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97 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen trotz kleiner Schönheitsfehler , ein Roman mit Sogwirkung
"Das andere Kind" von Charlotte Link, war für mich wieder ein fulminantes Leseerlebnis.
Ein Buch das über Schuld, Hass,Lieblosigkeit und dessen Konsequenzen und Gleichgültigkeit gegenüber seinen nächsten Mitmenschen handelt,übt im Laufe des Lesens eine immer größere Sogwirkung auf den Leser aus,sodass man sein Ende kaum...
Veröffentlicht am 30. August 2009 von Bücherhimmel

versus
50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Anfang war noch viel versprechend...
"Kunstvoll verflechten sich die Handlungsstränge zu einem fesselnden Krimi-Meisterwerk." - so wird die Hamburger Morgenpost auf Charlotte Links Buch "Das andere Kind" zitiert.
Wie man zu dieser Einschätzung gelangen konnte, weiß ich nach Lektüre dieses Romans allerdings beim besten Willen nicht. Ein Krimi? Noch dazu ein Meisterwerk dieses Genres...
Veröffentlicht am 31. Juli 2011 von Sarah O.


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97 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen trotz kleiner Schönheitsfehler , ein Roman mit Sogwirkung, 30. August 2009
Von 
Bücherhimmel (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Das andere Kind" von Charlotte Link, war für mich wieder ein fulminantes Leseerlebnis.
Ein Buch das über Schuld, Hass,Lieblosigkeit und dessen Konsequenzen und Gleichgültigkeit gegenüber seinen nächsten Mitmenschen handelt,übt im Laufe des Lesens eine immer größere Sogwirkung auf den Leser aus,sodass man sein Ende kaum erwarten kann.

Zwei brutal begangene Morde, die kurz hintereinander in einem kleinen nordenglischen Küstenstädchen geschehen ,erschüttern die Bewohnern von Scarborough. Haben die Morde ihren Ursprung in der Vergangenheit?

Auf zwei Zeiteben spielt dieser neue Roman von Charlotte Link, bei dem mir der Strang, der in der Vergangenheit spielt,äußerst gut gefallen hat.
Die Gegenwartsgeschichte schien mir zu Anfang etwas in die Länge gezogen, durch die etwas ausschweifende Beschreibung der Charaktere und ihrer Lebensumstände, war aber auf den letzten 200 Seiten dermaßen spannend, dass ich das Buch nicht vor seinem Ende aus der Hand legen konnte.Die Geschichte der Vergangenheit hat mir so manches Mal einen Schauer über den Rücken gejagd, ob der Grausamkeiten zu denen Menschen fähig sind.

Frau Link versteht es immer wieder spannend über die Abgünde der menschlichen Psyche zu schreiben. Verletzte Seelen, Opfer der Einsamkeit oder der Gleichgültigkeit ihrer Mitmenschen sind immer wieder Thema ihrer Romane und bilden den Grundstock für eine spannende Krimihandlung. Die Autorin beherrscht es ,ihre Figuren interessant, lebendig und real zu beschreiben.
Mir hat dieser,zum Ende hin fast unerträglich spannende Roman fantastisch gefallen, obwohl die eingangs erwähnten Längen durch die Beschreibung der vielen Personen, den Anfang etwas zäh gemacht hat. 4,5 Sterne, wegen der kleinen Längen.
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50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Anfang war noch viel versprechend..., 31. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
"Kunstvoll verflechten sich die Handlungsstränge zu einem fesselnden Krimi-Meisterwerk." - so wird die Hamburger Morgenpost auf Charlotte Links Buch "Das andere Kind" zitiert.
Wie man zu dieser Einschätzung gelangen konnte, weiß ich nach Lektüre dieses Romans allerdings beim besten Willen nicht. Ein Krimi? Noch dazu ein Meisterwerk dieses Genres? Habe ich was verpasst? Nur weil irgendwie zwei Menschen ermordet wurden und in einem der Handlungsstränge, die alle nur nebenher zu laufen scheinen, während im Vordergrund die Leben der Protagonisten so vor sich hindümpeln, die Ermittlung zu diesen Morden läuft, kann ich noch lange nicht von "Krimi" sprechen. Es ist weder spannend, noch nimmt der Kriminalfall den Großteil des Buches ein.

Zum Inhalt: In der englischen Küstenstadt Scarborough wird eine junge Studentin auf dem nächtlichen Heimweg ermordert. Die Polizei um Detective Inspector Valerie Almond tappt im Dunkeln. Wochen später wird die 79 jährige Fiona Barnes in einer einsamen Farmgegend auf ähnliche Weise ermordet. Verdächtig sind vor allem die Gäste der Verlobungsfeier von Gwen Beckett, mit deren Vater Chad Fiona befreundet ist und ein dunkles Geheimnis aus Kindertagen teilt...

Wer bei einem solchen Plot aber denk, die Mordermittlungen stünden im Mittelpunkt wird leider enttäuscht. Valerie Almond ist nur eine unter vielen Protagonisten und so ziemlich die einzige, die ich als erträglich und nicht vollkommen dumm empfunden habe. Weitere sind Gwen Beckett, eine 35jährige graue Maus, die mit ihrem Vater, dem mürrischen Chad, einsam auf einer Farm lebt, ihr Verlobter Dave Tanner, ein gut aussehender Frauenheld, von dem keiner versteht, was er an Gwen findet, die Feriengäste der Becketts, Jennifer und Colin Brankley, und die Enkelin der ermordeten Fiona, die Londoner Ärztin Leslie Cramer, frisch geschieden und fast 40.

Bezeichnend finde ich bei diesem Roman, dass alle Personen trotz des Umfangs des Buches von über 650 Seiten farblos bleiben. Die meisten versteifen sich in ihren persönlichen Problemen, über die sie unentwegt in Pseudo-Psychologen-Manier sinnieren. Denken sie über andere Personen nach, kommen auch ständig die gleichen Auffälligkeiten auf den Tisch und ich frage mich, ob ich wirklich von jedem Protagonisten (mehrmals) lesen muss, dass Chad wortkarg oder Gwen unscheinbar und schlecht gekleidet ist. Irgendwann hat man es verstanden und diese Wiederholungen fangen an zu langweilen. Anstatt sich ständig zu wiederholen hätte Frau Link ihre Seiten besser mit neuen Informationen gefüllt, um ihren Charakteren mehr Tiefe zu geben. Das wurde leider versäumt.

Leslie Cramer, die man noch am ehesten als Hauptprotagonistin ausmachen könnte, soll wohl durch ihre Schicksalsschläge sympathisch wirken, mich hat sie genervt. Völlig irrationales Verhalten, ständiges unbegründetes Selbstmitleid und Gefühlskälte kennzeichnen diesen Charakter. Der Leser ist nur leider sehr an Leslie Cramer gebunden, da er Fionas dunkles Geheimnis, das sie aufgeschrieben und per Email an Chad geschickt hatte, nur dadurch erfährt, indem er bei Leslie "mitliest". Während alle anderen Protagonisten normal schnelle Leser zu sein scheinen und problemlos die paar Seiten in wenigen Stunden bewältigen können, braucht Leslie dafür mehrere Tage, was so ziemlich der gesamten Handlungszeit des Buches entspricht. Es wirkt auf absurdeste Art in die Länge gezogen. Dabei fragt man sich, was sie abhält. Immerhin hat sie Urlaub, hängt in der Wohnung ihrer toten Großmutter rum und unternimmt sehr wenig, jedenfalls nichts, was Tage ausfüllen würde.
Irgendwann, auf Seite 403, also schon weit nach der Hälfte des Romans, kommt auch Leslie mal der Gedanke, dass sie endlich weiterlesen müsste, um das Geheimnis ihrer Großmutter endlich zu erfahren. Und ich als Leser denke: "Ja, richtig, super Idee, endlich!" und Leslie setzt sich aufs Sofa und ... ist plötzlich ganz müde und macht erstmal ein Nickerchen. Ich konnte es kaum fassen!

Ein weiteres Problem des Buches war, dass die ganze Story extrem konstruiert wirkte und neben Leslie auch alle anderen Protagonisten an chronischer Dummheit zu leiden scheinen. Es ruft zum Beispiel nie jemand die Polizei, was vor allem zum Ende hin einfach nicht mehr logisch begründbar ist. Es wirkt völlig an den Haaren herbeigezogen.
"Ach, ich glaube das ist der Mörder, aber bevor du die Polizei rufst, ziehe ich nur mit Taschenlampe noch eine halbe Stunde allein durchs Niemandsland, um ihn zu finden" oder "Ach, ich glaube die sind in Gefahr, aber bevor wir die Polizei rufen, die in wenigen Minuten da wäre, fahren wir lieber selbst eineinhalb Stunden hin und schauen mal selbst nach" - solche Situationen haben mich wahnsinnig gemacht.

Das Ende ist dann auch noch enttäuschend und denkbar unspektakulär und man fragt sich, wozu man Fionas dunkles Geheimnis überhaupt gelesen hat - wenn es auch das einzig lesenswerte an dem Roman war - denn viel zu tun hat es mit der ganzen Geschichte letztendlich nichts.

Dabei fand ich den Anfang des Buches noch ganz gut, halbwegs spannend, gut geschrieben, flüssig zu lesen, interessant. Eigentlich mag ich auch den spannungsaufbauenden Stil am Anfang, immer nur Andeutungen zu machen. Allerdings muss ein guter Autor den Punkt abfangen können, an dem man von noch spannenden Andeutungen zum Klartext übergeht. Das ist hier nicht geschehen und daher verlor sich bei mir jegliche Spannung, durch die konstruierte Handlung und das teilweise schon absurde "In-die-Länge-ziehen". Ich war schon bald frustriert und gegen Ende habe ich mich wirklich gequält, weil ich sowohl gelangweilt als auch genervt nur noch das Ende erfahren wollte.

Für mich hat Charlotte Link in diesem Roman eine große Chance vergeben, etwas wirklich gutes zu schreiben. Für den guten Anfang und Fionas nicht uninteressante Geschichte gebe ich noch zwei Sterne. Noch einmal lesen würde ich das Buch nicht. Leider keine Empfehlung, erst recht nicht für Krimi- oder Thrillerliebhaber.

PS: Vorhersehbar ist es auch noch. Man muss einfach nur nachprüfen welcher der Hauptcharaktere nie als direkter Protagonist auftaucht und uns so als einziger nicht Einblick in seine Gedanken um den Mord gibt. Man merkt es dadurch leider sehr früh. Ein klarer Makel, der bei so vielen Protagonisten schnell auftreten kann...
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich neues von Charlotte Link...., 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Gebundene Ausgabe)
....und schon ist es leider wieder gelesen.

In diesem Roman bekommt es Detective Inspector Valerie Almond gleich mit zwei Mordfällen zu tun.
Nachdem nachts auf dem Heimweg die junge Studentin Amy Mills in einem Park erschlagen wurde, kommt einige Monate später die etwa 80-jährige Fiona Barnes auf ähnliche Weise ums Leben. Ebenfalls erschlagen in einer einsamen Gegend in der Nähe von Scarborough.
Die Ermittlungen konzentrieren sich schnell auf die Beckett-Farm, ein heruntergekommenes Farmhaus, in dem Fiona kurz vor ihrem Tod an einer Verlobungsfeier zwischen der Tochter Gwen des Farmbesitzers Chad Beckett und Dave Tanner teilgenommen hatte. Diese Feier endete mit einem Eklat, ausgelöst durch Fiona.
In einem zweiten Erzählstrang erfährt man, wie Fiona die Jahre während des zweiten Weltkrieges erlebt hat. Sie hat "ihre Geschichte" in E-Mails an Chad geschickt, den sie als 11-Jährige kennen lernte, als sie wegen der Bombenangriffe von London nach Yorkshire aufs Land geschickt wurde. Da diese Aufzeichnungen nur "stückchenweise" in die Gegenwartsgeschichte eingestreut sind, erfährt der Leser erst spät, dass es da einen dunklen Punkt in der Vergangenheit gibt.

Liest sich der Beginn des Romans noch etwas schwierig, da sehr viele Personen auftreten, gelingt es Charlotte Link im weiteren Verlauf die Spannung zunehmend zu steigern. Viel Wert legt die Autorin auf die Ausarbeitung der Charaktere. Allerdings bleiben einige Personen etwas blass. Dies mag an der Vielzahl der Handelnden liegen.
Im Grunde haben alle Charaktere Probleme, unsympathische Eigenschaften. Dadurch findet man zwar keine Identifikationsfigur, aber die Autorin gewährt dafür tiefe Einblicke in die nicht immer angenehme Psyche und ihre Figuren bleiben so glaubwürdig.
Hinter freundlichen Fassaden verbergen sich zum Teil Angst, Wut, Trauer und Hass. Charlotte Link macht deutlich, was Schuld, Lieblosigkeit und Einsamkeit aus Menschen macht.
Man liest mit zunehmender Anspannung, auch Erschütterung, welche Konsequenzen Gleichgültigkeit und "Wegsehen" haben können.
Damit hat Charlotte Link einen tiefgründigen, psychologischen Spannungsroman geschrieben, der dazu noch hochaktuell ist.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch voller Spannung mit einem Appell an die Menschlichkeit, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch auf gut Glück selbst geleistet, obwohl ich niemals im Leben so teure Bücher selbst gekauft habe. Eher bin ich der Typ für gebrauchtes. Aber da ich von "Echo der Schuld" schon so angetan war, habe ich den Kauf einfach mal riskiert.

Und ich muß sagen: Jeder Cent war es wert. Das Buch fängt meines Erachtens schon äußerst spannend an. Schon nach den ersten zwei Kapiteln konnte ich es nicht mehr weglegen. Viele Rezensenten haben als kleines Manko die eingangs vielen Charaktere bemängelt, dass ein leichtes Durcheinanderkommen möglich sei. Dies kann ich nicht bestätigen, da jeder Charakter sehr bildlich und authentisch - aber nicht ausschweifend und langatmig - dargestellt ist, so dass man recht leicht den Überblick über alle Figuren behält. Die Charaktere tragen alle ein Geheimnis mit sich herum und wirken deshalb auch nicht perfekt wie es in vielen anderen Romanen vorkommt, sondern sind einfach echt mit Ecken und Kanten.

Jedes einzelne Kapitel, auch die einzelnen Rückblicke, wirkt spannend und hat seinen besonderen Reiz. Die Spannungskurve bleibt von Anfang bis Ende erhalten. Auch bei den fast 670 Seiten gibt es keine Seite, die man hätte weglassen können.

Eine herausragende Leistung von Frau Link war wieder einmal die Schilderung der tragischen Geschichte um Brian Somerville. Man geht in die Geschichte ein, fühlt förmlich mit, man wird an die eigene Menschlichkeit gepackt. Der erste Mord um Amy Mills tritt dann zum Ende erheblich in den Hintergrund, so dass durchaus einige offene Fragen zurück bleiben. Aber dies schmälert diesen grandiosen Roman in keinster Weise.

Ich kann nur sagen, ich habe bisher sechs Bücher von Charlotte Link gelesen, aber dies war neben "Echo der Schuld" das beste. Es hatte alles, was in einen guten Roman gehört: enorme Spannung, Unterhaltung, Dramaturgie und Psychothrill.

Daumen hoch, Frau Link!!!
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gewohnte 08/15-Kost, 30. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
Nachdem mir mein Nachbar letzte Woche fünf Bücher von Charlotte Link geschenkt hat, bleibt nach dem Lesen ein Gesamteindruck übrig: Sie bietet schnelle, leicht verdauliche, oberflächliche Kost, die weder zum Nachdenken, noch zu Kontroversen einlädt.

Auch in "Das andere Kind" bedient sich CL wieder aus ihrer üblichen Kiste der stereotypen Charaktere: verhuschte graue Mäuschen; "starke" Frauen mit schrecklicher Kindheit, die ihre schlechten/gescheiterten Beziehungen nur allzu gern dem Mann zuschieben; männliche Weicheier, die sich die Allüren ihrer Frauen kommentarlos gefallen lassen; ruchlose, charmante Verführer, bei denen sonst abweisende Ehefrauen schwach werden und bereitwillig das Höschen lüften; Ermittler, die immer einen Schritt hinter den übrigen Protagonisten hertapsen.

Insgesamt ist der Handlungsverlauf unlogisch und nicht nachvollziehbar: Obwohl fast alle Mitwirkenden über die alte Geschichte der ermordeten Fiona Barnes Bescheid wissen, fällt jedem ein an den Haaren herbeigezogener Grund ein, nicht zur Polizei zu gehen und den Mörder lieber ungestraft davonkommen zu lassen. Die Polizei wiederum ist nicht in der Lage, die Namen der Beteiligten an der Verlobungsfeier in ihren Rechner einzutippen, um sie auf frühere Fälle hin zu untersuchen. Zu all dem passt auch die Präsentation des Täters: Um seine Identität möglichst lange geheim zu halten, entpuppt er sich hinterher als irrer Psychopath, der alle anderen erfolgreich jahrelang getäuscht hat, sodass niemand ihm die Tat überhaupt zutrauen konnte.

Nein, intelligente Krimis sehen für mich anders aus, der einzige Stern gebührt Links sprachlichen Fähigkeiten, denn auszudrücken weiß sie sich in jedem Fall sehr gut.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 9. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
Mir hat der Roman im Nachhinein gar nicht gefallen. Bis über die Hälfte wurde ich zwar gefesselt, war aber maßlos enttäuscht von der Auflösung des Falls. Versprach es vorher eine ungewöhnliche Verbindung zwischen der Rahmen- und der Binnenhandlung zu geben, so fiel der Autorin wohl nicht so recht ein, wie sie es hätte anstellen sollen, und so blieben viele anfänglich gute Ideen letztlich unausgeführt und eben unbefriedigend. Nach der letzten Seite fragte ich mich, ob das denn nun der Autorin aller Ernst war, dem letzten Drittel des Romans eine solche Auflösung angedeihen zu lassen. Ich finde, Frau Link kann das sonst besser. Schade, dass sie aus ihrer recht guten Idee nicht mehr gemacht hat. Zwei Sternchen gibt es für die fesselnde Binnenhandlung um Brian.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdrängte Vergangenheit, 31. Januar 2014
Von 
Belle's Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dr. Leslie Cramer reist zur Hochzeit ihrer Freundin aus Kindertagen zurück in ihre Heimatstadt. In dem kleinem Küstenstädtchen Scarborough lebt auch noch ihre Großmutter Fiona, die ebenfalls eng mit der Familie Beckett befreundet ist. Doch während der Verlobungsfeier kommt es zur Katastrophe, was die Polizistin Valerie Almond auf den Plan ruft. Während ihrer Ermittlungen muss DI Almond feststellen, dass es Verbindungen zu einem Mordfall an einer jungen Studentin gibt, die ein paar Monate zuvor ermordet wurde und deren Mord immer noch nicht geklärt ist.

Bevor die eigentliche Geschichte jedoch beginnt, kehrt man erst einmal in das Jahr 1970 zurück. Eine junge Frau schaut sich auf einer weit abgelegenen Farm um, ist dort auf der Suche nach etwas und wird vom Farmbesitzer überrascht. Dass dieser vom Besuch der jungen Frau nicht gerade erfreut ist, ist deutlich zu spüren. Doch was die junge Frau sucht, noch was mit ihr passieren wird, verrät einem die Autorin erst zum Ende ihres Romans.

Zurück in der Gegenwart erlebt man erst einmal den Mord an der jungen Studentin Amy Mills mit, die auf dem Weg nach Hause in einem Park ermordet wird. Die Bevölkerung der kleinen Küstenstadt ist geschockt, doch für DI Valerie Almond erweisen sich die Ermittlungen als äußerst schwierig, da weder ein Motiv noch ein Verdächtiger zu ermitteln sind.

Die eigentliche Geschichte dreht sich jedoch um Dr. Leslie Cramer und deren Besuch in Scarborough. Die Ärztin ist frisch geschieden und gerade dabei, ihr Leben neu zu ordnen. So kommt ihr die Einladung von Gwen Beckett genau richtig, zumal Leslie ihre Großmutter Fiona lange nicht mehr gesehen hatte und sich auf dieses Treffen ebenfalls freut. Doch etwas merkwürdig kommt ihr die Heirat von Gwen schon vor, denn ihre Freundin gilt als spätes Mädchen. Mit 35 Jahren lebt Gwen immer noch auf der abgelegenen Farm und pflegt ihren Vater, hat keinen Beruf und hält sich mit gelegentlichen Zimmervermietungen an Feriengästen über Wasser. Schüchtern, introvertiert und sehr naiv tritt Gwen auf und sie soll tatsächlich einen Mann gefunden haben? Für Leslie äußerst überraschend und umso gespannter ist sie auf Dave Tanner. Doch bei der am Wochenende anstehenden Verlobungsfeier kommt es zum Eklat und einer der Gäste wird kurze Zeit später erschlagen aufgefunden.

Obwohl Charlotte Link ihren Lesern gleich zu Anfang viele Personen vorstellt und im Verlauf des Romans noch einige mehr hinzukommen, gelingt es der Autorin wieder einmal hervorragend, allen Charakteren sofort ein Gesicht zu geben, sie detailreich zu beschreiben, sodass Verwechslungen absolut ausgeschlossen sind.

Und dies ist auch gut so, denn die Story entwickelt sich äußerst komplex. Ob und inwieweit der Mord an Amy Mills mit dem aktuellen Mord in Verbindung steht, bleibt lange ungewiss. Ob eine verhängnisvolle Entscheidung, die kurz nach dem 2. Weltkrieg getroffen wurde mit den heutigen Geschehnissen in Verbindung steht, weiß man ebenfalls lange Zeit nicht. Und wer von den vielen Verdächtigen nun der Täter ist, dass verrät Charlotte Link ihren Lesern ebenfalls erst ganz zum Schluss. Zudem legt die Autorin während ihrer Geschichte immer wieder geschickt Hinweise aus, sodass man seine Meinung in Bezug auf Täter und Motiv ständig am Revidieren ist. Somit garantiert „Das andere Kind“ nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch noch spannende Krimimomente, die dafür Sorge tragen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Fazit: Vielschichtige, intelligente Story, die beste und vor allem spannende Krimiunterhaltung bietet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geht!!!, 18. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
Qualität ist super... Der Titel macht mir zu schaffen... Ich konnte es nicht fertig lesen...Nur die Vorstellung was mit dem Kind passiert ist macht mich fertig.... :-(
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familiengeschichte mit dunklen Geheimnissen, 24. Juni 2013
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
In der kleinen Stadt Scarborough wird eine junge Studentin brutal ermordet. Die Ermittlungen verlaufen eher schleppend, da passiert ein ähnlicher Mord. Hängen diese beiden Morde zusammen? Und was haben die beschauliche Beckett-Farm und ihre Bewohner und Gäste damit zu tun?

Obwohl Charlotte Link eine berühmte Bestsellerautorin ist, war "Das andere Kind" mein erstes Buch von ihr. Und ich fühlte mich sehr gut unterhalten.

Zu Beginn hatte ich einen Krimi erwartet, doch ich merkte schnell, dass das Buch eher eine Familiengeschichte mit einem kleinen Anteil Ermittlungen beinhaltet. Dies hat mich aber beim Lesen weniger gestört.

Charlotte Link erzählt die Geschichte der Becketts sehr spannend ohne dabei unnötig durch die Familiengeschichte zu rasen. Sie beschäftigt sich mit Details, deren Hintergründe erst mit dem Fortgang der Story klar werden. So baut sie nach und nach ein erschütterndes Familienporträt auf. Zudem führt sie ihre Leser auf eine falsche Fährte, nimmt sie jedoch rechtzeitig wieder an die Hand um alles zu einem sehr gelungenen und stimmigen Ende zu bringen.

Der Stil der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Sie ist eher auf die Gefühlswelt ihrer Figuren bedacht, so dass ich beim Lesen mich gut in sie hineinfühlen konnte. Die Beweggründe sind plausibel und anschaulich dargestellt.

Fazit: ein sehr guter, unterhaltender Roman, der auch seine erschütternden Momente hat. Eine klare Leseempfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Erlebnis, 19. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
Eigentlich mag ich keine Kriminalromane lesen - ich kann es mir einfach nicht verkneifen, schon nach 3 Seiten den Schluss zu lesen - also sind Krimis einfach nichts für mich - ich bin halt so.
An "Das andere Kind" bin ich gekommen, weil ich arg in Eile war und für eine längere Zugfahrt schnell noch etwas zu schmökern brauchte, und wegen der lange Strecke sollte das Buch nicht zu dünn sein!
Also habe ich im Bahnhofskiosk ohne lange zu suchen, nach einem dicken Buch gegriffen, einen flüchtigen Blick auf die Inhaltsangabe geworfen - und das Buch gekauft.

Und siehe da - es war echt ein Lese-Erlebnis für mich! Und es hat mir wahrlich imponiert, wie geschickt Frau Link versteht, mit erschreckender Deutlichkeit klar zu machen, dass Gleichgültigkeit, dass "es geht mich doch nichts an" und Lieblosigkeit zu folgenschweren Taten führen können - nicht gleich und sofort, sondern zum Teil erst nach Jahren.

Dieser leider immer wieder hochaktuelle Appell, sich um seine Mitmenschen ein bisschen mehr zu kümmern, nicht einfach wegzuschauen - dieser Appell ist gut verpackt in eine spannende Geschichte!

Ich kann dieses Buch bedingungslos weiter empfehlen!
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Das andere Kind: Roman
Das andere Kind: Roman von Charlotte Link (Taschenbuch - 8. Dezember 2010)
EUR 9,99
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