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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch!
Dieses Buch scheint die Leserwelt ganz klar zu teilen, was sich auch in den Rezensionen hier widerspiegelt. Der Klappentext verrät auch nicht wirklich was den Leser erwartet, trotzdem habe ich mich getraut und das Buch bestellt. Und vom ersten Kapitel an hat es mich gefesselt.

Die drei Hauptakteure, welche unterschiedlicher nicht sein könnten, werden...
Veröffentlicht am 3. Januar 2011 von Christian Brodmerkel

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mal was anderes
Gut geschriebene Geschichte, bei der es nicht an Tempo und Spannung mangelt.
Das ganze Buch liest sich flüssig und in einem Rutsch.
Die Helden haben einen langen Leidensweg vor sich und an manchen Stellen fragt man sich, ob James Bond in dieser Situation nicht hoffnungslos überfordert gewesen wäre. Die Helden stehen jedoch immer wieder auf...
Veröffentlicht am 17. März 2011 von R. Weller


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mal was anderes, 17. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Glasbücher der Traumfresser (Taschenbuch)
Gut geschriebene Geschichte, bei der es nicht an Tempo und Spannung mangelt.
Das ganze Buch liest sich flüssig und in einem Rutsch.
Die Helden haben einen langen Leidensweg vor sich und an manchen Stellen fragt man sich, ob James Bond in dieser Situation nicht hoffnungslos überfordert gewesen wäre. Die Helden stehen jedoch immer wieder auf...
Und genau hier liegt die Schwachstelle. Das was Mrs. Temple, Dr. Svenson und Kardinal Chang zu durchleiden haben ist des Guten einfach ein bisschen zu viel.
Somit verschwimmt die Grenze des Romans immer wieder und man manövriert zwischen einer reinen Fantasy Story und dem krampfhaften Versuch, eine möglichst realistische Stadt im viktorianischen Zeitalter zu beschreiben, hin und her.

Letztendlich ist das Werk sehr abrupt zu Ende und lässt den Leser mit vielen Fragezeichen im Regen stehen.
Was hatten Die Bösen" denn wirklich vor?
Wollten sie die Weltherrschaft?
Ging es um wirtschaftliche Macht?
Sind die meisten der Verschwörer nur Marionetten und die wirklichen Spieler, die mit der Macht in den Händen, sind noch gar nicht aufgetaucht?

Dazu habe ich bisher keine Antwort.
Es bleibt die Hoffnung, dass mit der Fortsetzung (die aber als eigenständiges Werk angepriesen wird) diese Fragen eine Antwort finden. Insofern bin ich dem Autor in die Falle getappt, denn nun will ich wissen wie es weitergeht und Das Dunkelbuch" steht inzwischen im Bücherregal.

Somit 3 Sterne für die wirklich hohe Spannung und die interessanten Ideen.
Wenn das Werk zum Schluss einen Teil der offenen Handlungsfäden geschlossen hätte und nicht nur Fragezeichen übrig geblieben wäre, dann hätte das Buch bis zu 5 Sterne verdient.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch!, 3. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Glasbücher der Traumfresser (Taschenbuch)
Dieses Buch scheint die Leserwelt ganz klar zu teilen, was sich auch in den Rezensionen hier widerspiegelt. Der Klappentext verrät auch nicht wirklich was den Leser erwartet, trotzdem habe ich mich getraut und das Buch bestellt. Und vom ersten Kapitel an hat es mich gefesselt.

Die drei Hauptakteure, welche unterschiedlicher nicht sein könnten, werden eher zufällig in die mysteriösen Geschehnisse in Harshmort House hineingezogen. Jeder hat seine persönliche Intention, erfahren zu wollen was dort wirklich vor sich geht, doch schon bald müssen sie feststellen, dass noch viel mehr auf dem Spiel steht.

Dahlquist schafft vom ersten Kapitel an eine grandiose Atmosphäre und zieht den Leser sofort ins Geschehen. Für die nötige Abwechslung sorgt die Erzählweise aus der Sicht der drei Hauptcharaktere, wobei sich die Kapitel teilweise überschneiden. So erfährt man manchmal erst später, was sich im vorherigen Kapitel noch zugetragen hat.
Häppchenweise dringen immer neue Geheimnisse ans Licht, die dafür sorgen dass die Spannung konstant gehalten wird, jedoch nicht zuviel verraten um das Ende abzusehen. Spannende Hetzjagten, gefolgt von wirklich tiefen Einblicken in die Persönlichkeit der Akteure.

Der Autor packt in der Tat viele Figuren in den Roman, wobei auch deren Beziehungen untereinander enorm wichtig sind um die Zusammenghänge gänzlich zu verstehen. Daher ist aufmerksames Lesen wichtig. Das macht die Story dafür aber nicht vorhersehbar und sorgt immer wieder für Wendungen.

Dass das Ende wegen angeblich fehlender Auflösung so oft bemängelt wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Hier wird einem das nur nicht auf den letzten 10 Seiten vor den Latz geknallt, vielmehr versteht man erst am Schluss die vorher bekannten Details zusammenzusetzen. Diesen Aha-Effekt fand ich sogar besonders gut und der furiose Showdown ist wahrlich hollywoodreif!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen viktorianischer Action-Krimi - Achtung, der Schreibstil macht süchtig, 26. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Glasbücher der Traumfresser (Taschenbuch)
..........Erster Eindruck/Inhalt

Ich habe das Buch durch die Amazon-Empfehlungen vorgeschlagen bekommen, die Aufmachung ist hübsch und die Geschichte klang spannend:
Die drei Hauptfiguren wollen aus jeweils unterschiedlichem persönlichen Antrieb eine alchimistische Verschwörung zerschlagen, das Ganze ist ein viktorianischer Action-Krimi-Thriller mit ebenso viel Seide und Federmasken wie Blut und Leichen.
Ich habe den Roman am Stück verschlungen, jedoch bin ich vom Ende nicht ganz überzeugt.

..........Was mir gefällt

Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut, der Autor hat ein perfektes Gleichgewicht gefunden zwischen Dialog, Umgebungsschilderungen, Aktionen und kleinen Gefühls- und Gedankendetails. Die Sätze wirken authentisch ebenso wie (insbesondere) die Hauptfiguren, für die man sofort ein "Mitfiebern"-Gefühl entwickelt: die willensstarke, manchmal trotzige Ms Temple, den kampfunerfahrenen, rationalen Doktor Svenson und den leidgeprüften, überheblichen und in den meisten Szenen sehr dreckigen Auftragsmörder Kardinal Chang.
Obwohl es mich direkt beim Lesen manchmal gestört hat, finde ich rückblickend die ganzen erotischen oder manchmal auch nur Sex-Beschreibungen eigentlich ganz passend im Zusammenspiel mit dem Milieu in dem sich die Verschwörer bewegen.

..........Was mich stört

Über den Anfang hat mich nur der wahnsinnig gute Schreibstil des Autors gerettet, weil mir die Geschichte irgendwie bekannt vorkam: Jemand folgt einer Person und gerät des nachts in ein Haus voller maskierter Geheimbündler, die gerade irgendein komisches Ritual vollziehen, gespickt mit viel nackter Haut - das war mir ein bisschen zu wenig Originalität udn zu viel Ähnlichkeit zu z.B. "Eyes wide shut" bzw. der "Traumnovelle", aber zum Glück ging es spannender weiter.
Was bestimmt jeden Leser nervt sind die Unmenge an Namen, die auftauchen, und die man sich ALLE merken muss, weil jeder eine wichtige kleine Rolle in der Gesamtverschwörung spielt, ich habe am Schluss nicht mehr durchgeblickt, wer nun wen betrogen, wer mit wem verbündet und warum der eine von diesem bestimmten anderen ermordet werden musste. Deswegen war die Auflösung der ganzen Verwicklungen für mich eigentlich immer umsonst.
Ähnlich ging es mir mit den eeewigenVerfolgungs- und Fluchtszenen, die natürlich meist in einem Haus abspielten, das natürlich wie ein undurchschaubares Labyrinth gebaut war. Verwirrung pur, WO genau sind die gerade...?

Aber am meisten hat mich gestört, dass die drei Hauptfiguren sich des öfteren getrennt haben, worauf ihre Handlungsstränge einzeln erzählt wurden. Das ist an sich zwar eine tolle Idee, was mich aber zur Weißglut trieb, waren die drei einzelnen Sichtweisen zum Ende hin: alle drei befanden sich zur selben Zeit am gleichen Ort, sodass dieselben Ereignisse insgesamt drei mal durchgekaut wurden, obwohl ich doch eigentlich nur endlich wissen wollte, was als nächstes passiert.

Die Auflösung am Ende war - abgesehn von den raffinierten Zwistigkeiten - irgendwie sehr schlapp, WIRKLICH erklärt wurde nicht so viel, der Leser bekommt immer nur so Vermutungsbröckchen hingeworfen, die Ms Temple, Svenson oder Chang durch den Kopf gehen.

..........Insgesamt

Ein sehr empfehlenswertes Buch, spannend und mit einigen Überraschungen und Rätseln. Nochmal lesen werde ich es aber nicht so bald :) deswegen und wegen der "gefällt mir nicht"-Anmerkungen einen Stern Abzug.

..........Wer soll es lesen?

Fans von historischen Krimis, mit einer Spur... hm Fantasy kann man eigentlich nicht sagen... Fantasie-Alchimie :D ? Leute, die einfach gerne exzellent geschiebene Bücher genießen und sich nicht vor viel Action, Blut und Schießereien fürchten.

..........übertroffen von

(...da fällt mir vielleicht später noch was ein :) )
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannungsfresser, 10. April 2008
Die Aufmachung des Buches ist brilliant. Leider ist sie das Beste an den "Glasbüchern der Traumfresser".

Die Hauptcharaktere bleiben seltsam vage und konturlos. Sie aka Dahlquist schaffen es nicht, dass man sie wirklich mag und mit Ihnen mitfiebert. Außerdem bleiben die Motive der Verschwörung seltsam motivlos und bei diversen Handlungsstträngen und Wendungen kommt der Verdacht auf, der Autor selbst habe den Überblick verloren und kann nur mit undurchdachten Notlösungen aufwarten - in der Hoffnung der Leser würde es nicht merken. Am Ende jedenfalls lässt einen die Lektüre irgendwie unbefriedigt zurück.

Lediglich Dahlquists schöne Sprache und die eigentlich ganz orginelle Grundidee rechtfertigen drei Sterne. Schade, dass nicht mehr daraus gemacht wurde!

Ich ging mit hohen Erwartungen an das Buch und wurde ziemlich enttäuscht. Aber wer weiß, wer "Die Glasbücher der Traumfresser" ohne große Erwartungen liest, wird vielleicht positiv überrascht?
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Man soll ein Buch nie nach dem Einband beurteilen, 14. Februar 2008
Hätte ich mich doch nur an diese Binsenweisheit gehalten. Aber der schön gestaltete Pappschuber mit den 10 Einzelbänden hat mich einfach zu sehr in Versuchung geführt. Und ich geb's zu, im Regal macht sich das Ding auch wirklich gut. Aber wie heißt es so schön? Außen hui, innen ... naja.
Die ersten 4-5 Bände fingen auch wirklich spannend an, doch leider ging's danach immer mehr bergab. Ich hab es trotzdem zu Ende gelesen, in der Hoffnung, dass sich nach viel Geschwafel doch noch alles in Wohlgefallen auflösen würde, aber so wirklich befriedigend war's dann nicht. Werden die drei guten Charaktere, Celeste Temple, Dr. Svennson und Kardinal Chang, wirklich sehr ausführlich beschrieben, ihre Motivationen, Gefühle, innere Kämpfe, Stärken und Schwächen, bis ins letzte Detail geschildert, sosehr werden die Bösen bezüglich Charakterentwicklung und ihren eigentlichen Zielen, vernachlässigt. Mir ist bis jetzt noch nicht klar, was das eigentliche Hauptziel der Comtessa war. Und was genau es mit dem Verfahren auf sich hat(blaue und orangefarbene Pampe verwandelt Leute in Glaszombies?). Und warum die dämlichen Weiber (Mrs. Marchmoor, Mrs. Poole) sich auf solch eine Weise benutzen ließen. Obwohl, vielleicht einfach aus dem Grund weil sie dämlich waren. Es kann natürlich auch sein dass ich mich zum Schluss einfach so mit dem Lesen beeilt habe (ich wollte es endlich hinter mich bringen) dass mir da ein paar Details entgangen sind. Wie auch immer, sollte es tatsächlich eine Fortsetzung von der Geschichte geben, werde ich dankend darauf verzichten. Und den tollen Schuber inklusive Inhalt werde ich wohl bei nächster Gelegenheit meiner Leihbücherei um die Ecke spenden, da ich mich jedes Mal, wenn mein Blick darauf fällt, ärgere, dass ich so viel Geld dafür ausgegeben habe.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unglaublich gut....!, 10. November 2009
Von 
Ich habe dieses Buch (bzw. die Sammelbox mit den zehn Einzelbüchern) geschenkt bekommen, da meine Freundin meinen Geschmack sehr gut kennt: Volltreffer!
Da ich sonst Krimi's und gerne auch Romane/Erzählungen aus anderen Jahrhunderten lese, traf diese Kombination genau meinen Geschmack.
Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf, indem sie die Geschichte sowohl aus verschiednen Sichtweisen, als auch fortlaufend erzählen. Ich habe einen Band gebraucht mich auf den Sprachstil einzulassen und hatte danach keine Probleme mehr mit der teilweise umständlichen/hofietren Ausdrucksweise der Protagonisten...sie ist ebend der Zeit entsprechend!
Nach Beendigung des Buches war ich einerseits von dem recht brutalen Ende geplättet; weinte dem Leseerbelnis jedoch generell hinterher (Nochmal bitte!).
Ein Sonderpunkt erhält die wirklich schöne Ausmachung und der Druck in zehn Einzelbüchern/-kapiteln, da sich das Buch sonst (da sehr dicker Schinken) zu umständlich im Handling gezeigt hätte!
Wer diesen Genre mag, wird begeistert sein!
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Originell, 8. Oktober 2007
10 Kapitel in 10 Bänden - allein schon die originelle Aufmachung des Erstlingsromans von Gordon Dahlquist macht neugierig. Inhaltlich beschreibt er eine spannende Geschichte dreier Menschen, die unabhängig voneinander eine Verschwörung aufdecken, dabei in Lebensgefahr geraten und so zusammenfinden. Der Roman lebt von der ständigen Spannung, den Intrigen und dem andauernden Überlebenskampf bis hin zum letztlichen Höhepunkt.
Gerade zu Beginn ist dies sehr spannend und fesselnd, doch wirkt es später - da die Abwechslung fehlt - eher langatmig. Es passiert einfach nicht viel Neues und man hätte den Roman eventuell etwas verkürzen können. Dann wäre er knackiger. Dennoch, ein gut gemachter Krimi mit Fantasy- und Science-Fiction-Elementen in einer schönen lesbaren Sprache.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend zuerst - doch dann ..., 7. November 2007
Verschlungen habe ich die ersten Bände und konnte gar nicht so schnell weiterlesen, wie ich gerne gelesen hätte - die Charaktere sind lebendig gezeichnet, der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, das entspannte Spiel mit Klischees bereitet Vergnügen und der Spannungsbogen ist gut gespannt. Dann war ich beim letzten und zugleich dicksten Band angelangt - endlich, wie ich mich freute - (originelle Ausgabe im übrigen mit den 10 Einzelbänden)und erhoffte mir viel ... vor allem die umfassende Aufdröselung der Geschichte - die leider nicht wirklich erfolgte. Und die Protagonisten waren derart "unkaputtbar", dass letztlich doch Klischees überreizt wurden. Entweder ist das letzte Kapitel halbherzig geschrieben - oder was wahrscheinlicher ist, wir haben in naher oder ferner Zukunft mit einer Fortsetzung zu rechnen.
Wenn ich nur die ersten Kapitel betrachte, würde ich 4-5 Sterne geben, doch im Verlauf muss ich 1-2 wieder abziehen und komme wohlwollend auf 3 Sterne.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Libidinöser Budenzauber, 3. Februar 2008
Sind Sie schon über 18? Nur dann sollten Sie weiterlesen, denn der Unterhaltungswert von Gordon Dahlquists Romandedüt "Die Glasbücher der Traumfresser" wird im unteren Abstand zur Gürtellinie gemessen. Entsprechend schlüpfrig ist auch diese Rezension. Überlegen Sie also gut, ob Sie riskieren wollen, dass Ihnen ähnliche Unanständigkeiten wie den drei Protagonisten in Dahlquists gefeierter Neo-Gothic-Novel widerfahren.
Doch zunächst einmal zur Gothic-Novel. Das erinnert an das viktorianische England. An Zeiten, in denen der nachmittägliche Kuchen mit Absinth und Opiumtinktur heruntergespült wurde, die Tapete in den Salons mit nekrophilen Motiven geschmückt war und die Schwiegermutter heimlich Geschichten über die sexuellen Praktiken untoter Hysteriepatienten verfasste. Abenteuerliche Vorstellungen also, die von Dahlquist lediglich klischeehaft dargestellt wurden und, vom ganzen Schweinkram einmal abgesehen, das einzig Abenteuerliche an seinem Roman sind. Drei Protagonisten verfolgen die Spur einer mysteriösen Verbrecherorganisation, die mit Hilfe eines noch mysteriöseren Verfahrens Träume und Erinnerungen in so genannten Glasbüchern speichern und manipulieren kann. Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle sicherlich erahnen, dass der Inhalt besagter Glasbücher hauptsächlich delikater Natur ist und dazu verwendet wird, Frauen in willenlose Lustbefriedigungsobjekte zu verwandeln. Verben wie gleiten und rutschen spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Miss Temple, die notorisch an ihren Fingern schnuppert, nachdem sie sich in den Schritt gefasst hat, Kardinal Chang, ein Berufsmörder, dessen Bordellbesuche die Häufigkeit des Kleidungswechsels quantitativ weit übersteigen und Dr. Abelard Svenson, ein, was wohl auf seine passiv-devote Veranlagung zurückzuführen ist, gezwungener Beobachter von sexueller Gruppenarbeit und unwissenschaftlichen Doktorspielen, sind das Aufgebot im Kampf gegen die ominöse Verbrecherclique. Die Jagd nach den Bösen, die nichts geringeres als die Weltherrschaft anstreben, gestaltet sich nicht nur literarisch als verkitschte Reise durch das Fin de siècle: Layout und Veröffentlichung der jeweiligen Kapitel in zehn Einzelbänden in einer Schmuckkassette sollen auch optisch den Eindruck eines jener Zeit nachempfundenen Groschenromans vermitteln. Dahlquists vielfach gelobter Stil erinnert in diesem Kontext jedoch nicht an die damals gebräuchliche Causerie, sondern erschöpft sich in pseudogalantem Geplauder, in dem deutlich jene Popcornkaugeräusche anklingen, von denen moderne Hollywoodproduktionen stets begleitet werden. Da wirken die altertümelnden Allüren nur als Kunstersatz, um die Herkunft der zahlreichen Kinozitate und –verweise zu vertuschen. Was die Beschreibungen anbelangt, scheint Dahlquist in dieser Hinsicht mehr Schausteller als Autor zu sein. Während seines libidinösen Budenzaubers, lässt er seine Protagonisten beispielsweise "verkleidet" auftreten: Kardinal Chang wie Jonny Depp in "From Hell" und Dr. Abelard Svenson wie Jonny Depp in "Sleepy Hollow". Kulisse und Idee zu einer Maskenball- und Orgienszene stammen aus "Eyes Wide Shut", Krimielemente von Arthur Conan Doyle, die Spionageaction ist den James-Bond-Verfilmungen entlehnt, Verschwörerisches der Feder von Dan Brown. Dass Dahlquist diese Scharlatanerie in einem Interview als post-postmodern bezeichnet, ist kein Beweis für Virtuosität oder ein avantgardistisches Literaturverständnis, sondern Kaschierung seines tolldreisten Ideendiebstahls.
Hat man sich auf die literarischen Taschenspielertricks eingelassen, sich endlich durch alle Passagen mit enormer Unterwäschedichte (da taucht das Wort Unterwäsche, inklusive der Varianten Unterhöschen, -hose und –rock, in zwölf Sätzen ganze 17 Mal auf) gekämpft und ist auf der letzten Seite angelangt, bleibt nicht nur der Leser unbefriedigt: Der Abschluss ist fortsetzungsgeil, der Roman nur ein Vorspiel. Lust auf mehr? Klar, aber dann lieber gleich "Die 120 Tage von Sodom".
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verschenktes Potential, 25. September 2008
Im Buchladen bin ich zufällig über das Buch gestolpert, fand die Aufmachung toll, las die ersten paar Seiten und dachte mich würde nun ein großartiges Steampunk-Buch erwarten, doch weit gefehlt. Die Schreibweise ist enorm langatmig, die Charaktere entwickeln sich kaum weiter, die Guten sind gut und die Bösen sind böse und von Traumfressern ist nicht einmal die Rede. Die Fantasy-Elemente sind verschwindend gering und werden auch kaum erklärt. Alles in allem hat man es eher mit einem langatmigen Thriller zu tun, als mit einer fantastischen Erzählung (insofern ist die immer wieder gebrachte Parallele zu Jules Verne gar nicht so verkehrt, nur das seine langatmige Schreibweise dem damaligen Zeitgeist geschuldet ist) was sehr schade ist, da sowohl die Kulisse als auch die Charaktere als auch die Grundidee eine Menge zu bieten hätten (dafür den einen Stern), aber anstatt diese Elemente auszubauen dümpelt die Story vor sich hin und man ist die meiste Zeit damit beschäftigt festzustellen wer gegen wen intrigiert. Schade, das Potential wäre da gewesen, etwas großartiges Neues zu schaffen. Wer wirklich gute Steamfantasy lesen möchte, dem sei die Pullman-Saga (u.a. Der goldene Kompass) ans Herz gelegt.
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Die Glasbücher der Traumfresser
Die Glasbücher der Traumfresser von Gordon Dahlquist (Taschenbuch - 10. August 2009)
EUR 9,95
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