luce noch nicht kennt, hat definitiv etwas versäumt. Denn wie oft begegnet man schon einer begnadeten elfjährigen Chemikerin, die einen ziemlich fiesen Charakter hat, begnadet lügen kann, Mordfälle aufklärt und einen erbitterten Kleinkrieg gegen ihre beiden älteren Schwestern führt. Obwohl Flavia schrecklich altklug ist, schließt man sie doch sofort ins Herz, denn sie hat auch ihre liebenswerten Seiten; so kann Dogger, das Familienfaktotum, stets auf sie zählen.
Diesmal verschlägt es einen fahrenden Puppenspieler, Rupert Porson, und seine Assistentin nach Bishop's Lacey. Und da deren Auto einer dringenden Reparatur bedarf, erklären sie sich zu einer Vorstellung von "Jack und die Bohnenstange" im Gemeindesaal bereit. Und es kommt wie es kommen muss, der arme Rupert segnet während der Vorstellung das zeitliche. Und praktisch im Moment seines Todes nimmt Flavia die Ermittlungen auf, nicht immer zur Freude von Inspektor Hewitt, der aber letzten Endes wieder vor Flavias Beobachtungs- und Kombinationsgabe kapituliert. Ihre Ermittlungen führen Flavia kreuz und quer durch Bishop's Lacey und somit tief hinein ins gute alte England. Bishop's Lacey bietet alles was zu einem typischen englischen Dorf gehört; da wären Teestube, Postamt, Bibliothek, Konditorei, Dorfgasthof, Bestattungsunternehmen und Pfarrkirche. Natürlich gibt es auch eine Reihe schrullig liebenswerter Bewohner, von denen sich Flavia die eine oder andere Information erschwindelt.
Der liebste Platz auf Erden ist für Flavia noch immer ihr Chemielabor auf Buckshaw, dem Familiensitz. Dort zischt und brodelt es, dass es eine wahre Freude ist. Auf Buckshaw treffen wir auch wieder die restliche Familie de Luce, wobei mir Flavias Vater in diesem Buch direkt ans Herz gewachsen ist, denn man bekommt eine Ahnung davon, dass es für ihn nicht immer ganz leicht ist, drei Mädchen alleine großzuziehen.
Ich kann Alan Bradley zu seiner Schöpfung, der genialen Flavia de Luce, nur gratulieren und ich hoffe sehr, dass noch viele Morde in und um Bishop's Lacey passieren werden, damit wir der kleinen Miss Marple noch oft begegnen werden!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 100 REZENSENTam 26. Februar 2011
Inhalt:
Da ihr Kombi kaputt gegangen ist, entschließen sich der Puppenspieler Rupert Porson und seine Gehilfin und Partnerin Nialla, bis zur erfolgten Reparatur in Bishop's Lacey zu bleiben und zwei Theatervorstellungen zu geben. Nach einer grandiosen Aufführung gibt es jedoch einen Zwischenfall - der Puppenspieler stirbt auf der Bühne. Flavia macht sich auf die Suche nach dem Täter, dem Motiv und den Hintergründen und findet bald heraus, dass Rupert sich recht gut in der Umgebung ausgekannt hatte, dass ihm die Dorfbewohner alles andere als fremd waren und dass er nicht nur zufällig in der Gegend war.

Mein Eindruck:
Auch 'Mord ist kein Kinderspiel' hat mich aufgrund des britischen Humors, der großartigen, naseweisen und frühreifen Flavia, den Ausflügen in die Chemie und der Verwendung ungewöhnlicher Worte und fast vergessener Phrasen und Ausdrücke begeistert. Sehr gefallen hat mir auch der im Buch abgebildete Stadtplan von Bishop's Lacey und Umgebung, was die ganze Geschichte noch realistischer und spannender gemacht hat. Besonders Flavia ist sehr gut charakterisiert und wird sehr lebendig geschildert, die anderen Protagonisten bieten sehr viel Potenzial, bleiben meiner Meinung nach aber (noch?) zu sehr im Hintergrund.

Resümee:
Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Teile und kann die Flavia de Luce-Bücher bisher vorbehaltlos empfehlen.
22 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 31. Dezember 2012
Als Flavia de Luce, gerade ihren Gedanken bezüglich ihrer eigenen Beerdigung nachgeht, begegnet sie dem berühmten Rupert Puppenspieler und seiner junge Gehilfin Nalia. Sie sind eigentlich auf der Durchreise, doch ein Motorschaden hindert sie an der geplanten Weiterfahrt. Zum Glück bietet der Dorfpfarrer seine Hilfe an nur müssten sie ein paar Tage warten. Als Gegenleistung und um die Wartezeit zu überbrücken verspricht das Duo zwei Vorstellungen ihres neuen Programms "Jack und die Bohnenstange". Flavia die bei den Vorbereitungen helfen darf, ist gleich Feuer und Flamme zu erfahren wie alles funktioniert. Als am Ende der Vorstellung, Rupert tot auf die Bühne fällt, steht nicht nur für Flavia fest das es Mord war. Während ihrer Ermittlungen erfährt Flavia nicht nur, dass der Mord eine besondere und erschreckende Verbindung zur Vergangenheit hat, sondern auch über sich selbst.

Nach dem ich den ersten Teil "Mord im Gurkenbeet" gelesen hatte, stand für mich fest nicht ob sondern wann liest du den zweiten Teil. Und hier ist er nun. Meiner Meinung nach ist er noch etwas besser als der erste Teil, und absolut spannend bis zur letzten Zeile. Alleine schon die Anfangs Szene in der sich Flavia ihre eigene Beerdigung vorstellt ist einfach nur klasse beschrieben. Vollkommen überzeugt hat mich diesmal die Story, sie entwickelt sich langsam und ermöglicht es dem Leser sich noch besser mit den Charakteren zu identifizieren. Das Flavia eigentlich nur durch einen Zufall auf die Idee kommt, das der Mordfall mit einem weiterem Mordfall zusammenhängt hat mir besonders gut gefallen, und zeigt mal wieder, das auch Flavia mit all ihrer Intelligenz, sich die Neugier eines Kindes erhalten hat. Die es ihr ermöglichen aus den Denkmustern von manch Erwachsenen auszubrechen. Neben dem Mordfall kommt natürlich auch die Familie de Luce nicht zu kurz. Wir begegnen der Schwester von Haviland, die sich für einen Kurzurlaub angekündigt hat. Die etwas eigensinnige Person, lässt es sich unter anderem nicht nehmen, ihrem Bruder einen Fernseher anzudrehen, den er eigentlich nicht will. Oder etwa doch? Flavias Schwestern denken sich wieder fiese Geschichten aus die Flavia ihrerseits wieder mit einer fiesen Aktion heimzahlt. Diese fiese Aktion ist dann für mich das Tüpfelchen auf dem I. Aber lest am besten selbst. Für mich eine mehr als gelungene Fortsetzung.

Reihenfolge der Bücher:
1.Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
2.Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman
3.Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel: Roman
4.Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman

Erscheint bald auf Englisch :
Speaking From Among the Bones
The Dead In Their Vaulted Arches
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2010
Ich fange mal von ganz vorne an: Flavia de Luce ist die dritte Tochter eines alleinerziehenden Mannes. Eines Mannes, der vollkommen und völlig überfordert ist mit seinen drei Töchtern, eine unterschiedlicher als die andere, eine Tochter extremer als die andere: Ein Schönheitspüppchen, eine Leseratte, die in der Kirche ihren Roman als Gesangsbuch tarnt, und Flavia, die 11 jährige Tochter, die -so möchte ich mal erwähnen- sowohl dem Aussehen nach, als auch vom Charakter, der Tochter der Addams Familiy nicht unähnlich ist.
Gerissen, verschlagen, hoch intelligent, durchaus verlogen, wenn es die Situation erfordert, und diplomatisch setzt sie den Leser immer wieder in absolutes Erstaunen, in Entsetzen und Fassungslosigkeit.
Mit einem ständigen Grinsen im Gesicht liest man sich leider viel zu schnell durch das 346 Seiten dicke Buch.
Mich hätte auch nicht gestört, hätte es im Buch kein Mordfall gegeben, denn die Verschlagenheit dieses Mädchens zog mich völlig in den Bann.
Die Art zu denken, Rückschlüsse zu ziehen und Strategien auszuhecken, wie man an weitere Beweise kommt, war für mich eine Sensation.
Das Buch beginnt damit, dass Flavia ihre eigene Beerdigung spielt, auf dem Friedhof eine weinende Frau vorfindet, und sich hauptsächlich dafür interessiert, ob sich unter den Tränen der Frau der Grabstein auflöst, denn laut der chemischen Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit und des Grabsteines, müsste sich -zumindest unter hohen Temperaturen- eine chemische Reaktion ereignen.
Spätestens hier hatte mich das Buch gepackt.
Ich war schon immer ein Fan der Chemie (und Physik), ich habe mich bestens unterhalten!
Ein Tribut an die Chemie!
Was Flavia da alles so austüftelt in ihrem Labor, wie sie zu den Reagenzien kommt und mit ihrer Boshaftigkeit ihre Umwelt belästigt, tja, das müsst Ihr alle mal selbst nachlesen, das werde ich hier nicht berichten.
Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass das besondere Steckenpferd Flavias die Giftmörder der Geschichte sind.
Und dass ich noch nie so oft prustend lachend auf dem Boden lag.
Und dass ich noch nie so oft angequatscht wurde, wenn ich mit einem Buch unterwegs war.....
Fazit: Unbedingt lesen!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Februar 2016
Ja, was soll man hier groß noch sagen... Man erlebt ein weiteres Abenteuer mit Flavia, die man aus Teil 1 sicher wegen ihres coolen Humors gepaart mit ihrer sehr reifen Art und ihrer hohen Intelligenz schon sehr ins Herz geschlossen hat.

Auch diesmal bekommt man es wieder mit einem relativ komplexen Mordfall zu tun, bei dem man die Lösung so sicherlich ganz und gar nicht erwartet hätte.
Was mir auch hier wieder gefällt: Trotz der sehr humorvollen Erzählweise bekommt man es doch wie ich finde, mit sehr düsteren Schicksalen von Menschen zu tun. War es im ersten Teil noch jemand, der von Jugendlichen anscheinend in den Selbstmord getrieben wird, ist es hier ein kleiner Junge, der sich womöglich selbst im Wald aufgehangen hat.

Hinter den netten kleinen Geschichten verbirgt sich also stets ein wirklich düsteres Ereignis, ein Mix, der diese Bücher für mich so spannend und gleichermaßen liebenswert macht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 10. November 2010
Nach der grandiosen Theater-Vorstellung des Puppenspielers Rupert Porson, fällt am Ende nicht nur der Vorhang, sondern auch eine Leiche auf die Bühne. Jetzt heißt es Ruhe- und einen kühlen Kopf bewahren, denn was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich schnell als skrupelloser Mord.
Flavia ermittelt wieder, und dabei ist ihr Inspektor Hewitt keine große Hilfe. Statt sie in sein Ermittlungsteam aufzunehmen, behandelt er sie wie eine gewöhnliche Elfjährige, was der Guten gehörig gegen den Strich geht. Und da am Ende jemand den Inspektor vorführen muss, macht Flavia sich ganz allein auf die Suche nach dem Mörder, und entwirrt dabei gleich zwei Verbrechen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Aber Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie diesen Fall nicht knacken würde. Frei nach dem Motto: '"Begabung und Moral haben nichts miteinander zu tun'", schnüffelt sie Tatverdächtigen hinterher, steigt in Nachbars Häuser ein, und steckt ihre Nase in Angelegenheiten, die sie todsicher nichts angehen.

Wer allergisch gegen Lachfältchen ist, sollte die Finger von diesem Roman lassen, durch den ich mich innerhalb kürzester Zeit gekichert habe. Ich mag Flavia und ich mag Alan Bradleys Schreibstil. Sein Wortwitz, und seine Flavia-mäßige Sprache haben mir ein schelmisches Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert, das noch einige Zeit nachgewirkt hat. Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite mit witzigen, neunmalklugen oder einfach nur niedlichen Passagen gespickt, wie die auf Seite 51, als Flavia ihre Schwester ärgern will, indem sie sich über Ludwig van Beethoven lustig macht:
"Ey, spiel doch ma den Mondlicht-Solara-Dimgens von Louis B."
Oder Flavias Antwort auf die Frage, ob sie raucht:
'Ich hatte schon überlegt, ob ich nächste Woche damit anfange. (...) Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen." (Seite 22).

Aber die Geschichte lebt nicht nur von Flavia, sondern auch von den vielen schrulligen Nebenfiguren mit all ihren Macken und Kanten, wie Dogger, Flavias Vater, ihrer '"Du-bist-echt ''ne-Wucht'"-Tante Felicity, sowie Tee-Tanten, wie Miss Puddock, die wahrscheinlich einzige Person in England, die auf die Idee kommt, ihren Samowar "'Peter der Große"' zu nennen.

Fazit:
Volle Punktzahl für einen herrlich-komischen Roman, der bis zur letzten Seite ein runder Lesespaß war, und zum Schluß sogar noch richtig spannend wurde.

Abschließend möchte ich noch die beiden Übersetzer erwähnen, Gerald Jung und Katharina Orgaß, die wieder mal einen richtig tollen Job gemacht haben!

Bisher erschienen:
The Sweetness at the Bottom of the Pie (Flavia De Luce Mystery 1)
The Weed that Strings the Hangman's Bag (Flavia De Luce Mystery 2)
A Red Herring Without Mustard (Flavia De Luce Mystery 3) - Teil 3 Erscheint im Februar 2011

Bisher übersetzt:
* Flavia de Luce (1) - Mord im Gurkenbeet; gibt es übrigens auch als Hörbuch
* Flavia de Luce (2) - Mord ist kein Kinderspiel; ist ebenfalls als Hörbuch erschienen
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. April 2011
Die Qualität der Geschichte entspricht schon wie beim ersten Teil dem guten englischen Kriminalroman. Die Story entspinnt sich erst ganz am Schluß.
Inhaltlich kann ich mich also nur meinen lobenden Vor-rezensenten anschließen.

Ganz besonders hervorheben möchte ich allerdings für das Hörbuch die herrvorragende Performance von Andrea Sawatzki. Ohne übertrieben zu wirken hat sie doch für jeden Protagonisten eine eigene "Stimme". Und speziell, wenn Flavia etwas sagt steht die Kleinmädchenstimme in sympathischem Gegensatz zur Ausdrucksweise der Erzählenden Flavia, was einen ganz besonderen Reiz ausmacht.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juni 2012
Flavia de Luche sollte wirklich jeder lesen. Ob jung oder alt, dieses kleine Mädchen kann alle Leser in seinen Bann ziehen. Ich bin ein eingefleischter Fan seit dem ersten Band. Ich hoffe, dass Alan Bradley noch viele tolle Geschichten über sie einfallen und es noch lange weiter geht mit der kleinen Giftmischerin.
Das Buch ist leicht zu lesen, die Schrift ist ausreichend groß gedruckt und es ist spannend, gruselig, witzig und zum träumen schön.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juni 2015
Flavia stößt durch Zufall auf den berühmten Puppenspieler Rupert Porson, dessen Auto eine Panne hat. Rupert und seine Assistentin Nialla erklären sich bereit, im Gemeindesaal des Ortes ein Puppentheater aufzuführen, damit die Reparaturkosten für das Auto eingenommen werden können. Während der Vorführung fällt jedoch nicht die Puppe, sondern Rupert auf die Bühne und ist sofort tot. Flavia weiß, dass es kein Unfall ist, sondern kaltblütiger Mord. Und als sie anfängt zu recherchieren, stößt sie auf so einige Ungereimtheiten und so einige im Dorf scheinen ein Motiv zu haben.

Band 01 rund um die Hobbydetektivin und das Chemieass Flavia de Luce hat mich begeistert. Doch muss ich gleich zugeben, dass der zweite Band mich nicht mehr so sehr in den Bann gezogen hat. Vielleicht lag es dann doch an dem sehr weit hergeholten Motiv, warum der Puppenspieler Rupert sterben musste. Weiter ausholen kann ich hier jedoch nicht, da ich ansonsten massivst spoilern müsste.

Flavia war in Höchstform. Sie recherchierte, zweifelte, fragte, log und manipulierte was das Zeug hält, hat sich durch ihre Art und Weise aber in viele Herzen schleichen können. So auch in meins, denn dieses toughe Mädchen hat sich – trotz er fehlenden Mutter – prächtig entwickelt und sucht sich einen Weg in ihrem Leben.
Mit ihren beiden Schwestern hat sie es nicht leicht, erinnert mich dies dann teilweise ein bisschen an Aschenputtel, die es mit ihren Stiefschwestern ja auch nicht das große Los gezogen hat.

Leider bin ich noch nicht dahintergestiegen, warum Flavias Schwestern denn im einem Moment so garstig sind und dann doch immer mal wieder Flavia derart helfen, dass man meinen könnte, sie wären die besten Freundinnen.
Aber auch Flavias Vater ist ein Buch mit sieben Siegeln. Ich hoffe, dass in den nächsten Teilen näher auf die Familienverhältnisse eingegangen wird.

Die Geschichte an sich ist spannend, aber trotzdem hat mich der erste Teil mehr fesseln können. Dies lag unter anderem daran, dass es bis etwa zur Mitte des Buches etwas vor sich hinplätscherte und erst dann richtig Fahrt reinkam. Neue Entwicklungen kommen zu Tage und auch überraschende Wendungen.

Wenn die Reihe so weiter geht, wird sie einen Favoritenstatus in meinem Bücherregal einnehmen.

Fazit:
Flavia, die Zweite.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Mai 2015
4,5 Sterne

"Was für eine aufregende Vorstellung, dass unsere sterblichen Überreste den Untergang unserer Welt noch lange als gleißender Schneesturm aus Diamantenstaub überdauern würden, der im roten Glühen einer sterbenden Sonne bis in alle Ewigkeit dahinwehte." S. 176

Also ich hatte ja meine Meinung zum ersten Teil revidiert und hab ihn für gut befunden. Auf jeden Fall hat er mich neugierig gemacht, wie es mit der kleinen Giftmischerin weitergeht und siehe da: Der zweite Band hat mir richtig gut gefallen! Seltsamerweise steigt der Klappentext etwa in der Mitte des Buches ein, denn bis zum tatsächlichen Mord dauert es eine Weile. Fremde Leute kommen in das kleine Dorf Bishop's Lacey und Flavia lernt jeden erstmal aufmerksam kennen.

Komischerweise zieht es sich aber dadurch nicht. Ich war wirklich erstaunt, dass, obwohl im Prinzip nicht wirklich etwas passiert, ich total gefangen war von der tollen Sprache, mit der Alan Bradley hier aus dem Munde des jungen Mädchens spricht. Die kleine Flavia ist in all ihrem Denken und Handeln so verquer und mit einem sarkastischem, ungewollten Humor ausgestattet, dass es mich total amüsiert hat, ihren Gedankengängen zu lauschen. Auch die vielen Metaphern und Satzbasteleien fand ich richtig erfrischend, genauso wie die kleinen Erläuterungen zur Chemie, die ja Flavias größtes Hobby sind.

Man befindet sich in der Handlung in einem kleinen Dorf in England um 1950 und ich finde es sehr faszinierend, wie anschaulich der Autor hier die damaligen Gefühle und Gepflogenheiten transportieren kann, ohne mit dem Finger darauf zeigen zu müssen. Obwohl ich aus dieser Zeit bisher sehr wenig gelesen habe muss ich zugeben, dass es mich zunehmend interessiert :)
Flavia ist wirklich ein sehr außergewöhnlicher Charakter, die es in dem lieblosen Haushalt nicht leicht hat. Doch sie kämpft sich sehr gut durch und entwickelt einen ganz eigenen Charme, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte.

Der Mord kommt, wie gesagt, recht spät vor, aber man hat einen guten Einblick über alle Beteiligten und kann gut mitraten, wie das ganze zusammen hängen könnte. Mit ihrer Neugier, ihrem trockenen Humor und einer makaberen Sicht der Dinge macht es total Spaß, Flavia bei ihren Ermittlungen zu folgen! Bin jetzt richtig begeistert und freue mich schon auf den dritten Band!

Fazit

Gefiel mir um einiges besser als Band 1. Ich hab sofort wieder reingefunden und es war sehr unterhaltsam, die kleine Giftmischerin zu begleiten! Auch wenns kein Highlight ist hat die Reihe auf jeden Fall einen ganz besonderen Flair :)

© Aleshanee
Weltenwanderer

Flavia de Luce Reihe

1 - Mord im Gurkenbeet
2 - Mord ist kein Kinderspiel
3 - Halunken, Tod und Teufel
4 - Vorhang auf für eine Leiche
5 - Schlussakkord für einen Mord
6 - Tote Vögel singen nicht
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden