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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Makaber, kurzweilig, KEIN KINDERBUCH!
Flavia de Luces zweites Krimiabenteuer! (Nach "Mord im Gurkenbeet")

Zur Hauptfigur:
Flavia ist 11, wirkt aber durch ihr enormes Wissen und ihre morbide Art deutlich älter. Ich würde sie beschreiben als auf sehr liebevolle Weise unsympatisch; denn das wäre sie im richtigen Leben wohl, hat sie doch keine Hemmungen, ihre Intelligenz, ihr...
Veröffentlicht am 3. Juni 2011 von Utimaus

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Detektiv und Chemie-Guru
Im zweiten Teil geht Flavia wieder ihren Hobbies - Chemie und das Aufklären von Morden - nach. Breiten Raum nimmt diesesmal die Entwicklung der Charaktere ein, so dass fast das halbe Buch durch ist, bis es ein Mordopfer gibt. Netterweise ist es der "miese Charakter", den es erwischt.
Natürlich wird nicht nur dieser Mord aufgeklärt, sondern...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2011 von Markus Arnold


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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Makaber, kurzweilig, KEIN KINDERBUCH!, 3. Juni 2011
Flavia de Luces zweites Krimiabenteuer! (Nach "Mord im Gurkenbeet")

Zur Hauptfigur:
Flavia ist 11, wirkt aber durch ihr enormes Wissen und ihre morbide Art deutlich älter. Ich würde sie beschreiben als auf sehr liebevolle Weise unsympatisch; denn das wäre sie im richtigen Leben wohl, hat sie doch keine Hemmungen, ihre Intelligenz, ihr Chemie-Fachwissen und ihre Mädchenhaftigkeit stets zu ihrem eigenen vollsten Nutzen einzusetzen.

Worum geht es in diesem Band? (ohne zuviel zu verraten...)
Wie es schon am Klappentext heißt, besucht Flavia ein Puppentheater - bei dem es am Ende eine Leiche gibt. Dieser Klappentext irritierte mich zunächst etwas, denn Flavia besucht das Puppentheater erst auf Seite 130 des Buches. Trotzdem ist das Buch vorher nicht langweilig, weil man Flavias Erzählungen durchaus gerne folgt. Es werden erst alle später Tatverdächtigen in aller Ruhe vorgestellt, Flavia beobachtet Spannungen zwischen ihnen, etc. Außerdem hört Flavia von einem weiteren Toten: Vor einigen Jahren wurde ein 5 jähriger Junge tot im Wald gefunden - offiziell ein Unfall, aber Flavia hat da ihre Zweifel... Obwohl wie gesagt der Klappentext erst nach einem Drittel des Buches einsetzt, fand ich persönlich diesen zweiten Band kurzweiliger und geradliniger geschrieben als den ersten.

Wem könnte das Buch gefallen?
Krimiliebhabern mit einer Neigung zum feinen englischen Humor UND mit einer ausgeprägten Ader für schwarzen Humor. Flavia analysiert hingebungsvoll die chemischen Zersetzungsprozesse von Leichen, mischt Gift für ihre nervtötenden Schwestern, etc. Ohne die richtige Art von Humor gefällt dieses Buch nicht.

Muss man den ersten Band vorher lesen?
Nein, aber man würde etwas verpassen... Die Bücher sind unabhängig voneinander, sind aber ähnlich gut, so dass es eigentlich keinen Grund gibt, nicht zuerst den ersten Band zu lesen.

Stärken und Schwächen
Flavias morbider Humor ist äußerst kurzweilig, ein feiner englischer Krimi. Ich persönlich fand das Ende teilweise sehr unglaubwürdig (möchte hier aber nichts verraten), weshalb ich einen Stern abziehe. Die Handlung selbst, die aufgebaute Spannung und der Schreibstil des Autors würden auch 5 Sterne rechtfertigen. Die Übersetzung ist exzellent.

Trotzdem nichts für zarte Gemüter und schon gar nichts für Kinder!
Wie gesagt: es geht auch um einen toten Jungen. Ich lese viele Krimis, muss aber zugeben, dass mir ein paar Szenen ziemlich unter die Haut gingen, weil ich meinen eigenen Sohn in diesem Alter noch gut vor Augen habe und den Verlustschmerz der Mutter nur allzu gut nachempfinden konnte. Wer sich nicht sicher ist, dass es ihm genauso geht, sollte sich die Lektüre noch einmal überlegen - oder ist nun zumindest vorgewarnt. Definitiv gilt aber: Ich würde dieses Buch niemals einem Kind empfehlen, obwohl die Heldin 11 Jahre ist. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, dieses Buch Ihrem Kind zu geben, lesen Sie es unbedingt vollständig vor, damit Sie genau beurteilen können, WAS Sie da weitergeben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flavia ermittelt wieder..., 21. November 2010
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es geht weiter mit der außergewöhnlichen Familie de Luce...
Viel hat sich nicht verändert nach Flavias erstem Abenteuer. Die drei Schwestern Ophelia, Daphne und Flavia streiten sich weiterhin, was das Zeug hält, wobei die elfjährige Flavia allerdings die Einfallsreichste von ihnen ist. Durch ihr größtes Hobby, die Chemie, bekommt es der Leser schon mal mit besonderen Experimenten zu tun, als Versuchskaninchen muss gelegentlich auch ihre große Schwester Ophelia herhalten. Weil Streiten aber auf die Dauer langweilig ist, ist Flavia froh, als endlich wieder ein Mord im beschaulichen Bishop's Lacey passiert.
Der Puppenspieler Rupert Porson stirbt auf spektakuläre Weise vor den Augen fast aller Dorfbewohner, da kann Flavia einfach nicht anders, als die Ermittlungen aufzunehmen, auch wenn Inspektor Hewitt das nicht so gern sieht. Doch der Fall ist verzwickter als alle am Anfang ahnen. Wer Flavia schon kennt, weiß aber, dass sie sich von ein paar kniffligen Rätseln nicht aufhalten lässt.

Der Einstieg ins Buch gelingt mühelos, man wird sofort mit der so typisch, verqueren Art Flavias konfrontiert und ist ruckzuck wieder mittendrin in ihrer skurrilen, leicht düsteren Welt.
Die Geschichte entwickelt sich zunächst zügig, alle wichtigen Personen erscheinen auf der Bildfläche und begeben sich an ihre zugedachten Plätze. Alan Bradleys Art, die Dinge zu beschreiben, begeistert ab der ersten Seite und sorgt für einen guten Lesefluss. Leider flaut das Tempo dann etwas ab, bis zur Mitte des Buches tut sich nicht wirklich viel. Durch die interessanten Figuren und ihre einzigartige Art miteinander zu agieren, kann sich die Langeweile aber nicht richtig durchsetzen. In der zweiten Hälfte geht es wieder deutlich rasanter zur Sache und man wird letztlich doch mitgerissen bis zum leicht tragischen, aber ebenso spaßigen wie schlüssigen Ende.

Alles in allem bin ich wieder sehr angetan von Flavias neuem Abenteuer, aber nicht immer erreicht mich der Humor der Geschichte komplett. Öfter als zu lachen, habe ich mit hochgezogenen Augenbrauen gelesen, mal amüsiert, mal irritiert, mal fasziniert.
Mir sind bis auf Flavia selbst eigentlich alle Personen zu blass geblieben. Ich möchte noch mehr über die Hintergründe und die Vergangenheit der de Luces und ihrer Freunde erfahren. Tante Felicitys Auftritt war mir viel zu kurz. Ich sah sie schon als neue Mitspielerin im großen Flavia-Kosmos, die mal Stimmung in die Bude bringt. Aber vielleicht kommt sie ja bald wieder zu Besuch...
Jedenfalls würde ich es begrüßen, wenn der Autor in den nächsten Bänden etwas mehr in die Tiefe gehen würde, damit man seinen Figuren noch näher kommen kann. Flavias Schwestern, ihr Vater und Nebenfiguren wie Dogger und Miss M sollten mehr eingebunden werden, denn auch ihre Charaktere bieten alle eine Grundlage für mehr.
Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das sowohl optisch als auch inhaltlich zu überraschen und begeistern weiß. Doch da ist noch eine deutliche Steigerung möglich, die sich hoffentlich in den Folgebänden feststellen lässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Detektiv und Chemie-Guru, 26. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman (Taschenbuch)
Im zweiten Teil geht Flavia wieder ihren Hobbies - Chemie und das Aufklären von Morden - nach. Breiten Raum nimmt diesesmal die Entwicklung der Charaktere ein, so dass fast das halbe Buch durch ist, bis es ein Mordopfer gibt. Netterweise ist es der "miese Charakter", den es erwischt.
Natürlich wird nicht nur dieser Mord aufgeklärt, sondern zusätzlich auch ein bereits Jahre zurückliegender Todesfall. Insgesamt fand ich diese Geschichte nicht so fesselnd, dass ich mehr als drei Sterne vergeben möchte, auch da sowohl die Chemiekenntnisse einer 11-jährigen so unglaubwürdig sind, wie die exzessiv ausgelebte Feindschaft zwischen Flavia und ihren beiden Schwestern.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ermittlerin mit morbidem Charme..., 23. September 2010
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Man sollte den ersten Band um Flavia de Luca "Mord im Gurkenbeet" gelesen haben, um die kleine Hobbydetektivin und ihr Umfeld zu verstehen. Ich fürchte, an Flavia scheiden sich die Geister, denn sie polarisiert. Entweder man mag sie und ihre für ein Kind sehr ungewöhnlichen Fähigkeiten, oder man ist einfach nur genervt von der oberklugen Art, und ihrem umfangreichen Wissen. Irgendwie hatte ich immer beim Lesen das Mädchen Wednesday aus den Filmen der Addams Family vor Augen. Es finden sich einige Parallelen zu deren morbiden Charme und den merkwürdigen Vorlieben.

Auch in diesem zweiten Band ist Flavia voll in ihrem Element. Als sie auf dem Friedhof den berühmten Puppenspieler Rupert Porson und seine Begleiterin Nialla kennen lernt, merkt sie schnell, dass etwas zwischen den beiden nicht stimmt. Unaufdringlich wie immer, beginnt sie zu analysieren (hier sogar in ihrem Chemie-Labor) und zu beobachten. Natürlich dauert es nicht lange und es gibt eine Leiche zu beklagen. Doch dieser so aktuelle Todesfall ist eng mit einem schon Jahre zurück liegenden Ableben eines Dorfbewohners verknüpft und niemand außer Flavia erkennt scheinbar die Zusammenhänge.

Sehr gut gefallen hat mir die toll und kompliziert gebaute Krimihandlung und natürlich ihre Auflösung. Man vermutet die ganze Zeit schon, wer oder was passiert sein könnte und schaut Flavia fasziniert über die Schultern. Ihre Gedanken, ihre Zitate und ihre teilweise komischen Versuche, ihren Schwestern eins auszuwischen sorgen immer wieder für Lacher und machen aus dem Ganzen einen großen Lesespaß.

Einen Kritikpunkt gibt es aber dennoch - bei den chemischen Experimenten hätte Bradley dann doch vielleicht etwas besser recherchieren sollen. Aus Tränenflüssigkeit mittels Sulfosalicylsäure ein Protein zu fällen, das zu einem solchen Testergebnis führt, wie Flavia es erhält, ist leider schwerlich möglich und die Definition der Ehrlich`schen Probe geht anders, das stört aber sicher nur, wenn man diesen Versuch häufiger durchführen muss und ihn dann so falsch wie hier beschrieben bekommt...Aber das nur am Rande.

Mein Fazit: Ein amüsanter und gut gemachter Krimi mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Es macht Spaß ihn zu lesen und daher 4 von 5 Pünktchen für Flavia.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good Old England, 23. Januar 2012
Flavia de Luce, dieser Name wird in die Kriminalgeschichte eingehen! Denn die unvergleichliche Flavia löst auch ihren zweiten Fall mit Bravour. Wer Miss de Luce noch nicht kennt, hat definitiv etwas versäumt. Denn wie oft begegnet man schon einer begnadeten elfjährigen Chemikerin, die einen ziemlich fiesen Charakter hat, begnadet lügen kann, Mordfälle aufklärt und einen erbitterten Kleinkrieg gegen ihre beiden älteren Schwestern führt. Obwohl Flavia schrecklich altklug ist, schließt man sie doch sofort ins Herz, denn sie hat auch ihre liebenswerten Seiten; so kann Dogger, das Familienfaktotum, stets auf sie zählen.
Diesmal verschlägt es einen fahrenden Puppenspieler, Rupert Porson, und seine Assistentin nach Bishop's Lacey. Und da deren Auto einer dringenden Reparatur bedarf, erklären sie sich zu einer Vorstellung von "Jack und die Bohnenstange" im Gemeindesaal bereit. Und es kommt wie es kommen muss, der arme Rupert segnet während der Vorstellung das zeitliche. Und praktisch im Moment seines Todes nimmt Flavia die Ermittlungen auf, nicht immer zur Freude von Inspektor Hewitt, der aber letzten Endes wieder vor Flavias Beobachtungs- und Kombinationsgabe kapituliert. Ihre Ermittlungen führen Flavia kreuz und quer durch Bishop's Lacey und somit tief hinein ins gute alte England. Bishop's Lacey bietet alles was zu einem typischen englischen Dorf gehört; da wären Teestube, Postamt, Bibliothek, Konditorei, Dorfgasthof, Bestattungsunternehmen und Pfarrkirche. Natürlich gibt es auch eine Reihe schrullig liebenswerter Bewohner, von denen sich Flavia die eine oder andere Information erschwindelt.
Der liebste Platz auf Erden ist für Flavia noch immer ihr Chemielabor auf Buckshaw, dem Familiensitz. Dort zischt und brodelt es, dass es eine wahre Freude ist. Auf Buckshaw treffen wir auch wieder die restliche Familie de Luce, wobei mir Flavias Vater in diesem Buch direkt ans Herz gewachsen ist, denn man bekommt eine Ahnung davon, dass es für ihn nicht immer ganz leicht ist, drei Mädchen alleine großzuziehen.
Ich kann Alan Bradley zu seiner Schöpfung, der genialen Flavia de Luce, nur gratulieren und ich hoffe sehr, dass noch viele Morde in und um Bishop's Lacey passieren werden, damit wir der kleinen Miss Marple noch oft begegnen werden!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die verflixte Sinfonie klebte verzweifelt am Leben!", 10. November 2010
Von 
kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Nach der grandiosen Theater-Vorstellung des Puppenspielers Rupert Porson, fällt am Ende nicht nur der Vorhang, sondern auch eine Leiche auf die Bühne. Jetzt heißt es Ruhe- und einen kühlen Kopf bewahren, denn was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich schnell als skrupelloser Mord.
Flavia ermittelt wieder, und dabei ist ihr Inspektor Hewitt keine große Hilfe. Statt sie in sein Ermittlungsteam aufzunehmen, behandelt er sie wie eine gewöhnliche Elfjährige, was der Guten gehörig gegen den Strich geht. Und da am Ende jemand den Inspektor vorführen muss, macht Flavia sich ganz allein auf die Suche nach dem Mörder, und entwirrt dabei gleich zwei Verbrechen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Aber Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie diesen Fall nicht knacken würde. Frei nach dem Motto: '"Begabung und Moral haben nichts miteinander zu tun'", schnüffelt sie Tatverdächtigen hinterher, steigt in Nachbars Häuser ein, und steckt ihre Nase in Angelegenheiten, die sie todsicher nichts angehen.

Wer allergisch gegen Lachfältchen ist, sollte die Finger von diesem Roman lassen, durch den ich mich innerhalb kürzester Zeit gekichert habe. Ich mag Flavia und ich mag Alan Bradleys Schreibstil. Sein Wortwitz, und seine Flavia-mäßige Sprache haben mir ein schelmisches Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert, das noch einige Zeit nachgewirkt hat. Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite mit witzigen, neunmalklugen oder einfach nur niedlichen Passagen gespickt, wie die auf Seite 51, als Flavia ihre Schwester ärgern will, indem sie sich über Ludwig van Beethoven lustig macht:
"Ey, spiel doch ma den Mondlicht-Solara-Dimgens von Louis B."
Oder Flavias Antwort auf die Frage, ob sie raucht:
'Ich hatte schon überlegt, ob ich nächste Woche damit anfange. (...) Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen." (Seite 22).

Aber die Geschichte lebt nicht nur von Flavia, sondern auch von den vielen schrulligen Nebenfiguren mit all ihren Macken und Kanten, wie Dogger, Flavias Vater, ihrer '"Du-bist-echt ''ne-Wucht'"-Tante Felicity, sowie Tee-Tanten, wie Miss Puddock, die wahrscheinlich einzige Person in England, die auf die Idee kommt, ihren Samowar "'Peter der Große"' zu nennen.

Fazit:
Volle Punktzahl für einen herrlich-komischen Roman, der bis zur letzten Seite ein runder Lesespaß war, und zum Schluß sogar noch richtig spannend wurde.

Abschließend möchte ich noch die beiden Übersetzer erwähnen, Gerald Jung und Katharina Orgaß, die wieder mal einen richtig tollen Job gemacht haben!

Bisher erschienen:
* The Sweetness at the Bottom of the Pie (Flavia De Luce Mystery 1)
* The Weed that Strings the Hangman's Bag (Flavia De Luce Mystery 2)
* A Red Herring Without Mustard (Flavia De Luce Mystery 3) - Teil 3 Erscheint im Februar 2011

Bisher übersetzt:
* Flavia de Luce (1) - Mord im Gurkenbeet; gibt es übrigens auch als Hörbuch
* Flavia de Luce (2) - Mord ist kein Kinderspiel; ist ebenfalls als Hörbuch erschienen
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5.0 von 5 Sternen einfach genial, 22. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman (Taschenbuch)
Über den Autor:

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen.

Zum Inhalt:

Das Auto des begnadeten Puppenspieler Rupert Porson und seiner entzückenden Assistentin gibt ausgerechnet in Bishop's Lacey seinen Geist auf. Ärgerlich für ihn, toll für die Anwohner, die dadurch in den Genuß eines aufregenden Theaterabends kommen. Dieser endet mit einem furiosen Finale und es gibt sogar eine Leiche.

Die Polizei tappt im Dunkeln. Aber die Hobbydetektivin Flavia findet heraus, dass das alles andere als ein Unfall war.

Meine Meinung:

Flavia ermittelt wieder mit einer unglaublichen Kombinationsgabe. Es macht einfach Spaß sich durch diese Geschichte zu lesen. Mit kindlicher Neugier und einem sehr scharfen Verstand macht sich Flavia ans Werk. Ganz bezaubernd dargestellt ist es, wie Flavia immer wieder durch Zufall in solche Geschichten hineingerät. Über ihre Gedanken bezüglich ihrer Schwestern mußte ich immer sehr schmunzeln. Die zwei sind aber auch fies und Flavia hat es nicht leicht mit ihnen. Der Vater ist mit seinen drei Töchtern (und diesmal auch mit seiner nervtötenden Schwester) heillos überfordert und flüchtet sich in seine Passion, den Briefmarken. Die Location ist toll und die Geschichte mit sehr viel Liebe zum Detail erzählt, so dass man sich als Leser mittendrin fühlt. Die Charaktere sind facettenreich und sehr gut ausgearbeitet. Auch Flavia's Liebe zu Giften kommt wieder einmal nicht zu kurz und ist immer sehr aufschlußreich. Was ich an diesem Autor unter anderem so toll finde, ist sein genialer Umgang mit Worten. Auch Situationskomik ist reichlich vorhanden. Dieses Buch macht einfach nur Spaß.

Cover:

Tolles etwas düsteres Cover, das aber wieder genial zur Geschichte passt.

Fazit:

Ein tolles, spannendes Lesevergnügen, in einem unglaublich guten Schreibstil verfasst, der den Leser sofort an die Geschichte fesselt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 2. Teil - Mord ist kein Kinderspiel, 31. Dezember 2012
Von 
Stefanie Jojo "Leseratte" (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman (Taschenbuch)
Als Flavia de Luce, gerade ihren Gedanken bezüglich ihrer eigenen Beerdigung nachgeht, begegnet sie dem berühmten Rupert Puppenspieler und seiner junge Gehilfin Nalia. Sie sind eigentlich auf der Durchreise, doch ein Motorschaden hindert sie an der geplanten Weiterfahrt. Zum Glück bietet der Dorfpfarrer seine Hilfe an nur müssten sie ein paar Tage warten. Als Gegenleistung und um die Wartezeit zu überbrücken verspricht das Duo zwei Vorstellungen ihres neuen Programms "Jack und die Bohnenstange". Flavia die bei den Vorbereitungen helfen darf, ist gleich Feuer und Flamme zu erfahren wie alles funktioniert. Als am Ende der Vorstellung, Rupert tot auf die Bühne fällt, steht nicht nur für Flavia fest das es Mord war. Während ihrer Ermittlungen erfährt Flavia nicht nur, dass der Mord eine besondere und erschreckende Verbindung zur Vergangenheit hat, sondern auch über sich selbst.

Nach dem ich den ersten Teil "Mord im Gurkenbeet" gelesen hatte, stand für mich fest nicht ob sondern wann liest du den zweiten Teil. Und hier ist er nun. Meiner Meinung nach ist er noch etwas besser als der erste Teil, und absolut spannend bis zur letzten Zeile. Alleine schon die Anfangs Szene in der sich Flavia ihre eigene Beerdigung vorstellt ist einfach nur klasse beschrieben. Vollkommen überzeugt hat mich diesmal die Story, sie entwickelt sich langsam und ermöglicht es dem Leser sich noch besser mit den Charakteren zu identifizieren. Das Flavia eigentlich nur durch einen Zufall auf die Idee kommt, das der Mordfall mit einem weiterem Mordfall zusammenhängt hat mir besonders gut gefallen, und zeigt mal wieder, das auch Flavia mit all ihrer Intelligenz, sich die Neugier eines Kindes erhalten hat. Die es ihr ermöglichen aus den Denkmustern von manch Erwachsenen auszubrechen. Neben dem Mordfall kommt natürlich auch die Familie de Luce nicht zu kurz. Wir begegnen der Schwester von Haviland, die sich für einen Kurzurlaub angekündigt hat. Die etwas eigensinnige Person, lässt es sich unter anderem nicht nehmen, ihrem Bruder einen Fernseher anzudrehen, den er eigentlich nicht will. Oder etwa doch? Flavias Schwestern denken sich wieder fiese Geschichten aus die Flavia ihrerseits wieder mit einer fiesen Aktion heimzahlt. Diese fiese Aktion ist dann für mich das Tüpfelchen auf dem I. Aber lest am besten selbst. Für mich eine mehr als gelungene Fortsetzung.

Reihenfolge der Bücher:
1.Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
2.Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman
3.Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel: Roman
4.Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman

Erscheint bald auf Englisch :
Speaking From Among the Bones
The Dead In Their Vaulted Arches
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Fall für eine 10-jährige!, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich bereits den 1. Roman von Alan Bradley mit Flavia de Luce als Romanheldin gelesen hatte, traute ich mich(mit Recht) an seinen nächst folgenden Roman mit derselben Titelheldin.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und liest sich recht angenehm und teilweise ziemlich spannend.
Die Personen sowie die Gegend des Geschehens sind sehr genau skizziert und in ihrer Vielfalt äusserst kurzweilig dargelegt.
Die ganze ansehliche Geschichte wird nicht in einem Abwasch von 08/15 geschrieben.
Der Text ist angenehm ausgefeilt, ohne zu hochgestochen zu wirken.
Man merkt es schon: hier ist ein wirklicher Autor und nicht ein Pseudo-Schreiberling, wie jetzt so viele im Internet herum schwirren, am Werk gewesen.
Einzig mit der Titelheldin komme ich nicht ganz zurecht.
Das Mädchen ist 10! Jahre alt und recherchiert beinahe wie Sherlok Holmes.
Flavia de Luce besitzt eine ausserordentliche Phantasie und Spitzfindigkeit.
Ausserdem ist sie eine leidenschaftliche Chemikerin, die ihr Labor von einem Onkel geerbt hat.
Der Kriminalinspektor kommt nur zeilenweise vor.
Alle verdunkelten Geheimnisse deckt Flavia de Luce auf.
Vollkommen raffinierte und ausgeklügelte Mordanschläge duchschaut sie fast "mit links".
Sie fragt die Leute aus und tut eigentlich in diesem (und auch im 1. Fall) alles, was ein Kriminaler macht.
Letztlich zu Ende des Romanes erklärt sie dem Kriminalinspektor in einem Verhör - oder besser: Gespräch -
wer der Mörder war und warum die Verantwortlichen so gehandelt haben.
Ziemlich am Schluß des Romanes verhindert sie einen Selbstmordversuch mit vollkommen unvorstellbaren Mitteln
Ein bisschen viel für eine 10-jährige, oder?
Der Roman ist kein Reisser, er ist eher ruhig, aber sehr anregend und interessant geschrieben.
Die Beteiligten, wie: der Pfarrer, die Schwestern, der Puppenspieler samt Partnerin, die verückte Meg u.v.a.
sind liebevoll und sehr treffend beschrieben.
Ich werde eventuell wieder einmal so einen Roman mit Flavia lesen.
Über diverse Dichterfreiheiten muß man eben hinwegsehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wirkt teilweise zu konstruiert, 4. November 2012
Von 
Ivonne Wiese (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman (Taschenbuch)
Flavias zweites Abenteuer führt sie in die Welt des Theaters, genauer gesagt des Puppentheaters. Ein sehr berühmter Puppenspieler landet per Zufall und kaputtem Wagen in ihrer Gegend und während der Reparaturdauer gibt er mal eben ein paar Vorstellungen. Doch leider überlebt er eine davon nicht.
Und was hat das Ganze mit dem vor Jahren verstorbenen kleinen Jungen der Nachbarn zu tun? Flavia ermittelt und unterstützt mal wieder die Polizei, während sie sich nebenbei noch gegen ihre Schwestern behaupten muss.

Der zweite Teil hatte für mich nicht mehr ganz den Charme des ersten Buches. Viele Sachen wirken krampfhaft konstruiert und auch Flavias Chemiekenntnisse werden diesmal ohne Bezug zur Story mitten hinein geworfen. So muten die seitenweisen naseweisen Erklärungen irgendwelcher Experimente als neunmalkluge Beigabe an, denen jeglicher Bezug zur Handung fehlt.
Die Hintergrundgeschichte zu den Verwickungen der Protagonisten hingegen ist gut undurchschaubar und kann erst ganz zum Schluß Dank Flavias Hilfe vollends aufgedeckt werden. Auch wenn man oft das Gefühl hat, dass hier mehr Zufall im Spiel ist als verkraftbar. Ganz nett aber nicht einzigartig.
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Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman
Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman von Alan Bradley (Taschenbuch - 17. Oktober 2011)
EUR 8,99
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