Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen234
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. August 2003
Der neue Roman von Ch. Link ist spannend, ohne Zweifel. Man ist als Leser gleich mittendrin im Geschehen: in englischer Urlaubsidylle verbringen drei deutsche Ehepaare die Osterzeit, doch nichts stimmt. Jeder schleppt eine Menge Probleme und Aggressionen mit sich herum, aber niemand spricht wirklich mit dem anderen.
Leider überfordert den Leser zunehmends die geballte Ladung an unterschwelliger und ausgelebter Gewalt sowie die Fülle an Problemen, nichts bleibt aus: der berufliche Ruin Leons, die bedrückenden Sorgen eines Teenagers, die Besessenheit des Versagers Philipps, mehr über seinen Vater zu erfahren, die Hörigkeit der schönen Geraldine an Philippe etc.
Irritierend sind die Klischées und Eigenschaften, mit denen die Protagonisten völlig unnötig ausgestattet werden: Tim,der Psychotherapeut, wird von Anfang an überaus unsympathisch und schleimig dargestellt, seine Charakterisierung steigert sich dann in der Entlarvung als Sadist, der seine eigene Frau als Versuchsobjekt benutzt und misshandelt hat. Es wimmelt nur von extremen Personen, sogar kleinere Rollen wie die Verkäuferin des Dorfladens, der Rezeptionistin und des Kommissars werden mit negativen Elementen ausgestattet, nichts bleibt im Normalbereich. Ausser der Person Jessicas.
Einerseits aufschlussreich, andererseits auch wieder zu viel Detailinformationen bringen die verschiedenen Tagebuchaufzeichungen und Projektbeschreibungen: was man sonst sich selber als Leser 'zusammenreimt', wird einem hier schwarz auf weiss präsentiert (Tims Papiere).
Ein spannender Roman, in gelungener Kulisse, sprachlich sehr treffend, dessen aggressive und teils verborgene Dynamik (Evelin) bisweilen nicht nachvollziehbar ist.
11 Kommentar|49 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2004
Ich habe bereits viele Bücher von Charlott Link gelesen und fand sie nahezu alle brilliant, aber ich muss sagen, dass der Roman "Am Ende des Schweigens" neben der Sturmzeit-Trilogie eines von Links besten Büchern ist.
Drei befreundete Pärchen nebst Kindern (insgesamt 9 Personen) verbringen jede Ferien zusammen auf einem Landsitz in Yorkshire. Zunächst muss man sich ein wenig zurechtfinden, wer mit wem zusammen ist, wer mit wem befreundet und wie dieses Personen-Gerüst zusammenhängt. SChon allein die Charakter-Beschreibungen, die einem ein sehr genaues Bild über jede einzelne Person vermitteln, sind spannend und äußerst präzise geschildert. Man fühlt sich schon nach einigen Seiten als "daneben stehender Beobachter", hat sich völlig in Ort, Zeit und Geschehen integriert. Als dann das unfassbare die Idylle noch mehr bröckeln lässt, als sie es ohnehin schon war, wird's richtig spannend. Man kann das Buch jedenfalls nicht aus der Hand legen.
Link ist meiner Meinung nach ein wirklich meisterhafter Psycho-Thriller gelungen - obwohl man meinen könnte, das Thema Freund- und Feindschaft sowie Mord seien bereits oft genug schriftstellerisch verarbeitet worden, ist dieses Buch dank Links erzählerischem Talent einfach einzigartig.
Wer Psycho-Thriller mit ausführlichen Charakterbeschreibungen mag, muss dieses Buch einfach gelesen haben!
11 Kommentar|85 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Dezember 2003
Ich habe bislang alle Bücher dieser großartigen Autorin verschlungen und mich sofort auf die Warteliste setzen lassen, damit ich auch ja als eine der Ersten dieses neue Buch erhalte! Was soll ich sagen?! Ich habe dieses Buch also seit Wochen, bin aber erst jetzt fertig geworden..... Ich habe zwischenzeitlich, ganz gegen meine Art, 5 andere Bücher verschlungen, weil mich "Am Ende des Schweigens" einfach nicht fesselte. Dabei hörte sich die Kurzbeschreibung so vielversprechend an!
Ich finde, dass sich Charlotte Link mit ihren immer wiederholenden Füllsätzen, die keine Aussagekraft haben, keinen Gefallen getan hat. Dadurch wird das Ganze langatmig und verliert die Spannung. Ich denke, wäre das Buch nur halb so dick, wäre es viel besser! Zudem "mutet" sie ihrer schwangeren Hauptdarstellerin viel zu (kaum Schlaf, Alkohol, Streß usw.)- sehr unrealistisch! Frage mich eh, warum die Figur schwanger sein muß....? Naja, egal.
Fazit: Lesenswert, aber bei weitem nicht so gut wie ihre anderen Bücher!!!
11 Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2003
Mir ist das Buch, als das bisher Beste von Charlotte Link empfohlen worden. Aber dem kann ich mich nicht anschließen. Ich fand die Rosenzüchterin wesentlich gehaltvoller. Dennoch ist es atemberaubend spannend zu lesen, man fliegt nur so über die Seiten.Die Geschichte von drei Ehepaaren, die ihren Urlaub seit Jahren in einem englischen Landhaus verbringen, scheinpaar miteinander befreundet, aber eigentlich mehr ungesund miteinander verflochten mag den Leser schon zu fesseln. Allerdings fand ich das Ende nicht so wahnsinnig überraschend und manchmal haben mich die hobbypsychologischen Einschübe ein wenig gestört. Charlotte Link lässt wirklich nichts aus. Rebellierender Teenager, misshandelte Ehefrau, schlappschwänziger Ehemann, frustrierter Versager...man hat alle Varianten der psychologisch leicht gestörten Mittelschicht beisammen. Fragt sich nur, wer genug gestört ist, um ein Massaker zu begehen? Wer aufmerksam genug liest, dem ist das schon lange vor dem Ende klar, aber eigentlich geht es darum gar nicht so, denn es ist schon interessant zu verfolgen, wie die einzelnen Personen mit dem gewaltsamen Ereignis in ihrem Leben umgehen, aber genau da gibt es auch einige Schwachstellen im Buch. Manches wirkt einfach ein wenig zu konstruiert. Menschen bleiben eben Menschen und verhalten sich nicht Lehrbuch gemäß. Alles in allem macht es abert durchaus Spass "Am Ende des Schweigens" zu lesen. Es gibt bessere Bücher in diesem Herbst aber eindeutig viel mehr schlechtere!
0Kommentar|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. November 2012
Ein eher leiser Krimi und vielmehr eine Psychogeschichte ohne viel Action. Doch dafür steht Charlotte Link auch.
Auch wenn ich relativ früh wusste, wer und was hinter den Taten steckte, konnte die Autorin durch ein gelungenes Verwirrspiel die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten. Ich fieberte mit Jessica auf der Suche nach der Wahrheit mit und wollte auch alles über die anderen Personen des Freundeskreises herausfinden. Jedes Mal, wenn ich dachte: "Oh je, wie will sie jetzt noch den Spannungsbogen halten", überraschte die Autorin mich positiv. Und obwohl hier und da kleine unrealistische Szenen enthalten waren, konnte ich das Buch fast nicht aus der Hand legen und habe es in 2 Tagen ausgelesen. Für mich daher ein sehr gut geschriebenes Buch und für alle diejenigen, die auch mal ohne viel Action auskommen, aus meiner Sicht nur empfehlenswert! Toll!!!
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 1. März 2012
Charlotte Link ist eine begnadete Autorin, bei der 600 Seiten sogar leicht an einen Tag verschlungen werden können. In diesem Fall hab ich das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen.

Schon durch den 'Prolog' wird die Neugierde geweckt, denn dort entdeckt Jessica die erste Leiche. Was dahinter steckt, dass soll der Leser anfänglich noch nicht erfahren. Stattdessen wird dem Leser erst einmal die Situation und die jeweiligen Protagonisten veranschaulicht. Jeder Protagonist wird dabei mit Charakter-Eigenschaften versehen, die sofort Mitleid, Widerwillen oder Interesse wecken. Unterschiedlicher und ausgeprägter hätte es nicht sein können. Die Welt in die der Leser geworfen ist, ist verwirrend und abschreckend. Man kann sofort verstehen, warum sich sowohl Jessica, als auch ihre Stieftochter sich nicht wohl fühlen. Glück und Freundschaft wird nur vorgespielt, sodass man schon überlegt, wer hinter den Morden steckt.

Patricia kniete nicht vor dem hölzernen Trog, wie es zuerst den Anschein gehabt hatte, sondern hing über dem Rand, mit dem Gesicht nach unten in der frischen, feuchten Erde. Ihr linker Arm fiel seitlich herab und wirkte dabei auf eigenartige Weise verdreht. Der andere Arm lag neben ihrem Kopf, und die Finger ihrer Hand krallten sich in die Erde, als gebe es dort einen Halt oder irgend etwas, das festzuhalten sich lohnte. (Zitat. S. 11)

Wie bei den meisten Werken von Charlotte Link ist nach der anfänglichen Spannung, erst einmal die Luft raus. Ihre Beschreibungen von Protagonisten und der Grundsituation ist einfach nur langatmig. Trotzdem ist irgendwann der Punkt erreicht, wo man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. In diesem Fall ist es nicht einmal die Tatsache, dass hier vielfach Mord stattgefunden hat, sondern eher die Geheimnisse, die diese Freunde umgeben haben. Klar rätselte ich auch mit, wer am Ende zu einer solchen Tat, sogar zwei Kinder zu ermorden, fähig ist, aber hauptsächlich zogen mich die Geheimnisse an. Charlotte Link greift dazu Themen auf, die aktuell sind, wie zum Beispiel Fresssucht; häusliche Gewalt; Freunde, die wegschauen; Menschen, ohne eigene Charakterstärke und um Geldprobleme. Ausführlich baut sie diese Themen in ihrer Geschichte ein und lässt dadurch die eigentliche Handlung spannend werden. Aus Jessicas Sichtweise, aber stellenweise auch aus Blickwinkeln der anderen Personen oder Tagebucheinträgen seitens Ricarda, erfährt der Leser nach und nach alle Zusammenhänge. Es entsteht ein Bild voll Mitleid und Traurigkeit. Letzteres, weil nach außen hin der Schein gewahrt wird, und die angeblich große Freundschaft alles nur eine Farce ist. Link versucht damit aufzuzeigen, dass man hinter die Fassade gucken soll, Hilfe nur bekommt, wenn man auch direkt darum bittet, und dass eine eigene Meinung sehr wichtig ist.

Eigentlich eine gute Geschichte, die durch ihren roten Faden immer logisch konstruiert wirkt. Textstücke oder Rückblenden werden durch andere Schrifttypen sichtbar hervorgehoben, und die gute Unterteilung mit zahlreichen Kapiteln und Teilen sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Die Spannung wird bis zur letzten Seite gehalten, und auch wenn ich manche Beschreibungen einfach zu langatmig fand, sodass das Buch für mich gerne nur 400 Seiten hätte haben müssen, hat mir das Buch durch die zahlreichen offenen Möglichkeiten und die realistischen Themen / Klischees sehr gut gefallen.

Trotzdem gibt es auch einen Punkt, der mich extrem stört. Zum Beispiel ist Jessica in der 11. Woche schwanger. Sie fliegt, trinkt, läuft diverse Kilometer an einem Tag und isst alles andere als vernünftig. Würde so etwas eine vernünftige und gebildete Frau tun? Mal ein Glas Sekt könnte ich schon verstehen, aber da ist ständig von Alkohol die Rede. Außerdem hätte die Geschichte um Phillip nicht noch mit einer weiteren Protagonistin ausgeschmückt und in die Länge gezogen werden müssen. Mehr gibt es jedoch nicht zu kritisieren.

Charlotte Link ist ein spannender Psycho-Thriller zum Thema Freundschaft gelungen, der durch seinen temporeichen, bildhaften und wendigen, wenn auch manchmal langatmigen Stil für ein erstklassiges und flüssiges Leseerlebnis sorgt. 600 Seiten, die nur an einem vorbeifliegen, wenn auch gerne die eine oder andere Passage oder Figur hätte weichen dürfen, um noch mehr Biss und Tempo einzubringen.

===Abschließendes Fazit===
Brisanter Psycho-Thriller, der hinter die Kulissen von befreundeten Familien blickt.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. November 2007
Der Landsitz Stanbury in Yorkshire ist schon seit Jahren das Ferienziel einer deutschen Clique, seit Patricia das Haus von ihrem Großvater geerbt hat. Die drei Männer im Bunde, Tim, Alexander und Leon, kennen sich schon seit ihrer Schulzeit und haben den Englandaufenthalt zur Tradition gemacht.

Nur Alexanders Frau Jessica fühlt sich dort ausgegrenzt, abgestoßen von der Vereinnahmung durch die Gruppe, und unternimmt zum Unverständnis der anderen stundenlange einsame Spaziergänge. Und Ricarda, Alexanders Tochter aus erster Ehe, hasst nicht nur ihre junge Stiefmutter aus tiefster Seele, sondern verabscheut die ganze Clique, die sich dort eine heile Welt vorgaukelt.

Eines Tages geschieht ein schreckliches Verbrechen in dem alten Haus, es gibt mehrere Tote. Wer kann das getan haben? Sind die inneren Spannungen in der Gruppe so eskaliert, oder hat der Engländer Phillip Bowen, der behauptet, ein Verwandter Patricias zu sein und ein Anrecht auf das Haus zu haben, etwas damit zu tun?

Wieder mal ein spannender Krimi aus der Feder von Charlotte Link, der erfreulicherweise diesmal nicht so klischeehafte Protagonisten hat wie in ihren letzten Büchern. Die tatkräftige Jessica als Hauptperson anstelle der üblichen Jammergestalten in unglücklichen Ehen gefiel mir sehr gut. Die scheinbar unzerstörbare Schickimicki-Clique wird erbarmungslos seziert, hinter der Fassade verbirgt sich bei jedem einzelnen ein seelischer Abgrund.

Auch die Mordfälle lösen sich glaubwürdig auf. Zwar bestätigte sich am Ende mein Verdacht, wer es war, doch zwischendurch hat mich Frau Link immer mal wieder auf eine falsche Fährte gebracht. Der Schluss war für mich nicht so gelungen, aber auch nicht das kitschige Happy-End, das ich zwischendurch mal befürchtet hatte - es wäre in diesem Buch unpassend gewesen.
11 Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. August 2006
Mein erstes Buch dieser Autorin. Bislang hatte ich sie immer als klassische "Frauen-Buch-Autorin" eingeschätzt, um so erstaunter war ich, dass sich beim Lesen vor mir ein bunter, literarischer Teppich mit differenzierten Charakterdarstellungen und gelungenen Spannungsbögen entrollte! Sicherlich - die Geschichte von drei deutschen Paaren in einem entlegenen englischen Ferienanwesen klingt ein wenig abstrus, aber das Leben geht nun einmal hin und wieder ungewöhnliche Pfade...

Die Darstellung der Patricia gelingt der Autorin ganzbesonders gut. Solche Menschen gibt es tatsächlich und sie schaffen es immer wieder, andere Charaktere in ihrer Entwicklung und ihrer Kreativität zu behindern und nur sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Im Auftritt der Patricia hat Charlotte Link ihre stärksten Szenen.

Mehr als 600 Seiten sind gerade auf Reisen immer wieder eine große Herausforderung. Der Drang, zu wissen wie es weitergeht, lässt den Konsumenten aber immer wieder zu diesem Buch greifen. Die Lektüre ist schnell bewältigt und anders als bei vielen anderen Büchern, ertappt man sich auch noch nach ein paar Tagen, wie man noch einmal die Gedanken in Richtung des Buches schweifen lässt. Ein untrügliches Zeichen für ein gutes Buch.

Abschließend kann man sagen, hier handelt es sich um ein Stück wirklich gut gemachter Unterhaltung, deren Psycho-Anteil hin und wieder ein wenig zu gewichtig ausfällt, die aber nie ins Langweilige abtriftet und mit jeder Seite zum Weiterlesen animiert. Und "nur" Frauen-Lieratur war das ganz sicher nicht...
0Kommentar|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2013
Ich habe schon einige Bücher von C. Link gelesen, und gehe jedes Mal skeptisch an die Sache ran. Einerseits kann man ihre Bücher sehr gut lesen, andererseits wird jeder Punkt, jedes Gefühl ausgewälzt bis zum allerletzten. Zudem triefen alle ihre Bücher vor Klischees. Und fast immer sind die Männer Schweine, die Frauen depressive Opfer.
"Am Ende des Schweigens" fängt spannend an, dann erst mal ein Rückblick, und weil man ja weiß was kommt, wartet man darauf, dass es endlich weiter geht, damit man erfährt, wieso und weshalb. Als es dann soweit ist wird es wieder recht spannend, aber dann zieht sich das Buch nur noch wie Kaugummi. Und das an einem Punkt, wo man denkt, andere Bücher, wären hier schon zu Ende und trotzdem wäre alles Wichtige untergebracht.
Ein halb so dickes, dafür aber nicht so langatmiges Buch (ich muss wirklich nicht jeden Gedanken von jedem Wesen in diesem Buch erfahren) verkauft sich auch.
Hinzu kommt, dass die Handlung teilweise recht lächerlich ist. Die Dicke, die von der Küche magisch angezogen wird. Die ach so verständnisvolle Stiefmutter, die von ihrer Stieftochter gehasst wird, aber Geduld, Verständnis und Mitgefühl für das Mädchen hat, wie sonst kein anderer in dem Buch.
Oder auch die Situation, dass ein fünfzehnjähriges Mädchen verschwunden ist, nachdem gerade ein Massaker geschehen ist, die Stiefmutter sich denkt, dass sie wohl mit ihrem Freund unterwegs ist, und fertig.
Niemand würde so denken und handeln. Jeder normale Mensch würde das Mädchen suchen lassen und die Mutter informieren, zudem noch in einem fremden Land.

Das ist nur einer von vielen Punkten, die sehr unrealistisch erscheinen. Andererseits quillt dieses Buch, wie so viele andere von C. Link über mit unnötigen Erklärungen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2011
Nominiert für den Deutschen Bücherpreis 2004, überrschend durch die Abgründe menschlichen Seins und Handelns. "Am Ende des Schweigens" steht für eine tiefsinnige, komplexe Geschichte, die den Hörer fesselt.

Charakteristisch für Charlotte Link sind die ausgeprägten Persönlichkeiten, die sich von starken Motiven geleitet, auf einem Konfliktfass gefüllt mit reinem Dynamit niederlassen. Obwohl sich die eigentliche Handlung langsam entfaltet, lauern Spannung und Gefahr bereits in den ersten Handlungsminuten.

Für Abwechslung sorgen weiterhin Perspektiv- und Erzählwechsel, die dem Leser das grobe Bild der Situation vorgeben, welches Stück für Stück mit dem Zuspitzen der Dinge vertieft wird.

An einigen Stellen wirkt die Charaktertiefe allerdings zu grell, um glaubhaft zu sein. Mariele Millowitsch kann diesen Aspekt durch ihr Engagement beim Sprechen der Rollen aber kompensieren. Als Ricarda gelingt ihr das sogar so gut, dass eine vollkommene Abneigung gegen die Figur aufgebaut werden kann.

In eben dieser Tiefe liegt auch der einzige Mangel: Obwohl die Konflikte an die Persönlichkeiten ihrer Streitparteien angelehnt sind, geht die notwendige Tiefe bei ihnen manchmal verloren. Man erwartet das Detailreichtum, mit welchem der pyschologische Figurenhintergrund ausgestattet ist, auch im Handlungsfeld. Eben dort wird aber großen Wert auf strikte Rationalität gelegt. Vielleicht kommt dieser Punkt aber auch nicht zur Geltung, weil hier eine fürs Hörbuch gekürzte Fassung diskutiert wird.

Dennoch war die Nominierung gerechtfertigt, verfolgt der Zuhörer doch eine Geschichte voller Lügen, Intrigen und Sehnsüchte. Ein Werk, das für sich selbst spricht - am Ende des Schweigens.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
9,99 €